Montag, 31. Oktober 2011

Die Gewinner! Auslosung Kochbuch-Verlosung

Ich sage ganz herzlich DANKESCHÖN für die vielen, vielen Kommentare zu meinem 3. Blog-Geburtstag und zur Jubiläums-Verlosung! Ich habe mich über jeden einzelnen Kommentar von euch gefreut und saß mit knurrendem Magen vor dem Rechner, als ich mir durchgelesen habe, welche Leckereien ihr schon gekocht habt oder noch kochen werdet (ok, abgesehen von der kranken Susa, die sich notgedrungen einen Salbei-Tee kochen musste - gute Besserung!). Sehr gut gefallen hat mir auch Biancas Vorschlag, einfach noch einen Punkt zusätzlich auf einen der Würfel zu malen, damit mein Rezept auf Seite 57 auch durch den "Zufallsgenerator" erwürfelt werden kann! Dafür hätte Bianca ja auch schon das Kochbuch verdient ;-) 


Aber ich habe selbstverständlich ganz unparteiisch random.org entscheiden lassen, welche Kommentare gewinnen. Insgesamt waren 138 Kommentatoren aus den 155 Kommentaren im Lostopf. Wer sich darüber wundert: einige haben mehrfach kommentiert, andere haben anonym kommentiert und dabei keine E-Mail-Adresse angegeben und wieder andere wie Chef Hansen, Robert und Ina haben gratuliert, ohne an der Verlosung teilzunehmen.

So, jetzt aber genug der Vorrede, auf geht´s zur Ziehung der Gewinner! Das erste "Scheiße, was koche ich heute?"-Kochbuch geht an Kommentar Nr. 62.


Und das ist....
.
.
.

Und das zweite "Scheiße, was koche ich heute?"-Kochbuch geht an Kommentar Nr. 37.


Und wer verbirgt sich dahinter?
.
.
.
Manuela von manumanie!

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnerinnen! Bitte sendet mir eure Anschrift per E-Mail an schoenertagnoch@gmx.de, damit ich die Kochbücher schnellstmöglich auf den Weg zu euch schicken kann. Die Gewinnerinnen werde ich zusätzlich auch noch per E-Mail benachrichtigen.

Und an alle anderen: nicht traurig sein, die nächste Verlosung kommt bestimmt! Vielen Dank für eure zahlreiche Teilnahme und eure netten Kommentare zu meinem Bloggeburtstag! 

Sonntag, 30. Oktober 2011

Schupfnudeln mit Sauerkraut

Der Kosmos-Verlag hat mir einige neue Kochbücher als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt. Darunter auch "Die bayerische Küche" von Cornelia Schinharl. Das kleine Kochbüchlein enthält neben Rezepten für regionale Spezialitäten aus Oberbayern auch wissenswerte Infos rund um Bayern, z.B. über den Münchner Viktualienmarkt, und über bayrische Traditionen, wie z.B. dass bayrische Knödel auf keinen Fall mit dem Messer geschnitten werden dürfen, sondern mit der Gabel zerrissen werden. 

Die Rezepte sind größtenteils deftige Klassiker wie Leberknödelsuppe, Kartoffelsuppe,Schweinebraten mit Biersauce oder Apfelstrudel. Für solche Gerichte habe ich ja insbesondere im Winter eine Schwäche. Entsprechend viele Rezepte kamen also fürs Nachkochen in Frage! Während mein Mann aus dem Kochbuch am liebsten zuerst den "Wurstsalat mit Radieserl" ausprobiert hätte, habe ich mich für die Schupfnudeln mit Sauerkraut entschieden. Ich kenne Schupfnudeln mit Kraut unter dem Namen "Bubaspitzla" eigentlich eher als schwäbische Spezialität, aber gut, das will ich mal nicht so eng sehen...


Schupfnudeln mit Sauerkraut
(4 Portionen)

Zutaten:
Für die Schupfnudeln:
800g vorwiegend festkochende Kartoffeln
150g Mehl
1 Ei
1 Eigelb
Salz
2 EL Butterschmalz
Für das Sauerkraut:
500g frisches Sauerkraut
50g durchwachsener Räucherspeck
1 Zwiebel
1 EL Butter
1 EL Öl
2 TL Kümmelsamen
250ml Gemüsebrühe (+evtl. etwas mehr)
Salz
Zucker

Zubereitung:
Die Kartoffeln ungeschält in einen Topf geben, gerade so mit Wasser bedecken und aufkochen. Wasser leicht salzen und die Kartoffeln je nach Größe in 25-30 Minuten weich kochen. Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Anschließend schälen und mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen oder durch eine Kartoffelpresse pressen. Nicht mit dem Stabmixer pürieren, das wird zu einer festen Pampe! Kartoffelbrei abkühlen lassen.

Inzwischen den Speck fein würfeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Sauerkraut etwas zerpflücken. Butter und Öl in einem Topf erhitzen. Speck, Zwiebel und Kümmel darin andünsten. Das Sauerkraut zugeben, kurz mitdünsten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz und einer Prise Zucker würzen. Sauerkraut bei geschlossenem Deckel auf der kleinsten Stufe in ca. 50 bis 60 Minuten weich kochen. Darauf achten, dass das Sauerkraut nicht anbrennt. Dazu gelegentlich umrühren und gegebenenfalls Flüssigkeit nachgießen.

Für die Schupfnudeln Ei, Eigelb und 3 TL Salz zum Kartoffelbrei geben und gut vermischen. Mehl nach und nach unterrühren. Jetzt den Teig von Hand zügig zu einem glatten Teig kneten, dabei nach Bedarf weiter Mehl zugeben. Nicht zu lange kneten, da der Teig sonst zäh wird. Teig portionsweise auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 3cm breiten langen Rollen formen. Von der Rolle je ca. 1 cm breite Stücke abschneiden und mit den Händen zu Schupfnudeln formen. Die fertigen Schupfnudeln auf einer bemehlten Fläche zwischenparken.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und salzen. Die Schupfnudeln darin portionsweise garen. Die Schupfnudeln sind fertig, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen - das geht recht schnell! Fertige Schupfnudeln mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.

