Donnerstag, 22. September 2011

Willkommen im Herbst: Kürbisrisotto mit Chorizo

Der Herbst zeigt sich momentan in Karlsruhe von seiner schönsten Seite. Morgens und abends ist es zwar schon recht frisch, aber tagsüber scheint die Sonne, der Himmel ist blau und die Temperaturen erreichen angenehme 20 bis 22 Grad. So gefällt mir das, so darf es gerne noch eine Weile bleiben! Was ich am Herbst auch mag, sind natürlich Kürbisse. Heute abend habe ich die Kürbissaison denn auch eröffnet, mit einem Kürbisrisotto mit Chorizo. Das Rezept stammt aus der "Living at Home" 9/2011. Ich habe es nur geringfügig abgeändert, denn bei mir haben die im Originalrezept angegebenen 400-500ml Brühe für das Risotto bei weitem nicht ausgereicht. Die Kombination aus schlotzigem Risotto mit Kürbisraspeln, gebratenen Kürbisspalten und der scharfen Chorizo hat aber voll überzeugt - ein toller Start für den kulinarischen Herbst!


Kürbisrisotto mit Chorizo
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Schalotte
3 EL Olivenöl
150g Risottoreis
100ml Weißwein
750ml Hühnerbrühe, Gemüsebrühe o.ä.
150g Hokkaido-Kürbis
80g Chorizo
6-7 Salbeiblätter
Salz, Pfeffer
30g frisch geriebener Parmesan
2 EL Butter

Zubereitung:
Schalotte schälen und fein würfeln. Kürbis waschen, Kerne und fasrige Teile mit einem Löffel entfernen. Ca. ein Drittel des Kürbis in dünne Spalten schneiden. Den Rest auf einer Reibe grob raspeln. Chorizo in dünne Scheiben schneiden. Brühe erhitzen.

1 EL Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin andünsten. Reis zugeben und glasig dünsten. Mit Wein ablöschen und etwas einkochen lassen. Hitze reduzieren, regelmäßig umrühren und nach und nach immer wieder einen Schöpfer heiße Brühe zum Reis geben. Nach ca. 8-10 Minuten Garzeit den geraspelten Kürbis unterrühren. Weiterhin umrühren und Brühe nachschöpfen, sobald der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat.

Derweil in einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Kürbisspalten und Chorizoscheiben darin 2 Minuten anbraten. Dann alles wenden, Salbei dazugeben und weitere 2 Minuten braten. Mit Pfeffer würzen. 

Wenn die Reiskörner außen weich und innen noch einen Tick bissfest sind, den geriebenen Parmesan und die Butter in das Risotto einrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Das Risotto portionsweise in tiefe Teller geben und mit den Kürbisspalten, der Chorizo und dem Salbei garniert servieren.

Dienstag, 20. September 2011

Nachgekocht: Scharfe Bohnen-Pasta

So, heute abend gibt es hier endlich mal wieder was zu essen! In Schwiegeromis Garten waren einige Buschbohnen erntereif. Was mache ich daraus? Ein Blick auf meine Nachkochliste brachte die Lösung: schon vor einigen Wochen hatte ich bei Paules Ki(t)chen die scharfe Bohnen-Pasta entdeckt und für die Bohnen-Saison vorgemerkt. Ein Gericht ganz nach meinem Geschmack: frisches Gemüse, Pasta, crunchige Pinienkerne und durch die Chiliflocken kommt eine scharfe Komponente dazu, die natürlich jeder nach Belieben dosieren kann. Noch dazu ist das Gericht in gut 20 Minuten zubereitet und damit perfekte Feierabendküche. Vielen Dank für dieses Rezepte, liebe Paule!


Scharfe Bohnen-Pasta
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g Vollkorn-Spaghetti
300g grüne Bohnen
6-7 getrocknete Soft-Tomaten
3 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
2 EL Olivenöl
200ml Gemüsebrühe
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Pinienkerne
Salz, Pfeffer
Chiliflocken

Zubereitung:
Reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Spaghetti darin nach Packungsanweisung al dente kochen.

