Montag, 25. Juli 2016

Feta-Köfte mit Zucchini-Feigen-Gemüse und griechischem Joghurt

Das Leben genießen, jeden Tag - auch wenn die Nachrichten genügend Anlass zu Angst, Trauer und schlechter Laune geben. Wenn ich in Schockstarre verfalle, ist auch niemandem geholfen. Also wird hier weiter gekocht und nicht nur aufs Smartphone und die quasi stündlich eintreffenden "Eilmeldungen" gestarrt!

Kürzlich war ich mal in einem anderen Edeka als sonst einkaufen und habe an der Kasse das Gratis-Kundenmagazin "Mit Liebe" entdeckt und mitgenommen. In meinem Stamm-Edeka gibt es das Heft leider nicht, was sehr schade ist, denn allein aus diesem einen Heft habe ich schon vier Rezepte ausprobiert (der Grapefruit-Rosmarin-Tonic ist auch aus dieser Ausgabe) und alle waren toll! Auch meinem Mann haben die Feta-Köfte mit Zucchini-Feigen-Gemüse und griechischem Joghurt sehr gut geschmeckt. So gut, dass er meinte: "Das kannst Du gerne mal wieder kochen!" und, aus leidvoller Erfahrung als Foodblogger-Gatte: "Und zwar nicht erst wieder in zwei Jahren!" Ähem... ertappt! Die leckeren Fleischbällchen mit Feta und Hackfleisch wird es also bald wieder bei uns geben. Die Beilage aus gebratenen Zucchini mit getrockneten Feigen, frischer Minze, gerösteten Pinienkernen und leicht säuerlichem Joghurt passt perfekt dazu. Solltet ihr dringend ausprobieren!



Rezept: Feta-Köfte mit Zucchini-Feigen-Gemüse und griechischem Joghurt
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Gemüsezwiebel
250g Rinderhack
1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
75g Feta
1/2 TL Piment d´Espelette
Salz, Pfeffer
1 EL Pinienkerne
1 EL Olivenöl
1-2 Zucchini (insgesamt ca. 500g)
40g getrocknete Feigen
200g griechischer Joghurt
1/2 TL Sumach
2 Stängel frische Minze

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein hacken. Die Hälfte der Zwiebeln mit dem Hackfleisch und dem Paprikapulver verkneten. Feta fein zerkrümeln und unter die Hackmassse kneten. Mit Piment d´Espelette, Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse 8 eiförmige Köfte formen.

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Pinienkerne aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen. Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Feta-Köfte darin bei mittlerer Hitze in ca. 10 Minuten knusprig braten, dabei einmal wenden.

In der Zwischenzeit die Zucchini waschen, putzen und in Stifte schneiden. Feigen in Scheiben schneiden.

Feta-Köfte aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen. Im Bratfett die restlichen Zwiebeln anbraten, dann die Zucchinistifte zugeben und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Die letzten beiden Minuten die Feigen mitbraten. Dann die Pinienkerne unterrühren. Zucchinigemüse salzen und pfeffern.

Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Minzblätter grob hacken.

Zucchini-Feigen-Gemüse mit den Köfte portionsweise auf Tellern anrichten. Einen großen Klecks Joghurt auf jeden Teller geben. Mit der gehackten Minze und etwas Sumach bestreuen und sofort servieren.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Sommerdrink: Grapefruit-Rosmarin-Tonic (alkoholfrei)

In einer meiner Lieblingsbars in Karlsruhe gibt es einen sehr leckeren alkoholfreien Drink namens Framarin. Er besteht aus Erdbeersirup, Tonic Water und - Rosmarin. Und er schmeckt hervorragend! Diesen Drink hatte ich auch gleich vor Augen, als ich in der aktuellen "Mit Liebe", der Gratiskundenzeitschrift von Edeka, das Rezept für einen Grapefruit-Rosmarin-Tonic entdeckt habe. Für alkoholfreie Sommerdrinks abseits von Apfelschorle & Co. bin ich ja immer zu haben. Und dieser enthält alles, was ich mag: saure Grapefruit, würzigen Rosmarin und leicht scharfen Ingwer. Abgerundet wird er mit etwas Rohrohrzucker. Herrlich erfrischend und so lecker!

alkoholfreier Grapefruit-Rosmarin-Tonic






































Rezept: Grapefruit-Rosmarin-Tonic (alkoholfrei)
(für 1 Glas)

Zutaten:
1 Grapefruit
1 TL Rohrohrzucker
2cm frischer Ingwer
100ml Tonic Water
2 kleine Zweige Rosmarin
Eiswürfel

Zubereitung:
Grapefruit halbieren, eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte nochmals halbieren und ein Viertel in Scheiben schneiden, Rest anderweitig verwenden. Ingwer schälen und 2-3 kleine Scheiben abschneiden. Rest anderweitig verwenden.

Rohrohrzucker, Ingwerscheiben und einen Zweig Rosmarin in ein stabiles Glas geben und mit einem Holzstößel zerstoßen.

Eiswürfel und Grapefruitscheiben ins Glas zum Ingwer geben. Grapefruitsaft durch ein kleines Sieb ins Glas gießen (sonst geht es euch wie mir und ihr habt die Grapefruitkerne mit im Glas). Drink mit Tonic Water aufgießen und mit einem Rosmarinzweig dekorieren.

Genießt den Sommer diese Woche!

Montag, 18. Juli 2016

Buchempfehlungen für den Sommerurlaub 2016

Ich hatte ja schon erwähnt, dass wir unseren Sommerurlaub leider schon hinter uns haben. Eine Runde Mitleid bitte! Zu gerne hätte ich nämlich noch mal zwei entspannte, sonnige Wochen am Gardasee vor mir... mit diesem Ausblick vom Balkon!



