Montag, 30. Januar 2012

Rotes Rindfleisch-Curry mit Möhren und Zuckerschoten

Am Wochenende war ich bei Freunden zum Essen eingeladen. Es gab etwas asiatisch angehauchtes aus dem Wok. Wann habe ich eigentlich meinen Wok das letzte Mal benutzt? Hmmm.... Höchste Zeit, ihn mal wieder hervorzuholen! Das passende Rezept für ein schnelles asiatisches Gericht habe ich wie so oft bei lecker.de gefunden: Das rote Rindfleisch-Curry mit Möhren und Zuckerschoten ist in der Zubereitung völlig unkompliziert und steht in knapp 30 Minuten fertig auf dem Tisch. Die Kombination aus knackigem Gemüse, zartem Fleisch und ordentlich Schärfe durch den großzügigen Einsatz roter Currypaste hat mich voll überzeugt - perfekte Feierabendküche für einen Montag voller Meetings und Telefonkonferenzen!  


Rotes Rindfleisch-Curry mit Möhren und Zuckerschoten
(für 2 Portionen)

Zutaten:
100g Basmati-Reis
Salz
2 Möhren
100g Zuckerschoten
4 kleine Maiskölbchen (ich habe welche aus dem Glas genommen)
3 EL Cashewkerne
300g Rinderhuft
1 EL Sesamöl
200ml Kokosmilch
1-2 TL rote Currypaste
Zitronensaft
frisches (Thai-)Basilikum

Zubereitung:
Reis in Salzwasser nach Packungsanweisung zubereiten. Derweil die Möhren schälen und putzen. Möhren längs halbieren und dann schräg in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten waschen, putzen (Spitze und Ende abschneiden und die Fäden abziehen) und einmal halbieren. Maiskölbchen abwaschen, längs halbieren.

Fleisch unter fließendem Wasser abwaschen und gründlich trocken tupfen. In dünne Streifen schneiden. Cashewkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Herausnehmen und Kerne grob hacken.

Sesamöl in einem Wok erhitzen. Fleisch darin unter Wenden kurz anbraten. Dann das Fleisch wieder herausnehmen. Möhren, Zuckerschoten sowie die Hälfte der Cashewkerne in den Wok geben und unter Rühren ca. 3 Minuten braten. Dann die Kokosmilch zugeben und die Currypaste einrühren. Maiskölbchen ebenfalls zugeben und alles 4 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen. Curry mit Zitronensaft und Salz würzen. Fleisch wieder in den Wok zum Gemüse geben und kurz darin schwenken. Zusammen mit dem Reis portionsweise auf Teller geben und mit dem Basilikum und den restlichen Cashewkernen bestreut servieren.

Ich habe normales Basilikum verwendet, weil ich das noch zuhause hatte. Passender ist natürlich Thai-Basilikum, das geschmacklich doch noch etwas raffinierter ist. Aber auch mit normalem Basilikum hat mir dieses feurige Curry sehr gut geschmeckt! 

Sonntag, 29. Januar 2012

Nachgebacken: Amarettini-Kirsch-Kuchen

Eigentlich wollte ich so schnell ja keinen Kuchen mehr backen. Aber dann hieß es "Kannst Du am Samstag bitte einen Kuchen mitbringen?", und natürlich konnte ich das ;-) Auf meiner Nachkochliste stehen auch einige vielversprechende Kuchenrezepte. Meine Wahl fiel auf den Amarettini-Kirsch-Kuchen vom Blog "Küchenzaubereien", da ich einen Kuchen mitbringen wollte, den man auch gut "auf die Hand" essen kann. Außer dass ich Butter statt wie im Originalrezept Margarine verwendet habe, habe ich nichts am Rezept geändert und war vom Ergebnis sehr angetan: ein wunderbar fluffiger Kuchen, der schnell angerührt ist und geschmacklich durch die Kombination von saftigen Kirschen und leichtem Mandelaroma (durch die Amarettini und den Amaretto) voll überzeugt! Vom mitgebrachten Kuchen blieb kein Krümel übrig und das Rezept wurde auch schon mehrfach nachgefragt - voilà, hier ist es!


Amarettini-Kirsch-Kuchen
(für eine Kastenform mit 30cm Länge)

Zutaten:
125g Butter
125g Zucker
3 Eier
250g Mehl
2,5 TL Backpulver
125ml Milch
2 EL Amaretto
1 großes Glas Sauerkirschen
50g Amarettini
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Alle Zutaten Zimmertemperatur nehmen lassen. Sauerkirschen in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Backofen auf 180 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform mit Butter einfetten und mit Paniermehl ausstreuen.

Amarettini in einen kleinen Gefrierbeutel füllen und mit dem Nudelholz zu Bröseln klopfen.

In Stücke geschnittene Butter in einer Rührschüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig rühren. Nach und nach den Zucker unterrühren. Eier einzeln zugeben und so lange rühren, bis sich Eier und Zucker gut mit der Butter vermischt haben. Amaretto ebenfalls unterrühren.

Mehl und Backpulver vermengen und abwechselnd mit der Milch unter die Eier-Butter-Mischung rühren. Wenn sich alles gut vermischt hat, mit einem Teigschaber die Amarettinibrösel und die abgetropften Kirschen unterheben. Alles in die vorbereitete Kastenform füllen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 60-70 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen unbedingt eine Stäbchenprobe machen: wenn kein Teig am Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen fertig! Bei mir war der Kuchen nach 55 Minuten innen noch total feucht, nach 70 Minuten war er fertig.

Kuchen in der Form 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.


Und natürlich stelle ich diesen Kuchen gerne auch auf die virtuelle Kuchentafel der Initiative Sonntagssüß! Heute sammelt Julie von mat&mi die Beiträge. Die Kuchentafel kann hier bei Pinterest bewundert werden. Greift zu ;-)


Freitag, 27. Januar 2012

Fruchtige Safran-Fleischbällchen mit Orangen-Gremolata

Gerade bin ich total auf dem Orangen-Trip. Die Orangen schmecken momentan aber auch toll: wunderbar saftig, leicht sauer... herrlich! Deswegen hat mich das Rezept für die Safran-Fleischbällchen mit Orangen-Gremolata auch direkt angesprochen, als ich gestern abend in der "essen und trinken"-Ausgabe 1/2012 geblättert habe. Und manchmal geht es dann ganz schnell, gleich heute abend gab es die fruchtigen Hackfleischbällchen in einem Sugo aus Tomaten, Sellerie, Karotten und Orangenfilets dann auch schon! Dazu eine frische Orangen-Gremolata - lecker! Das einzige, was ich etwas schade fand: den Safran, bei mir immerhin ein halbes Döschen Safranfäden, habe ich gar nicht herausgeschmeckt. Die Orange war bei diesem Gericht doch recht dominant. Dem Geschmack hat das aber nicht geschadet, mir hat es prima geschmeckt!


