Donnerstag, 29. Juli 2010

Appetitlicher Happen: Melone mit Ziegenfrischkäse und Thymianhonig

Noch immer ist etwas von der Wassermelone übrig, die ich schon für diesen Wassermelonensalat und diesen Rote Bete-Salat verwendet habe. Aber kein Problem, Rezepte mit Wassermelone als Zutat gibt es ja zur Genüge und ich bin mal wieder in einer alten "Living at Home" fündig geworden. Dort wurde die Melone mit Ricotta kombiniert. Ich habe den Ricotta durch Ziegenfrischkäse ersetzt - hat auch sehr gut gepasst. Die Melone mit Ziegenkäse und Thymianhonig ist eine schöne frische, leichte Vorspeise in einem sommerlichen Menü oder ein leckeres Appetithäppchen zwischendurch - top!


Melone mit Ziegenfrischkäse und Thymianhonig
(Kleine Vorspeise/Appetithäppchen für 2 Personen)

Zutaten:
ca. 200g Wassermelone
50g Ziegenfrischkäse
1-2 Stiele Thymian
1 EL Akazienhonig
1/2 TL Zitronensaft

Zubereitung:
Thymian waschen, trockenschütteln und Blättchen von den Stielen zupfen. Mit dem Zitronensaft und dem Honig vermischen. Melonenfruchtfleisch von der Schale lösen, in kleine Würfel schneiden. Auf Porzellan- oder Esslöffeln jeweils etwas Wassermelone, einen Klecks Ziegenfrischkäse anrichten und den Thymianhonig darüber träufeln.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Zucchini-Cashew-Salat mit Parmesan

Ein Salat geht durch Blogland... in der aktuellen "Effilee" sind tolle Rezepte von Stevan Paul drin. Den Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse habe ich schon vor einiger Zeit nachgemacht und war höchst angetan. Bei Anke Gröner habe ich dann die Lobpreisungen für einen weiteren Salat aus dieser Effilee-Ausgabe gelesen, nämlich für den Zucchini-Cashew-Salat mit Parmesan. 3x gegessen in 4 Tagen - das klingt sehr überzeugend, den Salat musste ich schnellstmöglich nachmachen!



Zucchini-Cashew-Salat mit Parmesan
(1 Portion)

Zutaten:
1/2 kleine Schalotte
1 EL Weißweinessig
1 TL flüssiger Honig
2-3 EL Olivenöl
ein paar Schnittlauchhalme
Salz, Pfeffer
1 Zucchini
ca. 50g geröstete und gesalzene Cashewnüsse
frisch gehobelten Parmesan

Zubereitung:
Schalotte schälen und fein würfeln. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Röllchen schneiden. Schalottenwürfel und Schnittlauchröllchen mit dem Essig, dem Honig und dem Olivenöl zu einem Dressing vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zucchini waschen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden. Cashewnüsse grob hacken. Alles in einer Schüssel miteinander vermischen und nach Belieben mit grob gehobeltem Parmesan bestreuen.

Das Originalrezept findet ihr hier, da kommt auch noch etwas Knoblauch dazu, den habe ich aber weggelassen. 

Fazit: Die Zubereitung ist ebenso simpel wie der Salat lecker ist - perfekt für ein schnelles, leichtes Abendessen. Mir hat auch dieser Salat sehr gut gefallen, aber noch! besser fand ich den Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse.

Dienstag, 27. Juli 2010

Und noch mal pink: Rote Bete-Salat mit Wassermelone und Rucola

Von meinem gestrigen Wassermelonensalat mit Ziegenkäse und Radieschen ist noch reichlich Wassermelone übrig. Also habe ich meinen Rezepteordner nach weiteren Rezepten mit Wassermelone durchforstet und wurde bei einem Rezept aus einer alten Living at Home aus dem Jahr 2006 fündig. Der Rote Bete-Salat mit Wassermelone klang nach einer ungewöhnlichen und reizvollen Kombination! Ich bin kein großer Fan von Roter Bete, aber hier wollte ich ihr mal wieder eine Chance geben.



