Sonntag, 30. Januar 2011

Tiroler Speckknödelsuppe

Bei diesem Essen denke ich sofort an Winter, Schnee, die Berge und Mittagspausen im Skiurlaub. Das passt ja zum heutigen eisig kalten Wetter - brrrr! Mit so einer Tiroler Speckknödelsuppe wird es mir nach einem Spaziergang in dieser Eiseskälte ganz schnell wieder warm. Das Rezept stammt aus der "Lecker" 12/2008, ich habe die Mengen aus dem Originalrezept etwas angepasst.


Tiroler Speckknödelsuppe
(1-2 Portionen)

Zutaten:
1 Brötchen vom Vortag
80g geräucherter durchwachsener Speck
1/2 Zwiebel
einige Stängel Petersilie
1 Ei
75ml Milch
Pfeffer,Salz
1 leicht gehäufter EL Mehl
1/2 Stange Lauch
1 Möhre
ca. 600ml Fleischbrühe

Zubereitung:
Das Brötchen klein würfeln. Den Speck ebenfalls fein würfeln. Zwiebel schälen, fein würfeln. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Das Ei mit der Milch verquirlen und mit Pfeffer und wenig Salz würzen.
Den Speck in einer beschichteten Pfanne knusprig anbraten. 1 EL Speck aus der Pfanne nehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zwiebelwürfel in die Pfanne dazu geben und mit dem restlichen Speck anbraten. Speck, Zwiebeln, Eiermilch und Petersilie (bis auf 1 EL zum Dekorieren) mit den Brötchenwürfeln in eine Schüssel geben. Alles gut vermischen, dann das Mehl hinzugeben und die Masse mit den Händen gründlich verkneten. Der Teig darf ruhig noch etwas feucht sein! Dann die Masse 30 Minuten ruhen lassen.

Derweil die Möhre schälen und in feine, mundgerechte Streifen (nicht zu lang) schneiden. Lauch waschen, putzen und ebenfalls in dünne, mundgerechte Streifen schneiden.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Hände mit etwas Wasser anfeuchten, die Knödelmasse mit den Händen noch mal durchkneten und dann aus der Masse 5-6 Knödel formen. Knödel in das kochende Salzwasser geben, dann die Hitze reduzieren und die Knödel bei schwacher bis mittlerer Hitze in ca. 15 Minuten gar ziehen lassen.

Derweil in einem zweiten Topf die Fleischbrühe aufkochen. Gemüsestreifen und beiseite gelegten Speck zugeben und zugedeckt 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Brühe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser herausnehmen, abtropfen lassen und portionsweise in tiefe Teller füllen. Mit Brühe aufgießen und mit Petersilie bestreut servieren.

Freitag, 28. Januar 2011

Pasta-Kochkurs in der Nudelmanufaktur "Pasta Fresca" in Kirchheim/Teck

Mein Mann hat mir zu Weihnachten einen Pasta-Kochkurs geschenkt. Toll! Diese Woche fand der Kochkurs abends um 20 Uhr in der Nudelmanufaktur "Pasta Fresca" in Kirchheim/Teck statt. Das Thema war "Selbstgemachte Pasta individuell gefüllt". Es war ein sehr schöner, leckerer und interessanter Abend. Die Inhaberin der Nudelmanufaktur, Mirijam Pasquini, ist mit Leidenschaft und Herzblut dabei. Zu ihrem Nudelteig und ihren Saucenkreationen hat sie eine innige Beziehung und das merkt man!

Wir haben bei diesem Kochkurs selbst den Nudelteig, zwei Sorten Pastafüllung und zwei Sorten Saucen hergestellt und natürlich alles verzehrt. In drei Teams haben wir parallel an einer Gemüsefüllung, einer Fleischfüllung, einem Nudelteig aus Mehl und einer Weißwein-Sahne-Sauce sowie einer umbrischen Ragout-Sauce gearbeitet.

Für die Gemüsefüllung haben wir Zucchini, Paprika, Champignons, Auberginen und Lauch mit Rosmarin und Thymian in reichlich Olivenöl angebraten. Im Hintergrund köchelt das umbrische Ragout mit Tomatenpassata und angebratenem Hähnchenfleisch.


Wir haben den Nudelteig aus Mehl Type 405, Salz, pasteurisiertem Ei und pasteurisiertem Eigelb und etwas Wasser zubereitet. Mirijam Pasquini geht bei den Mengenangaben nach Gefühl vor, der Teig muss sich eben "richtig", also schön geschmeidig anfühlen. Olivenöl kommt bei ihr keines in den Teig, erst später werden die Hände zum Teigkneten mit etwas Olivenöl beträufelt.

 Jetzt weiß ich auch den Unterschied zwischen Pasta aus Mehl und Pasta aus Hartweizengrieß: Pastateig aus Mehl wird schon nach ein paar Stunden grau und damit unansehnlich. Er schmeckt immer noch genauso gut, sieht aber nicht mehr so hübsch aus, weswegen industriell gefertige Pasta und auch die Pasta in der Nudelmanufaktur aus Hartweizengrieß hergestellt wird - die Nudeln bleiben dadurch gelb und sehen appetitlicher aus. Da wir unseren Nudelteig aber sofort verarbeitet und verzehrt haben, haben wir den Teig aus Mehl hergestellt.

So einen Mehrfachrollschneider für gleichmäßig große Nudel-Teigplatten hätte ich auch gerne...


Aus unserem selbst hergestellten und getourten (d.h. der Teig wurde mehrfach durch die immer feinere Walze gedreht, dann wieder zusammengefaltet und erneut gewalzt) Nudelteig haben wir mit Gemüse gefüllte Tortellini und Cappelletti geformt.


Den restlichen Teig haben wir in die professionelle Nudelmaschine gefüllt, die über zwei Walzen und verschiedene Einsätze die gewünschte Füllung in die gewünschte quadratische oder dreieckige Teigform presst. So was hätte ich auch gerne für zuhause, ruckzuck kommen die fertigen Ravioli unten heraus gepurzelt.... allerdings nimmt die Maschine doch ziemlich viel Platz weg und ist für den Privatgebrauch unerschwinglich ;-)

Gegen 23 Uhr waren wir dann - total ausgehungert - fertig mit Zubereiten und Kochen. Zu den Tortellini mit Gemüsefüllung gab es ein Weißwein-Sahne-Sößchen, das mir überraschenderweise sehr gut geschmeckt hat, denn eigentlich mag ich keine Sahnesoßen. Diese hier war aber sehr gut! Ich hoffe, dass ich wie versprochen noch die Rezepte für die Füllungen und die Saucen bekomme, dann gibt es das Rezept auch für euch!


