Freitag, 29. April 2011

Farfalle mit selbst gemachtem Bärlauch-Pesto und geschmolzenen Kirschtomaten

Die Bärlauch-Saison neigt sich dem Ende zu und ich bemühe mich um Konservierung des knofeligen Krauts! Sehr gut dafür geeignet ist ein Bärlauch-Pesto. Bei Dani von Flowers on my Plate habe ich mir abgeschaut, wie das perfekte Bärlauch-Pesto zubereitet wird. Die Kräuter werden dabei nicht mit einem Stabmixer püriert, sondern mit einem großen und scharfen Messer so lange klein gehackt, bis sie musig werden. Das war zwar zeitaufwendig, hat bei mir aber prima geklappt!


Ich habe mich weitgehend an Danis Rezept gehalten. Beim nächsten Mal würde ich allerdings auf den Zitronensaft ganz verzichten, ich habe ihn bei meinem Pesto auch schon reduziert. 

Bärlauch-Pesto
(für ein kleines Glas)

Zutaten:
1 Bund Bärlauch
1 EL Pinienkerne
ca.15g (eine Handvoll) frisch geriebener Parmesan
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
nach Belieben: 1-2 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Abkühlen lassen.

Bärlauch waschen, trocken schleudern und die Stiele entfernen. Mit einem großen, schweren und scharfen Messer den Bärlauch so lange fein hacken, bis er eine leicht musige Konsistenz bekommt. Die Pinienkerne unter den Bärlauch mischen und weiter hacken, bis die Pinienkerne ebenfalls fein gehackt sind. Dann den Parmesan untermischen und noch kurz weiterhacken, bis alles gut miteinander vermengt ist. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und das Olivenöl unterrühren, bis es eine glatte Paste ergibt. Mit Salz und Pfeffer und, wer möchte, noch mit Zitronensaft würzen. 

In ein Vorratsglas füllen, Oberfläche mit Olivenöl bedecken. Gut verschlossen und überall mit Olivenöl bedeckt hält sich das Pesto im Kühlschrank ein paar Wochen.

Und was mache ich jetzt mit dem Bärlauch-Pesto? Heute habe ich einen Teil davon für Farfalle mit Bärlauch-Pesto und geschmolzenen Kirschtomaten verwendet, in Anlehnung an ein Rezept auf lecker.de. Sehr schnell zubereitete Feierabendküche und gut geschmeckt hat es auch noch - prima! 


Farfalle mit Bärlauch-Pesto und geschmolzenen Kirschtomaten
(1 Portion)

Zutaten:
125g Farfalle
eine Handvoll Kirschtomaten
1 Frühlingszwiebel
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
1-2 EL Bärlauch-Pesto
nach Belieben: Parmesan

Zubereitung:
Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Derweil die Kirschtomaten waschen und trocken tupfen. Frühlingszwiebel putzen, waschen und schräg in nicht zu dünne Ringe schneiden. Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Kirschtomaten darin rundherum anbraten, bis sie beginnen aufzuplatzen. Frühlingszwiebelringe in die Pfanne geben, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Nudeln abgießen und mit den Tomaten und den Frühlingszwiebeln vermischen. Pesto unterrühren und sofort servieren.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten für das Bärlauch-Pesto werden folgen! 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende - hoffentlich wird das Wetter wieder etwas besser, aktuell gewittert es bei uns und regnet stark! Und ich wollte doch am Wochenende wieder grillen....

Donnerstag, 28. April 2011

Linsen-Feta-Taboulé

Hier in Karlsruhe ist es jetzt schon seit einigen Wochen beständig angenehm warm. Da wächst bei mir die Lust auf Frühjahrs- und Sommerküche und auf kalte Gerichte! Beim Blättern in meinem Lieblingskochbuch "Die neue vegetarische Küche" von Maria Elia bin ich auf das Rezept für ein Linsen-Feta-Taboulé gestoßen. Das klang nach einer interessanten Variante zum klassischen Taboulé (wie ich es z.B. hier schon mal gekocht habe). Bei Maria Elia wird es mit Linsen anstelle von Bulgur zubereitet, und Feta kommt als Zutat hinzu. Mir hat es gut geschmeckt, eine prima Alternative zum klassischen Taboulé!


Linsen-Feta-Taboulé
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Bund glatte Petersilie
eine Hand voll frische Minze
1 Tomate
1/2 rote Zwiebel
75g Puy-Linsen (ich habe grüne Linsen verwendet)
eine Prise Zimt
1/2 TL gemahlener Piment
Salz
4 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
50g Feta

Zubereitung:
Linsen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar abläuft. Linsen in ca. 250ml leicht gesalzenem Wasser in ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen. Abgießen und auskühlen lassen. Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stängeln zupfen und möglichst fein hacken. Tomate waschen und fein würfeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Gekochte Linsen, Petersilie, Minze, Tomaten und Zwiebel in einer Schüssel miteinander vermengen. Eine Prise Zimt und den Piment zugeben. Olivenöl und Zitronensaft zugeben, Taboulé mit Salz würzen. Feta kleinschneiden und vor dem Servieren unter das Taboulé heben.

Mittwoch, 27. April 2011

Sommer-Drink aus Südtirol: Hugo

Nachdem der Tag heute eher trüb war, kam gegen Abend doch plötzlich noch die Sonne heraus. Da ich morgen frei habe, war das ein perfekter Anlass für einen kleinen Apéro auf dem Balkon! Außer Aperol Spritz trinke ich auch gerne "Hugo". Kennt ihr Hugo? Das ist ein Sommer-Drink aus dem schönen Südtirol, der mit Prosecco, Holunderblütensirup und Minze zubereitet wird. Fruchtig-frisch-lecker und ganz nach meinem Geschmack! Und der Holunderblütensirup (noch vom letzten Jahr) macht schon richtig Lust auf die Holunderblütensaison :-)


Hugo
(1 Glas)

Zutaten:
2cl Holunderblütensirup
10cl Prosecco
1 Spritzer Mineralwasser
3-4 Blätter Minze
2 Eiswürfel

Zubereitung:
Holunderblütensirup und Prosecco in ein Weißweinglas füllen. Minze, Eiswürfel und einen Schuss Mineralwasser hinzufügen. Nach Belieben kann man den Hugo auch mit etwas Limettensaft anstelle von Mineralwasser zubereiten, das ist mir aber einen Tick zu sauer. Die Holunderblütensirupmenge kann auch nach Geschmack variiert werden.

Mein "Hugo" hat eine leicht rosa Färbung, weil ich Rosé-Sekt verwendet habe - damit schmeckt es auch prima!

