Donnerstag, 5. März 2015

"Immer schon vegan" von Katharina Seiser [Rezension]

Höchste Zeit für die erste Kochbuch-Rezension des Jahres! Auf dem Esstisch, dem Couchtisch und neben meinem Bett stapeln sich die neuen Kochbücher schon. Nach und nach arbeite ich den Stapel ab und als erstes möchte ich euch "Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt" von Katharina Seiser ausführlich vorstellen. Kathas Ansatz, nur Rezepte in ihrem Kochbuch vorzustellen, die ganz ohne Ersatzprodukte vegan sind und durch ihren Geschmack überzeugen, trifft absolut meinen Nerv. Also habe ich das Kochbuch, als es Anfang des Jahres bei mir eingetroffen ist, sofort zur Hand genommen, durchgeblättert und viele Merkzettelchen bei interessanten Gerichten verteilt.


Ich habe bisher insgesamt 3 Rezepte aus Immer schon vegan* ausprobiert, die alle super gelungen sind und sowohl mir als auch meinem Mann sehr gut geschmeckt haben. Eine Top-Quote: 3 von 3 ausprobierten Rezepten waren Volltreffer! Das gab es schon lange nicht mehr.

Als erstes waren die Linsen mit Tagliatelle und karamellisierten Zwiebeln an der Reihe. Knackige Linsen, karamellig-süße Zwiebeln, frische Petersilie, fein abgeschmeckt mit Zitronensaft und Piment d´Espelette. Noch dazu ging die Zubereitung sehr schnell! Ich war begeistert.


Als zweites Rezept habe ich den Erdnusseintopf mit Süßkartoffeln und Babyspinat nachgekocht. Der Eintopf ist optisch ganz sicher keine Schönheit - wohl auch deswegen gibt es kein Foto davon im Buch! - überzeugt aber geschmacklich auf ganzer Linie. Die cremig-sämige Erdnuss-Sauce macht daraus echtes Soulfood.


Als großer Spitzkohl-Fan war es fast schon ein Muss, als drittes Rezept die Kohlfleckerl (Farfalle mit Spitzkohl) anzugehen. Nudeln gehen bei mir ja sowieso immer, dazu der sanft geschmorte Kohl - genau mein Fall! Einziges Manko: Die Portion war einen Tick zu klein und für den Bürolunch am nächsten Tag blieb nur noch ein kleiner Rest....


So, und jetzt geht es ans Eingemachte! Wie bewerte ich Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt* in den einzelnen Kategorien? 0 ist dabei die schlechteste, 5 die beste Punktzahl.


Aufmachung/Design: 4/5

"Immer schon vegan" hat eine handliche Größe, etwas kleiner als DIN A4, und macht durch das Hardcover einen wertigen Eindruck. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto. Das Layout ist übersichtlich, jedes Rezept hat eine eigene Seite im Buch, die Fotos gehen stets vollflächig über die ganze Seite. Kathas Vorwort mit allgemeinen Bemerkungen dazu, wie der Geschmack ins Essen kommt, welche Geschmacksrichtungen es gibt und wie man diese am besten aus den Lebensmitteln herauskitzelt, machen Lust auf das Buch und die Rezepte.

Fotos: 3/5

Fast jedes Rezept ist bebildert, meist mit einem Foto des fertigen Gerichts, teilweise auch mit einer Collage aus Zubereitungsschritten. Alle Fotos sind von Vanessa Maas und bei natürlichem Tageslicht fotografiert. Vanessa Maas ist erst seit kurzem als Foodfotografin tätig und eigentlich eher auf Porträt-, Mode und Reise-Fotografie spezialisiert, was man ihren Food-Fotos ehrlich gesagt auch anmerkt. Die Fotos sind aus meiner Sicht der einzige Schwachpunkt in diesem ansonsten rundum gelungenen Kochbuch. Sie sind kein Totalausfall, aber auf mindestens 80% der Foodblogs, die ich gerne lese, sind die Fotos optisch ansprechender als im Buch, was das Anrichten, die Wahl des Geschirrs und der Untergründe, die Belichtung und die Farbintensität angeht. Das ist ein bisschen schade, denn die Rezepte hätten definitiv Fotos von höchster Qualität verdient!

