Sonntag, 30. Mai 2010

Wochenrückblick 24.5.-30.5.2010

So, wenn ich schon meine Fotos nicht auf mein Notebook übertragen kann, dann gibt es wenigstens einen Wochenrückblick für euch. Den Wochenrückblick habe ich schon hier, hier und hier gesehen und jetzt auch mal mitgenommen und ausgefüllt. Hattet ihr auch eine schöne Woche?

Gesehen | Rehe am hellichten Tag
Gehört | Niederbayerischen Dialekt - und nichts verstanden
Gelesen | "The Sea, the sea" von Iris Murdoch - kämpfe mich gerade durch
Getan | In Bad Birnbach gewesen, Golf gespielt, viel gegessen, in Frankfurt gewesen, noch mal Golf gespielt, zwischendurch gearbeitet
Gegessen | Bärlauch-Macchiato mit Lamm-Wan Tan
Getrunken | Rhabarber-Schorle - sehr erfrischend
Gefreut | Sonnenschein an Pfingsten und 4-Tage-Woche
Geärgert | Mein Notebook ist immer noch kaput
Gewünscht | Dass mein Notebook bald wieder läuft
Gekauft | Groß, braun und ich liebe sie: eine neue Handtasche, nach langem mal wieder
Geplant | Junggesellinnenabschied und Hochzeit
Geklickt | Once Wed, Frollein Lena

Freitag, 28. Mai 2010

Frühlings-Dessert: Erdbeer-Tiramisu

So richtig hat die Erdbeerzeit bei uns noch nicht angefangen. Ein Pfund heimischer Erdbeeren ist momentan mit 3,80 Euro noch ganz schön teuer. Für dieses Frühlings-Dessert, ein fruchtiges Erdbeer-Tiramisu, habe ich trotzdem mal in die heimischen Früchtchen investiert - und es hat sich gelohnt! Ein schönes Tiramisu ganz nach meinem Geschmack, da hier auf Eier verzichtet wird. Denn mit rohen Eiern im Tiramisu habe ich es nicht so. Mit dieser Mischung aus Erdbeeren, Sahne, Mascarpone und Löffelbiskuits dafür umso mehr! Das Rezept habe ich aus dem Buch "Dolci" von Zabert Sandmann, das für erschwingliche 4,95 Euro eine ganze Menge leckerer Dessertrezepte beinhaltet. Für Tiramisu-Puristen ist das Rezept natürlich nichts, aber ich lasse es gelten ;-)


Erdbeer-Tiramsiu mit Orangensaft und Kakao
(2 Portionen)

Zutaten:
200g Erdbeeren
30g Puderzucker
75g Sahne
150g Mascarpone
ca. 300 ml Orangensaft
6 Löffelbiskuits
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung:
Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit der Hälfte des Puderzuckers bestäuben und etwas ziehen lassen. Derweil die Sahne steif schlagen und den Mascarpone mit dem restlichen Puderzucker und 1 EL Orangensaft in einer Schüssel glatt rühren. Die Sahne und die marinierten Erdbeeren unterrühren.

In zwei Gläser zunächst etwas Erdbeer-Mascarpone-Creme einfüllen. Dann die Löffelbiskuits auf eine passende Größe zuschneiden oder -brechen, kurz in Orangensaft tränken und flach in das Glas schichten. Wieder etwas Mascarpone-Erdbeer-Creme darauf geben und glatt streichen, dann die nächste Schicht in Orangensaft getränkte Löffelbiskuits einschichten und wieder Erdbeer-Mascarpone-Creme darübergeben, bis das Glas gefüllt ist. Mit Klarsichtfolie abdecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühl stellen.

Vor dem Servieren dick mit Kakaopulver bestäuben.

Dienstag, 25. Mai 2010

Ein Herz für Blogs



Marcel von UARRR hat zur dritten Runde "Ein Herz für Blogs" aufgerufen. Da mache ich doch gerne wieder mit!

Hier möchte ich euch in aller Kürze drei deutschsprachige Blogs vorstellen, die ich erst in letzter Zeit entdeckt habe und richtig toll finde. Um zu den Blogs gelangen, einfach auf den jeweiligen Header klicken!

