Montag, 28. November 2011

Zum 1. Advent: Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig mit Kartoffel-Süßkartoffel-Püree

Hattet ihr ein schönes erstes Advents-Wochenende? Meines war ganz wunderbar. Denn wir haben meinen Cousin Uwe von HighFoodality in Nürnberg besucht und ein sehr schönes Wochenende mit ihm und seiner Familie verbracht. Wir waren auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt, haben dort "3 im Weckla" gegessen und Feuerzangenbowle getrunken, Nürnberger Lebkuchen gekauft und die schöne Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt genossen. Und natürlich haben wir an diesem Wochenende auch zusammen gekocht.

Mein Mann und Uwes Frau kennen das mittlerweile schon, dass Uwe und ich bei solchen Treffen immer wieder in den Themen Kochen, Fotografieren und Bloggen versinken, uns aus der allgemeinen Unterhaltung ausklinken und alles andere ausblenden. Aus "wir kochen mal kurz was" werden dann schnell 2 Stunden in der Küche, ohne dass wir es merken. Die Zeit verfliegt einfach! So auch an diesem Wochenende. Herausgekommen ist dabei eine höchst leckeres und (eigentlich, wenn man nicht so viel dabei quatscht) schnell zubereitetes Hauptgericht, das bestens für Gäste geeignet ist: Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig. Dazu gab es ein Püree aus Kartoffeln und Süßkartoffeln und einen Ackersalat mit Johannisbeer-Balsamico-Dressing. Das Rezept für das Rinderfilet mit Honigglasur habe ich aus einer "Living at Home"-Zeitschrift (Ausgabe 2/2009) herausgerissen, es ist aber auch online verfügbar.


Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig, dazu Kartoffel-Süßkartoffel-Püree
(4 Portionen)

Zutaten:
Für das Rinderfilet mit Honigglasur:
3 Schalotten
8 EL Butter
2 ELAkazienhonig
100 ml trockener Rotwein
1 Zweig Thymian
3 EL Balsamessig
Salz, Pfeffer
4 Rinderfiletmedaillons à ca. 150 g
4 Blätter Filoteig (rund oder quadratisch)
1 Eigelb
1 EL Sahne
Für das Kartoffel-Süßkartoffel-Püree:
800g Süßkartoffeln
1kg Kartoffeln (mehlig kochend)
ca. 125ml Milch
Salz
Für den Salat:
1kg Ackersalat
1 Schalotte
1 TL Honig-Senf
2 EL Johannisbeer-Himbeer-Saft
2 EL Balsamico-Essig
4 EL Olivenöl

Zubereitung:
Für die Honigglasur 3 Schalotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne 2 EL Butter erhitzen. Schalotten darin glasig dünsten. Honig und Thymianzweig im Ganzen unterrühren und mit Rotwein ablöschen.  Etwas einköcheln lassen. 3 EL Balsamico-Essig zugeben, weitere 5 Minuten schmoren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Rinderfilets trocken tupfen, salzen und pfeffern. In einer weiteren Pfanne 2 EL Butter erhitzen. Rinderfilets darin 3 Minuten pro Seite anbraten. Rinderfilets aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen.

Kartoffeln und Süßkartoffeln waschen, schälen und grob würfeln. In einem Topf knapp mit Wasser bedecken. Aufkochen, salzen und die  Kartoffeln in ca. 12-15 Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen.

4 EL Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Ein Eigelb mit 1 EL Sahne verquirlen.
Filoteig auf der Arbeitsfläche auslegen, mit der geschmolzenen Butter einpinseln. Auf jedes Blatt Filoteig ein angebratenes Rinderfilet setzen. Honigglasur gleichmäßig auf den Rinderfilets verteilen. Rund um das Rinderfilet den Filoteig bis zu den Rändern hin mit der Eiersahne einpinseln. Teig an den Rändern anheben und über den Filetmedaillons zu einem Päckchen zusammenfügen und festdrücken. Mit Hilfe eines Pfannenwenders die Päckchen vorsichtig auf das Backblech setzen. Päckchen von außen mit der restlichen geschmolzenen Butter einpinseln und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen.

Derweil den Salat zubereiten: Ackersalat putzen, waschen und trocken schleudern. Schalotte schälen und fein würfeln. Schalotte, Honigsenf, Saft und Balsamico-Essig miteinander verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Öl unterschlagen. Dressing mit dem Ackersalat mischen.

Kartoffeln und Süßkartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen. Kartoffelstücke in einen Topf geben, Milch zugießen. Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer fein zerstampfen, mit Salz würzen.

Die Rinderfiletpäckchen aus dem Ofen holen und mit dem Kartoffel-Süßkartoffelpüree und dem Ackersalat anrichten.

Uns allen hat es sehr gut geschmeckt. Das Rinderfilet war nach dem Backen im Backofen ganz wunderbar rosa. Die Honigglasur hat prima zum leicht süßlichen Süßkartoffelpüree und dem frischen, leicht bitteren Ackersalat gepasst. Ein tolles Essen für den 1. Advent! Und der nächste Besuch in Nürnberg bei Uwe kommt bestimmt :-)

Freitag, 25. November 2011

Schweinefilet im Schinkenmantel mit Granatapfel-Thymian-Sauce und Tahin-Kartoffelpüree

So, nach zwei Plätzchen-Rezepten in Folge wird es jetzt mal wieder Zeit für was Deftiges! Schon länger hatte ich einen Granatapfel in der Küche herumliegen, den ich mal auf Verdacht eingekauft hatte. Eigentlich wollte ich damit ja Lammkoteletts auf Granatapfel-Linsen machen, aber als der Metzger meines Vertrauens auch beim dritten Anlauf keine Lammstielkoteletts anbieten konnte, habe ich umdisponiert und mich für ein Schweinefilet im Schinkenmantel mit Granatapfel-Thymian-Sauce und Tahin-Kartoffelpüree entschieden. Das Rezept habe ich wie so oft auf lecker.de gefunden. Der Rezepttitel hört sich aufwändiger an, als die Zubereitung letztlich ist. Das Schweinefilet gart im Ofen vor sich hin, während man ganz entspannt die Beilagen zubereiten kann. Bei mir hat das Filet etwas länger als die im Originalrezept angegebenen 45 Minuten  gebraucht und war nach einer guten Stunde durch. Ein wunderbar entspanntes Freitagabend-Essen und ein prima Start ins erste Adventswochenende!