Derweil die Bohnen waschen, putzen (evtl. Fäden abziehen) und schräg in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln. Tomaten in dünne Streifen schneiden. Rosmarin waschen, Nadeln vom Stängel zupfen und die Nadeln grob hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Bohnen, den Knoblauch, die Tomaten und den Rosmarin darin anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Derweil die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit dem Bohnengemüse vermengen. Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben mit Chiliflocken würzen. Pasta portionsweise in tiefe Teller füllen und mit Frühlingszwiebelringen und Pinienkernen bestreuen.

Pssst... ich verrate ein paar Dinge über mich!

Vor ein paar Tagen fragte mich Isabel vom Blog Leckerlezmi, ob ich ihr ein Interview gebe. Sie möchte gerne deutschsprachige Foodblogs vorstellen und ein bisschen hinter die Kulissen schauen. Da war ich gerne dabei und das Ergebnis ist jetzt online! 

Ganz exklusiv habe ich Isabel zum Beispiel die genaue, tatsächliche Anzahl meiner Kochbücher verraten - etwas, das bisher noch nicht mal mein Mann wusste!

Na, neugierig geworden? Dann klicke hier, um direkt zum Beitrag über Schöner Tag noch! auf Isabels Blog zu gelangen.

Und wenn wir schon dabei sind, im Fernsehen bin ich auch noch! Na ja, nicht ganz ;-) Aber in diesem Film, der beim Kochevent mit Frank Buchholz in Köln von Staatl. Fachingen gedreht wurde, bin ich auch noch zu sehen und zu hören: Youtube-Video

Sonntag, 18. September 2011

Badischer Käsekuchen ohne Boden und es gibt was zu feiern!

Kaum zu glauben: Schon 7 Jahre gibt es den Blog Kochtopf aka 1x Umrühren bitte! Wahnsinn. Liebe Zorra, herzlichen Glückwunsch zum 7.Blog-Geburtstag und mach bitte weiter so! Der Kochtopf ist einer der Foodblogs, die ich am längsten lese, und seit ich Zorra neulich beim Kochen mit Frank Buchholz in Köln persönlich kennengelernt habe, lese ich ihren Blog noch lieber.

Zorra wünscht sich, dass wir ihr anlässlich ihres Bloggeburtstags etwas Süßes zubereiten. Da lasse ich mich nicht lange bitten und bringe zum Kuchenbuffet einen Badischen Käsekuchen ohne Boden mit. Das Rezept habe ich schon vor ein paar Jahren von einer früheren Kollegin mit höchster Nachbackempfehlung bekommen, es aber bisher noch nicht ausprobiert. Ursprünglich stammt das Rezept von hier.


Badischer Käsekuchen ohne Boden
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
1kg Magerquark
300g Zucker
200g Butter
6 Eier
5 EL Hartweizengrieß
3 EL Zitronensaft
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (zum Kochen)
1 EL Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
Salz
Semmelbrösel

Zubereitung:
Ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch auslegen und den Quark darin abtropfen lassen. Die Springform mit etwas Butter einfetten, dann Semmelbrösel einstreuen und gleichmäßig in der Form verteilen. Die Eier trennen. Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Die Eiweiße mit einer Prise Salz in einer hohen Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen.

In einer zweiten Schüssel die Butter in Stücken mit dem Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Nach und nach die Eigelbe zugeben und gut unterrühren. Dann den abgetropften Quark, den Hartweizengrieß, den Zitronensaft, das Vanillepuddingpulver, den Vanillezucker und das Backpulver zugeben und gut verrühren. Anschließend den Eischnee mit einem Teiglöffel vorsichtig unterheben.

