Sonntag, 31. Oktober 2010

Rinderfilet mit Apfelmarinade und Graupenrisotto

Entwarnung für alle Kürbishasser: dieser Blogbeitrag enthält keinen Kürbis und kann gefahrlos genossen werden! ;-)

Vor kurzem habe ich das erste Mal mit Graupen gekocht (das Gerstenrisotto mit Speck und Wirsing) und war vom Geschmack der Gerste positiv überrascht. Daher habe ich nicht lange gefackelt, als ich beim abendlichen Stöbern in meinen Kochbüchern für die Wochenend-Essensplanung in Tim Mälzers "Kochbuch" das Rinderfilet mit Apfelmarinade und Graupenrisotto entdeckt habe. Am Samstagmorgen haben wir das Rinderfilet beim Metzger unseres Vertrauens gekauft und abends gab es auch gleich zartes Rinderfilet mit knackiger Apfelmarinade und sämigem Gerstenrisotto - das war ein prima Start in das verlängerte Wochenende! Ich hoffe, der Montag ist bei euch auch ein Feiertag?


Und hier ist das Rezept für euch!

Rinderfilet mit Apfelmarinade und Graupenrisotto
(2 Portionen)

Zutaten:
Für das Graupenrisotto:
1/2 Zwiebel
1 kleine Möhre
4 Stangen Sellerie
1/2 Lauch
1 EL Olivenöl
125g Graupen
Salz, Pfeffer
1/2 TL Kurkuma
50ml Weißwein
ca. 500ml Gemüsebrühe
25g frisch geriebener Parmesan

Für das Rinderfilet mit Apfelmarinade:
250g Rinderfilet
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
1/2 EL Senfkörner
1/2 säuerlicher Apfel
Saft von 1/2 Limette
2 EL Olivenöl
1 kleines Stück Ingwer, sehr fein geschnitten
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Als erstes geht es an das Graupenrisotto. Wer möchte, kann die Graupen vor dem Kochen einige Stunden in kaltem Wasser einweichen, unbedingt notwendig ist es aber nicht. 
Für das Graupenrisotto die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Würfel schneiden. Möhre schälen, halbieren und in feine Würfel schneiden. Sellerie waschen, halbieren und in feine Würfel schneiden.  Lauch längs halbieren, unter fließendem Wasser sauber waschen und in feine Ringe schneiden.
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse darin glasig dünsten. Dann die Graupen hinzugeben, nd mit Salz, Pfeffer und Kurkuma würzen und 3 Minuten anschwitzen. Dann mit dem Weißwein und der Hälfte der Gemüsebrühe ablöschen.  Einmal aufkochen und dann zugedeckt bei geringer Hitze 20 bis 25 Minuten köcheln. Dabei gelegentlich umrühren und immer wieder Brühe nachgießen. Zum Schluss den geriebenen Parmesan unterrühren.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Das Rinderfilet mit Küchenpapier abtupfen und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Rinderfilet darin bei starker Hitze von jeder Seite jeweils 3-4 Minuten anbraten. Im vorgeheizten Backofen  je nach Wunsch 5 Minuten (rare), 7 Minuten (medium rare) oder 10 Minuten (medium) garen. Wer eine backofengeeignete Pfanne hat, stellt einfach die Pfanne in den Ofen, ich habe keine und habe das Fleisch daher in Alufolie eingewickelt in einer kleinen Auflaufform in den Backofen gestellt. Das Filet aus dem Ofen nehmen und etwas ruhen lassen.

Während das Filet im Ofen ist, die Apfelmarinade zubereiten. Dafür die Senfkörner in einem kleinen Topf mit kochendem Wasser 4 Minuten blanchieren, dann in ein feines Sieb gießen und abspülen. Den Apfel ungeschält halbieren, das Kerngehäuse entfernen und in sehr feine Würfel schneiden - meine waren etwas zu grobschlächtig! Senfkörner, Apfelwürfel, Limettensaft, Olivenöl und Ingwer  miteinander verrühren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Das Rinderfilet in fingerdicke Scheiben schneiden, mit dem Gerstenrisotto auf Tellern anrichten und mit der Apfelmarinade überziehen.

Uns hat es sehr gut geschmeckt! Beim nächsten Mal achte ich darauf, alle Gemüsewürfel und auch die Apfelwürfel kleinstmöglich zu schneiden, das gibt dann noch eine etwas hübschere Optik - geschmacklich war das Gericht auch so schon top!

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Kürbissuppe mit Curry

Also, ihr wart gewarnt! Es folgt ein weiteres Kürbisrezept. Ich habe mich für für eine Kürbissuppe mit Curry aus "Meine bayerische Küche" von Alfons Schuhbeck entschieden. Die Zutaten Ingwer, Zimt und Vanilleschote klangen nach einer interessanten Geschmackskombination - und ich wurde nicht enttäuscht! Meine Abwandlungen zum Originalrezept: ich habe die Mengen so angepasst, dass es für eine Person als kleines Essen oder für 2 Personen als Vorspeise in einem Menü reicht. Statt Muskatkürbis habe ich Hokkaido verwendet und statt Geflügelbrühe gab es bei mir Gemüsebrühe.


Kürbissuppe mit Curry
(1-2 Portionen)

Zutaten:
1/4 Hokkaido-Kürbis (ca. 300g, vorbereitet gewogen)
400ml Gemüsebrühe
75ml Sahne
1 TL mildes Currypulver
1 Scheibe Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 Splitter Zimtrinde
1/4 ausgekratzte Vanilleschote
1 EL kalte Butter
Salz

Zubereitung:
Kürbis waschen und halbieren. Kerne und fasriges Fruchtfleisch entfernen. Fruchtfleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben, erhitzen und ca. 20 Minuten knapp unter dem Siedepunkt garen, bis der Kürbis weich ist. Sahne und Currypulver zugeben und Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren.