Dienstag, 26. April 2011

Möhren-Zuckerschoten-Quiche mit Kerbel

Ich hatte noch einen Topf frischen Kerbel, der langsam schlapp wurde, und ein Bund Möhren lag auch noch im Gemüse-Hängeregal. Eine prima Verwertungsmöglichkeit habe ich mal wieder auf lecker.de gefunden: die Möhren-Zuckerschoten-Quiche mit Kerbel hörte sich gut an, und im Quiche- und Tartefieber bin ich momentan ja sowieso! Ich habe die Mengen des Originalrezepts wieder auf meine kleine 18cm-Springform angepasst. Das ergibt die perfekte Menge für ein Single-Abendessen und ein kaltes Büro-Mittagessen. Mir hat die Quiche mit den knackigen Zuckerschoten sehr gut geschmeckt. Einzig den Kerbel habe ich gar nicht so deutlich herausgeschmeckt, obwohl ich ein halbes Kerbel-Töpfchen für die Eier-Sahne-Mischung verwendet habe.


Möhren-Zuckerschoten-Quiche mit Kerbel 
(für eine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
120g Mehl
Salz
50g Butter
1 kleines Ei

Für den Belag:
75g Zuckerschoten
200g Bundmöhren
100g saure Sahne (ich habe 50g Crème fraiche und 50g saure Sahne verwendet)
2,5 EL Milch
2 Eier (Größe M)
1/2 TL Speisestärke
Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
1/2 Topf Kerbel
1 EL Paniermehl

Zubereitung:
Für den Teig Mehl, kalte Butter in Flöckchen, Ei und eine Prise Salz mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

Für die Füllung die Möhren putzen, schälen und waschen. Möhren einmal längs und einmal quer halbieren. Zuckerschoten putzen, halbieren, waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Möhren mit wenig Wasser in einem kleinen Topf abgedeckt ca. 5 Minuten dünsten. Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine kleine Springform mit Butter einfetten.

Eier, saure Sahne und Milch miteinander vermischen. Kerbel waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stängeln zupfen und  fein hacken. Zur Eier-Sahne-Mischung geben. Eiersahne mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss kräftig würzen.

Teig aus dem Kühlschrank holen, zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie möglichst dünn und rund auswellen. Boden in die gefettete Form legen und einen Rand hochziehen. Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Boden mit Paniermehl bestreuen. Erst die Zuckerschoten, dann die Möhren auf den Boden geben. Mit der Eiersahne übergießen. Quiche im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 35 Minuten backen.

Montag, 25. April 2011

Süßer Ostergruß: Osterhasen-Hefebrötchen

Wir waren bei meinen Schwiegereltern zum Osteressen eingeladen. Ich wollte gerne eine Kleinigkeit mitbringen, aber bitte keine Schokoladenhasen oder Schoko-Eier! Und das Osterlamm, das ich die letzten 2 Jahre immer mitgebracht habe, schmeckt zwar sehr gut, aber ich wollte dieses Jahr etwas Neues mitbringen. Also habe ich mal wieder nach Rezepten gestöbert. Ein Hase zu Ostern darf es schon sein - als Alternative zu den Schokogenossen habe ich dann diese Osterhasen-Hefebrötchen gebacken, die ich auf lecker.de gefunden habe. Abgesehen von der Gehzeit sind die süßen Brötchen schnell gebacken, nicht zu pappig süß, durch die Rosinen schön saftig und auch noch nett anzusehen! Meine Verzierungskünste können sicherlich noch verbessert werden, aber der Hase ist immerhin erkennbar ;-)


Osterhasen-Hefebrötchen
(8 Stück)

Zutaten:
250g Mehl
1/2 Päckchen Trockenhefe
25g Zucker
1 EL Vanillezucker (od. 1 Päckchen Vanillin-Zucker)
1 Prise Salz
50g Butter
100ml Milch
1 Ei (Größe M)
ca. 60g Rosinen
8 getrocknete Cranberries
16 Mandeln mit Haut
1 Eigelb
1 EL Schlagsahne
ca. 30g Puderzucker
1 TL Zitronensaft

Zubereitung:
Für den Teig Mehl, Hefe, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in einer Rührschüssel miteinander vermengen. Die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Milch unterrühren. Butter-Milch etwas abkühlen lassen und wenn sie handwarm ist, mit dem Ei zum Mehl geben. Alles mit den Knethaken des Handrührgeräts in ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Dann 50g Rosinen von Hand unter den Teig kneten. Teig in der Schüssel mit einem angefeuchteten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Teig noch mal durchkneten, dann zu einer ca. 30 cm langen Rolle formen. 9 gleich große Stücke von der Rolle abschneiden.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 8 Stücke aus der Teigrolle zu Kugeln formen und mit reichlich Abstand voneinander auf das Backblech setzen. Aus dem 9. Teigteil insgesamt 16 Hasenohren formen und je 2 an jede Kugel setzen. In jedes Ohr eine Mandel hineindrücken. Je 2 Rosinen für die Augen und 1 Cranberry für den Mund auf das Hasengesicht setzen.

Eigelb mit der Schlagsahne vermischen und die Brötchen damit einpinseln. Noch mal an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Derweil den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Hefebrötchen im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 12-15 Minuten hellbraun backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft miteinander vermischen. In einen kleinen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und die Hasengesichter mit einer Nase und Schnurrhaaren verzieren.

Die Osterhasen-Brötchen sind gleichzeitig auch mein Beitrag zur Initiative "Sonntagssüß", diese Woche in der Special Edition "Ostersüß" gesammelt von mat&mi.


Samstag, 23. April 2011

Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto

Am Karfreitag gab es bei uns, na? Fisch! Das war eher Zufall als religiöse Tradition, mein Mann wollte nämlich gerne mal wieder Honigglasierten Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto essen. Dieses Gericht aus Tim Mälzers Kochbuch "Born to Cook" ist ein Standard-Essen bei uns, das ich schon oft gekocht habe und das uns immer wieder hervorragend schmeckt. Umso überraschter war ich, dass ich das Rezept noch gar nicht gebloggt habe. Das wird jetzt nachgeholt! Das Gericht ist total simpel in der Zubereitung, geht schnell, kommt mit wenigen Zutaten aus - und schmeckt wunderbar frisch und aromatisch! 

Leider hatte ich keine Zeit, um beim Fischhändler im Nachbarort frischen Lachs mit Haut zu besorgen, und musste für den Lachs auf TK-Ware zurückgreifen. Damit schmeckt es auch, aber ich empfehle auf jeden Fall frischen Lachs mit Haut als Zutat!


Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Salatgurke
Zucker
1 Chilischote
75g gesalzene Erdnüsse
einige Stängel frischer Koriander
2-3 EL Olivenöl
1-2 EL Weißweinessig
2 Stücke Lachs, am besten mit Haut, à ca. 160g
1 Knoblauchzehe
1 EL Honig
1 EL Weißweinessig
4 EL Sojasauce
Pfeffer
1 EL Öl

Zubereitung:
Für den Gurkensalat zunächst die Gurke schälen, dann quer halbieren. Mit einem Sparschäler dünne Gurkenstreifen bis zu den Kernen abziehen. Kerne wegwerfen. Gurkenscheiben in ein Sieb geben, mit wenig Zucker bestreuen und die Streifen Wasser ziehen lassen. Für das Erdnusspesto die Chili waschen, halbieren, die Kerne entfernen und die Chili fein hacken. Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Chili, Erdnüsse und Koriander in einem Mörser möglichst fein zerstoßen. Olivenöl hinzugeben, bis eine homogene Masse entsteht. Ich nehme es damit nicht so genau, bei mir darf das Pesto auch gerne noch stückig sein. Mit 1 EL Weißweinessig abschmecken, eventuell auch mehr zugeben, je nach Geschmack.