Schweinefilet im Schinkenmantel mit Granatapfel-Thymian-Sauce und Tahin-Kartoffelpüree
(2 Portionen)

Zutaten:
1 EL Butter
ca. 400g Schweinefilet
Pfeffer
80g Serrano-Schinken in dünnen Scheiben
2 EL Öl
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Granatapfel
500g mehlig kochende Kartoffeln
Salz
4 Stängel Thymian
Cumin
100ml Milch
4 TL Tahin (Sesampaste)

Zubereitung:
Butter in Frischhaltefolie wickeln und im Tiefkühlschrank einfrieren. Backofen auf 100 Grad vorheizen.

Schweinefilet unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen. In 2-3 gleich große Stücke schneiden. Mit Pfeffer würzen. Schinkenscheiben um die Filets wickeln. 1 EL Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und die Filets darin von allen Seiten kräftig anbraten. Fleisch herausnehmen, in eine feuerfeste Form geben und im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde garen.

Den Granatapfel halbieren. Eine Hälfte mit Hilfe einer Zitronenpresse auspressen. Aus der anderen Hälfte die Kerne herauslösen. Wie das am einfachsten geht, habe ich hier schon mal geschildert. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen und grob kleinschneiden. Kartoffeln in einen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken, kräftig salzen und Kartoffeln ca. 20-25 Minuten garen.

Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen. Dabei ein oder zwei Stängel zur Dekoration beiseite legen.

Jetzt die Pfanne, in der das Fleisch angebraten wurde, noch mal auf den Herd stellen und das in der Pfanne verbliebene Bratfett erhitzen. Mit 75ml Wasser ablöschen und den Bratsatz loskochen. Den Granatapfelsaft zugeben. Thymianblättchen unterrühren und alles aufkochen. Jetzt die eiskalte Butter aus dem Tiefkühlschrank holen und nach und nach in kleinen Stücken unterrühren, bis die Sauce eine leichte Bindung hat. Dann mit Salz, Pfeffer und einer Prise Cumin abschmecken und die Granatapfelkerne unterrühren. Sauce warm stellen.

Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Dann die Kartoffeln zusammen mit der Milch und der Sesampaste mit dem Kartoffelstampfer fein zerstampfen. Mit Salz abschmecken.

In einer kleinen Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln darin kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Fleisch aus dem Ofen nehmen und in Scheiben schneiden. Fleisch mit der Granatapfel-Thymian-Sauce und dem Tahin-Kartoffelpüree anrichten. Kartoffelpüree mit dem restlichen Thymian garnieren. Sofort servieren!

Mittwoch, 23. November 2011

Nachgebacken: Quarkstollen-Konfekt mit Cranberries und Pistazien

Und weiter geht es mit der Weihnachtsbäckerei! Die letzten Jahre habe ich immer Christstollen gebacken, weil ich ihn so unglaublich gerne esse. Leider teilt mein Mann meine Christstollen-Liebe nicht. Das hat zur Folge, dass ich den Stollen eigentlich fast alleine aufessen musste, und ein ganzer Christstollen ist auch für mich etwas zu viel. Deswegen wanderte das Quarkstollen-Konfekt mit Cranberries und Pistazien, das Paule letztes Jahr auf ihrem Blog veröffentlicht hat, umgehend auf meine Nachbackliste. Und dieses Jahr habe ich die leckeren Mini-Stollen gebacken und werde sie nun nach und nach schön portioniert ganz alleine vernaschen!

Ich habe mich bis auf den Verzicht auf Orangenöl ganz an Paules Rezept gehalten, nur die Mengen habe ich halbiert. Und das bereue ich ehrlich gesagt jetzt schon ein wenig, so lecker schmecken die süßen Teilchen... aber vielleicht lege ich ja noch mal nach!


Quarkstollen-Konfekt mit Cranberries und Pistazien
(für ein Backblech)

Zutaten:
40g Rosinen
40g getrocknete Cranberries
2 EL Orangensaft
2 EL Rum
50g Butter
75g Quark (20% Fett,abgetropft gewogen)
150g Weizenmehl (Type 550)
1 TL Weinsteinbackpulver
1/4 TL Zimt
1 Prise Kardamom
1 Prise gemahlener Ingwer
Abrieb einer halben Bio-Orange
40g Rohrohrzucker
1/2 Vanilleschote
15g Pistazien
15g gehackte Mandeln
ca. 30g Butter zum Einpinseln
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Am Vorabend Rosinen und Cranberries in einer Schüssel mit dem Orangensaft und dem Rum mischen und abgedeckt über Nacht ziehen lassen. Am Backtag 30 Minuten vor Beginn Butter Zimmertemperatur nehmen lassen.Quark in ein Mulltuch oder sauberes Küchentuch wickeln, in ein Sieb hängen und abtropfen lassen. Dann von der abgetropften Quarkmenge 75g abwiegen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Mehl mit Backpulver, Zimt, Kardamom und Ingwer in einer kleineren Schüssel vermischen. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark herauskratzen. In einer zweiten, größeren Schüssel die Butter mit dem Zucker, der abgeriebenen Orangenschale  und dem Vanillemark mit den Quirlen des Handrührgeräts auf der höchsten Stufe schaumig rühren. Etwas herunterschalten und den abgetropften Quark unterrühren. Handrührgerät auf eine noch niedrigere Stufe herunterstellen und die Mehlmischung unterrühren.

Eingeweichte Rosinen und Cranberries abgießen. Pistazien grob hacken. Rosinen, Cranberries, Pistazien und Mandeln zum Teig geben und von Hand unterkneten.