Den Anfang macht Steffis Blog "Ohhh....mhhh". Ein Blog mit einem sehr schönen Mix aus Food, Deko, Wohnen, Shoppingtipps.... Also mit lauter Dingen, die mir entweder ein "Ohhh... wie toll!" oder "Mhhh... wie lecker!" entlocken. Außerdem ist Steffi wie ich ein großer Fan der Zeitschrift "Lecker", sehr sympathisch :-)



Weiter geht´s mit "Jessie schmeckt´s". Jessie aus Frankfurt bloggt über Leckeres, ob selbstgekocht oder auswärts gegessen. Eben war sie auf Föhr und hat mir in ihrem Blog den Mund wässrig gemacht mit (ostfriesischen) Leckereien und malerischen Sonnenuntergängen. Gefällt mir sehr gut!



Und zu guter Letzt möchte ich euch noch "Fräulein K. sagt ja" vorstellen. Ein Blog rumd ums "schöner Heiraten" mit DIY-Tipps, Empfehlungen um alle Dienstleistungen rund ums Heiraten und vielen, vielen Fotos von wunderschönen Hochzeiten und Hochzeitsideen! Und der Blog-Titel passt auch noch perfekt zu mir, denn ich bin auch ein "Fräulein K." und sage dieses Jahr "ja".... ;-)



Schaut doch mal bei den vorgestellten Blogs rein - und wenn ihr auch ein Herz für Blogs habt, dann immer her mit euren Tipps!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Pizza mit Spargel und Ziegenfrischkäse

Kommt euch der Spargel schon zu den Ohren raus? Mir noch nicht. Ich liebe Spargel in allen Varianten. In meinem Rezepteordner wartete schon länger ein Rezept für eine Pizza mit Spargel und Ziegenfrischkäse, das ich vor 2 Jahren aus einer "Living at home" herausgerissen habe, auf seinen Einsatz. Neulich, als eine Freundin zu Besuch war, habe ich es endlich ausprobiert. Und der Belag war in der Tat ein geschmacklicher Oberknaller - toll! Außerdem werde ich langsam aber sicher zum Ziegenkäse-Freund...


Dass mir dieses Mal der Hefeteig nicht so richtig aufgegangen ist und der Boden sehr, äh, KNUSPRIG war, darüber verliere ich jetzt lieber mal kein Wort. Lag wahrscheinlich daran, dass das Päckchen Trockenhefe schon eine Weile geöffnet war... nächstes Mal nehme ich stattdessen einfach einen halben Würfel frische Hefe, dann klappt´s auch mit dem Hefeteig. Denn diese Pizza schreit nach Wiederholung! Und ich bin begeistert, schon wieder eine leckere Spargelvariation.


Und hier kommt das Rezept für euch!

Pizza mit Spargel und Ziegenfrischkäse
(4 Portionen)

Zutaten:
Für den Teig:
300g Mehl Type 550
1 TL Salz
1 TL Trockenhefe
2 EL Olivenöl

Für den Belag:
150g Mascarpone
abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
75g Parmesan, fein gerieben
Salz
350g Spargel
150g Ziegenfrischkäse
25g getrocknete Soft-Tomaten (ohne Öl)
1 TL getrockneter Rosmarin oder 2 Rosmarinzweige
15 schwarze Oliven ohne Stein

Zubereitung:
Mehl, Salz und Hefe mischen. 200 ml lauwarmes Wasser und das Olivenöl hinzugeben und mit den Knethaken des Handrührgeräts oder den Händen zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Mascarpone, Zitronenschale und Parmesan mischen und glatt rühren.
 Mit etwas Salz würzen. Den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel längs in dünne Scheiben schneiden. Die getrockneten Tomaten ebenfalls in Streifen schneiden. Frischen Rosmarin von den Stängeln rupfen und etwas kleinhacken.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick auswellen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und den Teig in Form bringen. Die Mascarpone-Zitronen-Parmesan-Mischung auf dem Teig verstreichen. Mit den Spargelstreifen und den Oliven belegen und nochmals leicht salzen. Auf der untersten Schiene im Backofen ca. 20 Minuten backen. Derweil den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und 5 Minuten vor dem Backzeitende zusammen mit den Tomaten und dem Rosmarin auf der Pizza verteilen.