Die Masse in die gefettete Springform geben und glatt streichen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen. Dann die Springform herausnehmen und den Teigrand vorsichtig mit einem langen und biegsamen Messer vom Rand der Springform lösen, damit der Kuchen später nicht aufreißt oder zusammen fällt. Kuchen wieder zurück in den Ofen stellen und weitere 30 Minuten backen. Den Kuchen die letzte Viertelstunde mit Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Backofen ausschalten, die Backofentür öffnen und den Kuchen im Backofen und in der Form abkühlen lassen.

Der badische Käsekuchen ohne Boden war mein erster "klassischer" Käsekuchen. Beim Kindergeburtstag meines kleinen Neffen, für den ich diesen Kuchen eigentlich gebacken habe, kam der Kuchen gut an und wurde schwer gelobt. Ich fand ihn geschmacklich auch in Ordnung, aber einen Tick zu fest. Für mich hätte er gerne noch etwas fluffiger und auch etwas zitroniger sein dürfen. Fazit: Fürs erste Mal nicht schlecht, das nächste Mal probiere ich aber ein anderes Käsekuchenrezept aus!

Mit diesem Beitrag schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich gebe Zorra Süßes und mache bei der Initiative Sonntagssüß mit. Die Beiträge zum Sonntagssüß werden diese Woche bei Julie von mat&mi gesammelt!

7 Jahre kochtopf - Blitz-Blog-Event - Gib ihm Süsses! (Einsendeschluss 30. September 2011)

Samstag, 17. September 2011

Wo ich am liebsten einkaufe

Nicht wirklich ein Beitrag zu Astrids Aufruf, unsere besten Einkaufsquellen zu nennen. Aber ein kleiner Einblick in Schwiegeromis Garten, aus dem ich mein Obst und Gemüse am liebsten beziehe! Alles Bio, wenn auch ohne Siegel. Hier werden die Schnecken noch von Hand abgepflückt oder in der Bierfalle ertränkt...

Gerade kann geerntet werden: Lollo Rosso


Immer noch: Tomaten


Auch noch vorhanden: Buschbohnen


Die Chili brauchen noch ein bisschen.


Die ersten Spitzpaprika habe ich schon geerntet.


Einer der Birnbäume. Und der Beweis: es hängen immer noch Birnen am Baum!


Außerdem waren oder sind noch im Angebot, aber nicht im Bild: Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Möhren, Lauch, Frühlingszwiebeln, Gurken, Weintrauben, grüner Kopfsalat, diverse Kräuter.

Für Liebhaber von frischem, aromatischem Obst und Gemüse ist dieser Garten das ....



!

Mittwoch, 14. September 2011

Bohnengemüse mit Birnen und Speck

Es gibt so Kombinationen, auf die wäre ich selbst nicht gekommen, aber wenn ich die Kombination dann ausprobiere, überzeugt sie mich sofort. So ging es mir mit der Nektarinen-Serrano-Pizza und dem heutigen Rezept für Bohnengemüse mit Birnen und Speck, das ich in einem "LandIdee: Sommerküche"-Heftchen gefunden habe. Bohnen und Birnen, passt das zusammen? Oh ja, sogar sehr gut! Liegt ja eigentlich auch nahe: Beides ist gleichzeitig reif und wächst in rauen Mengen in Schwiegeromis Garten. Also habe ich das Rezept ausprobiert - und es hat mich voll überzeugt. Ein simples, bodenständiges Gericht, das mir in seiner Einfachheit sehr gut geschmeckt hat. Das Rezept hatte nur einen Fehler: die Portionen waren für meinen Geschmack zu klein ;-)


Bohnengemüse mit Birnen und Speck
(für 1-2 Portionen)

Zutaten:
300g Bohnen
2 reife Birnen
1/2 Zitrone
1 EL Butter
125g Speck
125ml Gemüsebrühe
frisches Bohnenkraut
300g festkochende Kartoffeln

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, in einem Topf gerade so mit Wasser bedecken. Salzen und die Kartoffeln zugedeckt in ca. 20 Minuten weich kochen. Bohnen waschen, putzen, Fäden herausziehen. Den Speck in Streifen schneiden. Die Zitrone auspressen. Birne schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Birne mit dem Zitronensaft beträufeln.