Noch bis Mitternacht saßen wir im Bistro der Nudelmanufaktur, haben unsere Tortellini, Cappelletti und Ravioli verspeist, das ein oder andere Gläschen Rotwein getrunken und mit den anderen Kochkursteilnehmern über Pasta, Kochen, Essen und Genießen gefachsimpelt. Auch dank der engagierten Kochkursleiterin war es ein wunderschöner und rundum gelungener Abend - sehr zu empfehlen!

Wer in der Gegend um Kirchheim/Teck wohnt: in der Nudelmanufaktur Pasta Fresca gibt es sowohl einen Mittagstisch als auch die Möglichkeit, frische handgemachte Nudeln aller Art, hausgemachte Saucen und Antipasti zu kaufen! Ich kann es nur empfehlen.

Pasta Fresca & Co.
Alleenstrasse 8
73230 Kirchheim/ Teck
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-19 Uhr
Sa 8-15 Uhr

Donnerstag, 27. Januar 2011

Rote Bete-Klöße mit Zitronenspalten und Joghurt-Dip

 "Die neue vegetarische Küche" von Maria Elia wird im Moment von den Foodblog-Kollegen rauf und runter gekocht. Z.B. von Chocolate River und von Katharina. Und von mir. Das Buch ist aber auch spitze! Heute gab es bei mir daraus die Rote Bete-Klöße mit Zitronenspalten und einem Joghurt-Dip. Eigentlich gedacht für 4 Personen als Snack in einer Auswahl an Variationen über Rote Bete, habe ich es als Mittagessen für mich allein verdrückt. Es war aber auch zu lecker ;-)


Rote Bete-Klöße
(für 2 Personen als Snack oder für eine Person als volle Mahlzeit)

Zutaten:
200g gekochte und vakuumierte Rote Bete
2 Frühlingszwiebeln
40g Parmesan
50g Feta
1 Ei
zwei Stängel Dill
zwei Stängel Petersilie
Salz, Pfeffer,
ca. 70g Semmelbrösel
ca. 70g Mehl
Rapsöl
1/4 Zitrone
100g Naturjoghurt

Zubereitung:
Rote Bete raspeln. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und mitsamt dem Grün fein hacken. Parmesan reiben. Feta möglichst klein zerbröseln. Das Ei mit einer Gabel verquirlen. Dill und Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Etwas Petersilie beiseite legen. Rote Bete, Frühlingszwiebeln, Parmesan, Feta, Ei, Dill und Petersilie in einer Schüssel miteinander vermengen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Soviel Semmelbrösel hinzugeben, dass die Masse fest wird. Masse abgedeckt im Kühlschrank eine Stunde kaltstellen.

Jetzt den Joghurtdip vorbereiten: Naturjoghurt mit etwas Salz würzen und die beiseite gelegte Petersilie einstreuen. Kurz durchziehen lassen.

Mehl in einen tiefen Teller schütten, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Hand aus der Rote Bete-Masse jeweils golfballgroße Klöße formen und rundherum im Mehl wälzen.

Reichlich Öl in einer Pfanne stark erhitzen. Klöße im Fett rundherum ca.3 Minuten goldbraun braten. Klöße herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Zitronenspalten und dem Joghurtdip warm oder kalt servieren.

Mir hat es sehr gut geschmeckt: frisch und würzig, perfekt ergänzt durch den Joghurt. Und abgesehen von der einstündigen Kühlzeit auch sehr schnell zubereitet. Das gibt es mal wieder. Bei Chocolate River gab es die Rote Bete-Klöße übrigens auch schon.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Schnelle Hackfleischpfanne mit Spinat, Reis und Rosinen

Diese Hackfleischpfanne mit Spinat, Reis und Rosinen gab es schon öfter bei uns, weil sie schnell gekocht ist und uns die Kombination aus Spinat, noch leicht bissfestem Reis, crunchigen Pinienkernen und weichen Rosinen zusammen mit dem kühlen, sauren Joghurt einfach gut schmeckt.

 

Hackfleischpfanne mit Spinat, Reis und Rosinen
(2-3 Portionen)

Zutaten:
300g TK-Spinat
1 Zwiebel
40g Rosinen
100g Naturreis
1 EL Rapsöl
250g Rinderhackfleisch
ca. 1/4l Gemüsebrühe
1-2 EL Pinienkerne
Salz, Pfeffer
Rosenpaprikapulver
gemahlener Kreuzkümmel
150g Naturjoghurt

Zubereitung:
Rosinen in eine kleinen Schüssel geben, mit Wasser bedecken und einweichen. Reis mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf geben, leicht salzen, einmal aufkochen und dann bei geringer bis mittlerer Hitze quellen lassen, bis der Reis bissfest ist.
Derweil den TK-Spinat in einem Topf auftauen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Zwiebel schälen und fein würfeln. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Hackfleisch hinzugeben, bei starker Hitze krümelig anbraten. Den aufgetauten und abgetropften Spinat unterrühren. Mit 200ml Gemüsebrühe ablöschen und aufkochen. Den bissfesten, abgetropften Reis, die abgetropften Rosinen und die angerösteten Pinienkerne unterheben. Mit einer kräftigen Prise Paprika, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze noch 5-10 Minuten garen. Eventuell noch mal Gemüsebrühe nachgießen.

Joghurt in eine Schüssel füllen, leicht salzen und mit der Hackfleischpfanne servieren.

Und weil die Hackfleischpfanne in gut 30 Minuten und ohne großen Stress in der Küche fertig auf dem Tisch steht, nehme ich hiermit das erste Mal am Blogevent "Cucina rapida" von Man kann´s essen teil!