Sofort genießen und bei nächster Gelegenheit gleich noch mal backen ;-)

Montag, 17. Mai 2010

Kleiner Joghurtkuchen mit Rhabarber

Am Wochenende habe ich mal wieder einen Kuchen aus dem Buch "Anniks Göttliche Kuchen" von Annik Wecker gebacken: einen Joghurtkuchen mit Rhabarber. Da mein Freund Rhabarber verschmäht, habe ich nur einen kleinen Kuchen in der 18cm-Springform gebacken und dafür die Zutatenmengen aus dem Originalrezept halbiert. Das ergab einen Kuchen, den ich auch alleine in zwei bis drei Tagen aufessen kann.

Der Kuchen war schnell gebacken und hat mir auch ganz gut geschmeckt, aber so richtig "göttlich" fand ich ihn nicht... diese Bezeichnung verdient schon eher dieser Rhabarber-Käse-Blechkuchen, den ich letztes Jahr gebacken habe. Aber da der kleine Joghurtkuchen mit Rhabarber trotz allem schön saftig und schnell gebacken war, kommt hier das Rezept für euch!


Kleiner Joghurtkuchen mit Rhabarber
(für eine 18cm-Springform)

Zutaten:
Für den Belag:
250g Rhabarber
1/2 EL Speisestärke
20g brauner Zucker

Für den Teig:
100g weiche Butter
125g Zucker
Mark einer halben Vanilleschote
etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
2 Eier
125g Mehl
25g Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
75g Joghurt (3,5% Fett oder mehr)

Zubereitung:
Zunächst den Rhabarber waschen, gegebenenfalls schälen und in 1 cm breite Stücke schneiden. Mit dem braunen Zucker und der Speisestärke bestreuen und etwas ziehen lassen.

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Springform mit Butter einfetten. Mehl, Backpulver und Speisestärke in eine Schüssel sieben und eine Prise Salz hinzufügen. Die Butter mit dem Zucker, der Vanille und der Zitronenschale in einer Rührschüssel mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Die Eier einzeln gut unterrühren. Dann abwechselnd die Mehlmischung und das Joghurt hinzufügen und mit dem Handrührgerät weiter rühren, bis sich alles zu einem glatten Teig verbunden hat. Jetzt den Teig in die gefettete Springform füllen. Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen und alles auf der mittleren Schiene im Backofen ca. 65 Minuten backen. Herausnehmen und 5 Minuten in der Form stehen lassen, dann den Rand der Springform entfernen und vollständig auskühlen lassen.



Die kleine 18cm-Springform wird mir hoffentlich noch den ein oder anderen Rhabarberkuchen in diesem Frühjahr einbringen ;-)

Samstag, 15. Mai 2010

Spargel-Kartoffel-Gratin mit Büffelmozzarella

Meine Computer-Zwangspause dauert leider länger als erhofft. Mein Notebook ist hinüber, ich habe es eingeschickt und warte jetzt ungeduldig auf Reparatur oder Ersatz...

Derweil bleibt die Küche natürlich nicht kalt, im Gegenteil, es wird fleißig gekocht und fotografiert. Heute habe ich bei meinen Eltern Computer-Asyl gefunden und kann euch diesen tollen Spargel-Kartoffel-Gratin mit Büffelmozzarella zeigen, den ich diese Woche gemacht habe und von dem ich sehr begeistert bin!


Spargel-Kartoffel-Gratin mit Büffelmozzarella
(1 Portion)

Zutaten:
1 EL Olivenöl
3 kleine festkochende Kartoffeln
1 kleine Knoblauchzehe
etwas fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer
75ml Sahne
20g Kapernäpfel (oder normale Kapern)
10g getrocknete Tomaten
50g Büffelmozzarella
200g weißer oder grüner Spargel
einige Basilikumblätter

Zubereitung:
Eine Gratinform mit dem Olivenöl einfetten. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln. Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Kartoffeln, Knoblauch, Zitronenschale, Salz, Pfeffer und Sahne vermengen und in die Gratinform füllen. Auf der mittleren Schiene im Backofen ca. 45 Minuten backen.

Derweil die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden, Kapern halbieren. Den Spargel schälen und holzige Enden abschneiden. Weißen Spargel in wenig kochendem Salzwasser 7 Minuten garen, grünen Spargel nur 3-4 Minuten garen. Spargel herausnehmen, gut abtropfen lassen. Spargel längs halbieren. Mozzarella klein schneiden oder zupfen.