Knoblauchzehe halbieren und mit der ausgekratzten Vanilleschote, der Zimtrinde und der Ingwerscheibe in die Kürbissuppe geben und einige Minuten ziehen lassen. Alles wieder herausnehmen. Kalte Butter in die Suppe einrühren, mit Salz und noch mal etwas Currypulver abschmecken.

Eine schöne cremige Kürbissuppen-Variante, die mir gut geschmeckt hat! Die gibt es sicher mal wieder. Mal schauen, was ich jetzt als nächstes mache... vielleicht Kürbis-Gnocchi? Oder eine Kürbis-Pizza? Wir werden sehen!

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Herbstlich, deftig, schnell: Kürbis-Hack-Auflauf

Ich mag Kürbis. Sehr. Für Kürbishasser brechen daher auf diesem Blog harte Zeiten an. Denn in nächster Zeit wird es viele Kürbisrezepte hier geben. Sehr viele. Die Rezeptliste ist lang. Sehr lang. 

So, jetzt kann keiner sagen, ich hätte euch nicht gewarnt! Und heute gibt es natürlich auch was mit Kürbis: einen supereinfachen, superschnellen und superleckeren Kürbis-Hack-Auflauf. Das Rezept habe ich mal wieder aus einer "Lecker" vom letzten Jahr, online ist es hier zu finden. Ich habe die Mengen auf eine große oder 2 kleinere Portionen angepasst und sie war genau richtig für ein nicht zu üppiges Abendessen für 2.


Kürbis-Hack-Auflauf
(1-2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Zwiebel
2 Stiele Thymian
1 EL Olivenöl
150g Rinder-Hackfleisch
Salz, Pfeffer
1 Dose Tomaten (400g)
Zucker, Muskat
1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
30-50g Bergkäse

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Thymian waschen, trocken schütteln und Blätter von den Stängeln zupfen. Das Öl in einem Topf erhitzen. Hackfleisch darin krümelig anbraten. Zwiebeln zugeben und kurz mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Thymianblättchen würzen. Tomaten in der Dose kleinschneiden und mit dem Saft zum Hackfleisch geben.  Nochmals mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und etwas frisch geriebenem Muskat würzen und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Währenddessen den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Kürbis waschen, halbieren, Kerne und fasriges Fruchtfleisch entfernen. Kürbis in dünne Spalten schneiden, diese dann noch einmal quer halbieren. Kürbisspalten in eine Auflaufform schichten. Hackfleischsoße über die Kürbisspalten in die Auflaufform geben und im heißen Backofen ca. 40 Minuten backen. Nach 20 Minuten den frisch geriebenen Bergkäse über den Auflauf streuen und den Auflauf fertig backen.

Dazu passt ein knackiger grüner Salat. 
Uns hat der Auflauf sehr gut geschmeckt, sogar meinen Mann (den Kürbis-Skeptiker) hat er überzeugt!


Für morgen schwanke ich noch zwischen Kürbisrisotto und der Kürbissuppe mit Curry nach Alfons Schuhbeck.... mal schauen! Ich werde berichten...

Dienstag, 26. Oktober 2010

Die Gewinner!

Vielen lieben Dank für eure Bloggeburtstag-Glückwünsche - ich habe jeden einzelnen der 41 Kommentare gelesen und mich sehr darüber gefreut!

Aber jetzt wird nicht lange darum herum geredet, ich schreite gleich zur Auslosung der Gewinner! 41 Kommentare, 40 davon wandern in den Lostopf. Nicht dass ihr denkt, ich kann nicht zählen: Robert/Lamiacucina wollte nicht in den Topf.


Ich habe ganz modern random.org für die Auslosung bemüht. Als erstes verlose ich die aktuelle Ausgabe der "LandLust". Die erste Zahl, die random.org ausgespuckt hat, ist diese:


Und wer ist das?

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Herzlichen Glückwunsch, Earny from Earncastle!

Und jetzt mal schauen, wer das "Lecker Christmas-Special" bekommt! Welche Zahl zieht der Zufallsgenerator?

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Und die Zahl gehört zum Kommentar von:


Herzlichen Glückwunsch, Anne!

Bitte schickt mir eure Postadresse an schoenertagnoch (at) gmx  de, damit ich euch die gewonnene Zeitschrift schnellstmöglich zuschicken kann!

Mir hat die Jubiläumsverlosung sehr viel Spaß gemacht - ich hoffe, euch auch! Und wer jetzt leer ausging: ich mache bestimmt mal wieder eine Verlosung :)

Sonntag, 24. Oktober 2010

Gersten-Risottto mit Wirsing und Speck

Brrrrr, kalt ist es geworden! Diese Woche hat das Thermometer morgens schon das erste Mal Minusgrade angezeigt. Bei solchen Temperaturen muss es bei mir Futter für die Seele geben - dazu zählt für mich auch Risotto. In der "Lust auf Genuss 9/2010" habe ich ein Gersten-"Risotto" mit Wirsing und Speck entdeckt - genau das richtige für einen kalten, nassen, grauen Herbsttag! Das wärmt von innen... Für spontane Kochaktionen ist das Rezept allerdings nicht geeignet, denn die Gerste, die für das Risotto anstelle von Reis verwendet wird, muss erst eine Nacht lang in kaltem Wasser eingeweicht werden. Danach kocht sich dieses Risotto aber im Gegensatz zu einem echten Risotto mit Reis, das ständig umgerührt werden muss, fast von allein und der Aufwand hält sich in Grenzen, so mag ich das!


Die Optik ist ein bisschen "öko", geschmacklich ist das Gersten-Risotto aber top! Und hier das Rezept zum Nachmachen.


