Freitag, 31. Dezember 2010

Alles Gute für 2011!

Und schon ist es wieder um, das Jahr 2010. Für mich war es ein sehr schönes, erfülltes Jahr. Ich bin gespannt, was mich in 2011 erwartet und freue mich auf das neue Jahr. Ich hoffe, ihr könnt eine ebenso positive Bilanz ziehen und seht dem neuen Jahr ebenfalls freudig entgegen. Feiert schön und rutscht gut rein!


Wir sehen uns 2011!

PS: wenn ihr kulinarische gute Vorsätze für das neue Jahr habt, dann macht doch mit beim Kochtopf-Blogevent, das diesen Monat von mir betreut wird! Mein Beitrag dazu folgt demnächst :)

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Neuentdeckung: Petersilienwurzel-Eintopf

Jaaaa, ich weiß, für die meisten von euch sind Petersilienwurzeln wahrscheinlich ein alter Hut, aber ich habe sie gestern zum ersten Mal gegessen und bin sehr positiv überrascht vom tollen Geschmack dieser so unscheinbar aussehenden Wurzel! Den Petersilienwurzel-Eintopf gab es gestern abend bei uns als kohlehydratarmes Abendessen. Das Rezept stammt aus dem "Schlank im Schlaf"-Kochbuch und ich hatte mir nicht allzu viel davon versprochen. Aber die Mischung aus frischem Wirsing, der knackigen, leicht süßlichen Petersilienwurzel und dem zarten Rindfleisch hat uns voll überzeugt und sehr gut geschmeckt! Ein prima Abendessen für die kalte Jahreszeit.


Petersilienwurzel-Eintopf
(2-3 Portionen)

Zutaten:
300g mageres Rindfleisch
750ml Gemüsebrühe
500g Petersilienwurzeln
1 Zwiebel
250g Wirsing
1 TL Rapsöl
2 EL milder Weißweinessig
einige Stängel Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Das Fleisch trocken tupfen und in ca. 2cm große Würfel schneiden. Kalte Gemüsebrühe in einen Topf geben, Fleischwürfel hineinlegen, alles aufkochen und anschließend zugedeckt bei geringer bis mittlerer Hitze 1 Stunde garen. Eventuell entstehenden grauen Schaum mit einem Löffel abnehmen.

Wirsing putzen und waschen. Dicken Mittelstrunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Petersilienwurzel schälen, waschen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls fein würfeln.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln, Petersilienwurzel und Wirsing darin ca. 3 Minuten anbraten. Von der Brühe im Fleischtopf 200ml abnehmen und zum Gemüse hinzugeben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Dann den Essig und das Fleisch mit der übrigen Brühe zum Gemüse geben. Alles zugedeckt weitere 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Petersilie zum Eintopf geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Da mir die Petersilienwurzel so gut geschmeckt hat, bin ich jetzt auf der Suche nach weiteren Rezepten mit diesem Gemüse! Habt ihr Empfehlungen für mich? Immer her damit!

Dienstag, 28. Dezember 2010

Mein knallharter Kochbuch-Jahresrückblick 2010

Bei Arthurs Tochter kocht gab es zwei sehr schöne Jahresrückblicke: "Ich koche nach" und "Du kochst nach". Das hat mir sehr gut gefallen und mich zu meinem eigenen Jahresrückblick inspiriert: einem Kochbuch-Jahresrückblick! Sozusagen mein Jahr in Kochbüchern, ein schonungsloser Rückblick auf die im Jahr 2010 neuerworbenen Kochbücher und die daraus gekochten (oder eben auch nicht!) Rezepte....

Diese Kochbücher kamen 2010 neu in mein Kochbuchregal:


Dann fange ich mal oben im Stapel an! 

Buchtitel:"Gut gekocht" von Cornelia Schinharl. Ich habe es für einen Kochbuchtest von Valentinas Kochbuch bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt:  Für den Kochbuchtest habe ich den Bulgursalat aus dem Orient,  Rindermedaillons mit Vanilletomaten sowie Hähnchenbrust mit Zitronen-Honig-Sauce gekocht. Außerdem habe ich das Grundrezept für die Gnocchi bei dieser Gnocchipfanne mit Mirabellen und Tiroler Speck verwendet.
Fazit: Ein schönes Grundkochbuch mit vielen Basisrezepten, das ich wirklich sehr gut finde!

Buchtitel: "Die neue vegetarische Küche" von Maria Elia. Das Kochbuch habe ich mir vor kurzem gekauft, weil Anke Gröner so davon geschwärmt hat (zu recht!), und weil ein Kochbuch mit tollen vegetarischen Rezepten noch in meiner Sammlung gefehlt hat.

Daraus gekocht und gebloggt: Gekocht habe ich die Tomaten-Feta-Baklava mit Mandeln und Datteln sowie eine Rote Linsen-Suppe mit Orange und Ingwer. Die Tomaten-Feta-Baklava war absolut spitze. Die Rote Linsen-Suppe war in Ordnung, aber nicht so überwältigend, weshalb ich sie nicht gebloggt habe. Markiert habe ich noch so einiges, z.B. eine Tarte Tatin mit Feigen, Manchego und Rucola, Ravioli mit Artischocken-Ziegenkäse-Füllung, Mangold mit Bohnen und Couscous.... und und und!

Fazit: Mein Top-Kochbuch 2010, daraus werde ich auch 2011 bestimmt viel kochen!


Buchtitel: "Antipasti & Tapas" vom Verlag Zabert Sandmann. Spontankauf im Sommer, als es viel zu heiß zum Kochen war.

Daraus gekocht und gebloggt: Daraus habe ich das Bruschetta mit Ziegenkäse zubereitet. Und diese Woche habe ich noch eine leckere Spinatquiche mit Schafskäse daraus gebacken. Dieses Kochbuch habe ich definitiv zu Unrecht vernachlässigt.

Fazit: Für den Sommer 2011 habe ich mir vorgenommen, einiges daraus zu kochen, markiert habe ich mir z.B. die maurischen Fleischspieße mit Kreuzkümmel und das Schweinefleisch mit Mandeln und Oliven.

Buchtitel: "Natürlich Jamie" von Jamie Oliver. Das Buch habe ich von meinen Kollegen zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Ich habe daraus die superschnelle Tomatensauce gemacht, die ich als Grundlage für Pizzabelag verwendet habe. Außerdem noch das Chili-Paprika-Chutney. Beides war sehr gut! Außerdem habe ich noch einen Möhren-Avocado-Salat mit Orangen-Zitronen-Dressing gemacht, den ich aber nicht so toll fand und deswegen nicht gebloggt habe.
Fazit: Ein Kochbuch, das ich sehr schön gestaltet finde und das mir wegen der Saisonalität der Rezepte auch sehr zusagt, aus dem ich bisher aber noch zu wenig gekocht habe! Für die nächste Zeit habe ich mir das scharfe Chili-Paprika-Gulasch vorgenommen.

Buchtitel: "Jamies 30 Minuten Menüs" von Jamie Oliver. Wie schon mehrfach berichtet, habe ich das Buch im Rahmen einer Kochbuch-Testaktion von lovelybooks bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Superschnelle Hackfleischpfanne, Hähnchen und Tomaten aus dem Ofen, Spinat-Feta-Pastete und Jamaika-Hähnchen. 1 Totalausfall, 1 gut gelungenes Gericht und zwei durchschnittliche Gerichte.

Fazit: Mein Kochbuch-Flop des Jahres 2010. Das Konzept diese Buches ist gar nicht mein Fall. Die Spinat-Feta-Pastete daraus koche ich vielleicht noch mal, aber ansonsten wird das Buch 2011 in der Versenkung verschwinden.