Kartoffelgratin aus dem Ofen holen, den Ofengrill anschalten. Spargel, Kapern, getrocknete Tomaten und Mozzarella auf dem Gratin verteilen und alles unter dem Ofengrill noch 3 Minuten leicht überbacken. Anrichten und vor dem Servieren mit zerzupften Basilikumblättern garnieren.


Das Rezept stammt aus einer "Living at home" vom letzten Jahr und hat mir richtig gut geschmeckt. Die Kapern sind das i-Tüpfelchen für einen frischen und abgerundeten Geschmack. Das Rezept hat es auf Anhieb in die Favoritenliste der Spargelrezepte geschafft - sehr empfehlenswert!

Samstag, 8. Mai 2010

(Hoffentlich kurze) Zwangspause...

Leider hat mein Rechner sich verabschiedet, so dass ich zur Zeit zuhause nicht ins Internet komme. Die Internet-Zwangspause ist hoffentlich bald wieder vorbei, und dann gibt es wieder Neues aus der Schöner Tag noch-Küche!

Bis dahin viele Grüße und schöner Tag noch!
Juliane

Mittwoch, 5. Mai 2010

Nachgemacht: Schnelle Tomaten-Ziegenkäse-Tarte

Bei Mareen von kochend-heiss.de habe ich vor ein paar Tagen ein Rezept für eine Tomaten-Ziegenkäse-Tarte gesehen. Das Rezept und die schönen Fotos haben sofort meine Aufmerksamkeit erweckt und heute habe ich sie auch schon nachgebacken!


Das Rezept stammt mal wieder aus der Zeitschrift "Lecker", ich habe lediglich die verwendeten Mengen auf eine Portion angepasst. Ein schnell gemachtes, leckeres, vegetarisches Abendessen!


Tomaten-Ziegenkäse-Tarte
(1 Portion)

Zutaten:
2 Platten TK-Blätterteig
250g Cherry-Tomaten
etwas Thymian (frisch od. getrocknet)
1 EL Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
ca. 100g Ziegenfrischkäse
1 EL gutes Olivenöl
1 EL Milch

Zubereitung:
Blätterteig etwas antauen lassen. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Cherrytomaten waschen und halbieren. Eine Tarteform mit Backpapier auslegen. Blätterteig in die Form legen, Rand etwas hochziehen. Boden mit Semmelbröseln bestreuen. Cherrytomaten mit der Schnittfläche nach oben auf den Blätterteigboden legen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Thymian bestreuen. Ziegenkäse zerbröckeln und über die Tomaten geben, mit Öl beträufeln. Den Teigrand mit etwas Milch bepinseln. Im vorgeheizten Backofen auf der unteren Schiene ca. 25 Minuten backen.

Montag, 3. Mai 2010

Nachgemacht: Limetten-Basilikum-Sorbet

Schon vor einiger Zeit habe ich bei Milliways ein Rezept gesehen, das mich fasziniert hat: ein Limetten-Basilikum-Sorbet. Am Wochenende bin ich jetzt endlich dazu gekommen, es nachzumachen. Ich habe mich dabei ganz an das Rezept von Milliways gehalten. Der Geschmack war toll, die Konsistenz trotz regelmäßigem Umrühren jede Stunde allerdings ein bisschen krümelig. Eventuell hätte ich noch mehr Basilikum nehmen sollen? Ich habe einen kompletten Basilikumtopf verarbeitet.


Limetten-Basilikum-Sorbet
(2-3 Portionen)

Zutaten:
125ml Wasser
75g Zucker
3 Limetten
1 Topf Basilikum
1 frisches Eiweiß

Zum Aufgießen: Sekt oder Prosecco

Zubereitung:
Zucker und Wasser aufkochen. Die Limetten heiß abwaschen, die Limettenschale fein reiben und zum Zuckersud geben. Abkühlen lassen.
Die Limetten auspressen. Basilikum waschen, Blätter trocken schütteln und grob hacken. Zusammen mit dem Limettensaft mit dem Stabmixer fein pürieren. Das Eiweiß mit dem Handrührgerät zu steifem Eischnee schlagen. Püriertes Basilikum zum abgekühlten Zuckersud geben, Eischnee unterheben. Masse in ein flaches, tiefkühlgeeignetes Gefäß füllen und für mindestens 5 Stunden in den Tiefkühlschrank stellen. Jede Stunde einmal gründlich mit einer Gabel durchrühren, damit das Sorbet locker bleibt.

