Sonntag, 24. Mai 2015

Spargelpizza mit getrockneten Tomaten, Ziegenfrischkäse und Oliven

Nach fast 7 Jahren Bloggen ist es wohl unvermeidlich, dass sich manche Rezepte wiederholen. In dieser Spargelsaison tue ich mich wahnsinnig schwer damit, mich für neue Spargelrezepte zu begeistern. Der klassische Spargel mit Kratzete war bisher das einzige neue Spargelrezept, das mich voll überzeugt hat. Ansonsten habe ich nach einigen wenig überzeugenden neuen Rezepten auf bewährte Rezepte wie den Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette oder die Pasta mit geröstetem Spargel und Parmesan-Sahne-Salbei-Sauce zurückgegriffen. Vor kurzem habe ich eine Spargelpizza mit getrockneten Tomaten, Ziegenfrischkäse und Oliven gemacht, die ich 2010 schon mal gebacken habe - damals noch mit einem anderen, nicht so überzeugenden Pizzateigrezept. Und da diese Pizza auch 5 Jahre später - und mittlerweile mit erprobtem Pizzateigrezept! - wieder super geschmeckt hat, hat sie einen erneuten und aktualisierten Rezeptbeitrag verdient.


Rezept: Spargelpizza mit getrockneten Tomaten, Ziegenfrischkäse und Oliven

Zutaten:
Für den Teig:
250g Mehl Typ 00 (ersatzweise auch Mehl Type 405)
2,5g frische Hefe
1/2 TL Salz
Für den Belag:
150g Schmand
abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
75g Parmesan, fein gerieben
Salz
350g Spargel
150g Ziegenfrischkäse
25g getrocknete Soft-Tomaten (ohne Öl)
2 Zweige frischer Rosmarin
15 schwarze Oliven ohne Stein

Zubereitung:
Als erstes den Pizzateig zubereiten. Dafür die Hefe in 150ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10-15 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und 2 gleich große Teile abtrennen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 250 Grad vorheizen. 

Schmand, Zitronenschale und Parmesan mischen und glatt rühren.
 Mit etwas Salz würzen. Den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel längs in dünne Scheiben schneiden. Die getrockneten Tomaten ebenfalls in Streifen schneiden. Frischen Rosmarin von den Stängeln rupfen und etwas kleinhacken.

Arbeitsfläche gut bemehlen. Die Pizzateigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken. Wem das zu mühsam ist, kann den Teig natürlich auch mit dem Nudelholz möglichst dünn und gleichmäßig auswellen. Eine Pizza auf den Teigschieber setzen und belegen.

 Die Schmand-Zitronen-Parmesan-Mischung auf dem Teig verstreichen. Mit den Spargelstreifen und den Oliven belegen und nochmals leicht salzen. Pizza mit dem Teigschieber  auf den Pizzastein in den Ofen geben und 20 Minuten knusprig backen. Derweil den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und 5 Minuten vor dem Backzeitende zusammen mit den Tomaten und dem Rosmarin auf der Pizza verteilen.

Pizza herausnehmen und sofort servieren. Mit den weiteren Pizzateigkugeln ebenso verfahren.

Freitag, 15. Mai 2015

Selbstgemachtes Schokoladeneis

Diese Woche habe ich mal wieder die Eismaschine aus dem Keller hochgeholt, denn die letzten Reste vom genialen Karamell-Eis mit Fleur de Sel verschwanden auf dem selben Weg aus dem Tiefkühler wie das crunchige Tiramisu-Eis mit Cookies- nämlich direkt in meinem Magen! Höchste Zeit also, für den kleinen Eishunger wieder Nachschub zu produzieren. Da mein Mann beim Eis (wie auch bei der Marmelade) die puren Klassiker den ausgefalleneren Sorten vorzieht, habe ich dieses Mal Schokoladeneis nach einem Rezept von Sabine vom Blog Bonjour Alsace gemacht. Sie hat es als das "ultimative" und "weltbeste Schokoladeneis" bezeichnet und obwohl es möglicherweise nicht das weltbeste Schokoladeneis ist, ist es auf jeden Fall sehr, sehr gut! Ein wunderbar cremiges, sehr schokoladiges, aber nicht zu süßes Eis. Bei diesem Rezept sollte man nicht an der Qualität der Zutaten sparen, denn die verwendete Schokolade schlägt voll auf den Geschmack durch. Also lieber die gute Tafel Valrhona als ein Discount-Produkt verwenden....

Selbstgemachtes Schokoladeneis

Rezept: Selbstgemachtes Schokoladeneis
(ergibt knapp 1 Liter Eis)

Zutaten: 
250ml frische Vollmilch
3 EL Speisestärke
300ml Sahne
200ml Kondensmilch oder Kaffeesahne
130g Zucker
1 EL Läuterzucker oder Glukosesirup
40g Kakaopulver (ungesüßt)
1/4 TL Fleur de Sel
60g Zartbitterschokolade (72% Kakao)

Zubereitung:
Die Stärke mit 2 EL von der Milch glatt rühren. Beiseite stellen. 

