Sonntag, 29. August 2010

Oh ja: Gnocchipfanne mit Mirabellen und Tiroler Speck

Am Freitagabend habe ich wie so viele andere Foodblogger die erste Folge von "Deutschlands Meisterkoch" angeschaut. Oh weia, was war denn das? Ich werde es nicht weiter verfolgen, denn nach der ersten Folge habe ich den Eindruck, dass es hier wie bei Castingshows üblich eher um schräge Typen und deren "Story" geht als ums Kochen. Ok, abgehakt. Lieber koche ich ganz ohne Kamerateam in der Küche selbst! Und am Samstag hatte ich endlich mal wieder Zeit, um das ausgiebig zu tun.

Von meiner Schwiegermutter habe ich tolle Mirabellen aus dem eigenen Garten bekommen.


Die naheliegendste Verwendungsmöglichkeit wäre ein Mirabellenkuchen gewesen, aber ich wollte gerne mal was Deftiges mit Mirabellen kochen und wurde bei lecker.de fündig: die Gnocchipfanne mit Mirabellen und Tiroler Speck hörte sich prima an! Im Rezept sind fertige Gnocchi aus dem Kühlregal als Zutat angegeben - die wollte ich lieber selbst machen. Dafür habe ich ein Rezept aus dem Kochbuch "Gut gekocht!" verwendet, mit dem die Gnocchi-Zubereitung auch prima geklappt hat!


Die Kombination von Gnocchi, Mirabellen, Chili und Tiroler Speck klingt ungewöhnlich, schmeckt aber genial! Ich war rundum begeistert. Sollte ich noch mal Mirabellen bekommen diesen Sommer, gibt es das auf jeden Fall noch mal!


Und hier kommt das Rezept für euch. Wir haben diese Portion zu zweit aufgegessen, waren aber nach einem Fahrradausflug auch sehr ausgehungert. Für 3 normale Esser reicht die Menge sehr wahrscheinlich auch.

Gnocchipfanne mit Mirabellen und Tiroler Speck
(2-3 Portionen)

Zutaten:
Für die Gnocchi:
400g vorwiegend festkochende Kartoffeln
140g Mehl aus Hartweizengrieß (ersatzweise wie bei mir 70g Hartweizengrieß und 70g Mehl gemischt)
1 kleines Ei
Salz
Mehl für die Arbeitsfläche

Für die Pfanne:
250g Mirabellen
80g Tiroler Speck
1/2 rote Chilischote
einige Blätter Salbei
2 EL Öl
Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst die Gnocchi zubereiten. Dazu die Kartoffeln mit Schale in wenig Wasser in 20-30 Minuten weich kochen. Kartoffeln abgießen, noch heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein zerstampfen. Kartoffelmasse abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm ist.

Mehl, Hartweizengrieß, lauwarme Kartoffelmasse, 1 Ei und 1/2 Teelöffel Salz miteinander vermischen und zu einem geschmeidigem Teig verkneten. Er sollte weich sein, aber nicht an den Fingern kleben. Eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und den Teig portionsweise zu etwas mehr als daumendicken Rollen formen und in jeweils 2 cm lange Stücke schneiden. Wer mag, taucht noch die Zinken einer Gabel in etwas Mehl und drückt den Gnocchi damit auf beiden Längsseiten Rillen ein. Gnocchi auf ein mit Mehl bestäubtes Handtuch legen und mindestens eine Stunde trocknen lassen.

Jetzt geht es weiter: Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Mirabellen waschen, abtropfen lassen, halbieren und entsteinen. Speck in Scheiben schneiden. Chilischote waschen, längs halbieren, die Kerne entfernen und die Chilischote in feine Streifen schneiden. Salbei mit einem trockenen Tuch sauber putzen. Ein paar ganze Blätter beiseite legen, den Rest in feine Streifen schneiden.

Die Gnocchi in das kochende Salzwasser einlegen und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne das Öl erhitzen. Speck und die ganzen Salbeiblätter darin anbraten. Alles wieder herausnehmen und die Gnocchi, die Mirabellen, die Chilistreifen und den kleingeschnittenen Salbei im Bratfett einige Minuten braten. Mit Pfeffer und wenig Salz würzen, der Speck ist relativ salzig. Speck und ganze Salbeiblätter wieder zu den Gnocchi geben und alles auf Tellern anrichten.