Zum Servieren nach Belieben Eiskugeln formen, in ein Glas geben und mit etwas Sekt auffüllen. Sofort genießen!

Ein tolles, leichtes, frisches Dessert, sehr schön vorzubereiten - kann ich mir auch sehr gut als Abschluss eines sommerlichen Menüs vorstellen! Die Limette hat bei mir geschmacklich dominiert, aber auch das Basilikum habe ich gut herausgeschmeckt. 

Ein weiteres faszinierendes Dessert mit Basilikum habe ich heute bei Alex / foto e fornelli gesehen: ein Basilikummousse auf Erdbeerspiegel. Das wandert gleich mal auf die Nachkoch-Liste! Kennt ihr auch noch Dessertrezepte mit ungewöhnlichen Zutaten? Immer her mit euren Vorschlägen!


Sonntag, 2. Mai 2010

Tafelspitz mit Wasabi-Apfel-Salsa und Kartoffelrösti

Tafelspitz ist eines meiner Leibgerichte. Meine Mutter hat den Tafelspitz immer ganz klassisch mit Meerettich, Salzkartoffeln und Preiselbeeren serviert - und am Esstisch herrschte "gefräßige Stille". Ich hatte mich bisher noch nie selbst an einen Tafelspitz herangetraut, aber dann habe ich in der letzten "Lecker"-Zeitschrift* ein Rezept für Tafelspitz mit Wasabi-Apfel-Salsa und Kartoffelrösti gesehen und festgestellt, dass man für die Zubereitung eines Tafelspitzes im Wesentlichen nur genügend Zeit braucht, ansonsten ist er nämlich sehr einfach zuzubereiten! So habe ich also ein schönes Stück Tafelspitz beim Metzger meines Vertrauens gekauft und heute meinen allerersten Tafelspitz zubereitet - ein voller Erfolg! Die Zubereitung war sehr entspannt und das Ergebnis äußerst köstlich. Und hier kommt das Rezept für euch!


Tafelspitz mit Wasabi-Apfel-Salsa und Kartoffelrösti
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Bund Suppengrün
2 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
5 Pfefferkörner
Salz
500g Tafelspitz (Hüftdeckel vom Rind)
350g festkochende Kartoffeln
1 kleines Ei
1 EL Mehl
Pfeffer
1 EL Öl
1 Apfel
1 EL Zitronensaft
100g Schlagsahne
1-2 TL Wasabi (je nach gewünschter Schärfe)
etwas Petersilie

Zubereitung:
Zunächst das Suppengrün putzen und waschen. Die Hälfte davon sofort verarbeiten: Karotte und Sellerie schälen, in grobe Stücke schneiden. Petersilie grob hacken. Eine Zwiebel schälen und halbieren. Die Zwiebelhälften in einem großen Topf ohne Fett kurz anrösten, dann 2,5 Liter Wasser angießen, das grob gehackte Suppengrün, ein Lorbeerblatt, die Pfefferkörner und 2 TL Salz hinzugeben und alles aufkochen. Den Tafelspitz unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen und in die Brühe geben. Zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 2 Stunden köcheln. Falls sich Schaum bildet, diesen abschöpfen.

Das restliche Suppengrün in dünne Streifen schneiden.
Für die Kartoffelrösti die Kartoffeln schälen und auf einer Reibe grob raspeln. Zwiebel ebenfalls schälen und grob raspeln. In einer Schüssel Kartoffelraspel, Zwiebelraspel, 1 EL Mehl und das Ei miteinander vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kartoffelmasse hineingeben, etwas flach drücken, so dass sich ein Riesenrösti ergibt, und von jeder Seite 7 Minuten braten.

Derweil den Tafelspitz aus der Brühe nehmen. Brühe durch ein Sieb abgießen und auffangen. Gemüse wegwerfen. Brühe wieder in den Topf zurückgeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, das in Streifen geschnittene Gemüse (ohne Petersilie) hinzugeben, Tafelspitz auch wieder in die Brühe geben und bei geschlossenem Deckel und niedriger Hitze alles noch mal ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Jetzt die Apfel-Wasabi-Salsa zubereiten: Apfel halbieren und eine Hälfte vierteln, entkernen und in sehr feine Stücke schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit die Apfelstücke nicht braun werden. Sahne mit dem Handrührgerät halb steif schlagen. Wasabi aus der Tube in die Sahne einrühren, Apfelstückchen unterrühren und mit Salz abschmecken.

