Montag, 28. Februar 2011

Lachsfilet mit Wasabi-Lauch-Püree

Fisch gibt es bei uns nur sehr selten. Am Wochenende hatte ich aber mal wieder Lust auf Lachs, und in einer alten "Lust auf Genuss"-Ausgabe aus dem Oktober 2009 habe ich ein Rezept für Lachsfilet mit Wasabi-Lauch-Püree gefunden, das sich sehr gut anhörte. Also gab es nach langem mal wieder Fisch für uns - und es hat uns hervorragend geschmeckt! Das darf gerne wieder auf den Tisch. Durch den Wasabi ist das Kartoffel-Lauch-Püree leicht scharf und passt prima zum mit Teriyaki-Sauce glasierten Lachsfilet. Und schnell zubereitet ist dieses Essen auch noch! Sehr zu empfehlen.


Lachsfilet mit Wasabi-Lauch-Püree
(2 Portionen)

Zutaten:
75g Lauch (nur das Grün davon)
Salz
50g Butter
200g mehlig kochende Kartoffeln
50ml Milch
1 TL Wasabi-Paste
2 Lachsfilets mit Haut à ca. 120g
Pfeffer
Saft einer halben Zitrone
1 EL Sesamöl
2-3 EL Teriyaki-Sauce

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Kartoffeln in ca. 15-20 Minuten in Salzwasser weich kochen.

Lauch putzen, halbieren und unter fließendem Wasser waschen. Lauch fein kleinschneiden, dabei nur die grünen Teile des Lauchs verwenden. In kochendem Salzwasser in ca. 5 Minuten weich kochen, dann in ein Sieb abgießen und mit eiskaltem Wasser abschrecken. Mit einem Löffel gut ausdrücken. 25g Butter bei niedriger Hitze schmelzen. Lauch mit der flüssigen Butter im Mixer fein pürieren.

Weich gekochte Kartoffeln abgießen und mit dem Kartoffelstampfer fein pürieren. Milch aufkochen und unter die Kartoffeln rühren. Wasabi-Paste und Lauchpüree unterrühren, mit Salz abschmecken und das Wasabi-Lauch-Püree warm halten.

Die Lachsfilets unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen. Mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Sesamöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Lachsfilets darin auf der Hautseite 3 Minuten braten. Fisch wenden und auf der anderen Seite in weiteren ca. 3 Minuten fertig braten. Mit Teriyaki-Sauce übergießen, Pfanne vom Herd nehmen.

Lachsfilets mit dem Wasabi-Lauch-Püree auf Tellern anrichten. Restliche Butter unter die Teriyaki-Sauce in der Pfanne rühren und Sauce über den Fisch träufeln.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Pastinaken-Risotto mit Thymianpesto

Von den Pastinaken-Gnocchi hatte ich noch 3 Pastinaken übrig. Auf Pastinakensuppe hatte ich nicht so recht Lust, also habe ich meine Kochbücher durchgeblättert und nach Ideen gesucht. Fündig geworden bin ich in Maria Elias "Die neue vegetarische Küche", das Pastinaken-Risotto mit Thymianpesto klang vielversprechend! Der Aufwand war für Alltagsküche an einem Arbeitstag zwar recht hoch, aber ich wurde mit einem wunderbar sämigen Risotto mit einer tollen Mischung aus noch leicht knackigen Pastinakenstückchen und cremigem Pastinakenpüree belohnt. Das i-Tüpfelchen war das würzige selbstgemachte Thymianpesto dazu - top! Also, wenn ihr mal wieder eure halbe Topfsammlung benutzen und eine Stunde non-stop in der Küche stehen möchtet, dann nichts wie ran ;-) Der Geschmack wird euch für diesen Aufwand entschädigen.


Pastinaken-Risotto mit Thymianpesto
(1 Portion)

Für das Pastinakenrisotto:
2EL Olivenöl
1 Zwiebel
3-4 mittelgroße Pastinaken
4 EL Butter
1 Knoblauchzehe
125ml Milch
Salz, Pfeffer
150g Risottoreis
Saft einer halben Zitrone
25g Parmesan

Für das Thymianpesto:
4 Stängel Thymian
einige Blätter Basilikum
20g Parmesan
20g Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Meersalz
1 EL Zitronensaft
30ml Olivenöl

Zubereitung:
Zunächst alle Pastinaken putzen und schälen. Schalen aufheben. Zwiebel schälen und halbieren. Eine Hälfte in dünne Scheiben schneiden, andere Hälfte fein würfeln.