In zwei großen beschichteten Pfannen je 1 EL Butterschmalz erhitzen. Die abgetropften Schupfnudeln darin bei mittlerer Hitze in ca. 8-10 Minuten rundherum goldbraun anbraten.

Das Sauerkraut noch mal mit Salz abschmecken, dann mit den gebratenen Schupfnudeln mischen und sofort servieren.

Geschmacklich waren sowohl die Schupfnudeln als auch das Sauerkraut prima, es hat uns sehr gut geschmeckt. Allerdings waren mir die Schupfnudeln von der Konsistenz her einen Tick zu weich. Woran das wohl lag? Vielleicht hätte ich sie noch etwas länger anbraten müssen? An den Kartoffeln kann es eigentlich nicht gelegen haben, die waren bei mir eher noch zu hart als zu weich gekocht. Habt ihr einen Tipp für mich? Oder ein Rezept für schwäbische Bubaspitzla? Immer her damit!

Samstag, 29. Oktober 2011

Nachgebacken: Rustikale Zucchini-Tarte mit Ricotta-Creme

Huch, schon eine Woche ist seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. In dieser Zeit war ich aber nicht untätig, denn ich war ein paar Tage in Paris! Und es hat mir richtig gut gefallen. Natürlich habe ich in Paris auch Souvenirs gekauft. Aber keine blinkenden Eiffeltürme oder "I love Paris" T-Shirts, obwohl es die an jeder Ecke gab. Nein, ich habe mir endlich eine rechteckige Tarteform gekauft! Ja, da lacht das Foodblogger-Herz ;-)

Kaum zuhause, habe ich die neue Tarteform dann gleich mit einem Rezept eingeweiht, das ich vor einiger Zeit bei Paule gesehen und sofort auf  meine Nachkochliste gesetzt hatte: eine rustikale Zucchini-Tarte mit Ricotta-Creme. Paule hat damals keine Tarteform verwendet, sondern den Teig als Galette geformt, was ich auch sehr schön finde - aber ich wollte ja unbedingt meine neue Tarteform ausprobieren! Da ich mit der Größe der neuen Backform noch keine Erfahrung hatte, hatte ich nach dem Befüllen meiner Form mit den bei Paule angegebenen Mengen etwas Teig und sehr viele Zucchinischeiben übrig. Im Rezept unten habe ich daher bereits die angepassten Mengen angegeben, die ich beim nächsten Backen mit der rechteckigen Tarteform verwenden würde. Statt Sauerrahm habe ich Crème fraiche verwendet und statt Cheddar gab es bei mir Edamer, aber ansonsten habe ich mich ganz an Paules Rezept gehalten - und war begeistert! Weiche Creme, noch leicht bissfeste Zucchinischeiben, und der absolute Knaller ist der Teig: buttrig, sehr blätterteigähnlich und unglaublich lecker! 



Rustikale Zucchini-Tarte mit Ricotta-Creme
(für eine rechteckige Tarteform 35x11cm)

Zutaten:
Für den Teig:
75g Vollkornweizenmehl
75g Weizenmehl Type 550
1/4 TL Salz
80g kalte Butter
40g Crème fraiche
1,5 EL Zitronensaft
40g sehr kaltes Wasser
Für den Belag:
1 kleine Zucchini
2 Knoblauchzehen
Fleur de Sel
2 EL Olivenöl
160g Ricotta
30g frisch geriebener Parmesan
50g geriebener Edamer
2-3 Stängel frischer Thymian
Salz, Pfeffer
1 Frühlingszwiebel

Zubereitung:
Beide Mehlsorten mit dem Salz vermischen. Kalte Butter in kleine Stückchen schneiden und mit den Knethaken des Handrührgeräts kurz vermischen. Crème fraiche, Zitronensaft und kaltes Wasser miteinander vermengen und zusammen zum Mehl geben. Mit den Knethaken des Handrührgeräts ca. 2-3 Minuten kneten, dann von Hand zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig ist sehr weich, das soll aber so sein! Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln. Mindestens 1 Stunde, besser länger im Kühlschrank kalt stellen. Ich habe den Teig 3 Stunden kaltgestellt, danach ließ er sich prima weiterverarbeiten.

Für den Belag die Zucchini waschen, putzen und mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln. Mit Salz bestreuen und die Zucchinischeiben einige Minuten Wasser ziehen lassen. Dann mit einem Küchentuch trocken tupfen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Knoblauch schälen und fein hacken. Im Mörser mit einer Prise Fleur de Sel zu einer Knoblauchpaste zerreiben. Olivenöl zugeben.  Ricotta mit dem geriebenen Parmesan und dem geriebenen Edamer vermischen und die Hälfte des Knoblauch-Öls zugeben. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen. Zum Ricotta geben. Ricottacreme mit Pfeffer und Salz würzen. Frühlingszwiebel waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie vorsichtig möglichst dünn und gleichmäßig ausrollen. Teig in eine ungefettete Tarteform legen und einen Rand hochziehen. Die Ricottacreme auf den Teigboden streichen. Die Zucchinischeiben dachziegelförmig geschichtet auf die Ricottacreme legen. Mit den Frühlingszwiebelringen bestreuen und das restliche Knoblauchöl über die Tarte träufeln. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen.

Sowohl warm als auch kalt hat mir die Tarte sehr gut geschmeckt. Die absolute Entdeckung bei dieser Tarte war aber der Teig, den ich auf jeden Fall noch mit anderen Belägen ausprobieren muss! Bei Jamie O. würde diese Tarte sicherlich "Zucchini-Tarte mit Ricotta-Creme und dem weltbesten Boden" oder so ähnlich heißen...