Fruchtige Safran-Fleischbällchen mit Orangen-Gremolata
(für 2 Portionen)

Zutaten:
3 Scheiben Toastbrot
1/2 Döschen Safranfäden
60ml Schlagsahne
250g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
Salz, Pfeffer
150g Staudensellerie
2 mittelgroße Karotten
1 Schalotte
2 Bio-Orangen
2 EL Öl
1 TL Zucker
1 Lorbeerblatt
1 kleine Dose geschälte Tomaten
4 Stängel Petersilie

Zubereitung:
Vom Toastbrot die Rinde rundherum entfernen. Toastbrotscheiben mit dem Messer grob zerkleinern, dann im Universalzerkleinerer zu feinen Bröseln mixen. In eine flache Schüssel füllen. Sahne mit den Safranfäden in einem kleinen Topf erwärmen. Über die Toastbrotbrösel gießen und 10 Minuten ziehen lassen.

In einer Schüssel das Hackfleisch mit dem Ei und den eingeweichten Safranbröseln vermischen. Kräftig salzen und pfeffern, dann von Hand kräftig zu einer homogenen Masse verkneten. Abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

Derweil die Karotten schälen, putzen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Sellerie waschen, putzen, ebenfalls längs halbieren und in feine Scheiben schneiden. Schalotte schälen und fein würfeln. Eine Bio-Orange heiß abwaschen, abtrocknen. 1 TL Orangenschale fein abreiben. Dann die Orange so dick schälen, dass die weiße Haut mit entfernt wird. Orangenfilets zwischen den Trennwänden herausschneiden. Austretenden Saft dabei nach Möglichkeit auffangen. Orangenfilets beiseite stellen. Die zweite Orange auspressen. 75ml Orangensaft abmessen.

Hände mit etwas Öl anfeuchten. Aus der Hackfleischmasse ca. 12-14 Bällchen formen, die etwas größer als Tischtennisbälle sind.

1 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Bällchen darin in 2 Fuhren bei mittlerer Hitze von zwei Seiten ca. 2 Minuten anbraten. Dann die Hackfleischbällchen wieder herausnehmen. Schalottenwürfel im Bratfett glasig dünsten. Karotte und Sellerie zugeben, ca. 3 Minuten braten. Dann den Zucker über das Gemüse streuen und karamellisieren lassen. Mit Orangensaft ablöschen, 2 Minuten köcheln lassen.

Das Lorbeerblatt mit einem Messer mehrfach einschneiden. Tomaten in der Dose mit einem Messer grob zerteilen. Tomaten zusammen mit dem Lorbeerblatt zum Gemüse geben und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Angebratene Fleischbällchen vorsichtig zurück in den Topf geben, dann die Hitze reduzieren und alles bei geringer Hitze zugedeckt 25 Minuten köcheln lassen.

Für die Orangen-Gremolata die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter fein hacken und mit dem Orangenschalenabrieb vermengen.

Sugo mit Salz, Pfeffer und eventuell mit Zucker abschmecken. Portionsweise in tiefe Teller füllen und großzügig mit der Orangen-Gremolata bestreut servieren. Wer mag, isst noch Baguette dazu.

Dienstag, 24. Januar 2012

Orecchiette mit Brokkoli und Thymian-Mandel-Pesto

Momentan habe ich ein kleines Formtief. Ich merke, dass ich in letzter Zeit zu viel Süßkram gegessen habe. Zu viel Süßes macht mich nach einer Weile träge und lustlos. Höchste Zeit also wieder für ein paar Gerichte mit viel Grünzeug und Power- natürlich gerne auch in Verbindung mit Pasta und feuriger Schärfe! Auf lecker.de habe ich das passende Rezept dafür gefunden: Orecchiette mit Brokkoli und Thymian-Mandel-Pesto, getoppt von Chili-Ciabatta-Croutons! Die scharfen Brotwürfel waren bei diesem Essen das raffinierte i-Tüpfelchen - sehr schön!


Orecchiette mit Brokkoli und Thymian-Mandel-Pesto
(für 2 Portionen)

200g Orecchiette (oder andere kleine Nudeln)
Salz
250g Brokkoli
5 Stängel Thymian
3-4 Stängel Petersilie
25g Parmesan am Stück
1 EL Mandelkerne ohne Haut (ich habe Mandelblättchen verwendet)
5 EL Olivenöl
1/2 frische Chilischote
1/2 Ciabatta-Brötchen

Zubereitung:
In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen. 

Derweil den Brokkoli waschen, putzen und in möglichst kleine Röschen teilen. Chilischote waschen, längs aufschlitzen, Kerne entfernen und die Schote in kleine Würfel schneiden. Ciabatta-Brötchen ebenfalls fein würfeln.

Das kochende Wasser salzen und die Nudeln zugeben. Nudeln nach Packungsanweisung al dente garen. 4-5 Minuten vor Ende der Nudel-Garzeit die Brokkoliröschen zugeben und mitkochen.

Derweil die Mandeln in einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Thymian und Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Parmesan fein reiben. Thymian, Petersilie, geröstete Mandeln und Parmesan mit4 EL Öl in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz würzen.

In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Ciabattawürfel darin goldbraun und knusprig anbraten. Chilischote zugeben und kurz mitbraten.

Nudeln und Brokkoli abgießen, abtropfen lassen. Mit dem Thymian-Mandel-Pesto vermengen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und mit den Chili-Croutons bestreut servieren.