In einem großen Topf 1 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebelscheiben darin bei großer Hitze kräftig anbräunen. Dann die Pastinakenschalen und 1 Liter Wasser hinzufügen. Alles aufkochen und bei mittlerer Hitze abgedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Derweil Pastinaken vierteln und in ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Eine Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben schneiden. 2 EL Butter in einem kleinen Topf schmelzen und die Würfel von 2 Pastinaken darin bei mittlerer Hitze anbraten und leicht bräunen. Knoblauchscheiben und Milch hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und alles bei mittlerer Hitze ca. 12 Minuten köcheln lassen. Pastinaken abgießen, dabei den Milchsud auffangen. Pastinaken mit dem Kartoffelstampfer fein pürieren. Falls das Pastinakenpüree zu trocken ist, mit etwas aufgefangenem Milchsud verdünnen. Beiseite stellen.

Für das Thymianpesto die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten. Parmesan fein reiben. Thymian und Basilikum waschen und gründlich abtrocknen. Thymianblättchen abzupfen und in einem hohen Mixgefäß mit dem Basilikum, den angerösteten Pinienkernen, dem Zitronensaft, dem geriebenen Parmesan und dem Meersalz mit dem Stabmixer grob pürieren. Olivenöl hinzugießen und mit dem Stabmixer zu einer feinen, glatten Paste vermengen.

In einem kleinen Topf 2 El Butter schmelzen. Die restlichen Pastinakenwürfel in den Topf geben und bei mittlerer Hitze leicht bräunen. Mit Salz und Pfeffer würzen und unter gelegentlichem Rühren in ca. 8-10 Minuten durchgaren. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Jetzt die Pastinakenbrühe durch ein Sieb in einen Topf abgießen. Schalenreste und Zwiebeln wegwerfen, die Pastinakenbrühe heiß halten.

In einem großen Topf 1 El Olivenöl erhitzen. Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Dann den Risottoreis hinzugeben und ca. 1 Minute mit andünsten. Hitze reduzieren und einen großen Schöpfer Pastinakenbrühe hinzugeben. Fleißig rühren und weitere Brühe hinzugeben, sobald der Reis die Brühe aufgesogen hat. Dies so lange fortführen, bis der Reis außen weich und innen noch leicht bissfest ist - das dauert ca. 20 Minuten. Dann das Pastinakenpüree und die angebratenen Pastinakenwürfel unterrühren. Zitronensaft und frisch geriebenen Parmesan unterrühren und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem Thymianpesto servieren.

Dienstag, 22. Februar 2011

Pastinaken-Gnocchi mit Petersilienbutter

Beim Sammelhamster gab es am Wochenende die berühmten Ricotta-Gnocchi von Delicious Days, die ich auch schon gemacht habe. Das hat mich daran erinnert, dass noch einige Gnocchi-Rezepte auf meiner Nachkochliste auf Umsetzung warten! Im örtlichen Supermarkt gab es ausnahmsweise Pastinaken, also waren heute abend die Pastinaken-Gnocchi in Petersilienbutter dran. Das Rezept stammt mal wieder von lecker.de.

Ich war bei der Zubereitung etwas ungeduldig und habe die rohen Gnocchi nicht alle wie im Rezept angegeben 10 Minuten ruhen lassen. Deswegen war ein Teil der gekochten Gnocchi noch etwas zu weich und ist beim Anbraten zerbröselt. Also habt beim Nachkochen mehr Geduld als ich! Geschmacklich fand ich die Gnocchi sehr gut, die Sauce aus Petersilienbutter war aber eher unspektakulär. Da überlege ich mir bei Gelegenheit noch was anderes! Die Gnocchi kann ich aber uneingeschränkt empfehlen, der Teig ließ sich sehr gut verarbeiten, die Konsistenz der Gnocchi ist schön fluffig und die Pastinaken machen sich sehr gut darin.


Pastinaken-Gnocchi in Petersilienbutter
(2 Portionen)

Zutaten:
ca. 350g mehlig kochende Kartoffeln
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
125g Pastinaken
60g Speisestärke
1 Eigelb (Größe M)
etwas Mehl für die Arbeitsfläche
2 Stängel Petersilie
2-3 EL Butter

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. In einem großen Topf mit Salzwasser in ca. 20 Minuten weich kochen. Pastinaken schälen, waschen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Zu den Kartoffelwürfeln hinzugeben und 15 Minuten mitkochen. Kartoffeln und Pastinaken in ein Sieb abgießen und mit einem Kartoffelstampfer fein stampfen. Masse etwas abkühlen lassen.

Kartoffel-Pastinaken-Masse mit Salz und etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen. Speisestärke und Eigelb hinzugeben und alles mit den Händen zu einem geschmeidigem Teig vermischen. Falls der Teig zu weich ist, noch etwas Speisestärke hinzugeben.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestreuen. Den Kartoffelteig darauf zu einer dünnen Rolle formen und je ca. 2 cm breite Stücke mit dem Messer abschneiden. Abgeschnittene Gnocchi auf ein Küchentuch setzen und mit dem Rücken einer bemehlten Gabel leicht eindrücken. Gnocchi 10 Minuten ruhen lassen.