Rezepte: 5/5

"Immer schon vegan" ist analog zu "Deutschland / Österreich/ Italien vegetarisch" in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter und eine "Jederzeit" aufgeteilt. Wie der Untertitel "Traditionelle Rezepte aus aller Welt" schon sagt, stammen die insgesamt 70 Rezepte aus 20 verschiedenen Länderküchen und bieten einen guten Mix aus Eintöpfen, Nudelgerichten, Salaten, Suppen, Currys, herzhaften und süßen Gerichten. Sehr viele Rezepte treffen meinen persönlichen Geschmack und die hohe Anzahl der Merkzettel spricht für sich! Die saisonale Einteilung erleichtert es außerdem, passende Rezepte auszuwählen. Und ich freue mich schon auf die Frühlings- und Sommerrezepte, wie z.B. die Wildkräuterpastete oder die Sommerrollen mit Erdnussdip!

Nachkochbarkeit: 5/5

Wie man es von Katha kennt, sind die Rezeptbeschreibungen präzise, leicht verständlich und das Nachkochen ist damit absolut gelingsicher. Alle Zutaten lassen sich im gut sortierten Supermarkt beschaffen und es sind keine übermäßig exotischen Zutaten notwendig.

Kaufempfehlung: 5/5

"Immer schon vegan" ist mein erstes und bisher einziges veganes Kochbuch, daher beurteile ich es nicht im Vergleich zu anderen veganen Kochbüchern, sondern im Vergleich zu meinen Omnivoren- oder vegetarischen Kochbüchern. Die 25 Euro für das Kochbuch sind meiner Meinung nach bestens investiert, denn dafür erhält man 70 gelingsichere Rezepte, die zwar traditionell sind, aber so noch nicht in jedem zweiten Buch zu finden sind, und mit denen die vegane Küche richtig Spaß macht! Ich vergebe die Höchstpunktzahl und spreche eine klare Kaufempfehlung für Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt* aus!



*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Dienstag, 3. März 2015

"The Italian" Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto

Nach dem selbst gebackenen Toastbrot kommt heute das zweite Rezept aus dem wunderbaren Kochbuch "Auf die Hand" von Stevan Paul für euch. Dieses Mal war es Zeit für selbstgemachte Burger - und der "The Italian Burger" mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto hat meinen Geschmack voll getroffen.

"The Italian" Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto

Salsiccia, die würzige italienische Fenchel-Bratwurst mag ich sehr, sehr gerne, und deswegen bin ich auch beim Schmökern in Auf die Hand* gleich auf den Burger aus Salsiccia-Brät angesprungen. Und als es beim italienischen Stand auf dem Wochenmarkt in Ettlingen neulich mal wieder frische Salsicce gab, habe ich 300g davon mitgenommen und den italienischen Burger zubereitet. Zum würzigen Pattie kommen noch knackiger Rucola und frische Tomate, kombiniert mit würzigem, selbst gemachtem Tomatenpesto.


Rezept: "The Italian" Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Ciabatta-Brötchen
3 Salsiccia (insgesamt ca. 300g)
2 EL Olivenöl
eine Handvoll Rucola
1 Tomate
Salz, Pfeffer
Zucker
1/2 rote Zwiebel
5-6 Oliven mit Stein
Für das Tomatenpesto:
20g getrocknete Soft-Tomaten
1 EL Pinienkerne
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
15g frisch geriebener Parmesan
Salz

Zubereitung:
Als erstes das Tomatenpesto zubereiten. Dafür die getrockneten Tomaten 1 Minute in kochendem Wasser kochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und die Tomaten noch weitere 20 Minuten ziehen lassen.

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rundherum goldbraun rösten. Knoblauch schälen und grob hacken. Die Tomaten in ein Sieb abgießen, auf Küchenpapier trocknen.

Tomaten, Pinienkerne und Knoblauch in ein hohes Gefäß geben, langsam Olivenöl einfließen lassen und alles mit dem Stabmixer zu einer noch etwas groben Masse pürieren. Dann den fein geriebenen Parmesan unterrühren und das Tomatenpesto mit Pfeffer und wenig Salz würzen.

Für den Italian-Burger das Brät aus den Würsten drücken und daraus 2 längliche Burger-Patties formen. Rucola waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Tomate waschen, in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Oliven halbieren, den Stein entfernen.