Gurkenstreifen mit der Hand kräftig ausdrücken. Gurkenstreifen auf dem Teller anrichten und mit dem Erdnuss-Pesto bestreuen.

Für den honigglasierten Lachs die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Mit dem Weißweinessig, dem Honig und der Sojasauce vermischen, mit Pfeffer würzen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Lachs auf der Hautseite scharf anbraten, dann die Hitze reduzieren und den Lachs auf der anderen Seite weiter braten. Mit der Sauce übergießen, kurz ziehen lassen und den warmen Lachs mit dem Gurkensalat portionsweise auf den Tellern anrichten.

Donnerstag, 21. April 2011

Aperol Spritz und ein Oster-Gewinn!

Juhu! Vor uns liegen 4 freie Tage, auf die ich mich sehr freue. Die Wettervorhersage ist prächtig, unsere Pläne für die Ostertage sind ausschließlich angenehm - bestens! Zur Feier des Tages habe ich heute abend gleich mal einen Aperol Spritz auf der Abendsonne im Balkon genossen. Cocktails und Drinks mit Aperol schmecken mir eigentlich immer, und als Sommerdrink finde ich Aperol Spritz einfach perfekt. Oft wird er ja mit Weißwein und Aperol angerichtet oder mit Weißwein, Prosecco und Aperol, aber ich mag ihn am liebsten nur mit Prosecco und Aperol. 


Und so mische ich den Aperol Spritz:

Aperol Spritz
(1 Glas)

Zutaten 
6cl Prosecco
4cl Aperol
ein guter Schuß Mineralwasser
4 Eiswürfel

Zubereitung:
Alles miteinander mischen, Eiswürfel zugeben, nach Belieben mit einer Orangenscheibe garniert servieren.

Und jetzt noch zu meinem Oster-Gewinn... Meine diese Woche ohnehin schon gute Laune wurde weiter verbessert durch ein Päckchen, das ich vorgestern morgen bei der Post abholen konnte, und das meinen Gewinn von Christels Oster-Verlosung enthielt! Im Oster-Päckchen enthalten war eine süße Ratzfatz-Tasche (jetzt habe ich als nähtechnisch Unbegabte auch endlich eine handgemachte Tasche!), 2 wunderschöne Eierbecher, Oster-Sticker und eine liebe Osterkarte. Vielen Dank liebe Christel, ich bin begeistert!



Sind diese PIP-Eierbecher nicht entzückend? Ich freue mich schon sehr darauf, beim Osterfrühstück mein Ei daraus zu löffeln!



Ich wünsche euch frohe Ostern und schöne, entspannte Ostertage! Genießt die Sonne und das schöne Wetter. 

Mittwoch, 20. April 2011

Kirschtomaten-Tarte mit Tomatenpesto

Frühling bedeutet für mich auch Quiche- und Tartezeit. Die Bärlauch-Tomaten-Tarte neulich hat mich wieder voll auf den Geschmack gebracht. In der "Living at Home" 4/2011 habe ich eine weiteres Tarte-Rezept gefunden, das mich sofort angesprochen hat: eine Kirschtomaten-Tarte, bei der der Mürbteigboden mit einem Tomatenpesto bedeckt wird. Das Originalrezept ist auch online verfügbar. Ich habe die Mengen halbiert und eine kleine 18cm-Springform benutzt, weil ich beim Zubereiten des Teigs feststellen musste, dass ich nur noch 60g Butter im Haus habe! Schade eigentlich, denn die Kirschtomaten-Tarte war so lecker, dass ich gerne die größere Tarte gegessen hätte ;-)


Kirschtomaten-Tarte mit Tomatenpesto
(für eine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
125g Mehl
60g kalte Butter
15g frisch geriebener Parmesan
1 kleines Ei
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Knoblauchzehe
1 EL Rosmarinnadeln (frisch)
1 EL Kapern
6-7 getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
300g Kirschtomaten

Zubereitung:
Kalte Butter in grobe Stücke schneiden. In einer Schüssel von Hand mit dem Mehl, dem geriebenen Parmesan, einer großen Prise Salz und dem Ei zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.

Derweil das Tomatenpesto herstellen. Dafür die eingelegten Tomaten abtropfen lassen und 2 EL vom Öl auffangen. Tomaten grob hacken. Knoblauch schälen und fein würfeln. Rosmarin waschen, trocken schütteln und Nadeln von den Stängeln zupfen. Tomaten, abgetropfte Kapern, Knoblauch, die Hälfte des Rosmarins und 1 EL Tomatenöl mit dem Stabmixer zu einer glatten Paste pürieren. Mit Pfeffer würzen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Springform einfetten. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie rund auswellen, die Springform damit auskleiden und einen Rand hochziehen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Boden mit Backpapier belegen, mit getrockneten Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen) beschweren und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten blindbacken. Danach das Backpapier und die Bohnen entfernen. Tomatenpesto gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen. Kirschtomaten waschen, dann dicht an dicht auf das Tomatenpesto setzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Restliches Tomatenöl darüber träufeln, übrigen Rosmarin darüber streuen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene in ca. 25 Minuten fertig backen.

Die wenigen Reste habe ich mir am nächsten Tag ins Büro mitgenommen. Auch kalt hat die Tarte toll geschmeckt: leckerer Mürbteigboden, würziges Pesto und saftige, sehr aromatische Tomaten - prima!

Bei Anna habe ich die Kirschtomaten-Tarte auch schon gesehen und sie war ebenso begeistert wie ich!

Dienstag, 19. April 2011

Couscous mit Mango, Paprika und Walnüssen

Ich bin gerade auf dem Mango-Trip! Nach den Putenspießen mit Mango-Salsa und den Penne mit Mango-Peperoni-Sauce gab es heute schon wieder was mit Mango, und zwar ein Couscous mit Mango, Paprika und Walnüssen. Das Rezept habe ich vor längerer Zeit mal bei chefkoch.de gefunden, seitdem wartete es aufs Nachkochen. Die Kombination von fruchtig-frischer Mango, knackiger Paprika, weichem Couscous und crunchigen Walnusskernen hat mir sehr gut geschmeckt - ein unkompliziertes, schnelles Essen für die Feierabendküche!


Couscous mit Mango, Paprika und Walnüssen
(2 Portionen)

Zutaten:
100g Couscous
150ml Gemüsebrühe + 60ml Gemüsebrühe
1/2 Mango
1/2 rote Paprika
1 kleine Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Rohrohrzucker
2 EL Weißweinessig
1/2 TL Harissa
Salz, Pfeffer
2 EL Walnussöl
1 EL Walnusskerne

Zubereitung:
Paprika halbieren, Kerngehäuse entfernen, abwaschen. In kleine Würfel schneiden. Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern lösen und in feine Würfel schneiden.