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von 
mankannsessen.de 

Dienstag, 25. Januar 2011

Nachgekocht: Linsen-Spinat-Gratin mit Granatapfelkernen

Von unserem Sonntagsessen hatte ich noch einige Granatapfelkerne übrig. In meinen Kochbüchern habe ich keine Rezepte mit Granatapfel gefunden, die mich angesprochen haben, also habe ich online nach interessanten Rezepten gesucht und voilà, Sylvia von Rock the Kitchen hatte im Dezember einen Linsen-Spinat-Gratin mit Granatapfelkernen gepostet, der sehr vielversprechend aussah!


Was soll ich sagen: das Rezept war die perfekte Wahl. Ich bin echt begeistert von dieser Zutatenkombination. Noch leicht bissfeste rote Linsen, der weiche Spinat, dazu die knackigen Granatapfelkerne - toll! 
Ich habe die Koch- bzw. Backzeit sowie die Flüssigkeitsmenge etwas angepasst, mich aber ansonsten weitgehend an Sylvias Vorgaben gehalten. Und so habe ich den Linsen-Spinat-Gratin zubereitet:
Linsen-Spinat-Gratin mit Granatapfelkernen
(2 Portionen)

Zutaten:
125g rote Linsen
200ml Gemüsebrühe
250g TK-Blattspinat
1 Schalotte
2 TL Rapsöl
100g Sauerrahm
50g Sahne
1 Knoblauchzehe
1 Ei
100g Feta
2-3 EL Granatapfelkerne
rosenscharfes Paprikapulver
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Linsen in der Gemüsebrühe in ca. 10 Minuten gar kochen, dann abgießen. Den Blattspinat in einem Kochtopf bei mittlerer Hitze auftauen lassen und gut ausdrücken. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. In einer kleinen Pfanne 1 TL Rapsöl erhitzen, Schalotte und Knoblauch darin glasig dünsten. Wieder vom Herd nehmen. Feta würfeln. In einer großen Schüssel die Sahne, den Sauerrahm, das Ei und die Hälfte des gewürfelten Fetas mit dem Schneebesen gut verquirlen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Abgekühlte Schalotten, Knoblauch, abgetropften Spinat und abgetropfte Linsen ebenfalls unterrühren.

Eine kleine ofenfeste Form mit einem TL Öl auspinseln und die Linsen-Spinat-Sahne-Mischung einfüllen. Mit dem restlichen zerbröckelten Feta bestreuen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten backen. Vor dem Servieren mit den Granatapfelkernen bestreuen.

Montag, 24. Januar 2011

Lammragout mit Datteln, Couscous und Granatapfelkernen

Was gibt es Schöneres? Auch am gestrigen Sonntag konnte ich meinen Bräter wieder für ein feines Schmorgericht einsetzen. Nachdem der Winter mit Minusgraden auch in Karlsruhe zurückgekehrt ist, war  dieses Lammragout mit Datteln, Couscous und Granatapfelkernen nach einem entspannten Nachmittag in der Therme genau das Richtige, um das Wochenende gemütlich ausklingen zu lassen.


Lammragout mit Datteln, Couscous und Granatapfelkernen
(2 Portionen)

Zutaten:
ca. 500g Lammfleisch aus der Schulter, ohne Knochen
2 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
4 Pimentkörner
eine kräftige Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 Messerspitze gemahlener Zimt
1-2 EL Olivenöl
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
30g Walnusskerne
60g getrocknete Datteln, entsteint
1-2 EL Honig
1 Granatapfel
150g Instant-Couscous
2 EL weiche Butter
einige Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Das Fleisch trocken tupfen und in Würfel schneiden. Gewürznelken, Kardamomkapseln und Pimentkörner in einem Mörser fein zerstoßen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Das Öl in einem Bräter erhitzen. Alle Gewürze darin ca. 2 Minuten andünsten. Das Fleisch hinzugeben und bei starker Hitze von allen Seiten kräftig anbraten. Dann Zwiebel und Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und dann 250ml Wasser zugeben. Deckel auf den Bräter setzen und im Bräter im vorgeheizten Ofen 1 Stunde 15 Minuten schmoren.

Derweil die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Die Kerne aus einer Granatäpfelhälfte lösen, Rest anderweitig verwenden. Für das Lösen der Granatapfelkerne aus dem Gehäuse ohne Sauerei habe ich die Methode von Martha Stewart angewandt: Granatapfel sternförmig einritzen, in der Mitte auseinanderbrechen, dann noch mal in Viertel brechen (an den vorgeritzten Linien entlang), dann ein Viertel mit der offenen Seite nach unten in der Hand halten und mit einem Kochlöffel von außen auf die Schale schlagen. In diesem Video sieht man gut, wie´s geht. Ganz so einfach ging es bei mir nicht, aber wirklich schwierig wars auch nicht.

Kurz vor Garzeitende das Couscous nach Packungsangabe mit heißem Wasser übergießen, quellen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Butter flöckchenweise mit einer Gabel unterrühren. 

Während das Couscous quillt, die gerösteten Walnusskerne, die entsteinten Datteln und den Honig zum Fleisch geben, alles unterrühren und noch mal kurz schmoren. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und grob hacken. 

Das Lammragout mit dem Couscous portionsweise auf Tellern anrichten. Mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreut servieren.

Uns hat es auch dieses Mal wieder sehr gut geschmeckt. Ich würde beim nächsten Mal allerdings noch einen Naturjoghurt-Dip dazu servieren, das passt bestimmt hervorragend dazu!


Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Fleisch" aus der Brigitte-Edition. Das Kochbuch habe ich vor ca. 2 Jahren von meiner Mutter geschenkt bekommen, die es sich selbst gekauft hatte und dann feststellen musste, dass sie als treue Brigitte-Leserin so gut wie alle darin enthaltenen Rezepte bereits in ihrem Rezepte-Ordner gesammelt hat. Denn in "Fleisch" hat die Brigitte-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem GU-Verlag die beliebtesten Rezepte zu bestimmten Themen zusammengestellt und veröffentlicht. Außer Fleisch gibt es z.B. noch Bücher zu den Themen Pasta, Salat, Dessert, Backen, Weihnachten.... Jedenfalls stand das Kochbuch, seitdem ich es bekommen hatte, eher unbeachtet im Regal und ist daher ein Fall für Foodfreaks Dauer-Event "DKduW - Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen"! Vielleicht lag es am martialischen Titel "Fleisch", dass ich bisher nichts aus diesem Kochbuch gekocht hatte, besonders anregend klingt das ja nicht... Aber die Rezepte sind durchaus nachkochenswert, wie dieses Lamm-Ragout gezeigt hat. Das Buch ist unterteilt in 4 Kapitel: Hackfleisch, Kurzgebraten, Große Stücke und Geschmortes. In jedem Kapitel finden sich Klassiker wie z.B. Königsberger Klopse, Cordon Bleu oder ein Krustenbraten, aber auch ein thailändisches Lammcurry oder ein Schweinefilet in Kaffeekruste. Das thailändische Lammcurry habe ich mir mal markiert, vielleicht kommt das Buch ja noch mal zu einem Einsatz :-)

Freitag, 21. Januar 2011

Grün ist die Hoffnung

Heute gibt´s nichts zu essen, heute gibt es hier nur Lesefutter! Zuerst mal: Ich bin ein Bücherwurm. Leider komme ich nicht mehr so viel zum Lesen wie früher, aber ich lese immer noch sehr gerne. Mit meiner Leselust bin ich nicht alleine: die von mir sehr geschätzten Bloggerdamen Caro (Draußen nur Kännchen) und Bine (Was Eigenes) haben sogar einen gemeinsamen Zweitblog rund um Bücher & Lesen eröffnet: Die lesende Minderheit. Hier gibt es persönliche Buchempfehlungen und ein alle zwei Monate wechselndes Buchthema, bei dem alle mitmachen können! Für den Januar haben sie das Buchthema "ein Buch, in dessen Titel eine Farbe vorkommt" ausgerufen.



Ich habe meine Bücherregale kurz überflogen und ein paar Bücher mit einer Farbe im Titel gefunden. Darunter befindet sich auch "Grün ist die Hoffnung" von T.C.Boyle. Boyle ist mein absoluter Lieblingsautor unter den zeitgenössischen Autoren. Ich liebe seinen mit Metaphern gespickten Erzählstil, seinen lakonischen Schreibstil, wie er mit beißender Ironie und scharfem Blick die Doppelmoral und Heucheleien seiner Mitmenschen aufzeigt und sie entlarvt (besonders in "Willkommen in Welville" und in "Dr. Sex") und immer wieder spannende Themen anpackt und daraus Geschichten strickt, die mich gefangen nehmen.

Früher habe ich das Datum, an dem ich ein Buch gekauft oder geschenkt bekommen habe, in die Bücher vorne hineingeschrieben, daher weiß ich, dass ich dieses Buch bereits im Januar 1999 gelesen habe.



In "Grün ist die Hoffnung" geht es um drei junge Männer, die sich in die Berge in der Nähe von San Francisco zurückziehen, um dort ungestört Marihuana anzubauen und so mit Drogen das große Geld zu machen. Sex, Drugs, Rock´n Roll und das große Geld, so der Plan. Aber ihr Plan geht nicht ganz auf, denn das Leben in der Wildnis ist doch nicht so einfach und idyllisch wie gedacht. Die hochfliegenden Pläne scheitern an den kleinen Dingen wie z.B. schlechtem Saatgut, einer äußerst mageren Marihuana-Ernte, einem störenden Dorf-Sherrif, Entzugserscheinungen bei den Neu-Landwirten... viele tragikomische Szenen spielen sich ab. 

Sehr lustig, sehr komisch, manchmal tragisch, immer unterhaltsam. Ein großes Lesevergnügen!

Wenn es euch interessiert, stelle ich auch gerne noch weitere Bücher mit Farben im Titel vor. Und welche "farbigen" Bücher könnt ihr noch empfehlen?

Donnerstag, 20. Januar 2011

Kichererbsen-Küchlein mit Mozzarella und Rote Bete

Ich hatte von der Nudelsuppe mit Kichererbsen noch Kichererbsen übrig und habe in meiner Rezeptesammlung nach weiteren Gerichten mit Kichererbsen gesucht. In der 1. Ausgabe der Zeitschrift "Food and Travel" bin ich dabei auf diese Kichererbsen-Küchlein mit Mozzarella und Rote Bete gestoßen, die sich gut anhörten und auch sehr hübsch aussahen.


Kichererbsen-Küchlein mit Mozzarella und Rote Bete
(für 2 Personen als Vorspeise oder kleiner Snack)

Zutaten:
1 Knolle Rote Bete, vorgegart und vakuumiert
200g Büffelmozzarella
1 TL rose Pfefferbeeren
1 EL gesalzene Butter

Für die Küchlein:
200g Kichererbsen
einige Stängel frischer Koriander (ersatzweise: gemahlener Koriander)
1 Knoblauchzehe
50g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 Ei
75ml Milch
1 EL Zitronensaft
Cayennepfeffer
1TL Tahina (Sesampaste)
Salz, Pfeffer,
reichlich Öl

Zubereitung:
Zunächst den Teig für die Küchlein herstellen. Dazu die Kichererbsen abtropfen lassen und mit einem Stampfer oder einer Gabel grob zerkleinern.  Wenn es frischen Koriander gab (gab es bei mir leider nicht), diesen waschen, trocken schütteln und bis auf einige Blätter fein hacken, Rest zur Dekoration beiseite legen. Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Mehl in eine Schüssel sieben. Backpulver unterrühren. Zermuste Kichererbsen, den gehackten frischen oder eine kräftige Prise gemahlenen Koriander, den Knoblauch, Zitronensaft, eine kräftige Prise Cayennepfeffer und die Sesampaste zugeben. Den Teig kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Ei trennen. Eigelb mit der Milch verrühren und zur Kicherbsen-Mehl-Mischung geben. Eiweiss mit einer Prise Salz mit dem Handrührgerät steif schlagen. Eischnee unter die Kichererbsen-Mehl-Mischung heben.

In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Für die Küchlein jeweils einen Esslöffel der Teigmischung in das heiße Öl geben. Kurz warten, dann auf jedes Küchlein noch einen zweiten Esslöffel der Teigmischung geben. Bei mittlerer Hitze die Küchlein von jeder Seite ca. 3 Minuten goldbraun anbraten. Die fertigen Küchlein auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen. Je nachdem, wieviele Küchlein man brät, die fertigen Küchlein im Backofen bei 120 Grad warmhalten.