Ja, so macht Kochen Spaß! Und wer will schon "Deutschlands Meisterkoch" werden? ;-)

Donnerstag, 26. August 2010

Jamies Feigen-Salat

Was ist denn das für ein  Name für ein Gericht? "The easiest, sexiest salad in the world"? Ein sexy Salat? Ich nenne es lieber Jamies Feigen-Salat. Und ich muss sagen, so doof der Name auch ist: der Salat hat was! Definitiv! Nämlich: ein sehr attraktives Äußeres, er ist sehr wohlriechend, und er macht glücklich... also doch sexy? Und ich rede immer noch nur von Jamies Salat ;-) Der war ein Tipp vom Kirschenkind auf meine Frage, was ich denn mit den vielen Feigen noch Leckeres machen könnte. Danke hierfür, meine Liebe! Der Feigen-Ziegenkäse-Parmaschinken-Salat war ein Hochgenuss. Supereinfach, schnell gemacht und dabei hoch aromatisch. Anstelle des im Original vorgesehenen Mozzarella habe ich Ziegenfrischkäse verwendet, den ich noch da hatte - hat ebenfalls prima gepasst. Hier kommt das Rezept für euch!


Jamies Feigen-Salat
(1 Portion)

Zutaten:
3 frische Feigen
etwas Ziegenfrischkäse
3 Scheiben Parmaschinken
3-6 Blätter Basilikum
1 EL frischgepresster Zitronensaft
2 EL bestes Olivenöl
1/2 TL Honig
Fleur de Sel, Pfeffer

Zubereitung:
Die Feigen waschen und trocken tupfen. Feigen von oben kreuzweise einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden. Mit den Fingern die Viertel etwas auseinanderbiegen. Um jede Feige eine Scheibe Parmaschinken wickeln. In jede geöffnete Feige etwas Ziegenfrischkäse hineinbröseln. Basilikumblätter waschen, trockenschütteln und kleingezupft auf die Feigen und den Ziegenfrischkäse geben.

Zitronensaft, Olivenöl, Honig, Salz und Pfeffer miteinander zu einem Dressing vermischen und über die Feigen träufeln.

Ich könnte mich reinlegen in diesen Feigensalat! Danke, JO!

Mittwoch, 25. August 2010

Neues Kochbuch: "Gut gekocht!"

Bei Valentinas Kochbuch habe ich kürzlich bei einem Gewinnspiel mitgemacht und das niegelnagelneue Grundkochbuch "Gut gekocht!" gewonnen. An den Gewinn geknüpft war die Bedingung, drei Rezepte aus dem Buch probezukochen und eine Rezension über das Kochbuch zu schreiben. Das habe ich doch gerne gemacht! Ihr findet meine Rezension hier.


Mir hat das Kochbuch gut gefallen, auch wenn es tatsächlich ein Grundkochbuch mit vielen Basisgerichten wie z.B. Spiegelei, Rührei oder Omelett ist. Aber es enthält abgesehen von diesen Basics auch viele Rezepte, die etwas anspruchsvoller und/oder außergewöhnlicher sind. In den nächsten Tagen werde ich euch noch ein Rezept daraus vorstellen - also bleibt dran! :-)

Dienstag, 24. August 2010

Endlich: Ziegenkäse-Feigen-Focaccia

Wir unterbrechen den Herbsteinbruch für eine kurze Sommerphase! Schon seit Wochen wollte ich das Ziegenkäse-Feigen-Focaccia, das ich in der "Essen und Trinken" Nr. 7/2010 gesehen habe, nachbacken. Immer ist es an den fehlenden frischen Feigen gescheitert. Heute abend schleppte mein Freund dann überraschend herrliche Feigen an, die ihm Bekannte geschenkt haben, in deren Garten tatsächlich ein Feigenbaum wächst. Hach! Die Gelegenheit habe ich natürlich sofort genutzt. Außerdem konnte ich damit auch endlich meinen neuen Pizzastein einweihen, den ich vor ein paar Wochen beim Kaffeeröster gekauft hatte.