Eine Arbeitsfläche großzügig mit Mehl bestäuben. Darauf den Teig ca. 1,5cm dick auswellen. Mit einem Teigspatel oder einem Messer ca. 3 cm lange und breite Quadrate abschneiden und die Quadrate mit etwas Abstand zueinander auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech setzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 12 Minuten backen.

Derweil die restliche Butter schmelzen. Das Stollenkonfekt noch warm großzügig mit der geschmolzenen Butter einpinseln und dick mit Puderzucker bestäuben. Konfekt auskühlen lassen, dann in Blechdosen aufbewahren. 

Es lohnt sich übrigens, die süßen Teilchen nach dem Backen wie von Paule empfohlen erst mal 3-4 Tage in einer Blechdose durchziehen zu lassen. Erst dann haben die enthaltenen Gewürze ihr volles Aroma entfaltet und der Quarkstollen-Konfekt schmeckt unwiderstehlich gut. Ich habe täglich den Geschmackstest gemacht und kann Paules Aussage nur bestätigen! ;-)

Sonntag, 20. November 2011

Die ersten Weihnachtsplätzchen: Schoko-Schnee-Kugeln

Wie angekündigt habe ich dieses Wochenende mit der Weihnachtsbäckerei begonnen und die ersten Plätzchen gebacken. Ich habe mich entschieden, gleich am Anfang neue Plätzchenrezepte auszuprobieren und habe mit den Schoko-Schnee-Kugeln angefangen. Das Rezept stammt aus einer alten "Jolie"-Zeitschrift aus dem Jahr 2007 und ist (glücklicherweise) auch online auf der Living at Home-Webseite zu finden. Glücklicherweise deshalb, weil die Zutatenliste aus der "Jolie" für dieses Rezept unvollständig war! Es fehlte der Zucker für den Teig, der in den Zutaten nicht angegeben war, in der Zubereitung aber unter die Eier gerührt werden sollte. Zum Glück fiel mir das auf, denn ohne den Zucker wären diese Schoko-Schnee-Kugeln sicherlich nicht so zartschmelzend-lecker geworden, wie sie jetzt aus dem Backofen kamen. Gleich das erste Rezept war damit ein Volltreffer und wandert in die Rubrik "Lieblingsplätzchenrezepte"!


Schoko-Schnee-Kugeln
(ergibt ca. 35 Stück)

Zutaten:
100g Schokolade (50% Kakao)
50g Butter
1 Ei
1 Eigelb
60g Zucker
100g Mehl
1 EL  Kakao
1/4 TL Backpulver
Salz
1 TL gemahlener Zimt
ca. 60g Puderzucker zum Wälzen

Zubereitung:
Schokolade hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Abkühlen lassen, in eine Schüssel umfüllen. Ei, Eigelb und Zucker zur Schokolade geben und unterrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Zimt und eine Prise Salz miteinander vermengen. Zur Schokoladenmasse geben, vermischen. Den Teig 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Vor dem Kaltstellen ist der Teig sehr dünn und flüssig, durch das Kühlen wird er deutlich härter und lässt sich anschließend prima weiterverarbeiten!

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen.

Puderzucker in einen tiefen Teller sieben. Mit der Hand aus dem Teig walnussgroße Stücke abnehmen und zu Kugeln formen. Großzügig im Puderzucker wälzen und die Teigkugeln mit ca. 4 cm Abstand zueinander auf das Backblech setzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 14 Minuten backen. Herausnehmen, Kugeln auf dem Backblech etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig herunterheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

In mit Backpapier ausgelegten Metalldosen aufbewahren, damit die Plätzchen weich und zart bleiben.

Ach, und fast vergessen, natürlich ist das auch mal wieder ein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß. Die Beiträge sammelt diesmal Julie von Mat&Mi! Ich bin gespannt, ob noch weitere Plätzchenrezepte das Pinterest-Board füllen oder ob ihr euch noch zurückhaltet mit der Weihnachtsbäckerei...

Donnerstag, 17. November 2011

Maronen-Lauch-Suppe mit Zimt und Milchschaumhaube

Maronen esse ich im Herbst fast so gern wie Kürbis. Und bei den momentanen knackig kalten Temperaturen freue ich mich abends auf ein Essen, das von innen wärmt. Also mal wieder Maronensuppe! Da ich mich von der letzten Zuppa di Maroni noch gut an die zeitaufwändige Maronenschälerei erinnern konnte, habe ich diesmal auf vorgegarte, vakuumierte Maronen zurückgegriffen, um diese Maronen-Lauch-Suppe mit Zimt und Milchschaumhaube zuzubereiten. Das Rezept habe ich auf der Living at Home-Webseite gefunden und es hat sich mit der wirklich fixen Zubereitungszeit von 20 Minuten als ideales Feierabend-Essen herausgestellt!


Maronen-Lauch-Suppe mit Zimt und Milchschaumhaube
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Zwiebel
1/2 Stange Lauch
200g gegarte Maronen
1 EL Öl
400ml Gemüsebrühe
1/2 Zimtstange
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
100ml Milch
Zimt

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Lauch putzen, längs aufschlitzen und unter fließendem Wasser abspülen. In feine Ringe schneiden, dabei nur das Weiße des Lauchs verwenden. Maronen grob hacken.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Lauch darin andünsten. Gehackte Maronen zugeben und kurz mitdünsten, dann mit Gemüsebrühe ablöschen. Zimtstange und Lorbeerblatt zugeben, alles aufkochen. Hitze reduzieren und Suppe bei geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Zimtstange und Lorbeerblatt aus der Suppe entfernen. Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen, abschmecken.

Milch erwärmen und mit einem Milchaufschäumer aufschäumen. Maronensuppe in Latte Macchiato-Gläser füllen, mit einer Haube aus Milchschaum garnieren. Nach Belieben noch mit einer Prise Zimtpulver bestreuen.

 Das Zimtpulver sparsam dosieren, da die Suppe auch schon durch das Mitkochen der Zimtstange sehr zimtig schmeckt! Da ich Zimt sehr gerne mag, war mir das natürlich recht so :-)

Mittwoch, 16. November 2011

Los geht´s mit der Weihnachtsbäckerei!