Derweil in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Gnocchi in das kochende Salzwasser geben und bei geringer Hitze in ca. 5 Minuten gar ziehen lassen. Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter schmelzen lassen und die gekochten Gnocchi darin von allen Seiten 2-3 Minuten anbraten. Gehackte Petersilie hinzugeben und Gnocchi kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Montag, 21. Februar 2011

Zünftiger Nachtisch: Nickys Kaiserschmarrn

Natürlich gab es auch noch ein Dessert, als unsere Freunde am Wochenende zum Abendessen da waren und das Salzburger Bierfleisch mit Knödeln verspeist war. Schon länger wollte ich selbst Kaiserschmarrn zubereiten und habe daher meine Kochbücher nach Rezepten durchforstet. In "Basic cooking" gab es eine Variante mit Mascarpone im Teig, das war mir aber dann doch zu heftig. Deutlich besser klang die Variante aus dem Kochbuch "Delicious Days" von Nicole Stich: hier wird noch Eischnee unter den Teig gerührt, damit er schön luftig und locker wird. Da bisher alle Rezepte aus diesem Kochbuch super gelungen sind, habe ich den Kaiserschmarrn ungetestet zubereitet und war hochzufrieden mit dem Ergebnis! Ein toll nach Puderzucker, Mandeln und Rosinen duftender Schmarrn mit dicken, aber fluffig-leichten Teigbrocken. So muss das sein! Dazu habe ich Apfelmus gereicht. Und ich habe vergessen, ihn am Ende noch mal mit Puderzucker zu bestäuben ;-) Geschmeckt hat er aber auch so prima.


Kaiserschmarrn
(4 Dessertportionen)

Zutaten:
50g Rosinen
50ml Rum
4 Eier (Größe M)
1 Vanilleschote
1/4l Milch
2 EL Zucker
150g Mehl
1 Prise Salz
75g Butter
50g Mandelblättchen
3 EL Puderzucker

Zubereitung:
Rosinen im Rum einweichen. Die Eier trennen. Eigelbe, Milch, Mehl,1 EL Zucker und eine Prise Salz in einer Schüssel mit dem Rührbesen gut vermischen, so dass ein glatter, flüssiger Teig entsteht. Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Vanillemark zur Eigelb-Mehl-Mischung geben und ebenfalls gut unterrühren. Teig 30 Minuten stehen lassen.

Die Eiweiße mit 1 EL Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.

Die Hälfte der Butter in einer großen, beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Dann den Teig hineingießen und glatt streichen. Die Rosinen in ein Sieb abgießen und auf dem Teig in der Pfanne verteilen. Jetzt geduldig warten, bis die Unterseite des Schmarrn goldbraun gebacken ist. Das kann ca. 7-10 Minuten dauern! Dann den dicken Pfannkuchen mit zwei Holzlöffeln in mundgerechte Stücke zerzupfen. Mandelblättchen und restliche Butter hinzugeben, alles mit reichlich Puderzucker bestäuben und die Teigstücke von allen Seiten goldbraun fertigbacken. Wenn der Zucker karamellisiert, entfaltet sich ein köstlicher Duft!

Kaiserschmarrn portionsweise auf Teller geben, noch mal mit Puderzucker bestäuben und mit stückigem Apfelmus oder Zwetschgenkompott servieren und genießen. Einfach perfekt!

Sonntag, 20. Februar 2011

Noch ein Schmorgericht: Salzburger Bierfleisch mit Knödeln

Als Fan von Schmorgerichten habe ich mich ja längst schon geoutet, z.B. hier. Ich liebe es, wenn ein Ragout oder Gulasch stundenlang vor sich hin köchelt. Außerdem ist es auch noch praktisch: der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen und es lässt sich meist alles sehr gut vorbereiten. Daher habe ich mich auch schnell für ein weiteres Schmorgericht entschieden, als dieses Wochenende liebe Freunde zum Abendessen zu Besuch kamen. Mit Bier hatte ich noch keine Sauce zubereitet, aber das Salzburger Bierfleisch mit Knödeln hörte sich so gut an, dass ich es ungetestet für unsere Freunde gekocht habe. Und ich habe mich nicht getäuscht, es war ein Genuss! Und ein stressfreier dazu: als unsere Freunde an der Tür geklingelt haben, habe ich die vorbereiteten Knödel ins kochende Wasser gesetzt und musste zum Servieren dann nur noch den Beilagensalat mit dem Dressing vermischen.