Die Zucchini-Tarte mit Ricotta-Creme reiche ich auch gleich noch auf den letzten Drücker zum Blogevent "Fremdkochen: Tartes" der Hüttenhilfe ein. Gerade noch rechtzeitig - das Event läuft nur noch bis zum 31. Oktober! 

Fremdkochen Tartes

Apropos auf den letzten Drücker: 
Noch bis morgen könnt ihr an der Verlosung zu meinem 3. Blog-Geburtstag teilnehmen! Zu gewinnen gibt es 2x1 Kochbuch "Scheiße, was koche ich heute?". Erzählt mir unter dem Jubiläumsbeitrag als Kommentar, was ihr heute schon gekocht habt oder noch kochen werdet, und schon seid ihr dabei! Wichtig: Anonyme Kommentierer (d.h. ohne Google-/Wordpress-/usw.-Konto) müssen im Kommentar eine E-Mail-Adresse angeben, sonst kann ich euch im Gewinnfall nicht zweifelsfrei identifizieren!

Und noch bis zum 1. November um 9.30 Uhr könnt ihr beim Brigitte Foodblog-Award für mich voten. Also, wer noch nicht abgestimmt hat,  hier geht´s direkt zum Voting!

Nominiert für den BRIGITTE-Food-Blog-Award

Sonntag, 23. Oktober 2011

3 Jahre "Schöner Tag noch!" - mit Kochbuchverlosung

Es gibt was zu feiern! Tadaaaaaaaah... Heute vor drei Jahren habe ich meinen ersten Blogeintrag auf "Schöner Tag noch!" geschrieben. 

Seitdem hat sich hier so einiges getan:
495 Beiträge
Mehr als 3000 Kommentare
Mehr als 430 eingetragene regelmäßige Google Connect Leser
Mehr als 50 Bloglovin ´-Leser
1 Facebook-Fanseite mit mehr als 300 "Verfolgern"

Das vergangene Blogjahr war außerdem voller Highlights für mich und meinen Blog: 
1 neue Digitalkamera
1 Beitrag in einem Kochbuch
...
und wahnsinnig viel Spaß, leckeres Essen, unzählige Fotos, Freude über eure Kommentare, über den Austausch mit anderen Foodverrückten und am Kochen, Backen, Essen, Genießen, Fotografieren und Schreiben!

Deshalb ist es höchste Zeit für ein großes DANKESCHÖN an euch alle- und für eine kleine Jubiläumsverlosung! Zu gewinnen gibt es 2x das Kochbuch "Scheiße, was koche ich heute?". Dieses Buch wird alle eure Kochbücher und Kochzeitschriften überflüssig machen ;-)


Im Kochbuch zur Webseite scheissewaskocheichheute.de sind 55 Rezepte deutschsprachiger Foodblogger gesammelt. Auch ich bin in diesem Büchlein mit einem Rezept vertreten, und zwar mit diesem hier. Schade nur, dass mein Gurken-Melonen-Salat mit Ziegenfrischkäse niemals durch den Zufallsgenerator, der dem Kochbuch beiliegt (2 Würfel), ausgewählt werden kann, das Rezept dafür befindet sich nämlich auf Seite 57 ;-)


Aber zurück zum Gewinnspiel: An der Jubiläumsverlosung teilnehmen ist ganz einfach. Hinterlasst unter diesem Beitrag einen Kommentar und erzählt mir darin, was ihr heute gekocht habt oder noch kochen werdet. Auch anonyme Kommentare sind möglich - zur eindeutigen Identifikation dann bitte eine gültige E-Mail-Adresse angeben, unter der ich euch erreichen kann!

Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 30.10.2011 um 23.59 Uhr. Unter allen Kommentatoren werden 2x1 Kochbuch "Scheiße, was koche ich heute?" verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Versand des Gewinns nur innerhalb von Europa und in die Schweiz.

Viel Glück!

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Apfel-Birnen-Crumble mit Ingwer und Limette

Angeregt durch diesen Blogbeitrag zum "Best Apple Crumble ever" habe ich große Lust auf Crumble bekommen. Im Obstkorb in der Küche lag noch die letzte Birne aus Schwiegeromis Garten, die ich dringend verarbeiten wollte. Damit sie sich im Crumble nicht so alleine fühlt, habe ich noch einen der Äpfel von Schwiegervaters Wiese dazu gegeben. Jamie Olivers Originalrezept von hier habe ich damit zu einem Apfel-Birnen-Crumble mit Ingwer und Limette abgewandelt. Ratzfatz waren die kleinen Souffléförmchen voller Crumble im Ofen und dann hieß es 25 Minuten vor dem Backofen warten, aus dem es bereits nach 10 Minuten verführerisch duftete. 

Und der erste Bissen machte klar: Jamie hat nicht übertrieben mit seinem Rezepttitel! Die in Zuckersirup vorgekochten Birnen- und Apfelstücke harmonieren hervorragend mit der leichten Schärfe des Ingwers und der frischen Säure der Limette. Dazu ein Klecks kalte Schlagsahne - ein Traum! Ganz klar "best apple-pear-crumble ever"...


Und so habe ich den Apfel-Birnen-Crumble zubereitet:  

Apfel-Birnen-Crumble mit Ingwer und Limette
(2-3 Portionen)

Zutaten:
75g Mehl
40g Rohrohrzucker
Salz
1/2 TL gemahlener Ingwer
50g kalte Butter
1 Birne
1 Apfel
50g Zucker
1 Bio-Limette
1cm frische Ingwerwurzel
100ml Sahne

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Mehl in einer Schüssel mit dem Rohrohrzucker, einer Prise Salz und dem gemahlenen Ingwer vermischen. Kalte Butter in Stückchen dazugeben und mit den Fingern zu bröseligen Streuseln verkneten.

