Samstag, 31. Dezember 2011

Einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!

Bei der Küchenschabe habe ich was Tolles gefunden: über wordle.net kann man sich als Tag Cloud darstellen lassen, welche Wörter am häufigsten auf dem eigenen Blog auftauchen. Ich würde sagen, das "Schöner Tag noch!" - Ergebnis ist eindeutig und ich kann mir einen Blog-Jahresrückblick sparen ...


In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch in ein glückliches, gesundes und großartiges neues Jahr 2012! Ich freu mich auf ein neues Jahr, in dem ich weiter fleissig über Kochbücher, Rezepte und gut gekochtes schreiben werde :-)

Freitag, 30. Dezember 2011

Wiener Schnitzel mit Rosmarin-Kartoffelecken

Eines meiner Lieblingsessen, das ich aber nicht sehr häufig esse, ist Wiener Schnitzel. Diese Woche hatte ich mal wieder richtig Lust auf Schnitzel. Zudem habe ich in der aktuellen Ausgabe der "Lecker" (1/2012) beim Thema Schnitzel panieren einen mir bis dahin unbekannten Kniff gesehen, den ich unbedingt ausprobieren wollte. Und zwar wird hierbei beim Panieren nicht einfach ein ganzes Ei verquirlt, sondern Eigelb und Eiweiß werden getrennt, das Eiweiß wird zunächst steif geschlagen und dann erst mit dem Eigelb verquirlt. Das musste ich testen! Und der Effekt dieses Tricks ist in der Tat überzeugend: die Schnitzel lassen sich viel besser mit Ei umhüllen und die Semmelbrösel bleiben prima haften. Außerdem ist nur ein Panierdurchgang notwendig! Das hat mich überzeugt, ab sofort paniere ich meine Schnitzel nur noch so :-)

Als Beilage zum Schnitzel gab es Rosmarin-Kartoffelecken aus dem Ofen, etwas abgewandelt nach einem Rezept für Ofenkartoffeln mit Rosmarin und Cocktailtomaten aus "Gut gekocht" von Cornelia Schinharl.


Wiener Schnitzel mit Rosmarin-Kartoffelecken
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für das Wiener Schnitzel:
2 dünne Kalbsschnitzel à ca. 150g
Salz, Pfeffer
1 Ei
ca. 4-6 EL Mehl
ca. 125g Semmelbrösel
ca. 150g Butterschmalz

Für die Rosmarin-Kartoffelecken:
ca. 600g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
3 EL Olivenöl
3-4 Zweige Rosmarin
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Als erstes die Rosmarin-Kartoffelecken zubereiten. Dafür den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kartoffeln schälen, waschen und in Spalten schneiden. Rosmarin waschen, trocken schütteln und mit einer Küchenschere grob zerkleinern. Kartoffelspalten eine ofenfeste Form geben, mit dem Olivenöl und dem Rosmarin vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30-35 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich und gebräunt sind. Dabei gelegentlich durchmischen.

Jetzt geht es an die Schnitzel. Fleisch trocken tupfen und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen. Fleisch mit einer schweren Pfanne oder dem Boden eines Stieltopfes dünn klopfen, anschließend die Schnitzel von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Dann eine Panierstation aufbauen. Dafür in je einen tiefen Teller das Mehl und die Semmelbrösel füllen. Ei trennen, Eigelb in einem tiefen Teller mit einer Gabel verquirlen. Eiweiß mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen, dann mit dem Eigelb vermischen.

In zwei großen Pfannen jeweils eine Hälfte Butterschmalz nicht zu heiß erhitzen.
Jetzt die Schnitzel panieren: als erstes die Schnitzel im Mehl wenden. Überschüssiges Mehl leicht abschütteln. Dann die mehlierten Schnitzel durch die Eimasse ziehen, etwas abtropfen lassen. Als letztes die Schnitzel großzügig in den Semmelbröseln wenden. Panade nicht andrücken! Je ein paniertes Schnitzel sofort in eine heiße Pfanne geben. Die Schnitzel sollen richtig im Fett schwimmen! Bei mittlerer Hitze die Schnitzel ausbacken und goldgelb anbraten. Nach ca. 4 Minuten die Schnitzel wenden und die andere Seite ebenfalls goldgelb anbraten. Immer wieder mit einem Löffel das überschüssige Butterschmalz über die Panade träufeln und die Pfanne vorsichtig schwenken.

Schnitzel mit den Rosmarin-Kartoffelecken anrichten. Nach Belieben noch Zitronenspalten dazu reichen. Dazu passt ein grüner Salat.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Mein knallharter Kochbuch-Jahresrückblick 2011

Letztes Jahr habe ich das erste Mal einen knallharten Kochbuch-Jahresrückblick auf meine neu erworbenen Kochbücher veröffentlicht. Und auch dieses Jahr blicke ich wieder schonungslos auf die im Jahr 2011 neu hinzugekommenen Kochbücher und die daraus gekochten (oder eben auch nicht gekochten!) Rezepte zurück. 



Gefühlt habe ich 2011 eigentlich gar keine Kochbücher gekauft oder geschenkt bekommen, aber es sind dann doch einige neu hinzugekommen (hüstel):



10 neue Kochbücher haben also 2011 den Weg in mein Kochbuchregal gefunden. Und was habe ich bisher daraus gekocht? Welches Buch war Top, welches ein Flop? Los geht´s!

Buchtitel: "Die echte italienische Küche" von Franco Benussi gehört eigentlich noch in den Kochbuch-Jahresrückblick 2010, denn ich habe mir das Buch 2010 zu Weihnachten gewünscht und auch geschenkt bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Asche auf mein Haupt, ich habe kein einziges Gericht aus diesem Klassiker-Kochbuch ausprobiert!
Fazit: Das muss 2012 besser werden, ich nehme mir fest vor, etwas daraus zu kochen. Allerdings merkt man dem Kochbuch auch sein Alter an den Fotos an, diese finde ich nicht immer ansprechend... aber letztlich entscheidet die Qualität der Rezepte!


Buchtitel: "Geschenkideen aus der Küche" von Nicole Stich & Coco Lang habe ich mir sofort gekauft, als es erschienen ist, da ich ein großer Fan von Nicky bin und ihr erstes Kochbuch "Delicious Days" einmal hoch und runter gekocht habe.
Daraus gekocht und gebloggt: Das Schoko-Knusper-Granola aus diesem Buch ist köstlich, ich habe es schon mehrmals gemacht und jetzt auch zu Weihnachten verschenkt. Nicht so gut gelungen sind mir der Himbeeressig, der Rhabarbersirup und die Müsliriegel mit Cranberries.
Fazit: Aus diesem Buch möchte ich auch 2012 einiges nachmachen, markiert habe ich mir schon die in Öl eingelegten Frischkäsebällchen und die Caponata Siciliana. Außerdem gefallen mir die vorgestellten Verpackungsideen und die zum Download angebotenen Etiketten sehr gut.