Den Tafelspitz aus der Brühe nehmen, aufschneiden und auf einem Teller mit Kartoffelrösti und der Wasabi-Apfel-Salsa anrichten. Fleisch mit etwas Brühe und Bouillongemüse übergießen und mit kleingehackter Petersilie bestreuen.

Meinem Freund und mir hat es sehr gut geschmeckt. Das Fleisch war schön mürbe, das Gemüse noch knackig, die Wasabi-Apfel-Salsa hat eine angenehm in der Nase kitzelnde Schärfe verursacht und das Kartoffelrösti hat die Schärfe etwas abgemildert. Ein gelungenes Sonntagsessen und auch hier: "gefräßige Stille"....

*Ich lese auch noch andere Zeitschriften und Kochbücher, bald gibt es auch mal wieder Rezepte aus anderen Quellen ;-)

Samstag, 1. Mai 2010

Statt Tanz in den Mai: Pestoschnitzel mit Zitronenmöhren

Na, seid ihr gut in den 1. Mai getanzt? Wir sind gestern zuhause geblieben und haben einen ruhigen Abend daheim verbracht - das muss ja auch mal sein. Zum Abendessen hatte sich mein Freund ein Gericht mit wenig Kohlehydraten gewünscht. Beim Stöbern in meiner Rezeptsammlung bin ich wie so oft in einer "Lecker"-Zeitschrift fündig geworden: die Pestoschnitzel mit Zitronenmöhren fielen mir schon auf dem Titel ins Auge, die Zutaten (Putenschnitzel, Pesto, Schinken, Möhren, Zitrone, Basilikum) waren ganz nach meinem Geschmack und mit einer guten halben Stunde Zubereitungszeit war das Abendessen auch fix gemacht. Der Geschmack hat auch voll überzeugt - bestens! Ein guter Start in dieses Maiwochenende, wenn schon das Wetter hier bei uns in Karlsruhe nicht so richtig mitspielt.


Pestoschnitzel mit Zitronenmöhren
(2 Portionen)

Zutaten:
2 Putenschnitzel à ca. 150g
4 TL Pesto (aus dem Glas oder besser noch selbstgemacht)
Pfeffer, Salz, Zucker
4 Scheiben Parmaschinken
1 Bund junge Möhren
1 Bio-Zitrone
eine Handvoll frischer Basilikum
1 EL Öl
1-2 TL Zucker
2 EL Butter

Zubereitung:
Möhren putzen, etwas Grün dranlassen. Gründlich abwaschen und Möhren schälen. In wenig kochendem Salzwasser mit einer Prise Zucker zugedeckt ca. 12 Minuten dünsten. Derweil die Schnitzel unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen und jedes Schnitzel halbieren. Schnitzel zwischen 2 Lagen Klarsichtfolie mit einer schweren Pfanne oder einem Plattiereisen noch etwas platter klopfen. Die Schnitzel dünn mit Pesto bestreichen, pfeffern und mit je einer Scheibe Schinken belegen. Jedes Schnitzel zusammenklappen und mit einem Zahnstocher feststecken.

Die Zitrone heiß abwaschen und die Hälfte der Zitronenschale fein abreiben. Eine Zitronenhälfte auspressen. Basilikum waschen, trockenschütteln und die Blätter abzupfen.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Schnitzel darin von jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten. Derweil die Möhren abgießen, wieder in den Topf zurückgeben und bei mittlerer Hitze den Zucker hinzugeben, damit die Möhren etwas karamellisieren. Dann die Butter, die Zitronenschale, den Zitronensaft und das Basilikum hinzugeben und die Möhren darin schwenken. Die Schnitzel aus der Pfanne nehmen. Den Bratensatz mit 3 EL Wasser lösen und über die Schnitzel geben. Schnitzel mit den Zitronenmöhren anrichten und servieren.

Ich wünsche euch ein schönes 1. Mai-Wochenende!