Rote Bete-Salat mit Wassermelone
(2 Portionen)

Zutaten:
1 kleine Knolle Rote Bete (ca. 150g)
50g Rucola
30g Parmesan am Stück
1 Bio-Orange (mit unbehandelter Schale)
2 EL Apfelessig
schwarzer und weißer Pfeffer
1 EL mittelscharfer Senf
2-3 EL Olivenöl
Zucker
40g Bacon
ca. 200g Wassermelone
4-6 Basilikumblätter
1 EL geriebener Meerrettich (aus dem Glas)

Zubereitung:
Rote Bete waschen und mit Schale in leicht gesalzenem Wasser in ca. 45 Minuten leicht bissfest garen. Das Wasser sollte nicht sprudelnd kochen!
Derweil den Rucola putzen, waschen, trockenschleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Melonenfruchtfleisch von der Schale lösen, Kerne entfernen, erst in dünne Scheiben und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Bacon in ca. 1 cm große Würfel schneiden und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett knusprig braten. Herausnehmen und zur Melone und dem Rucola geben. Basilikumblätter abwaschen und trockenschütteln, hinzufügen. Parmesan mit dem Sparschäler oder einem Hobel dünn hobeln. 2/3 davon unter den Salat mischen.

Für das Dressing die Orange heiß abwaschen, trocken reiben und ca. einen halben Esslöffel Orangenschale fein abreiben. Orange halbieren, auspressen und 50ml abmessen. Mit der Orangenschale, dem Senf, dem Apfelessig, dem schwarzen und dem weißen Pfeffer, etwas Zucker und Salz gut vermischen. Olivenöl hinzufügen und ebenfalls gut unterrühren.

Rote Bete aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. Dann schälen und in dünne Scheiben schneiden. Ich habe dazu Einweghandschuhe angezogen, denn Rote Bete ist sehr farbintensiv! Rote Bete-Scheiben zur Melone, dem Rucola, dem Basilikum und dem Parmesan geben. Dressing und Meerrettich hinzufügen und alles gut vermischen. Mit den restlichen Parmesanspänen garnieren und servieren.

Ich fand die Kombination von Roter Bete, Wassermelone und Rucola sehr interessant, es hat mir auch gut geschmeckt, aber ich werde wohl nie ein großer Fan von Roter Bete werden!

Montag, 26. Juli 2010

Think pink! Wassermelonensalat mit Ziegenkäse, Radieschen und Minze

Der Sommer macht gerade hoffentlich nur Pause und geht nicht schon in den Herbst über, oder? Vielleicht lässt er sich mit diesem sommerlichen Salat wieder hervorlocken. Wassermelone mit Feta ist ja dieses Jahr sehr en vogue, aber diesen Wassermelonensalat mit Ziegenkäse, Radieschen und Minze habe ich schon letztes Jahr für mich entdeckt, bisher aber aus unerfindlichen Gründen noch gar nicht auf dem Blog veröffentlicht. Das hole ich hiermit schleunigst nach, denn dieser Wassermelonensalat ist ein echter Knaller, den ich dieses Jahr auch schon mehrfach gemacht habe! Das Rezept stammt aus der Lecker 9/2009.



Wassermelonensalat mit Ziegenkäse, Radieschen und Minze
(Für 2 als Hauptspeise oder für 4 als Beilage oder Vorspeise)

Zutaten:
ca. 1,2 kg Wassermelone
1 Bund Radieschen
3-4 Stiele Minze
1 Limette
Salz, Pfeffer
1/2 TL brauner Zucker
4 EL gutes Olivenöl
150g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
Melone in Spalten schneiden, Fruchtfleisch von der Schale lösen. In mundgerechte Stücke schneiden, dabei die Kerne so gut wie möglich entfernen. Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Minze waschen, trockenschütteln und in feine Streifen schneiden. Alles in einer großen Schüssel miteinander vermischen. 

Jetzt das Dressing zubereiten: Limette halbieren und auspressen. Limettensaft mit Salz, Pfeffer und dem braunen Zucker mischen. Olivenöl unterrühren und gut vermengen. Dressing zur Wassermelone, den Radieschen und der Minze geben, vermengen und 10 Minuten ziehen lassen. Derweil den Ziegenfrischkäse in Scheiben schneiden, dann über dem Wassermelonensalat zerbröckeln. Sofort servieren.