Sonntag, 22. Januar 2012

Ziegenkäse mit Rosmarinhonig und Apfel-Confit

Ich mag ja eigentlich gar keinen Käse. Eine Ausnahme bilden Mozzarella, Feta und... Ziegenkäse. Ziegenkäse habe ich sowohl als Ziegenfrischkäse als auch als Weichkäse in den letzten Jahren für mich entdeckt und bin seitdem immer auf der Suche nach neuen, interessanten Rezepten mit Ziegenkäse. Schon länger steht auf meiner Nachkochliste ein Rezept aus einer älteren Ausgabe der "Living at Home", das auch online zu finden ist: Gratinierter Ziegenkäse mit Rosmarinhonig und Apfel-Confit. Dieses Wochenende war endlich die Gelegenheit da, das Rezept nachzukochen. Es passt als kleine Vorspeise in einem winterlichen Menü oder als schneller Snack zwischendurch. Mir hat die Kombination aus fruchtig-scharfem Apfel-Confit und weichem Ziegenkäse mit knuspriger Kruste sehr gut geschmeckt!


Gratinierter Ziegenkäse mit Rosmarinhonig und Apfel-Confit
(2-3 Portionen als Vorspeise)

Zutaten:
2 Äpfel (ca. 250g)
1/2 frische rote Chilischote
25g Zucker
1,5 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
ca. 80g Ziegenweichkäse (Rolle)
1 großer Zweig Rosmarin
1 EL Honig (flüssig)

Zubereitung:
Chili waschen, längs halbieren und die Kerne entfernen. Schote in feine Würfel schneiden. Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In nicht zu kleine Würfel schneiden.

In einem kleinen Topf Zucker, Chiliwürfel und Essig miteinander vermischen und aufkochen. Dann die gewürfelten Äpfel zugeben und bei kleiner bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren in ca. 10 Minuten weich kochen. Die Äpfel sollen aber nicht komplett zerfallen! Apfel-Confit mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad (Grillfunktion) vorheizen.
Rosmarin waschen, trocken schütteln. Einen kleinen Teil der Nadeln fein hacken und mit dem Honig vermischen. Restlichen Rosmarin etwas kleiner zupfen und auf einer ofenfesten Form verteilen. Ziegenkäse in Scheiben schneiden und die Ziegenkäsetaler auf das Rosmarinbett setzen. Ziegenkäse mit dem Rosmarinhonig beträufeln und unter dem heißen Backofengrill ca. 2-3 Minuten gratinieren.

Apfel-Confit portionsweise auf die Teller verteilen. Ziegenkäse aus dem Ofen nehmen, je einen Ziegenkäsetäler mit Rosmarin auf das Apfel-Confit setzen. Sofort servieren.


Und da das Gericht bei einigem guten Willen als weiß oder zumindest elfenbeinfarben durchgeht, ist es mein Beitrag für den "weißen Januar"! Als ich vor ein paar Wochen bei meinem Cousin Uwe zu Besuch war, erzählte er mir von seinem Plan, ein Farben-Kochbuch zu machen. Mittlerweile hat er das ganze als Blogevent "Cookbook of Colors" gestartet. Für den Monat Januar hat Uwe als Farbe "Weiß" vorgegeben. Ich fand die Idee sofort super spannend, auch wenn ich meine Gerichte meistens eher nach Geschmack als nach Farbe auswähle. Bei diesem Rezept passt jedoch beides, daher reiche ich es gerne für dieses spannende Blogevent ein!

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Donnerstag, 19. Januar 2012

Speck-Spaghetti

Also, irgendwie wird das dieses Jahr nicht so recht was mit dem Winter in Karlsruhe. Nach 2 knackig kalten, sonnigen Tagen zeigte das Thermometer heute zwar milde 8 Grad an. Durch den ständigen Regen und den heftigen Wind fühlte es sich aber deutlich kälter an, und es war den ganzen Tag so richtig nass-grau-ungemütlich. Da war mir abends dringend nach Futter für die Seele! Auf der Webseite von essen&trinken habe ich das perfekte Rezept für meine Soulfood-Bedürfnisse gefunden: die Speck-Spaghetti vereinen frische Zucchiniwürfel, knusprigen Speck und feurige Chili zu einem prima Wohlfühl-Abendessen, das in knapp 25 Minuten fertig auf dem Tisch steht. Da sieht die Welt schon wieder freundlicher aus... 


Speck-Spaghetti
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
1 rote Chilischote
3 Stängel Petersilie
1/2 TL getrockneter Oregano
1 mittlere Zucchini
1 EL Olivenöl
100g Schinkenspeck
60ml Weißwein
Salz, Pfeffer
200g Vollkorn-Spaghetti
ca. 50g Parmesan (am Stück)

Zubereitung:
Knoblauch und Zwiebel schälen und fein würfeln. Chilischote waschen, längs aufschlitzen, entkernen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und in Streifen schneiden. Zucchini waschen, putzen und in sehr feine Würfel schneiden. Speck ebenfalls in feine Würfel schneiden.

Spaghetti in einem großen Topf mit reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Speck darin bei mittlerer Hitze knusprig braten. Dann die Chilischote und die Zucchiniwürfel zum Speck geben und ca. 1 Minute mitbraten. Mit Weißwein ablöschen. Weitere 2-3 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Oregano und Petersilie zugeben und mit Pfeffer würzen.

Spaghetti abgießen, dabei 2-3 EL vom Nudelwasser auffangen. Spaghetti in der Pfanne mit der Sauce vermischen und das aufgefangene Nudelwasser unterrühren. Portionsweise in tiefe Teller füllen und nach Belieben mit Parmesanspänen oder frisch geriebenem Parmesan bestreut servieren.

PS: Warm ums Herz wird mir auch bei Caros tollem Give-away, habt ihr das schon gesehen? Ich drücke mir mal selbst kräftig die Daumen, dass eines dieser schicken Pfeffer- und Salz-Sets den Weg zu mir findet...

Montag, 16. Januar 2012

Sauer macht lustig: Grapefruit-Pasta mit knusprigem Parmaschinken

Hui, ist das kalt geworden! Heute morgen musste ich doch tatsächlich das erste Mal in diesem Winter die Fensterscheiben meines Autos vom Eis freikratzen. Höchste Zeit also, um das Immunsystem durch Vitaminzufuhr zu stärken! Da kam mir das Rezept gerade recht, das ich mal aus einer "Living at Home" vom Februar 2011 herausgerissen hatte: die Grapefruit-Pasta mit knusprigem Parmaschinken hörte sich nach einer vitaminreichen und leckeren Kombination an. Ich liebe die sauren Grapefruits und löffle sie im Winter auch gerne mit einer Prise Zucker pur zum Frühstück. Die Kombination von sauren Grapefruits mit bissfester Spaghetti, sämiger Carbonara und knusprigem Schinken musste ich daher unbedingt ausprobieren - und ich war sehr angetan!