Walnusskerne grob hacken und in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten. Beiseite stellen.

Couscous mit 150ml kochender Gemüsebrühe übergießen, quellen lassen. Derweil Rohrohrzucker in einem kleinen Topf schmelzen. Sobald der Zucker geschmolzen ist, mit Weißweinessig und der restlichen Gemüsebrühe ablöschen. Hitze etwas reduzieren. Knoblauch, Schalotte und Paprikawürfel zugeben und Paprika bissfest garen. Harissa unterrühren.

Gequollenen Couscous mit einer Gabel auflockern. Mangowürfel untermischen. Angebratenes Gemüse unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Walnussöl zugeben, alles gut miteinander vermischen. Vor dem Servieren mit den gerösteten Walnusskernen bestreuen.

Eine Portion habe ich direkt warm als Abendessen gegessen, den Rest habe ich am nächsten Tag kalt als Couscous-Salat im Büro zu Mittag gegessen - auch sehr lecker!

Montag, 18. April 2011

Pasta mit Zucchini-Creme, Tomaten und gerösteten Pinienkernen

Neulich bin ich mal wieder von Blogroll zu Blogroll gesprungen, habe mich überall durchgeklickt und quergelesen. Dabei habe ich Verenas Blog namens "Schlammdackel" entdeckt, der mir bis dahin unbekannt war, obwohl Verena schon länger bloggt. Jedenfalls bin ich dort hängen geblieben und habe mich durch das ganze Archiv gelesen. Und ein Rezept habe ich mir sofort zum Nachkochen vorgemerkt: Pasta mit Zucchini-Creme, Tomaten und gerösteten Pinienkernen. Das Nachkochvorhaben habe ich noch am gleichen Tag umgesetzt, denn ich hatte alle benötigten Zutaten zuhause.


Pasta mit Zucchini-Creme, Tomaten und gerösteten Pinienkernen
(2 Portionen)

Zutaten:
200g Nudeln, z.B. Maccheroni oder Penne
1 große Zucchini
1 Knoblauchzehe
1 getrocknete Chilischote
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
3 ganze getrocknete Tomaten, ohne Öl
1-2 EL Pinienkerne

Zubereitung:
Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Zucchini waschen, in dünne Scheiben schneiden. Knoblauchzehe schälen und vierteln. Chilischote fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zucchinischeiben mit dem Knoblauch und der Chilischote darin bei mittlerer Hitze braten, bis die Zucchinischeiben goldbraun sind. Vom Herd nehmen. Gebratene Zucchini in ein hohes Gefäß füllen, mit dem Stabmixer fein pürieren. Eventuell noch etwas Olivenöl zugeben, wenn nicht so schon eine glatte Paste entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Getrocknete Tomaten in Scheiben schneiden. Nudeln abgießen, mit der Zucchini-Creme mischen und mit Tomaten und Pinienkernen bestreut servieren.

Wunderbares Sommer-Soulfood, das mich bestens auf die warmen Tage eingestimmt hat! 
Das Originalrezept stammt übrigens von Lucullian Delights.

Freitag, 15. April 2011

Bärlauch-Tomaten-Tarte

Wie berichtet habe ich auf dem Wochenmarkt beim frischen Gemüse und den Kräutern zugeschlagen und ein dickes Bündel Bärlauch gekauft. Daraus habe ich eine Bärlauch-Tomaten-Tarte gebacken. Das Rezept stammt aus der Zeitschrift "Petra", Ausgabe 3/2008, und wurde dort als "Frühlings-Lieblingsrezept" bezeichnet. Auch uns hat die Tarte sehr gut geschmeckt. Eine Hälfte der Tarte haben mein Mann und ich gleich warm als Abendessen verspeist, den Rest haben wir uns ins Büro als kaltes Mittagessen mitgenommen. Durch die Zugabe von Magerquark ist die Tarte nicht so mächtig, sondern fast schon frühlingshaft leicht - und die Kombination von knofeligem Bärlauch und saftiger Tomate schmeckt mir sowieso immer!


Bärlauch-Tomaten-Tarte
(für eine Tarteform mit 28cm Durchmesser)

Zutaten:
250g Mehl (Type 405 oder 550)
125g kalte Butter
4 Eier
Salz, Pfeffer
100g Gouda
1 Bündel (150g) Bärlauch
250g Magerquark
150g Crème fraiche
Muskatnuss
100g Kirschtomaten
1-2 EL Butter

Zubereitung:
Butter grob zerkleinern. Mit dem Mehl, 1/2 TL Salz und einem Ei von Hand zügig zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie einwickeln und 30 Minuten kaltstellen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine Tarteform mit Butter einfetten.

Quark, Crème fraiche und die restlichen 3 Eier gut miteinander vermengen. Gouda fein reiben. Bärlauch waschen, trocken schleudern, die Stiele abzupfen und die Blätter fein hacken. Geriebenen Gouda und gehackten Bärlauch unter den Quark rühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie rund ausrollen, in die Tarteform legen und einen Rand hochziehen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit getrockneten Hülsenfrüchten (Bohnen) belegen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten blindbacken. Herausnehmen, die Bohnen entfernen. Jetzt die Quark-Bärlauch-Masse einfüllen und gleichmäßig verteilen. Kirschtomaten waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln, gleichmäßig auf der Bärlauchmasse verteilen.

Hitze auf 180 Grad reduzieren und die Tarte in ca. 40 Minuten auf der mittleren Schiene im Backofen fertigbacken.


Ich wünsche euch ein schönes Frühlingswochenende mit möglichst viel Sonne! :-)

Donnerstag, 14. April 2011

Petersilienknödel mit Zitronen-Kapernsoße

Das wachsende Angebot an frischen Kräutern und Gemüse auf dem Markt finde ich einfach wunderbar. Ich kann mich da nur schwer zurückhalten und habe gleich zugeschlagen, als es gestern auf dem Wochenmarkt bei uns im Ort frischen Kerbel, üppige Petersilie und Bärlauch gab. Der Bärlauch muss noch etwas auf seinen Einsatz warten, aber für Petersilie und Kerbel habe ich mit diesen Petersilienknödeln mit Zitronen-Kapernsoße sofort Verwendung gefunden! Ein sehr schön frisches vegetarisches Gericht, das mir sehr gut geschmeckt hat. Mehlschwitzen stehe ich eigentlich eher skeptisch gegenüber, aber diese Variante mit Zitronenschale, Lorbeer und Kapern war sehr frisch und lecker! Das Rezept stammt aus einer "Living at Home" aus dem April 2009 und darf gerne wieder auf den Tisch.