Dazu passt gebratenes Hähnchenbrustfilet, wenn der Wassermelonensalat nur eine Beilage sein soll. Aber auch pur schmeckt der Salat wunderbar! Die saftige Wassermelone passt prima zum schmelzigen Ziegenfrischkäse, der würzigen Minze und den knackigen Radieschen.


Dieser Wassermelonensalat passt auch ganz wunderbar zum Blogevent "Melone", dieses Mal ausgerichtet von Estrellacanela, und ist daher mein Beitrag zu diesem Event.

Blog-Event LIX - Melone (Einsendeschluss 15. August)

Donnerstag, 22. Juli 2010

Blaubeereis mit Holunderblütensirupbuttermilch

Kürzlich hat mir die Oma meines Freundes ein kleines Schälchen selbstgepflückte Blaubeeren geschenkt. Erst wollte ich Pancakes mit Blaubeeren daraus machen, aber dann habe ich mich daran erinnert, dass Lillebi von Kochfieber neulich ein Blaubeereis mit Holunderblütenbuttermilch gepostet hat. Ein eifreies Eis, das ohne Eismaschine zubereitet werden kann - perfekt! Ich habe das Rezept lediglich etwas an meine Vorräte angepasst und anstelle von Holunderblüten nur Holunderblütensirup verwendet und dafür den Limoncello weggelassen, aber mit dem Ergebnis bin ich ebenfalls sehr zufrieden: ein wunderbar fruchtiges, frisches Blaubeereis mit einer satten Farbe!


Blaubeereis mit Holunderblütensirupbuttermilch
(4-5 Portionen)

Zutaten:
100g Blaubeeren
50ml Buttermilch
75g Joghurt
1,5 EL Zucker
1,5 EL Holunderblütensirup

Zubereitung:
Blaubeeren waschen und abtropfen lassen. Holunderblütensirup mit der Buttermilch gut verrühren. Alle Zutaten in eine tiefe Schüssel geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. In eine flache, verschließbare und tiefkühlgeeignete Schale umfüllen und in den Tiefkühler stellen. Regelmäßig jede halbe Stunde mit einer Gabel gut umrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden. Nach ca. 3-4 Stunden ist das Eis fertig.

Nebenwirkungen: leicht blaue Zähne und Zunge, Blaubeerteilchen zwischen den Zähnen, glückliches Grinsen, Wunsch nach mehr! Also sehr empfehlenswert ;-) Nur das mit den schön geformten Eiskugeln klappt bei mir ebensowenig wie bei Pastasciutta und Anke Gröner... hat hier jemand den ultimativen Tipp, wie ich zukünftig formschöne Eiskugeln hinkriege?

Dienstag, 20. Juli 2010

Zitronennudeln mit Avocado und Speck

Obwohl ich bei diesen hochsommerlichen Temperaturen eigentlich auch jeden Tag nur Salat essen könnte, kommt zwischendurch doch mal wieder was Handfestes, zum Beispiel in Form von Pasta, auf den Tisch. Ein unkompliziertes, schnell gekochtes und durch die Kombination aus knackigen Cocktailtomaten, schmelzender Avocado und crunchigem Speck schön abwechslungsreiches Gericht waren diese Zitronennudeln mit Avocado und Speck. Das Rezept habe ich aus einer "Lecker" vom Oktober 2009.


Zitronennudeln mit Avocado und Speck
(2 Portionen)

Zutaten:
Salz, Pfeffer, Zucker
200g Fettucine
100g geräucherter Speck
1/2 Zwiebel
1 EL Öl
1 EL Mehl
100g Schlagsahne
1/2 TL Instant-Gemüsebrühe
3 EL Zitronensaft
1 Bund Schnittlauch
250g Kirschtomaten
1 reife Avocado

Zubereitung:
Fettucine in reichlich kochendem Salzwasser gemäß Packungsanweisung al dente kochen. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Speck ebenfalls in feine Würfel schneiden. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und grob hacken. Tomaten waschen und halbieren.