Apfel und Birne schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Apfel und Birne in grobe Stücke schneiden. Frischen Ingwer schälen und fein hacken. Limette heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Anschließend die Limette halbieren und eine Hälfte auspressen.

Zucker mit 50ml Wasser in einem Topf aufkochen. Köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Apfel- und Birnenstücke zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Stücke etwas weich geworden sind. Gehackten Ingwer, Limettensaft und die  Hälfte der abgeriebenen Limettenschale unterrühren. Topf vom Herd nehmen.

Apfel- und Birnenstücke in kleine feuerfeste Förmchen füllen. Mit den Streuseln bedecken. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun werden.

Sahne mit den Quirlen des Handrührgeräts halbsteif schlagen. Crumble aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit einem Klecks Schlagsahne und der restlichen Limettenschale garniert servieren.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Grobe Schweinsbratwürste mit Wirsing-Polenta

Aktuell zeigt sich das Herbstwetter in Karlsruhe von seiner unschönen Seite: Tageshöchsttemperaturen von 7 Grad, Regen, grauer und wolkenverhangener Himmel ohne das kleinste Stückchen Blau. Da wächst bei mir die Lust auf deftiges Essen, das Bauch, Hände und Herz wieder erwärmt. Das Rezept für grobe Schweinsbratwürste mit Wirsing-Polenta aus einer alten "Living at Home"-Zeitschrift (Ausgabe 10/2007) war genau das richtige Abendessen für diesen nasskalten, grauen Tag und hat meinem Mann und mir prima geschmeckt! Die Kombination von Wirsing, Polenta, Tomaten, Oliven, Kapern, Salbei und Lorbeerblättern ist ein feiner Gegenpunkt zur deftigen Bratwurst. Außerdem kocht sich das Essen fast von allein im Backofen - perfekt!


Grobe Schweinsbratwurst mit Wirsing-Polenta
(2-3 Portionen)

Zutaten:
1/2 Kopf Wirsing
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
5 El Olivenöl
400ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
250ml Milch
125g Polenta
Salz, Pfeffer
25 g frisch geriebener Parmesan
3 grobe Schweinebratwürste
1/2 Tl Fenchelsaat
3 Lorbeerblätter
8 frische Salbeiblätter
10 schwarze Oliven ohne Stein
10 g Kapern
350 g Cocktailtomaten

Zubereitung:
Wirsing putzen und dabei die dicken Blattrippen entfernen. Blätter waschen, abtropfen lassen. Anschließend in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Tomaten waschen, den Strunk entfernen und Tomaten vierteln. Tomatenviertel mit Salz und Pfeffer würzen. Fenchelsamen in einem Mörser grob zerstoßen. Kapern und Oliven abtropfen lassen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bratwürste darin von allen Seiten goldbraun braten.
 
Währenddessen 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Wirsing darin andünsten. Brühe zugießen und bei geschlossenem Deckel ca. 8 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Anschließend die Milch zugießen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Jetzt nach und nach die Polenta einrieseln lassen, dabei mit einem kleinen Schneebesen regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt. Die Wirsing-Polenta einmal kurz aufkochen, dann den Topf vom Herd nehmen und den geriebenen Parmesan unterrühren. Wirsing-Polenta in eine feuerfeste Form umfüllen. Fertig gebratene Bratwürste darauf legen. Mit der zerstoßenen Fenchelsaat und der Hälfte der Tomaten belegen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen. Nach 20 Minuten die restlichen Tomaten, die Oliven, die Kapern und die Salbei- und Lorbeerblätter darüberstreuen und alles zu Ende garen.

Montag, 17. Oktober 2011

Selbstgemachte Gemüsebrühe-Paste statt Brühwürfel und gekörnter Brühe!

Fertiggerichte und "Fix für irgendwas"-Päckchen gibt es bei mir nicht. Aber gekörnte (Gemüse)-Brühe hatte ich bis vor kurzem immer im Haus. Zwar in Bio-Qualität ohne Glutamat, aber Hefeextrakt stand leider eben doch auf der Zutatenliste. Ich wusste aber ehrlich gesagt nicht, was ich stattdessen verwenden sollte. Nur Wasser zu verwenden wäre zwar möglich, aber mit Gemüsebrühe schmeckt vieles dann doch einen Tick besser. Gemüsebrühe vorkochen und einfrieren wäre auch eine Möglichkeit, ist aber wegen Platzmangel in unserer ohnehin kleinen Tiekfühltruhe auch nur in kleinen Mengen möglich. Die perfekte Lösung für mich habe ich dann vor kurzem im Kochbuch "Aromen und Gewürze" von Hans Gerlach gefunden: selbstgemachte Gemüsebrühe-Paste! Hier werden Gemüse und Gewürze kleingeschnitten, püriert, im Backofen einige Stunden getrocknet und dann platzsparend in Einmachgläser eingefüllt.


Gemüsebrühe-Paste
(ergibt ca. 3 Gläser à 200ml)

Zutaten:
1,5 EL Koriandersamen
1/2 EL Fenchelsamen
1/2 EL schwarze Pfefferkörner
1/2 EL Piment
375g Gemüsezwiebeln
1/2 Stange Lauch
2 Möhren
125g Stangensellerie
1/2 Fenchelknolle
6 Zehen (ca.25g) Knoblauch
1/2 Bund Thymian
1/2 Bund glatte Petersilie
400g Tomaten
50g Salz

Zubereitung:
Koriander, Fenchelsamen, Pfeffer und Piment in einer Gewürzmühle fein mahlen oder schroten.