Das Rezept habe ich mal wieder auf lecker.de gefunden. Und so habe ich es zubereitet:

Salzburger Bierfleisch mit Knödeln
(4 Portionen)

Zutaten:
Für das Bierfleisch:
1kg Rindfleisch, z.B. aus der Unterschale
4-5 Möhren
1/2 Knollensellerie
2 Zwiebeln
2 EL neutrales Öl
3 EL Tomatenmark
1-2 EL Mehl
500ml dunkles Bier (ich habe Schwarzbier genommen)
500ml Rinderfond
2 Stängel frischen Majoran (od. 1/2 TL getrockneten)
2 Stängel frischen Thymian (oder 1/2 TL getrockneten)
Salz, Pfeffer

Für die Knödel:
250g altbackene Brötchen (waren bei mir 6 Stück)
200ml Milch
1 Zwiebel
2 Eier (Größe M)
Salz, Pfeffer
2 Stängel frischen Majoran (od. 1/2 TL getrockneten)
2 Stängel frischen Thymian (oder 1/2 TL getrockneten)

Zubereitung:
Das Rindfleisch abtupfen und in gulaschgroße Würfel schneiden. Die Möhren schälen und in dicke Scheiben schneiden. Sellerie schälen, waschen und in nicht zu große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden.

Das Öl in einem Bräter oder Schmortopf erhitzen. Das Fleisch darin portionsweise scharf anbraten. Alle angebratenen Fleischwürfel wieder in den Topf geben, das geschnittene Gemüse hinzufügen und kurz mitbraten. Tomatenmark zugeben. und ebenfalls anrösten. Alles mit 1-2 EL Mehl bestäuben und untermischen. Mit Bier und Rinderfond unter Rühren ablöschen. Zugedeckt bei geringer bis mittlerer Hitze 2 Stunden schmoren.

Für die Knödel die Brötchen in Würfel schneiden und in eine große Schüssel füllen. Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Milch in einem kleinen Topf zusammen mit den Zwiebelwürfeln aufkochen. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen. Dann die Zwiebelmilch über die Brötchenwürfel gießen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und alles von Hand grob verkneten. Masse abgedeckt eine Stunde stehen lassen.

Frische Kräuter waschen, trocken schütteln und grob hacken. Einen Teil der Kräuter zusammen mit den Eiern zur Knödelmasse geben und gut unterkneten, den anderen Teil der Kräuter zum Bierfleisch geben. Bierfleisch mit Salz und Pfeffer würzen, abschmecken.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Mit angefeuchteten Händen aus der Brötchenmasse 8-9 gleich große Knödel formen und im Salzwasser im offenen Topf in ca. 15-20 Minuten gar ziehen lassen. Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen, abtropfen lassen und mit dem Salzburger Bierfleisch servieren.

Bei uns gab es dazu noch einen grünen Salat. Und ich war im 7. Schmorgerichtehimmel ;-) Den Gästen hat es ebenfalls sehr gut geschmeckt. Auch mit den Knödeln war ich zufrieden, wenngleich ich sie beim nächsten Mal noch kräftiger würzen werde.

Samstag, 19. Februar 2011

Apfelstrudel, eine Annäherung

Obwohl unser Skiurlaub schon wieder eine Woche her ist, bin ich immer noch auf dem "zünftiges Essen"-Trip und schwelge in kulinarischen Erinnerungen. Deshalb habe ich mich diese Woche erstmals daran gemacht, selbst einen Apfelstrudel zu backen. Das Ergebnis ist zwar ganz in Ordnung und auch ess- und genießbar, aber der Teig entspricht ganz und gar nicht meinen Kriterien für einen leckeren Apfelstrudel. Erstens habe ich ihn nicht dünn genug ausgerollt und dann hat er auch nicht die für meinen Geschmack richtige Konsistenz, er ist nicht knusprig genug. 
An die Apfelstrudelexperten unter euch: wie bereitet ihr euren Teig zu? Oder nehmt ihr (fertigen) Filoteig? Das kann ich mir auch gut vorstellen. Die Füllung war aber schon mal lecker, deswegen veröffentliche ich das Rezept trotzdem. Gefunden habe ich das Rezept auf lecker.de.


Apfelstrudel
(16 Stücke)

Zutaten:
50g Rosinen
4 EL Rum
75g Zucker
250g Mehl
Salz
2 Eier (Größe M)
4 EL Öl
ca. 1kg säuerliche Äpfel, z.B. Boskop
Saft einer Zitrone
75g gehackte Haselnusskerne
1-2 TL Zimt
50g Butter
50g Paniermehl

Zubereitung:
Rosinen mit Rum und 25g Zucker mischen und zugedeckt einweichen lassen. 
Mehl, Eier, Öl, 3 EL Wasser und eine Prise Salz in einer Schüssel mischen und mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Auf der Arbeitsfläche von Hand ca. 10 Minuten kräftig kneten. Zugedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Apfelspalten in nicht zu kleine Stücke schneiden. Mit dem Zitronensaft beträufeln, damit die Apfelstücke nicht braun werden. Rosinen abtropfen lassen. Apfelstücke, Rosinen, Zimt und 50g Zucker mischen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Ein Geschirrtuch mit Mehl bestäuben und den Nudelteig darauf so hauchdünn wie möglich zu einem Rechteck ausrollen. Mit bemehlten Händen den Teig noch dünner ziehen. Teig mit der geschmolzenen Butter einpinseln und das Paniermehl gleichmäßig darüber streuen. Dann die Apfelmischung auf dem Teig verteilen, dabei rundherum ca. 5 cm Platz zum Rand freilassen. Teigrand an der kurzen Seite über die Äpfel klappen und dann den Teig von der langen Seite mit Hilfe des Geschirrtuchs zusammenrollen. Den Strudel mit der Nahtstelle nach unten diagonal auf das Backblech setzen und auf der mittleren Schiene im heißen Backofen ca. 25-30 Minuten backen.