Ziegenkäse-Feigen-Focaccia
(für 4 Personen als Snack)

Zutaten:
250g Mehl
20g frische Hefe
1/2 TL Salz
8 EL Olivenöl
2 TL Akazienhonig
4 Feigen
200g Ziegenfrischkäse (im Original wird Sainte Maure mit Asche verwendet, habe ich aber nicht bekommen)
8 Stiele Thymian
Fleur de Sel, Pfeffer

Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel sieben. Hefe in 150ml lauwarmen Wasser mit dem Salz auflösen. In die Mitte des Mehls eine Mulde drücken, Hefewasser hineingeben. 4 EL Olivenöl hinzugeben und alles zügig zu einem glatten Teig kneten. Hefeteig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Den Backofen mit dem Pizzastein auf der untersten Schiene 45 Minuten auf 260 Grad vorheizen. Feigen und Ziegenkäse in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln und von den Stängeln zupfen.

Akazienhonig mit dem restlichen Olivenöl und 1 EL Wasser verrühren.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch mal kurz durchkneten, eine Rolle formen und diese in 8 Teile teilen. Jedes Teil mit dem Nudelholz möglichst dünn ausrollen. Mit einer Gabel mehrfach in den Teig stechen und den Teig mit Feigen- und Ziegenkäsescheiben belegen. Mit der Hälfte des Thymians bestreuen und im heißen Ofen auf dem Pizzastein in ca. 8 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, die Focaccia mit der Honig-Olivenöl-Mischung beträufeln, mit dem restlichen Thymian bestreuen und mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen.

Mir hat es sehr gut geschmeckt, den Geschmack meines Freundes haben die Ziegenkäse-Feigen-Focaccia dagegen leider nicht so getroffen. Dann bleibt wenigstens mehr für mich übrig ;-)

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich morgen mit den restlichen Feigen anstelle? Aber da wird mir schon noch was einfallen...


Montag, 23. August 2010

Deftig-herbstlich: Spinatknödel

Am Wochenende habe ich den Sommer noch mal in vollen Zügen genossen und war die meiste Zeit draußen. Bei dieser Hitze hatte ich wahrlich kein Bedürfnis, in der Küche zu stehen und zu kochen! 
Heute sah es schon wieder anders aus. Grauer Himmel den ganzen Tag, immer wieder hat es geregnet. Da habe ich Lust auf etwas Deftiges und eher Herbstliches bekommen und habe mir aus meinem Rezeptordner diese Spinatknödel ausgesucht. Geschmacklich top, aber in der Zubereitung sehr zeitaufwendig - und ich habe fast meine gesamte Topf- und Pfannensammlung für diese vegetarischen Knödel verwendet! Wer den Aufwand nicht scheut, wird mit saftig-leckeren Knödeln belohnt. Das Rezept stammt aus einer alten "Maxi" und wurde dort lustigerweise unter der Rubrik "Rezepte für Frauen, die nicht kochen können" veröffentlicht.... ;-)


Spinatknödel
(2 Portionen)

Zutaten:
100g Toastbrot
100ml Milch
110g TK-Spinat
1 Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
3 Stängel Oregano
3 EL Butter
50g Edamer, gerieben
1 Ei
4 EL Mehl
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
30g Walnusskerne

Zubereitung:
Milch lauwarm erwärmen. Toastbrot in kleine Würfel schneiden, mit der lauwarmen Milch begießen und 30 Minuten ziehen lassen.

Tiefgekühlten Spinat und ca. 50-75ml Wasser in einen Topf geben und zugedeckt 8 Minuten garen lassen, gelegentlich umrühren. Wieder abkühlen lassen. Spinat abtropfen lassen und grob hacken.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Oregano waschen, trocken schütteln und von den Stängeln zupfen. Etwas davon zum Garnieren beiseite legen, den Rest fein hacken. 1 EL Butter in einem kleinen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Oregano zufügen und kurz mitbraten. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen.

Die Walnusskerne grob hacken.

Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen. Spinat, Zwiebel-Knoblauch-Oregano-Gemisch, das Ei, 25g geriebenen Edamer und das Mehl mit den Toastbrotwürfeln mischen. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen. Alles gut miteinander verkneten. Wenn die Masse zu feucht ist, noch etwas Mehl hinzufügen.

Aus der Masse 4 Knödel formen und im siedenden Salzwasser 10-12 Minuten garen. Wenn die Knödel oben schwimmen, sind sie fertig. Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen, abtropfen lassen. In einer Pfanne 2 EL Butter erhitzen und die Walnusskerne darin anrösten. Abgetropfte Spinatknödel kurz in der Walnussbutter schwenken. Zum Servieren mit dem restlichen geriebenen Käse und dem Oregano bestreuen.