Grapefruit-Pasta mit knusprigem Parmaschinken
(2 Portionen)

Zutaten:
1 rosa Grapefruit
200g Spaghetti
Salz, Pfeffer
4 dünne Scheiben Parmaschinken (oder Coppa)
1 EL Öl
150ml Schlagsahne
3-4 Stiele frischer Basilikum
1 TL Gemüsebrühenpaste (oder Instant-Gemüsebrühe)
2 frische Eigelb

Zubereitung:
Grapefruit unter heißem Wasser gründlich abspülen. Trocken reiben. Schale fein abreiben, dann die übrige Schale mit einem scharfen Messer mitsamt der weißen Haut abschneiden. Grapefruit-Filets zwischen den Trennwänden herausschneiden, Grapefruit-Saft dabei nach Möglichkeit auffangen. Trennwände gründlich ausdrücken, Saft auffangen. 30ml davon abmessen. 

Spaghetti nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen. Derweil in einer Pfanne das Öl erhitzen. Den Parmaschinken mit den Händen in grobe Stücke zupfen. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten im Öl knusprig braten. Schinkenstücke aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Basilikum waschen und trocken schütteln. In einem Topf die Sahne mit der Hälfte des Basilikums und der Gemüsebrühenpaste langsam bei mittlerer Hitze aufkochen. Schluckweise den abgemessenen Grapefruitsaft zugeben und unterrühren, als letztes die fein abgeriebene Grapefruitschale zugeben. Basilikum wieder aus der Sahne herausnehmen. Sahne kräftig mit Pfeffer würzen. 

Eigelbe in einer kleinen Schüssel verquirlen. 1-2 EL von der heißen Sahne unterrühren, dann die Ei-Mischung zur restlichen Sahne in den Topf geben und gut untermischen. Die Grapefruit-Sahne darf jetzt nicht mehr kochen! 

Spaghetti in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen. Pasta mit der Sauce, den Grapefruitfilets und dem knusprigen Parmaschinken vermischen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und mit dem restlichen Basilikum garniert servieren.

Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Sahnesaucen oder Spaghetti Carbonara, aber diese sauer-fruchtig-frische Version hat mir sehr gut geschmeckt. Und wer jetzt Lust auf  weitere Spaghetti-Carbonara-Varianten hat, dem kann ich gleich noch die Tagliatelle mit Vanille-Carbonara und Ackersalat empfehlen!

Donnerstag, 12. Januar 2012

Scharfes Backofengemüse mit Zimt-Tomaten und Dattel-Minz-Joghurt

Sommers wie Winters esse ich liebend gerne Backofengemüse. Auf der Webseite von Living at Home habe ich eine winterliche und leicht orientalisch angehauchte Variante für scharfes Backofengemüse mit Zimt-Tomaten und Dattel-Minz-Joghurt gefunden, das meinen Mann und mich als leichtes, leckeres Abendessen voll überzeugt hat! Zwar dauert die Zubereitung knapp eine Stunde, aber die meiste Zeit davon schmort das Gemüse im Backofen vor sich hin, ohne dass man etwas tun muss. 


Das durch die Zugabe von einer getrockneten Chilischote leicht scharfe Backofengemüse harmoniert prima mit den Zimt-Tomaten mit roten Linsen und dem erfrischenden Joghurtdip mit Datteln, Feta und Minze.


Scharfes Backofengemüse mit Zimt-Tomaten und Dattel-Minz-Joghurt
(2 Portionen)

Zutaten:
2 Karotten
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
1 getrocknete Chilischote
1 Knoblauchzehe
2 Kapseln Kardamom
1/2 Limette
4 EL Orangensaft
5 EL Olivenöl
Salz
1 kleine Zwiebel
1 Zimtstange
75g rote Linsen
125ml Gemüsebrühe
1 kleine Dose geschälte Tomaten
1/2 TL brauner Zucker
3 entsteinte Datteln
75g Fetakäse
100g Naturjoghurt (3,5% Fett oder mehr)
3 Stiele Minze

Zubereitung:
Karotten putzen, schälen und Scheiben schneiden. Zucchini waschen,  längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Aubergine waschen, Strunk entfernen, längs vierteln und in dünne Scheiben schneiden.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. 2 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Gemüse darin portionsweise jeweils ca. 8 Minuten anbraten.

Derweil Knoblauch schälen und fein hacken. Chilischote ebenfalls fein hacken. Kardamomkapseln zerdrücken und den Kardamom aus den Kapseln lösen. Limette auspressen. Kardamom im Mörser zerstoßen und mit der Chilischote, dem Knoblauch, dem Limettensaft, dem Orangensaft und 1 EL Öl verrühren, mit Salz würzen. Mit dem angebratenen Gemüse mischen und in eine feuerfeste Form füllen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten garen.

Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln darin mit der Zimtstange anbraten. Linsen und Gemüsebrühe zugeben und bei mittlerer Hitze 5 Minuten dünsten. Tomaten in der Dose kleinschneiden und mit dem Zucker zu den Linsen geben. Mit Salz würzen. Weitere 10 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze garen, dabei gelegentlich umrühren.

Die Datteln fein würfeln. Feta ebenfalls fein würfeln. Minze waschen, trocken schütteln und fein hacken. Joghurt mit Datteln, Feta und Minze vermengen und mit Salz würzen.

Backofengemüse mit den Zimt-Tomaten und dem Dattel-Minz-Joghurt servieren.

Dienstag, 10. Januar 2012

Gnocchi-Pfanne mit Rosenkohl

So, nach dem mächtigen (und mächtig leckeren) Chai Winter Cheesecake gibt es heute wieder was Deftiges! Ich hatte mal wieder Lust auf Rosenkohl. Auf der Suche nach einem interessanten Rezept bin ich auf der essen & trinken Homepage auf die Gnocchi-Pfanne mit Rosenkohl gestoßen. Im Original werden fertige Gnocchi aus dem Kühlregal verwendet, ich habe die Gnocchi aber nach einem bewährten Rezept aus dem  Kochbuch "Gut gekocht" von Cornelia Schinharl selbst gemacht, wie auch schon bei der Gnocchi-Pfanne mit Mirabellen und Tiroler Speck. Dadurch wird das Gericht einen Tick aufwändiger, schmeckt aber um Längen besser - der Aufwand lohnt sich also! Mir hat die Kombination aus fluffigen Gnocchi, fruchtigen Tomaten, würzigem Salbei und Rosenkohl prima geschmeckt.