Buchtitel: "Meine besten Rezepte" von Johann Lafer. Gekauft im März diesen Jahres, nachdem ich das Buch verschenkt hatte und mich beim Verpacken des Geschenks darin festgelesen hatte.
Daraus gekocht und gebloggt: Ähem, noch nichts... Asche über mein Haupt.
Fazit: Daraus koche ich schnellstmöglich etwas. So geht das ja nicht! Erst Kochbuch kaufen und dann nichts daraus kochen. Ich habe mir jetzt die Erbsen-Rucola-Ravioli mit Zitronen-Kapern-Sauce und einen Birnen-Ingwer-Strudel mit Schokoladensauce zum baldigen Nachkochen markiert.

Buchtitel: "Einmachen" von Laurence und Gilles Laurendon. Das Buch habe ich mir im Sommer gekauft, als ich voll im Einmach-Fieber war und meiner Chili-Schwemme Herr werden wollte.
Daraus gekocht und gebloggt: Das Chili-Öl habe ich daraus nachgemacht. Es soll eigentlich vor der Verwendung zwei Wochen durchziehen. Bei mir zieht es jetzt schon seit Monaten durch, ohne dass ich es probiert habe, und ist wahrscheinlich mittlerweile höllenscharf....
Fazit: Das Buch gefällt mir wirklich gut, da es auch Rezepte enthält, für was man die eingemachten Köstlichkeiten verwenden kann. Für das Chili-Öl wird z.B. eine Verwendung auf Pizzen als zusätzliche Würze oder zum Marinieren von Garnelen vorgeschlagen. Daraus möchte ich 2011 noch einiges mehr machen und die eingemachten Leckereien dann auch tatsächlich verwenden!

Buchtitel: "Roh" von Lyndsay und Patrick Mikanowski. Das Buch habe ich von meinem Mann zu Nikolaus geschenkt bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Da ich das Buch erst vor kurzem bekommen habe, habe ich noch nichts daraus zubereitet. Ehrlich gesagt konnte ich anfangs auch nicht so recht etwas damit anfangen, da ich rohen Fisch, rohe Meeresfrüchte, aber auch rohes Fleisch nicht gerne esse.
Fazit: Die vorgestellten Rezepte sind sehr schön bebildert. In der wärmeren Jahreszeit, wenn die Küche gerne mal kalt bleiben darf, kann ich mir die vegetarischen Gerichte wie z.B. Ananas-Tabouleh, Gurkenspaghetti mit Erdbeerpüree und gehackten Oliven oder eine Minestrone aus Erdbeeren, Ananas und Tomaten sehr gut auf meinem Speiseplan vorstellen.

Das waren sie also, meine neu erworbenen Kochbücher 2010.  Da kam ja doch einiges zusammen! Aber ich bin mir sicher, die meisten Foodblogger können meine 8 neuen Kochbücher in diesem Jahr locker überbieten! Oder?

Mein allerliebstes Kochbuch ist im Übrigen nach wie vor mein Rezepteordner, in dem ich schon seit Jahren aus Zeitschriften herausgerissene, aus Kochblogs und Kochcommunities ausgedruckte oder von Freunden erhaltene Rezepte aufbewahre. Der Rezepteordner befindet sich im ständigen Wandel: erprobte Rezepte werden mit Anmerkungen versehen, Flops werden sofort entfernt, und natürlich kommen laufend neue Rezepte hinzu!
Und was ist euer Kochbuch des Jahres 2010, egal ob neu oder alt?

***Update:
Zorra hat einen weniger knallharten, aber auch sehr schönen Kochbuch-Jahresrückblick veröffentlicht: hier!
Auch bei Anke Gröner gibt es einen Kochbuch-Jahresrückblick mit einigen sehr schönen Kochbüchern und zwei Überschneidungen mit meinen Neuerwerbungen. Außerdem ist mein Kochbuch-Wunschzettel schon wieder gewachsen...
Ich freue mich besonders über Herrn Paulsens (Nutriculinary) Kochbuch-Jahresrückblick! Er hat einige Kochbücher neu im Regal, die ich in letzter Zeit auch schon öfter durchgeblättert hatte ("Parma" und "Mälzer & Witzigmann"), aber dann doch wieder zurückgelegt habe. Vielleicht im nächsten Jahr....?
Auch beim Kochfrosch gibt es einen Kochbuch-Jahresrückblick und auch gleich noch einen Ausblick auf die Kochbuchwünsche 2011! 

Montag, 27. Dezember 2010

Deftig und ganz simpel: Spinatquiche mit Schafskäse

Und schon ist Weihnachten wieder vorbei... ich habe es in vollen Zügen genossen. Ich hoffe, ihr auch? Das Wetter war bei uns in Karlsruhe und in Stuttgart sehr winterlich, schneereich und eisig, aber wir sind gut zwischen meinen Eltern, meinen Schwiegereltern und unserem Zuhause hin und her gekommen und niemand musste Heiligabend auf der Autobahn verbringen!

Schöne Geschenke gab es, alle Lieben waren versammelt, gut und viel gegessen haben wir auch und mein Plätzchenkonsum hat vermutlich sein Maximum erreicht ;-) Heute war mir deswegen nach einem deftigen und ganz simplen Mittagessen. Ich habe in meinen Kochbüchern geblättert und bei "Antipasti & Tapas" von Zabert Sandmann habe ich etwas nach meinem Geschmack gefunden: eine Spinatquiche mit Schafskäse!

Anstelle des im Rezept vorgesehenen frischen Blattspinats habe ich TK-Spinat verwendet, den ich beim Abtauen des Tiefkühlschranks letzte Woche zu meiner Überraschung entdeckt hatte. Hoppla....

Diese Quiche war nach all dem Süßkram und den aufwendigen Festtagsessen, mit denen uns meine Mutter und meine Schwiegermutter verwöhnt hatten, genau das richtige. Die Reste esse ich heute abend oder morgen mittag dann kalt mit einem grünen Salat dazu.

 

Spinatquiche mit Schafskäse
(4 Portionen, Tarteform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
200g Mehl
100g Butter
1 Ei
1 Prise Salz

Für den Belag:
ca. 350g TK-Spinat (oder 800g frischer Blattspinat)
1 Zwiebel
1 TL Öl
200g Schafskäse (Feta)
50g Joghurt
2 Eier
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst den Teig herstellen. Dazu die Butter kleinschneiden und Mehl, Butter, Ei und eine Prise Salz mit den Händen in einer Schüssel zügig zu einem Teig verarbeiten. Teig in Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.

Derweil den Spinat in einem großen Topf bei mittlerer Hitze langsam auftauen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einer kleinen Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 5 Minuten dünsten. Wieder etwas abkühlen lassen. Aufgetauten Spinat und Zwiebeln vermischen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Tarteform einfetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn und rund ausrollen. Teig in die Tarteform legen, einen Rand hochziehen. Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und im heißen Backofen 10 Minuten vorbacken. In der Zwischenzeit den Joghurt mit den Eiern in einer Schüssel verquirlen. Den Schafskäse in kleine Würfel schneiden und unter die Joghurt-Eier-Mischung rühren. Kräftig mit Pfeffer und etwas zurückhaltender mit Salz würzen.

Spinat und Zwiebeln gleichmäßig auf dem vorgebackenen Quicheboden verteilen. Joghurt-Eier-Käse-Masse darüber geben. Im heißen Backofen in 30 Minuten fertig backen.

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

So, der Christbaum steht und ist geschmückt, die Geschenke sind eingepackt, gleich gehe ich noch auf den Markt, um die letzten frischen Zutaten zu besorgen, und dann freue ich mich auf Heiligabend :-)

Ich wünsche allen LeserInnen von "Schöner Tag noch!" frohe Weihnachten und schöne, erholsame, entspannte, leckere Feiertage!


Frohe Weihnachten - feliz navidad - joyeux noel - god jul!