Öl in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin knusprig braten. Zwiebel zugeben und mitbraten. Mit Mehl bestäuben, kurz anschwitzen und dann mit 1/4l Wasser und der Sahne ablöschen. Alles aufkochen, dann bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten köcheln lassen. 2 EL Zitronensaft und eine Prise Zucker hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Halbierte Tomaten und Schnittlauch zugeben und in der Soße ca. 5 Minuten erhitzen.

Derweil die Avocado halbieren, den Kern und die Schale entfernen. Avocado in mundgerechte Stücke schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit die Avocado nicht braun wird.

Nudeln abgießen, mit der Soße und den Avocadostücken vermischen und servieren.

Ich bin eigentlich kein großer Fan von Sahnesoßen und ziehe Tomatensoßen vor, aber diese Soße schmeckt durch den Zitronensaft angenehm frisch, das darf gerne mal wieder auf den Tisch!

Sonntag, 18. Juli 2010

Lesefutter!

Hinter mir liegt ein fauler Sonntag mit Ausschlafen, gemütlich frühstücken und lesen. Das kommt in letzter Zeit selten genug vor, deshalb ist es besonders schön! Endlich konnte ich auch mal den Stapel an Zeitschriften, die sich in letzter Zeit bei mir angesammelt haben, abarbeiten. 

Heute habe ich unter anderem darin geschmökert:  die Effilee ist bei uns im Zeitschriftenhandel leider nirgends zu bekommen, deswegen habe ich sie mir online bei effilee.de bestellt. Und als ich kürzlich mal wieder bei einem Kurztrip in England war, habe ich mir das Foodmagazin Delicious und eine Living etc. mitgebracht.


So, und jetzt lese ich weiter! Ich wünsche euch ebenfalls noch einen schönen, entspannten Restsonntag!

Freitag, 16. Juli 2010

Pretty in pink: Wassermelonen-Smoothie

36 Grad und es wird noch heißer... ich habe mir heute erst mal den Nachmittag freigenommen. Und was ist besser geeignet, mir einen heißen, arbeitsfreien Sommernachmittag zu versüßen, als ein kühler Wassermelonen-Smoothie? Das Rezept habe ich bei Valentinas Kochbuch gefunden und ich bin schwer angetan davon! Der Smoothie ist im Handumdrehen zusammengemixt und schmeckt wunderbar erfrischend.


Wassermelonen-Smoothie
(für ca. 3 große Gläser)

Zutaten:
ca. 1,25kg Wassermelone
2 EL Zitronensaft
20g Zucker
8 Eiswürfel
1 Prise Salz

Zubereitung:
Melonenschale entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Kerne dabei so gut wie möglich entfernen. In eine tiefe Schüssel geben. Zucker, Zitronensaft und eine Prise Salz hinzufügen. Eiswürfel mit dem Ice-Crusher zerkleinern (oder in einen Plastikbeutel geben und mit dem Nudelholz klein klopfen) und zu den Melonenstücken geben. Mit dem Pürierstab gut durchmischen, bis es eine homogene Masse ergibt. Sofort servieren und kühl genießen!

Ja, so lässt sich die Hitze prima aushalten... für mich ein sehr guter Start ins Wochenende! Noch eine frische Wassermelonenverwendungsmöglichkeit findet ihr übrigens bei Steph im Kleinen Kuriositätenladen, wenn ihr ein paar Stunden auf eure Erfrischung warten könnt: Watermelon Slush. Klingt auch sehr lecker!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Pasta mit Feigen

Heute war es bei uns ungewohnt kühl: nur 26 Grad! Das sind Temperaturen, bei denen ich abends noch in der Lage bin, den Herd anzuschalten und ein warmes Essen zu kochen. Allzu lange wollte ich aber auch nicht in der Küche stehen und habe deswegen in meinem Rezepteordner nach schnell gekochten, unkomplizierten Rezepten gesucht. Ich habe mich dann für diese Pasta mit Feigen entschieden, das Rezept stammt mal wieder aus einer alten "Living at Home" von 2006.