Strudel aus dem Backofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und Vanilleeis oder eine Vanillesoße dazu reichen.

Und jetzt bin ich gespannt auf eure Tipps und Tricks für den weltbesten Apfelstrudel!

Donnerstag, 17. Februar 2011

Nachgemacht und für köstlich befunden: Minneola-Aperol-Gelee

Manche Rezepte sind so gut, dass sie von Blog zu Blog wandern. Das Rezept für ein Minneola-Aperol-Gelee, das Nicky ursprünglich auf Delicious Days veröffentlicht hat, hat über Chili und Ciabatta und Multikulinarisch.es auch zu mir gefunden. Von Minneolas hatte ich noch nie was gehört, aber prompt waren sie diese Woche in meinem örtlichen Supermarkt im Angebot. Also habe ich zugeschlagen und mich gleich ans Werk gemacht. Und auch ich bin begeistert: ein wunderbares Gelee, durch die Zugabe von Vanille sehr schön samtig im Geschmack und von der Konsistenz her auch genau richtig, nämlich fest, aber nicht wabbelig. Wabbelige Gelees mag ich nämlich überhaupt nicht. Also: Nachmachempfehlung!


Minneola-Aperol-Gelee
(3-4 kleine Gläser)

Zutaten:
1kg Minneola (Mandarinen)
75ml Aperol
1/2 Vanilleschote
500g Gelierzucker 1:1

Zubereitung:
Minneolas halbieren und auspressen. Saft durch ein feines Sieb streichen. 425ml Minneola-Saft abmessen. Zusammen mit dem Aperol und dem Gelierzucker in einen großen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Derweil die Vanilleschote halbieren, das Mark herauskratzen und das Vanillemark und die ausgekratzte Schote in den Topf geben. Alles unter Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen.

Gelierprobe machen: einen kleinen Klecks Gelee auf einen Teller geben und den Teller schräg halten. Bleibt der Geleeklecks an Ort und Stelle, ist das Gelee fertig. Gelee heiß in vorbereitete, sterilisierte Gläser füllen. Gläser sofort verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen und auskühlen lassen.

Die Gläser sterilisiere ich, indem ich Gläser und Deckel 10 Minuten in einen Topf mit kochendem Wassser gebe. Zum Einfüllen des Gelees ein feuchtes Tuch unter die Gläser legen, damit sie nicht springen!

Dienstag, 15. Februar 2011

Jetzt wird´s zünftig: Allgäuer Kässpätzle

Hier war es die letzten Tage etwas ruhiger - denn wir waren im Skiurlaub! Und zwar in der Nähe von Oberstdorf, im Allgäu. Der Schnee war leider eher Mangelware, dafür schien aber jeden Tag die Sonne, wir waren mit Freunden dort und das Essen war bestens - das reicht schon, damit ich zufrieden bin!

Natürlich habe ich im Urlaub auch Allgäuer Kässpätzle gegessen. Und dabei mal wieder festgestellt, dass die Kässpätzle in der Stuttgarter "Rosenau" einfach die besten sind, damit konnte bisher noch nichts mithalten. Und jetzt kommt´s: das Geheimnis dieser leckeren Kässpätzle aus der Rosenau konnte ich einem der Köche mal entlocken! Seitdem habe ich die Allgäuer Kässpätzle à la Rosenau schon oft nach diesem Rezept zubereitet. Heute habe ich das erste Mal auch die Spätzle selbst gemacht - das schmeckt noch mal einen Tick besser! 


Allgäuer Kässpätzle
(2 Portionen)

Zutaten:
Für den Spätzleteig:
200g Mehl
1 TL Salz
2 Eier (Größe M)
Für die Kässpätzle:
ca. 75ml Sahne
ca. 75g Bergkäse ohne Bindemittel.d.h. ohne Mais-oder Kartoffelstärke
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 Zwiebel
1EL Butter

Zubereitung:
Für den Spätzleteig Mehl, Salz, Eier und ca. 70ml kaltes Wasser miteinander vermengen, bis ein zähflüssiger Teig entsteht, der schwer reißend vom Löffel fällt. Teig 30 Minuten ruhen lassen.