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Zum Verschenken: Selbstgemachte Weihnachtsschokolade

Nur noch 2 Tage bis Weihnachten - ich freu mich drauf! Für alle, denen noch eine nette Kleinigkeit zum Verschenken fehlt, gibt es heute ein weiteres Weihnachtsgeschenk aus meiner Küche. Diesmal etwas für die "Süßmäuler" unter euch oder den zu Beschenkenden! Diese selbstgemachte Weihnachtsschokolade mit karamellisierten Haselnüssen, Kardamamom, Cranberries und Haselnusskrokant ist etwas aufwendiger als die Linsencurry-Mischung. Insbesondere das Häuten der Haselnüsse hat mich viel Zeit gekostet, aber der Aufwand hat sich gelohnt, die Schokolade schmeckt sehr schön weihnachtlich und lecker. Ich musste natürlich wieder eine Qualitätskontrollle machen, bevor ich die Schokolade hübsch verpackt habe ;-) Bei mir hat die Menge für 3 Klarsichttütchen gereicht.


Weihnachtsschokolade mit Kardamom, karamellisierten Haselnüssen und Cranberries
(für ca. 500g Schokolade)

Zutaten:
100g ganze Haselnüsse
50g Zucker
1 TL Butter
200g Vollmilchkuvertüre
200g Zartbitterkuvertüre
1/4 bis 1/2 TL gemahlener Kardamom
2 EL getrocknete Cranberries
2 EL Haselnusskrokant

Zubereitung:
Zuerst die Haselnüsse schälen. Das ist leider ziemlich arbeitsaufwendig und hat bei mir zu einer großen Sauerei in der Küche geführt. Ich habe es so gemacht: Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis die Haut der Nüsse abzublättern beginnt. Dann die Haselnüsse auf ein altes Küchenhandtuch geben und auskühlen lassen. Mit dem Küchentuch die Haut abreiben. Wenn jemand einen Tipp hat, wie das ganz einfach geht - immer her damit! Ich musste ganz schön rubbeln, damit die Haut abging.

Backpapier neben dem Herd ausbreiten. Zwei Gabeln mit Butter oder Öl einfetten. In der Pfanne den Zucker goldbraun schmelzen lassen. Gehäutete Haselnüsse zugeben und in der Pfanne schwenken. Butter unterrühren. Karamellisierte Nüsse auf das Backpapier geben, mit den beiden gefetteten Gabeln auseinander ziehen und die karamellisierten Nüsse anschließend vollständig auskühlen lassen.

Den Boden einer Springform (26 oder 28 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Cranberries grob hacken. Kuvertüre fein hacken. 2/3 der Kuvertüre langsam über einem Wasserbad schmelzen. Wasser nicht zu heiß werden lassen! Dann die restliche Kuvertüre sowie den Kardamom zugeben und unter die geschmolzene Kuvertüre rühren, bis alles flüssig ist. Die flüssige Kuvertüre in die mit Backpapier ausgelegte Backform gießen und gleichmäßig verteilen. Karamellisierte Nüsse, gehackte Cranberries und Haselnusskrokant möglichst gleichmäßig auf der flüssigen Kuvertüre verstreuen. Alles fest werden lassen.

Zum Verschenken die Weihnachtsschokolade in große Stücke brechen, hübsch in Klarsichttütchen verpacken und nach Belieben mit Anhängern und Bändeln verzieren. Kühl und trocken lagern oder am besten gleich aufessen!

Das Rezept habe ich wieder aus der "Living at Home" 12/2009, allerdings habe ich die Mengen etwas angepasst und statt den im Originalrezept vorgesehenen getrockneten Kirschen habe ich Cranberries verwendet, da ich nirgends getrocknete Kirschen bekommen habe. 

So, bei mir kann Weihnachten jetzt kommen - bei euch auch?

***
Update: Hier und hier gibt es noch mehr Ideen für selbstgemachte Weihnachtsschokolade!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Weihnachtsgeschenk aus meiner Küche: Linsencurry-Mischung

Noch 3 Tage bis Weihnachten! Habt ihr schon alle Geschenke? Dann könnt ihr euch ja entspannt zurücklehnen. Für alle anderen habe ich heute was! Weihnachtsgeschenke aus der eigenen Küche liegen ja schwer im Trend. Hier kommt ein erprobtes und gelingsicheres Rezept für eine Linsencurry-Mischung, die bestimmt gut bei Freunden ankommt. Hübsch verpackt macht es optisch was her und überzeugt auch im Geschmackstest.


Linsencurry-Mischung
(2-3 Portionen)

Zutaten:
150g rote Linsen
1 TL getrocknete Knoblauchflocken (oder Knoblauchgranulat)
2 getrocknete rote Chilischoten
1 TL gemahlener Zimt
1TL gemahlener Kurkuma
1/2 TL gemahlenes Cumin
1 EL Instantgemüsebrühe
20 Rosinen
1 Dose Kokosmilch (400ml)

Zubereitung:
Chilischoten fein hacken. Alle trockenen Zutaten miteinander vermischen. In ein hübsches Tütchen füllen und mit der Dose Kokosmilch und dem folgenden Rezept verschenken:
2 rote Zwiebeln schälen und grob würfeln. In einem Topf 1 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln darin 2-3 minuten dünsten. Linsencurrymischung hinzugeben, kurz mitdünsten. Mit Kokosmilch und 100ml Wasser ablöschen. Einmal aufkochen, dann bei geringer bis mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Evtl. noch mal etwas Wasser nachgießen. Mit Salz abschmecken.
Serviertipp: Nach Belieben mit in Ringe geschnittener frischer Frühlingszwiebel und Korianderblättern verfeinern.

Ich verschenke natürlich nichts Essbares, was ich nicht selbst ausprobiert habe! Und ich war wirklich angetan: das Linsencurry ist leicht scharf, sehr aromatisch, und durch die Kokosmilch schön sämig. Und es stand in einer Viertelstunde fertig auf dem Tisch. So mag ich Fast Food :-)


Die hübschen Reh-Anhänger habe ich übrigens hier bei eatdrinkchic heruntergeladen (gefunden über manumanie). Das Rezept für die Linsencurry-Mischung stammt aus der Dezember-Ausgabe 2009 der "Living at Home".

Wer das Geschenk noch etwas aufwerten will, kann z.B. noch ein  kleines Kochbuch der indischen oder asiatischen Küche dazu verschenken.

Montag, 20. Dezember 2010

Kulinarischer Adventskalender: Christstollen-Parfait, ein Weihnachts-Dessert

Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr zum ersten Mal etwas zum  Kulinarischen Adventskalender von Kochtopf beitragen kann und heute das 20. Türchen präsentieren darf. Jeden Tag die Türchen zu öffnen lohnt sich, denn es gibt auch einen Wettbewerb mit Fragen zu den Adventskalenderbeiträgen, bei dem attraktive Preise als Gewinn winken!


Lange habe ich überlegt, was ich hinter meinem Türchen verstecken kann, und habe mich schließlich für ein Rezept entschieden, das zwei von mir geliebte Dinge vereint: den Geschmack von Christstollen und die samtige Textur von Parfait. Also ein Christstollen-Parfait! Im Adventskalender waren schon einige Desserts hinter diversen Türchen versteckt, aber wenn es an Weihnachten keinen Anlass für Desserts gibt, wann dann?


Christstollen-Parfait
(5-6 Portionen)

Zutaten:
100g gemischte Nüsse und Kerne (bei mir: Mandeln, Paranüsse, Walnüsse)
50g Zartbitter-Schokolade
50g Orangeat
2 frische Eigelb, Größe M
40g Zucker
1 EL Vanillezucker
1/2 TL Zimt
1 TL Christstollengewürz (selbstgemacht, siehe hier)
200g Schlagsahne

Zubereitung:
Nüsse fein hacken und in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Darauf achten, dass sie nicht verbrennen. Die Schokolade fein hacken. Parfaitförmchen bereit stellen.