Gersten-Risotto mit Wirsing und Speck
(2 Portionen)

Zutaten:
150g Gerstenkörner (Graupen)
1/4 Kopf Wirsing
1 Möhre
1 halbe Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300-400ml Fleischbrühe
1 EL Olivenöl
2 EL Butter
Ein Stück Schinkenspeck
30g frisch geriebener Grana Padano
Salz, Pfeffer
einige Stängel Petersilie

Zubereitung:
Gerste mit kaltem Wasser begießen, so dass die Graupen gut bedeckt sind. Abgedeckt über Nacht einweichen.

Wirsingblätter vom Strunk entfernen und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren. Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen, anschließend grob hacken. Zwiebel, Knoblauch und Möhre schälen und fein würfeln. Die Fleischbrühe erhitzen. Eingeweichte Gerste in einem Sieb abtropfen lassen.

1 EL Öl und 1 EL Butter in einem großen Topf erhitzen. Gemüse und Gerste darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten andünsten. Dann die Fleischbrühe zugießen. Den Schinkenspeck in die Brühe legen und alles zugedeckt bei geringer bis mittlerer Hitze ca. 45 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und gegebenenfalls noch etwas Fleischbrühe oder Wasser hinzugeben.

Petersilie waschen, trockenschütteln und kleinschneiden.Den Schinken aus dem Risotto nehmen. Geriebenen Grana Padano und 1 EL Butter unter das Risotto rühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie untermischen und Risotto auf Tellern anrichten.

Im Originalrezept werden zum Schluss noch einige Stängel Petersilie und eine Scheibe Parmaschinken pro Portion in Olivenöl frittiert und zum Gersten-Risotto serviert, das habe ich weggelassen, da ich Frittiertes nicht so gerne mag.

PS: Denkt dran, noch bis morgen abend könnt ihr an meiner Jubiläumsverlosung teilnehmen!

Samstag, 23. Oktober 2010

2 Jahre "Schöner Tag noch!" - eure Gewinnchance!

Jippieh! Ich hab was zu feiern - und ihr könnt was gewinnen!



Vor genau 2 Jahren habe ich mich hier bei Blogspot häuslich eingerichtet, nach einem Namen für meinen Blog gesucht und meinen ersten Post geschrieben.


Über meinen ersten Kommentar damals habe ich mich riesig gefreut - er kam von Nordish by Nature. Mittlerweile habe ich rund 300 Beiträge veröffentlicht und 1422 Kommentare erhalten. 163 regelmäßige LeserInnen haben sich eingetragen - WOW!

Vielen, vielen Dank euch allen! Mir macht das Bloggen nach wie vor riesig Spaß - dank euch! Denn was ist ein Blog ohne Kommentare und ohne Leser? Ich freu mich über eure Besuche und Kommentare und auf ein weiteres Bloggerjahr mit euch :-)



Und weil ich selbst so gerne an Blogverlosungen teilnehme und auch schon einige schöne Preise gewonnen habe und ihr auch etwas von meinem Blogjubiläum haben sollt, veranstalte ich eine kleine Verlosung! Ich verlose 1x das aktuelle "Christmas-Special" der Lecker und 1x die aktuelle "LandLust". Teilnehmen kann jeder, der bis Montag, 25.10.2010 um 23.59 Uhr unter diesem Post einen Kommentar hinterlässt. Kommentatoren ohne Blog bitte eine gültige E-Mail-Adresse angeben, damit ihr eindeutig zu identifzieren seid! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die beiden Gewinner gebe ich hier auf meinem Blog bekannt.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ruck-zuck: Spaghetti mit Kürbis-Bolognese

Ich esse liebend gerne Pasta, Sauce Bolognese und im Herbst auch sehr gerne Kürbis. Was liegt also näher, als diese 3 Elemente miteinander zu kombinieren? Auf lecker.de bin ich bei meiner Suche nach abwechslungsreichen Kürbisgerichten fündig geworden und auf ein Rezept für Spaghetti mit Kürbis-Bolognese gestoßen. Ich hatte noch etwas Kürbis von meiner Kürbis-Orangen-Suppe übrig, also noch schnell Hackfleisch eingekauft und losgekocht!


Und so habe ich die Spaghetti mit Kürbis-Bolognese zubereitet:
Spaghetti mit Kürbis-Bolognese
(2-3 Portionen)

Zutaten:
1/2 kleiner Hokkaido (ca. 300g)
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1-2 EL Öl
200g Rinderhack
Salz, Pfeffer
1/2 TL Curry
400g stückige Tomaten (Dose)
1/2 TL getrockneter Thymian
250g Spaghetti
nach Belieben: frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Den Kürbis waschen und halbieren. Kerne und fasriges Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschälen. Kürbisfleisch in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein kleinschneiden.

1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Das Hackfleisch darin krümelig anbraten. Zwiebel und Knoblauch hinzufügen, mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und wieder aus dem Topf nehmen. Nochmal etwas Öl nachgießen und im Bratfett die Kürbiswürfel ca. 5 Minuten andünsten. Mit Curry bestäuben, kurz anschwitzen. Die Tomaten und das Hackfleisch hinzugeben. Thymian unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Einmal aufkochen und dann ca. 15 Minuten zugedeckt bei mittler Hitze köcheln lassen.

Derweil in reichlich kochendem Salzwasser Spaghetti al dente kochen. Spaghetti in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und im Topf mit der Kürbis-Bolognese vermischen. Portionsweise auf Teller verteilen und nach Belieben mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Ein schnelles und sehr schön herbstlich angehauchtes Pastagericht! Normalerweise mag ich stundenlang geköchelte Sauce Bolognese, aber damit die Kürbiswürfel noch etwas Biss haben, sollte diese Bolognese tatsächlich nur 15 Minuten schmoren. Eine alltagstaugliche Bolognese-Variante!

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Letzte Station: Mailand

Heute zeige ich euch die sechste und letzte Station unserer Hochzeitsreise. Von Lucca sind wir nach Mailand gefahren und haben dort zum Abschluss unserer 14tägigen Italien-Rundreise noch 2 schöne Tage hauptsächlich mit Shopping und Essen verbracht.