Derweil den Käse fein reiben. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Spätzleteig in eine Spätzlepresse füllen und direkt über dem kochenden Salzwasser die Spätzle ins Wasser hobeln. Die Spätzle sind fertig, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen, das dauert höchstens 2 Minuten. Fertige Spätzle mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen, abtropfen lassen und in eine ofenfeste Form füllen. Geriebenen Käse und Sahne ebenfalls in die Form geben, alles mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen und gut durchmischen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15-20 Minuten backen, dabei öfters durchmischen, damit die obere Schicht nicht austrocknet.

In einer kleinen beschichteten Pfanne die Butter schmelzen lassen und die Zwiebelringe darin bei geringer bis mittlerer Hitze ca. 10 Minuten goldbraun anschmelzen.

Kässpätzle mit den geschmelzten Zwiebeln bestreut servieren. Dazu passt ein grüner Salat.

Das Rezept für die Eierspätzle auf schwäbische Art stammt aus "Gut gekocht" von Cornelia Schinharl und hat prima funktioniert. Wenn nur nicht immer das mühsame Saubermachen des Spätzlehobels wäre.... ich sollte doch auf ein Spätzlebrett und das original Spätzle schaben umsteigen! Für den Geschmack ist es allerdings unerheblich, ob die Spätzle gehobelt oder geschabt wurden ;-)

So, und kaum bin ich mal ein paar Tage weg, da werde ich auch schon von Chef Hansen zum "Hosen runterlassen" aufgefordert. Der Award, den er mir verliehen hat, war wohl nur ein Vorwand, um 7 Geheimnisse über mich zu erfahren. Hmpf, na gut, aber nur, weil mir Alex´ Blog so gut gefällt und er nur einen Steinwurf von meiner schwäbischen Heimat entfernt wohnt!

1. Wenn ich Hunger habe und nichts zu essen greifbar ist, werde ich unausstehlich. Essen her, aber sofort!
2. Ich mag keinen Käse, aber Mozzarella, Feta, Ziegenkäse und überbackenen Käse z.B. auf Pizza, Lasagne usw. esse ich gerne. Und Kässpätzle :)
3. Das schwäbische Nationalgericht Linsen, Spätzle und Saitenwürstle verabscheue ich. Spätzle und Saitenwürstle esse ich, aber die Linsen verweigere ich. Mir wird schon schlecht, wenn ich die Linsen nur rieche.
4. Hausgemachte schwäbische Maultaschen mit schlonzigem schwäbischem Kartoffelsalat und Zwiebelrostbraten mit Spätzle liebe ich dagegen sehr!
5. Als ich nach dem Abitur zuhause ausgezogen bin, konnte ich überhaupt nicht kochen. Sogar meine erste Tiefkühlpizza ist mir misslungen: ich wusste nicht, dass man den Backofen erst vorheizen muss...
6. Ich habe mal einen Kindergeburtstag, zu dem ich in der 1. Klasse eingeladen war, unter Protest verlassen, als es hieß "Jetzt gehen wir alle zu McDonald´s und feiern dort!"
7. Als Kind habe ich in einem Urlaub mal jeden Tag Schnitzel mit Pommes gegessen. 14 Tage lang...

Den Rest der mit dem Award verknüpften Bedingungen (den Award an 15! Blogs weitergeben) lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen. Damit sind sicherlich alle einverstanden, oder? ;-)

Dienstag, 8. Februar 2011

Lässt Herzen höher schlagen: Amaretti-Zimt-Parfait mit Kirschragout

Nächste Woche ist Valentinstag und passend dazu hat Alice vom Kulinarischen Wunderland im aktuellen Kochtopf-Blogevent "Valentinstag kulinarisch" zu Gerichten, mit denen wir unsere Liebsten verwöhnen, aufgerufen. Da mein Mann unheimlich gerne Kirschen isst, war schnell klar: ich koche etwas mit Kirschen für ihn! In Johann Lafers Kochbuch "Meine besten Rezepte", aus dem ich bisher noch gar nichts gekocht hatte, bin ich fündig geworden: meine Wahl fiel auf das Amaretti-Zimt-Parfai mit Kirschragout.


Amaretti-Zimt-Parfait mit Kirschragout
(6 Portionen)

Zutaten:
1 Ei, 3 Eigelb
50g Puderzucker
1 TL Zimtpulver
100g Amaretti
250g Sahne
400ml Kirschsaft
250ml Rotwein
2 Zimtstangen
100ml Cassislikör
1 EL Vanillepuddingpulver
1 Zitrone
300g entsteinte Kirschen (aus dem Glas)
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung:
Amaretti in einen Gefrierbeutel füllen und mit dem Schnitzelklopfer zu feinen Bröseln klopfen. Sahne in einer Schüssel steif schlagen. Ei, Eigelbe,Puderzucker und Zimtpulver in eine zweite Schüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts 5 Minuten schaumig schlagen. Dann abwechselnd die Amaretti-Brösel und die Sahne unter den Eischaum heben und vorsichtig verrühren. Masse in 6 Timbalförmchen füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 6 Stunden im Tiefkühler kaltstellen.