Den Backofen auf 50 Grad Ober-/Unterhitze erhitzen. Brötchen aufschneiden und im warmen Ofen erwärmen.

2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Burger-Patties darin von beiden Seiten jeweils 3 Minuten braten.

Die Brötchen auf der unteren Hälfte mit je 1 TL Tomatenpesto bestreichen. Burger-Patties darauf legen, dann mit Rucola, Tomatenscheiben und Zwiebelringen belegen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit den Oliven zusammen servieren.

Übriges Tomatenpesto kann man prima für das nächste schnelle Pastagericht verwenden!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Sonntag, 1. März 2015

Kennst Du schon...? Feine Blogperlen im Februar

Hoppla, schon ist der Februar um! Das ging mal wirklich fix, oder kommt das nur mir so vor? Und das bedeutet: Es ist Zeit für eine neue Runde Blogperlen! Blogperlen sind feine Blogs, die mich mit ihren Fotos, Rezepten, Texten, Ideen sofort begeistern, und die ich meinen Lesern unbedingt vorstellen möchte. Nachdem die Blogperlen vom Januar bei euch so gut angekommen sind, hoffe ich, dass euch auch Februar-Blogperlen gut gefallen und sich eure Leseliste möglicherweise bald wieder ein ganzes Stück verlängert!



Den Anfang macht Sandra. Sie schreibt den Blog Hase im Glück, den ich über Pinterest für mich entdeckt habe.

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!

Hallo, ich heiße Sandra, bin 38 Jahre alt und arbeite in meinem 1.0 Leben im Marketing. Auf meinem Blog „Hase im Glück“ veröffentliche ich voller Leidenschaft und Enthusiasmus Rezepte und Gedanken, die mir durch den Kopf gehen und die ich gerne mit anderen teilen möchte.

Warum bloggst Du? 

Ein eigener Foodblog war schon immer ein Herzensprojekt von mir, denn ich liebe frische Lebensmittel und ich bin beim Kochen und Backen in meiner ganz eigenen Welt. Andere gehen zum Yoga – ich stehe in der Küche :-) . Durch das Bloggen habe ich auch meine Leidenschaft für das Fotografieren und Texten entdeckt und es macht mich unheimlich glücklich, andere Menschen mit meinen Rezepten zu inspirieren und mit meinen Alltagsgeschichten zu unterhalten.

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten? 

Ich mag am liebsten meinen Blogbeitrag über meinen Möhrenkuchen. Alles fing damit an, dass ich beim Backen eine wirklich unlustige Comedy-Nummer im Radio gehört und mir meine Gedanken über das Thema Humor von der Seele geschrieben habe. Im Laufe der Beitrags-Erstellung habe ich dann den Begriff „Hattu Möhrchen“ gegoogelt, bin so auf den Wikipedia-Eintrag „Häschenwitze“ und darüber wiederum auf das Phänomen des „Parasigmatismus“ gestoßen. Schon erstaunlich, zu was einem ein Möhrenkuchen inspirieren kann.



Weiter geht es mit Miri, die den Blog Zum Mitnehmen, bitte voller Rezeptideen für den Büro-Lunch schreibt und in meiner alten Heimat Stuttgart wohnt (hach). 

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!

Ich bin die Miri, Vollzeitschreibtischtäterin aus Stuttgart und habe ein Faible für gutes Essen, Sport und Dinge, die mein Zuhause schöner machen.

Warum bloggst Du?

Da ich auch im Büroalltag nicht auf gutes, gesundes Essen verzichten möchte, habe ich mir angewöhnt mein Essen zur Arbeit mitzunehmen. Nach und nach entstanden immer mehr leichte, schnell gemachte Rezepte, die ich gerne festhalten wollte. So kam die Idee meinen Blog "zum Mitnehmen, bitte!" ins Leben zu rufen. Da ich leidenschaftlich gerne Fotografiere und selbst gerne Blogs lese, bot sich das Bloggen einfach an. Inzwischen ist es ein sehr liebgewordenes Hobby von mir geworden und macht einfach Spaß! 

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten? 