Leider habe ich nirgends in der Gegend frische Feigen bekommen, weshalb ich getrocknete Soft-Feigen verwendet habe. Auch mit dieser Abwandlung hat mich die Feigenpasta voll überzeugt: schnell gekocht, sehr aromatisch und schön sommerlich!


Pasta mit Feigen
(1 Portion)

Zutaten:
ca. 125g Bandnudeln
1-2 Stiele glatte Petersilie
1/2 rote Zwiebel
1 frische Feige oder 2 getrocknete Soft-Feigen
2 EL Walnüsse
1 EL Öl
1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
2 EL Zitronensaft
4 Kapernäpfel (ersatzweise Kapern)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser in 8-10 Minuten bissfest kochen. Derweil die Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Walnüsse grob hacken. Zwiebel schälen und in grobe Spalten schneiden. Feigen achteln.

Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett etwas anrösten. Wieder herausnehmen. Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelspalten zusammen mit dem Zitronenabrieb darin ca. 2 Minuten anbraten. Feigen hinzugeben und noch eine Minute weiterbraten. Petersilie, Zitronensaft, 1 EL Nudelwasser und die Kapern hinzufügen. Nudeln abgießen, etwas abtropfen lassen und mit den Feigen und den Nüssen mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und sofort servieren.

Montag, 12. Juli 2010

Detektivabenteuer und Rosinenschnecken

Ich habe lange überlegt, was ich zum Blogevent "Kulinarisches aus Film und Literatur" beitragen könnte. Als erstes fielen mir Filme ein wie "Bella Martha", "Chocolat", "Bittersüße Schokolade" oder "Julie & Julia", in denen es hauptsächlich um Essen, Kochen und Genießen geht. Das war mir dann aber doch zu naheliegend. Dann kam mir "Die fabelhafte Welt der Amélie" in den Sinn und dass Amélie das Knacken der Zuckerschicht auf Crème brulée so liebt. Also Crème brulée! Eines meiner liebsten Desserts, das ich aber noch nie selbst gemacht habe. Und zwar weil ich keinen Brenner besitze. Also doch keine Crème brulée und weitersuchen!

Und dann habe ich mich an früher erinnert, als ich als Kind mit ca. 11 Jahren voll in der Detektivphase war und Astrid Lindgrens Bücher von "Kalle Blomquist" verschlungen habe. Und von Schweden, Detektivabenteuern, endlosen Sommern, dem Geruch von Flieder und den Rosinenschnecken, die Eva-Lottes Vater, der Bäckermeister Lisander, immer backt, träumte. 


Jawoll: Rosinenschnecken! Habe ich noch nie selbst gebacken - also nichts wie ran!
Schneckennudeln sind ja mehrheitlich aus Hefeteig, aber ich hatte nicht so richtig Lust, eine Stunde zu warten, bis der Teig aufgegangen ist. So habe ich nach Alternativen gesucht und wurde prompt bei Barbaras Spielwiese fündig: sie hat Rosinenschnecken aus einem Quark-Öl-Teig gebacken


Ich habe mich an Barbaras Rezept gehalten und lediglich die Mengen halbiert, weil ich eher kleine und nicht so viele Rosinenschnecken wollte. Als die Rosinenschnecken dann im Ofen waren und sich dieser wunderbare Geruch nach frischem Gebäck in der Wohnung verbreitet hat, habe ich mich kurz wieder in meine Kindheit versetzt gefühlt :-)

Rosinenschnecken
(für ca. 14 kleine Schnecken)

Zutaten:
Für die Rosinen-Mandel-Füllung:
50g Rosinen
etwas Amaretto (im Original: Rum)
50ml Sahne
50g gehackte Mandeln
1 TL brauner Zucker

Für den Teig:
125g Mehl
1,5 TL Backpulver
1/2 EL Vanillezucker
20g Zucker
70g Magerquark
25ml neutrales Öl
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
40ml Milch