Die Eigelbe mit Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät in 4-5 Minuten weißcremig rühren. Zimt und Stollengewürz einrühren. Orangeat, geröstete Nüsse und die gehackte Schokolade ebenfalls unterrühren. Die Sahne in einer zweiten Schüssel mit dem Handrührgerät steif schlagen und vorsichtig unter die Ei-Zucker-Kerne-Schokoladenmasse heben. Parfaitmasse in Förmchen füllen, glatt streichen. Mit einem Deckel oder bei Timbalförmchen mit Frischhaltefolie die Förmchen verschließen und mindestens 12 Stunden einfrieren.

20 Minuten vor dem Servieren die Parfaitförmchen aus der Tiefkühltruhe nehmen. Kurz antauen lassen, dann aus der Form auf kleine Teller stürzen und weitere 5-10 Minuten antauen lassen, je nach Raumtemperatur. Nach Belieben das Christstollenparfait noch mit gerösteten Mandelblättchen bestreuen.

Im Originalrezept aus der Zeitschrift "Lecker", Ausgabe 12/2008, werden die doppelten Zutatenmengen verwendet und das Parfait wird in einer mit Frischhaltefolie ausgekleideten Christstollenform gekühlt, dann hat dieser weihnachtliche Nachtisch auch die typische Christstollenform. Ich wollte aber lieber einzelne Förmchen verwenden, denn so lässt sich das Christstollen-Parfait besser portionieren. Im Tiefkühler kann das Parfait ca. 3 Wochen aufbewahrt werden. Sehr praktisch, so kann ich bei Bedarf jederzeit noch ein leckeres weihnachtliches Dessert hervorzaubern.

Ich wünsche euch allen noch eine schöne, möglichst stressfreie Adventszeit und frohe Weihnachten!



Donnerstag, 16. Dezember 2010

Weihnachtsbäckerei: Kokosmakronen

Versprochen: das ist die letzte Plätzchensorte für dieses Jahr! Die Kokosmakronen habe ich eigentlich nur gebacken, weil ich noch 2 Eiweiße übrig hatte, die ich nicht wegwerfen wollte. Also habe ich meine Plätzchenrezepte durchgeblättert, um ein Rezept zu finden, für das ich alle Zutaten im Haus hatte. Im diesjährigen Brigitte-Plätzchenheft habe ich dann die Kokosmakronen gefunden, für die ich alles bis auf runde Backoblaten vorrätig hatte. Dafür waren noch rechteckige Riesenoblaten für Obstkuchen im Schrank - diese habe ich kurzerhand zu vielen kleinen Quadraten kleingeschnitten. Optisch machen sich runde Oblaten für diese Kokosmakronen natürlich weitaus besser, aber dem saftigen, fruchtigen Geschmack tun die quadratischen Oblaten keinen Abbruch! Ich war wirklich positiv überrascht vom leckeren Geschmack meiner "Resteverwertungsplätzchen".


Kokosmakronen
(für ca. 35-40 Stück)

Zutaten:
2 Eiweiß
135g Kokosraspel
1 Limette
150g Puderzucker
40g Mehl
ca. 40 Backoblaten (rund, Durchmesser 4cm)

Zubereitung:
Die Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten. Aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden und verbrennen! Abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Limette heiß abwaschen. Die Hälfte der Limettenschale fein abreiben, Limette auspressen. Eiweiße zusammen mit 1 TL Limettensaft mit dem Handrührgerät steif schlagen. Kokosraspel, Limettenschale und restlichen Limettensaft hinzufügen. Mehl und Puderzucker auf den Eischnee sieben und mit einem Teigschaber vorsichtig unterrühren.

Ein Backblech mit Oblaten auslegen. Damit die Oblaten auf dem Backblech an Ort und Stelle bleiben, auf die Unterseite der Oblaten einen winzigen Klecks Butter geben. Jeweils 1 TL Makronenmasse auf die Mitte der Oblaten setzen. Kokosmakronen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten hellgelb backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Fazit meiner diesjährigen Weihnachtsbäckerei: die Schoko-Himbeer-Plätzchen, die Mandel-Spitzbuben und die Kokosmakronen gibt es nächstes Jahr wieder!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Tomaten-Feta-Baklava mit Mandeln und Datteln

Ich habe mir mal wieder (hüstel) ein neues Kochbuch gekauft. Ich MUSSTE es quasi kaufen, denn Anke Gröner hat so davon geschwärmt und schon mehrere tolle Rezepte aus "Die neue vegetarische Küche" von Maria Elia gebloggt, da konnte ich gar nicht andres. Und ein Kochbuch nur mit vegetarischen Rezepten fehlte bisher noch in meiner Sammlung. Und was soll ich sagen, auch ich bin jetzt angefixt, die Tomaten-Feta-Baklava mit Mandeln und Datteln, die ich aus meiner Neuerwerbung gekocht habe, ist ein echter Knaller!


Baklava kannte ich bisher nur als griechisch/türkische pappsüße Nachspeise - diese deftige Variante trifft meinen Geschmack jedoch viel mehr als die traditionelle Version! Die Kombination von Tomaten, Feta, Datteln und Filoteig ist superlecker, und dazu ein erfrischendes Tzatziki - perfekt!

Tomaten-Feta-Baklava mit Mandeln und Datteln
(2 Portionen)

Zutaten:
2-3 EL Olivenöl
1-2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 TL Zimt
1 Prise Zucker
1/2 Bund frischer Dill
4 Tomaten
2 TL Tomatenmark
9 Filoteigblätter
50g Butter
30g gemahlene Mandeln
50g getrocknete, entsteinte Datteln
125g Feta
2 TL klarer Honig (z.B. Akazienhonig)

Für das Tzatziki:
150g Naturjoghurt
1/2 Gurke
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
 Zwiebeln schälen, halbieren und fein würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und fein würfeln. Dill waschen, trocken schleudern und fein hacken. Tomaten waschen, mit kochendem Wasser überbrühen, kreuzförmig einritzen und die Haut abziehen. Tomaten halbieren, Strunk entfernen und Tomaten grob zerkleinern. Butter bei mittlerer Hitze auf dem Herd in einem kleinen Topf zerlassen. Datteln in dünne Scheiben schneiden.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei schwacher Hitze andünsten. Knoblauch, Zimt und Zucker hinzufügen und Hitzezufuhr deutlich erhöhen. Die Zwiebeln unter häufigem Rühren ca. 5 Minuten bräunen und karamellisieren. Dann den gehackten Dill, die Tomaten und das Tomatenmark hinzufügen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Eine ofenfeste Form mit zerlassener Butter einfetten. Eine Lage Filoteig einlegen, mit zerlassener Butter bepinseln, und zwei weitere Lagen Filoteig nach dem selben Prinzip in die Form schichten. Dann die Hälfte der Zwiebelmasse auf den Filoteig geben. Mit der Hälfte der kleingeschnittenen Datteln, zerkrümeltem Feta und den gemahlenen Mandeln bestreuen. Weitere drei Schichten Filoteig in die Form geben, dabei jede Schicht mit zerlassener Butter einpinseln. Restliche Zwiebeln, Mandeln, Datteln und Fetakrümel in die Form einfüllen und Baklava mit weiteren drei Schichten Filoteig mit zerlassener Butter abschließen. Oberste Filoteig-Schicht rauten- oder gitterförmig mit einem scharfen Messer einschneiden. Mit dem letzten Rest zerlassener Butter bestreichen und mit etwas Wasser beträufeln. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 30-35 Minuten goldbraun backen.

In der Zwischenzeit für das Tzatziki die Gurke schälen und grob raspeln. Gurkenraspel in ein Sieb geben, salzen und etwas Wasser ziehen lassen. Gurken mit der Hand ausdrücken. Mit Joghurt in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und abgedeckt in den Kühlschrank stellen, bis die Tomaten-Feta-Baklava fertig ist.

Baklava aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten abkühlen lassen, mit Honig beträufeln, mit dem Tzatziki servieren und genießen!