Im Urlaub bin ich auch mal wieder dazu gekommen, ganz in Ruhe und ausgiebig zu lesen. Außer den letzten beiden Ausgaben der "Brand Eins" habe ich noch drei Bücher gelesen, die ich für den Sommerurlaub prima fand und euch gerne empfehlen möchte! Beim Lesen hatte ich übrigens genau diesen traumhaften Ausblick auf den Gardasee - da kann man zwischendurch die Gedanken auch einfach mal schweifen lassen.



Die meisten Bücher lese ich mittlerweile auf meinem Kindle Paperwhite*, aber das erste Buch für meinen Sommerurlaub habe ich im Büchereischrank gefunden. Der Büchereischrank ist eine tolle Einrichtung bei uns im Ort: man kann dort jederzeit Bücher aus dem Schrank nehmen oder neue hineinstellen. Eine 24h-Gratis-Bücherei sozusagen und eine Möglichkeit, ausgelesene Bücher weiterzugeben! Und nach kurzer Lektüre des Klappentexts habe ich  Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry* von Rachel Joyce mitgenommen.  Die Geschichte: Der Rentner Harold Fry erhält eines Tages überraschend einen Brief seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy, in dem sie ihm schreibt, dass sie Krebs hat und im Sterben liegt. Eigentlich möchte er nur einen Antwortbrief an sie zum Briefkasten bringen, doch dann läuft er aus einer Eingebung heraus spontan am Briefkasten vorbei, immer weiter, aus seinem Wohnort hinaus und von Südengland bis zur schottischen Grenze. Er läuft fast 1000 Kilometer, ohne Wanderausrüstung, ohne Proviant, nur mit dem Gefühl, dass Queenie leben wird, bis er bei ihr ankommt. Und sein spontaner Gang zum Briefkasten entwickelt sich zu einer Pilgerreise und einem Selbstfindungstrip. Eine eher leichte Sommerlektüre im Stil von "Ein ganzes halbes Jahr" (nur nicht ganz so traurig), stellenweise etwas vorhersehbar, aber zwischendurch auch wieder überraschend und auf jeden Fall sehr unterhaltsam!


Danach habe ich Altes Land* von Dorte Hansen gelesen. Vera kommt als 5-jähriger Kriegsflüchtling mit ihrer Mutter aus Ostpreußen in das "Alte Land". Die beiden sind auf dem Hof von Ida Eckhoff nicht willkommen, doch Veras Mutter Hildegard von Kamcke ist genauso hart wie die Hausherrin, heiratet Karl Eckhoff, den Sohn des Hauses und vertreibt die Mutter. Kurz darauf verlässt sie Karl, um in Hamburg mit einem neuen Mann ein neues, besseres Leben anzufangen. Ihre Tochter Vera lässt sie beim Stiefvater auf dem Hof zurück. Sie bekommt noch eine Tochter, Marlene, die kaum Kontakt zu Vera hat. Aber auch Vera ist hart und stark, sie studiert Zahnmedizin, wird Zahnärztin und kümmert sich bis zu ihrem Tod um ihren Stiefvater. Eine eigene Familie hat sie nicht, und doch steht nach 60 Jahren plötzlich Marlenes Tochter Anne mit ihrem kleinen Sohn auf Veras vernachlässigtem Hof, geflohen vor den Öko-Muttis in Hamburg-Ottensen und ihrem untreuen Mann. Eine spannende Generationenkonflikt-Geschichte, mit traumatisierten Kriegsveteranen und -flüchtlingen, harten Schalen und weichen Kernen und zwischendurch noch ein paar Seitenhieben auf schicke Hamburger, die im Alten Land das Landleben für sich entdecken und die besseren Bio-Bauern sein wollen.



Ein ganz anderes Kaliber ist Americanah* von Chimamanda Ngozi Adichie, das dritte und letzte Buch, das ich im Urlaub gelesen habe. Hier geht es um die Liebe zwischen Ifemelu und Obinze, die im Nigeria der 90er Jahre erst gemeinsam zur Schule gehen und dann miteinander studieren. Doch dann trennen sich ihre Wege, denn Nigeria bietet jungen Akademikern wenig Zukunftschancen. Ifemelu erhält ein Visum für die USA und studiert in Princeton, Obinze bleibt nach einem Studienreisenaufenthalt einfach in London. Dadurch trennen sich ihre Wege. Die selbstbewusste Ifemelu geht nach einigen Anlaufschwierigkeiten ihren Weg, erhält ein Stipendium und startet einen erfolgreichen Blog über das Thema "nichtamerikanische Schwarze", Identität und Rasse in den USA und kann bald von ihrem Blog leben. Obinze dagegen ist als illegaler Einwanderer in London gestrandet, hält sich mit Aushilfsjobs über Wasser, versucht durch Heirat ein Bleiberecht zu erhalten und wird doch bald wieder ausgewiesen. So kehrt er schließlich nach Nigeria zurück. Dort haben sich die Zeiten mittlerweile geändert, Obinze wird zum erfolgreichen Geschäftsmann. Und auch Ifemelu will nach Nigeria zurückkehren und sich eine neue Existenz aufbauen - und Obinze, der mittlerweile verheiratet ist, wiedersehen, denn sie hat ihn nie vergessen. 
"Americanah" hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Ifemelu und Obinze war fesselnd, sondern auch die gesellschaftspolitischen Themen Einwanderung, Integration, Rasse, Identität und Rassismus werden sehr anschaulich behandelt. Sehr lesenswert, große Empfehlung!



Welche Bücher nehmt ihr mit in den Sommerurlaub? Und falls ihr wie ich euren Sommerurlaub schon hinter euch habt: Welche Bücher hattet ihr dabei und was könnt ihr mir empfehlen?

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

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