Gnocchi-Pfanne mit Rosenkohl
(2 Portionen)

Zutaten:
Für die Gnocchi:
400g Kartoffeln (mehlig kochende oder vorwiegend festkochende)
70g Mehl
70g Hartweizengrieß
1 kleines Ei
Salz
Für das Gemüse:
250g Rosenkohl
Salz, Pfeffer
30g Pinienkerne
75g getrocknete Tomaten in Öl
3 Stiele Salbei
1 EL Butter
Muskat

Zubereitung:
Zunächst die Gnocchi zubereiten. Dazu die Kartoffeln mit Schale in wenig Wasser in 20 Minuten weich kochen. Kartoffeln abgießen, noch heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein zerstampfen. Kartoffelmasse abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm ist.

Mehl, Hartweizengrieß, lauwarme Kartoffelmasse, 1 Ei und 1/2 Teelöffel Salz miteinander vermischen und zu einem geschmeidigem Teig verkneten. Er sollte weich sein, aber nicht an den Fingern kleben. Eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und den Teig portionsweise zu etwas mehr als daumendicken Rollen formen und in jeweils 2 cm lange Stücke schneiden. Wer mag, taucht noch die Zinken einer Gabel in etwas Mehl und drückt den Gnocchi damit auf beiden Längsseiten Rillen ein. Gnocchi auf ein mit Mehl bestäubtes Handtuch legen und mindestens eine Stunde trocknen lassen.

Derweil den Rosenkohl putzen: Welke Blättchen abzupfen, Strunk abschneiden, Röschen unter fließendem Wasser abspülen und die Röschen je nach Größe halbieren oder vierteln. Rosenkohl in einem Topf mit kochendem Salzwasser ca. 7 Minuten blanchieren. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Tomatenscheiben aus dem Öl nehmen, abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Salbeiblätter von den Stielen zupfen und mit Küchenpapier sauber tupfen. Blanchierten Rosenkohl abgießen.

Die Gnocchi in einen großen Topf mit kochendem Salzwasser einlegen und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen.

Butter in einer Pfanne erhitzen. Rosenkohl, getrocknete Tomaten, Pineinkerne und Salbei darin erhitzen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebenem Muskat würzen. Abgetropfte Gnocchi untermischen und alles portionsweise in tiefe Teller füllen. Sofort servieren.

Sonntag, 8. Januar 2012

Chai Winter Cheesecake - winterlicher Käsekuchen mit Chaigewürz

Obwohl ich schon zahlreiche Weihnachts-Sonderhefte und Plätzchen-Sonderausgaben diverser Zeitschriften besitze, habe ich auch Weihnachten 2011 wieder das "Lecker Christmas Special" gekauft. Daraus habe ich zwar für Weihnachten nichts gekocht oder gebacken, aber immerhin habe ich daraus das Rezept für den Silvester-Aperitif, den Crémant mit Granatapfel , übernommen. Und als ich nach einem winterlichen Kuchen gesucht habe, den ich dieses Wochenende zur Geburtstagsfeier einer Freundin mitbringen wollte, stach mir in eben diesem Heft ein Chai Winter Cheesecake nach einem Rezept von Cynthia Barcomi ins Auge. Dieser winterliche Käsekuchen mit Chaigewürz sah auf dem Foto im Heft so unverschämt lecker aus, dass ich mal großzügig über die enthaltenen 700g (!!) Frischkäse, 250g Mascarpone (!) sowie die Amarettini, Cantuccini und Löffelbiskuits hinweg gesehen habe. Und dann noch eine Glasur aus Schokolade und Sahne oben drauf! Alle, die gerade gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben und abnehmen wollen, bitte mal wegschauen...


Für alle anderen kommt hier das Rezept für einen Kuchen, der ebenso gut schmeckt, wie er sich anhört! Der Kuchen benötigt einiges an Vorlaufzeit und lässt sich nicht so eben zwischen Tür und Angel backen. Mit genügend Zeit ist die Zubereitung aber völlig unkompliziert.

Chai Winter Cheesecake
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Boden:
50g Butter
50g Amarettini
50g Löffelbiskuits
50g Cantuccini
35g kandierter Ingwer
Für die Füllung:
700g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
250g Mascarpone
150g Zucker
1 Bio-Orange
4 Eier
2,5 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlener Ingwer
1 TL gemahlener Kardamom
1/4 TL gemahlener weißer Pfeffer
1 Prise Muskat
1 Prise gemahlene Nelken
2 EL Speisestärke
Für die Glasur:
120g Zartbitterschokolade
125g Schlagsahne

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad (Unterhitze) vorheizen. Als erstes den Boden zubereiten. Dafür die Butter in einem kleinen Topf auf dem Herd schmelzen. Die verschiedenen Kekse und den kandierten Ingwer in einem Universalzerkleinerer zu feinen Bröseln zermahlen. Mit der geschmolzenen Butter verkneten und den Mix auf dem Boden einer Springform verteilen. Brösel gut andrücken und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 9 Minuten backen. Dann die Springform aus dem Ofen nehmen und ca. 15 Minuten abkühlen lassen. Zwei Bahnen Alufolie über Kreuz legen und die Springform damit abdichten, da der Cheesecake im Wasserbad gebacken wird und kein Wasser in die Form eindringen soll.

Jetzt geht es an die Füllung. Dafür Frischkäse und Mascarpone mit den Quirlen des Handrührgeräts kurz vermengen. Bio-Orange heiß abwaschen, trocken reiben und die Schale fein abreiben. Mit dem Zucker unter die Frischkäse-Mascarpone-Mischung rühren. Eier einzeln zugeben, jedes gut mit dem Handrührgerät unterrühren. Alle Gewürze miteinander vermischen und zur Frischkäsemasse geben. Als letztes die Speisestärke unterrühren. Backofen wieder auf 180 Grad Unterhitze vorheizen.

Füllung auf dem abgekühlten, vorgebackenem Keksboden verteilen und glatt streichen. Mit Alufolie abgedichtete Springform in die tiefe Fettpfanne des Backofens stellen und ca. 1-2 cm hoch heißes Wasser angießen. Backblech vorsichtig in die mittlere Schiene des Backofens einschieben und ca. 1 Stunde backen. Zwischendurch gelegentlich prüfen, ob noch mindestens 1 cm hoch Wasser im Backblech ist, gegebenenfalls heißes Wasser nachfüllen.