Nach Belieben:
Puderzucker und Zitronensaft für eine Zuckerglasur

Zubereitung:
 Amaretto kurz aufkochen und die Rosinen mit dem heißen Amaretto übergießen. Etwas quellen lassen. Mandeln, braunen Zucker und Sahne in einem kleinen Topf vermischen, erhitzen und aufkochen, so dass es eine feste, etwas breiige Konsistenz annimmt.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Mehl und Backpulver in eine große Schüssel sieben. Vanillezucker, Zucker, Quark, Öl, Milch und Zitronenabrieb hinzufügen und alles mit den Knethaken des Handrührgeräts erst auf niedriger, dann auf hoher Stufe zu einem glatten Teig verkneten. Eine Arbeitsfläche gut bemehlen, den Teig darauf mit dem Wellholz zu einem Rechteck ausrollen. Rosinen und Mandel-Sahne-Mischung miteinander verrühren und flach auf den Teig streichen. Dabei rundherum einen Rand lassen, damit nachher beim Aufrollen nichts herausquillt.
Den Teig von einer langen Seite her straff aufrollen. Die Rolle mit einem Brotmesser in jeweils ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Stücke mit einer Schnittfläche nach oben auf das Backblech legen. 

Im heißen Backofen ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Wer mag, kann die Schnecken noch mit Zuckerguß überziehen - ich habe das nicht gemacht, auch so haben mir die süßen Schnecken sehr gut geschmeckt!

Die Rosinenschnecken sind mein Beitrag zum Blogevent "Kulinarisches aus Film und Literatur" - ein Thema, das ich wirklich ganz toll finde und bei dem ich sehr auf die anderen Beiträge gespannt bin!

Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)

Sonntag, 11. Juli 2010

Und noch mal gewonnen: Glückswichtelkärtchen

Ich scheine gerade eine Glückssträhne zu haben, was Blogverlosungen angeht! Neulich erst habe ich das Wohnbuch "So leb´ ich" gewonnen, und dann habe ich kurz darauf bei Christines Wichtelfabrik bei ihrer Wichtelfabrik-Verlosung mitgemacht und prompt 10 Glückswichtelkärtchen gewonnen!


Schon kurz darauf trafen die kleinen Wichtel bei mir ein - vielen Dank, liebe Christine! Die Glückswichtel werden sich sehr gut als Geschenkanhänger bei den nächsten Geburtstagsgeschenken machen und hoffentlich viel Freude verbreiten. Ich finde sie ganz zauberhaft!

Sehr empfehlenswert ist übrigens auch Christines Dawanda-Shop, wo ich auch schon ein tolles Schutzengelbild gekauft habe, das wir unserem kleinen Neffen zur Taufe geschenkt haben.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Noch mal leicht orientalisch: Kichererbsensalat

Schade, das war gestern ja leider nichts mit dem Einzug ins Finale und der Chance auf den Weltmeistertitel! An mir lag´s nicht, bei mir gab es vor dem Spiel ja keine Tapas, sondern Antipasti, das möchte ich hier mal betonen ;-)

So, aber jetzt genug vom Fussball, ich wende mich wieder erfreulicheren Dingen zu! Nachdem "Oriental Basics" bei mir erst ewig ungenutzt im Regal stand, habe ich neulich mal das Tabouleh daraus gemacht und beim Blättern im Buch viele andere Rezepte gefunden, die ich baldmöglichst ausprobieren möchte. Ich weiß gar nicht mehr, warum ich das Kochbuch so selten verwende, denn die Rezepte sind sehr ansprechend und was ich bereits daraus gekocht habe, hat mir gut gefallen! Eines dieser gelungenen Rezepte war dieser Kichererbsensalat. Damit kann die Küche bei diesen hochsommerlichen Temperaturen weiterhin kalt bleiben und es ist trotzdem für Abwechslung und und deliziöses Essen gesorgt!