"Die neue vegetarische Küche" ist ein sehr schön fotografiertes Kochbuch mit ungewöhnlichen vegetarischen Gerichten, das ich euch nur empfehlen kann. Und mit 12,95 Euro ist es auch noch ein preisgünstiges Vergnügen! Ich werde auf jeden Fall noch so einiges daraus kochen.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Weihnachtsbäckerei: Mandel-Spitzbuben

Und weiter geht es mit der Weihnachtsbäckerei! Diese Mandel-Spitzbuben habe ich letztes Jahr bei einer lieben Kollegin probiert und gleich um das Rezept gebeten. Dieses Jahr habe ich sie das erste Mal selbst gebacken. Das Ergebnis ist lecker, aber noch nicht ganz so gut wie die "Original"-Mandel-Spitzbuben meiner Kollegin. Auf Nachfrage stellte sich heraus: Ich habe 2 gehäufte Esslöffel Kakao genommen, sie nur 2 gestrichene Esslöffel. Sie verquirlt das Eigelb noch mit etwas Milch, ich habe es pur auf den Teig gestrichen. Mit diesen guten Tipps im Hinterkopf werde ich die Plätzchen auch nächstes Jahr wieder backen!


Und hier kommt das Rezept zum Nachmachen!

Mandel-Spitzbuben
(für ca. 40 Stück)

Zutaten:
125g Butter
100g Zucker
125g Mehl
125g gemahlene Mandeln
2 gestrichene EL Kakao
1 EL Vanillezucker
1 TL Zimt
1/2 gestrichener TL Backpulver
1 Eigelb
etwas Milch
20 ungeschälte ganze Mandeln

Zubereitung:
Butter in Stücke schneiden, mit dem Zucker, dem Mehl, den geriebenen Mandeln, dem Kakako, Vanillezucker, Zimt und Backpulver zuerst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mandeln mit einem Messer halbieren. Aus dem Teig jeweils ca. 2 cm große Kugeln formen, auf das Backblech setzen. Ein Eigelb mit etwas Milch mit einer Gabel verquirlen, auf den Teigkugeln verstreichen. Jede Teigkugel mit einer halbierten Mandel verzieren. Mandel-Spitzbuben im heißen Ofen auf der mittleren Schiebe 18-20 Minuten backen.

Eine weitere Plätzchensorte habe ich dieses Jahr noch gebacken, aber dann ist Schluss mit der Weihnachtsbäckerei, versprochen!

Montag, 13. Dezember 2010

Weihnachtsbäckerei: Schoko-Himbeer-Plätzchen

Am Wochenende habe ich noch mal eine Ladung Plätzchen gebacken. Den Anfang machten diese Schoko-Himbeer-Plätzchen. Das Plätzchen-Rezept habe ich vor einigen Jahren aus einer "Jolie" herausgerissen, und seitdem hat es in meinem Rezepte-Ordner auf seinen Einsatz gewartet. Schade eigentlich, dass ich diese Plätzchen nicht schon früher gebacken habe, sie sind nämlich superlecker! Ich liebe ja Plätzchen, die Konfitüre enthalten, wie meine Spitzbuben oder die Terrassenplätzchen - kein Wunder also, dass mir auch diese Sorte sehr gut schmeckt. Aber auch bei den Kollegen, denen ich heute eine Plätzchen-Auswahl mitgebracht habe, kamen die Schoko-Himbeer-Plätzchen sehr gut an. "Kleine Linzertörtchen" nannte sie ein Kollege und fragte gleich, ob es dieses Rezept bereits auf dem Blog gäbe? Jetzt ja! Hier ist das Rezept für euch.


Schoko-Himbeer-Plätzchen
(für ca. 50 Stück)

Zutaten:
200g weiche Butter
120g Puderzucker
Salz
1 Ei
250g Mehl
1 TL Lebkuchengewürz
180g gemahlene Mandeln
20g Kakao
1 EL Rum (oder Orangensaft)
ca. 150g Himbeerkonfitüre
75g weiße Kuvertüre

Zubereitung:
Weiche Butter in kleine Stücke schneiden, mit Puderzucker, einer Prise Salz und dem Lebkuchengewürz mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Ei unterrühren. Dann mit den Händen weiterkneten und das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Kakao und den Rum (oder alkoholfrei den Orangensaft) unterkneten. Teig nicht zu lange kneten! Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Den Teig portionsweise zwischen zwei aufgeschnittenen großen Gefrierbeuteln ca. 3 mm dick ausrollen und paarweise mit gewünschten Formen (z.B. Herz, Stern, Tannenbaum...) ausstechen und auf die mit Backpapier ausgelegten Bleche setzen. Nicht benötigten Teig immer wieder in den Kühlschrank zurückstellen. Teig im Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen. Plätzchen auf Kuchengittern auskühlen lassen.

Himbeerkonfitüre in einem Schälchen glatt rühren. Jeweils zwei Plätzchen übereinander setzen, dafür die Unterseite eines Plätzchens mit Konfitüre einstreichen und vorsichtig auf das zweite Plätzchen aufsetzen und andrücken.

Zum Verzieren der Kekse weiße Kuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Geschmolzene Kuvertüre in einen Einweg-Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel füllen, eine Ecke des Beutels abschneiden und Kuvertüre auf den Plätzchen verteilen.

Die Plätzchen schmecken sehr schokoladig, sind schön mürbe, durch die Himbeerkonfitüre leicht fruchtig und den Rum schmeckt man auch leicht durch. Die gibt es nächstes Jahr wieder!

Sonntag, 12. Dezember 2010

Entspanntes Festessen: Filet im Päckchen

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon der dritte Advent? Ich frage mich wirklich, wo die letzte Woche geblieben ist, sie verging wie im Flug. Ging euch das auch so?

Bei meinem letzten Beitrag, dem Nudelauflauf mit Maronen, wurde ich gefragt, was ich denn als Festessen für Weihnachten empfehlen kann. Da habe ich heute genau das richtige für euch: ein völlig stressfreies Hauptgericht, das wunderbar schmeckt, supereinfach zuzubereiten und dabei auch noch leicht und kalorienarm ist: ein Schweinefilet im Päckchen! Sozusagen der Gegenentwurf zur traditionellen Weihnachtsgans mit Knödeln ;-)

Das Rezept habe ich aus einer "Living at Home" aus dem Jahr 2006 herausgerissen. Nach dem Kochen und Genießen habe ich sofort beschlossen, es in mein Standardrepertoire für entspannt zuzubereitende Hauptgerichte, die auch noch was hermachen und Gästen präsentiert werden können, aufzunehmen!


 Genug geschwärmt, hier kommt meine Empfehlung für ein entspanntes Hauptgericht für die Festtage:

Schweinefilet im Päckchen
(2 Portionen)

Zutaten:
25g frischer Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
1 Bio-Orange, unbehandelt
4cl Sojasauce
3cl Reiswein, ersatzweise Sherry
1 EL Honig
1/4 TL gemahlener Sternanis
1 ganze Sternanis
250g Schweinefilet
1 EL Olivenöl
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
250g Spinat (od. Mangold oder Pak Choy)

Zubereitung:
Zunächst die Marinade für das Schweinefilet herstellen. Dazu Ingwer und Knoblauch schälen und fein kleinschneiden. Chilischote entkernen und ebenfalls fein kleinschneiden. Die unbehandelte Orange heiß abwaschen und die Schale fein abreiben. Orange anschließend auspressen. Orangensaft, Orangenschale, Ingwer, Knoblauch und Chili in einer Schüssel mischen. Sternanis, gemahlenen Anis, Honig, Sojasauce und Reiswein hinzufügen, gut vermischen. Schweinefilet abtupfen und je nach Dicke des Filets in 4-6 gleichmäßige Scheiben schneiden. Filetscheiben in eine flache Schüssel legen, mit der Marinade begießen und eine Stunde lang abgedeckt im Kühlschrank marinieren.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Spinat in mundgerechte Stücke zupfen, dicke Stiele entfernen. Spinat waschen und trocken schleudern. In einem großen Topf Olivenöl erhitzen, Frühlingszwiebeln darin anbraten. Spinat hinzufügen und braten, bis er etwas in sich zusammengefallen ist. Mit der Hälfte der Marinade ablöschen, kurz weiterbraten und dann den Topf vom Herd nehmen.

