Donnerstag, 30. September 2010

Birnen-Chili-Risotto mit Ackersalat

Ja, der Sommer ist vorbei, das lässt sich leider nicht mehr leugnen. Morgens zeigt die Temperaturanzeige im Auto teilweise nur noch 5 Grad an und es ist ganz schön frisch draußen, selbst wenn die Sonne scheint. Aber der Herbst hat auch schöne Seiten, dazu zählt für mich, dass Erntezeit für Kürbisse und für Birnen ist. Von meinem Schwiegervater habe ich schöne Birnen von der eigenen Wiese bekommen. Einen Kuchen wollte ich nicht backen, also habe ich nach pikanten Rezepten mit Birnen gesucht und bin bei essen-und-trinken.de fündig geworden: das Birnen-Chili-Risotto mit Feldsalat klang gut!


Nach 14 Tagen ständig auswärts essen habe ich im Moment auch unter der Woche Lust auf etwas aufwendigere Gerichte. Das Birnen-Chili-Risotto benötigt ca. eine Stunde Zubereitungszeit und viele Töpfe und Schüsseln. Für die Geschmackskombination aus fruchtig-scharf (Birne, Chilischote) und sämig (Reis) hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt! Und hier kommt das Rezept, das ich gegenüber dem Originalrezept etwas abgewandelt habe!

Birnen-Chili-Risotto mit Ackersalat
(1-2 Portionen)

Zutaten:
30g Ackersalat
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zucker
1/2 rote Zwiebel
1 kleine rote Chilischote
1 TL gemahlene Haselnüsse
1 kleine Birne
1-2 EL Zitronensaft
1,2l Gemüsebrühe
3 EL Butter
130g Risottoreis
30g frisch geriebener Pecorino

Zubereitung:
Den Ackersalat putzen, waschen und trocken schleudern. Die Hälfte des Ackersalats mit dem Olivenöl mit einem Stabmixer fein pürieren, anschließend mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Würfel schneiden. Die Chilischote waschen, halbieren, Kerne entfernen und klein schneiden. Die gemahlenen Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten, wieder abkühlen lassen. Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen. 

Die Birne schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Auf einer Reibe grob raspeln und mit dem Zitronensaft beträufeln, damit die Birne nicht braun wird. 2 EL Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren lassen. Die Hälfte der geraspelten Birne hinzugeben und ca. 30 Sekunden dünsten. Mit einem Schöpfer Gemüsebrühe ablöschen, einkochen lassen.Falls die Birnenstücke noch sehr grob sind, mit dem Stabmixer pürieren, ansonsten so abkühlen lassen, wie es ist.

2 EL Butter in einem großen Topf zerlassen. Zwiebel, Chilischote und die andere Hälfte der geraspelten Birnen darin ca.2 Minuten dünsten. Dann den Reis hinzugeben und ca. 1 Minute dünsten. Mit zwei großen Schöpfkellen voll Gemüsebrühe ablöschen. Bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren jetzt nach und nach die Gemüsebrühe zum Reis hinzugeben, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, außen weich ist und innen noch etwas Biss hat. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und die karamellisierten Birnen, einen weiteren Esslöffel Butter sowie den geriebenen Käse unterrühren. Pürierten und ganzen Ackersalat ebenfalls unterrühren und das Risotto auf Tellern anrichten. Vor dem Servieren mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen.

Mittwoch, 29. September 2010

Wow!

Ihr Lieben, ich bin ganz überwältigt von euren vielen Glückwünschen! Vielen, vielen Dank euch allen, ich habe mich über jeden einzelnen Kommentar riesig gefreut und eure Glückwünsche auch an meinen Mann weitergegeben. DANKE!

Mittlerweile liegt unsere Hochzeitsreise nach Italien schon wieder ein paar Tage hinter uns und die Temperaturen hier in Deutschland sind ja alles andere als spätsommerlich! Am liebsten würde ich daher gleich noch mal zurück nach Italien fahren. Das wird sich aber wohl leider nicht einrichten lassen... aber ich möchte euch zumindest ein paar Fotos von unserer Reise zeigen.