So nach und nach geht es los! Noch etwas zaghaft, weil es doch noch November ist, aber auf einigen Blogs habe ich sie schon gesehen: die ersten Weihnachtsplätzchen! Gestern dann hat Moey zu "Backen wir´s an!" aufgerufen, heute fragt Steph nach den liebsten Leser-Plätzchenrezepten - dem schließe ich mich an und werde am Wochenende auch mit der Weihnachtsbäckerei starten! Deswegen sah unser Esstisch in den letzten Tagen häufiger mal so aus:


Wie eigentlich jedes Jahr sitze ich vor einem Berg an Plätzchen-Rezepten und tue mich schwer damit, die Rezepte auszuwählen. In den letzten Jahren haben sich drei absolute Lieblingsplätzchenrezepte bewährt, die ich sehr wahrscheinlich auch dieses Jahr wieder backen werde:


Für diese allerliebsten Plätzchen-Rezepte habe ich jetzt auch eine extra Kategorie "Lieblingsplätzchen" angelegt und rechts in der Sidebar mit einem netten Banner verlinkt, sozusagen als Schnellzugriff. Ich hoffe, dass dieses Jahr wieder das eine oder andere neue Lieblings-Plätzchenrezept dazu kommt und ich die Kategorie weiter befüllen kann. Stellt sich jetzt nur die alljährliche Frage:
Welche neuen Rezepte probiere ich aus? Schoko-Schnee-Kugeln? Espresso-Walnuss-Cookies? Karamell-Plätzchen mit Schokolade? Oder Linzer Schnitten? Und: wer soll das dann alles essen? ;-)

Montag, 14. November 2011

Kulinarisches Weihnachtsgeschenk: Salbei-Rosmarin-Knoblauch-Salz

Noch 6 Wochen bis Weihnachten! Zeit, sich mal ein paar Gedanken über mögliche Weihnachtsgeschenke zu machen. Ich habe in den letzten Jahren zunehmend selbstgemachte kulinarische Köstlichkeiten wie z.B. eine Linsencurry-Mischung verschenkt. Das kam immer sehr gut an, daher werde ich auch dieses Jahr wieder Selbstgemachtes verschenken. Und das erste kulinarische Geschenk aus der eigenen Küche habe ich schon gefunden! Bei Petra von Chili&Ciabatta habe ich ein Rezept für Salbei-Rosmarin-Knoblauch-Salz gesehen. Ursprünglich wollte ich es vor allem nachmachen, um den Salbei und den Rosmarin auf dem Balkon abzuernten, bevor der erste Frost kommt. Aber als ich dann gelesen habe, dass das Salz prima zu Wildgerichten passt, wurde daraus das erste Weihnachtsgeschenk! In Verbindung mit einem Wild-Kochbuch macht sich das Salz sicher gut unter dem Weihnachtsbaum.


Salbei-Rosmarin-Knoblauch-Salz
(ergibt ein kleines Glas)

Zutaten:
1 Bund Rosmarin
1 großer Bund Salbei (3x so viel wie Rosmarin)
8 kleine Knoblauchzehen
1,5 EL Fleur de Sel

Zubereitung:
Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln von den Zweigen zupfen. Salbei trocken abtupfen. Knoblauch schälen und grob hacken.

Backofen auf 80 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Kräuter mit den Knoblauchzehen und dem Fleur de Sel in einem Standmixer fein mahlen. Gemahlenes Kräutersalz gleichmäßig auf dem Backpapier verteilen. Im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 2 Stunden trocknen, dabei nach einer Stunde einen Löffel in die Backofentür klemmen.

Wenn das Kräutersalz getrocknet ist, in ein fest verschließbares Glas umfüllen. Mit einem Etikett verzieren und z.B. mit einem Wild-Kochbuch verschenken, da das Salz prima zu Wildgerichten, Tomaten-Schmorgerichten, zu Hähnchen oder auch einfach auf geröstetes Ciabatta mit Olivenöl passt!


Das Rezept hat übrigens schon einen langen Weg durch die Foodbloggerszene hinter sich: ich habe es bei Petra von Chili & Ciabatta gesehen, sie hatte das Rezept bei The Wednesday Chef mitgenommen und ursprünglich wurde es von David Lebovitz veröffentlicht. Und weil ich nicht gründlich gelesen habe, wurde aus dem Originaltitel "Herb Rub" bei mir eben "Herb Rush". Aber das hört sich doch auch gut an ;-)

Sonntag, 13. November 2011

Nachgebacken: Schoko-Chili-Kirsch-Muffins, ohne scharf

Seit geschlagenen zwei Jahren stehen die Schoko-Chili-Kirsch-Muffins nach einem Rezept von Milliways auf meiner Nachkochliste. Die Liste ist wirklich praktisch, denn auf diese Weise geht kein interessantes Rezept unter und ich schaue die Liste immer wieder an, wenn ich nicht weiß, was ich kochen oder backen soll. So auch gestern, als ich nach einem Kuchen gesucht habe, den ich auf eine Geburtstagsfeier mitbringen kann. Muffins eignen sich ja immer gut für Partys, und den Überraschungseffekt durch leicht scharfe Muffins habe ich mir sehr lecker vorgestellt. Also nichts wie ran! 