Buchtitel: "Vegetarisch", Verlag Zabert Sandmann
Daraus gekocht und gebloggt:  Aus diesem Kochbuch habe ich 2011 wahrscheinlich am meisten gekocht. Hier auf den Blog haben es die Möhren-Quiche mit Petersilien-Apfel-Salat, das Ratatouille aus dem Backofen, die Penne mit Mango-Peperoni-Sauce, gerösteten Tomaten und Oliven sowie das Couscous mit Birnen-Rucola-Pesto geschafft. Alles sehr lecker! Außerdem habe ich daraus noch Tagliatelle mit Kokos-Curry-Sauce gekocht, die ich allerdings etwas langweilig fand.
Fazit:  Die Rezepte sind alltagstauglich, d.h. nicht zu zeitaufwändig in der Zubereitung, und gelingen meistens gut! Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar bei diesem Kochbuch: Für 4,95 Euro bekommt man viele ansprechend bebilderte und einfach nachzukochende, leckere Rezepte. Ich werde auch 2012 bestimmt einiges daraus nachkochen.

Buchtitel: "World Food Café" von Carolyn & Chris Caldicott. Das vegetarische Kochbuch habe ich bei einer Verlosung von Mestolo gewonnen.
Daraus gekocht und gebloggt: Gebloggt habe ich nur die Kartoffelküchlein mit Gurkensoße, die mir sehr gut geschmeckt haben. Außerdem habe ich noch eine etwas unspektakuläre, aber ganz gut gelungene Linsensuppe sowie ein Lauch-Kartoffel-Curry daraus gekocht, von dem ich nicht so angetan war. 
Fazit: Nach den letzten beiden Gerichten ist "World Food Café" bei mir etwas in Vergessenheit geraten. Das Kochbuch ist aber hübsch anzuschauen und auch sehr interessant zu lesen, da es außer Rezepten auch noch Reiseberichte und -fotos der beiden Autoren enthält.

Buchtitel: Das Buch "Landfrauen Brunch" aus dem Schweizer Fona Verlag habe ich für einen Kochbuchtest von Valentinas Kochbuch bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Für den Kochbuchtest habe ich daraus 3 Rezepte ausprobiert: Heidelbeerquark, eine Erdbeer-Honig-Butter sowie Zucchini-Rösti. Das Ergebnis war bei allen drei Rezepten geschmacklich in Ordnung, aber nichts Besonderes.
Fazit: Mich hat das Buch nicht besonders angesprochen, ich fand die Aufmachung unpersönlich und die meisten Rezepte etwas langweilig. Nach dem Kochbuchtest habe ich nichts mehr daraus gekocht. Selbst gekauft hätte ich es mir auch nicht.

Buchtitel: Das hüsche Kochbuch "Italia. Ein Spaziergang durch die Jahreszeitenküche" von Carlo Bernasconi & Marlisa Szwillus habe ich von meinen Kollegen zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Obwohl mir das Kochbuch optisch sehr gut gefällt, habe ich bisher nur ein einziges Gericht daraus gekocht. Die Zuppa di Maroni (Maronensuppe) ist sehr gut gelungen und hat mir prima geschmeckt.
Fazit: Die saisonale Unterteilung der Rezepte in Frühling, Sommer, Herbst und Winter sowie jeweils in Antipasti, Primi, Secondi, Contorni und Dolci gefällt mir sehr gut und ich nehme mir fest vor, 2012 mehr aus diesem ansprechenden Kochbuch zu kochen.

Buchtitel: "Sommerküche. Voller Sonne und Aroma." von Tanja Dusy habe ich mir zum Geburtstag gewünscht, nachdem Steph vom Kleinen Kuriositätenladen das Buch schon hoch und runter gekocht und in den höchsten Tönen gelobt hatte.
Daraus gekocht und gebloggt: Leider war an meinem Geburtstag der Sommer auch schon fast vorbei und das Kochbuch kam kaum noch zum Einsatz! So habe ich daraus nur den Tomatensalat mit Frühlingszwiebeln nachgekocht und gebloggt. Den fand ich aber sehr gut.
Fazit: Ein schönes Kochbuch, aus dem ich im Frühjahr/Sommer 2012 hoffentlich noch so einiges nachkochen werde! Dieses Jahr kam es ein bisschen zu kurz.

Buchtitel: Das Kochbuch "Aromen und Gewürze. Feurig. Mild. Frisch. Erdig. Duftig. Süss." von Hans Gerlach habe ich vom Kosmos-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Ich kannte weder den Kochbuch-Autor noch hat mich der Kochbuchtitel besonders angesprochen, aber jetzt bin ich von diesem Buch ehrlich begeistert! Alles, was ich bisher daraus nachgekocht habe, war klasse. Absolutes Highlight ist die Selbstgemachte Gemüsebrühen-Paste, da freue ich mich jedes Mal drüber, wenn ich die Paste benutze. Auch die Apfel-Quark-Pfannkuchen sowie die Bandnudeln mit Zucchinistreifen und Zitronensauce haben mir sehr gut geschmeckt. Und ich habe mir noch viele, viele Rezepte zum Nachkochen markiert!
Fazit: Mein Kochbuch des Jahres 2011!

Buchtitel: Auch "Die bayerische Küche. Regionale Spezialitäten" von Cornelia Schinharl habe ich vom Kosmos-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.
Daraus gekocht und gebloggt: Ich habe mir viele Rezepte zum Nachkochen markiert, tatsächlich gekocht habe ich bisher aber nur die Schupfnudeln mit Sauerkraut. Die Schupfnudeln haben mir gut geschmeckt, allerdings bin ich immer noch auf der Suche nach dem perfekten Schupfnudel-Rezept, denn bei dieser Version waren mir die Schupfnudeln einen Tick zu weich!
Fazit: Ein nettes kleines Kochbuch im DIN A 5-Format, das neben Rezepten der bayerischen Küche auch noch Wissenswertes rund um Bayern und seine regionalen Spezialitäten enthält. 2012 möchte ich noch einige deftige Köstlichkeiten daraus nachkochen!

Buchtitel: "Scheisse, was koche ich heute?" von Anna-Cristin Burmester & Bastian Wilhelms ist das Kochbuch zur Webseite scheissewaskocheichheute.de und enthält 55 Rezepte deutschsprachiger Foodblogs. Darunter auch ein Rezept von mir!
Daraus gekocht und gebloggt: Außer dem von mir beigesteuerten Rezept für einen Gurken-Melonen-Salat mit Ziegenfrischkäse habe ich daraus noch nichts gekocht.
Fazit: Vielleicht werde ich demnächst mal den Zufallsgenerator (2 Würfel) bemühen und ein Rezept aus dem Büchlein nachkochen!


Und das war mein Kochbuch-Jahresrückblick 2011! Auffallend ist, dass ich aus meinen neuen Kochbüchern bis auf eine Ausnahme ("Vegetarisch") recht wenig nachgekocht habe. Meine häufigsten Rezeptquellen sind mittlerweile Zeitschriften wie "Lecker" oder die "Living at Home" bzw. deren Online-Auftritte. Gleich danach kommen andere Foodblogs. 

Welches war euer Kochbuch des Jahres 2011? Und gab es für euch einen Kochbuch-Flop 2011? Was war 2011 eure liebste Rezeptquelle? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Dienstag, 27. Dezember 2011

Schnelle Pasta mit Erbsen, Pfefferbutter und Ei

Nach dem üppigen Essen an den Weihnachtsfeiertagen mit vielen Plätzchen und Kaffee & Kuchen war mir heute nach einem einfachen, schnellen und deftigen Essen. In der neuesten Ausgabe der "Lecker" habe ich genau das Richtige gefunden: eine schnelle Pasta mit Erbsen, Pfefferbutter und Ei! Prima Soulfood, das noch dazu in gut 20 Minuten fertig auf dem Tisch steht. 