Der Mailänder Dom ist durch seine enorme Größe wirklich sehr imposant. Bei meinem letzten Milano-Besuch bin ich auch auf den Dom hinaufgestiegen, dieses Mal habe ich ihn nur von unten und von innnen besichtigt.


Ausgiebig "besichtigt" haben wir auch die Galleria Vittorio Emanuele, eingekauft haben wir hier aber nur bei McDonald´s ;-)


Da wir in der Woche vor der Mailänder Fashion Week dort waren, fanden auch schon einige öffentlich zugängliche Modeschauen statt, allerdings von großteils unbekannten Labels. Da sind wir lieber über die Einkaufsstraßen gebummelt, haben über die Schlange kreischender Mädels vor dem Hollister-Laden gegrinst, abends in den vielen Bars und Trattorien entlang des Kanals unseren Aperitivo getrunken und zu Abend gegessen und uns langsam, aber sicher auch wieder ein bisschen auf zuhause gefreut.

Unsere Hochzeitsreise war wunderschön, aber durch die vielen verschiedenen Stationen natürlich auch etwas anstrengend. Ich musste meinem Mann versprechen, dass er im nächsten Urlaub 2 Tage am Stück faul in einem Liegestuhl liegen darf ;-) Ich war aber nach einer Nacht im eigenen Bett und zwei Ladungen gewaschener Wäsche schon wieder bereit, direkt noch mal loszufahren.... schön war´s!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Kürbis-Orangen-Suppe mit Zimt-Croutons

Wie jedes Jahr zur Kürbissaison bin ich weiter auf der Suche nach der "perfekten", der allerleckersten Kürbissuppe. Die asiatisch angehauchte Kürbissuppe mit Kokosmilch, die ich letztes Jahr gebloggt habe, finde ich schon ziemlich gut, aber die Suche bzw. das Rezepte ausprobieren geht natürlich immer weiter! Food-Blogger kennen das ;-) Und ich muss sagen, diese Kürbis-Orangen-Suppe mit Zimtcroutons, die ich heute zubereitet habe, ist schon ziemlich nah dran am Titel "Beste Kürbissuppe"! Das Rezept habe ich aus der "Lust auf Genuss" 10/2009, ich habe es geringfügig abgewandelt.


Kürbis-Orangen-Suppe mit Zimt-Croutons
(3-4 kleine Portionen)

Zutaten:
400g Hokkaido-Kürbis
1 Zwiebel
20g frischer Ingwer
2 saftige Orangen
2 EL Olivenöl
500ml Gemüsebrühe
2 Scheiben Toastbrot
2 EL Butterschmalz
1 TL Zimt
Salz, Pfeffer
2 EL Sahne

Zubereitung:
Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden. Ingwer ebenfalls schälen und möglichst klein schneiden. 1 Orange auspressen, 200ml Saft abmessen. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Ingwer darin unter Rühren andünsten. Kürbiswürfel hinzufügen, kurz mitdünsten. Gemüsebrühe und Orangensaft hinzugießen, aufkochen und bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Derweil das Toastbrot in Würfel schneiden. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Toastbrotwürfel darin rundherum goldbraun anbraten. Mit Zimt und Salz würzen. Croutons aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenpapier das Fett etwas abtropfen lassen.

Die zweite Orange schälen, weiße Haut dabei auch entfernen. Orangenfilets zwischen den Trennwänden herausschneiden.

Die Kürbissuppe mit dem Stabmixer fein pürieren, dann durch ein Sieb in einen anderen Topf streichen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sahne unterrühren. Orangenfilets in die heiße Suppe legen und etwas darin ziehen lassen. Suppe vor dem Servieren mit den Zimt-Croutons bestreuen.

Mir hat die Mischung aus den crunchig-zimtigen Croutons, den aromatischen Orangenfilets und der samtigen Suppe sehr gut geschmeckt - volle Punktzahl!

Sonntag, 17. Oktober 2010

Da bleibt kein Krümel übrig: Schwäbischer Zwiebelkuchen

Die Saison für Zwiebelkuchen und neuen Wein (Federweißer) neigt sich schon dem Ende entgegen, aber am Wochenende habe ich noch mal einen schwäbischen Zwiebelkuchen gebacken. Ich habe den Zwiebelkuchen schon öfter nach diesem Rezept gebacken - und bin dieses Mal auch endlich dazu gekommen, ihn zu fotografieren, bevor er aufgegessen wurde! Das Rezept ist wirklich klasse, der Hefeteigboden ist wunderbar fluffig und durch das langsame, lange Andünsten der Zwiebeln ist der Zwiebelkuchen auch gut verdaulich. Ich garantiere euch: bei diesem Kuchen bleibt garantiert nichts übrig! Das Rezept für den Zwiebelkuchen habe ich bei chefkoch.de gefunden.

Schwäbischer Zwiebelkuchen mit Hefeteig

Und so habe ich den Zwiebelkuchen zubereitet:

Schwäbischer Zwiebelkuchen
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
250g Mehl
50g Butter, zimmerwarm
1/2 Würfel frische Hefe
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Zucker
150ml Milch

Für den Belag:
500g Zwiebeln
50g Butter
1 EL Mehl
2 Eier
100ml süße Sahne
Salz
Kümmel
ca.75g geräuchter, in Würfel geschnittener Schinkenspeck

Zubereitung:
Für den Hefeteig zunächst einen Vorteig ansetzen. Dafür die Milch lauwarm erwärmen. Die Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und mit ca. 50ml lauwarmer Milch, dem Zucker und 2 EL Mehl glatt rühren. Die Konsistenz des Vorteigs sollte leicht zähflüssig sein. Vorteig an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat - das dauert ca. 10 Minuten.