Die gesalzene Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen. Rosa Pfefferbeeren in einem Mörser grob zerdrücken und kurz in der geschmolzenen Butter schwenken, dann die Pfanne vom Herd nehmen.

Derweil die Rote Bete in dünne Scheiben schneiden, ebenso den Büffelmozzarella.

Jetzt abwechselnd ein Kichererbsenküchlein, eine Scheibe Rote Bete, eine Scheibe Mozzarella etc. portionsweise übereinander auf den Teller schichten (pro Portion 2 Türmchen). Mit der Pfefferbeeren-Butter beträufeln und, falls vorhanden, mit frischem, grob gehacktem Koriander bestreuen.

Mir haben die Kichererbsen-Küchlein als kleines Abendessen sehr gut geschmeckt! In meinem Fall war es eine prima Resteverwertung, aber ich kann mir die hübschen Türmchen auch gut als Vorspeise in einem Menü vorstellen.

Dienstag, 18. Januar 2011

Sonntagsessen: Feines Maronen-Gulasch mit Tagliatelline

Seit ich meinen tollen Schmortopf neulich mit dem Chili-Paprika-Gulasch eingeweiht habe, bin ich völlig hin und weg von Schmorgerichten.Der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen, es kostet lediglich etwas Zeit. Und die nehme ich mir am Wochenende gerne zum Kochen! Beim Stöbern auf lecker.de hatte ich das Rezept für ein Feines Maronengulasch gefunden. Bis auf das Fleisch hatte ich alles zuhause - damit war das Sonntagsessen schon geklärt!


Feines Maronen-Gulasch mit Tagliatelline
(2 Portionen)

Zutaten:
500g gemischtes Gulasch
2 EL Öl
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1-2 EL Mehl
150ml trockener Rotwein
250ml Fleischbrühe + evtl.etwas mehr
1 Möhre
1/2 Stange Lauch
100g Maronen, vorgekocht und vakuumiert
2 EL Honig
1/2 TL getrockneter Majoran (oder 1/4 Bund frischer Majoran)

Zubereitung:
Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Zwiebel und Knoblauch schälen. Anderthalb Zwiebeln fein würfeln, eine halbe Zwiebel in Ringe schneiden. Knoblauch fein würfeln.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin portionsweise bei starker Hitze rundherum anbraten. Fleisch wieder aus dem Bräter nehmen und die Zwiebelwürfel, den Knoblauch und das Tomatenmark kurz im Bratfett anrösten. Dann das Fleisch wieder in den Topf geben. Alles kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. 1-2 EL Mehl gleichmäßig über Fleisch und Zwiebeln stäuben und alles unter Rühren weiter anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen. Dann die Fleischbrühe zugießen. Alles aufkochen und mit einem Holzlöffel den Bratsatz vom Topfboden lösen. Hitze reduzieren und Gulasch bei geschlossenem Deckel und schwacher Hitze ca. 2 Stunden schmoren. Zwischendurch gelegentlich kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, und gegebenenfalls Fleischbrühe nachgießen.

Möhre putzen, schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Lauch putzen, gründlich unter fließendem Wasser waschen und leicht schräg in dünne Streifen schneiden. Maronen halbieren.

15 Minuten vor Ende der Garzeit des Gulaschs die Maronen, den Lauch, die Möhre, die Zwiebelstreifen und den getrockneten Majoran hinzugeben. 1 EL Honig unterrühren und alles noch mal weiterköcheln.

Derweil die Tagliatelline (oder andere dünne Nudeln) in reichlich Salzwasser gemäß Packungsanweisung al dente kochen.

Wenn ihr frischen Majoran verwendet, diesen erst jetzt zum Gulasch hinzugeben. Alles noch mal mit Salz, Pfeffer und einem EL Honig abschmecken. Kurz ziehen lassen. Zusammen mit den Nudeln servieren.

Uns hat es sehr gut geschmeckt. Die Sauce war wunderbar eingekocht und sämig, das Fleisch butterzart und die Maronen und der Honig haben eine weiche Note in das Gulasch gebracht. Das kommt wieder auf den Tisch!

Montag, 17. Januar 2011

Nur für mich: Gersten-"Risotto" mit Rosenkohl

So ein paar Zutaten, die mag mein Mann einfach nicht. Den schönen Rosenkohl im Supermarkt habe ich deswegen die letzten Tage immer nur kurz angeschaut und bin weitergegangen. Aber dann hat es sich ergeben, dass ich zum Abendessen alleine war. Schnell habe ich nach Rosenkohl-Rezepten in meinem Fundus gesucht und mich für ein Gersten-"Risotto" mit Rosenkohl aus "Gut gekocht!" von Cornelia Schinharl entschieden. Eine gute Wahl: das Gersten-Risotto hat mich mit seiner sämigen Konsistenz und den winterlichen Aromen überzeugt!


Gersten-"Risotto" mit Rosenkohl
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Stange Lauch
2 EL Butter
150g Gerste (Graupen)
ca. 500ml Gemüsebrühe
150g Rosenkohl
Salz, Pfeffer
1 Prise gemahlener Kümmel
1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
50g geriebener Käse (z.B. Emmentaler)
1/2 Beet Kresse

Zubereitung:
Wurzelballen und welke Blätter vom Lauch abschneiden. Lauch halbieren und unter fließendem Wasser gründlich waschen. Dann in feine Scheiben schneiden. In einem großen Topf 1 EL Butter erhitzen. Lauch darin anschwitzen. Gerstenkörner hinzufügen, glasig dünsten. Dann die Gemüsebrühe hinzugießen und alles zum Kochen bringen. Wenn es kocht, auf niedrige Hitze zurückschalten und zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen.

Derweil den Rosenkohl waschen, welke Blätter entfernen. Strunk abschneiden. Rosenkohlröschen vierteln, große Röschen achteln. Eine Prise Kümmel mit dem Mörser zerstoßen oder andrücken. Rosenkohl und Kümmel zur Gerste in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Weitere 12-15 Minuten zugedeckt bei geringer Hitze köcheln, bis die Gerste bissfest ist. Gelegentlich umrühren, eventuell noch etwas Wasser nachgießen, damit die Gerste nicht anbrennt.