Schnelle Pasta mit Erbsen, Pfefferbutter und Ei
(1 Portion)

Zutaten:
125g breite Bandnudeln
75g TK-Erbsen
1 Ei
1/2 kleine Zwiebel
1 Scheibe Schwarzwälder Schinken
Salz, Pfeffer
2 EL Butter
Schnittlauch

Zubereitung:
Ei anpieksen und in ca. 8 Minuten in kochendem Wasser wachsweich kochen. Die Nudeln in einem großen Topf mit reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung mit den TK-Erbsen zusammen kochen.

Zwiebel schälen und fein würfeln. Schinken in dünne Streifen schneiden. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.

Nudeln und Erbsen in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen. Im jetzt leeren Nudeltopf die Butter schmelzen lassen. Zwiebelwürfel und Speck darin andünsten. Kräftig mit Pfeffer würzen. Die abgetropften Nudeln und Erbsen in den Topf geben, alles gut miteinander vermischen und mit Salz abschmecken.

Ei unter kaltem Wasser abschrecken, schälen und halbieren. Nudeln portionsweise in tiefe Teller füllen, mit halbiertem Ei und Schnittlauch garniert servieren.

Montag, 26. Dezember 2011

Unser Weihnachtsessen 2011

Hattet ihr ein schönes Weihnachtsfest? Meines war ganz wunderbar. Gutes Essen, gute Stimmung, gute Gespräche, viel Gelächter, und alle haben sich über ihre Geschenke gefreut. Mir hat das Christkind auch viele kulinarische Geschenke gebracht, darunter z.B. ein Wildkochbuch, zwei Saucen-Kochbücher, Weingläser und ein Spätzlebrett!

Wir haben Heiligabend und den 1. Weihnachtsfeiertag dieses Jahr bei meinen Eltern verbracht und uns von meiner Mutter bekochen und verwöhnen lassen. An Heiligabend gibt es in meiner schwäbischen Familie seit Jahrzehnten das gleiche einfache und leckere Essen: Schäufele mit Kartoffelsalat, Ackersalat und Senf. Ganz traditionell wären ja Saitenwürstle statt Schäufele. Das gab es bei uns früher auch jahrelang, bis wir eines Tages feststellten, dass eigentlich keiner in der Familie Saitenwürstle so richtig gerne mag. Seitdem gibt es Schäufele und alle sind zufrieden ;-) Und ich freue mich ganz ehrlich schon ab ungefähr Anfang Dezember auf dieses Essen, was vor allem am genialen Kartoffelsalat meiner Mutter liegt!

Am 1. Weihnachtsfeiertag gibt es dann immer ein üppigeres Menü. Dieses Jahr hat meine Mutter uns diese Speisenfolge aufgetischt:

Kürbiscremesuppe mit Wildblüten und Chiliflocken


Rinderfilet mit Mangold und hauchdünnem Kartoffelgratin


Marillen-Topfenknödel auf Himbeerspiegel mit selbstgemachter Vanillesauce


Was gab es bei euch an Weihnachten zu essen? Und seid ihr auch zufrieden mit euren Weihnachtsgeschenken?

Freitag, 23. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Der Christbaum steht und ist geschmückt, alle Geschenke sind eingepackt und ich lege jetzt die Füße hoch und freue mich auf ein schönes Weihnachtsfest.

Allen Lesern von "Schöner Tag noch!" wünsche ich fröhliche Weihnachten und wunderschöne, entspannte Feiertage!


Wir lesen uns nach Weihnachten! Genießt die freien Tage und feiert schön.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Nachgemacht: Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel

Maria vom Blog "Ich bin dann mal kurz in der Küche" (könnte übrigens auch mein Spruch sein ;-)) verschenkt zu Weihnachten gleich ganze Körbe voller selbstgemachter Köstlichkeiten. Besonders aufgefallen ist mir ihr Salz-Karamell-Geschenkkorb, denn darin befand sich auch eine Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel. Maria hatte dafür ein Rezept von Elly´s Art leicht verändert übernommen. Und diese Konfitüre hörte sich so umwerfend gut an, dass ich mir das Rezept sofort mitgenommen habe. Gestern habe ich mir dann eine große Kiste mit Äpfeln von der Obstwiese meiner Schwiegereltern geholt und losgelegt. 

Natürlich musste ich die Konfitüre heute gleich einer Geschmacks-Qualitätskontrolle unterziehen, bevor ich sie verschenke. Und ich sag´s euch: die Marmelade schmeckt zum Reinlegen gut! Der süße Karamell, der fruchtige Apfel und als Gegenpart ein Hauch von Fleur de Sel - toll! Ich bin begeistert.


Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel
(ergibt ca. 3 Gläser à 200ml)

Zutaten:
500g Äpfel (z.B. Boskop)
100g Zucker
50ml naturtrüber Apfelsaft
250g Gelierzucker 2:1
1 TL Fleur de Sel

Zubereitung:
Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In kleine Würfel schneiden. Zucker in einem großen Topf hellbraun karamellisieren lassen, dann mit dem Apfelsaft ablöschen. Kurz aufkochen lassen, dann die Äpfel und den Gelierzucker zugeben. Alles gründlich miteinander verrühren, aufkochen und die Konfitüre mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Evtl. eine Gelierprobe machen. 

Topf vom Herd nehmen, Fleur de Sel zur Konfitüre geben und gut unterrühren. Anschließend die Konfitüre noch heiß randvoll in vorbereitete und sterilisierte Gläser füllen. Sofort mit einem Schraubdeckel gut verschließen und die verschlossenen Gläser 5 Minuten auf den Kopf stellen. Dann die Gläser wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.


Da ich die Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel an Weihnachten verschenken werde, ist das auch gleich mein Beitrag zum aktuellen Fremdkochen-Event der Hüttenhilfe zum Thema "Kulinarische Geschenke"!

Fremdkochen Kulinarische Geschenke

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Selbstgemachter Lippenbalm

Heute gibt es mal ein etwas anderes "Rezept", nämlich für selbstgemachten Lippenbalm. Seit ich vor 3 Jahren die Anleitung dafür bei Frau Liebe gefunden habe, benutze ich nur noch diesen selbstgemachten Lippenbalm. Davor war ich ein regelrechter Labello-Junkie und hatte trotzdem oft spröde Lippen. Von dem selbstgemachten Lippenbalm brauche ich viel weniger und habe trotzdem immer weiche Lippen - perfekt! Auch die extrem kurze Zutatenliste überzeugt: ungebleichtes Bienenwachs, Vitamin E-Kapseln, Honig und Olivenöl. Das war´s auch schon!

Das ungebleichte Bienenwachs gibt es in "Pillchenform" in der Apotheke, oft haben sie es vorrätig, sonst können sie es auch bestellen. Ich habe 100g gekauft, das wird für die nächsten 10 Jahre reichen - wenn ihr 50g kaufen könnt, reicht das auch!



Die Vitamin E-Kapseln habe ich im Drogeriemarkt gekauft.