Petersilienknödel mit Zitronen-Kapernsoße
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Milchbrötchen vom Vortag
350ml Milch
1 Zwiebel
3 EL Butter
1/2 Bund Petersilie
2 Eier (Größe M)
160g Mehl
15g Stärke
Salz, Pfeffer
200ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
20g Kapern
1 TL abgeriebene Zitronenschale
2 EL Butterschmalz
einige Stängel frischer Kerbel

Zubereitung:
Für die Knödel das Milchbrötchen in Würfel schneiden und in eine Schüssel füllen. 200ml Milch aufkochen und über das gewürfelte Brötchen geben. 5 Minuten ziehen lassen. Derweil die Zwiebel schälen, fein würfeln. In einer Pfanne 2 EL Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein hacken. Zwiebelwürfel, Petersilie, Eier, 150g Mehl und die Stärke zu den Brötchenwürfeln geben. Mit den Händen gut vermengen und verkneten, so dass eine glatte Masse entsteht. Falls die Masse zu feucht ist, noch etwas Mehl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Hände anfeuchten und aus der Masse ca. 8 Knödel formen. Diese in einen großen Topf mit kochendem Salzwasser geben. Hitze reduzieren und Knödel bei niedriger Hitze in ca. 20 Minuten gar ziehen lassen.

Derweil 1 EL Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Restliches Mehl hinzugeben, mit einem kleinen Rührbesen gut unterrühren. Gemüsebrühe und restliche Milch zugeben und ständig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Lorbeerblatt zugeben und die Soße mit Salz und Pfeffer würzen. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Nach 10 Minuten Kapern aus dem Glas und 1-2 EL der Flüssigkeit im Glas zugeben. Weitere 5 Minuten köcheln lassen. Dann den Zitronenschalenabrieb zugeben. Soße abschmecken, gegebenenfalls noch mal mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Die Knödel sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und die Knödel in dicke Scheiben schneiden. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Knödelscheiben darin von beiden Seiten goldbraun anbraten. Kerbel waschen, trocken schütteln und grob hacken.

Gebratene Knödel mit Soße anrichten und mit Kerbel bestreuen.

Da es sich bei diesen leckeren Frühlingsknödeln um Petersilienknödel handelt, passt das Gericht hervorragend zum April-Gartenevent "Petersilie" des Gärtnerblogs, an dem ich hiermit zum ersten Mal teilnehme.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie [30.04.2011]

Und jetzt freue ich mich schon auf morgen, wenn ich den Bärlauch verarbeite. Ich werde berichten :)

Dienstag, 12. April 2011

Penne mit Mango-Peperoni-Sauce, gerösteten Tomaten und Oliven

Und wieder ein Gericht aus dem Kochbuch "Vegetarisch" vom Zabert Sandmann Verlag! Die Penne mit Mango-Peperoni-Sauce, gerösteten Tomaten und Oliven hörten sich durch die Zugabe von Mango so interessant an, dass ich das Rezept sofort nachkochen musste. Dass Nudeln und Mango prima zusammen passen, habe ich schon bei der Süßen Pasta mit Mango und Kokosmilch festgestellt, aber auch in einer deftigen Nudelsauce macht sich das frische Mango-Fruchtfleisch sehr gut! Durch das Rösten im Backofen werden die Tomaten auch sehr schön aromatisch. Mit heimischen Tomaten in der Saison wird das ganze Gericht sicherlich noch einen Tick aromatischer, mir hat es aber auch so schon sehr gut geschmeckt. Wer Zeit sparen will, kann außerhalb der Tomatensaison auch direkt getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten verwenden.


Penne mit Mango-Peperoni-Sauce, gerösteten Tomaten und Oliven
(2 Portionen)

Zutaten:
250g Penne Rigate
5 Tomaten
1 Zweig Rosmarin (oder 1 TL getrockneter Rosmarin)
ca. 4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 grüne Peperoni
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Mango
50ml trockener Weißwein
60ml Gemüsebrühe
2 EL schwarze Oliven ohne Stein

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und dann häuten. Tomaten vierteln, Kerne entfernen. Tomatenviertel auf ein Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Rosmarin bestreuen. Im Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten rösten.

Derweil die Penne in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Peperoni längs halbieren, Kerne entfernen und waschen. In feine Ringe schneiden. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern lösen und in kleine Würfel schneiden.

In einer kleinen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Schalotten darin glasig andünsten. Knoblauch und Peperoni zugeben und mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen. Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Dann die Mangowürfel zugeben und mitkochen.

Penne abgießen, mit der Mango-Peperoni-Sauce, den gerösteten Tomaten und den Oliven mischen. Portionsweise auf tiefe Teller verteilen und servieren.

Montag, 11. April 2011

Pizza Bianca mit Salsa Tartufada und Parmaschinken

Endlich mal wieder Pizza! Jetzt habe ich schon einen Pizza-Backstein und extra aus Italien importiertes Pizzamehl vom Typ 00, und trotzdem backe ich so selten Pizza. Das musste geändert werden, also gab es am Wochenende nach langem mal wieder selbst gebackene Pizza. Aber keine Pizza mit Tomatensauce, sondern eine Pizza Bianca. Bei unserer Hochzeitsreise hat mein Mann am Gardasee eine solche "weiße Pizza" (d.h. ohne Tomatensauce) gegessen und war sehr angetan. Da wir nicht mehr so genau nachvollziehen können, was als Belag damals verwendet wurde, haben wir improvisiert und haben ein Glas Trüffelpesto, das wir mal geschenkt bekommen haben, Parmaschinken, frische Petersilie, Crème fraiche und etwas Parmesan als Belag verwendet. Diese Freestyle-Pizza Bianca hat uns sehr gut geschmeckt, kann aber sicher noch verfeinert werden. Beim nächsten Mal würde ich eventuell noch etwas (Ziegen-)Frischkäse nach dem Backen darüber geben - und den Boden noch dünner machen, das bekomme ich noch nicht so richtig hin.


Pizza Bianca mit Salsa Tartufada und Parmaschinken
(3 Portionen)

Zutaten:
Für den Pizzateig:
500g Mehl Typ 00
5g frische Hefe
Salz

Für den Belag:
ca. 5 EL Crème fraiche
1/2 Glas Salsa Tartufada
1 Bund glatte Petersilie
ca. 70g Parmaschinken
Pfeffer
Nach Belieben: Parmesansplitter

Zubereitung:
Für diesen Pizzateig braucht man ziemlich viel Geduld, er muss nämlich lange gehen. Aber das Warten lohnt sich, versprochen! Das Rezept für den Pizza-Grundteig stammt aus der "essen & trinken" 9/2010 und ist seit dem ersten Ausprobieren mein Pizzateig-Standardrezept.

Hefe in 300ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und eine großzügige Prise Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und  3-4 gleich große Teile abtrennen, je nachdem wie viele Pizzen ihr backen wollt und wie groß die Pizzen sein sollen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt dem Backstein auf der untersten Schiene auf 250 Grad vorheizen. Arbeitsfläche und Teigschieber gut bemehlen. Die Teigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken, nicht mit dem Nudelholz auswellen!

Für den Belag jede Pizza mit ca. 1,5 EL Crème fraiche bestreichen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Gehackte Petersilie auf die mit Crème fraiche bestrichene Pizza streuen. Trüffelpesto in Klecksen auf der Pizza verteilen. Jede Pizza im heißen Backofen direkt auf dem Backstein ca. 10 Minuten backen. Herausholen, mit frisch gemahlenem Pfeffer, zerzupftem Parmaschinken und nach Belieben mit Parmesansplittern bestreuen.