Vorteig zum restlichen Mehl geben. Salz und restliche Milch unterrühren und den Teig kneten. Dann die weiche, in kleine Stücke geschnittene Butter hinzufügen und den Teig von Hand kräftig kneten, bis er schön glatt ist und nicht mehr klebt. Das kann beim Kneten von Hand gut 10 Minuten dauern! Schüssel mit einem angefeuchteten Tuch abdecken (damit der Teig nicht am Tuch klebt) und an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Jetzt geht es an den Belag: die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten glasig dünsten. Das lange Dünsten bewirkt, dass der Zwiebelkuchen nachher leichter verdaulich ist, also hier nicht an Zeit sparen! Braun sollten die Zwiebeln aber nicht werden. Anschließend 1 EL Mehl unter die Zwiebeln rühren und die Zwiebelmasse abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig mit der Hand in eine runde Form bringen (nicht auswellen) und eine Springform damit auslegen. Einen Rand hochziehen. Den Teig in der Form noch etwas gehen lassen. Derweil die abgekühlten Zwiebeln mit der Sahne und den zwei verquirlten Eiern mischen. Zwiebelmasse kräftig mit Salz abschmecken (mindestens ein Teelöffel). Zwiebel-Sahne-Ei-Masse in die mit Teig ausgelegte Form geben. Mit Schinkenwürfeln und Kümmel bestreuen. Im heißen Backofen ca. 35-40 Minuten backen.

Ich mag den Zwiebelkuchen am liebsten lauwarm. Dazu noch ein Glas Federweißer vom Stand bei uns um die Ecke und das Herbstglück ist perfekt!

Samstag, 16. Oktober 2010

Auf Hochzeitsreise in Italien: Pisa und Lucca

Brrr, heute zeigt sich der Herbst in Karlsruhe von seiner ganz ungemütlichen Seite! Schon morgens, als ich aufgewacht bin, habe ich den Regen gehört. Damit es mir wieder etwas wärmer wird, habe ich mir gleich mal die Bilder von unserer Hochzeitsreise angeschaut und die nächste Station unserer Reise für euch zusammengestellt.

Von Rom, dem südlichsten Ziel unserer Hochzeitsreise, ging es wieder ein ganzes Stück zurück in den Norden! Lucca war unser Ziel. Die Stadt wurde uns von italienischstämmigen Bekannten besonders ans Herz gelegt - und war ein Volltreffer!

Auf dem Weg nach Lucca haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Pisa gemacht und uns den schiefen Turm angesehen. Ich war vor 20 Jahren schon mal in Pisa und konnte es da schon nicht glauben, dass dieser Turm nicht umfällt - und er steht immer noch!


Nur einen Katzensprung von Pisa entfernt lag dann die nächste Station unserer Reise: Lucca. Bei schönstem Spätsommerwetter haben wir uns in der hübschen Innenstadt umgeschaut. Dieser Platz fällt durch seine ovale Form auf - die Häuser wurden auf den Grundmauern des ehemaligen Anfiteatro erbaut und säumen jetzt den Marktplatz!


Enge Gassen, viele Türme, viel Charme, eine rundherum erhaltene Stadtmauer.... Lucca hat uns wirklich sehr gut gefallen!


Natürlich hat Lucca auch einen Dom mit Campanile: San Martino.


Diese ausgefallene Fassade gehört ebenfalls zu einer Kirche: San Michele in Foro.


Das leckerste Essen unserer gesamten Hochzeitsreise haben wir in Lucca gegessen, in der Trattoria Canuleia (Via Canuleia, 14 in Lucca). Wir hatten:

Sformatino di spinaci tuorlo d´ovo con fonduta e tartufo negro (mein Mann)
Rigatoni "Latini" con ragù di coda di rospo, fiore di zucca e guanciale (ich)
Risotto ai funghi porchini freschi (mein Mann)
Semifreddo al limone e salsa di fragola (ich)
Birne in einer Rotweinreduktion (mein Mann)

Zusammen mit Gedeck, Wein, Wasser und einem Espresso haben wir dafür 55 Euro bezahlt. Definitiv das beste Preis-Leistungsverhältnis für alle Essen während unserer Hochzeitsreise!


Wir nähern uns langsam dem Ende unserer Hochzeitsreise - eine Stadt kommt noch, dann geht es wieder nach Hause!

Hier könnt ihr noch mal die bisherigen Stationen nachlesen:
Gardasee
Bologna
Florenz
Rom

Freitag, 15. Oktober 2010

Linguine mit Speck, Zucchini und Kräutern

Neulich habe ich etwas ausgemistet und bin dabei auf ein "essen & trinken für jeden Tag"-Heftchen gestoßen, aus dem ich noch nie etwas gekocht habe. Und das, obwohl es aus dem Jahr 2006 stammt! Eigentlich wollte ich es schon entsorgen, aber beim Durchblättern bin ich dann an einem Rezept für Speckspaghetti hängen geblieben. Die Zutaten hatte ich fast alle im Haus, nur eine Zucchini musste ich noch kaufen und statt Spaghetti gab es bei mir Linguine - voilà, hier kommt eine sehr schmackhafte Pastavariante: Linguine mit Speck, Zucchini und Kräutern!


Linguine mit Speck, Zucchini und Kräutern
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
1 rote Chilischote
2 Stängel Petersilie
1 Stiel Oregano
1 kleine Zucchini
1-2 EL Olivenöl
75g gewürfelter Speck
50ml Weißwein
Salz, Pfeffer,
200g Linguine
etwas frisch geriebener Pecorino

Zubereitung:
Knoblauch und Zwiebel schälen und fein würfeln. Zucchini waschen, vierteln und in kleine Würfel schneiden. Chilischote waschen, der Länge nach aufschlitzen, entkernen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Petersilie und Oregano waschen, trocken schütteln und grob hacken.

Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Speck, Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Chilischote und Zucchini hinzufügen und eine Minute mitbraten. Weißwein hinzugeben und unter Rühren weitere 2-3 Minuten kochen. Kräftig mit Pfeffer würzen. Kräuter ebenfalls unterrühren.

Die Nudeln abgießen, dabei 2 EL vom Nudelwasser auffangen. Nudeln und Nudelwasser mit der Sauce vermengen. Zum Servieren mit dem geriebenen Pecorino bestreuen.

Das Heftchen darf jetzt übrigens doch im Regal bleiben und wird vorerst nicht entsorgt ;-)

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Herbstliche Kürbis-Birnen-Quiche mit Speckwürfeln

Mein liebstes Herbstgemüse ist der Kürbis, und momentan bin ich ganz im Glück, denn überall gibt es prächtige Kürbisse zu kaufen - und die Kürbisrezepte gehen mir so schnell auch nicht aus! Im Gegenteil, die Rezeptsammlung wächst und wächst... schon lange schlummerte das Rezept für diese Kürbis-Birnen-Quiche mit Speckwürfeln, das ich vor einigen Jahren aus einer "Maxi" herausgerissen hatte, in meinem Rezepteordner. Jetzt kam es endlich zum Einsatz!


Kürbis-Birnen-Quiche mit Speckwürfeln
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
200g Mehl
125g Butter
3 Eier Größe L
Salz
ca. 425g Hokkaido
4 Frühlingszwiebeln
2-3 Stängel Thymian
2 EL Öl
100g Speckwürfel
Pfeffer
1-2 Birnen (je nach Größe)
125g Schlagsahne
geriebene Muskatnuss
2 EL Paniermehl

Zubereitung:
Für den Teig Mehl, Butter, 1 Ei und eine Prise Salz zunächst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. In Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

Derweil den Kürbis entkernen und in Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Den Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Kürbis darin unter Wenden anbraten. Frühlingszwiebel, Speckwürfel und die Hälfte der Thymianblättchen hinzufügen und kurz mit anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und Pfanne vom Herd nehmen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform gründlich einfetten.

Dann die Birnen waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Birnen in dünne Spalten schneiden. Für die Eiersahne 2 Eier und die Sahne miteinander verrühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat würzen.

Den Teig zwischen Klarsichtfolie zu einem Kreis ausrollen. Teig in die gefettete Form legen und einen Rand hochziehen. Teig andrücken und mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen. Paniermehl auf den Teigboden streuen. Birnenspalten eng und gleichmäßig nebeneinander auf dem Boden verteilen. Kürbisgemüse darauf geben. Eiersahne ebenfalls darüber geben und den restlichen Thymian auf der Tarte verteilen. Im vorgeheizten Backofen ca. 55-60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit die Quiche mit Alufolie abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.

Quiche warm oder kalt servieren. Dazu passt ein grüner Salat.


Ich war sehr angetan von der Quiche, sie sieht nicht nur farblich ganz toll aus, sondern schmeckt auch hervorragend! Die Birne habe ich kaum herausgeschmeckt, aber sie gibt der Quiche eine saftige Note. Sehr schön! Und: Die Quiche hat sogar meinem Mann geschmeckt, der sich sonst für Kürbis leider nicht so begeistern kann. Na also!

Dienstag, 12. Oktober 2010

Roma, Capitale

Und weiter geht es mit den Stationen unserer Hochzeitsreise! Von Florenz aus sind wir nach Rom weitergefahren. Für Rom hatten wir 3 Tage eingeplant, aber wir hätten locker auch eine ganze Woche hier verbringen können und noch nicht alles angeschaut! Aber uns ging es auch nicht darum, "Rome in 2 days, Pope included" zu "erledigen", sondern die Stadt ein bisschen kennenzulernen, denn obwohl ich schon öfter in Italien war, war ich davor noch nie in Rom!

 Am Trevi-Brunnen war so viel los, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, eine Münze hineinzuwerfen. Aber auch so werde ich sicher noch mal nach Rom fahren, denn die Stadt hat mir sehr gut gefallen!


Zum Forum Romanum sind wir schon früh morgens gegangen, als die Touristengruppen und Schulklassen vermutlich noch gemütlich gefrühstückt haben. Faszinierend, auf welch kleiner Fläche sich damals das städtische Leben in Rom abgespielt hat - und wie hoch und massiv damals gebaut wurde. Wir haben uns fast 4 Stunden hier aufgehalten, dann war unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft.


Vom Forum Romanum aus konnten wir schon das Kolosseum sehen. Da wir uns am Eingang zum Forum Romanum eine Kombikarte für das Forum Romanum und das Kolosseum gekauft haben, konnten wir ganz komfortabel an der langen Schlange am Ticketschalter beim Kolosseum vorbeigehen und direkt ins Kolosseum hinein.


Im Kolosseum haben wir uns ebenfalls einige Zeit aufgehalten. Ich habe eine Schwäche für Ausgrabungen und historische Stätten und in Rom kam ich voll auf meine Kosten ;-)


Soviele Besichtigungen machen müde, aber in Rom gibt es ja genügend Bars, in denen man seinen Koffeindurst befriedigen und einen Espresso an der Theke trinken kann. Hier wird der Espresso mit einer fingerdicken Crema und bereits gesüßt serviert: im "Sant Eustachio il Caffè" (Piazza Sant´ Eustachio 82) gibt es nach allgemeiner Meinung den besten Espresso der Stadt. Mir hat er ebenfalls gut geschmeckt, wenn auch schon fast grenzwertig süß.

 
Die vatikanischen Museen und die Besichtigung des Petersdoms haben wir uns gespart, stattdessen sind wir weiter gelaufen zur Engelsbrücke und der Engelsburg, die über einen Geheimgang mit dem Vatikan verbunden ist und früher unter anderem als Fluchtburg für den Papst diente.
 