Butter in einem großen Topf erhitzen. Den Speck darin knusprig braten, dann die Gemüsebrühe zugießen. Bohnen, Birnen und etwas Bohnenkraut zugeben. Bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze je nach Größe der Birnenviertel 10 -15 Minuten dünsten. Dabei gelegentlich umrühren.

Kartoffeln abgießen und zum Bohnengemüse servieren.

Dienstag, 13. September 2011

Nektarinen-Serrano-Pizza mit Rucola

Arthurs Tochter ist Gastgeberin des aktuellen Kochtopf-Blogevents "Rezepte mit N" und hat mir eine ganz schön harte Nuss zu knacken gegeben. War mir davor nie aufgefallen, dass die wenigstens Rezepte mit dem Buchstaben "N" beginnen, so wurde mir der Mangel an Rezepten mit "N" schnell klar, als ich auf der Suche nach einem Beitrag für das Event war. Nudeln mit Soße gab es leider schon bei Heike, Nuss-Nougat-Rezepte waren von Arthurs Tochter ausdrücklich nicht gewünscht.... Tja, was bleibt da noch? Na klar: [N]ektarinen! Die haben auch gerade Saison. Und ich habe mich daran erinnert, dass ich neulich in einer Frauenzeitschrift eine wilde Kombination von Pfirsich, Serrano, Rucola und Pizza gesehen hatte. Und tatsächlich, in der letzten "Myself" habe ich das Rezept wiedergefunden und es zu einer Nektarinen-Serrano-Pizza mit Rucola abgewandelt.


Nektarinen-Serrano-Pizza mit Rucola
(für 2 Pizzen)

Zutaten:
Für den Teig:
200g Mehl Typ 00
1/2 TL Salz
1/2 Päckchen Trockenhefe
1/2 TL Zucker
3 EL Olivenöl
Für den Belag:
2 Nektarinen
1/2 Zwiebel
1 EL Pinienkerne
1/2 TL Chiliflakes
2-3 EL Olivenöl
100g dünn geschnittenen Serrano-Schinken
125g Mozzarella
1/2 Bund / Packung Rucola

Zubereitung:
Für den Pizzateig Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Eine Mulde in der Mitte formen und die Trockenhefe, den Zucker und 40ml Wasser darin kurz verrühren. Mehl nicht untermischen! Abgedeckt 10 Minuten gehen lassen. Dann das Olivenöl und 50ml Wasser zugeben und alles kräftig mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Teig abgedeckt an einem warmen Ort 25 Minuten gehen lassen.

Derweil den Backofen mit Pizzastein auf der untersten Schiene auf 260 Grad vorheizen. Nektarinen waschen, halbieren, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Pinienkerne grob hacken und mit den Zwiebelwürfeln und den Chiliflakes vermischen. Mozzarella abtropfen lassen und in dünne Scheiben schneiden. 

Teig halbieren und jede Hälfte auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche rund und möglichst dünn ausrollen. Mit jeweils ca. 1 EL Olivenöl bestreichen. Nektarinenspalten eng auf den Teig legen. Serranoschinken etwas zerrupfen und über die Nektarinen geben. Mozzarellascheiben auf dem Belag verteilen und die Zwiebelmischung darüber streuen. 

Backofen auf 220 Grad herunterschalten und die Pizzen darin in 15 bis 20 Minuten knusprig backen. Ich habe  die Pizzen auf Backpapier auf den Pizzastein gelegt, was den Vorteil hat, dass man die Pizzen sowohl unversehrt in den Backofen hinein als auch wieder heraus bekommt (Tipp von hier)!

Während die Pizzen backen, den Rucola verlesen, waschen und trocken schleudern. Vor dem Servieren den Rucola auf den heißen Pizzen verteilen.