Zitrone heiß waschen, abtrocken und ca. 1 TL Schale abreiben. Mit der restlichen, in kleine Stücke geschnittenen Butter und dem geriebenen Käse zur Gerste geben. Topf von der Herdplatte nehmen. Alles gut vermischen, noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Kresse garniert servieren.

Bei einigen Rezepten wird die Gerste vorher über Nacht in Wasser eingeweicht. Anfangs habe ich das auch gemacht, dann habe ich es mal vergessen und die Gerste uneingeweicht verwendet. Nachdem ich dann keinen Unterschied in der Gersten-Konsistenz oder dem Geschmack zwischen eingeweichter und nicht eingeweichter Gerste erkennen konnte, spare ich mir das Einweichen mittlerweile! 

Donnerstag, 13. Januar 2011

Nachgekocht: Nudelsuppe mit Maronen & Kichererbsen

Soll ich euch mal was sagen? Wenn ich ein neues Rezept ausprobieren möchte und ganz sicher gehen will, dass es gelingt, muss ich nur ein Rezept eines Foodbloggerkollegen nachkochen. Noch nie ist ein Rezept, das ich bei einem anderen Foodblog gefunden und nachgekocht habe, daneben gegangen - ganz im Gegensatz zu vielen Rezepten aus Kochbüchern. Und geschmacklich waren bisher auch alle nachgekochten Gerichte gut bis herausragend gut. Wahrscheinlich wächst meine Nachkochliste auch deswegen stetig an - ich weiß ja, dass die Rezepte gut sind :-)

Vor einigen Tagen veröffentlichte Paule ein Rezept, das sofort auf meine Nachkochliste wanderte. Heute habe ich Paules Nudelsuppe mit Maronen & Kichererbsen nachgekocht - und bin begeistert! Eine wunderbar reichhaltige Suppe mit Nudeln, Maronen, Karotten, Kichererbsen und Kartoffeln, die mich nach einem stressigen Arbeitstag wieder mit Energie versorgt hat.


Ich habe mich weitestgehend an Paules Rezept gehalten und nur die Mengen auf zwei Portionen angepasst.

Nudelsuppe mit Maronen & Kichererbsen
(2 Portionen)

Zutaten:
100g geschälte, gekochte und vakuumierte Maronen
75g (Vollkorn-)Spaghetti
1/2 Dose Kichererbsen (ca. 120g Abtropfgewicht)
2 kleine mehlig kochende Kartoffeln
1 Möhre
ca. 50g geriebenen Käse (Z.B. Gouda)
1 kleine Schalotte
1 Knoblauchzehe
75ml trockener Weißwein
600ml Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
1/2 TL getrockneter Rosmarin
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
ca. 1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
1 Stängel Petersilie
2-3 EL Schmand

Zubereitung:
Schalotte schälen und fein würfeln. Karotte schälen und in dünne Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Maronen grob hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Kichererbsen in ein Sieb gießen, mit fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Die Spaghetti in kleine Stücke brechen.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Schalottenwürfel bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten anschwitzen. Dann Knoblauch, Karotten und den Rosmarin hinzufügen und kurz mitbraten. Mit Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen. Dann mit der Gemüsebrühe aufgießen. Abgetropfte Kichererbsen hinzugeben. Hitze hochschalten und alles zum Kochen bringen. Dann Kartoffeln und Spaghetti hinzugeben und bei mittlerer Hitze kochen, bis die Nudeln al dente sind.

Topf von der Kochplatte nehmen. Geriebenen Käse, gehackte Maronen, Zitronenschale und Petersilie unterrühren. Mit frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Noch mal kurz durchziehen lassen, dann portionsweise in Suppenteller füllen und mit je einem Esslöffel Schmand garniert servieren.

Paule hatte sich übrigens von Alex zu dieser Suppe inspirieren lassen. Danke euch beiden für dieses tolle Rezept!

Und wenn ich schon dabei bin, mich darüber auszulassen, wie toll Foodblogs doch sind:  ich habe den Award "Liebster Blog" erhalten - vielen Dank hierfür, Britta !


Soweit ich das gesehen habe, haben alle meine Lieblingsblogs den Award schon. Deswegen stelle ich den Award virtuell in meine Trophäensammlung, sage dankeschön und verweise für tolle Blogs einfach auf meine Blogroll in der rechten Spalte!

Dienstag, 11. Januar 2011

Schön scharf: Rote Linsen-Suppe mit Aprikose & Chili

Ich lese ja bekanntlich gerne Frauenzeitschriften und Klatschmagazine. In manchen Ausgaben stoße ich da auf interessante Rezepte, so wie in der aktuellen "Grazia". Dort habe ich das Rezept für eine gelbe Linsensuppe mit Aprikose und Chili gefunden. Das klang interessant! Da ich noch rote Linsen zuhause hatte, habe ich das Rezept etwas angepasst und heraus kam eine scharfe Rote Linsen-Suppe mit Aprikose & Chili.


Rote Linsen-Suppe mit Aprikose & Chili
(2 Portionen)

Zutaten:
125g rote Linsen
Kurkuma
1 kleine Schalotte
1 kleine Karotte
1 kleines Stück Knollensellerie
6 getrocknete Aprikosen
2 EL Sonnenblumenöl
1 getrocknete Chilischote
1 Lorbeerblatt
braune Senfsaat
Schwarzkümmel
gemahlener Kreuzkümmel
Bockshornkleesamen
Fenchelsamen
1 EL Zitronensaft
Salz

Zubereitung:
Linsen unter fließendem Wasser abspülen. Linsen in einem Topf mit 750ml Wasser und einer Prise Kurkuma in ca. 8-10 Minuten weich kochen. Derweil die Karotte und die Schalotte schälen und fein würfeln. Knollensellerie ebenfalls schälen und fein würfeln.

Weichgekochte Linsen durch ein Sieb abgießen, dabei die Flüssigkeit auffangen.