Jetzt geht es an die Päckchen: Backpapier oder Pergamentpapier zu 2 großen Quadraten zuschneiden. Spinat und Frühlingszwiebeln portionsweise in der Mitte der Quadrate verteilen. Schweinefiletscheiben auf das Gemüse setzen und mit der verbliebenen Marinade beträufeln. Päckchen mit Küchengarn verschließen und in eine ofenfeste Form setzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 25 Minuten garen.

Während das Filet im Ofen gart, als Beilage Reis kochen und ganz in Ruhe den Tisch decken.

Zum Servieren den Reis in Tassen füllen und auf den Teller stürzen. Schweinefilet-Päckchen aus dem Ofen holen und je ein Päckchen leicht geöffnet auf dem Teller anrichten.

Im Original wird das Filet im Päckchen mit Pak Choy zubereitet. Den habe ich nicht bekommen, und den als Ersatz angegebenen Mangold ebensowenig. Mit frischem Blattspinat hat es aber auch prima geschmeckt!

Für Vorspeise und Dessert wird es in den nächsten Tagen auch noch Vorschläge geben! Ich wünsche euch einen entspannten restlichen 3. Advent und einen guten Start in die neue Woche.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Mal was mit Maronen: Nudelauflauf mit Maronen

Maronen mag ich sehr gerne, habe aber bisher nur selten selbst damit gekocht. Letztes Wochenende dann waren wir eingeladen zu einem "Perfekten Dinner" bei einem lieben Freund. Er hat uns mit einem sehr schönen winterlichen Menü überrascht, bei dem das Hauptgericht Straußensteak mit Maronenkruste und Kürbisrahmgemüse war. Es hat alles sehr gut geschmeckt, aber besonders toll fand ich die Maronenkruste. Diese Maronenkruste hat mich heute dann auch zu meinem Abendessen inspiriert: einem Nudelauflauf mit Maronen! Das Rezept stammt aus der "Brigitte" 20/2010 und ich habe nur die Mengen angepasst.


Nudelauflauf mit Maronen
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Zwiebel
1 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1 kleine Dose geschälte Tomaten
75ml trockener Rotwein
Salz, Zucker
1/4 TL Chilipulver
1/2 Bund glatte Petersilie
ca. 80-100g Parmesan
125g gekochte Maronen (küchenfertig in der Vakuumpackung)
200g große Nudeln, ich habe Conchiglioni verwendet
Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Tomaten in der Dose kleinschneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel darin kurz anbraten. Tomatenmark hinzugeben und ebenfalls kurz anbraten. Tomaten samt Saft sowie den Rotwein hinzugeben. Kurz aufkochen, dann 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Derweil die Nudeln in reichlich Salzwasser 1 Minute weniger als die auf der Packung angegebene Kochzeit kochen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und fein hacken. Maronen halbieren. Parmesan grob reiben.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen. Tomatensauce mit Salz, Chili und einer Prise Zucker würzen. Nudeln, Maronen, Petersilie und die Hälfte des geriebenen Käses zur Tomatensauce geben, gut vermischen. Eventuell noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles in eine ofenfeste Form füllen und mit dem restlichen geriebenen Käse bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten goldbraun überbacken.

Mir hat dieser winterliche Auflauf mit der Kombination aus weichen Maronen, fruchtigen Tomaten, frischer Petersilie und feuriger Chili sehr gut geschmeckt. Durch die Maronen ist der Auflauf auch reinstes Soulfood, wärmt und sättigt ganz wunderbar!


Und hier noch das vollständige "Perfekte Dinner", bei dem sich unser Freund schwer ins Zeug gelegt hat und das mich zu diesem Gericht inspiriert hat:

Kürbissuppe mit frittierten Gemüsestreifen
Straußensteak mit Maronenkruste, serviert mit rahmigem Kürbisgemüse
Lebkuchen-Kirsch-Dessert

Die Fotos sind leider nicht so doll geworden, weil meine Kamera nicht so gut mit den Lichtverhältnissen zurecht kam, ihr müsst mir einfach glauben, dass es sehr gut geschmeckt hat! Und ich freue mich schon auf die nächste Runde "Perfektes Dinner" im Freundeskreis, wenn wir uns wieder gegenseitig bekochen.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Doppelt nachgekocht: Linguine mit Chorizo-Tomatensauce

Oh weia, was ist denn das jetzt für ein Wetter? In Karlsruhe schüttet es wie aus Kübeln. Schon den halben Tag - äußerst ungemütlich! Da brauche ich Seelenfutter. Also habe ich heute fleißig Plätzchen, Panettone und sonstigen Süßkram gegessen. Abends war mir dann ganz dringend nach einem deftigen, schnellen Abendessen. Beim Kochtopf habe ich die Spaghetti mit Chorizo in Tomaten-Sherrysauce gesehen, die mich schon vor ein paar Tagen bei Arthurs Tochter angelacht hatten. Ein kurzer Blick in den Vorratsschrank ergab: es wird ATs Variante, denn dafür hatte ich alle Zutaten bereits im Haus!


Linguine mit Chorizo-Tomatensauce
(1 Portion)

Zutaten:
100g Linguine
ca. 100g Chorizo
1 EL Olivenöl
ein Schuss Sherry
1 Knoblauchzehe
1 kleine Dose geschälte Tomaten
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:
Linguine (oder andere lange Nudeln) in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Derweil die Chorizo würfeln, den Knoblauch schälen und fein würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Chorizowürfel ca. 3 Minuten darin rundherum anbraten. Mit einem Schuss Sherry ablöschen. Knoblauch hinzufügen, kurz mitbraten. Tomaten in der Dose kleinschneiden und mit dem Saft zur Chorizo geben. Lorbeerblatt hinzufügen und die Sauce offen einköcheln lassen.

Nudeln abgießen. Tomatensauce vorsichtig mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und mit den Nudeln vermischen. Nach Belieben mit Basilikum bestreut servieren.

Die Kombination von Chorizo und Sherry hat mir schon beim Eintopf mit Chorizo und Kichererbsen sehr gut gefallen. Auch hier harmoniert das wieder bestens. Ein superschnelles, äußerst leckeres Pastagericht, das es bestimmt mal wieder bei mir gibt! Danke an Astrid und Zorra für die Anregung.

Montag, 6. Dezember 2010

Kürbis-Soufflé

Vor einiger Zeit habe ich es endlich geschafft, meinen ebenfalls foodbloggenden Cousin Uwe und seine Familie in Nürnberg zu besuchen. Es war ein tolles Wochenende, an dem Uwe und ich sehr viel in der Küche standen und ausgiebig gemeinsam gekocht haben. Das hat riesig Spaß gemacht und sollte bald mal wiederholt werden! :-)

Unter anderem haben wir dabei als Dessert etwas zubereitet, das schon lange auf meiner To-Cook-Liste stand (und auch auf Uwes): ein Kürbis-Soufflé. Das Rezept stammt aus der "Lust auf Genuss" 10/2009 und hat mich schon lange gereizt, weil ich sehr gerne mal ein Dessert aus Gemüse zubereiten wollte. Einzige Abwandlung zum Originalrezept war bei uns, dass wir anstelle von Amaretti Cantuccini verwendet haben, was das Soufflé etwas fester und weniger fluffig gemacht hat, dem Geschmack aber keinen Abbruch tat! Allen hat es sehr gut geschmeckt, nur mein Mann, der keinen Kürbis mag, hat den Nachtisch verschmäht. So blieb mehr für uns, auch recht ;-)


Und so haben wir das Kürbis-Soufflé zubereitet:

Kürbis-Soufflé
(für 6 Portionen)

Zutaten:
200g Muskat-Kürbis
100g Amaretti (ersatzweise Cantuccini, dann wird das Soufflé etwas fester)
100g Butter + Butter für die Förmchen
75g Zucker + Zucker für die Förmchen
4 Eier (Größe M)
3 EL Mehl
Salz
Puderzucker

Zubereitung:
Den Kürbis schälen und fein raspeln. Amaretti (oder Cantuccini) möglichst fein mahlen. Ich habe die Kekse in einen Gefrierbeutel gefüllt und mit dem Fleischklopfer in möglichst feine Stücke geklopft.