Donnerstag, 19. August 2010

Fruchtige Himbeer-Gazpacho mit Tomaten-Crostini

Der Sommer kommt noch mal zurück! Und diese Gelegenheit nutze ich, um auch endlich mal Gazpacho zu machen. Auf allen anderen Blogs gab es Gazpacho schon vor Wochen, ich weiß, ich weiß.... gesehen z.B. hier (mit Melone), hier, hier oder hier. Aber das ist ja jetzt schon wieder ein paar Wochen her, und in meiner Gazpacho aus Tim Mälzers "Kochbuch" sind Himbeeren mit drin! Toll geschmeckt hat sie außerdem. Daher darf ich jetzt auch mal. Hier ist das Rezept für euch!



Fruchtige Himbeer-Gazpacho mit Tomaten-Crostini
(2 Portionen)

Zutaten (für die Gazpacho):
1/2 rote Zwiebel
1/2 Salatgurke
2 Strauchtomaten
1/2 rote Paprikaschote
75g Selleriestangen
200g Himbeeren (TK oder frisch)
1 Scheibe Toastbrot
50ml Olivenöl
1/2 EL Rotweinessig
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker

Für die Tomaten-Crostini:
4 Baguettescheiben
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel halbieren, schälen und in feine Würfel schneiden. Gurke halbieren, schälen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Toastbrot entrinden und in kleine Würfel schneiden. Paprika waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und in feine Würfel schneiden. Sellerie waschen, Blätter entfernen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Tomaten waschen, halbieren, den Strunk entfernen und in Würfel schneiden. Alles zusammen mit den Himbeeren, dem Olivenöl, dem Essig, etwas Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Stabmixer fein pürieren (oder alles in den Standmixer und darin fein pürieren). Suppe abgedeckt ca. 6 Stunden kaltstellen.

Für die Tomatencrostini den Backofengrill anschalten und die Baguettescheiben auf einem Backblech darin 2-3 Minuten knusprig rösten. Herausnehmen und die Baguettescheiben mit einer halbierten Knoblauchzehe einreiben. Anschließend die Tomate halbieren und ebenfalls auf das Brot reiben. Mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die fruchtige und erfrischende Suppe ergänzt sich prima mit den crunchigen Tomaten-Crostini. Das perfekte Abendessen für die letzten lauen Sommerabende! Am Wochenende soll es ja noch mal richtig heiß werden, in Karlsruhe sind 30 Grad angesagt.... vielleicht gibt es die Himbeer-Gazpacho dann gleich noch mal :-)

Dienstag, 17. August 2010

Oh Nein - noch eine Kochzeitschrift!

Heute abend habe ich im Zeitschriftenregal etwas Neues entdeckt: Ein "Essen und Trinken Spezial" zum Thema "Die besten Rezepte vom Land". Bekanntlich kann ich ja an keiner mir unbekannten Kochzeitschrift vorbeigehen, deswegen musste ich natürlich sofort darin blättern und habe das Heft dann auch mitgenommen. Hier ein erster Eindruck für euch:


Na, das sieht doch prima aus!
Irgendwann werden mich die Kochzeitschriften noch in die Pleite treiben... mit 7,50 Euro ist das "Essen und Trinken Spezial" auch nicht gerade preisgünstig. Aber bis es soweit ist, erfreue ich mich erst mal weiterhin an schön gestalteten Heften mit ansprechenden Fotos und Rezepten, die Lust aufs Nachkochen machen! Nur das alte Problem bleibt: so viele Rezepte, so wenig Zeit.... ;-)

Montag, 16. August 2010

Rote Linsen und ein Sinneswandel

Ich frage mich ja ernsthaft, warum ich bis vor kurzem keine Linsen mochte und woher jetzt dieser plötzliche Sinneswandel kommt? Jahre, ach was jahrzehntelang mochte ich keine Linsen. Und dann hatte ich plötzlich Lust auf ein Rezept, das Rote Linsen enthielt. Habe es gekocht, die Linsen probiert und war - Überraschung - angetan! 

Seitdem ich entdeckt habe, dass Rote Linsen tatsächlich genießbar sind, habe ich diesen Rote Linsen-Salat mit Schafskäse schon öfter gemacht und finde ihn einfach prima: schnell gemacht, lecker, sättigend ohne belastend zu sein, schmeckt warm und kalt... perfekt!