Die ersten Tage unserer Reise waren wir am Gardasee und haben uns einfach nur entspannt und erholt. Wir waren in Lazise in einem neuen, modernen Wellness-Hotel, das bestens zur Erholung und zur-Ruhe-kommen geeignet war, dem Principe di Lazise.


An den Tagen am Gardasee haben wir Temperaturen von bis zu 28 Grad genossen, sind durch Lazise, Bardolino und Peschiera spaziert, haben einen Tagesausflug nach Verona gemacht und auch mal einfach nur faul im Liegestuhl gelegen. Schön!


Hier haben wir unsere Batterien so aufgeladen, dass wir den zweiten Teil unserer Reise, einen ausgiebigen Städetrip, gut verkraftet haben. Unser erstes Ziel nach dem Gardasee war Bologna! Dazu in den nächsten Tagen mehr...

Und morgen gibt es endlich mal wieder was zu essen hier, versprochen! Ist ja schließlich ein Foodblog ;-)

Sonntag, 26. September 2010

Warum es hier in letzter Zeit etwas stiller war...

... wir haben "JA" gesagt!


Wie ihr vielleicht gemerkt habt, war es in letzter Zeit etwas ruhiger hier im Blog. Jetzt wisst ihr auch, warum! Wir haben unsere Hochzeit gefeiert und sind dann in die Flitterwochen abgedüst.

Wir haben ein wunderschönes Fest gefeiert, das rundum gelungen und genau so war, wie wir es uns gewünscht hatten. Eine stimmungsvolle Trauung, leckeres Essen, bestens gelaunte Gäste, tolles Wetter, prima Partystimmung, eine tolle Feier bis morgens um 5 Uhr - ein Tag, an den wir uns immer gerne zurückerinnern werden!

Jetzt sind wir wieder zurück von unserer Hochzeitsreise, die uns nach Italien geführt hat und von der ich in den nächsten Tagen noch berichten werde. Und eines kann ich euch schon sagen: so lecker wir in Italien auch gegessen haben - nach 14 Tagen auswärts essen freue ich mich so richtig darauf, endlich wieder selbst zu kochen!

Mittwoch, 22. September 2010

Gebackene Schafskäseröllchen

Schon vor einiger Zeit habe ich bei Jessie von Jessie schmeckt´s! gebackene statt frittierte Sigara Böregi gesehen und auf meiner Nachkochliste vermerkt. Jetzt endlich habe ich beim türkischen Gemüsehändler im übernächsten Ort mal daran gedacht, Yufkateig mitzunehmen und konnte die gebackenen Schafskäseröllchen nachmachen. Dazu gab es bei mir einen Gurkenjoghurt mit Rosinen, der für mich das Highlight bei diesem Essen war! Das Rezept dafür stammt ebenso wie das Rezept für die Füllung der gebackenen Schafskäseröllchen aus "Oriental Basics". Ich habe das Rezept etwas an meine Vorräte angepasst, denn im Original werden Minze statt Petersilie und Walnusskerne statt Pinienkerne verwendet.


Hier kommt das Rezept für die Sigara Böregi:

Gebackene Schafskäseröllchen
(für 2 als Vorspeise oder Snack)

Zutaten:
200g Schafskäse (Feta)
1/4 Bund Dill
1/4 Bund glatte Petersilie
1 Ei
1/2 TL rosenscharfes Paprikapulver
Pfeffer
8 dreieckige Yufka-Blätter

Zubereitung:
Falls der Schafskäse salzig ist, erst mal ca.15 Minuten in kaltes Wasser legen, sonst werden die Röllchen nachher zu salzig. Dann aus dem Wasserbad nehmen und mit einer Gabel fein zerdrücken. Die Kräuter waschen, trockenschütteln, von den Stielen zupfen und fein hacken. Kräuter und Ei unter den Schafskäse rühren, mit Paprika und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Jeweils 2 EL der Schafskäsemasse auf den breiten Teil der dreieckigen Yufka-Blätter setzen. Die Ränder mit Wasser befeuchten und die Blätter anschließend von der breiten Seite her eng aufrollen, wie eine Zigarre. Alle Röllchen rundherum mit Olivenöl einpinseln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Im heißen Backofen ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen und heiß servieren.