Ich habe wie von Milliways vorgeschlagen die Milch erst mit einer, dann mit zwei, dann mit drei getrockneten Chilischoten aromatisiert und die Milch immer wieder probiert. Hm, nicht wirklich scharf! Also habe ich noch zwei Chilischoten dazugegeben und nicht mehr probiert. Auf das Ergebnis war ich sehr gespannt: Werden mir jetzt beim Verspeisen der Muffins die Tränen kommen? Oder ist die Schärfe noch auszuhalten? Der Geschmackstest nach dem Abkühlen ergab: sehr leckere, schokoladige Muffins, die in meinem Fall aber nur eine minimal scharfe Note hatten. Schade eigentlich, ich hatte mich schon so auf die überraschten Gesichter der anderen Partygäste gefreut. Na ja, nächstes Mal kommen die Chilis direkt in den Teig, dann wollen wir doch mal sehen ;-) 


Schoko-Chili-Kirsch-Muffins
(für 12 Muffins)

Zutaten:
200ml Milch
3-6 getrocknete Chilis (je nach Schärfegrad der Chilis)
250g Mehl
2,5 TL Backpulver
3 EL Kakaopulver
80g Schokolade
Salz
2 Eier
120g Zucker
80ml Öl
200g Sauerkirschen (aus dem Glas)

Zubereitung:
Milch langsam erwärmen. Chili längs aufschlitzen, Kerne entfernen. Chilischoten in die Milch geben, mit erwärmen. Dabei sich nach und nach an den gewünschten Schärfegrad der Milch herantasten. Da meine Chili in Verbindung mit der Milch ungewohnt mild waren, habe ich am Ende 6 Chilischoten in der Milch ausgekocht, ohne dass die Muffins merklich scharf geworden sind.

Chilischoten wieder aus der Milch entfernen, Milch abkühlen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Papierförmchen in die Vertiefungen einer Muffinform setzen. Schokolade möglichst fein hacken. Sauerkirschen abtropfen lassen.

Mehl mit Backpulver, Kakao, gehackter Schokolade und einer Prise Salz in einer Schüssel vermengen. Eier, Zucker, Öl und die Chilimilch in einer zweiten Schüssel mit dem Schneebesen gut vermengen. Feuchte Zutaten zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben. Nur so lange verrühren, bis alle trockenen Zutaten feucht sind. Dann die Kirschen unterheben. Teig gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen, dabei die Förmchen höchstens zu 3/4 befüllen.

Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten backen.


Die letzten Schoko-Chili-Kirsch-Muffins gab es heute zum grauer-Novembersonntag-Kaffee - und sind damit endlich mal wieder ein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß! Alle sonntagssüßen Beiträge werden heute bei  Katrin von lingonsmak gesammelt.

Freitag, 11. November 2011

Schönes Wochenende noch! Rück- und Ausblick

Mit diesem kleinen Rück- und Ausblick auf die kulinarische Woche wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

Die Fernsehausstrahlung des Films "Julie&Julia" hat in der Foodbloggerwelt einen  wahren "Boeuf Bourguignon-Flashmob" ausgelöst. Toll zu sehen, wie jeder seine eigene Interpretation des französischen Klassikers kocht! Darüber gebloggt wurde z.B. hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Meine Version des Boeuf Bourguignon sah so aus:


Den Vogel abgeschossen hat für mich Chef Hansen mit seinem Burgignon, der elegant den Bogen zwischen Boeuf Bourguignon und der Burger-Battle gespannt hat! Zur Burger-Battle, die noch bis 15.11. läuft, gab es diese Woche auch viele tolle Beiträge, z.B. hier, hier, hier und hier.

Das war mein Beitrag dazu:


Außerdem sammle ich jetzt schon fleissig Ideen für kulinarische Weihnachtsgeschenke. Nur noch 6 Wochen bis Weihnachten! ;-) Auf meinem Merkzettel habe ich bereits dieses Knoblauch-Rosmarin-Salbei-SalzRote Beete-Marmelade und Zwiebel-Marmelade. Und da wird sicherlich noch so einiges dazu kommen. Passend dazu läuft aktuell das Fremdkochen-Event "Kulinarische Geschenke" bei der Hüttenhilfe!

Und wie war eure kulinarische Woche? Was steht bei euch am Wochenende und in der nächsten Woche an?

Donnerstag, 10. November 2011

Tagliatelle mit Vanille-Carbonara und Ackersalat

Für ungewöhnlich klingende Kombinationen bin ich ja immer zu haben. Eier und Speck passen prima zusammen. Eier, Speck und Ackersalat sind auch eine prima Kombination. Aber Eier, Speck, Ackersalat, Pasta und Vanille? Das hört sich nach einer spannenden Zusammenstellung an, dieses Rezept für Tagliatelle mit Vanille-Carbonara und Ackersalat aus der aktuellen "Lecker" 12/2011 muss ich sofort ausprobieren! Und es hat sich gelohnt - ich war von der Kombination sehr angetan! Der krosse, kernig-salzige Speck passt prima zur milden Vanille-Carbonara, die Ackersalat-Blättchen sorgen für die frische Komponente. Toll! Außerdem ist dieses Gericht wieder was für die schnelle Küche nach Feierabend, denn in knapp 30 Minuten steht alles fertig auf dem Tisch!


Tagliatelle mit Vanille-Carbonara und Ackersalat
(2 Portionen)

Zutaten:
250g Tagliatelle
75g geräucherter durchwachsener Speck (am Stück)
1 Zwiebel
50g Parmesan
1 Vanilleschote
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
50g Ackersalat
2 frische Eigelb

Zubereitung:
Reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Den Speck in feine Streifen schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Parmesan fein reiben. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark herauskratzen. Ackersalat verlesen (Wurzeln abzupfen und Salat in einzelne Blätter zupfen), waschen und trocken schleudern.

Kochendes Nudelwasser salzen und die Tagliatelle nach Packungsanweisung al dente kochen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Speckstreifen darin knusprig anbraten. Zwiebelwürfel und die ausgekratzte Vanilleschote zugeben und mitbraten. Vanilleschote wieder herausnehmen, Pfanne vom Herd nehmen.

In einer großen Schüssel die beiden Eigelbe mit Salz, Pfeffer und Vanillemark würzen. Geriebenen Parmesan und Zwiebel-Speck-Mischung unterrühren. Vom Nudelwasser 4 EL abnehmen.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit der Eiermischung, dem abgeschöpften Nudelwasser und dem Ackersalat mischen. Portionsweise auf tiefe Teller geben und sofort servieren.