Das Rezept habe ich vor einiger Zeit hier schon mal veröffentlicht.

War das bei euch auch schon so, dass ihr bisher ungeliebte Lebensmittel auf einen Schlag doch ganz lecker fandet? Mit was ging es euch so? Und auf was führt ihr euren Sinneswandel zurück? Erzählt doch mal!

Sonntag, 15. August 2010

Aprikosen-Mandel-Konfitüre mit Sherry

Was für ein verregneter Sonntag! Bei so ungemütlichem Wetter bleibe ich doch lieber drinnen und versuche, den Sommer andersweitig einzufangen... Dazu habe ich gestern beim türkischen Gemüsehändler günstig viele sehr reife Aprikosen gekauft. Heute habe ich daraus Aprikosen-Mandel-Konfitüre mit Sherry gemacht. Das Rezept stammt aus dem kleinen, aber empfehlenswerten Büchlein "Konfitüre, Marmelade & Co" von Herbert Feldkamp. Für 4,95 Euro war das Buch auf jeden Fall ein lohnender Kauf!



Aprikosen-Mandel-Konfitüre mit Sherry
(ergab bei mir 3 kleine Gläser)

Zutaten:
600g Aprikosen, vorbereitet gewogen
300g Gelierzucker 2:1
1-2 EL Mandelblättchen
2 EL Sherry

Zubereitung:
Aprikosen waschen, abtropfen lassen und die Steine entfernen. Nur einwandfreie Früchte verwenden, alle beschädigten, angedatschten oder zu weichen Aprikosen aussortieren. Die Hälfte der Aprikosen grob kleinschneiden und mit dem Stabmixer pürieren. Die andere Hälfte der Aprikosen klein schneiden. Kleingeschnittene Früchte und das Mus in einen großen Topf geben. Gelierzucker unterrühren. Abgedeckt 3 bis 4 Stunden ziehen lassen.

Dann die Aprikosen mit dem Zucker unter ständigem Rühren aufkochen und ca. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gelierprobe machen. Mandeln und Sherry unterrühren und Konfitüre noch heiß randvoll in vorbereitete Twist-off-Gläser füllen. Glasränder säubern, Gläser sofort verschließen.

Ich stelle die Gläser dann immer noch 5 Minuten auf den Kopf und lasse sie dann richtig herum vollends auskühlen, weil ich mir einbilde, dass sich dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Vakuum bildet.

Tipps zum Konfitüre kochen:
Ich koche die Gläser und die Deckel vor der Verwendung in sprudelnd kochendem Wasser 10 Minuten aus, damit sie keimfrei sind.

Beim Einfüllen der heißen Konfitüre in die Gläser lege ich unter die Gläser ein feuchtes Tuch, damit die Gläser nicht springen, wenn sie mit der heißen Konfitüre in Kontakt kommen.

Mit der Gelierprobe stelle ich fest, ob die Konfitüre die gewünschte Festigkeit erreicht hat. Dazu mit einem Teelöffel etwas Konfitüre aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist die Konsistenz in Ordnung und die Konfitüre kann abgefüllt werden.



Die netten "Tasty homemade - super delicious"- Anhänger habe ich mir bei How about Orange heruntergeladen, ihr findet die Labels hier.

Und jetzt freue ich mich schon auf das nächste Sonntagsfrühstück, bei dem ich meinen "Sommer im Glas" verzehren kann :-)

Freitag, 13. August 2010

Kräuterlamm mit Paprika-Rucola-Salat

Zum Start ins Wochenende gab es bei uns heute abend ausnahmsweise mal Lamm. Mit Lamm koche ich selten, weil der Metzger meines Vertrauens hier im Ort es nicht anbietet. Aber das Kräuterlamm mit Paprika-Rucola-Salat aus der Lecker 5/2010 hatte mich so angesprochen, dass ich heute extra zum etwas weiter entfernten Zweitmetzger des Vertrauens gefahren bin und dort Lammlachse gekauft habe. Und es hat sich gelohnt: das Wochenende hat heute abend bestens begonnen!