Zwiebeln schälen und in grobe Spalten schneiden. Lauch waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden. Möhren schälen, putzen und in Scheiben schneiden. Sellerie waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Fenchel waschen, Strunk entfernen und die Fenchelknolle in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und grob hacken. Thymian und Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Tomaten waschen, halbieren, Strunk entfernen und Tomaten in Spalten schneiden. Alles nach und nach in einem Mixer oder mit einem Stabmixer pürieren. Salz unterrühren.

Backofen auf 100 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Püriertes Gemüse gleichmäßig auf dem Backpapier verteilen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 4 Stunden trocknen lassen. Gelegentlich umrühren. Nach einer Stunde einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen, so dass der Backofen einen Spalt offen steht.

Einmachgläser und Deckel 10 Minuten in einem großen Topf mit kochendem Wasser sterilisieren. Gläser auf einem sauberen Küchentuch umgedreht abtropfen lassen. Getrocknete Gemüsebrühe-Paste in die vorbereiteten Gläser füllen, mit Deckel verschließen.

Die Konsistenz der Gemüsebrühe-Paste ähnelt der einer festen Currypaste. Bei Bedarf 1-2 EL Paste auf 1l Wasser aufkochen, ca. 5 Minuten ziehen lassen und dann weiterverwenden.

Laut Kochbuch ist die Paste 1 Jahr haltbar, wenn man sie im Kühlschrank aufbewahrt.

Ich bin wirklich begeistert von dieser Gemüsebrühe und habe sie z.B. schon für die Rotweinlinsen mit Ziegenkäse-Crostini oder die Kürbissuppe mit Parmesancroutons verwendet. Lecker! Und garantiert ohne unliebsame Zusatzstoffe.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Rotweinlinsen mit Ziegenkäse-Crostini

Wenn mir jemand noch vor zwei Jahren vorgeschlagen hätte, was mit Linsen UND Ziegenkäse zu kochen, hätte ich denjenigen wahrscheinlich mit Blicken erdolcht und rundweg abgelehnt. Linsen? Auf keinen Fall. Ziegenkäse? Uaaaah, nein! Aber wie das so ist, Geschmäcker ändern sich und ich habe mich langsam sowohl an Linsen als auch an Ziegen(frisch)käse herangetastet.Mittlerweile esse ich beides gerne und diese Rotweinlinsen mit Ziegenkäse-Crostini haben mir heute richtig gut geschmeckt. Das Rezept habe ich aus der Zeitschrift "Grazia" herausgerissen und leicht verändert. Denn im Originalrezept kommen auch noch Austernpilze zu den Linsen - und zum Pilze essen kann ich mich auch nach Jahren immer noch nicht durchringen. Manche Vorlieben und Abneigungen ändern sich dann doch nicht!


Rotweinlinsen mit Ziegenkäse-Crostini
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Stange Staudensellerie
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
125g Tellerlinsen
Salz, Pfeffer
1 Stängel Thymian
1 Lorbeerblatt
125ml Rotwein
300ml Gemüsebrühe
1 TL Weißweinessig
1-2 Stängel glatte Petersilie
1 Baguettebrötchen
100g Ziegenkäse (Rolle)
1/2 kleiner Stängel Rosmarin

Zubereitung:
Sellerie waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Möhre schälen, längs halbieren und würfeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein würfeln. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen.

1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch kurz darin andünsten. Sellerie, Möhre,Linsen, Thymian und Lorbeerblatt zugeben und kurz mitdünsten. Mit Rotwein ablöschen und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Rotwein verdunstet ist. Dann die Gemüsebrühe zugeben und alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch evtl. noch etwas Wasser nachgießen.

Derweil den Backofengrill auf 200 Grad vorheizen. Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln vom Stängel zupfen. Baguettebrötchen in Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Ziegenkäse ebenfalls in Scheiben schneiden und 1-2 Ziegenkäsescheiben auf jede Baguettescheibe legen. Im heißen Backofen unter dem Grill kurz (ca. 2 Minuten) rösten. Herausnehmen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Rosmarinnadeln bestreuen. 

Weißweinessig unter die Linsen rühren. Petersilie waschen, trocken schütteln. Linsen portionsweise in tiefe Teller füllen und mit Petersilienblättern garnieren. Mit den Ziegenkäse-Crostini servieren.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kürbissuppe mit Parmesancroutons nach Jamie

Jamie Oliver ist ein Meister der überschwänglichen, vollmundig-blumigen Rezepttitel. Erinnert ihr euch z.B. noch an den "sexiest salad in the world", den sinnlichen Feigensalat? Und in seinem Kochbuch "Natürlich Jamie" nennt er diese Kürbissuppe mit Parmesancroutons, die ich heute gekocht habe, ganz unbescheiden "Fantastische Kürbissuppe mit den besten Parmesancroutons". Also, so weit würde ich jetzt nicht gehen, aber ich muss zugeben, auch uns hat diese Kürbissuppenvariante sehr gut geschmeckt und die Parmesancroutons waren wirklich top! Kommentar meines Mannes dazu: "Die Parmesancroutons sind genial, aber extrem unhandlich zu essen!" Da muss ich ihm Recht geben, daher mein Tipp: Die großformatigen Parmesancroutons am besten nicht auf die Suppe geben, sondern separat zur Suppe reichen. Ansonsten kocht sich die Suppe aber völlig unkompliziert und fast von allein. Perfektes Herbst-Seelenfutter!


Kürbissuppe mit Parmesancroutons
(3-4 Portionen)

Zutaten:
4 EL Olivenöl
8-10 Blätter frischer Salbei
1 rote Zwiebel
1 Stange Staudensellerie
1 Möhre
2 Knoblauchzehen
1 Stängel Rosmarin
1/2 rote Chilischote
Salz, Pfeffer
1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 1kg)
1l Gemüsebrühe
1 Ciabatta-Brötchen
ca. 50g Parmesan am Stück

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Möhre schälen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Sellerie waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Rosmarinnadeln abzupfen. Chilischote waschen, längs halbieren, Kerne entfernen. Chili fein hacken. Kürbis waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne und das faserige Fruchtfleisch entfernen. Kürbis erst in Spalten, dann in Würfel schneiden.