Dienstag, 8. November 2011

Gedünstetes Hähnchen mit Backobst und Süßkartoffelpüree

Heute gab es mal wieder was aus der Rubrik "Schnell & lecker"! Ich hatte nach einem stressigen Arbeitstag zwar Appetit auf ein warmes Abendessen, aber wenig Lust auf aufwändiges Kochen. Auf der Webseite von Living at Home habe ich ein passendes Rezept gefunden: für das gedünstete Hähnchen mit Backobst und Süßkartoffelpüree war eine Zubereitungszeit von 30 Minuten angegeben. Und ich war sehr zufrieden, das Abendessen stand tatsächlich völlig stressfrei in 30 Minuten auf dem Tisch und hat meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt! Die Kombination aus fruchtigem Backobst, zarter Hähnchenbrust und leicht scharfem Süßkartoffelpüree hat uns voll überzeugt.


Gedünstetes Hähnchen mit Backobst und Süßkartoffelpüree
(2 Portionen)

Zutaten:
400g Süßkartoffeln
Salz
gemahlener Piment
Tabasco
2 kleine Zwiebeln
6 Wacholderbeeren
2 Stängel Thymian
200ml Apfelsaft
125ml Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe)
2 Hähnchenbrustfilets ohne Haut à 150g
Pfeffer
50g gemischtes Backobst
1 TL Abrieb einer Bio-Zitronenschale

Zubereitung:
Die Süßkartoffeln schälen und grob zerkleinern. Knapp mit Wasser bedecken, salzen und in ca. 12-15 Minuten weich kochen. Dann die Kartoffeln abgießen, abtropfen lassen und mit einem Kartoffelstamper fein zerstampfen. Mit Salz, etwas Piment und ein paar Spritzern Tabasco würzen.

Derweil die Zwiebeln schälen und grob in Achtel schneiden. Wacholderbeeren mit dem Messerrücken leicht zerdrücken. Thymian waschen, trocken schütteln. Apfelsaft, Brühe, Thymianstängel und Wacholderbeeren in einen breiten Topf geben, aufkochen und bei geschlossenem Deckel 5 Minuten köcheln lassen.

Hähnchenbrustfilets unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen. Salzen und pfeffern. Backobst grob zerkleinern. Hähnchenbrustfilet in die Brühe legen und bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Nach 8 Minuten das Backobst und den Zitronenschalenabrieb zugeben.

Hähnchenbrust mit dem Backobst und den Zwiebeln, etwas Sauce und dem Süßkartoffelpüree portionsweise anrichten und servieren.

Sonntag, 6. November 2011

Chili-Zimt-Hackburger mit selbstgemachter Mango-Mayonnaise

Mein Cousin Uwe von Highfoodality ist Gastgeber des aktuellen Blogevents im Kochtopf und hat zur "Burger Battle" aufgerufen. Ehrensache, dass ich dabei mitmache! Im Gegensatz zu Uwe bin ich zwar kein ausgewiesener Burger-Experte, aber jeder hat mal angefangen. ;-) Und so werfe ich diesen Chili-Zimt-Hackburger mit selbstgemachter Mango-Mayonnaise ins Burger-Rennen! 

Für das Rezept habe ich mich bei verschiedenen Quellen bedient. Als Vorlage habe ich den Chili-Lammhack-Burger mit Mangomayonnaise von Living at Home genommen. Leider habe ich kein Lammhack bekommen, das hätte ich mir für diesen Burger sehr lecker vorgestellt. So war die erste Änderung die Verwendung von Rinderhackfleisch. Im Originalrezept werden außerdem fertige Mayonnaise und Mango-Chutney aus dem Glas verwendet. Beides habe ich selbst gemacht. Das Rezept für die selbstgemachte Mayonnaise ohne Ei habe ich in Stephs Kuriositätenladen gefunden und für das Mango-Chutney habe ich mich bei einem Teil dieses Rezepts auf lecker.de bedient. Nur die Burger-Brötchen habe ich fertig gekauft, aber auch da gibt es natürlich Rezepte bei den Foodblogger-Kollegen, z.B. im Kochtopf!


Chili-Zimt-Hackburger mit selbstgemachter Mango-Mayonnaise
(2 Portionen)

Zutaten:
Für das Mango-Chutney:
1 Zwiebel
20g frischer Ingwer
1 reife Mango
1 EL Öl
2 EL brauner Zucker
1 EL Senfkörner
Salz
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Tandoori Masala
5 EL Weißwein-Essig
Für die selbstgemachte Mayonnaise ohne Ei:
25ml Milch
50ml  neutrales Öl (kein Olivenöl)
1 TL Senf
Salz,Pfeffer
1 TL Zitronensaft
2 EL Naturjoghurt
Für die Burger:
100g Mayonnaise (s.o.)
2 EL Mango-Chutney (s.o.)
Salz, Pfeffer
1-2 getrocknete Chilischoten
300g Rinderhackfleisch
1 Ei
2 EL Semmelbrösel
1 Prise Zimt
1/2 kleiner Radicchio
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
2 EL Olivenöl
4 kleine (Burger-)Brötchen

Zubereitung:
Zunächst das Mango-Chutney zubereiten. Dafür die Zwiebel schälen und fein würfeln. Ingwer schälen und fein  würfeln. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden. Mango-Fruchtfleisch klein würfeln. In einem Topf  das Öl erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten, dann den Ingwer zugeben und kurz mitdünsten. Mit dem braunen Zucker bestreuen und karamellisieren lassen. Dann die Mangowürfel und die Senfkörner zugeben. Mit Kurkuma, Tandoori Masala und ca. 1/2 TL Salz würzen. Weißweinessig zugeben. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Chutney bei niedriger bis mittlerer Hitze in ca. 15 Minuten offen einkochen lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt. Chutney etwas auskühlen lassen und in ein vorbereitetes, sauberes Glas füllen.

Jetzt die selbstgemachte Mayonnaise ohne Ei herstellen. Hierfür Milch, Öl und Senf in ein hohes Gefäß geben und so lange mit dem Stabmixer pürieren bzw. mixen, bis eine Mayonnaise entsteht. Das geht ziemlich schnell! Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen. Ich habe für den Geschmack noch 2 EL Naturjoghurt untergerührt.