Sonntag, 10. April 2011

Angegrillt! Putenspieße mit Mango-Salsa

Auch an diesem Wochenende war das Wetter in Karlsruhe wieder prima: 22 Grad, Sonnenschein, blauer Himmel! Am Samstag habe ich daher endlich den Balkon vollends frühlingsfit gemacht: gereinigt hatte ich ihn schon, jetzt habe ich auch frische Kräuter in die Kübel gepflanzt, die vorhandenen Blumen und Kräuter gedüngt, die Balkonmöbel aus dem Keller geholt und rausgestellt, und natürlich auch den Grill entstaubt und angegrillt.

Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen, leckeren Rezepten für Grillgut, Soßen und Salate fürs Grillen. Was auf dem Foto auf den ersten Blick aussieht wie Kartoffelsalat, ist tatsächlich eine superleckere Mango-Salsa! Denn ganz hinten versteckt in meinem Kochbuchregal habe ich ein Mini-Kochbuch mit dem Titel "Tapas Party" von Cornelia Adam gefunden. Die Mango-Salsa darin hat mich sofort angesprochen, deswegen habe ich das Rezept für die Putenspieße mit Mango-Salsa gleich ausprobiert. Die Putenspieße waren gut, aber die große Überraschung war die Mango-Salsa, die war der Hit! Diese schnell zubereitete, frische, leckere Salsa mache ich dieses Jahr sicherlich noch öfter. 


Putenspieße mit Mango-Salsa
(2 Portionen)

Zutaten:
300g Putenschnitzel oder -brust
1 Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
Salz, Pfeffer
1 reife Mango
1 kleine Schalotte

Zubereitung:
Fleisch unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke (Würfel) schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Knoblauch, die Hälfte des Zitronensaft und 3 EL Olivenöl in einer Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Putenfleisch zugeben, gut mit der Marinade mischen und abgedeckt im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

4-5 Holzspieße in eine Schüssel mit Wasser legen, damit sie nachher auf dem Grill nicht anbrennen.

Derweil die Mango-Salsa zubereiten: Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern lösen. Etwa ein Drittel des Fruchtfleischs in kleine Würfel schneiden, den Rest grob zerkleinern. Das grob zerkleinerte Fruchtfleisch mit dem restlichen Zitronensaft und 1 EL Olivenöl mit dem Stabmixer fein pürieren. Mango-Püree mit Salz, Pfeffer und einer Prise Cayennepfeffer würzen. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Schalottenwürfel, Mango-Püree und Mangowürfel miteinander vermengen, abschmecken.

Marinierte Putenwürfel auf die Holzspieße stecken und in ca. 10 Minuten auf dem Grill durch braten, dabei öfter wenden. Mit der Mango-Salsa servieren.

Für mich ist die Grillsaison hiermit eröffnet! Habt ihr auch schon angegrillt? Und was legt ihr am liebsten auf den Grill, was sind eure Lieblings-Salate und Soßen fürs Grillen? Ich kann euch das süße Chili-Hähnchen, den Erdbeer-Gurken-Salat und den Karotten-Oliven-Koriander-Salat aus meinem Archiv empfehlen. Und ihr?

Freitag, 8. April 2011

Bigilla (maltesischer Bohnen-Dip) mit frisch gebackenem Olivenbrot mit Tomaten

Zu Malta fällt mir als erstes die eine Woche Urlaub ein, die ich mit einer guten Freundin über Silvester 2000/2001 dort verbracht habe. Ich weiß noch, dass der Urlaub nicht so der Knaller war. Unser Hotel war eher mittelmäßig, unser Zimmer befand sich unmittelbar über der Hoteldisko und da 90% der Hotelgäste Engländer waren, gab es auch ausschließlich "English breakfast". Die Insel haben wir in der Woche Urlaub mit Hilfe der überall anzutreffenden klapprigen, aber bunten Busse nahezu komplett erkundet und waren uns danach einig, dass ein Besuch dort fürs Leben reicht.

Kulinarisch kann ich mich an keine Highlights erinnern. Könnte aber auch am damaligen studentisch knappen Budget gelegen haben.... Bei der Suche nach einem maltesischen Rezept für das 18. Mittelmeerevent von Tobias kocht! habe ich jedenfalls festgestellt, dass es erstaunlich viele maltesische Gerichte mit Kaninchen gibt. So viele Karnickel sind mir auf Malta damals gar nicht aufgefallen ;-) Ich habe mich dann aber doch für ein vegetarisches Gericht als Beitrag für das Kochevent "Malta" entschieden: Bigilla, eine maltesische Bohnenpaste.



Die Bohnenpaste wird üblicherweise zu Crackern gegessen, passt aber auch gut als Dip zu Gemüse oder als Aufstrich für frisches Brot. Ich habe die Bigilla zu einem frisch gebackenen Tomaten-Oliven-Brot gegessen - und das hat mich wieder etwas mit Malta versöhnt, denn sowohl die Bohnenpaste als auch das Olivenbrot haben mir sehr gut geschmeckt!

Als erstes kommt hier das simple und schnelle Rezept für den Bohnen-Dip. Eine grobe Anleitung dafür habe ich auf chefkoch.de gefunden.

Bigilla, maltesischer Bohnen-Dip
(für 2-4 Portionen als Antipasti)

Zutaten:
200g weiße Bohnen (getrocknet oder aus der Dose)
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1-2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
2 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:
Getrocknete Bohnen in reichlich Salzwasser über Nacht einweichen lassen. Bohnen aus der Dose können direkt verwendet werden: Bohnen in ein Sieb abgießen, gut mit Wasser abspülen. Knoblauch schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und Blätter fein hacken. Gut abgetropfte Bohnen, Knoblauch, Olivenöl und erst mal 1 EL Zitronensaft mit dem Stabmixer pürieren, bis eine dicke Paste entsteht. Gehackte Petersilie unterrühren und die Paste kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken, eventuell noch mal Zitronensaft nachgießen.



Bei mir gab es dazu ein frisch gebackenes, noch lauwarmes Olivenbrot mit Tomaten. Das Brot war abgesehen von der Gehzeit blitzschnell zubereitet und hat mir sehr gut geschmeckt! Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Antipasti & Tapas" vom Zabert Sandmann Verlag.

Olivenbrot mit Tomaten
(reicht für 2 Personen als Brot für Antipasti-Portionen)

Zutaten:
1/2 Würfel frische Hefe
Zucker
200g Weizenmehl Type 550
1/2 TL Salz
1,5 EL Olivenöl
4 getrocknete Tomaten
2 EL schwarze Oliven ohne Stein
1 EL grüne Oliven ohne Stein
1-2 EL Pinienkerne
1 EL Rosmarinnadeln

Zubereitung:
Hefe mit einer Prise Zucker in 100ml lauwarmem Wasser auflösen. Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Olivenöl zugeben. Aufgelöste Hefe dazugeben und alles erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.