In einem Topf 2 EL Sonnenblumenöl erhitzen und die Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel darin ca. 3 Minuten unter gelegentlichem Rühren anschwitzen.

Getrocknete Aprikosen grob zerkleinern. Chilischote fein hacken. Je eine Prise Senfsaat, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Bockshornkleesamen und Fenchelsamen miteinander mischen, so dass es ca. einen gestrichenen Teelöffel Gewürzmischung ergibt. Chilischote, Gewürzmischung und das Lorbeerblatt zum Gemüse geben. Mit der Linsen-Flüssigkeit ablöschen. Gekochte Linsen und Aprikosen hinzugeben. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Eine schön scharfe Suppe, die bei mir bei diesem grauen Regenwetter ordentlich eingeheizt hat. Prima!

Sonntag, 9. Januar 2011

Wok mal wieder: Rinderfilet mit Ingwer & Lauch

Eieiei, erst fordere ich euch dazu auf, eure kulinarischen guten Vorsätze beim von mir betreuten aktuellen Kochtopf-Blogevent "Gute Vorsätze" einzureichen, und dann komme ich selbst nicht zu Potte! Aber jetzt ist es soweit: Endlich bin ich dazu gekommen, meine kulinarischen guten Vorsätze, die ich für das Jahr 2011 gefasst habe, zumindest teilweise umzusetzen.

Ich habe mir für 2011 zwei Dinge vorgenommen: zum einen möchte ich wieder 1-2 Mal pro Woche ein selbst zubereitetes Mittagessen mit ins Büro nehmen. Das hat vorletztes Jahr eigentlich ganz gut funktioniert, aber dann kamen mir erst meine Mitstreiter beim Büro-Mittagessen durch Elternzeit und Jobwechsel abhanden und dann sind wir auch noch mit der Firma in ein neues Bürogebäude gezogen, in dem es weder eine Küchenzeile noch einen Tisch und ein paar Stühle für die Mittagspause gibt. Aber im neuen Jahr möchte ich mir trotz allem mein Mittagessen wieder öfter selbst zubereiten und ins Büro mitnehmen und es dann z.B. im nahegelegenen Park verspeisen.

Mein zweiter guter Vorsatz ist, meine vorhandenen Küchengeräte wieder mehr zu nutzen. Mir ist aufgefallen, dass ich z.B. meine Spätzlepresse das letzte Mal vor zwei Jahren benutzt habe (wobei, die echte Schwäbin schabt ihre Spätzle sowieso und presst sie nicht!), und an den letzten Einsatz meines Woks kann ich mich auch nicht mehr so recht erinnern. Also hieß es heute: Wok mal wieder!


Aus "Asian Basics" habe ich ein Rezept für Rindfleisch mit Sesamsauce ausgesucht, es mangels Sesamsamen dann aber in Rinderfilet mit Ingwer & Lauch abgewandelt. Dazu gab es Jasmin-Reis und frische Gurkenscheiben. Schnell zubereitet, frisch, lecker, leicht - sehr schön!

Rinderfilet mit Ingwer & Lauch
(2 Portionen)

Zutaten:
300g Rinderfilet
1/2 Stange Lauch
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
2 EL Reiswein (ersatzweise: trockener Sherry)
3-4 EL Sojasauce
1 TL Zucker
2 EL neutrales Öl
2 EL Hühner- oder Fleischbrühe
etwas Sesamöl
3/4 Tasse Jasmin-Reis
Salz
1/2 EL Butter
1/2 Salatgurke

Zubereitung:
Zunächst das Fleisch abtupfen, dann in Klarsichtfolie wickeln und für ca. 40 Minuten ins Gefrierfach legen. Dann mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden. 

Jetzt den Reis kochen. Dafür Reis, Butter, eine kräftige Prise Salz und 1,5 Tassen Wasser in einen kleinen Topf geben. Aufkochen und Reis bei starker Hitze offen so lange kochen lassen, bis das Wasser den Reis nicht mehr bedeckt. Dabei öfter umrühren. Dann die Hitze reduzieren und Reis abgedeckt bei niedriger Hitze ca. 15-20 Minuten quellen lassen.
Lauch putzen, halbieren und unter fließendem Wasser gründlich abwaschen. Lauch in sehr dünne Streifen schneiden. Ingwer schälen und ebenfalls fein kleinschneiden. Lauch, Ingwer, Reiswein, 1 EL Sojasauce und Zucker in einer Schüssel miteinander vermischen. Filetstreifen hinzugeben und kurz abgedeckt marinieren lassen. 

Derweil die Gurke waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. In ein Sieb geben, mit etwas Zucker bestreuen und Wasser ziehen lassen.

Das neutrale Öl im Wok erhitzen. Fleisch darin in zwei Portionen jeweils 2 Minuten unter ständigem Rühren anbraten, dann das Fleisch wieder herausnehmen. Lauch, Ingwer und restliche Marinade in den heißen Wok geben, kurz unter Rühren braten. Brühe hinzufügen und Fleisch wieder in den Wok geben. Mit restlicher Sojasauce würzen und mit dem Sesamöl beträufeln.

Gurkenscheiben mit den Händen ausdrücken.

Reis und Rinderfilet mit Ingwer & Lauch auf Tellern portionsweise anrichten. Gurkenscheiben dazu reichen.



Mal sehen, inwieweit ich meine guten Vorsätze das ganze Jahr über durchhalten kann. Der Anfang ist auf jeden Fall schon mal gemacht!

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)

Mit meinem Vorsatz, meine vorhandenen Küchengeräte mehr zu  nutzen, bin ich übrigens nicht alleine, auch Foodfreak hat sich das vorgenommen :-)

Montag, 3. Januar 2011

Stundenlang geschmort: Chili-Paprika-Gulasch

Dieses Chili-Paprika-Gulasch ist was für gemütliche Sonntage zuhause mit viel Zeit zum Kochen, denn das Gulasch schmort 3 Stunden im Ofen vor sich hin und verbreitet in dieser Zeit in der ganzen Wohnung einen äußerst leckeren Duft, der uns das Wasser im Munde zusammen laufen lassen ließ. Tapfer haben wir so lange durchgehalten, bis das Fleisch wie von Jamie in seinem Kochbuch "Natürlich Jamie" beschrieben so butterweich geschmort ist, dass es sich mit zwei Gabeln ohne Widerstand zerteilen lässt.