Zum Ende der Backzeit ist der Cheesecake noch leicht weich, das ist aber richtig so! Er wird später beim Abkühlen fest. Kuchen aus dem Ofen nehmen, die Alufolie entfernen und den Cheesecake in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Nach 20 Minuten mit einem dünnen Messer am Springformenrand entlang fahren und den Kuchen vom Rand lösen, damit er beim Abkühlen nicht aufreißt.

Für die Glasur die Schokolade fein hacken und in eine Schüssel geben. Sahne aufkochen, über die gehackte Schokolade geben und mit einem Schneebesen vermengen, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist. Dann die Schüssel abgedeckt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, bis die Schokoladensahne eine dickflüssige Konsistenz angenommen hat - bei mir hat das fast zwei Stunden gedauert! Wenn die Glasur die richtige Konsistenz hat, auf dem abgekühlten Cheesecake verstreichen. Den Kuchen jetzt mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, dann abgedeckt mindestens 6 Stunden im Kühlschrank kühlen. Dass der Kuchen zunächst bei Zimmertemperatur auskühlt, ist wichtig, denn wenn er sofort in den Kühlschrank gestellt wird, weicht der Keksboden durch.


Der Chai Winter Cheesecake schmeckt unglaublich lecker, ist aber auch unglaublich mächtig! Am besten nur kleine Stücke abschneiden und das Abendessen gleich ausfallen lassen...

Mein Beitrag für die Initiative Sonntagssüß! Diese Woche wird das Pinterest-Board bestückt von Julie von mat & mi.

Freitag, 6. Januar 2012

Geeiste Kardamom-Creme mit Sauerkirschen und Milchschaumhaube

Heute kommt das Finale unseres Silvester-Menüs! Als Dessert gab es eine geeiste Kardamom-Creme mit Sauerkirschen und Milchschaumhaube. Ich hatte eigentlich ein anderes Dessert geplant, das jedoch beim Probekochen nicht überzeugt hat. So musste ich auf die Schnelle eine Dessertalternative finden und habe mich für die Kardamom-Creme aus dem Kochbuch "Dolci" entschieden. Leider hatte ich keine Zeit, um die Kardamom-Creme vorab schon mal auszuprobieren, sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch mal für ein anderes Dessert entschieden. Denn die Kardamom-Creme hat zwar ganz gut geschmeckt, aber im Verhältnis zum Aufwand war das Ergebnis eher mittelprächtig. Andere Desserts wie das Amaretti-Zimtparfait mit Kirschragout oder das Semifreddo mit Kürbiskernkrokant haben mir da weitaus besser gefallen. Fazit also zur Kardamom-Creme: geschmacklich durchaus in Ordnung, für ein Menü auch gut im Voraus vorzubereiten, aber es gibt definitiv raffiniertere Desserts! Der Vollständigkeit halber kommt hier das Rezept für euch.


Geeiste Kardamom-Creme mit Sauerkirschen und Milchschaumhaube
(für 4 kleine Portionen)

Zutaten:
100ml Apfelsaft
75g Zucker
5 Kardamomkapseln
3 Eigelb
1 EL Crème fraiche
1 Eiweiß
150g entsteinte Sauerkirschen
1/2 Vanilleschote
125ml Milch
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung:
In einem kleinen Topf den Apfelsaft mit 60g Zucker aufkochen. Kardamomkapseln andrücken und zum Apfelsaft in den Topf geben. Topf vom Herd nehmen und den Apfelsaft mit dem Kardamom abgedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann den Apfelsaft durch ein Sieb abgießen. Kardamomkapseln wegwerfen, Apfelsaft etwas abkühlen lassen. 

Eigelbe mit dem Kardamom-Apfelsaft in einer Metallschüssel im heißen Wasserbad schaumig schlagen. Ich habe das mit dem Schneebesen gemacht - nach 3 Minuten musste mein Mann das kräftige Rühren übernehmen ;-) Wenn die Creme schaumig ist, die Crème fraiche unterrühren, die Metallschüssel in ein kaltes Wasserbad setzen und nochmals kurz schlagen.

In einem hohen Gefäß das Eiweiß mit 1 TL Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Vorsichtig unter die  Kardamom-Eigelb-Masse heben. 

Creme auf gefriergeeignete Förmchen (oder Tassen) verteilen und mindestens 2 Stunden im Tiefkühlschrank gefrieren lassen.

Die Kirschen aus dem Glas durch ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Dabei den Saft auffangen! Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. 3 EL vom Kirschsaft mit 1 TL Zucker und dem Vanillemark in einem kleinen Topf aufkochen. Dann die Kirschen dazugeben und unter gelegentlichem Rühren einkochen lassen, bis die Kirschen mit dem Saft und dem Zucker glasiert sind.

Vor dem Servieren die Milch erwärmen und mit einem Milchschäumer aufschäumen. Die warmen Kirschen auf der geeisten Kardamom-Creme verteilen, mit Milchschaum garnieren und mit  Kakaopulver bestäuben. Sofort servieren!

So, das waren nun alle Rezepte unseres Silvester-Menüs. In den nächsten Tagen geht es dann wieder mit alltagstauglichen Rezepten weiter! Ich wünsche allen, bei denen heute ebenfalls Feiertag ist, ein schönes langes Wochenende. Und die anderen, die heute arbeiten müssen, haben es ja auch bald geschafft ;-)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Gewürz-Rinderfilet mit selbstgemachten Nuss-Spätzle und Rotkraut

Heute zeige ich euch die Hauptspeise unseres Silvester-Menüs: Gewürz-Rinderfilet mit selbstgemachten Nuss-Spätzle und Rotkraut. Das Rezept habe ich aus einer alten Ausgabe der "Living at Home" (Oktober 2009) herausgerissen. Das Gewürz-Rinderfilet ist super gelungen und hat allen sehr gut geschmeckt. Es war innen tiefrosa und wunderbar zart. Die Nuss-Spätzle dagegen haben meine Erwartungen nicht 100% erfüllt, der Nuss-Geschmack kam gar nicht so durch, wie ich das erwartet hatte. Schade!