Kräuterlamm mit Paprika-Rucola-Salat
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Glas geröstete Paprika (210ml Einlage)
1/2 Bund Rucola
3 EL Olivenöl
2 Lammlachse à 180g
Salz, Pfeffer
2 EL weißer Balsamico-Essig
1 TL Senf
1 TL Honig
1/2 Beet Kresse
1/2 Bund Petersilie
3-4 Stiele Thymian
1 kleiner Zweig Rosmarin
2 Baguettebrötchen

Zubereitung:
Rucola putzen, in mundgerechte Stücke zupfen, waschen, trocken schleudern. Für das Dressing Essig, Senf und Honig miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und 2 EL Öl unterrühren. Geröstete Paprika in Streifen schneiden.

Lammlachse trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Lammlachse darin rundherum ca. 7 Minuten anbraten, dann sind sie medium. Wer das Fleisch lieber durch hat, die Lammlachse 8 bis 10 Minuten anbraten. Lamm in Alufolie wickeln und kurz ruhen lassen. Derweil Kresse, Rucola und in Streifen geschnittene Paprika mit dem Dressing mischen. Rosmarin, Thymian und Petersilie waschen und trockenschütteln. Petersilie fein hacken. Thymianblättchen und Rosmarinnadeln von den Stielen lösen und mit der Petersilie mischen. Lammlachse aus der Alufolie wickeln und in den Kräutern wenden, anschließend in Scheiben schneiden und mit Salat anrichten. Dazu in Scheiben geschnittene Baguettebrötchen reichen.

Meine Bewertung: ★★★★☆

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 11. August 2010

Bodenständig: Herzhafte Schmorgurkenpfanne

Im Garten der Omi meines Freundes sind jetzt herrliche Gurken reif. Bestes Biogemüse aus eigenem Anbau - ein Traum! Da bediene ich mich natürlich gerne. Aber immer nur Salat aus den leckeren Gurken zu machen ist ja langweilig, deshalb gab es bei uns diese herzhafte Schmorgurkenpfanne. Das Rezept stammt aus einer "Lecker" vom letzten Jahr. Ich habe als Beilage dazu Reis gemacht. Optisch macht es nicht viel her, aber es ist ein bodenständiges, schmackhaftes Alltagsgericht und hat meinem Freund und mir prima geschmeckt!


Herzhafte Schmorgurkenpfanne
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Schmorgurke
1/2 Zwiebel
1 EL Butterschmalz
300g Rinderhack
Salz, Pfeffer, Zucker
1 TL Gemüsebrühe (Instant)
1/2 Bund Dill
100g Schmand
1-2 EL körniger Senf

Zubereitung:
Gurken waschen, schälen und Enden abschneiden. Gurke halbieren und mit einem Löffel die Kerne herauskratzen. Gurke in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln.

Das Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen, das Hackfleisch darin krümelig anbraten. Zwiebelwürfel hinzugeben, kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln und Hackfleisch aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen. Gurkenscheiben im Brattfett bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten andünsten. 200ml Wasser und 1 TL Brühe zugießen, einrühren. Aufkochen und ca. 8 Minuten schmoren, bis die Gurken weich (aber nicht labbrig) sind. Derweil den Dill waschen, trocken schütteln und fein kleinschneiden. Mit Schmand und Senf verrühren und zu den Gurken geben. Nochmals kurz aufkochen. Dann das Hackfleisch wieder hinzugeben, noch mal 3 Minuten erhitzen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Dazu passt Reis oder Kartoffelstampf.

Meine Bewertung: ★★★★☆

Montag, 9. August 2010

Schokoladenkuchen im Glas

Ihr habt es an meinem Teaser ganz richtig erkannt: am Sonntag habe ich etwas Schokoladiges gebacken. Und ich kann euch sagen: das Ergebnis war köstlich! Schokoladig, saftig, luftig... ein Schokogenuss! Und was war es jetzt? Ich habe nach langem mal wieder meine Weckgläser hervorgeholt und einen Schokoladenkuchen im Glas gebacken!