 

Chili-Paprika-Gulasch
(3 Portionen)

Zutaten:
700g Schweineschulter am Stück, ohne Schwarte und Knochen, aber nach Möglichkeit mit Fett
Meersalz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl
1 rote Zwiebel
2 frische Chilischoten
1 gehäufter EL mildes Paprikapulver
1/2 TL Kümmel
1 EL Majoran oder Oregano
2-3 Paprikaschoten, verschiedene Farben
ca. 140g geröstete eingelegte Paprikaschoten
400g Dosentomaten
2 EL Rotweinessig
200g Basmatireis
75g Schmand oder saure Sahne
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
3 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:
Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden. Paprika waschen, das Kerngehäuse entfernen und  Paprika in grobe Stücke schneiden. Gegrillte Paprika abtropfen lassen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Chilischote waschen, halbieren, die Kerne entfernen und die Schote fein hacken. Kümmel im Mörser etwas zerdrücken. Tomaten in der Dose kleinschneiden.
Die Schweineschulter auf der Fettseite mit einem Messer kreuzweise tief, bis auf das Fleisch, einschneiden. Fleisch rundherum großzügig mit Pfeffer und Salz einreiben. 

Einen großzügigen Schuss Olivenöl in einem Schmortopf auf dem Herd erhitzen. Fleisch darin am Stück mit der Fettseite nach unten hineinlegen. Bei mittlerer  Hitze ca. 15 Minuten braten, bis das Fett ausgetreten ist, bzw. wenn wie bei mir rundherum etwas Fett am Fleisch ist, rundherum anbraten. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Nach dem Anbraten das Fleisch wieder aus dem Topf nehmen, beiseite stellen. Zwiebeln, Chilis, Paprikapulver, Kümmel und Majoran in den heißen Topf mit dem Bratfett geben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bei geringer bis mittlerer Hitze die Zwiebeln ca. 10 Minuten anschwitzen. Dann die Paprika (frisch und eingelegt) und die Tomaten mitsamt dem Saft zu den Zwiebeln in den Topf geben. Das Fleisch wieder in den Topf geben. Ca. 75 ml Wasser zugießen. Essig hinzufügen. Alles aufkochen, dann den Schmortopf mit dem Topfdeckel verschließen und im vorgeheizten Backofen 3 Stunden schmoren.

Das Fleisch ist fertig, sobald es sich mit einem Löffel oder zwei Gabeln ohne Widerstand zerteilen lässt. Wenn das Fleisch gar ist, den Reis kochen und den Schmand mit dem Zitronenabrieb sowie der gewaschenen und kleingehackten Petersilie verrühren. 
Das Fleisch aus dem Schmortopf nehmen, in mundgerechte Stücke zerteilen. Die Fleischstücke wieder in den Topf zurückgeben und mit der Sauce vermischen.

Reis mit dem Gulasch portionsweise auf Teller geben und mit einem Klecks Zitronen-Petersilien-Schmand servieren.

Jamie nennt dieses Gericht "Scharfes Chili-Paprika-Gulasch". Die Schärfe hat bei uns gefehlt, aber davon abgesehen war es wunderbares Soulfood-Essen. Das Fleisch war butterzart, die Sauce schön sämig, und den zitronigen Schmand dazu fand ich auch prima. Außerdem hat die Zubereitung zwar länger gedauert, war aber völlig stressfrei. So liebe ich das!
Für dieses Schmorgericht habe übrigens ein kulinarisches Weihnachtsgeschenk eingeweiht: einen runden, gusseisernen Bräter von Le Creuset, in den ich ganz verliebt bin! Endlich habe ich einen Topf, den ich sowohl auf dem Herd als auch im Backofen verwenden kann. Und nachdem die Premiere gut geglückt ist, wird es in nächster Zeit wohl einige Schmorgerichte geben ...

Sonntag, 2. Januar 2011

Macht munter: der Anti-Kater-Salat mit Hering, Gürkchen und Äpfeln

Herzlich willkommen, neues Jahr 2011! Seid ihr alle gut reingerutscht? Wir waren auf einer Silvesterparty, die von Freunden organisiert wurde, und haben das neue Jahr gebührend begrüßt. Und am nächsten Morgen war ich zwar nicht verkatert, aber doch sehr sehr müde. Da schmeckt mir dann ein Essen, das schnell zubereitet ist und die Lebensgeister zurückbringt, wie der Anti-Kater-Salat mit Bismarckhering, Gürkchen und Äpfeln. Steph vom Kuriositätenladen hat den Salat kürzlich erst gebloggt und ihn mir damit wieder in Erinnerung gerufen. Ursprünglich hatte Petra von Chili & Ciabatta den Salat bereits 2007 kreiert und veröffentlicht. Ich habe mich weitgehend an Nicole Stichs Rezept aus dem wunderbaren Kochbuch "Delicious days" gehalten, nur die Menge der Salatsoße und der Zwiebeln habe ich etwas reduziert.


Anti-Kater-Salat mit Hering, Gürkchen und Äpfeln
(ca. 3 Portionen)

Zutaten:
150g Crème fraiche
100g Sahne
3 Stängel Dill
1/2 TL Zucker
Muskatnuss, Salz, Pfeffer
1 EL Zitronensaft
2 grüne Äpfel
1/2 rote Zwiebel
400g Bismarckheringe
4-5 saure Gurken

Zubereitung:
Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Crème fraiche, Sahne und gehackten Dill in einer Salatschüssel verrühren. Mit Zucker, Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss würzen und mit dem Zitronensaft vermischen.

Zwiebel schälen und fein würfeln. Gurken in Scheiben schneiden. Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Bismarckheringe längs teilen und in mundgerechte Stücke schneiden. Alles mit der Creme fraiche-Sahne-Dill-Salatsoße vermischen. Abgedeckt im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen.



Wer da nicht wieder munter wird, dem ist nicht mehr zu helfen ;-) Schön salzig, knackig, frisch - perfekt! Wir haben den Salat pur gegessen, Salzkartoffeln oder Ofenkartoffeln passen aber auch prima dazu.

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