Kichererbsensalat
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Dose Kichererbsen (260g Inhalt)
1/2 rote Zwiebel
1 rote Paprika
1/2 Salatgurke
2 Tomaten
etwas Schnittlauch
1 Knoblauchzehe
50g Tahin (Sesampaste)
60g Joghurt
3 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
1 EL Rotweinessig
2 EL Olivenöl
ca. 50g Feta

Zubereitung:
Kichererbsen in ein Sieb geben und unter kaltem, fließendem Wasser gut abspülen. Abtropfen lassen. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Paprika waschen, halbieren, Kerne und Strunk entfernen und Paprika in Würfel schneiden. Gurke schälen und in Würfel schneiden. Tomaten halbieren, Stielansätze entfernen und in feine Würfel schneiden. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und kleinhacken.

Kichererbsen, Gemüse und Schnittlauch in einer großen Schüssel miteinander vermengen. Essig und Öl zu einem Dressing zusammenrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Zu den Kichererbsen und dem Gemüse geben, miteinander vermischen. Feta über den Salat bröckeln.

Knoblauch schälen und sehr fein kleinschneiden. Knoblauch, Joghurt, Tahin, Zitronensaft und 1 EL Wasser gut miteinander vermischen (evtl. Stabmixer verwenden). Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver vermengen. Salat portionsweise auf Teller geben und mit einem großen Klecks Sesamsauce servieren.

Dieser Sommersalat hat mir wirklich sehr gut geschmeckt! Eine Portion habe ich abends gegessen und mir die zweite Portion ins Büro mitgenommen. Besonders gut hat mir die Sesamsauce gefallen, die man auf dem Foto leider gar nicht erkennen kann. Der Schnittlauch ist nicht besonders orientalisch und im Originalrezept auch nicht vorgesehen. Ich habe ihn nur anstelle von Petersilie verwendet - die hatte ich nämlich glatt vergessen einzukaufen. Hat dem Salat aber nicht geschadet - den gibt es bestimmt mal wieder!

Mittwoch, 7. Juli 2010

Schneller Snack vor dem Spiel: Bruschetta mit Ziegenkäse

Seid ihr auch schon so aufgeregt? Bald geht´s los mit dem Halbfinalspiel Deutschland gegen Spanien. Das Deutschlandtrikot habe ich schon an und das Bier ist kaltgestellt, jetzt muss ich mich noch schnell mit einem kleinen Snack stärken. Da kam mir mein neues Kochbuch "Antipasti & Tapas" gerade recht: das Bruschetta mit Ziegenkäse lachte mich daraus an! Ziegenkäse hatte ich noch im Kühlschrank und den Rest habe ich schnell besorgt.


Bruschetta mit Ziegenkäse
(für einen Hungrigen oder für zwei zum Snacken)

Zutaten:
3 Frühlingszwiebeln
8 Scheiben Baguette
2 EL Olivenöl
ein paar Basilikumblätter (im Original: Rucola)
ca. 70g Ziegenfrischkäse
1 EL Balscamico-Essig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Backofengrill auf 180 Grad vorheizen. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und am Stück in kochendem Salzwasser ca. 4 Minuten blanchieren. Abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Frühlingszwiebeln längs halbieren und in mundgerechte, aber nicht zu kleine Stücke schneiden.

Baguettescheiben unter dem Backofengrill ca. 5 Minuten goldbraun rösten. Aus dem Backofen holen und jede Brotscheibe mit etwas Olivenöl beträufeln.
Basilikum waschen und trockenschütteln. Ziegenkäse grob zerbröckeln. Jede Brotscheibe mit Frühlingszwiebeln, Ziegenkäse und Basilikum belegen, mit Olivenöl und Balsamico beträufeln und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Wer mag, kann die Baguettescheiben nach dem Rösten auch noch mit einer halben Knoblauchzehe einreiben. Das habe ich nicht gemacht, da ich heute abend mit Freunden das Fussballspiel schauen möchte und ihnen keine Knoblauchfahne zumuten will!