Schokoladenkuchen im Glas
(Für 3 Weck-Rundrandgläser à 250ml Inhalt)

Zutaten:
100g Blockschokolade
3 EL Sahne
100g weiche Butter
3 Eier (Größe M)
100g Zucker
200g gemahlene Mandeln
Öl und Kakaopulver für die Gläser

Zubereitung:
Gläser innen mit etwas neutralem Öl einpinseln und gleichmäßig mit etwas Kakaopulver bestäuben, damit sich der Kuchen nachher auch wieder aus dem Glas lösen lässt. Wenn der Kuchen aufbewahrt werden soll, die Dichtungsringe in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen. Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Sahne in einem Topf etwas erwärmen. Schokolade grob hacken und mit der weichen Butter zur Sahne in den Topf geben und bei geringer Hitze langsam schmelzen lassen. Derweil die Eier trennen und die Eiweiße mit 2 EL Zucker steif schlagen. Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker verrühren. Geschmolzene Schokoladen-Butter-Sahne-Masse hinzugeben und gut unterrühren. Mandeln nach und nach unterrühren. Eischnee unterheben. Den Teig maximal 3/4 hoch in die Gläser einfüllen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 40 Minuten backen.

Gläser aus dem Backofen nehmen und, falls der Kuchen länger aufbewahrt werden soll, noch heiß mit Dichtungsring, Glasdeckel und Klammern verschließen. Gekühlt aufbewahrt hält sich der Kuchen bis zu 4 Wochen. 
Zum Servieren den Kuchen abgekühlt aus den Gläsern stürzen und mit Puderzucker bestäuben.


Das Rezept habe ich aus dem kleinen Backbüchlein "Kuchen im Glas - Saftige Minis" von Christa Schmedes. Sehr empfehlenswert, bisher war alles sehr gut, was ich daraus nachgebacken habe!

Meine Bewertung: ★★★★★

Sonntag, 8. August 2010

Sonntags-Teaser

Endlich bin ich mal wieder ein ganzes Wochenende zuhause und kann ausschlafen, lesen, rumgammeln,  kochen, backen .....



...und Zeit zu einem ausgiebigen und notwendigen Wohnungsputz ist leider auch, daher heute nur ein kleiner Teaser! Einen schönen Sonntag euch allen!

Mittwoch, 4. August 2010

Tagliatelle mit Parmaschinken

Ich liebe Kochzeitschriften. An einer mir unbekannten Kochzeitschrift kann ich nicht vorbeigehen, ohne zumindest darin zu blättern. Als mich mein ebenfalls kochbegeisterter Kollege auf die erste deutschsprachige Ausgabe von "Food and Travel" aufmerksam gemacht hat, habe ich mir die Zeitschrift natürlich umgehend gekauft. Der gleiche Kollege war es auch, der mir die Tagliatelle mit Parmaschinken aus dieser Zeitschrift wärmstens empfohlen hat - ein super Tipp! Die Tagliatelle mit Parmaschinken sind ein Gericht ganz wie ich es mag: unkompliziert in der Zubereitung, aber besonders im Geschmack. Durch die Milch wird der Parmaschinken mild und die Tomaten schön sämig - ich bin begeistert!


Tagliatelle mit Parmaschinken
(2 Portionen)

Zutaten:
100g dünn geschnittener Parmaschinken
3 TL Butter
100ml Milch
1 Dose geschälte Tomaten (260g Füllmenge)
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
200g Tagliatelle oder Fettucine
1/2 Bund glatte Petersilie
1 Stück Parmesankäse (ca. 40g)

Zubereitung:
Den Schinken in Streifen in der gleichen Breite wie die Nudeln schneiden. 1 TL Butter in einem Topf erhitzen, Schinkenstreifen darin unter gelegentlichem Rühren 1 Minute anbraten. Milch hinzufügen und köcheln lassen, bis die Milch vollständig eingekocht ist. Derweil die geschälten Tomaten abtropfen lassen, Tomatensaft auffangen. Tomatenstrunk entfernen und Tomaten grob kleinschneiden. Tomatenstücke und Tomatensaft zum Schinken hinzufügen, mit Pfeffer würzen und bei offenem Deckel und mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

Derweil die Tagliatelle in reichlich sprudelndem Salzwasser bissfest kochen. Petersilie waschen, trockenschütteln und in feine Streifen schneiden. Nudeln abgießen, abtropfen lassen und wieder in den Nudeltopf zurückgeben, aber nicht mehr auf die heiße Herdplatte stellen. Restliche Butter unter die Nudeln rühren. Parmesan reiben und ebenfalls unter die Nudeln heben. Tomaten-Schinken-Soße und kleingehackte Petersilie zu den Nudeln geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, portionsweise auf Tellern anrichten und sofort servieren.