Für das Kirschragout den Kirschsaft, den Rotwein, den Cassislikör und die Zimtstangen in einen Topf geben und aufkochen. Dann offen in ca. 10-15 Minuten auf 300ml Flüssigkeit einkochen lassen. Derweil schon das Amaretto-Zimt-Parfait aus dem Tiefkühler holen und aus der Form lösen. Dazu Förmchen in heißes Wasser halten und dann auf Dessertteller stürzen.

Die Zitrone auspressen und den Zitronensaft mit dem Puddingpulver verrühren. Die Zimstangen aus der Sauce entfernen. Die kochende Sauce mit dem Zitronensaft und dem Puddingpulver binden. Die abgetropften Kirschen hinzugeben und erwärmen.

Amaretti-Zimt-Parfait mit Kakaopulver bestäuben und mit dem warmen Kirschragout servieren.

Mein Mann war vom Kirschragout begeistert und mich hat das Amaretti-Zimt-Parfait voll überzeugt. Ein toller Nachtisch, der sich noch dazu sehr gut vorbereiten lässt und bestens im Rahmen eines Menüs funktioniert.
Mit diesem Rezept habe ich auch endlich "Meine besten Rezepte" von Johann Lafer eingeweiht - fast ein Jahr lang musste das Kochbuch auf seinen ersten Einsatz warten! So lange wird es jetzt aber sicher nicht bis zum nächsten Rezept daraus dauern. Durch dieses schmackhafte Valentins-Dessert bin ich jetzt angefixt und werde schnellstmöglich wieder etwas aus dem Kochbuch nachkochen.

Blog-Event LXIV - Valentinstag kulinarisch (Einsendeschluss 16. Februar 2011)

Montag, 7. Februar 2011

Petersilienwurzel-Spinat-Tarte

Bei Christina von New Kitch on the Blog habe ich letzte Woche eine tolle Steckrüben-Spinat-Tarte gesehen, die noch dazu von der Menge her für eine kleine Springform geeignet war. Steckrüben habe ich keine bekommen, aber ich hatte noch Petersilienwurzeln zuhause, die ich für meine leicht abgewandelte Petersilienwurzel-Spinat-Tarte verwendet habe! Ich habe etwas mehr Mehl gebraucht als Christina und statt Schmand habe ich eine angebrochene Packung Sauerrahm verwendet, die ich noch im Kühlschrank hatte. Ansonsten habe ich mich an ihre Vorgehensweise gehalten. Fazit: nicht so schön farbenfroh wie das Original, aber sehr sehr lecker! Danke für das Rezept, Christina!


Petersilienwurzel-Spinat-Tarte
(für eine runde Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
150g Mehl
65g Butter
1 Ei
20ml lauwarmes Wasser
1 Prise Salz

Für den Belag:
2 Petersilienwurzeln
75g TK-Blattspinat
75ml Sahne
75g Sauerrahm
1 Ei Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst für den Teig das Mehl und eine Prise Salz miteinander vermischen. Butter in kleinen Flöckchen dazu geben. Ei und Wasser zugeben und alles in einer Schüssel von Hand miteinander verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Bei mir war der Teig anfangs zu feucht, deswegen habe ich noch mehr Mehl hinzugegeben. Teig nicht zu lange kneten, sonst wird er zäh! Teig zu einer glatten Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine runde Springform mit Butter einfetten.

Die Petersilienwurzel schälen, waschen und in dünne Scheiben schneiden. In wenig kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren. TK-Spinat in einem Topf mit wenig Wasser bei mittlerer Hitze auftauen lassen.Dann durch ein Sieb abgießen und gut ausdrücken. Mit den blanchierten Petersilienwurzelscheiben vermischen. In einer weiteren Schüssel Sahne, Sauerrahm und Ei gut miteinander verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie mit dem Nudelholz rund auswellen und in die gefettete Springform legen. Einen Teigrand hochziehen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Petersilienwurzel-Spinat-Mischung gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Mit der Sahne-Sauerrahm-Ei-Masse übergießen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen.


Ist die Tarte nicht süß? Und als netten Nebeneffekt kann ich mir die Reste ins Büro mitnehmen und meine guten Vorsätze, mir mein Büromittagessen wieder öfter selbst zuzubereiten, umsetzen!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Kohlenhydrate satt: Pasta mit Cranberries, Spinat, Kresse und Kartoffelsoße

Gestern abend habe ich mit meiner Mutter telefoniert und sie erzählte mir begeistert von einem Nudelgericht mit Kartoffeln, Spinat, Cranberries und Kresse, das sie gekocht hatte und das sowohl ihr als auch meinem Vater sehr gut geschmeckt hat. Irgendwie kam mir die Kombination bekannt vor... und wie sich herausstellte, hatte meine Mutter das Rezept aus der aktuellen "essen & trinken" 2/2011 und ich hatte mir eben dieses Rezept unabhängig von ihr auch schon mit einem Eselsohr zum Nachkochen markiert. Und wenn meine Eltern so davon schwärmen, muss ich diese Pasta mit Cranberries, Spinat, Kresse und Kartoffelsoße doch sofort zubereiten und so gab es heute abend bei mir Kohlenhydrate satt! Und auch mir hat es sehr gut geschmeckt. Allerdings war mein Verbrauch an Töpfen recht beachtlich bei diesem Gericht - unkomplizierte Küche war es jetzt nicht gerade, auch wenn das Rezept von e&t als "einfach" bezeichnet wird, aber der Aufwand hat sich gelohnt.