Oliven und getrocknete Tomaten grob hacken. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Tomaten, Oliven und Pinienkerne unter den Teig kneten. Teig zu einer länglichen Rolle formen und diagonal auf das Backblech setzen. Teig abgedeckt nochmals 20 Minuten gehen lassen.

Derweil den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Brot in regelmäßigen Abständen 2-3 Mal quer einschneiden. Mit Rosmarin bestreuen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen. Dann die Hitze auf 200 Grad reduzieren und das Brot in ca. 15 Minuten fertig backen.



Und jetzt bin ich gespannt, welches Land als nächstes dran ist beim mediterranen Kochevent... und welche Urlaubserinnerungen ich womöglich damit verbinde ;-)

18ter mediterraner Kochevent - MALTA - tobias kocht! - 10.03.2011-10.04.2011

Donnerstag, 7. April 2011

Räucherlachs-Rillette mit Meerrettich-Häubchen

Wow, was für sonniger, warmer Tag, ein echter Vorgeschmack auf den Sommer! Hier in Karlsruhe schien heute den ganzen Tag die Sonne, die Temperaturen sind auf 25-26 Grad hochgeklettert ... toll! In der Mittagspause haben wir die Sonnenstrahlen genossen und heute abend war mir dann auch nach sommerlich-frischer Küche.

Daher habe ich den letzten Rest Räucherlachs (von hier und hier) für eine kleine, feine Vorspeise aufgebraucht: für Räucherlachs-Rillette mit Meerrettich-Häubchen.  Das Rezept stammt aus der "Lecker" 4/2010. Statt aufs Brot kommt dieses Rillette ins Glas und ist eine frische Vorspeise genau nach meinem Geschmack: schmeckt gut, sieht sehr hübsch aus und ist ruckzuck zubereitet!


Räucherlachs-Rillettes mit Meerrettich-Häubchen
(2 Portionen)

Zutaten:
50g Schmand (Saure Sahne)
1 TL Meerrettich aus dem Glas
Salz, Pfeffer
1 TL Zitronensaft
1/2 Schalotte
125g geräucherter Lachs
2 Stiele Dill

Zubereitung:
Schmand und Meerrettich glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen.
Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Lachs ebenfalls in feine Würfel schneiden. Dill waschen, trocken schütteln. Fähnchen vom Stengel entfernen und Dill fein hacken. Lachs, Dill und Schalotte miteinander vermischen, mit Zitronensaft und Salz und Pfeffer würzen. Lachswürfel portionsweise in ein kleines Glas oder eine Espressotasse füllen, Meerrettich-Schmand darauf verteilen.

Das war es jetzt aber erst mal mit dem Räucherlachs ;-) Und am Wochenende bleibt es hoffentlich so schön sommerlich, ich möchte doch meinen Balkon frisch bepflanzen und endlich angrillen!

Mittwoch, 6. April 2011

Die einfachsten Dinge sind die besten: Fleischküchle

Kürzlich waren meine Schwiegereltern abends zum Vesper bei uns. Zu einem kalten Abendbrot also. Ich wollte aber nicht nur Brot und Wurst auf den Tisch stellen und habe deswegen Fleischküchle (oder Buletten, Frikadellen, Fleischpflanzerl..... hier bei uns heißt es Fleischküchle) gemacht. Sie sind mir dieses Mal besonders gut gelungen und waren ein echter Volltreffer! (Nicht nur) meine Schwiegereltern waren begeistert, weil die Fleischküchle nicht nur sehr lecker, sonder auch schön locker und fluffig waren.


Das Geheimnis der lockeren Fleischküchle: keine Zugabe von Mehl oder Semmelbröseln, nur ein eingeweichtes Brötchen. 2 Eier. Gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein), 1 Esslöffel Zitronenschalenabrieb und gründliches Durchkneten der rohen Masse. Das Rezept stammt aus dem Grundkochbuch "Basic cooking" und ich kann es uneingeschränkt empfehlen - und teile es natürlich gerne mit euch! Denn die einfachsten Dinge sind doch oft die besten und leckersten :-)

Fleischküchle
(4 Portionen)

Zutaten:
1 Brötchen vom Vortag
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Bund glatte Petersilie
1 EL Olivenöl
500g gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein)
2 Eier
1 EL abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL getrockneter Majoran
1 EL scharfer Senf (ich habe Chili-Senf verwendet)
3 EL Butterschmalz

Zubereitung:
Brötchen in Scheiben schneiden, mit warmem Wasser übergießen und einweichen lassen. Schalotten und Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebelwürfel, Knoblauch und die Hälfte der kleingehackten Petersilie darin bei mittlerer Hitze ca. 2-3 Minuten dünsten. Pfanne vom Herd nehmen, abkühlen lassen.

Das Brötchen mit den Händen gut ausdrücken. In einer Schüssel Hackfleisch, Eier, das ausgedrückte Brötchen und die Zwiebel-Knoblauch-Petersilien-Mischung mit den Händen gut verkneten. Gründliches Durchmischen lohnt sich, dadurch behalten die Fleischküchle anschließend ihre Form, auch ohne Zugabe von Semmelbröseln oder Mehl! Zitronenschale, Paprikapulver und Majoran zugeben und die Hackfleischmasse kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Senf zugeben und alles noch mal gründlich durchmischen und verkneten. Anschließend die restliche frische Petersilie unterkneten.

Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und erst mal ein kleines Fleischküchle zum Geschmackstest braten. Probieren und gegebenenfalls noch mal nachwürzen. Dann mit angefeuchteten Händen Fleischküchle in der gewünschten Größe formen und bei mittlerer Hitze in reichlich Butterschmalz von beiden Seiten je nach Größe der Frikadellen 5 bis 7 Minuten braten. Fleischküchle aus der Pfanne nehmen, kurz auf Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen und dann servieren.

Dazu passt ganz toll Kartoffelsalat, aber auch nur mit Senf und Gewürzgurken sind die Fleischküchle ein Gedicht!

Auf dem Foto seht ihr die letzten beiden Fleischküchle, die als Anstandsrest übrig blieben und die ich am nächsten Tag kalt gegessen habe - da waren sie durch die Nacht im Kühlschrank schon etwas fester als ganz frisch aus der Pfanne, aber geschmacklich immer noch prima!

Dienstag, 5. April 2011

Couscous mit Birnen-Rucola-Pesto

Unter der Woche esse ich gerne vegetarische, schnell zubereitete Gerichte. Nudeln in allen Varianten gehören dabei zu meinen Favoriten, aber jeden Tag Pasta ist ja dann auch nichts. Zur Abwechslung gab es heute daher Couscous mit Birnen-Rucola-Pesto. Die Birnen im Pesto haben mich sofort zum Ausprobieren dieses Rezepts gereizt, weil ich neugierig war, wie die Birne sich als Pestozutat macht. Fazit: sie macht sich sehr gut, das Pesto schmeckt schön frisch und saftig! 