Das Rotkraut habe ich nach einem bewährten Rezept aus der "Lecker" (Ausgabe 11/2008) zubereitet. Rotkraut und Spätzle konnte ich schon nachmittags vorbereiten: Das Rotkraut habe ich nachmittags fast fertig geschmort und dann abends nur noch erneut erwärmt und abgeschmeckt. Die Spätzle habe ich ebenfalls schon nachmittags geschabt, nach dem Garen mit kaltem Wasser abgeschreckt, gut abtropfen lassen und dann mit Frischhaltefolie abgedeckt beiseite gestellt. Abends habe ich die Spätzle dann nur noch in Butter geschwenkt. Das Rinderfilet habe ich erst abends, bevor ich die Vorspeise serviert habe, angebraten und in den Ofen geschoben.


Gewürz-Rinderfilet mit selbstgemachten Nuss-Spätzle und Rotkraut
(für 4-5 Portionen)

Zutaten:
Für das Gewürz-Rinderfilet:
250ml trockener Rotwein
125ml Rotwein-Essig
1 TL Wacholderbeeren
1 EL Pfefferkörner
2 Gewürznelken
2 Lorbeerblätter
1 Zimtstange
1 Bund Suppengemüse
800g Rinderfilet
2 EL Butterschmalz
1 EL Tomatenmark
2 EL Puderzucker
300ml Gemüsebrühe
3 EL kalte Butter
Salz, Pfeffer
Für die Nuss-Spätzle:
75g gemahlene Haselnüsse
300g Mehl
4 Eier
2 EL Butter
Für das Rotkraut:
1 kleiner Rotkohl
2 Zwiebeln
2 EL Butterschmalz
1 Lorbeerblatt
1 TL Wacholderbeeren
1 Zimtstange
200ml Rotwein
6 EL Apfelessig
3 EL Zucker
Salz
2 säuerliche Äpfel
1 TL Speisestärke
4 EL Johannisbeergelee

Zubereitung:
2 Tage vor dem Essen wird das Rinderfilet eingelegt. Dafür den Rotwein mit Essig, 125ml Wasser und den Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Gewürznelken, Lorbeerblättern und der Zimtstange kurz aufkochen, dann abkühlen lassen. Rinderfilet trocken tupfen. Das Suppengemüse putzen, grob würfeln und mit dem Fleisch in die Gewürzbeize legen. 2 Tage marinieren lassen, dabei das Fleisch gelegentlich wenden.

Für das Rotkraut den Rotkohl putzen: äußere Blätter abmachen und wegwerfen. Den Kohl waschen, vierteln und den Strunk herausschneiden. Kohl mit einem Messer in dünne Streifen schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden.

In einem großen Topf (ich habe den größten Topf verwendet, den ich besitze!) das Butterschmalz erhitzen. Die Zwiebeln darin glasig dünsten, dann Rotkohl, Lorbeer, Wacholderbeeren und Zimtstange zugeben und unterrühren. Wein, Essig, Zucker und 2 TL Salz hinzufügen. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Rotkraut zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde schmoren. Dabei immer wieder umrühren und eventuell etwas Wasser  zugeben, damit das Rotkraut nicht anbrennt.

Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Äpfel in Würfel schneiden und nach 15 Minuten Garzeit unter das Rotkraut mischen.

Rinderfilet aus der Beize nehmen und trocken tupfen. Suppengemüse durch ein Sieb abgießen. Marinade und Gemüse aufheben! Den Backofen auf 120 Grad vorheizen. In einer großen Pfanne 2 EL Butterschmalz erhitzen und das Fleisch darin bei starker Hitze von allen Seiten jeweils ca. 4 Minuten anbraten. Die Dauer hängt von der Dicke des Filets ab! Meines war sehr dick. Ein schmales Filet sollte kürzer angebraten werden. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, in Alufolie wickeln und ca. 45-50 Minuten auf der mittleren Schiene im Backofen fertig garen. Das Fleisch ist fertig, wenn es auf leichten Druck nachgibt. Es soll innen tiefrosa sein. Meines war nach 50 Minuten im Backofen perfekt.

Für die Nuss-Spätzle die gemahlenen Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Auskühlen lassen. Haselnüsse, Mehl und eine Prise Salz in einer Schüssel mischen. Dann die Eier und 200ml lauwarmes Wasser mit einem Holzlöffel kräftig unterrühren und den Teig so lange kräftig schlagen, bis er Blasen wirft. Dann den Teig 15 Minuten ruhen lassen.

In der Rinderfilet-Pfanne das abgetropfte Suppengemüse mit dem Tomatenmark anbraten. Puderzucker darüber streuen, kurz weiterbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und das Gemüse in ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze etwas weich kochen. Dann die Hitze wieder erhöhen und die Flüssigkeit bei starker Hitze einkochen lassen. Langsam 250ml von der Rinderfilet-Beize zugießen und ebenfalls einkochen lassen. Dann alles durch ein feines Sieb abgießen. Suppengemüse wegwerfen. Sauce in einen kleinen Topf umfüllen und warm halten.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen. Spätzleteig in eine Spätzlepresse füllen oder über ein Spätzlebrett in das kochende Wasser schaben. Spätzle sofort mit einer Schöpfkelle mit Löchern darin herausnehmen und abtropfen lassen, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen. Wenn die Spätzle schon einige Zeit vor dem Verzehr zubereitet werden, Spätzle nach dem Herausnehmen kalt abschrecken, gut abtropfen lassen und dann mit Frischhaltefolie abgedeckt auf einer Platte aufbewahren.

Zum Ende der Rotkraut-Schmorzeit 1 TL Stärke mit 1 EL Wasser glatt rühren und die im Topf befindliche Flüssigkeit damit binden. Das Johannisbeergelee unterrühren und das Rotkraut mit Essig, Zucker und Salz abschmecken.

Fleisch aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen. Derweil 2 EL Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die gekochten und gut abgetropften Spätzle darin schwenken. 3 EL kalte Butter unter die Sauce rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Filet in Scheiben schneiden, portionsweise mit den Nuss-Spätzle, dem Rotkraut und der Sauce servieren.