Als frische Begleitung und Dip dazu gab es das hier:

Gurkenjoghurt mit Rosinen
(2 Portionen)

Zutaten:
25g Rosinen
25g Pinienkerne
2 Stängel glatte Petersilie
1/2 kleine Salatgurke
200g Joghurt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Rosinen in einem Sieb mit heißem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Pinienkerne ebenfalls fein hacken. Die Gurke schälen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne in der Mitte entfernen. Gurke fein würfeln. Joghurt, Rosinen, Pinienkerne und Petersilie in einer Schüssel miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Kühlschrank abgedeckt eine Stunde kühlen.

Die gebackenen Schafskäseröllchen waren schnell gemacht und haben mir gut geschmeckt - sehr schön! Das gibt es bestimmt mal wieder. Kann ich mir auch gut als Snack bei einem Buffet vorstellen.

Mittwoch, 15. September 2010

So lecker: Zwetschgen-Streuselkuchen

Mit Sahnetorten habe ich es ja nicht so, aber Obstkuchen esse ich sehr gerne. Neben "Träubleskuchen" (Johannisbeerkuchen) ist dabei Zwetschgenkuchen mein Favorit. Und jetzt ist Zwetschgenzeit, also nichts wie ran an den Speck, äh den Zwetschgenkuchen! Ich habe ein neues Rezept aus einer "Lecker" vom September 2009 ausprobiert und bin mal wieder begeistert: der Zwetschgen-Streuselkuchen hat einen knusprigen Boden und schmeckt durch das aufgestrichene Pflaumenmus wunderbar saftig. Meine Kollegen, die in den Genuss des Kuchens kamen, waren ebenfalls schwer angetan und haben keinen Krümel übrig gelassen. So soll es sein!


Zwetschgen-Streuselkuchen
(für ein Backblech)

Zutaten:
1,2kg Zwetschgen
Fett für das Backblech
500g Mehl
200g Zucker
1 EL Vanillezucker
Salz
1/4 TL gemahlener Zimt
1 Messerspitze Backpulver
250g Butter
1 Eigelb
300g Pflaumenmus

Zubereitung:
Die Zwetschgen waschen, abtropfen lassen, halbieren und entsteinen. Das Backblech einfetten. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Für den Streuselteig Mehl, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz, den Zimt, das Backpulver, die in kleine Stücke geschnittene Butter, das Eigelb und 4 EL kaltes Wasser in eine große Schüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgeräts verkneten. Anschließend mit den Händen zu Streuseln kneten.

Ca. zwei Drittel der Streusel werden für den Boden des Kuchens verwendet. Dazu die Streusel auf dem Backblech verteilen und mit den Händen zu einem gleichmäßigen, festen Boden zusammendrücken. Großzügig mit Pflaumenmus bestreichen. Die halbierten Pflaumen dicht an dicht auf den mit Pflaumenmus bestrichenen Teig setzen. Die restlichen Streusel darauf verteilen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen.

Abkühlen lassen und genießen!

Sonntag, 12. September 2010

Gewonnen: das "Lecker"-Sonderheft "Sansibar"

Dass ich die Zeitschrift "Lecker" gut finde und viel daraus nachkoche, ist ja schon bekannt. Das Sonderheft von Lecker mit Rezepten aus der Sylter "Sansibar" ist trotzdem irgendwie an mir vorbeigegangen. Umso glücklicher war ich, als ich kürzlich bei neue ess-klasse genau dieses Sonderheft gewonnen habe!