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Ofenfeste Förmchen mit Butter einfetten und mit Zucker ausstreuen.

Die Eier trennen. Die weiche Butter mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Das Mehl untermischen. Nach und nach Eigelbe hinzufügen und gut unterrühren. In einer zweiten Schüssel die Eiweiße mit einer Prise Salz mit dem Handrührgerät sehr steif schlagen. Nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Eischnee, gemahlene Kekse und den geraspelten Kürbis unter die Buttercreme heben.

Wasserkocher ganz mit Wasser füllen, zum Kochen bringen. Das heiße Wasser in ein tiefes Backblech füllen. Die Soufflémasse in die vorbereiteten Förmchen füllen und die Förmchen auf das mit Wasser gefüllte Backblech stellen, so dass die Förmchen zu einem Drittel im Wasser stehen. Das Blech vorsichtig auf der mittleren Schiene in den heißen Ofen schieben und das Soufflé ca. 20 Minuten garen. Herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und sofort servieren.

Durch den geraspelten Kürbis war das Soufflé schön saftig. Weil wir Cantuccini statt weiche Amaretti verwendet haben, ähnelte das Soufflé von der Konsistenz her eher einem sehr lockeren Küchlein, aber das hat uns nicht gestört, wir haben alles aufgegessen...

Schaut doch mal auf Uwes Foodblog Highfoodality vorbei, seine Rezepte gefallen mir wirklich gut und die Fotos sind echt toll! Und das sage ich nicht nur, weil wir verwandt sind :-)

Sonntag, 5. Dezember 2010

Weihnachtsbäckerei: Schokoschäumchen

Brrrrrr! Auch heute ist es bei uns in Karslruhe wieder knackig kalt, der Schnee bleibt schon seit einer Woche liegen und ab heute nachmittag soll es wieder schneien. Noch gefällt mir das Winterwetter! Und bei solchen Minusgraden sitze ich gerne gemütlich zuhause und nasche ein paar Weihnachtsplätzchen.

Heute gibt es daher das Rezept für die Schokoschäumchen, für die ich die zwei Eiweiße, die beim Backen der Terrassenplätzchen übrig geblieben sind, aufgebraucht habe. Das Rezept stammt aus einem "Freundin"-Plätzchenspecial vom letzten Jahr und die Schokoschäumchen stehen in der Kategorie "light", weil sie wenig Kalorien haben. Naschen ohne Hüftgoldgefahr also? Ich war ein bisschen skeptisch, denn meist schmecken solche "light"-Plätzchen ja nicht wirklich nach was, aber diese hier sind gar nicht schlecht. Wer also noch Eiweiß übrig hat, kann die Schokoschäumchen ja mal ausprobieren!

Optisch kann man aus den Schäumchen sicher noch mehr rausholen, wenn man sie mit einer gezackten Spritztülle aufs Backblech spritzt. Ich habe nur einen ordinären Gefrierbeutel verwendet, von dem ich eine Ecke abgeschnitten habe.


Schokoschäumchen
(für ca. 50-60 Stück)

Zutaten:
2 Eiweiß
100g Puderzucker
40g Mehl
60g geriebene od. fein gehackte Schokolade
1 EL Vanillezucker (oder 1 Päckchen Vanillinzucker)
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Kardamom

Zubereitung:
Backofen auf 160 Grad vorheizen. Ein Backlbech mit Backpapier auslegen. Schokolade reiben, oder wer wie ich wenig Geduld hat, fein hacken. Eiweiße mit dem Handrührgerät sehr steif schlagen. Puderzucker und Mehl auf den Eischnee sieben. Schokolade, Vanillezucker und Gewürze hinzugeben und alles locker vermischen. Masse in einen Spritzbeutel füllen und in kleine Ringe mit ausreichend großem Loch auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech spritzen. Im heißen Ofen ca. 18 Minuten backen.

Die Schokoschäumchen schmecken wie Baiser, aber durch die Schokolade, den  Zimt und den Kardamom durchaus weihnachtlich.

Ich wünsche euch einen schönen 2. Advent!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Jamies "30 Minuten Menüs" im Test, Teil 4: Jamaika-Hähnchen, Reis & Bohnen, Salat

Herzlich willkommen zum 4.  und letzten Teil des Kochbuchtests von Jamie Olivers neuestem Werk "Jamies 30 Minuten Menüs"! Mein Mann, der seinen JO-Streik nach dem letzten erfolgreichen Menü, der Spinat-Feta-Pastete, beendet hat, durfte das Menü auswählen und hat sich für das Jamaika-Hähnchen, Reis & Bohnen, erfrischender Hack-Salat und gegrillter Mais auf Seite 106 entschieden.


Schon beim Einkaufen traten die ersten Probleme auf: Es gab keine Hähnchenbrustfilets mit Haut, wie sie im Rezept vorgesehen sind. Also habe ich welche ohne Haut gekauft. Und Maiskolben waren auch nirgends zu bekommen. Den Menüpunkt "Gegrillter Mais" habe ich also ersatzlos gestrichen. Frischen Koriander gab es auch nirgends, diesen habe ich durch gemahlenen Koriander ersetzt. Die schwarzen Bohnen in Salzwasser habe ich im Asia-Laden dagegen tatsächlich bekommen. 
Nach dem Durchlesen des Rezepts und der Zutaten für den erfrischenden Hack-Salat habe ich gleich beschlossen, dass es einfach nur einen normalen grünen Salat mit meinem Standard-Dressing aus Essig und Öl gibt. Mit den Salatsoßen konnte Jamie bei mir bisher nämlich noch nicht punkten. Der Einkauf war erledigt- auf in die nächste Runde mit Jamies 30 Minuten Menüs!


Wie bei den beiden vorangegangenen Menüs habe ich mich nicht 100% an Jamies Vorgehensweise gehalten, sondern habe alles so gehandhabt, wie ich es für richtig halte. Also wieder alle Zutaten bereitgestellt, dazu das Schneidebrett, Messer, eine Grillpfanne und einen großen Topf. Ein kurzer Blick auf die Uhr, obwohl ich mittlerweile ja schon weiß, dass ich die 30 Minuten Menüs nie in 30 Minuten schaffe - und mich davon auch nicht stressen lasse! Aber trotzdem: es ist 19.00 Uhr und es geht los! Als erstes soll ich die Hähnchenbrüste längs durchschneiden, so dass sie nur noch an der Spitze zusammenhängen. Erst anhand der Fotos, auf denen die platten Hähnchenbrüste zu sehen sind, verstehe ich, was Jamie damit meint. Erste Hürde gemeistert! Ach ja, den Backofen soll ich ja auch noch vorheizen. Erledigt!

Als nächstes bereite ich die Jamaika-Sauce zu. Jamie mixt alle Zutaten dafür - Frühlingszwiebeln, Thymian, Lorbeer, Muskatnuss, Rum, Essig, Honig, Chili und Knoblauch- im Standmixer zu einer glatten Paste. Mangels Standmixer schneide ich alles so klein wie möglich und verrühre es in einer Schüssel. Muss auch so gehen. Die Hähnchenbrustfilets reibe ich dann mit Olivenöl, Salz und Pfeffer ein und brate sie in der Grillpfanne an.

Die von beiden Seiten angebratene Hähnchenbrust soll ich jetzt in eine ofenfeste Form umfüllen. Ups, die hatte ich nicht bereitgestellt, aber kein Problem, sie befindet sich in Reichweite. Die Hähnchenbrüste kommen in die Form, werden mit Honig und der Jamaika-Sauce beträufelt und wandern für 15 Minuten ab in den Ofen. Ein kurzer Blick ins Rezept: oh, ich habe vergessen, Thymian und Rosmarin über das Hähnchen zu streuen. Also schnell den Ofen noch mal auf, Gewürze drüber, Ofentür wieder zu.

