Sonntag, 21. September 2014

Alkoholfreier Sundowner: Sanbitter Orange

An den letzten spätsommerlichen Abenden habe ich es noch mal ganz besonders genossen, den Feierabend mit einem Drink auf dem Balkon einzuläuten. Das muss dann nicht immer ein Lillet Vive sein, bei mir darf der Feierabend-Drink auch gerne alkoholfrei sein. Vor kurzem habe ich durch den Tipp einer Kollegin Sanbitter für mich entdeckt. Sanbitter ist ein alkoholfreies Getränk mit leicht bitterem Zitrus-Kräutergeschmack und erinnert geschmacklich an Campari und Aperol. Bittere Getränke mag ich gern und nachdem ich einige Mischungen mit Sanbitter durchprobiert habe, hat sich Sanbitter Orange mit Sprudel, Orangensaft und einem Spritzer Zitronensaft als mein Sundowner-Favorit herauskristallisiert!


Sanbitter Orange (alkoholfrei)
(für 1 Glas)

Zutaten:
1 kleine Flasche Sanbitter (100ml)
200ml Mineralwasser mit Kohlensäure
125ml Orangensaft
etwas Zitronensaft
1 Scheibe Orange
Rosmarinzweig
Eiswürfel

Zubereitung:
Glas zu einem Drittel mit Eiswürfeln füllen. Sanbitter, Mineralwasser und Orangensaft ins Glas geben, einen Spritzer Zitronensaft zugeben. Alles gut umrühren. Mit einer Scheibe Orange und einem Rosmarinzweig garnieren.

Mittwoch, 17. September 2014

Flammkuchen mit Kürbisspalten, Zucchini und Ziegenfrischkäse

Letzte Woche habe ich einen spätsommerlichen Flammkuchen mit Kürbisspalten, Zucchini und Ziegenfrischkäse gebacken. Das war eigentlich nur eine Resteverwertung - von einem anderen (nicht überzeugenden) Rezept hatte ich noch einen halben Mini-Hokkaido-Kürbis, eine winzige Zucchini und etwas Ziegenfrischkäse übrig. Was tun damit? Meine Flammkuchen-Liebe ist euch ja bereits bekannt, Flammkuchen geht immer bei mir. Also schnell meinen erprobten Flammkuchenteig ganz ohne Hefe angerührt, den Backofen samt Pizzastein vorgeheizt und alles miteinander in den Ofen geschoben! Und diese spontane Kombination hat sich als so gut entpuppt, dass ich das Rezept jetzt unbedingt mit euch teilen muss, auch wenn ich nur ein schnelles Handy-Foto vom Flammkuchen geknipst habe! 

  Kürbis-Flammkuchen mit Zucchinistreifen und Ziegenfrischkäse

Flammkuchen mit Kürbisspalten, Zucchini und Ziegenfrischkäse
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für den Teig:
200g Weizenmehl Type 550
2 EL Sonnenblumenöl
1/2 TL Salz
Für den Belag:
50g Schmand
Salz, Pfeffer
1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
1 kleine Zucchini
1 EL Olivenöl
4 Stängel frischer Thymian
100g Ziegenfrischkäse
2 EL Crema di Balsamico

Zubereitung:
Als erstes den Teig herstellen. Dafür das Mehl mit dem Öl, dem Salz und 125ml Wasser in eine Schüssel geben und erst mit einem Holzlöffel oder den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Teigschüssel abdecken und bei Zimmertemperatur 20 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Kürbis waschen, mit einem Esslöffel die Kerne und fasrige Teile aus dem Kürbis herausschaben. Kürbishälfte in dünne Spalten schneiden. Zucchini waschen, Enden entfernen und rundherum mit einem Sparschäler dünne Streifen von der Zucchini abhobeln. Zucchinistreifen und Kürbisspalten mit dem Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Teig in zwei Portionen teilen und auf einer bemehlten Oberfläche jeweils sehr dünn (2-3mm dick) ausrollen. 
Teig dünn und gleichmäßig mit Schmand bestreichen.  
Gleichmäßig mit den Zucchinistreifen und den Kürbisspalten belegen. Von 3 Stängeln Thymian die Blättchen abzupfen und die Thymianblättchen auf dem Flammkuchen verteilen. 