Postwendend hat Melanie es mir zugeschickt und ich habe schon so einiges entdeckt, was ich daraus gerne nachkochen möchte. Zuerst hatte ich befürchtet, dass das Heft vielleicht nur "Schickimicki-Gerichte" und zu 90% Fischgerichte enthält, aber weder das eine noch das andere ist der Fall und ich hoffe, dass ich demnächst die Zeit finde, etwas daraus zu kochen! 

Vielen Dank noch mal an Melanie für diesen schönen Gewinn!

Donnerstag, 9. September 2010

Gefüllte Sellerieknolle mit Kartoffeln und Kresse-Dip

Für den aktuellen Blogevent "In Hülle und Fülle" von Kochtopf habe ich lange nach einem passenden Rezept gesucht. Fündig geworden bin ich dann in der Sonderausgabe von essen und trinken "Die besten Rezepte vom Land". Dort lachten mich gefüllte Sellerieknollen mit Kartoffel-Gröstl an.

So ganz haben sich meine Erwartungen an dieses Gericht nicht erfüllt, es hat zwar ganz ok geschmeckt, war aber für das Ergebnis meiner Meinung nach zu aufwendig in der Zubereitung. Ich empfehle es zum Nachkochen nur Bastelfans und Selleriejunkies - die kommen hier auf ihre Kosten ;-)


Wer es trotzdem nachkochen möchte: hier kommt das Rezept!

Gefüllte Sellerieknolle mit Kartoffeln und Kresse-Dip
(1-2 Portionen)

Zutaten:
1 Sellerieknolle (ca. 400g)
3 EL Rapsöl
100g festkochende Kartoffeln
Salz, Pfeffer, 1/2 TL Kümmel
1 Schalotte
1 rote Pfefferschote
2 Stiele Thymian
1/2 säuerlicher Apfel
1 EL Zitronensaft
1 Beet Gartenkresse (im Original: Brunnenkresse)
100g Schmand

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad vorheizen. Sellerieknolle gründlich waschen. Wurzeln und Stielansatz entfernen und am Blattansatz und am Wurzelansatz jeweils eine flache Scheibe abschneiden, so dass die Knolle steht. Knolle waagrecht halbieren. Mit den großen Schnittflächen nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und die Schnittflächen mit 1 EL Öl einpinseln. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 70 Minuten backen.

Derweil die Kartoffeln mit Schale in reichlich Salzwasser mit etwas Kümmel in 20-25 Minuten weich kochen. Abgießen, auskühlen lassen und anschließend pellen und in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.

Zwiebel schälen und in ca. 5mm dicke Spalten schneiden. Pfefferschote waschen, halbieren, entkernen und in feine Ringe schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln und Blätter von den Stielen zupfen. Apfel vierteln, Kerngehäuse entfernen und dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit die Scheiben nicht braun werden.

Für den Kresse-Dip die Kresse vom Beet schneiden, waschen, in einem Sieb abtropfen lassen und mit dem Schmand mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und kalt stellen.

Sellerieknollen auf dem Backofen holen und mit einem Esslöffel bis auf einen rundum 1 cm breiten Rand aushöhlen. Sellerieknollen in den Backofen zurückgeben und bei 120 Grad warm halten. Ausgelösten Sellerie in 2cm große Stücke schneiden. In einer beschichteten Pfanne 2 EL Rapsöl erhitzen und die Selleriestücke darin bei großer Hitze 3 Minuten anbraten. Kartoffelscheiben, Zwiebeln und Pfefferschotenringe hinzufügen und weitere 3 bis 4 Minuten braten. Thymianblättchen zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Masse in die ausgehöhlten Sellerieknollen füllen und mit den Apfelscheibchen abdecken. Unter dem Backofengrill ca. 5 Minuten grillen, bis die Apfelscheiben weich geworden sind. Mit dem Kressedip servieren.