Mein persönliches Lieblingsrezept ist der "Sushisalat to go". Das ist die perfekte Lösung für Leute die Sushi lieben, aber wie ich, mit ihren zwei linken Händen keine Sushis rollen können! Auch sehr lecker und eher regional sind die "schwäbischen Maultaschenburger". Damit kann ich vor allem meinem Liebsten eine Freude machen. Die saisonale Grillgemüsepfanne mit Quinoa finde ich auch ganz besonders lecker.



Die dritte Blogperle in diesem Monat ist Steffi mit ihrem Blog Schmeckt wohl.

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!

Ich bin Steffi, habe eine Vorliebe für richtig gutes, vielseitiges und gern auch gesundes Essen und liebe es, neue Kreationen und Ideen auszuprobieren. 

Warum bloggst Du?

Weil ich nicht nur gern esse und koche, sondern auch sonst ein kreativer Kopf bin. Beim Bloggen lässt sich unglaublich viel gestalten – nicht nur bei der Entwicklung von neuen Rezepten, sondern auch auf dem Blog selbst und bei der mir sehr ans Herz gewachsenen Food-Fotografie. Zudem ist ein eigener Foodblog das wohl persönlichste Kochbuch, das man pflegen und stetig erweitern kann.

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten? 

Die Frage ist schwer! Aber na gut: Einer meiner liebsten Blogbeiträge ist tatsächlich einer, der als wahre Kalorienbombe daherkommt: Es geht um einen Schokoladenkuchen mit cremiger Cheesecake-Füllung! Aus der Kategorie der Reportagebeiträge und Restaurantgeschichten empfehle ich wärmstens die Zeilen über meine Lieblingsinsel Sylt.



Und als letzte Blogperle in diesem Monat ist Vivi mit ihrem Blog Vivi´s Deli an der Reihe! 

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!

Ich bin Vivi, Halbitalienerin, Spanienverliebt und aus Zufall in München gelandet.
Hier lebe ich mit argentinischem Freund und Hund in einem kleinen Haus am Waldrand. Beruflich bin ich leidenschaftliche Fotografin, Kommunikationswissenschaftlerin und begeisterte Wurschtlerin in allem, was irgendwie mit Kunst und Kultur zu tun hat. Privat - dasselbe :) 

Warum bloggst Du?

Ich beschäftige mich beruflich sehr viel mit Lebensmitteln und Rezepten, sowohl als Foodfotografin als auch durch die Websitenbetreuung und Online-Kommunikation für Gastronomen - etwas, was mir riesig Spaß macht und jeden Tag spannend und anders gestaltet. Trotzdem habe ich mit der Zeit gemerkt, dass mir ein Ort fehlte, an dem ich mich komplett und kreativ austoben konnte - nach meinem Geschmack, meiner Laune, mit meiner Bildsprache und meinen Geschichten. Vor allem wollte ich mich auch wieder dem Essen "für mich" nähern und Zeit finden, Rezepte zu testen und zu entwickeln. 
Darum der Blog - als Spielwiese, Ort zum Austoben und, warum nicht, wo ich auch mal auf Perfektion verzichten kann. 

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten?

Uff. Schwierige Frage - irgendwie sind sie ja doch alle wie die eigenen Kinderlein. Manche mag ich wegen der Fotos besonders, andere wegen der Geschichten dahinter... Allgemein sind mir glaube ich die einfachen Rezepte die liebsten: Speisen, die einen zurück in die Kindheit versetzen und die beweisen, dass man auch mit wenigen Zutaten und einfacher Zubereitung große Geschmackserlebnisse auf den Tisch bringen kann.
Das wären zum Beispiel die argentinischen Tortitas Negras, das winterliche Birnenkompott oder die gebackene Grapefruit.



Ein Klick auf die Bilder führt euch direkt zum jeweiligen vorgestellten Blog!

Haben euch die vorgestellten Blogperlen gefallen? Kanntet ihr sie schon? So oder so, reinschauen lohnt sich auf jeden Fall, auch meine Blogroll ist diesen Monat wieder ein Stückchen länger geworden...

Du kennst auch eine Blogperle, die ich hier vorstellen sollte? Oder schreibst selbst eine Blogperle? Dann schick mir gerne ein E-Mail an blogperlen@schoenertagnoch.de, denn Ende März möchte ich gerne wieder tolle Blogs mit euch teilen!

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