Da ich die Pizza nach Feierabend zubereitet habe, hatte ich keine Zeit für meinen Lieblings-Pizzateig, aber ich muss sagen, dass diese schnelle Variante auch ziemlich gut geschmeckt hat. Der Belag war eine leckere Kombination aus fruchtig, salzig, leicht bitter und leicht scharf. Voilà, ein Rezept mit "N"!

Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)

Und leider wird es jetzt  immer früher dunkel, so dass ich nicht mehr mit Tageslicht fotografieren kann - buhu! Heute ist es mir das erste Mal so richtig aufgefallen. Dabei hatte ich mich doch so an das Tageslicht zum Fotografieren gewöhnt....

Montag, 12. September 2011

Selbstgemachtes Birnenchutney mit Ingwer und Safran

Birnen, Birnen, Birnen. So viele Birnen wie dieses Jahr habe ich noch nie gegessen und trotzdem scheinen die Birnen am Birnbaum in Schwiegeromis Garten nicht weniger zu werden. Aber zum Glück gibt es auch schier unendlich viele Rezepte mit Birnen. In der aktuellen "Living at Home" 9/2011 habe dieses Rezept für ein Birnenchutney mit Ingwer, Chilis, Safran und gerösteten Cashewkernen gefunden. Die Kombination klang spannend und Chutneys esse ich auch sehr gerne - also nichts wie ran ans Eingemachte!


Birnenchutney mit Ingwer und Safran
(für 4 Gläser à 250ml)

Zutaten:
50g frischer Ingwer
2 frische rote Chilischoten
100g geröstete Cashewkerne
200g weiße Zwiebeln
1,2 kg saftige Birnen
0,1g Safranfäden
2 Stück Sternanis
100g Zucker
Salz
120ml Apfelessig
50g getrocknete Cranberries

Zubereitung:
Ingwer schälen und fein hacken. Chilischoten waschen, Stiel entfernen. Chilischote mit Kernen fein hacken. Cashewkerne nicht zu fein hacken. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Birnen fein würfeln. Die Safranfäden in 50ml lauwarmem Wasser einweichen.

Die Birnen mit dem Ingwer, der Chilischote, den Cashewkernen, den Zwiebeln und dem Safranwasser in einem großen Topf geben. Apfelessig, Zucker, 1 TL Salz, Anis und die Cranberries zugeben. Alles aufkochen und unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten offen köcheln lassen.

Das Chutney kochend heiß in vorbereitete, sterilisierte Gläser füllen. Deckel fest verschließen und die Gläser 5 Minuten auf dem Kopf stehen lassen. Dann umgedreht vollständig auskühlen lassen.

Ich gebe die leeren Gläser und die Deckel zum Sterilisieren immer 10 Minuten in kochendes Wasser und lasse sie umgedreht auf einem sauberen Küchentuch trocknen. Mit dieser Methode ist mir noch nie etwas verschimmelt, mit dem Sterilisieren der Gläser im heißen Backofen dagegen schon.

Die Optik für die Labels auf dem Einmachglasdeckel habe ich von Nicky und Katharina übernommen. Mir gefällt diese reduzierte, cleane Optik total gut und die Etiketten lassen sich ruck-zuck in Power Point selbst gestalten. Dann nur noch auf Selbstklebepapier ausdrucken und fertig sind die schicken Etiketten!

Das Chutney passt sowohl zu einem reifen Pecorino, Manchego oder Parmesan als auch zu gegrilltem Fleisch oder Fisch. Bei mir gab es heute ein gegrilltes Hähnchenbrustfilet und einen grünen Salat mit Tomaten aus Schwiegeromis Garten dazu. Schnelle und leckere Spätsommerküche!

Mittwoch, 7. September 2011

Kölner Dom-Plätzchen, die Originalen!