Auch wenn das Gericht von mir keine 5 Sterne bekommt, reiche ich es trotzdem als meinen Beitrag zum Blogevent "In Hülle und Fülle" ein und drücke mir kräftig die Daumen, es gibt nämlich einen Backofen zu gewinnen!

Blog-Event LX - In Hülle und Fülle (Einsendeschluss 15. September 2010)

Mittwoch, 8. September 2010

Das wärmt: Rote Linsen-Kokos-Suppe

Brrr, das Wetter zeigt sich wieder von seiner eher ungemütlichen Seite. Da ist mir dann doch gleich nach einer wärmenden Suppe. Kurz einen Blick auf meine Nachkochliste geworfen und schnell war klar: heute soll es die Rote Linsen-Kokos-Suppe sein, die ich bei lecker.de gesehen hatte! Und die Suppe war für den heutigen Tag genau richtig: leicht scharf und wunderbar wärmend.


Ein paar Dinge habe ich im Vergleich zum Original abgeändert: Koriander hatte ich keinen zur Hand, daher habe ich die Suppe mit Petersilie garniert. Und Kokoschips wollte ich auch nicht selbst herstellen, sondern habe sie fertig gekauft. Für ein Abendessen an einem Werktag darf es auch mal unkompliziert sein! Und so habe ich die Suppe gekocht:

Rote Linsen-Kokos-Suppe
(2 Portionen)

Zutaten:
200g Tomaten aus der Dose
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1 EL Rapsöl
90g rote Linsen
ca. 200ml Kokosmilch
300ml Gemüsebrühe (Instant)
1-2 TL Chilipulver
1 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer
10g Kokos-Chips
Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:
Tomaten in der Dose in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin ca. 1 Minute andünsten. Linsen, Tomaten, Kokosmilch und Gemüsebrühe hinzugeben. Einmal aufkochen lassen und dann bei geringer bis mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt. Mit Chili und Kurkuma würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren die Suppe mit kleingehackter Petersilie und einer Handvoll Kokoschips bestreuen.

Und schon ist das Wetter nicht mehr ganz so schlimm ;-)

Montag, 6. September 2010

Rindermedaillons mit Vanilletomaten

Aus dem Kochbuch "Gut gekocht!" habe ich mittlerweile schon einiges gekocht. Diese Rindermedaillons mit Vanilletomaten stammen auch aus aus dem Buch und haben mir sehr gut gefallen. Im Originalrezept werden Kalbsmedaillons verwendet, aber die habe ich bei meinem Metzger nicht bekommen, da sie zu wenig nachgefragt werden, weil sie den meisten zu teuer sind. So habe ich statt Kalbsfilet eben Rinderfilet gekauft und war damit auch sehr zufrieden.



Rindermedaillons mit Vanilletomaten
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Vanilleschote
1 Knoblauchzehe
250g Cocktailtomaten
1 Zweig Thymian
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
4 Scheiben Rinderfilet à 70-80g
1 EL Butter

Zubereitung:
Die Vanilleschote längs aufschlitzen und mit einem Messer das Vanillemark herauskratzen. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Tomaten waschen, abtropfen lassen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stengeln zupfen. Rinderfiletscheiben trocken tupfen und auf beiden Seiten mit den Thymianblättchen und Salz und Pfeffer bestreuen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Rinderfilet darin von beiden Seiten bei starker Hitze anbraten, dann bei mittlerer Hitze auf jeder Seite in ca. 2 bis 3 Minuten fertig braten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Die Butter in der Pfanne zerlassen, Vanillemark und Knoblauch hinzugeben, kurz andünsten. Tomaten hinzufügen, kurz erwämren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Beilage passt geröstetes Ciabatta oder Baguette.

Ein schnelles und durch die Vanilletomaten sehr leckeres Gericht!