2 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Salbeiblätter mit einem Küchenpapier sauber tupfen und ca. 30-60 Sekunden im heißen Olivenöl braten, bis die Blätter dunkelgrün und knusprig sind. Dann mit einer Schaumkelle die Blätter herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Jetzt Zwiebel, Sellerie,  Möhre, Knoblauch, Rosmarinnadeln und die Chili zum heißen Öl in den Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Kürbiswürfel und Gemüsebrühe zum Gemüse in den Topf geben. Alles aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich ist, die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Parmesancroutons das Ciabatta-Brötchen in Scheiben schneiden. Jede Scheibe von beiden Seiten mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und das Olivenöl einarbeiten. Den frisch geriebenen Parmesan über die eingeölten Scheiben geben und leicht andrücken. Eine beschichtete Pfanne ohne Fett erhitzen und die Parmesancroutons darin von beiden Seiten goldbraun braten.

Suppe portionsweise in tiefe Teller füllen. Mit den frittierten Salbeiblättern garnieren und die Parmesancroutons dazu reichen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Ein Bär will nach oben

Höchste Zeit, dass ich etwas zum Buchthema September/Oktober der "Lesenden Minderheit" beitrage! Dieses Mal lautet das Thema: Ein Buch, in dessen Titel ein Tier vorkommt. Da habe ich so einige Titel in den Bücherregalen, wie ihr hier sehen könnt.


Besonders empfehlen kann ich aus diesem Stapel "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery, den Klassisker "Wer die Nachtigall stört..." von Harper Lee und "Das Fest des Ziegenbocks" von Mario Vargas Llosa. 

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, das ich euch gerne näher vorstellen möchte, ist auch dabei: "Ein Bär will nach oben" von William Kotzwinkle. Ich habe es bereits 1999 gelesen, es ist aber auch heute noch lesenswert! "Ein Bär will nach oben" handelt von einem Bären, der im Wald zufällig ein Romanmanuskript findet. Er liest das Manuskript und beschließt, mit diesem Manuskript als Autor in der Welt der Menschen Karriere zu machen. Er nennt sich Hal Jam, findet einen Lektor und einen Verleger für sein Buch und feiert mit dem gestohlenen Manuskript riesige Erfolge als Autor. Niemandem fällt auf, dass der neue Bestseller-Autor kein zotteliger, exzentrischer Mensch ist, sondern ein Bär! Er wird zu Talkshows als Gast eingeladen und von den Literaturkritikern gefeiert. Währenddessen muss der wahre Autor miterleben, wie sein Manuskript einen anderen zum Erfolg trägt. Aus Frust darüber zieht er sich in die Wälder zurück und wird zum Einsiedler. Dabei verwahrlost er immer mehr und nimmt bärenähnliche Züge an. Dies erweist sich als Hindernis, als er schließlich doch versucht, seine Ansprüche als wahrer Autor des Bestseller-Manuskripts durchzusetzen.... Ein lustiges, komisches, liebenswertes Buch mit vielen Seitenhieben auf die Medienbranche, ihre Leichtgläubigkeit und ihre Oberflächlichkeiten.

Als nächstes Buch mit einem Tier im Titel werde ich nach dieser Empfehlung "Alle sterben, auch die Löffelstöre" von Kathrin Aehnlich lesen. Das Buch liegt bereits auf meinem SuB! Was liegt bei euch noch auf dem SuB*? Und was lest ihr gerade?


*Stapel ungelesener Bücher

Sonntag, 9. Oktober 2011

Nachgekocht: Kürbis-Gnocchi mit Salbeibutter

Manche Rezepte stehen schon ewig auf meiner Nachkochliste, ohne dass ich sie nachgekocht habe. Das heißt aber nicht, dass ich sie vergessen habe! Meist warte ich nur auf den richtigen Anlass oder darauf, dass die Gerichte wieder Saison haben. So ging es mir auch mit den Kürbis-Gnocchi mit Salbeibutter, die ich  schon im August 2010 bei Elisabeth von Homemade Deliciousness gesehen habe. Jetzt am Wochenende, mehr als ein Jahr später, habe ich das Rezept endlich nachgekocht - und wie zu erwarten, waren die Kürbis-Gnocchi ein Volltreffer!

Ich habe mich weitgehend an Elisabeths Rezept gehalten, nur die Mehlmenge habe ich etwas verringert und vor dem Servieren habe ich ordentlich frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer über die Gnocchi gegeben.


Kürbis-Gnocchi mit Salbeibutter
(1-2 Portionen)

Zutaten:
300g Hokkaido-Kürbis, vorbereitet gewogen
1,5 EL Polenta
Muskatnuss
Salz
100g Mehl
2 EL Butter
eine Handvoll frische Salbeiblätter
Pfeffer
Parmesan am Stück

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Kürbis waschen, halbieren und Kerne und fasriges Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen. Kürbis in Spalten schneiden, 300g abwiegen. Kürbis grob würfeln. Kürbiswürfel auf dem Backblech verteilen und im heißen Backofen 30 Minuten rösten. Dann die gerösteten Kürbiswürfel mit dem Stabmixer fein pürieren. Kürbispürree mit der Polenta mischen. Mit einer Prise Muskat und mit Salz würzen. Mehl nach und nach unterrühren, dann mit den Händen weiterkneten. Erst mal weniger Mehl zugeben und dann je nach Konsistenz mehr Mehl unterrühren. Der Teig soll weich, aber nicht zu klebrig sein! Dann den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen, bis der Teig abgekühlt ist.