Meine Wertung: 5 von 5 möglichen Sternen - Volltreffer!
Bewertung: ★★★★★

Aus dieser Zeitschrift werde ich bestimmt noch das ein oder andere Rezept nachkochen. Und ich hoffe, es gibt bald eine weitere Ausgabe von "Food and Travel"!

Montag, 2. August 2010

Heidelbeerschnitten zum Geburtstag

Am Sonntag hatte ich Geburtstag. Da ich am Samstag auf der Hochzeit meiner liebsten Freundin als Trauzeugin tätig und die Hochzeit eine wirklich gelungene Feier war, haben mein Freund und ich uns am Sonntag lediglich ganz geruhsam bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und uns von ihnen ein bisschen verwöhnen lassen. Abends habe ich mich dann aber doch noch selbst in die Küche gestellt, um meinen lieben Kollegen am Montag einen Kuchen ins Büro - oder wie der Schwabe sagt "ins Gschäft" - mitzubringen. Ich habe dem Backbuch "Anniks göttliche Kuchen" noch eine weitere Chance gegeben, mich zu begeistern. Denn ihr Joghurtkuchen mit Rhabarber, den ich als letztes aus diesem Buch gebacken habe, hatte mich ja nicht 100% überzeugt. Aber neues Rezept, neue Chance! Dieses Mal habe ich mich für Heidelbeerschnitten entschieden.


Schon beim Lesen der Zutatenliste hatte ich das leise Gefühl, dass mir dieser Kuchen etwas zu mächtig sein könnte. Dem war dann auch so: für meinen Geschmack enthält der Kuchen zuviel Butter, zuviel Zucker und zuviel Sahne. Aber da die Heidelbeerschnitten bei meinen Kollegen sehr gut ankamen und das saftig-matschige Hüftgold gelobt wurde, kommt hier das Rezept für euch!

Heidelbeerschnitten
(1 tiefes Backblech)

Zutaten:
Für den Teig:
200g Mehl
120g Speisestärke
1 Prise Salz
1 TL Natron
200g weiche Butter
200g Zucker
4 Eier
Mark einer halben Vanilleschote
50g gemahlene Mandeln
150ml Buttermilch

Für den Belag:
500g Heidelbeeren, frisch oder TK
140g Butter
140g Sahne
100g Zucker
240g Mandelblättchen

Zubereitung:
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Die Heidelbeeren zum Abtropfen in ein Sieb geben, frische Heidelbeeren waschen und verlesen. Mehl, Speisestärke, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel miteinander vermischen. In einer weiteren Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker auf der höchsten Stufe des Handrührgeräts schaumig rühren. Eiern einzeln hinzugeben und jeweils mindestens 30 Sekunden einrühren. Vanillemark und die gemahlenen Mandeln einrühren. Handrührgerät etwas herunterschalten und abwechselnd die Mehlmischung und die Buttermilch hinzugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Rührteig dünn und gleichmäßig auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech streichen. Abgetropfte Heidelbeeren auf dem Teig verteilen.

In einem Topf für den Belag Butter, Sahne und Zucker aufkochen, die Mandelblättchen unterrühren und noch einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und die Mischung über den Heidelbeeren verteilen.

Auf der mittleren Schiene im heißen Backofen 45 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und vor dem Servieren in rechteckige Stücke schneiden.

Also, auch dieses Rezept aus "Anniks göttliche Kuchen" hat nicht so richtig meinen persönlichen Geschmack getroffen. Ob wir noch Freunde werden, das Backbuch und ich? Ich gebe den Heidelbeerschnitten jedenfalls 3 von 5 Sternen (Bewertungsidee geklaut von Sophie):

Bewertung: ★★★☆☆

Voll meinen Geschmack getroffen haben dagegen meine wunderschönen Geburtstagsgeschenke, die deutlich essenslastig sind:


Was für ein Freudenfest: ich habe eine eigene Imperia-Nudelmaschine geschenkt bekommen! Nachdem ich das von meinen Eltern geliehene Maschinchen ja am liebsten gar nicht mehr zurückgegeben hätte, hat mir mein Freund jetzt eine eigene Pasta-Maschine geschenkt! Toll! Außerdem gab es noch wunderhübsche Platzteller, einen Leckereien-Korb und das Jamie Oliver-Kochbuch (mein erstes!) von den Kollegen sowie neue Lektüre. Geburtstag haben ist schon was Feines :-)

Printfriendly