Montag, 5. Juli 2010

Reloaded: Tabouleh

So langsam merke ich, dass ich doch schon eine Weile blogge. Neulich habe ich ein Rezept gebloggt, das ich euch schon letztes Jahr präsentiert hatte! Ich hatte glatt vergessen, dass ich das Gericht schon mal gemacht habe. Na ja, hat ja offensichtlich außer mir keiner gemerkt, zumindest hat niemand was gesagt ;-)

Bei dem Rezept heute ist die Sachlage etwas anders: ich weiß noch, dass ich letztes Jahr im Juli ein Tabouleh-Rezept gepostet habe. Und trotzdem kommt heute noch ein Tabouleh-Rezept, denn dieses Rezept hat den Vorteil, dass die Zubereitungszeit deutlich kürzer ist! Und das kommt mir doch sehr gelegen, wenn ich abends hungrig aus dem Büro nach Hause komme.


Tabouleh
(2 Portionen)

Zutaten:
100g feiner Bulgur
1 Bund Petersilie
3 Stiele Minze
2 Tomaten
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kreuzkümmel

Zubereitung:
Bulgur in eine Schüssel geben und mit lauwarmen, nicht mehr kochendem Wasser knapp bedecken. 20 Minuten ziehen lassen.

Derweil die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, mit kaltem Wasser abschrecken und häuten. Stielansatz und Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Die Petersilie und die Minze waschen, trockenschütteln und fein hacken. Frühlingszwiebeln waschen und sehr fein kleinschneiden.

Bulgur in einem Sieb abtropfen lassen.
Für das Dressing Zitronensaft und Olivenöl mischen, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und mit den Tomaten, den Kräutern, dem abgetropften Bulgur und den Frühlingszwiebeln vermischen.

Das Rezept stammt aus dem schönen Kochbuch "Oriental Basics", aus dem ich leider viel zu selten etwas koche. Daher mache ich mit diesem Tabouleh-Rezept bei "DKduW" mit!

Sonntag, 4. Juli 2010

Es geht ans Eingemachte: Johannisbeer-Chili-Konfitüre mit Minze

Die Johannisbeersträucher im Garten der Oma meines Freundes hängen voll mit reifen Beeren, die dringend geerntet und verarbeitet werden müssen. So viele Träubleskuchen kann ich gar nicht backen (und vor allem nicht essen), um die ganzen leckeren Früchte zu verarbeiten. Also habe ich mal wieder in meinem Rezepteordner gestöbert, was ich noch alles damit machen könnte, und bin auf ein Rezept aus einer "Living at home" von 2006  für eine Johannisbeer-Chili-Konfitüre mit Minze gestoßen.


Das klang spannend, und so habe ich es gleich mal ausprobiert. Den Frühstücks-Geschmackstest hat diese Konfitüre, die nur im Nachgang leicht scharf ist, bereits mit Bravour bestanden, daher kommt hier das Rezept für euch! Ich habe sehr milde Chilischoten verwendet. Wenn ihr scharfe Chili verwendet, würde ich nur eine oder zwei Schoten statt der angegebenen 3 Stück verarbeiten.

Johannisbeer-Chili-Konfitüre mit Minze
(ergab bei mir 3 große Gläser)

Zutaten:
1kg rote Johannisbeeren (vorbereitet gewogen)
3 Chilischoten
2 Biolimetten
500g Gelierzucker 2:1
3 Stiele frische Minze

Zubereitung:
Die Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen und die Beeren mit einer Gabel von den Stielen zupfen. 1 kg abwiegen. Chilischoten waschen, entkernen und fein hacken. Limetten heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Limetten auspressen. Minze abspülen, trocken schütteln und fein kleinschneiden.

Die Johannisbeeren in einen großen Topf geben. Beeren leicht zerdrücken, z.B. mit einem Kartoffelstampfer. Chilischoten, Limettenschale, Limettensaft und den Gelierzucker hinzugeben und alles unter Rühren aufkochen. Mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen. Entstehenden Schaum ggfalls abschöpfen. Gelierprobe machen. Geliert die Konfitüre, den Topf vom Herd nehmen, die Minze unterrühren und die heiße Konfitüre sofort randvoll in vorbereitete Gläser füllen. Schraubdeckel sofort verschließen, Gläser 5 Minuten auf den Kopf stellen. Wieder umdrehen und komplett auskühlen lassen.


Eine fein säuerliche, erst im Nachgang leicht scharfe Konfitüre, die sich sehr gut auf dem Sonntags-Frühstücksbrötchen macht!

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