Derweil einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Wasser salzen. Arbeitsfläche großzügig bemehlen. Gnocchiteig aus dem Kühlschrank nehmen. Teigmenge halbieren und jede Hälfte auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. daumendicken Wurst rollen. Teigrolle etwas flach drücken und mit einem Messer ca. 2-3 cm lange Teigstücke abschneiden. Wer mag, drückt auf den beiden kurzen Enden die Zinken einer bemehlten Gabel in die Teigstücke.

Gnocchi im kochenden Salzwasser 5 Minuten garen. Derweil bei mittlerer Hitze die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Salbeiblätter grob hacken und in der Butter anbraten.

Gnocchi mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser holen, abtropfen lassen. In der Salbeibutter schwenken. Gnocchi portionsweise in tiefe Teller füllen, mit der Salbeibutter übergießen. Parmesan grob darüber hobeln und mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen.

Mit diesem leckeren herbstlichen UND vegetarischem Hauptgericht nehme ich am "Herbst vegetarisch"-Kochevent des Blogs "Wo geht´s zum Gemüseregal" teil. Noch bis zum 16.10. suchen Franzi und Anna die leckersten herbstlichen vegetarischen Hauptgerichte!

Herbst vegetarisch

Freitag, 7. Oktober 2011

Apfel-Quark-Pfannkuchen mit selbstgemachtem Apfelkompott

In unserem Segel-Urlaub in Griechenland habe ich zwei Mal abends Pfannkuchen gebacken. Dabei ist mein Mann wohl auf den Geschmack gekommen, denn er hat sich diese Woche Pfannkuchen gewünscht. Aber gerne doch! Weil wir gerade wieder eine größere Lieferung an Äpfeln von der Wiese meiner Schwiegereltern bekommen haben, gab es Apfel-Quark-Pfannkuchen mit selbstgemachtem Apfelkompott. Das Rezept für die Apfel-Quark-Pfannkuchen stammt aus dem Kochbuch "Aromen & Gewürze" von Hans Gerlach. Das Apfelkompott habe ich nach einem Rezept aus einem Herbstrezepte-Heftchen von Alnatura aus dem letzten Jahr zubereitet. Zunächst war ich etwas skeptisch, weil bis auf einen Esslöffel Zitronensaft keine zusätzliche Flüssigkeit zum Apfelkompott in den Topf kommt, aber die Äpfel sind schon saftig genug und das Kompott überzeugt auf ganzer Linie, ebenso wie die saftigen, fluffigen Apfel-Quark-Pfannkuchen!


Apfel-Quark-Pfannkuchen 
(für 4 Personen als Dessert, für 2 Personen als süßes Hauptgericht)

Zutaten:
2 Äpfel
1 Vanilleschote
2 Eier
2 EL Zucker
Salz
125g Magerquark
125g Mehl
100ml Milch
100ml Sprudel
2 EL Butterschmalz
Puderzucker

Zubereitung:
Äpfel schälen und das Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher entfernen. Äpfel in nicht zu dünne Scheiben schneiden.

Eier trennen. Eiweiße mit dem Zucker und einer Prise Salz mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eigelbe mit Mehl, Quark, Milch und Sprudelwasser zu einem glatten Teig verrühren. Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zum Teig geben. Eischnee vorsichtig unterheben.

Backofen auf 100 Grad vorheizen.

1 EL Butterschmalz in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen. So viele Apfelringe wie reinpassen darin ca. 2 Minuten braten, dann wenden. Je 1-2 EL Teig auf die Apfelringe geben (nicht zu viel). Hitze etwas reduzieren und die Apfelpfannkuchen 2 Minuten backen, dann wenden und in weiteren 2-3 Minuten fertig braten. Fertige Apfelpfannkuchen im Backofen warm halten und mit den restlichen Apfelringen und dem restlichen Teig ebenso verfahren. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Beim Betrachten der Bilder im Kochbuch nach dem Essen habe ich mich gewundert, warum mein Teig deutlich fester war als auf den Bildern im Buch? Dann fiel mir auf, dass ich vergessen hatte, das Sprudelwasser zum Teig zu geben. Geht also auch ohne Sprudel, aber mit wird der Teig noch flüssiger und die Pfannkuchen nicht so kompakt wie bei mir. Geschmacklich waren aber auch die Pfannkuchen mit dem vergessenen Sprudel prima! Schön saftig und nicht zu süß. Sehr lecker dazu war das selbstgemachte Apfelkompott.

Apfelkompott
(ergibt 2 Gläser à 250ml =4 Portionen)

Zutaten:
6 große Äpfel
3 EL Vanillezucker
1 Prise Zimt
1 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen. Äpfel in grobe Würfel schneiden. In einem Topf mit dem Vanillezucker, dem Zimt und dem Zitronensaft vermischen und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich, aber noch nicht zerfallen sind. 

Entweder gleich verzehren oder noch warm in vorbereitete Gläser füllen und Gläser gut verschließen. 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen, dann umdrehen und auskühlen lassen.

Das Apfelkompott-Rezept ist ebenso simpel wie lecker und ich werde wohl noch ein paar Äpfel nach diesem Rezept einkochen! Nach der Birnenschwemme erwarte ich nämlich jetzt die Apfelschwemme...

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Zuppa di marroni - Maronensuppe

Von meinen Schwiegereltern habe ich 2kg Maronen von der eigenen Wiese zur baldigen Verwertung bekommen. Lecker! Aber was tun damit? Bei der Suche nach Rezepten mit Maronen habe ich auch in einem Kochbuch geblättert, das ich dieses Jahr von meinen Kollegen zum Geburtstag geschenkt bekommen und bisher noch gar nicht benutzt hatte: "Italia. Ein Spaziergang durch die Jahreszeitenküche" von Carlo Bernasconi und Marlisa Szwillus. Das Buch ist nach Jahreszeiten gegliedert und beim Herbst-Kapitel wurde ich auch prompt fündig: die Zuppa di marroni (Maronensuppe) hörte sich gut an, als Bemerkung stand "unkompliziert" daneben und die angegebenen 30 Minuten Kochzeit waren bestens geeignet für meine schnelle Feierabendküche.