Und so einfach geht´s:

Selbstgemachter Lippenbalm
(ergibt ca. 60ml)

Zutaten:
6 TL ungebleichtes Bienenwachs
14 TL Olivenöl
1 TL Honig
2 Vitamin E-Kapseln

Zubereitung:
Als erstes kleine Döschen mit Schraubdeckel zur Abfüllung des Lippenbalms bereitstellen. Ich habe Döschen mit 10 und mit 20ml Fassungsvolumen verwendet. 

Das Bienenwachs in einer kleinen Metallschüssel im Wasserbad schmelzen, gelegentlich umrühren. Dann das Olivenöl und den Honig zugeben, weiter umrühren. Das Wasser sollte die ganze Zeit kochen, damit alle Zutaten flüssig werden und sich gut miteinander vermengen. Dann den Inhalt der Vitamin E-Kapseln zugeben. Dafür die Kapseln mit einer Nadel einstechen und die enthaltene Flüssigkeit herausdrücken. Alles gut verrühren und anschließend sofort in die vorbereiteten Döschen füllen. Nach ca. 10 Minuten sollte der Lippenbalm fest geworden sein und die Döschen können mit Deckeln verschlossen werden.



Wer mag, verziert die Döschen noch und hat so auch gleich ein nettes kleines Mitbringsel!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ein entspanntes 3-Gang-Weihnachtsmenü für Uwe

Mein Cousin Uwe wünscht sich Anregungen für ein Weihnachtsmenü. Da bin ich natürlich gerne behilflich! Vielleicht sucht ja auch der ein oder andere Leser von "Schöner Tag noch!" nach Inspiration für ein Weihnachtsmenü. Ich habe ein wenig in meinem Rezeptarchiv gestöbert und aus den einzelnen Gerichten ein Menü zusammengestellt, das folgende Kriterien erfüllt: die einzelnen Gänge sind schon für sich etwas Besonderes, Vorspeise und Dessert lassen sich bereits am Vortag oder am Morgen zubereiten, das Hauptgericht kann relativ schnell frisch zubereitet werden und die Gerichte haben einen winterlichen Bezug.
Daraus hat sich folgendes Menü ergeben - die Rezepte habe ich jeweils verlinkt.

Dieses leckere Süppchen ist durch die Milchschaumhaube ein optisches und durch den feinen Zimtgeschmack auch ein geschmackliches Highlight. Die Suppe lässt sich schon morgens vorbereiten, und wenn die Gäste da sind, muss nur noch die Milch für die Milchschaumhaube aufgeschäumt werden.


Hier kann man die Honigglasur schon morgens vorbereiten und muss dann nur noch das Püree zubereiten und die Rinderfilets anbraten und in den Ofen schieben. Dieses Hauptgericht sieht schön angerichtet prima aus und schmeckt durch die Honigglasur sehr raffiniert.


Das Amaretti-Zimt-Parfait kann man ganz bequem schon am Vortag zubereiten und nimmt es einfach 15 Minuten vor dem Servieren aus der Tiefkühltruhe, damit es etwas antaut. Auch das Kirschragout kann man morgens zubereiten und muss es kurz vor dem Servieren nur noch erwärmen.



Damit ist das auf den letzten Drücker mein Beitrag für Uwes Blog-Event "Weihnachtsmenü 2011". Jetzt bin ich gespannt auf die Zusammenfassung und freu mich auf viele tolle Anregungen für ein gelungenes Weihnachtsessen.

HighFoodality Blog-Event Weihnachtsmenü 2011

Montag, 19. Dezember 2011

Bandnudeln mit Zucchinistreifen und Zitronensauce

Seit heute habe ich Weihnachtsurlaub. Neben dem Herstellen der letzten Weihnachtsgeschenke heißt das für mich auch: Zeit, um ausgiebig zu kochen! Deshalb gab es heute mittag gleich mal ein etwas zeitaufwändigeres Rezept aus dem sehr empfehlenswerten Kochbuch "Aromen und Gewürze" von Hans Gerlach, aus dem ich schon die Gemüsebrühe-Paste und die Apfel-Quark-Pfannkuchen erfolgreich nachgekocht habe. Heute habe ich mir die Bandnudeln mit Zucchinistreifen und Zitronensauce ausgesucht. Eine gute Wahl! Die Zubereitung dauert zwar recht lange, aber die meiste Zeit  köchelt alles vor sich hin, ohne dass man etwas tun muss. Und das Ergebnis ist zitronig-frisch und sehr lecker!


Bandnudeln mit Zucchinistreifen und Zitronensauce
(1 Portion)

Zutaten:
2 Zwiebeln
2 EL Olivenöl
1 Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer
1 großer Stängel Petersilie
1 kleine Zucchini
1 EL Walnüsse
100g Bandnudeln

Zubereitung:
Zwiebeln schälen und grob würfeln. Zwiebeln mit 100ml Wasser und 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf aufkochen. Salzen, pfeffern, dann die Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren und die Zwiebeln bei geschlossenem Deckel 1 Stunde köcheln lassen.

Zitrone heiß abwaschen. Von der Hälfte der Bio-Zitrone die Zitronenschale abreiben. Dann die Zitrone halbieren und von einer Hälfte die Schale mitsamt der weißen Haut entfernen. Gehäutete Zitrone in dünne Scheiben schneiden.

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Walnüsse grob hacken.

Zucchini waschen, trocken tupfen und die Enden abschneiden. Von der Zucchini mit einem Sparschäler möglichst lange und dünne Streifen abschälen.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Zitronenfilets und Zitronenschale zu den Zwiebeln geben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Dann die Petersilienblätter zugeben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren.

In einer Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen und die Zucchinistreifen darin ca. 1 Minute anbraten. Zucchinistreifen zur pürierten Zitronen-Zwiebel-Paste geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln abgießen und noch tropfnass mit der Zitronen-Zwiebel-Sauce vermischen. Nudeln in tiefe Teller füllen und mit den gehackten Walnüssen bestreut servieren.


Und jetzt geht´s weiter mit der Weihnachtsgeschenkeproduktion - zu diesem Thema gibt es in den nächsten Tagen bestimmt auch noch den ein oder anderen Beitrag...

Sonntag, 18. Dezember 2011

Noch mehr Weihnachtsplätzchen: Schoko-Cranberry-Hörnchen

Letztes Wochenende war es wieder soweit: die Plätzchenvorräte waren bedenklich geschrumpft. Also habe ich nach Inspiration für weitere Plätzchensorten gesucht. Auf meiner Facebook-Seite kamen innerhalb kürzester Zeit viele tolle Rezeptvorschläge, aber letztlich habe ich mich doch für eine Plätzchensorte aus dem Plätzchen-Newsletter von "essen und trinken" entschieden. Im Original handelt es sich um Schoko-Kirsch-Hörnchen, bei mir wurden mangels getrockneter Sauerkirschen Schoko-Cranberry-Hörnchen daraus. 

Ich habe die Hörnchen etwas zu klein geformt, weshalb das Verzieren mit der Schokoglasur zu einer längeren Angelegenheit wurde, aber davon abgesehen sind die Hörnchen in der Zubereitung völlig unkompliziert und schmecken schokoladig-saftig-frisch.