Ja ist denn schon Weihnachten? Nein, zum Glück noch nicht, sonst hätte ich noch kein einziges Geschenk parat. Aber an manchen Tagen fühle ich mich auch unter dem Jahr schon wie an Weihnachten. Letzte Woche zum Beispiel. Da habe ich im Briefkasten einen dicken Umschlag aus Köln vorgefunden. Die liebe Nata hat mir doch tatsächlich einen Dom-Ausstecher zugeschickt! Ich hatte den Ausstecher bei meinem Köln-Trip zum Fachingen-Event im Dom-Souvenirshop bewundert, als Nata mir am Samstag eine Köln-Privatstadtführung gegeben hat. Gekauft hatte ich dann aber eine rote Köln-Quietscheente. Diese ziert nun unser Bad, aber der Dom-Ausstecher ging mir auch nicht so richtig aus dem Kopf. Und dann lag dieser geniale Ausstecher einfach so in der Post! Ist das nicht toll? 1000 Dank noch mal, Nata! Ich habe mich riesig gefreut und konnte daher auch nicht bis Weihnachten warten, um die Dom-Ausstechform einzuweihen. Ein nicht allzu weihnachtliches Rezept für die Dom-Plätzchen habe ich wiederum bei Nata gefunden, die als echte Kölnerin natürlich auch eine Dom-Ausstechform besitzt. Wie sich das eben gehört!


Dom-Plätzchen 
(ergibt ca. 35 Stück)

Zutaten:
250g Mehl
1 TL Backpulver
75g Zucker
Salz
50g fein gemahlene Mandeln
1 Vanilleschote
1 Ei
125g Butter

Zubereitung:
Mehl, Backpulver, Zucker, gemahlene Mandeln und eine Prise Salz miteinander vermengen. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark herauskratzen. Vanillemark zum Teig geben. Ei und Butter in kleinen Stücken zugeben und alles erst 2 Minuten mit den Knethaken des Handrührgeräts vermischen, dann mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 30 Minuten kaltstellen.

Derweil den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 3 mm dick auswellen. Domplätzchen ausstechen und auf das Backpapier legen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene in ca. 10-11 Minuten hellbraun backen.

Plätzchen aus dem Backofen holen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Wer mag, verziert die Plätzchen anschließend mit Kuvertüre oder Zuckerstreuseln. Ich habe sie pur gelassen. Und auch ganz ohne Verzierung kamen die Dom-Plätzchen super an und stießen bei meinen Kollegen, denen ich sie mitgebracht habe, sowohl durch die Optik als auch durch den leckeren Geschmack auf große Begeisterung.


Und das hier ist natürlich das Original. Ein Hoch auf Köln, den Kölner Dom und auf Nata! Danke!

Dienstag, 6. September 2011

Breite Nudeln mit Bohnen in Zitronensahne und Knoblauchbröseln

Außer Birnen, Tomaten und Zucchini wachsen in Schwiegeromis Garten auch noch Bohnen. Da kam mir die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Food&Travel" für September/Oktober 2011 mit den darin enthaltenen Bohnenrezepten gerade recht. Die Zeitschrift an sich finde ich mittlerweile nicht mehr so gelungen - die darin enthaltenen Artikel scheinen mir überwiegend Übersetzungen aus fremdsprachigen Food- oder Reisezeitschriften und / oder PR-Mitteilungen von Hotels und Reiseunternehmen zu sein. Einige Artikel fallen außerdem durch holpriges Deutsch und einen wenig flüssigen Schreibstil auf. Aber die Auswahl der aus verschiedenen aktuellen Kochbüchern entnommenen Rezepte in der Zeitschrift gefällt mir dieses Mal wieder gut! Als erstes habe ich leicht abgewandelt Breite Nudeln mit Bohnen in Zitronensahne und Knoblauchbröseln daraus nachgekocht. 