Von der Engelsbrücke aus hat man noch mal einen schönen Blick auf den Petersdom. Wenn man von der Engelsburg über die Brücke geht, ist man schon im Ausgeh- und Künstlerviertel Trastevere. Dort haben wir meist unseren Aperitivo getrunken und zu Abend gegessen.


 Die Empfehlungen aus dem Reiseführer "Ein perfektes Wochenende in... Rom" haben sich dabei überwiegend als (zwischenzeitlich?) total von Touristen in Beschlag genommen erwiesen, so dass wir immer der Nase nach unsere Restaurants und Bars ausgesucht haben und damit eigentlich immer gut gefahren sind!



Volle Zustimmung!

Nach 3 vollgepackten Tagen in dieser pulsierenden Metropole haben wir uns dann auf die nächste, ruhigere Station unserer Reise gefreut. Davon in den nächsten Tagen mehr!

Hier geht es zu den bisherigen Stationen unserer Reise:

Montag, 11. Oktober 2010

Massen von Chilis und was tun damit?

Wahnsinn! Ich habe drei Chili-Sträuche auf dem Balkon: ein Strauch trägt richtig scharfe "Feuernüsschen", die anderen beiden Sträucher tragen milde Chili, die fast schon Peperoni sind. Und jetzt sind alle Chilis nahezu gleichzeitig reif: Chili-Schwemme! Auf dem Foto sieht man nur noch einen Teil der üppigen Ernte, den hinteren Strauch hatte ich da schon nahezu komplett abgeerntet.


Wie verarbeite ich nun die ganzen Chilis? Ich koche gerne mit Chili, aber mehr als 2 Schoten benötige ich für ein Gericht höchst selten. Bis ich auf diese Weise die Chilis verarbeitet habe, sind sie am Strauch vergammelt. Also einmachen! Dafür habe ich mir erst mal Lektüre besorgt. Für 4,99 Euro habe ich dieses hübsche Rezeptebuch gekauft.


Auch bei "Natürlich Jamie" habe ich nachgelesen, was ich mit den Chilis anstellen kann.
Einen Teil der Chilis habe ich daraufhin zum Trocknen auf eine Schnur aufgefädelt. Knoten zwischen die einzelnen Schoten machen, damit sie sich nicht berühren! Und abwarten, bis die Schoten getrocknet sind.


Frisch habe ich die Chilis für das Chili-Paprika-Chutney aus "Natürlich Jamie" verarbeitet, das ich auch schon bei Milliways gesehen habe. Für das Rezept verweise ich ebenfalls auf Milliways - dem ist nichts hinzuzufügen!


Mit bereits getrockneten Schoten habe ich ein scharfes Chili-Öl angesetzt.Schnell gemacht, und es sieht hübsch aus! Ob es auch schmeckt, kann ich frühestens in zwei Wochen sagen...


Das Rezept habe ich aus dem oben gezeigten Buch "Einmachen. Pikantes und Fruchtig-Süßes für den Vorrat" von Laurence und Gilles Laurendon.

Scharfes Chiliöl
(für eine 250ml Flasche)

Zutaten:
4 getrocknete kleine rote Chilischoten
2-3 Thymianzweige
2 Oreganozweige
4 schwarze Pefferkörner
ca. 250ml Olivenöl

Zubereitung:
Die Chilischoten in eine saubere Flasche geben. Thymianzweige und Oreganozweige waschen und mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen. Kräuterzweige in die Flasche geben, ebenso die Pfefferkörner. Mit Olivenöl auffüllen und die Flasche mit einem Korken verschließen. Das Öl mindestens 2 Wochen durchziehen lassen.

Ich bin sehr gespannt, wie scharf das Öl wirklich wird, wenn es durchgezogen ist. Laut Buch passt es gut zu Pizza, gegrilltem Fisch und an Kartoffelsalaten. Ich werde berichten! Und jetzt suche ich weiter nach Rezepten, für die ich meine Chili verwenden kann... Habt ihr noch Tipps?

Sonntag, 10. Oktober 2010

Schokoladenpudding, selbst gemacht

SchnickSchnackSchnuck hat zum Blogevent "The Real Deal" aufgerufen. Fertigprodukte sollen mit frischen Zutaten nachgekocht werden. Da bin ich doch gerne dabei, denn von Fertigprodukten halte ich nicht viel! Bei mir gibt es so gut wie keine Fertigprodukte. Es gibt eigentlich nur zwei Ausnahmen: ich verwende Gemüsebrühe- und Hühnerbrühe-Pulver, aber zumindest die von Alnatura ohne Glutamat und in Bio-Qualität. Das finde ich auch noch vertretbar. Und die zweite Ausnahme ist Schokoladenpudding, diesen habe ich bisher immer mit Dr. Oetker Tütchen zubereitet. OK - das geht doch auch ohne Tüte und fertiges Puddingpulver! In meinen Kochbüchern fanden sich erstaunlich wenig Puddingrezepte, aber im "Basic cooking"-Kochbuch wurde ich dann doch fündig. Die Mengen des Originalrezepts habe ich halbiert und anstelle von Halbbitter-Schokolade habe ich Vollmilchschokolade verwendet.


Schokoladenpudding
(für 2 als kleiner Nachtisch)

Zutaten:
50g Vollmilchschokolade (Original: halbbittere Schokolade)
1 Eigelb
2 EL Zucker
1/4l Milch
20g Speisestärke
1/2 Vanilleschote

Zubereitung:
Schokolade grob hacken. Eigelb und Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen (dauert ca. 3 Minuten). 60ml Milch mit der Speisestärke verrühren. Restliche Milch in einen Topf geben. Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen, das Vanillemark herauskratzen und Mark und Vanilleschote zur Milch in den Topf geben. Gehackte Schokolade hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren erwärmen und zum Kochen bringen. Dann die mit Milch angerührte Speisestärke angießen und den Pudding unter ständigem Rühren bei etwas reduzierter Hitze dicklich einkochen. Das geht ratzfatz! Herd ausschalten, Topf vom Herd ziehen und Zucker-Ei-Gemisch unterrühren. Noch etwas weiterrühren, damit sich keine Klumpen bilden und nichts anbrennt. Pudding etwas abkühlen lassen, dann in kalt ausgespülte Förmchen oder Weckgläser füllen und abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kühlen.