Schoko-Cranberry-Hörnchen
(ergibt ca. 50 Hörnchen)

Zutaten:
125g getrocknete Cranberries
3 EL Kirschwasser
270g Mehl
50g Kakaopulver
120g Puderzucker
Salz
200g Butter (kalt)
1 Ei
150g Zartbitter-Kuvertüre

Zubereitung:
Die getrockneten Cranberries grob hacken und in einer kleinen Schüssel mit dem Kirschwasser mischen. 1 Stunde einweichen lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Mehl, Kakaopulver, Puderzucker, kalte Butter in kleinen Stücken, das Ei, eine Prise Salz und die Cranberries (ohne Kirschwasser) in einer großen Schüssel ca. 2 Minuten mit den Knethaken des Handrührgeräts vermengen, dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig vierteln und die Viertel nacheinander auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu dünnen, nur ca. 1,5 cm dicken Rollen formen. Davon je ca. 5 cm große Stücke mit einem Messer abschneiden. Die abgeschnittenen Stücke zu Hörnchen formen und nebeneinander auf das Backblech legen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10-12 Minuten backen. Herausnehmen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Die Kuvertüre nach Packungsanweisung im Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Hörnchen mit beiden Enden in die Kuvertüre tauchen. Auf Backpapier trocknen lassen.

Und weil schon wieder Sonntag ist, sind die Schoko-Cranberry-Hörnchen mein Beitrag für die Initiative Sonntagssüß. Diese Woche sammelt das liebe Fräulein Text alle Beiträge und füllt das Pinterest-Board!

Ich wünsche euch noch einen schönen 4. Advents-Sonntag!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Blumenkohl-Linsen-Curry

Und gleich noch mal was mit Blumenkohl! Der restliche halbe Blumenkohl-Kopf von den Orecchiette mit geröstetem Blumenkohl musste verarbeitet werden ;-) Dieses Blumenkohl-Linsen-Curry habe ich bei lecker.de gefunden. Ruckzuck und vollkommen unkompliziert zubereitet, ist dieses schnelle Curry prima Soulfood für nasskalte, graue Dezembertage!


Blumenkohl-Linsen-Curry
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Blumenkohl (ca. 500g)
1 Karotte
25g Rosinen
1 EL Öl
Salz, Pfeffer
1 TL Curry
100g rote Linsen
2 Stängel Petersilie
1/2 TL Speisestärke
150g Sahnejoghurt (mind. 3,5% Fett)

Zubereitung:
Blumenkohl putzen, Strunk entfernen, in kleine Röschen teilen. Waschen und Röschen trocken tupfen. Karotte schälen, längs halbieren und in grobe Würfel schneiden.

Öl in einer großen Pfanne (mit Deckel) erhitzen. Blumenkohl und Karotte darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Linsen und Rosinen zugeben, ebenfalls anbraten. Mit Curry bestäuben, kurz anrösten. Dann mit 300ml Wasser ablöschen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Curry bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Grob hacken.

100g Joghurt mit  der Speisestärke verrühren und unter das Curry rühren. Einmal kurz aufkochen, dann mit Salz, Pfeffer und eventuell noch etwas Currypulver abschmecken.

Blumenkohl-Linsen-Curry portionsweise in tiefe Teller füllen, jeweils einen Klecks vom restlichen Joghurt auf das Curry geben. Mit der gehackten Petersilie bestreut servieren.

Wer mag, isst Fladenbrot oder Naan dazu. Aber auch solo hat es mir sehr gut geschmeckt!

Montag, 12. Dezember 2011

Orecchiette mit geröstetem Blumenkohl

Nach Rosenkohl gibt es heute ein weiteres Gemüse, bei dem sich die Gemüter spalten: Blumenkohl! Ich esse ihn - wie Rosenkohl -eigentlich ganz gerne. Aber nur, wenn er nicht muffig schmeckt. Und heute habe ich ein Rezept für euch, das auch Blumenkohl-Skeptiker überzeugen wird! Denn bei den Orecchiette mit geröstetem Blumenkohl werden die Blumenkohlröschen im Backofen geröstet und schmecken dadurch wunderbar knackig und frisch. Dazu gibt es noch Oliven, Schafskäse und kleine Öhrchen-Nudeln (oder jede beliebige andere kleine Nudelsorte). In einer halben Stunde steht damit ein leckeres Winter-Pastagericht auf dem Esstisch! Optisch unscheinbar, aber geschmacklich voll überzeugend ;-) Das Rezept habe ich mal aus einer "Brigitte" herausgerissen, es ist aber auch online verfügbar.


Orecchiette mit geröstetem Blumenkohl
(2 Portionen)

Zutaten:
1/2 kleiner Blumenkohlkopf (ca. 300g)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Sesamsaat
3 Stängel Oregano
100g Schafskäse
75g grüne Oliven ohne Stein
200g Orecchiette

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blumenkohl putzen: Strunk herausschneiden, Röschen auseinander nehmen, abspülen und trocken tupfen. Die Röschen in Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Mit 1 EL Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 15 Minuten rösten.

Derweil die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Sesamsaat in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Oregano waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Oliven halbieren. Schafskäse in kleine Würfel schneiden oder bröckeln.

Ca. 100ml vom Nudelwasser abschöpfen. Nudeln in eine Sieb abgießen, dann wieder mit dem abgeschöpften Nudelwasser in den Topf zurückgeben. Mit dem gerösteten Blumenkohl, den Oliven und 1 EL Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und portionsweise in tiefe Teller füllen. Zerbröckelten Schafskäse, Oregano und gerösteten Sesam darüber streuen und sofort servieren.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Nachgebacken: Russische Lebkuchen

Und weiter geht es mit der Weihnachtsbäckerei! Bei Petra von Chili und Ciabatta habe ich schon Mitte November das Rezept für Russische Lebkuchen gesehen. Ich esse unglaublich gerne Lebkuchen und die Lebkuchen-Brownies zählen zu meinen allerliebsten Plätzchensorten. Bei Petras Rezept hat mich der Satz "erinnern vom Geschmack her an Magenbrot" aufhorchen lassen und das Rezept wanderte umgehend auf die Nachbackliste, denn Magenbrot kommt bei mir knapp hinter Lebkuchen in der Beliebtheitsskala. Und was soll ich sagen, Petras Rezepte sind wie immer eine prima Wahl, denn die russischen Lebkuchen sind ruckzuck zubereitet und schmecken ganz wunderbar! Ich habe lediglich die angegebenen Mengen halbiert und mangels Bio-Zitrone Zitronensaft statt Zitronenschale verwendet, aber auch mit diesen Änderungen sind die Lebkuchen super geworden. Einziges Manko: es sind nach einer Woche kaum noch welche übrig...



Russische Lebkuchen
(ergibt ca. 30 Stück)

Zutaten:
Für den Teig:
150g Zucker
1 Ei
1 EL Öl
1 Prise Salz
15g Kakao
1/2 Packung Lebkuchengewürz (7,5g)
1 TL Zitronensaft
90g Saure Sahne (oder Schmand)
2,5g Hirschhornsalz
250g Mehl
Für den Zuckerguss:
85g Puderzucker
2-3 EL Zitronensaft

Zubereitung:
In einer Schüssel Hirschhornsalz und saure Sahne vermischen und 5 Minuten stehen lassen. Bei mir hat die Mischung nur wenig geschäumt, aber zur Sicherheit am besten eine etwas größere Schüssel verwenden!