Für die Burger das Hackfleisch in eine Schüssel geben und mit den Semmelbröseln und dem Ei mischen. Eine Chilischote fein hacken. Hackfleisch mit Chiliflocken und einer Prise Zimt mischen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Händen gründlich zu einer homogenen Masse kneten.

Radicchio waschen und putzen, die Blätter grob zerrupfen. Ich habe die Radicchioblätter noch in warmes Wasser eingelegt, damit sie etwas von ihrem bitteren Geschmack verlieren. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und längs halbieren. Anschließend quer in ca. 8cm lange Stücke schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Frühlingszwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.

Restliches Öl in der Pfanne erhitzen. Aus der Hackfleischmasse vier gleich große, möglichst flache Patties (Fleischklopse) formen. Patties in der heißen Pfanne anbraten, dann die Hitze etwas reduzieren und die Patties in ca. 10 Minuten fertig braten, dabei einmal wenden.

Mayonnaise mit 2 EL Mango-Chutney mischen und noch mal mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und nach Geschmack mit Chiliflocken abschmecken. Radicchioblätter trocken schleudern. Burgerbrötchen im Backofen aufbacken und aufschneiden. Jeden Burger mit Radicchio, Mango-Mayonnaise, einem Pattie, nochmal Mango-Mayonnaise, Radicchio und Frühlingszwiebeln belegen. Mit dem Brötchendeckel abschließen.

Die Zutatenliste und die Zubereitung hört sich aufwändiger an, als es ist! Während das Mango-Chutney köchelt, lässt sich ruckzuck die Mayonnaise mixen. Und die Burger an sich sind schnell zubereitet. Natürlich kann man das Mango-Chutney auch schon ein paar Tage im Voraus zubereiten. Und auch die Mayonnaise hält sich gut verschlossen einige Tage im Kühlschrank. Ich habe für dieses Rezept übrigens zum ersten Mal Mayonnaise selbst gemacht und war völlig erstaunt, wie schnell und einfach das geht -toll!


So lieber Uwe, hier also ein weiteres Rezept, mit dem Dein Kollege Ralf im nächsten Burger-Battle gegen Dich antreten könnte! Und ich räume ihm gute Chancen ein, wir haben unsere Burger nämlich in Lichtgeschwindigkeit aufgegessen. Der leicht bittere Radicchio passt prima zur süßlich-scharfen Mango-Mayonnaise und das Hackfleisch bekommt durch den Zimt und die Chiliflocken eine exotisch-leckere Note. Dazu noch ein Klecks vom restlichen Mango-Chutney - perfekt! Und wenn Lammhackfleisch verfügbar ist, unbedingt damit ausprobieren.

Blog-Event LXXII - Burger Battle (Einsendeschluss 15. November 2011)

Donnerstag, 3. November 2011

Spaghetti mit Kürbiswürfeln und Walnuss-Pesto

Dieses Jahr koste ich die Kürbis-Saison wieder in vollen Zügen aus! Doch so langsam, aber sicher nähert sich die Saison dem Ende. Zum Abschluss habe ich mir noch mal ein schnelles Pasta-Gericht mit Kürbis ausgesucht. Das Rezept für die Spaghetti mit Kürbiswürfeln und Walnuss-Pesto stammt aus dem Kochbuch "Rach kocht: Morgens, mittags, abends - lustvoll und gesund" von Christian Rach und ich habe es schon vor einiger Zeit auf Valentinas Kochbuch gefunden. Jetzt endlich kam es zum Einsatz - ein würdiger Abschluss der Kürbis-Saison! Das Kürbisgemüse schmeckt durch den Orangensaft und die Cranberries, die ich anstelle der im Originalrezept vorgesehenen Rosinen verwendet haben, leicht süsslich, durch das Walnuss-Pesto kommt eine kernige Komponente dazu. Eine schöne Kombination, die mir gut geschmeckt hat! 


Spaghetti mit Kürbiswürfeln und Walnuss-Pesto
(1 Portion)

Zutaten:
20g Walnusskerne
15g frisch geriebener Parmesan + zusätzlich Parmesanspäne zum Bestreuen
3-4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
200g Kürbisfleisch, z.B. Hokkaido, vorbereitet gewogen
100g Spaghetti
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 getrocknete Chilischote
1 El getrocknete Cranberries
3 EL Orangensaft
1/2 EL Butter

Zubereitung:
Walnusskerne in einem Blitzhacker fein mahlen. In einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Fett bei niedriger Hitze langsam goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Die gerösteten Walnusskerne mit dem geriebenen Parmesan und 2-3 EL Olivenöl zu einer glatten Paste vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Spaghetti in einem großen Topf mit reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Kürbis waschen, halbieren, Kerne und fasriges Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen. 200g Fruchtfleisch abwiegen und in 1-2 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Chilischote ebenfalls fein hacken. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Kürbiswürfel darin kurz anbraten. Dann ca. 50ml Wasser zugießen und die Kürbiswürfel bei niedriger Temperatur weiterdünsten, bis sie weich sind. Dann Knoblauch, Chilischote und die Cranberries zugeben und kurz mitdünsten. Mit Orangensaft ablöschen. Die Butter zugeben und alles einmal aufkochen.

Die Spaghetti durch ein Sieb abgießen, in einer Schüssel mit dem Kürbisgemüse und dem Walnusspesto vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in einem tiefen Teller sofort servieren. Nach Belieben noch mit Parmesanspänen bestreuen.