Um schnelle, unkomplizierte Feierabendküche handelt es sich hier wohl aber nur, wenn man vakuumierte und vorgekochte Maronen verwendet. Ich habe über eine Stunde für die Zubereitung dieser Suppe benötigt, weil sich die Schale und die darunter liegende braune Haut so schwer von den Maronen lösen ließ. Vielleicht habe ich die Maronen auch nicht lange genug gebraten? Auf jeden Fall war das Maronen schälen eine Heidenarbeit. Glücklicherweise war die restliche Zubereitung tatsächlich simpel und unkompliziert. Und auch geschmacklich hat mich die Maronensuppe mit ihrem feinen Maronengeschmack und der leichten Schärfe durch den Ingwer voll überzeugt, sonst hätte ich mich doch sehr über die vergebliche Liebesmühe geärgert... Hier kommt also das Rezept für euch!


Zuppa di marroni (Maronensuppe)
(für 2 Personen als Vorspeise oder für 1 Person als Hauptgericht)

Zutaten:
350g Maronen (Esskastanien)
1/2 Zwiebel
2cm frischer Ingwer
1 EL Olivenöl
ca. 600ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Maronen an der Spitze mit einem scharfen Messer kreuzförmig einritzen. Maronen in eine Pfanne geben, ca. 1 cm Wasser einfüllen und Maronen bei geschlossenem Deckel so lange braten, bis die Schale aufplatzt. Gegebenenfalls noch mal etwas Wasser nachgießen, wenn es verdampft ist. Die Maronen noch heiß schälen (abgekühlt lässt sich die braune Haut fast nicht mehr entfernen).

Die Gemüsebrühe erhitzen.

Zwiebel schälen und fein würfeln. Ingwer ebenfalls schälen und fein würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Ingwer zugeben und ca. 2 Minuten dünsten. Dann die geschälten Maronen zugeben und weitere 2 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Mit der heißen Gemüsebrühe ablöschen und aufkochen. Hitze reduzieren und die Suppe bei geschlossenem Deckel und kleiner Hitze 15 Minuten köcheln lassen.

Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren und mit Salz und Pfeffer würzen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und servieren!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Segeln in Griechenland & nominiert für den Brigitte Foodblog-Award

Hier auf dem Blog war es in den letzten Tagen sehr ruhig, denn ich war im Urlaub! Zusammen mit Freunden waren mein Mann und ich in Griechenland segeln. Start unserer Reise war Athen. Dort sind wir an Bord unserer "Eleni" gegangen und von Athen aus von einer Kykladeninsel zur nächsten gesegelt. Ziel unseres Segeltörns war Mykonos.

Bei für Griechenland ungewöhnlich beständig starkem Wind der Stärke 6 und 7 war das Segeln ein teilweise nasses und schaukeliges Vergnügen, aber die wunderschönen Buchten, in denen wir geankert und gebadet haben, die malerischen Sonnenuntergänge und die Temperaturen über 25 Grad haben uns absolut entschädigt! 
Als eine der ersten Inseln sind wir nach Kithnos gesegelt. Die Bucht mit dem Sandstreifen hat schon fast was Karibisches, und natürlich waren wir nicht die einzigen, die hier vor Anker gingen...


Komplett für uns hatten wir dagegen diese Bucht in Rinia...


Auf Mykonos war das Abendlicht unglaublich schön. Für Mykonos haben wir uns zwei Tage Zeit genommen, aber ich hätte auch gerne noch länger bleiben können. Wir haben uns Motorroller gemietet und sind damit über die halbe Insel geknattert. Immer wieder bieten sich wunderschöne Ausblicke!


Historische Windmühlen auf  Mykonos


Mykonos hat mir wirklich gut gefallen, eine wunderschöne Insel! Zwar wälzen sich insbesondere morgens die Passagiere der riesigen Kreuzfahrtschiffe durch die engen Gassen, aber schon nachmittags kann man Mykonos-Stadt weitgehend in Ruhe erkunden.


Essen an Bord - das Kochen auf 2 Gasplatten ging überraschend gut! Einige Male waren wir auch in Tavernen an Land essen, hatten dabei aber irgendwie kein gutes Händchen. Das selbstgekochte Essen an Bord hat allen weitaus besser geschmeckt :-)



Und kaum ist man mal ein paar Tage im Urlaub, gibt es auch schon Neuigkeiten vom Brigitte Foodblog-Award! Ich freue mich sehr, dass mein Blog von der Jury ausgewählt und für den Monat Oktober nominiert wurde. Und natürlich freue ich mich auch, wenn ihr "Schöner Tag noch!" eure Stimme gebt.

Zum Voting geht es hier:

Nominiert für den BRIGITTE-Food-Blog-Award

Was mir wichtig ist: eine faire Wahl, d.h. keine manipulierte Abstimmung, und kein Blogger-Bashing. Mein Blog ist mein Hobby, ich mache das aus Spaß am Kochen, Backen, Essen und Genießen, und ich mag den Austausch mit anderen Food-Verrückten. Ich freue mich auch über positive Rückmeldungen durch Kommentare, Mails, Leser und Awards. Aber das wichtigste ist der Spaß am Kochen, Fotografieren und am Bloggen, und den will ich mir erhalten. In diesem Sinne freue ich mich über jede echte Stimme für "Schöner Tag noch!" bei der Abstimmung für den Brigitte Foodblog-Award. Danke!