In einer zweiten Schüssel das Ei mit dem Zucker, dem Öl, dem Kakao, dem Lebkuchengewürz, einer Prise Salz und dem Zitronensaft mit den Quirlen des Handrührgeräts vermischen. Dann die saure Sahne mit dem Hirschhornsalz zugeben, gut vermengen. Nach und nach das Mehl zugeben, jetzt am besten mit den Knethaken des Handrührgeräts arbeiten. Der Teig ist relativ weich und klebrig.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Aus dem Teig von Hand nicht zu große Kugeln (ca. walnussgroß) formen und mit 4cm Abstand auf das Backpapier setzen. 10 Minuten ruhen lassen. Dann im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 15 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Puderzucker mit Zitronensaft in einer kleinen Schüssel zu einem relativ dünnen Guss verrühren. Die noch lauwarmen Lebkuchen damit einpinseln und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. In Metalldosen aufbewahren.



Und auch diesen Sonntag reiche ich damit wieder Weihnachtsplätzchen als Beitrag zur Initiative Sonntagssüß ein! Diese Woche sammelt Julie von mat&mi die Beiträge - da werde ich gleich mal gucken gehen, was die anderen Sonntagsschnabulierer Feines gezaubert haben.

Ich wünsche euch noch einen schönen 3. Adventssonntag!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Linsensalat mit Schwarzwurzeln und Walnüssen

Nach so viel Süßkram in den letzten Tagen brauchte ich zur Abwechslung dringend mal wieder was Deftiges. Bei den Küchengöttern fiel mir das Rezept für einen Linsensalat mit Schwarzwurzeln und Walnüssen ins Auge. Schwarzwurzeln hatte ich bis dahin noch nie gegessen - höchste Zeit, den "Spargel des Winters" mal auszuprobieren! Die Zubereitung dieses Salats ist recht aufwändig, also nichts für die schnelle Küche nach Feierabend, aber der Aufwand lohnt sich. Mir hat der Salat sowohl lauwarm als auch kalt sehr gut geschmeckt.


Linsensalat mit Schwarzwurzeln und Walnüssen
(3-4 Portionen)

Zutaten:
250g Schwarzwurzeln
7 EL Rotweinessig
1 EL Mehl
Salz, Pfeffer
150g grüne Linsen
2 Schalotten
1 Karotte
1 Stange Lauch
1 EL Butter
3 EL Olivenöl
1 TL Zucker
1 TL scharfer Senf
2 TL frisch gepresster Zitronensaft
3 EL Walnussöl
40g Walnusskerne
1/2 Bund Schnittlauch
8 dünne Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)

Zubereitung:
In einer Schüssel 1l Wasser mit 3 EL Rotweinessig und dem Mehl vermischen.
Schwarzwurzeln mit einem Sparschäler schälen. Dabei empfiehlt es sich, Einweghandschuhe anzuziehen, da beim Schälen und Schneiden der Schwarzwurzeln ein milchiger Saft austritt, der fiese braune Flecken verursacht! Geschälte Wurzeln waschen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Wurzeln sofort in die vorbereitete Wasserschüssel legen, dann werden die Stücke nicht braun.

Derweil in einem Topf Wasser aufkochen, salzen. Die eingelegten Schwarzwurzeln durch ein Sieb abgießen, dann in das kochende Wasser geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10-12 Minuten bissfest garen. Schwarzwurzeln in ein Sieb abgießen, mit  kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen. In einer Schüssel aus 1,5 TL Zitronensaft und dem Walnussöl eine Marinade für die Schwarzwurzeln anrühren. Marinade mit Salz und Pfeffer würzen und mit den abgekühlten Schwarzwurzeln vermengen. Beiseite stellen.

In der Zwischenzeit einen zweiten Topf mit Wasser aufsetzen. Die Linsen unter fließendem Wasser abspülen, dann in den Topf mit kochendem Wasser geben und bei mittlerer Hitze offen ca. 5 Minuten kochen. Linsen in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.

In der Zwischenzeit die Schalotten schälen und fein würfeln. Karotte schälen und fein würfeln. Lauch putzen, längs halbieren und unter fließendem Wasser abspülen. Lauch vierteln und in dünne Ringe schneiden.

Butter in einem großen Topf erhitzen. Schalotten, Karotte und Lauch darin andünsten. Mit Brühe ablöschen, dann die Linsen zugeben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 20 Minuten bissfest garen. 3 Minuten vor Garzeitende mit Salz und Pfeffer würzen.

Linsen und Gemüse durch ein Sieb abgießen. Die Brühe dabei auffangen. Linsen leicht abkühlen lassen. In einer Schüssel aus 4 EL Rotweinessig, 3 EL Olivenöl, dem Zucker und dem Senf eine Marinade für die Linsen anrühren. Marinade mit Salz und Pfeffer würzen und mit den lauwarmen Linsen vermengen.

Walnusskerne grob hacken. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.

Jetzt die Schwarzwurzeln mitsamt Marinade, die gehackten Walnusskerne und die Schnittlauchröllchen zu den Linsen geben, alles gut miteinander vermengen. Falls es zu trocken erscheint, noch etwas von der aufgefangenen Linsenbrühe zugeben. Salat 20-25 Minuten marinieren lassen.

Derweil den Speck in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze knusprig anbraten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. Salat noch mal mit Salz, Pfeffer und evtl. dem restlichen Zitronensaft abschmecken. Salat mit Speckstreifen garniert servieren.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Nachgebacken: Glühwein-Terrassenplätzchen

Wie versprochen kommt heute das Glühwein-Gelee von gestern zum Einsatz, und zwar bei diesen wunderbar mürben Glühwein-Terrassenplätzchen! Das Rezept für die Plätzchen habe ich beim Kochfrosch Kathi mitgenommen. Letztes Jahr habe ich auch schon Terrassenplätzchen gebacken, aber ich muss sagen, dass mir die Glühwein-Terrassenplätzchen noch besser schmecken. Das liegt wohl an der doppelten Buttermenge, aber auch an der Vanille im Teig. Und das Glühwein-Gelee ist das i-Tüpfelchen oben drauf! Ein weiteres Rezept, das sich in die  Kategorie "Lieblingsplätzchen" einreihen darf.

Ich habe mich beim Nachbacken ganz an Kathis Rezept gehalten, nur habe ich keine 3 "Terrassen" zusammengesetzt, sondern nur 2. Das erscheint mir auch völlig ausreichend! Außerdem gibt es so mehr Plätzchen ;-)


Glühwein-Terrassenplätzchen
(ergibt ca. 70 Stück)

Zutaten:
1 Vanilleschote
250g Butter (zimmerwarm)
100g Puderzucker
Salz
2 Eigelb (Größe M)
300g Mehl
50g Speisestärke
ca. 80g Glühwein-Gelee
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Vanilleschote läng aufschlitzen, das Mark herauskratzen. Puderzucker in eine Schüssel sieben. Butter in Stücke schneiden und mit dem Vanillemark und einer Prise Salz zum Puderzucker geben. Mit den Knethaken des Handrührgeräts gut vermengen. Eigelbe zugeben und unterarbeiten. Mehl und Stärke nach und nach zugeben und erst mit den Knethaken des Handrührgeräts vermengen, dann mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden, besser aber über Nacht im Kühlschrank kaltstellen.