Restliche Milch, Sahne, Kondensmilch, Zucker, Läuterzucker, Kakaopulver und Salz in einen großen Topf geben und vermengen. Aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, damit der Wasseranteil in der Milch verkochen kann und das Eis später nicht kristallisiert.

In der Zwischenzeit die Schokolade grob hacken und in eine große Schüssel geben.

Topf vom Herd nehmen und die angerührte Speisestärke langsam unterrühren. Dann den Topf wieder auf den Herd stellen, die Masse unter Rühren nochmals aufkochen und ca. 1 Minute kochen lassen, bis die Eismasse etwas andickt. Dann den Topf vom Herd nehmen und die heiße Mischung zur gehackten Schokolade in die Schüssel geben. Umrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist, dann die Schokoladenmischung vollständig auskühlen lassen. Dabei immer wieder umrühren (ca. alle 10 Minuten), damit sich keine Haut auf der Schokoladenmischung bildet - sonst hat man nachher leckeren Pudding ;-)

Masse im Kühlschrank abgedeckt einige Stunden oder über Nacht erkalten lassen. Am nächsten Tag die Masse in die Eismaschine geben und in der Eismaschine in ca. 30-40 Minuten cremig gefrieren lassen. Eiscreme in einen tiefkühlgeeigneten Behälter umfüllen und mindestens 4 Stunden nachfrieren lassen.

Das Schokoladeneis ca. 10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Tiefkühlschrank nehmen und etwas antauen lassen, dann lässt es sich leichter portionieren und schmeckt noch besser!


Selbstgemachtes Schokoladeneis

Mit diesem Schokoladeneis schaffe ich es auch endlich mal wieder, an einem Blogevent des Kochtopfs teilzunehmen! Diesen Monat sucht Sibel von Insane in the Kitchen Rezepte zum Thema "Death by chocolate" - na, das passt doch, wenn auch auf den letzten Drücker...

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)

Nach diesem Klassiker ist als nächstes wieder eine ausgefallenere Eis-Sorte dran... momentan liebäugle ich mit einem Rhabarber-Eis! Was ist eure liebste Eissorte?

Noch mehr Rezepte für selbstgemachtes Eis:

Dienstag, 5. Mai 2015

Kleiner Rhabarberkuchen mit Guss - nur für mich!

Rhabarber! Ich liebe das saure Gemüse (ja, Rhabarber ist Gemüse) abgöttisch. Leider bin ich damit die einzige in meinem Haushalt. Ich lasse mich trotzdem nicht davon abhalten, ausgiebig damit zu kochen und zu backen. Für Kuchen passe ich die Mengen dann einfach auf meine kleine Springform mit 18cm Durchmesser an und esse den Rhabarberkuchen mit Guss dann nach und nach GANZ ALLEINE AUF! Yeah!

Stück Rhabarberkuchen mit Guss

Das Rezept stammt aus meinem Lieblings-Backbuch fein gebacken! Das Grundbackbuch* von Cornelia Schinharl und Christa Schmedes. Ich habe lediglich die Mengen auf meine kleinere Backform angepasst. Wie eigentlich alle Rezepte aus diesem Grund-Backbuch ist auch das hier gelingsicher und das Ergebnis höchst lecker!

Rezept: Rhabarberkuchen mit Guss
(für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Mürbteig:
110g Mehl
Salz
30g Zucker
60g kalte Butter
1 kleines Ei
Für den Belag:
400g Rhabarber
60g Zucker
1 EL gemahlene Mandeln
1 Ei (Größe M)
75g saure Sahne

Zubereitung:
Für den Mürbteig das Mehl mit einer Prise Salz und dem Zucker in einer Schüssel vermischen. Butter in sehr kleine Stücke schneiden und zum Mehl geben. Die Butter-Mehl-Mischung mit den Händen zerkrümeln, dann das Ei zugeben und alles mit den Händen zügig zu einem glatten Teig kneten und zu einer Kugel formen. Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie gleichmäßig und rund ausrollen, in die Springform geben und einen Rand hochziehen. Springform abgedeckt 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Stück Backpapier etwas größer als die Springform ausschneiden, auf den Teig in der Form legen und das Backpapier mit getrockneten Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen) beschweren. Teigboden im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten blind backen, dann herausnehmen. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen. Die Bohnen nicht wegwerfen, ich verwende sie immer wieder zum Blindbacken!

Den Teig abkühlen lassen. In der Zwischenzeit den Rhabarber waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Mit 1 EL vom Zucker für den Belag mischen. Die gemahlenen Mandeln dünn und gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen. Dann die Rhabarberstücke daraufgeben und den Rhabarberkuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

Das Ei für den Guss trennen. Eigelb mit dem restlichen Zucker mit dem Handrührgerät schaumig rühren, dann die saure Sahne unterrühren. 

In einer zweiten hohen Schüssel das Eiweiß mit einer Prise Salz mit den sauberen Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eischnee unter den Guss heben. Kuchen aus dem Ofen nehmen und den Guss gleichmäßig auf dem Rhabarber verteilen. Kuchen zurück in den heißen Backofen geben und auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten fertig backen, bis der Guss goldbraun ist. 

Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Rhabarberkuchen mit Guss in der kleinen Springform

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