Dienstag, 1. November 2011

Oh là là! Boeuf Bourguignon nach Julia Child

Ich habe ja schon berichtet, dass ich letzte Woche ein paar Tage in Paris war. Natürlich habe ich dort auch in vollen Zügen das französische Essen genossen. Das hat mich dann auch wieder daran erinnert, dass ich schon lange mal das Boeuf Bourguignon nach Julia Child kochen wollte! Leider gibt es ihr Kochbuch "Mastering the art of french cooking" nicht auf Deutsch, aber einzelne Rezepte wie das Boeuf Bourguignon finden sich auch in deutscher Übersetzung im Netz. Ich habe mich ganz an das Rezept gehalten, das ich bei Steffi von Ohhh...Mhhh gefunden habe, nur die Pilze habe ich weggelassen. Zwar dauert die Zubereitung insgesamt ca. 4 Stunden, aber die meiste Zeit davon muss man nichts tun, das  Rinderragout schmort im Ofen vor sich hin und ein köstlicher Duft zieht durch die Wohnung. Das Ergebnis hat meinen Mann und mich vollstens überzeugt - unglaublich lecker! Das perfekte Sonntagsessen für einen nebligen Herbsttag.


Boeuf Bourguignon nach Julia Child
(2 Portionen)

Zutaten:
3 weiße Zwiebeln
2 EL Öl
1 EL Butter
ca. 500ml Rotwein
4 Petersilienstängel
2 Lorbeerblätter
1 TL frischer Thymian
80g Schinkenspeck
ca. 600g mageres Rindfleisch
1 Karotte
Salz, Pfeffer
1 EL Mehl
400ml Rinderfond (oder Rinderbrühe)
1/2 EL Tomatenmark
1 Knoblauchzehe

Zubereitung:
2 der 3 weißen Zwiebeln schälen und in grobe Spalten schneiden. Petersilie, 1 Lorbeerblatt und die Hälfte des Thymians waschen, trocken schütteln und in ein Filtertuch oder einen Teefilter geben und zubinden. Butter und 1 EL Öl in einem Schmortopf stark erhitzen und die Zwiebelspalten kurz darin anbraten. Dann die Hitze reduzieren und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten schmoren, dabei immer wieder umrühren, damit die Zwiebeln gleichmäßig bräunen. Ca. 150 ml Rotwein zugießen. Kräutersträußchen im Tuch zugeben. Alles bei geschlossenem Deckel und geringer Hitze ca. 45 Minuten schmoren lassen, dabei gelegentlich umrühren. Die Zwiebeln sind fertig, wenn die Flüssigkeit verdampft ist und die Zwiebeln schön weich geschmort sind. Dann die Zwiebeln aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Kräutersträußchen ebenfalls herausnehmen und wegwerfen. 

In der Zwischenzeit das Fleisch vorbereiten: Rindfleisch mit einem Küchentuch trocken tupfen und in ca. 5cm große Würfel schneiden. Vom Speck rundherum die Rinde abschneiden und beiseite legen. Dann den Speck in ca. 4cm lange und 0,5cm dicke Streifen schneiden. Speck und Speckrinde mit 700ml Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und 10 Minuten kochen lassen. Wasser abgießen und den Speck mit einem Küchentuch trocken tupfen. 

Den Backofen auf 230 Grad vorheizen. Karotte waschen, putzen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die dritte weiße Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und im ganzen mit der Rückseite eines schweren Küchenmessers zerdrücken. Ein getrocknetes Lorbeerblatt fein zerkrümeln.

Im gleichen Schmortopf, in dem auch schon die Zwiebeln geschmort haben, 1 EL Öl erhitzen. Speck (ohne Rinde) darin bei mittlerer Hitze ca. 2 bis 3 Minuten leicht anrösten. Dann den Speck wieder herausnehmen und beiseite stellen. Jetzt das gewürfelte Rindfleisch portionsweise im gleichen Topf scharf von allen Seiten anbraten. Fleisch wieder herausnehmen und mit dem Speck beiseite stellen. Im Bratfett Karotte und Zwiebel anbraten. Karotte und Zwiebel herausnehmen, beiseite stellen. Schmortopf mit einem Küchentuch grob auswischen. 

Jetzt das Rindfleisch und den Speck wieder in den Schmortopf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Mehl bestreuen. Mehl gleichmäßig auf dem Fleisch verteilen. Dann den Schmortopf ohne Deckel für 4 Minuten auf die mittlere Schiene im heißen Ofen stellen. Fleisch wenden und den Topf nochmals für 4 Minuten ohne Deckel in den heißen Ofen stellen. Dann den Topf wieder aus dem Ofen nehmen und die Hitze auf 160 Grad reduzieren.

Schmortopf wieder auf den Herd stellen. Restlichen Rotwein und Rinderfond zugießen, bis das Fleisch komplett mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Jetzt das Tomatenmark, die Knoblauchzehe, das gemahlene Lorbeerblatt, den restlichen Thymian, die Karotte und die fein gewürfelte Zwiebel sowie die Speckrinde  zugeben. Alles aufkochen, dann den Deckel auf den Schmortopf setzen, den Topf in den Backofen stellen und auf der unteren Schiene ca. 2,5 bis 3 Stunden langsam köcheln lassen. Das Boeuf Bourguignon ist fertig, wenn man eine Gabel ganz leicht in das Fleisch hineinstechen kann. 

Wenn das Fleisch fertig ist, den Topfinhalt durch ein Sieb abgießen, die Sauce auffangen. Fleisch und Gemüse wieder in den Topf geben. Die beiseite gestellten Rotweinzwiebeln jetzt auch über das Fleisch geben. Die Sauce in einen kleinen Topf geben, eventuell das Fett abschöpfen (war bei mir nicht notwendig). Sauce noch mal separat für 1-2 Minuten aufkochen, damit sie noch etwas eindickt. Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, anschließend die Sauce über das Fleisch geben.

Bei uns gab es Schupfnudeln nach diesem Rezept dazu, Nudeln oder Salzkartoffeln passen aber natürlich ebenso gut als Beilage. Fazit: Der Aufwand lohnt sich! Und wer übersetzt jetzt endlich Julia Childs Kochbuch ins Deutsche?

PS: Der bezaubernde Film "Julie & Julia" über das Leben von Julia Child, die Entstehung ihres berühmten Kochbuchs und wie die Bloggerin Julie Powell das komplette Kochbuch nachgekocht und über ihre Kocherlebnisse gebloggt hat, kommt passenderweise heute abend um 20.15 Uhr auf SAT 1! Angucken!

Printfriendly