Freitag, 3. September 2010

Quarkmousse "Wolke Sieben"

Aus dem Kochbuch "Delicious Days" von Nicky habe ich schon sehr viel nachgekocht. Insbesondere die Desserts waren bis jetzt immer der absolute Knaller: die Birnen in Safran-Vanille-Sirup, das Tinto-Fuego-Sorbet mit Aperol und das Semifreddo mit Kürbiskernkrokant waren Highlight so einiger Menüs.

Dieses Mal habe ich mich für Wolke Sieben entschieden. Dahinter verbirgt sich ein Quarkmousse, die sich nach dem perfekten Sommerdessert angehört hat. Mir hat es mit weißen Schokolade-Raspeln darauf ganz gut geschmeckt, aber ich fand es doch ziemlich mächtig. Außerdem war die angegebene Menge viel zu viel für 4 Personen. Mein Freund hat sogar nur probiert und seine Portion dann mir gegeben. So blieb einiges übrig und ich habe am nächsten Tag noch mal davon gegessen, diesmal mit frischen Früchten - kleingeschnittenen Zwetschgen - kombiniert. Wow, ein ganz anderes Geschmackserlebnis! Dieses Dessert braucht unbedingt frische Früchte als Begleitung, egal ob Pfirsich, Nektarine, Zwetschgen, ... dann schmeckt es wunderbar frisch und sommerlich!


Quarkmousse
(6 Portionen)

Zutaten:
1 Vanilleschote
1 Bio-Zitrone
500g Quark mit 20 oder 40% Fett
50g Zucker
200g Sahne
Mullbinde aus der Apotheke

Zubereitung:
Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Vanillemark mit einem Messer herauskratzen und in eine Schüssel geben. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Zum Vanillemark in die Schüssel geben. Quark und Zucker hinzugeben und alles gut miteinander verrühren, bis die Zuckerkristalle beim Umrühren nicht mehr zu spüren sind. Die Sahne mit dem Handrührgerät steif schlagen und unterheben.

Ein Sieb gleichmäßig mit den Mullbinden-Streifen auslegen und das Sieb in eine Schüssel hängen, die in den Kühlschrank passt. Quarkmasse in das ausgelegte Sieb füllen, glatt streichen und mit Frischhaltefolie abdecken. Im Kühlschrank über Nacht, mindestens jedoch 6 Stunden abtropfen lassen.

Zum Servieren das Sieb umgekehrt auf ein Brettchen stürzen, die Mullbinde abziehen und portionsweise Nocken von der Quarkmousse abstechen. Mit kleingeschnittenen frischen Früchten nach Wahl servieren.

Mittwoch, 1. September 2010

Pizza Rucola mit Parmaschinken und Parmesansplittern

Seit kurzem besitze ich einen Pizzastein, den ich neulich mit dem Ziegenkäse-Feigen-Focaccia eingeweiht habe. Danach war ich so richtig angefixt und wollte unbedingt schnellstmöglich Pizza backen! Die aktuelle "essen und trinken" kam mir mit ihrem Titelthema "Die Profi-Pizza" gerade recht. Also haben wir Freunde eingeladen, ich habe extra das italienische Mehl Typ 00 beim Feinkosthändler gekauft und losgelegt. Soviel kann ich schon mal sagen: wir haben einen ganzen Abend lang Pizza gebacken und gegessen und es war köstlich!


Für die Tomatensauce als "Grundierung" der Pizza habe ich mich weitgehend an das Rezept der Extraschnellen Tomatensauce von Jamie aus "Natürlich Jamie" gehalten - sehr gut, lässt sich sehr gut vorbereiten und ist vielseitig einsetzbar!