Mein Fazit: Sowohl mir als auch meinem Mann war der selbstgemachte Pudding zu süß! Das könnte daran liegen, dass ich Vollmilchschokolade statt halbbittere Schokolade verwendet habe, ohne die Zuckermenge zu reduzieren. Außerdem hat sich auf dem Pudding keine Haut gebildet, die ich doch so gerne mag. Da schmeckt mir der Dr. Oetker Tütenpudding ehrlich gesagt besser.... aber ich gebe nicht auf, das war nur der erste Versuch und mein Ehrgeiz ist geweckt! Ich werde doch wohl einen hausgemachten Schokoladenpudding hinbekommen, der genauso gut oder besser schmeckt als der aus der Tüte! Könnt ihr mir ein Rezept für hausgemachten Schokoladenpudding empfehlen?

Blog-Event LXI - The Real Deal (Einsendeschluss 15. Oktober 2010)

Freitag, 8. Oktober 2010

Herbst, eindeutig

Mit dem Oktober hat der Herbst für mich so richtig begonnen. Ich mag diese Jahreszeit, wenn sie sich wie heute und in den letzten Tagen von ihrer schönsten Seite zeigt: mit strahlend blauem Himmel, einer klaren Luft, angenehmen Temperaturen und goldgelb und feuerrot gefärbten Blättern.


Jetzt ist auch wieder Pilz- und Kürbissaison. Während ich Pilzen rein gar nichts abgewinnen kann, liebe ich Kürbis! Auf vielen Blogs habe ich schon appetitanregende Kürbisrezepte gesehen - die Nachkochliste wächst stetig. Ganz oben auf der Liste stehen Paules Chorizo-Pizza mit Kürbissoße und Kürbis-Pizzateig und die Kürbisgnocchi mit Salbeibutter von Homemade Deliciousness. Bis ich etwas davon umsetzen kann, habe ich euch hier schon mal die Kürbisrezepte zusammengetragen, die ich bisher auf "Schöner Tag noch!" gebloggt habe! Vielleicht ist da ja auch schon was für euch dabei?

Besonders zu empfehlen: Kürbis-Lasagne

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Nächste Station: Florenz

Nach dem Gardasee und Bologna führte uns unsere Hochzeitsreise weiter nach Florenz. Davor hatten alle von Florenz geschwärmt, dass es die schönste Stadt Italiens, wenn nicht gar der Welt, sei, und die Kulturschätze! Wahrscheinlich lag es an meinen hohen Erwartungen... Florenz fand ich zwar durchaus beeindruckend, aber auch furchtbar überlaufen mit Touristen und mit wenig eigenem Charme. 

Dom und Campanile fand ich sehr imposant.


Auch das Baptisterium direkt gegenüber vom Dom war toll, schaut euch mal diese reich verzierte Bronzetüre, die sogenannte Paradiespforte, an!


Die Uffizien haben wir ausgelassen, dafür haben wir uns ausgiebig den Palazzo Pitti und den Palazzo Vecchio an der Piazza della Signoria angeschaut und auch das Innere besichtigt. Beide Paläste haben mir sehr gut gefallen und mich mit ihrer schieren Größe und dem Reichtum der Wand- und Deckenverzierungen, der Möblierung und den Gemälden schwer beeindruckt.


Gut, günstig und unter vielen Italienern zu Mittag gegessen haben wir in der Trattoria Sergio Gozzi direkt an der Piazza San Lorenzo. Der Eingang liegt etwas versteckt hinter den ganzen Ständen mit "Original Handtaschen", das Lokal war ein Tipp aus dem Reiseführer "Ein perfektes Wochenende in... Florenz" und hat uns nicht enttäuscht!


Und in den nächsten Tagen geht es weiter mit unserer nächsten Station! Es kommt noch einiges auf euch zu ;-)

Montag, 4. Oktober 2010

Urlaubserinnerung: Bologna

Die zweite Station unserer Hochzeitsreise nach dem Gardasee war Bologna. Uns hat die Stadt sehr gut gefallen, da sie nicht so mit Touristen überlaufen war, aber sehr viel Charme versprüht hat.

Ich bin auf das Wahrzeichen von Bologna, einen der Due Torri, die ca. 500 Stufen hinaufgestiegen...


... und wurde oben mit einem tollen Blick über ganz Bologna belohnt.


Bologna hat wie jede italienische Stadt Unmengen von Kirchen, diese ist aber eine ganz besondere, denn Santo Stefano ist eine Ansammlung aus gleich vier mittelalterlichen Kirchen, die alle ineinander übergehen und miteinander verbunden sind. Das Foto zeigt den Innenhof.


Wir waren nur einen Tag und eine Nacht in Bologna, aber die Stadt mit ihren rund 36km Bogengängen hat uns wirklich gut gefallen. 

Gegessen haben wir auch gut: auf eine Empfehlung unseres Hotels, das etwas außerhalb vom Zentrum lag, haben wir in der Nähe des Hotels in der Trattoria "Nonna Rosa" zu Abend gegessen und waren sehr zufrieden. Wir waren die einzigen Ausländern und das Restaurant war bis auf den letzten Platz besetzt. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber auf der Homepage der Trattoria könnt ihr euch die Bilder zu unserem Essen anschauen:

Gran Completo di crescentine

Raviolacci Speck e asparagi
Gramigna Panna e Salsiccia

Tenerina di cioccolato
Semifreddo al cioccolato

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