Flammkuchen mitsamt Backpapier in den heißen Backofen schieben und 20 Minuten knusprig backen. Nach ca. 7-8 Minuten das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen und aus dem Backofen nehmen, damit es nicht verbrennt.

Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen. Ziegenfrischkäse zerbröckeln und auf dem Flammkuchen verteilen. Restliche Thymianblättchen ebenfalls von den Stängeln zupfen und auf dem Flammkuchen verteilen. Crema di Balsamico über den Kürbis-Flammkuchen träufeln und Flammkuchen sofort servieren.

Sonntag, 14. September 2014

Nachgemacht: Eingeweckte Rotwein-Zwetschgen

Meine Eltern haben nur einen kleinen, aber wunderschön angelegten Garten. In der Nutzgarten-Ecke steht schon seit über 25 Jahren ein Zwetschgenbaum, der bisher höchstens symbolische Früchte getragen hat. Die maximal 15-25 Zwetschgen, die meine Eltern pro Jahr ernten konnten, wurden daher stets besonders feierlich mit den Worten "Das sind eigene Zwetschgen!" verspeist. Aber dieses Jahr wurden wir für die mageren letzten Jahre mehr als entschädigt. Denn warum auch immer, dieses Jahr war alles anders! Der Baum hing so voller dunkelblauer, süßer Zwetschgen, dass sich die Äste unter der Last bogen und meine Eltern über 15kg Zwetschgen ernten konnten. 3 Kilo davon habe ich bekommen. Und da die Zwetschgen nicht nur sehr aromatisch, sondern auch sehr reif waren, musste ich sofort große Mengen davon verarbeiten. Als erstes habe ich daher Rotwein-Zwetschgen-Kompott eingeweckt. Das Rezept dafür habe ich bei Steph vom Kleinen Kuriositätenladen, die ich gedanklich als "Queen of Einmachen" abgespeichert habe, gefunden. Das Kompott ist ratzfatz eingekocht und soooo köstlich! Ob pur oder zu selbstgemachtem Tiramisu-Eis.... yummy!

Selbst eingeweckte Rotwein-Zwetschgen im Glas

Eingeweckte Rotwein-Zwetschgen
(ergibt ca. 4 Gläser)

Zutaten:
1,5kg Zwetschgen
375ml Rotwein
225g Zucker
1 Bio-Zitrone
1 Stange Zimt

Zubereitung:
Als erstes die Gläser sterilisieren. Dafür entweder die Gläser 20 Minuten in den 100 Grad heißen Backofen stellen oder 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen. Twist-off-Deckel ebenfalls 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren.

Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Sparschäler sehr fein abschälen. In einem großen Topf 375ml Wasser mit dem Rotwein, dem Zucker, der Zimtstange und dem Zitronenschalenabrieb vermischen und aufkochen. Köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

In der Zwischenzeit die halbierten Zwetschgen sehr dicht in die vorbereiteten Gläser schichten. Die Zitronenschale und die Zimtstange wieder aus dem Rotwein-Sud herausfischen und wegwerfen. Nun den heißen Rotwein-Sud über die ins Glas geschichteten Zwetschgen gießen, so dass die Zwetschgen gerade bedeckt sind. Gläser sofort mit dem Deckel verschließen.

In einen großen Topf Küchenpapier oder ein altes Küchenhandtuch auf den Boden legen. Die verschlossenen Rotweinzwetschgen-Gläser so in den Topf stellen, dass sie sich möglichst nicht berühren. So viel warmes Wasser in den Topf geben, dass die Gläser zu ca. 2/3 im Wasser stehen. Wasser aufkochen, dann den Topfdeckel auflegen und die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser nur noch leicht kocht. 20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, dann die Gläser vorsichtig mit einer Zange entnehmen und vollständig auskühlen lassen.

Die Rotwein-Zwetschgen sollten im verschlossenen Glas nun ca. 1 Jahr haltbar sein. Wenn sie nicht schneller aufgegessen sind ;-)

Rotwein-Zwetschgen zu selbstgemachtem Tiramisu-Eis