Breite Nudeln mit Bohnen in Zitronensahne und Knoblauchbröseln
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g breite Nudeln
Für die Zitronensauce:
200g grüne Bohnen
Salz, Pfeffer
1 Schalotte
1 EL Butter
125g Sahne
1 EL Abrieb einer Bio-Zitrone
2 EL Zitronensaft
1 Stiel Minze
1 Stiel Petersilie
Für die Knoblauchbrösel:
1 EL Butter
25g Semmelbrösel
1 kleine Knoblauchzehe

Zubereitung:
Bohnen waschen, putzen, gegebenenfalls in mundgerechte Stücke schneiden und in reichlich kochendem Salzwasser in etwa 10 Minuten bissfest garen. In ein Sieb abgießen, abtropfen lassen.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Derweil die Schalotte schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, die Schalottenwürfel darin andünsten. Sahne zugeben, aufkochen. Zitronenschale hinzugeben und die Soße bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten einkochen lassen. Dann mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und dann mit den Bohnen, der Zitronensahne und den gehackten Kräutern vermischen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Knoblauchbrösel den Knoblauch schälen und fein würfeln. Butter in einer Pfanne schmelzen. Semmelbrösel unterrühren und goldbraun braten. Knoblauchwürfel zugeben und kurz mitrösten. Die Bröselmischung vor dem Servieren über den Nudeln mit Bohnen in Zitronensahne verteilen.

Gerade als ich Bohnen ernten wollte, hatte meine Schwiegermutter kurz davor alle Buschbohnen abgeernet. Daher habe ich mich bei den langen Bohnen bedient, die sie verschmäht hatte. Hat ebenso gut geschmeckt. Das Tüpfelchen auf dem i bei diesem Gericht waren aber die Knoblauchbrösel. Sehr lecker!

Im Originalrezept werden statt breiten Nudeln im übrigen selbstgemachte Nudelflecken verwendet, das werde ich beim nächsten Mal auch noch austesten. Für die Feierabendküche sind aber auch fertige Nudeln gut geeignet.

Sonntag, 4. September 2011

Gedeckter Birnenkuchen im Kleinformat

Der große Birnbaum in Schwiegeromis Garten liefert unermüdlich immer noch mehr aromatische Birnen. Einige Kilo habe ich schon zu leckerem Birnenkompott verarbeitet. Mit einigen weiteren Birnen habe ich dann kürzlich einen Gedeckten Birnenkuchen gebacken. Das Originalrezept ist für eine 24cm-Springform und stammt von den Küchengöttern, ich habe die Mengen auf meine kleine 18cm-Springform angepasst. Das habe ich schon nach dem ersten Bissen bedauert, denn der Kuchen ist so gut, dass ich gerne noch mehr davon gehabt hätte! Die in Honigsirup getunkten, noch leicht bissfesten Birnenstücke schmecken wunderbar saftig und aromatisch und sind ein schöner Gegensatz zum weichen, buttrigen Teig. Apropos Butter im Teig, kennt eigentlich noch jemand Frau Kächele und Frau Peters und ihren legendären Hefezopf "mit einem Haufen Butter drin"? Daran musste ich bei diesem Kuchen sofort denken!


Gedeckter Birnenkuchen
(für eine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
100g Butter
50g Zucker
1 kleines Ei
150g Mehl
500g reife Birnen
2 EL Honig
2 EL Zitronensaft
1 EL Vanillezucker
1 EL gemahlene Haselnüsse
1 EL Pinienkerne
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Butter und Zucker in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Ei und Mehl unterrühren und erst kurz mit dem Handrührgerät, dann mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig wie bei mir sehr weich ist, eventuell noch etwas Mehl hinzugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

125ml Wasser mit dem Honig, dem Zitronensaft und dem Vanillezucker in einem Topf aufkochen, dann offen bei starker Hitze zu einem Sirup einkochen. Derweil die Birnen schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Topf mit dem Sirup vom Herd nehmen und die Birnenviertel mit dem Sirup mischen. Mindestens 5 Minuten ziehen lassen.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. 2/3 des Teigs zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie möglichst rund und dünn ausrollen. In die ungefettete Backform legen und einen Rand hochziehen. Teigboden mit den gemahlenen Haselnüssen bestreuen. Birnen aus dem Sirup nehmen und den Teigboden dicht an dicht mit den Birnen belegen. Sirup aufheben! Dann den restlichen Teig ebenfalls zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie dünn und rund ausrollen und auf die Birnen legen. Rand andrücken.

Kuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 15 Minuten backen. Dann herausnehmen und mit dem Sirup bestreichen. Pinienkerne darüberstreuen und den Kuchen weitere 20 Minuten fertig backen.

Kuchen aus dem Ofen nehmen. In der Form ca. 10 Minuten abkühlen lassen, dann den Rand der Form ablösen und den Kuchen vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Der gedeckte Birnenkuchen ist mein Beitrag für die Initiative Sonntagssüß. Die Beiträge werden heute bei Fräulein Text gesammelt und das Pinterest-Board mit allen Köstlichkeiten wird ab Montag aktualisiert.

Donnerstag, 1. September 2011

Klarer Tomatenfond, ein Experiment

Schon seit über einem Jahr steht der klare Tomatenfond nach einem Rezept von Milliways auf meiner Nachkochliste. Nachdem die Tomatenschwemme immer noch anhält, war also klar, was ich als nächstes mit den Tomaten mache! Die Zubereitung des klaren Tomatenfonds ist denkbar einfach, man braucht eigentlich nur Zeit und Geduld, damit die Tomaten durch das Sieb abtropfen können. Die abgetropfte Flüssigkeit ist tatsächlich fast klar und schmeckt sehr intensiv tomatig.


Klarer Tomatenfond
(ergibt 450ml)

Zutaten:
1kg reife Tomaten
1 kleine rote Zwiebel
1/2 Vanilleschote
eine Handvoll Basilikumblätter
Salz, Pfeffer
Zucker

Zubereitung:
Zwiebel schälen,  in grobe Stücke schneiden. Tomaten waschen, halbieren, Strunk entfernen und Tomaten ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Zwiebel, Tomaten und Basilikum mit einem Stabmixer fein pürieren. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark herauskratzen. Mark und Vanilleschote zum Tomatenpüree geben und alles in einem Topf aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Jetzt kommt das Geduldsspiel: Ein Sieb in einen großen Topf oder eine große Schüssel hängen. Das Sieb mit einem sauberen Küchentuch auslegen und das Tomatenpüree in das Sieb geben. Der Fond tropft nun langsam aber sicher durch. Bei mir hat es ca. 5 Stunden gedauert. Keinesfalls den Abtropfvorgang beschleunigen, indem ihr das Tomatenpüree durchdrückt, denn dann wird der Fond trüb!

Nachdem ich den klaren Fond dann vor mir hatte, war die Frage: was mache ich damit? Einen Teil des Fonds habe ich als "Tomatenshooter" nur mit ein paar Blättern Basilikum im Glas getrunken. Der Geschmack war ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig - ich fand es ok, meinem Mann hat es gar nicht geschmeckt.

Daher habe ich für den restlichen Tomatenfond eine andere Verwendungsmöglichkeit gesucht und habe ein Rezept aus der "Lust auf Genuss" 8/2011 zum Thema Tomaten und Zucchini ausprobiert: Tomatenessenz mit Wan Tans. In den fertigen TK-Wan Tan-Teig habe ich eine Füllung aus Ingwer, Bratwurstbrät, Chili und Petersilie gewickelt, die Wan Tans im leicht siedenden Wasser 7 Minuten gegart und dann im kurz aufgekochten klaren Tomatenfond mit ein paar Würfeln roher Tomate und Petersilie garniert serviert.


Die Füllung hat mich leider geschmacklich nicht überzeugt, so dass ich weiterhin auf der Suche nach der perfekten Verwendung für den klaren Tomatenfond bin! Vielleicht mit einer Einlage aus Ricotta-Rucola-Nocken? Hmmm... Welche Ideen habt ihr noch?  Ich freue mich auf eure Tipps!