Weiter geht es mit der Beilage, Reis & Bohnen. Es ist mitttlerweile 19.30 Uhr, die Schnippelei für die Jamaika-Sauce hat mich doch ziemlich viel Zeit gekostet! Ich schneide nochmals Frühlingszwiebeln klein und dünste sie in einem großen Topf mit Olivenöl, einer Zimtstange und reichlich Salz und Pfeffer an. Dann kommen Reis und Geflügelfond hinzu. Die gesalzenen schwarzen Bohnen aus der Dose gieße in ein Sieb und spüle sie mit Wasser ab. Dann kommen die Bohnen zum Reis in den Topf und köcheln bei mittlerer Hitze 12 Minuten vor sich hin. Genügend Zeit, um als weitere Beilage Joghurt mit Salz, Olivenöl, abgeriebener Limettenschale und Limettensaft sowie gemahlenem Koriander als Ersatz für den im Rezept vorgesehenen frischen Koriander zu würzen. Auch den Salat kann ich in dieser Zeit waschen, trocken schleudern, in mundgerechte Stücke zupfen und mein übliches Essig-Öl-Dressing zubereiten. So mag ich das Kochen, da kommt dann auch kein Stress auf. 

Der Reis mit den schwarzen Bohnen riecht schon sehr lecker, auch das Hähnchen im Ofen sieht vielversprechend aus. Ich decke schnell den Tisch, stelle die Salatschüssel und den Joghurt mit Koriander auf den Tisch und fülle den Reis mit Bohnen in eine Servierschüssel. Um 19.50 Uhr steht alles auf dem Tisch und wir können zu Abend essen!


Das Jamaika-Hähnchen schmeckt gut, die Jamaika-Sauce ist schön würzig. Ein Hähnchenbrustfilet mit Haut schmeckt hier wahrscheinlich noch besser, weil die Haut im Backofen und mit dieser Sauce bestimmt sehr schön knusprig wird. Der Reis mit Bohnen riecht sehr gut, leicht nach Zimt und Frühlingszwiebeln, enttäuscht mich geschmacklich aber etwas. Es schmeckt fast ein bisschen langweilig. Mit dem Korianderjoghurt dazu geht es aber. Während ich das Essen so mittelprächtig, aber essbar finde, ist mein Mann sehr angetan und schwärmt vom Reis mit schwarzen Bohnen, den er in einem Urlaub auf Kuba oft gegessen hat. Das Gericht weckt Urlaubserinnerungen und kann somit bei ihm punkten! Sehr erstaunlich ;-)


Fazit: Die Zubereitung war dieses Mal relativ stressfrei, aber ich habe anstelle der vorgesehenen 30 Minuten ganze 50 Minuten gebraucht, obwohl ich die weitere Beilage, den gegrillten Mais, weggelassen hatte. Geschmacklich war das Menü in Ordnung, meinem Mann hat es sogar sehr gut geschmeckt.  Das freut mich natürlich! 

Mein lovelybooks.de-Kochbuchtest ist mit dem 4. und letzten Gericht nun beendet! 
Und ich bin froh, dass das Kochbuch auch Rezepte enthält, die unseren Geschmack treffen und ohne Pleiten, Pech und Pannen zubereitet werden können. Von 4 Gerichten hatte ich einen Totalausfall (die schnelle Hackfleischpfanne), ein sehr leckeres Gericht (die Spinat-Feta-Pastete) und zwei Gerichte, die in Ordnung waren (Hähnchen und Tomaten aus dem Ofen sowie das Jamaika-Hähnchen). Das ergibt eine durchaus passable Quote. Weder ich noch die anderen Kochbuchtester konnten jedoch bisher auch nur eines der Menüs tatsächlich in 30 Minuten zubereiten. Durch die Angabe "30 Minuten" erzeugt Jamie meiner Meinung nach nur unnötigen Zeitdruck und Stress beim Kochen. Da wäre es besser gewesen, er hätte eher Ein-Gericht-Rezepte präsentiert, die auch tatsächlich in 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Die vielen verschiedenen Beilagen zu einer Hauptspeise haben teilweise unnötigen Stress erzeugt und waren manchmal auch schlicht überflüssig. Wir hätten z.B. die gegrillten Maiskolben zum Jamaika-Hähnchen gar nicht mehr essen können, da wir von dem Reis mit Bohnen und dem Salat schon satt genug waren. 

Mein persönliches Fazit zu Jamie Olivers "30 Minuten Menüs": gekauft hätte ich mir das Buch nicht, und ich kann es auch nicht wirklich weiterempfehlen. Die Menüzusammenstellungen sind zu aufwendig für 30 Minuten. Außerdem sind die Menüs sehr Hähnchenfleisch-, Koriander-, Limetten- und Avocadolastig, was auch nicht 100%ig meinen Geschmack trifft.

Hier könnt ihr die bereits getesteten Menüs noch mal nachlesen:


Der Kochbuchtest hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn das Buch nicht voll meinen Geschmack getroffen hat. Ich hoffe, auch ihr hattet Spaß bei der Lektüre! :-)

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Weihnachtsbäckerei: Terrassenplätzchen

Seid ihr auch schon in Weihnachtsstimmung? Ich war heute bei eisigen Temperaturen und Schneefall auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt, habe das erste Mal in diesem Jahr "Last Christmas" von Wham! im Radio gehört und - habe es genossen! Ich bin also definitv in Weihnachtsstimmung. Und wenn die Weihnachtsstimmung schon da ist, dürfen natürlich die selbstgebackenen Plätzchen nicht fehlen. Den Anfang machen die Terrassenplätzchen aus dem diesjährigen Brigitte-Plätzchenheft. Mit Plätzchen, die Marmelade enthalten, kann man mich immer locken, und so schmecken mir auch diese Plätzchen sehr gut. Zudem ist der Teig wunderbar zart und die Plätzchen zerfallen fast im Mund - top!


Terrassenplätzchen
(für ca. 40 Stück)

Zutaten:
250g Mehl
125g kalte Butter
1 Päckchen Vanillezucker (ich habe 1 EL selbstgemachten Vanillezucker genommen)
60g Zucker
1 Prise Salz
2 Eigelb
ca. 80-100g Johannisbeergelee oder eine andere Konfitüre
2 EL Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Butter in Flöckchen schneiden. Butterflöckchen mit Mehl, Vanillezucker, Zucker, Salz und den Eigelben zuerst mit den Knethaken des Handrührgeräts und dann mit der Hand zu einem möglichst glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Den Teig nicht zu lange kneten, sonst wird er zu weich, aber es dauert auch eine Weile, bis sich aus dem krümeligen Teig tatsächlich eine Kugel formen lässt.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig noch mal kurz durchkneten und portionsweise weiterverarbeiten. Den restlichen Teig wieder in den Kühlschrank zurückstellen. Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder zwischen aufgeschnittenen Gefrierbeuteln ca. 3mm dick ausrollen und aus dem Teig jeweils Plätzchen in 3 verschiedenen Größen ausstechen - bei mir waren es drei unterschiedlich große Sterne. Auf der mittleren Schiene im Backofen ca. 8 bis 10 Minuten hellgelb backen. Bei mir waren die Plätzchen nach 9 Minuten perfekt hellgelb. Plätzchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Johannisbeergelee mit einem Löffel glatt rühren. Jeweils auf die Unterseite der kleineren und der mittleren Plätzchen einen Klecks Marmelade geben und je 3 Plätzchen zu Terrassen zusammensetzen. Großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Und demnächst zeige ich auch die Schokoschäumchen, für die ich die 2 übrigen Eiweiße aus diesem Rezept verwendet habe!

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