Eine Arbeitsfläche gut bemehlen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Teig portionsweise auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausrollen und Sterne (oder Kreise, Herzen, usw.) in zwei unterschiedlichen Größen ausstechen. Sterne auf die mit Backpapier ausgelegten Bleche setzen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen. Glühwein-Gelee glatt rühren und die noch warmen Plätzchen zusammensetzen. Dazu je einen kleineren Stern auf der Unterseite mit einem Klecks Glühwein-Gelee bestreichen und auf einen größeren Stern setzen. Plätzchen auf einem Gitter komplett auskühlen lassen. Fertige Plätzchen mit Puderzucker bestäuben und in Blechdosen aufbewahren.

Tipp: Die Plätzchen bleiben weich, wenn man einen Apfelschnitz mit in die Blechdose legt! Dabei aber darauf achten, dass der Apfelschnitz nicht direkt in Kontakt mit den Plätzchen kommt und regelmäßig kontrollieren, ob der Apfel noch gut ist oder verschimmelt.

Eine weitere Variante der Glühwein-Plätzchen in Form von Glühwein-Glocken gibt es heute auch bei Petra von Chili und Ciabatta!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Glühwein-Gelee: Weihnachtsmarkt-Feeling für den Frühstückstisch

Und weiter geht es mit der Weihnachtsbäckerei und Weihnachtsgeschenke-Produktion! Bei Kochfrosch Kathi habe ich ein Plätzchenrezept für Glühwein-Terrassenplätzchen gefunden, das mich gleich angesprochen hat. Aufgrund von Kathis Bemerkung, dass das für die Plätzchen verwendete Glühwein-Gelee auch so ganz hervorragend schmeckt, habe ich beim Nachbacken gleich mehr von dem Glühwein-Gelee gemacht und das Gelee in kleine Marmeladengläschen abgefüllt. Beim Einkochen roch es auch gleich wie beim Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt, und Kathi hat nicht zu viel versprochen: das Glühwein-Gelee schmeckt auch als Brotaufstrich ganz hervorragend und ist viel zu schade, um damit "nur" Plätzchen zusammen zu kleben!


Glühwein-Gelee
(ergibt ca. 250ml)

Zutaten:
400g Johannisbeergelee
1 ausgekratzte Vanilleschote (ohne Vanillemark)
4 Zimtstangen
4 Kapseln Sternanis
8 Gewürznelken
8 EL Rotwein

Zubereitung:
Johannisbeergelee mit der Vanilleschote, den Gewürzen und dem Rotwein in einen größeren Topf geben. Aufkochen und offen bei starker Hitze ca. 5 Minuten einkochen lassen. Zusammen mit den Gewürzen im Topf lauwarm abkühlen lassen, dann durch ein Sieb gießen und das Gelee ohne Gewürze in saubere, vorbereitete Gläser einfüllen.

Eventuell kann man sich das etwas schwierige Abgießen des Gelees durch ein Sieb ersparen, wenn man die Gewürze in einen Papier-Teebeutel füllt und dann einfach das Gewürzpäckchen wieder aus dem Topf entnimmt.


Das Glühwein-Gelee hat den Geschmackstest als Brotaufstrich beim Sonntagsfrühstück bereits bestanden :-)

Die Glühwein-Terrassen-Plätzchen habe ich natürlich auch noch gebacken, das Rezept dafür gibt es dann morgen. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Nikolaus-Tag!

Montag, 5. Dezember 2011

Rosenkohl-Curry mit Süßkartoffeln und Granatapfel

Nach Uwes Ode an den Rosenkohl war mir plötzlich auch dringend nach einem Gericht mit Rosenkohl. Ich esse eigentlich ganz gerne Rosenkohl, aber nur, wenn er nicht muffig schmeckt. Das erste Rosenkohl-Gericht, das ich ausprobiert habe, war dann auch nicht ganz zu meiner Zufriedenheit. Um den restlichen Rosenkohl zu verwerten, habe ich in meinen Kochbüchern nach interessanten Rezepten mit Rosenkohl gesucht - ohne Erfolg. Schließlich wurde ich auf der Webseite von "essen&trinken" fündig: Das Rosenkohl-Curry mit Süßkartoffeln und Granatapfel aus einer "essen&trinken für jeden Tag" hörte sich nach einer spannenden Kombination an. Und es war in der Tat ein Rosenkohl-Gericht ganz nach meinem Geschmack: frisch, schnell zubereitet, ohne den geringsten muffigen Beigeschmack! Und durch die gelben Süßkartoffeln, den grünen Rosenkohl und die roten Granatapfelkerne wird das Gericht auch noch optisch ansprechend. Ganz klar ein Rosenkohl-Lieblingsrezept!


Rosenkohl-Curry mit Süßkartoffeln und Granatapfel
(2 Portionen)

Zutaten:
30g frischer Ingwer
1 Zwiebel
300g Rosenkohl
2 Süßkartoffeln (ca. 400g)
1 EL Butter
1,5 TL Currypulver
200ml Kokosmilch
Salz
1 Limette
1/2 Granatapfel

Zubereitung:
Ingwer schälen und fein würfeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Rosenkohl putzen: die äußeren Blätter enfernen, Strunk dünn abschneiden, Rosenkohl waschen. Röschen je nach Größe halbieren oder vierteln. Süßkartoffel schälen und in kleine Würfel schneiden.

Butter in einem Topf erhitzen und Ingwer und Zwiebel darin ca. 2 Minuten andünsten. Rosenkohl und Süßkartoffeln zugeben, weitere 4 Minuten dünsten. Dann das Gemüse mit dem Currypulver bestäuben und kurz  rösten, dabei immer wieder umrühren. Mit Kokosmilch und Brühe ablöschen. Alles aufkochen und bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Derweil den Granatapfel quer halbieren und aus einer Hälfte die Kerne lösen. Wie man Granatapfelkerne ganz einfach herauslösen kann, ohne die ganze Küche mit dem roten Saft voll zu spritzen, wird hier erklärt. Die Limette halbieren und eine Hälfte mit einer Zitruspresse auspressen.

Das Curry mit Salz und 1 TL Limettensaft abschmecken. Rosenkohl-Curry portionsweise auf Teller geben und mit den Granatapfelkernen bestreut servieren.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Walnuss-Espresso-Cookies

Verfolger meiner Schöner Tag noch-Facebook-Seite wissen bereits Bescheid: schon letzte Woche waren  alle bisher gebackenen Weihnachtsplätzchen restlos aufgegessen. Dieses Wochenende war es also höchste Zeit, wieder Nachschub zu produzieren! Da mich das regnerische Wetter sowieso nicht gerade nach draußen gelockt hat, war Plätzchen backen ein sehr angenehmer Wochenend-Zeitvertreib... Als erstes habe ich Walnuss-Espresso-Cookies gebacken. Das Rezept stammt aus einem Alnatura-Rezeptheftchen vom letzten Jahr und ich habe mich bis auf die Verwendung von mehr Walnüssen und Nutella statt Zartbitter-Schokocreme ganz an das Originalrezept gehalten. Die nussigen Doppeldecker-Cookies sind ruckzuck gebacken. Nächstes Mal werde ich die einzelnen Kugeln noch deutlich kleiner machen, denn im Backofen gingen die Kügelchen ordentlich auf. Und wenn dann noch zwei große Kugeln mit Schokocreme zusammengesetzt werden, droht schon fast eine Maulsperre ;-) Außerdem sehen kleinere Cookies hübscher aus. Schmecken tun natürlich auch die größeren! 