Schnelle Tomatensauce
(ergibt ca. 500ml)

Zutaten:
1kg ganze Tomaten in der Dose
3 Knoblauchzehen
1 Bund frisches Basilikum
3 EL Öl
Meersalz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Knoblauch schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und von den Stängeln zupfen. Grob zerpflücken. In einer großen beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Knoblauch darin Farbe nehmen lassen. Tomaten und Basilikum hinzugeben, Tomaten dabei mit dem Kochlöffel zerdrücken. Mit Salz und Pfeffer würzen und aufkochen lassen. Dann sofort vom Herd nehmen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Knoblauch, Basilikum und grobe Tomatenteile bleiben dadurch im Sieb hängen. Die passierte Sauce wieder in die Pfanne zurückgeben und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und die Sauce ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze eindicken lassen. In Gläser abfüllen oder sofort verwenden. In Gläser abgefüllt ist die Tomatensauce im Kühlschrank ca. eine Woche haltbar.


Für den Pizzateig habe ich mich an einem Rezept in der aktuellen "essen und trinken" orientiert, bin aber in einigen Punkten von diesem Rezept abgewichen, da dort die Hefe in kaltem Wasser aufgelöst wird und mir das gar nicht behagt hat. Auch die lange zweite Ruhezeit habe ich weitgehend ausgelassen. Ich fand den Teig schon ziemlich gelungen so, werde aber auf jeden Fall auch noch das Pizzateigrezept von Jamie Oliver ausprobieren, von dem so viele schwärmen!
 So habe ich den Pizzateig zubereitet:

Pizza-Grundteig
(für 4 sehr sehr hungrige oder 6 normale Esser)

Zutaten:
1kg Mehl Typ 00
10g frische Hefe
1/2 TL Salz
Mehl zum Verarbeiten

Zubereitung:
Die Hefe in 600ml lauwarmes Wasser bröseln und darin auflösen. Mehl in eine Schüssel sieben. Aufgelöste Hefe dazugeben. Salz hinzugeben. Alles von Hand zu einem Teigkloß verkneten. Sobald der Teig ausreichend fest ist, aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche von Hand ca. 10 Minuten gut durchkneten, bis der Teig geschmeidig ist. Den Teig wieder in die Schüssel geben, mit einem angefeuchteten Tuch bedecken (damit der Teig nicht daran festklebt) und bei Zimmertemperatur ca. 1,5 Stunden gehen lassen.


Pizzastein auf die unterste Schiene im Backofen legen und den Backofen ca. 1 Stunde auf 260 Grad vorheizen.

Den gegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen, nicht mehr kneten! Teig in 6 oder 8 gleichmäßige Portionen teilen, je nach gewünschter Größe der Pizza. Die Stücke zu Kugeln formen. Kugeln mit Mehl bestäuben und mit einem Küchentuch abdecken, noch mal ca. 20-30 Minuten gehen lassen.

Pizza Rucola mit Parmaschinken und Parmesansplittern
Zutaten:
Pizzateig (s.o.)
ca. 250 ml Tomatensauce (s.o.)
250g Büffelmozzarella
1/2 Bund Rucola
100g Parmaschinken
50g Parmesan am Stück
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Rucola waschen, trocken schütteln und in mundgerechte Stücke rupfen. 
Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu möglichst dünnen, runden Pizzen drücken. Gleichmäßig bis zum Rand mit Tomatensauce bestreichen, ca. 2 EL pro Pizza. Mit Pfeffer und etwas Salz würzen. Mozzarella in Scheiben schneiden und auf den Pizzen verteilen. Im heißen Ofen bei 260 Grad ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen und mit in Stücke gerupftem Parmaschinken und Rucola belegen. Parmesan grob darüber raspeln und Pizza servieren.

Natürlich kann die Pizza auch mit allen möglichen anderen Zutaten belegt werden: Salami, Pepperoni, Oliven ... was immer ihr mögt! Mein liebster Belag ist genau dieser: Rucola, Parmaschinken und Parmesan. Aber die Zucchinipizza von Coolcat klingt auch gut - wird beim nächsten Mal ausprobiert!