Pasta mit Cranberries, Spinat, Kresse und Kartoffelsoße
(1-2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Zwiebel
250g Kartoffeln (La Ratte oder Bamberger Hörnchen)
3 Stiele Majoran oder 1/2 TL getrockneter Majoran
2 EL getrocknete Cranberries
2 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
100g Nudeln (z.B. Orecchiette oder Gnocchetti Sardi)
1/2 Beet Kresse
100g frischer Spinat oder 75g TK-Spinat
1 getrocknete Chilischote
1 kleine Schalotte
frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Kartoffeln waschen und eventuell schälen. Die Hälfte der Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden, die andere Hälfte in 1-2 cm große Würfel. Die Cranberries in warmem Wasser einweichen. Frischen Majoran waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stielen zupfen.

1 EL Butter in einem Topf zerlassen. Die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Kartoffelscheiben und Majoran zugeben, 2 Minuten mitdünsten. Mit 250ml Wasser ablöschen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten kochen lassen.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Vor dem Abgießen 3 EL Nudelwasser abschöpfen und beiseite stellen.

Frischen Spinat putzen und verlesen, Tiefkühlspinat in einem Topf mit etwas Wasser und bei mittlerer Hitze auftauen lassen. Schalotte schälen und fein würfeln. Chili fein hacken.

Die Kartoffelscheiben mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen und anschließend mit einem Stabmixer kurz pürieren. Nicht zu lange, sonst wird die Kartoffelsoße zu sämig. Dann die Masse durch ein feines Sieb streichen und in einen Topf geben. Pürierte Kartoffeln noch mal aufkochen, Kartoffelwürfel zugeben und bei mittlerer Hitze zugedeckt 8 Minuten garen. Die Kartoffelwürfel sollen noch leicht bissfest sein.

In einem weiteren Topf die restliche Butter zerlassen. Schalottenwürfel und Chili darin andünsten, dann den abgetropften Spinat hinzugeben und alles erhitzen. Mit Salz und frisch geriebenem Muskat würzen. Cranberries in einem Sieb abtropfen lassen. Nudeln abgießen.

Nudeln, abgeschöpftes Nudelwasser, abgetropfte Cranberries und Spinat miteinander vermengen. Kresse vom Beet schneiden, zu den Nudeln geben. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Pasta mit gratinierten Tomaten

Ich hatte heute Lust auf Nudeln mit Tomaten. Aber nicht auf mein Standardgericht Penne all´arrabiata, es sollte mal was anderes sein. In meinem Rezeptordner habe ich prompt was Passendes gefunden: Pasta mit gratinierten Tomaten, herausgerissen aus der "Living at Home" 8/2009.


Pasta mit gratinierten Tomaten
(1 Portion)

Zutaten:
2-3 kleine Tomaten
50g frisch geriebener Grano Padano oder Pecorino
2 Stiele Thymian (oder 1/2 TL getrockneter Thymian)
1/2 EL Semmelbrösel
Salz, schwarzer Pfeffer
150g Nudeln, z.B. Tagliatelle
einige Basilikumblätter
1-2 EL gehackte Mandeln
2 EL Olivenöl

Zubereitung:
Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Den Backofen auf 240 Grad vorheizen. Tomaten waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Eine kleine ofenfeste Form mit Backpapier auslegen und die halbierten Tomaten mit der Schnittfläche nach oben eng aneinander in die Form setzen.

20g geriebenen Parmesan, Semmelbrösel und Thymian miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Über die Tomatenschnittflächen geben und die Tomaten im heißen Backofen unter dem Backofengrill 5 Minuten auf der obersten Schiene gratinieren.

Derweil die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Basilikum waschen und trocken schütteln.

2-3 EL Nudelwasser aus dem Pastatopf entnehmen und beiseite stellen,dann die Pasta in ein Sieb abgießen. Das abgeschöpfte Nudelwasser, Olivenöl, Nudeln, geröstete Mandeln und den restlichen Grano Padano miteinander vermischen.

Pasta auf einem Teller anrichten, gratinierte Tomaten daraufsetzen und mit Basilikum bestreut servieren.

Die gratinierten Tomaten waren sehr schön würzig. Zur Tomatensaison stelle ich mir das Gericht  noch aromatischer vor - das gibt es im Sommer noch mal!

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