Couscous mit Birnen-Rucola-Pesto
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 rote Paprikaschote
1 kleine Zucchini
2 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 TL Harissapaste
1 TL Zitronensaft
200ml Gemüsebrühe
150g Instant-Couscous
1 EL Butter
1/2 feste Birne
1/2 Bund Rucola
25g Pinienkerne

Zubereitung:
Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und Paprika in kleine Würfel schneiden. Zucchini und Frühlingszwiebel waschen und putzen und beides in dünne Scheiben bzw. Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln.

Für das Birnen-Rucola-Pesto die Birne waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Rucola verlesen, waschen, trocken schleudern und grob hacken. Birnenstücke, Rucola, Pinienkerne und die  Hälfte des Knoblauchs mit dem Stabmixer pürieren. Ca. 1 EL Olivenöl hinzufügen, bis eine glatte Paste entsteht. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Gemüsebrühe erhitzen und über den Couscous gießen. Abdecken und ca. 5 Minuten quellen lassen.
Derweil 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und Frühlingszwiebeln, Zucchini, Paprika und den restlichen Knoblauch darin andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Harissa würzen. Zitronensaft zugeben und alles zugedeckt bei geringer Hitze in ca. 3 Minuten bissfest garen.

Butter zum gequollenen Cousous geben und Couscous mit einer Gabel auflockern. Gedünstetes Gemüse unterrühren. Couscous mit dem Birnen-Rucola-Pesto anrichten.

Das Rezept habe ich aus dem Kochbuch "Vegetarisch" des Zabert Sandmann Verlags entnommen. Von den Kochbüchern aus dieser Reihe habe ich schon öfters geschwärmt, nicht weil ich dafür bezahlt werde, sondern weil ich voll davon überzeugt bin! Auch in diesem Buch stecken noch viele weitere Zettel, was ich alles nachkochen möchte :-)

Montag, 4. April 2011

Linguine mit Räucherlachs, Rucola und Pesto

Von den Sauerkrautpuffern mit Räucherlachs hatte ich noch Räucherlachs übrig. Also habe ich mal wieder meine bewährten Online-Quellen nach Rezepten mit Räucherlachs durchforstet und bin erneut bei lecker.de auf ein ansprechendes Rezept gestoßen: Linguine mit Räucherlachs, Rucola und Pesto. Ein wunderbar frisches Frühlings-Pastagericht, das sowohl meinem Mann als auch mir sehr gut geschmeckt hat!


Linguine mit Räucherlachs, Rucola und Pesto
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Bund frischer Basilikum
1/2 Bund glatte Petersilie
25g Pinienkerne
25g frisch geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
1 EL Zitronensaft
2-3 EL Olivenöl
250g Linguine
150g Kirschtomaten
ca. 75g Räucherlachs, ohne Haut
50g Rucola
75g Crème fraiche

Zubereitung:
Zuerst das Pesto herstellen. Dafür Basilikum und Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättern von den Stängeln zupfen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Knoblauch schälen und fein hacken. Basilikum, Petersilie, geröstete Pinienkerne und Knoblauch mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen. Soviel Olivenöl zugeben, bis eine glatte Paste entsteht.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Derweil den Rucola waschen, trocken schleudern und verlesen. In mundgerechte Stücke zupfen. Kirschtomaten waschen und halbieren. Räucherlachs in Streifen schneiden.

In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Kirschtomaten darin 2 Minuten unter Rühren anbraten. Lachsstreifen hinzugeben und weitere 2 Minuten braten. Crème fraiche und 2-3 EL Nudelwasser unterrühren und erwärmen. Hitze reduzieren, nicht mehr kochen.

Nudeln abgießen und mit den Kirschtomaten, dem Lachs und der Crème fraiche vermischen. Rucola auf zwei tiefe Teller verteilen. Nudeln mit Lachs und Tomaten portionsweise auf die Teller geben. Mit einem großen Klecks Pesto garniert servieren.

Freitag, 1. April 2011

Sauerkrautpuffer mit Räucherlachs - auf ins Rheinland!

Mit dem Rheinland und der rheinländischen Küche kenne ich mich überhaupt nicht aus. Ich bin Schwäbin, lebe im schönen Baden, und ein paar fränkische Wurzeln habe ich auch noch, aber Rheinland? Für das aktuelle Kochtopf-Blogevent "Eine kulinarische Reise durch das Rheinland", betreut vom Edekaner (Chef, der Metzger hat gesagt), habe ich mich doch mal näher damit befasst. Beim Googlen, welches Gebiet denn zum Rheinland zählt, bin ich bei Wikipedia auf diese Aussage gestoßen: "Das Rheinland ist eine nicht genau definierte Bezeichnung der deutschen Gebiete am Mittel- und Niederrhein." Wäre das also schon mal geklärt ;-) 

Dann habe ich nach typisch rheinischen kulinarischen Spezialitäten gesucht. Blutwurst mag ich nicht, also fiel Himmel un Ääd schon mal aus. Aber auf lecker.de habe ich in einer Rezeptegalerie mit rheinischen Rezepten dann doch noch etwas gefunden, was mich angesprochen hat: Sauerkrautpuffer mit Räucherlachs! Passt ja auch zum Freitag.... Hier also mein Beitrag zum Rheinland-Blogevent!


Sauerkrautpuffer mit Räucherlachs
(1-2 Portionen)

Zutaten:
250g festkochende Kartoffeln
1 kleine Dose Sauerkraut (280g Abtropfgewicht)
1 kleines Ei
25g Mehl
Salz, Pfeffer
Zucker
1-2 EL Öl
75g Crème fraiche
1 TL Zitronensaft
4 Scheiben geräucherter Lachs
2 Stängel Dill

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, waschen und grob raspeln. Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen, dann mit den Händen kräftig ausdrücken. Kartoffelraspel, Sauerkraut, Ei und Mehl in einer Schüssel gründlich miteinander vermischen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, eine Prise Zucker dazugeben und alles noch mal gut mit den Händen durchkneten.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Für die Puffer je zwei gehäufte Esslöffel Kartoffel-Sauerkrautmasse in die Pfanne geben und flach drücken. Bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 3 bis 4 Minuten goldbraun braten.

Derweil die Crème fraiche mit dem Zitronensaft mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dill waschen und trocken schütteln. Lachs und Kartoffelpuffer portionsweise auf 2 Tellern anrichten. Mit dem Crème fraiche-Dip und dem Dill garniert servieren.

Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)

Die Sauerkrautpuffer haben mir gut geschmeckt, insbesondere mit dem Räucherlachs und dem frischen Dip dazu. Schnelle, einfache Alltagsküche - passt! 

Wie authentisch rheinisch dieses Gericht ist, kann ich nicht beurteilen, aber in Ulla Hahns Roman "Das verborgene Wort", den ich gerade lese und der im Großraum Köln der 1950er Jahre spielt, werden Kartoffelpuffer als Leckerbissen, zu dem gerne die ganze Nachbarschaft rein zufällig vorbeikommt, erwähnt. Ich bin noch mittendrin in der Lektüre, kann aber jetzt schon sagen, dass mir die Geschichte von Hildegard, die als Kind einfacher Arbeiter ihre Liebe zu Wörtern, Büchern und Bildung entdeckt, sehr gut gefällt!