Walnuss-Espresso-Cookies
(ergibt ca. 15 Plätzchen)

Zutaten:
100g weiche Butter
70g Rohrohrzucker
1 Ei (Größe M)
110g Dinkelmehl Type 1050
1 TL Weinsteinbackpulver
2 TL gemahlener Espresso
100g Walnusskerne
ca. 100g Nutella oder andere Schokocreme

Zubereitung:
Walnusskerne fein hacken. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig rühren. Backpulver und Mehl mischen, zusammen mit dem Ei zur Butter und dem Zucker geben und gut unterrühren. Espressopulver und 40g gehackte Walnusskerne unter den Teig rühren. Restliche gehackte Walnusskerne in einen tiefen Teller geben.

Mit den Händen aus dem Teig kleine, ca. haselnussgroße Kugeln formen. Der Teig ist recht weich, aber gut formbar. Teigkugeln in den restlichen gehackten Walnüssen wälzen und mit jeweils ca. 4cm Abstand auf das Backpapier setzen. Die Kugeln gehen im Backofen ordentlich auf!

Cookies im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen. Nutella mit einem kleinen Löffel etwas glatt rühren. Je einen Cookieboden mit einem Klecks Schokocreme bestreichen und einen zweiten Cookie daraufsetzen.

Walnuss-Espresso-Cookies in einer Blechdose aufbewahren.

Die nussigen Cookies sind mein Beitrag für die Initiative Sonntagssüß. Diese Woche werden die Beiträge bei Kathrin von lingonsmak gesammelt.

Ich wünsche euch noch einen schönen 2. Adventssonntag!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Weihnachtsgeschenke aus der Küche: Erdnusscreme mit Ahornsirup + Erdnuss-Cookies

Heute startet der Kulinarische Adventskalender vom Kochtopf aka "1x Umrühren bitte". Ich freue mich sehr, dass ich auch dieses Jahr wieder dabei bin und heute das 1. Türchen mit einem Beitrag für den Adventskalender befüllen darf.

Ich habe heute ein ebenso simples wie leckeres kulinarisches Weihnachtsgeschenk für euch vorbereitet, das ich in einer Ausgabe von "Living at Home" gefunden habe: selbstgemachte Erdnusscreme mit Ahornsirup! Diese leckere Creme ist in ca. 15 Minuten zubereitet und damit ein blitzschnelles kulinarisches Weihnachtsgeschenk. Und wer noch etwas mehr Zeit hat, bäckt mit einem Teil der selbstgemachten Creme gleich noch Erdnuss-Cookies und packt diese mit in das Geschenkkörbchen. Das Rezept für die leckeren Cookies könnt ihr dann gleich mit verschenken!


Erdnusscreme mit Ahornsirup
(ergibt ca. 1 Glas à 220ml)

Zutaten:
200g geröstete Erdnüsse ohne Salz
100ml Erdnussöl
4 EL Ahornsirup
Salz

Zubereitung:
Erdnüsse in einem Blitzhacker fein mahlen. Nach und nach das Erdnussöl und den Ahornsirup zugeben, bis eine geschmeidige Creme entstanden ist. Mit einer Prise Salz abschmecken. Erdnusscreme in ein vorbereitetes sauberes und trockenes Glas mit Schraubverschluss füllen. Nach Belieben mit Etiketten und Anhängern verzieren.

Die Erdnusscreme hält sich im Kühlschrank mindestens 6 Wochen. Sie schmeckt pur als Brotaufstrich, eignet sich aber auch prima als Backzutat für Plätzchen.


Ich habe gleich die doppelte Menge Erdnusscreme zubereitet und mit einem Teil der Creme Erdnuss-Cookies gebacken. Dafür habe ich zuerst ganz einfache Plätzchen nach diesem bewährten Rezept gebacken, die ich dann mit der Erdusscreme zu "Doppeldeckern" zusammengesetzt habe.

Mürbteigplätzchen 
(ergibt ca. 25 Stück)

Zutaten:
250g Mehl
1 TL Backpulver
75g Zucker
Salz
50g fein gemahlene Mandeln
1 Vanilleschote
1 Ei
125g Butter
Hagelzucker zum Bestreuen
ca. 75g Erdnusscreme
1 EL Honig

Zubereitung:
Mehl, Backpulver, Zucker, gemahlene Mandeln und eine Prise Salz miteinander vermengen. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark herauskratzen. Vanillemark zum Teig geben. Ei und Butter in kleinen Stücken zugeben und alles erst 2 Minuten mit den Knethaken des Handrührgeräts vermischen, dann mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 30 Minuten kaltstellen.

Derweil den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 3 mm dick auswellen. Mit einem runden Ausstecherle Plätzchen ausstechen und auf das Backpapier legen. Die Hälfte der Plätzchen mit Hagelzucker bestreuen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene in ca. 10-11 Minuten hellbraun backen.

Plätzchen aus dem Backofen holen und auf einem Kuchengitter leicht auskühlen lassen. Erdnusscreme mit Honig vermischen und die leeren Plätzchen mit der Creme bestreichen. Jeweils ein mit Hagelzucker bestreutes Plätzchen daraufsetzen. Plätzchen vollständig auskühlen lassen.

Zum Verschenken die Plätzchen in durchsichtige Plastiktütchen einpacken und mit einem hübschen Band und weihnachtlichen Anhängern verzieren. Viele hübsche Anhänger gibt es kostenlos zum Download, die "Frohes Fest"-Anhänger habe ich z.B. bei brigitte.de heruntergeladen.


Zur Ednusscreme gibt es auch noch eine nette Entstehungsgeschichte. Wusstet ihr, dass Erdnusscreme ursprünglich als Nahrung für zahnlose Sanatoriumspatienten erfunden wurde? Als "Erfinder" der Erdnusscreme gilt der Amerikaner John Harvey Kellog, der eine sehr interessante Vita aufweisen kann: Kellog war Mediziner und Anhänger der Adventisten. Er betrieb in Michigan ein bekanntes Sanatorium und war überzeugt davon, dass nahezu alle Krankheiten von Magen und Darm ausgehen, insbesondere von "falscher" Ernährung. Alle Patienten des Sanatoriums mussten sich deshalb vegetarisch ernähren und ihr Essen gründlichst kauen. Für seine Patienten entwickelte Kellog im Jahr 1894 sogar ein eigenes Produkt: die Kellog´s Cornflakes! Und für seine zahnlosen Patienten ließ er sich 1895 "Erdnussmehl" als Nahrungsmittel patentieren, was weitgehend mit der heutigen Erdnusscreme oder Erdnussbutter identisch ist. Die Erdnusscreme mit Ahornsirup ist also ein höchst gesundes Nahrungsmittel! ;-)

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist: in meiner Kategorie "Kulinarische Geschenke" habe ich noch mehr erprobte Ideen für selbstgemachte Geschenke aus der Küche gesammelt.


Ich wünsche allen Lesern eine schöne Adventszeit und viel Vergnügen mit den weiteren Türchen des kulinarischen Adventskalenders! 





Wie jedes Jahr gibt es auch noch ein Gewinnspiel mit Fragen zum Kulinarischen Adventskalender. Es winken tolle Preise - es lohnt sich also, alle Türchen zu öffnen!