Für dieses Gericht habe ich übrigens das erste Mal Spätzle selbst mit einem Spätzlebrett geschabt. Bisher hatte ich immer eine Spätzlepresse verwendet, aber eine echte Schwäbin schabt die Spätzle natürlich! Damit konnte ich dann auch gleich eines meiner Weihnachtsgeschenke einweihen, von meinen Eltern habe ich nämlich unter anderem dieses Spätzlebrett und einen Spätzleschaber geschenkt bekommen :-)

Und morgen gibt es das Finale unseres Silvestermenüs: eine geeiste Kardamom-Creme mit Sauerkirschen und Milchschaumhaube!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Sellerie-Süppchen mit Petersilien-Knoblauch-Öl und Brotcroutons

Als Vorspeise habe ich im Silvester-Menü ein Sellerie-Süppchen mit Petersilien-Knoblauch-Öl und Brotcroutons serviert. Die Suppe lässt sich prima vorbereiten. Das Petersilien-Knoblauch-Öl habe ich schon nachmittags zubereitet, ebenso wie die Suppe, die ich schon nachmittags gekocht, aber nicht püriert habe. Abends habe ich nur noch die Brot- und Selleriecroutons geröstet, die Suppe aufgekocht, püriert und alles angerichtet. Das Petersilien-Knoblauch-Öl macht die ansonsten recht bodenständig-erdige Suppe zu einem feinen Süppchen und hat mir und unseren Gästen sehr gut geschmeckt! Das Rezept ist mir gleich aufgefallen, als ich die aktuelle Ausgabe der "Lecker 1/2012" durchgeblättert habe, und hat mich mal wieder voll überzeugt.


Sellerie-Süppchen mit Petersilien-Knoblauch-Öl und Brotcroutons
(für 4 Portionen als Hauptspeise oder 6 Portionen als Vorspeise)

Zutaten:
200g kleine getrocknete weiße Bohnenkerne
1 Zwiebel
1 Sellerieknolle (ca. 900g)
3 EL Butter
Salz, Pfeffer
200g Schlagsahne
1 große Scheibe Roggen-Mischbrot
3 Stiele Petersilie
1 Knoblauchzehe
3 EL Zitronensaft
1/4 TL Kreuzkümmel
1 Prise Chilipulver
5 EL Olivenöl

Zubereitung:
Bereits am Vortag die Bohnen in eine Schüssel füllen und gut mit Wasser bedecken. 12 Stunden einweichen lassen.

Am nächsten Tag die Bohnen durch ein Sieb abgießen, Einweichwasser wegschütten. Bohnen in einem Topf mit 1 Liter Wasser aufkochen und bei schwacher bis mittlerer Hitze in ca. einer Stunde weich köcheln.

Für das Petersilien-Knoblauch-Öl die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter grob hacken. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Petersilie und Knoblauch mit dem Zitronensaft in ein hohes Gefäß geben. Mit Kreuzkümmel, Chilipulver und Salz würzen. Alles mit dem Stabmixer fein pürieren, dabei nach und nach das Olivenöl zugeben.

Die Zwiebel schälen und würfeln. Sellerie putzen, waschen und nicht zu fein würfeln. 4 EL Selleriewürfel für die Einlage beiseite legen.

In einem großen Topf 2 EL Butter erhitzen. Zwiebeln und Sellerie darin andünsten. Die gegarten Bohnen mitsamt dem Kochwasser zugeben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, mit 1l Gemüsebrühe und der Sahne ablöschen. Einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Derweil für die Brotcroutons das Brot fein würfeln. In einer Pfanne 1 EL Butter erhitzen. Beiseite gelegte Selleriewürfel darin ca. 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anrösten. Dann die Brotwürfel zugeben und weitere 3-4 Minuten rösten. Brotcroutons und Selleriewürfel salzen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Suppe mit dem Stabmixer möglichst fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Suppe portionsweise in tiefe Teller füllen, mit den Croutons bestreuen und das Petersilien-Knoblauch-Öl darüber träufeln.

Und morgen geht es weiter mit der Hauptspeise unseres Silvester-Menüs: Gewürz-Rinderfilet mit selbstgemachten Nuss-Spätzle und Rotkraut!

Dienstag, 3. Januar 2012

Silvester-Gruß aus der Küche: Datteln mit Minze-Frischkäsecreme und karamellisierten Ingwer-Walnüssen

Heute geht es wie angekündigt weiter mit unserem Silvestermenü! Nach dem Aperitif gab es erst mal einen kleinen Gruß aus der Küche: Datteln mit Minze-Frischkäsecreme und karamellisierten Ingwer-Walnüssen. Und ich war von diesem Amuse gueule total begeistert. Die Mischung aus süßer Dattel, minziger Creme und der leicht scharf-süßen Walnuss schmeckt einfach umwerfend! 

Das Rezept stammt aus dem "Living at Home"-Sonderheft "Gäste & Feste" und schießt sofort in die Riege meiner Lieblingsrezepte. Es lässt sich prima vorbereiten und macht sowohl optisch als auch geschmacklich was her. Und psst, für mich war dieser Gruß aus der Küche der heimliche Star des Menüs ...


Datteln mit Minze-Frischkäsecreme und karamellisierten Ingwer-Walnüssen
(für 4 Portionen als Gruß aus der Küche)

Zutaten:
8 Datteln
4 Walnusskern-Hälften
1 Stück frischer Ingwer (ca. 1 cm)
1 EL Zucker
50g Frischkäse
Salz
2-3 Stiele Minze

Zubereitung:
Ingwer schälen und ganz fein würfeln. Walnüsse der Länge nach halbieren und in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten. Zucker und fein geschnittenen Ingwer dazugeben, mit den Walnüssen verrühren. So lange rühren, bis der Zucker gerade so geschmolzen und flüssig ist. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und die Walnüsse auf einem Teller vollständig abkühlen lassen.

Datteln entsteinen. Minze waschen, trocken schütteln und Blätter von den Stängeln zupfen. Dabei 4 Minzeblätter für die Deko beiseite legen. Die restlichen Minzeblätter fein hacken. Frischkäse mit einer Prise Salz und der gehackten Minze verrühren. Minze-Creme in die entsteinten Datteln füllen. Jede Dattel mit einer karamellisierten Walnuss belegen. Mit Minze garniert servieren und jeden Bissen genießen!

Und morgen geht es hier weiter mit der Vorspeise unseres Silvester-Menüs, einem Sellerie-Süppchen mit Petersilien-Knoblauch-Öl und Brotcroutons!

Montag, 2. Januar 2012

Silvester-Aperitif: Crémant mit Granatapfel

Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht und habt das alte Jahr gebührend verabschiedet? Unser Jahr 2011 ging auf jeden Fall sehr lecker und lustig zu Ende. Wir hatten liebe Freunde zu Besuch und ich durfte endlich mal wieder ein ganzes Menü mit 3 Gängen, Gruß aus der Küche, Aperitif und allem drum und dran zubereiten. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht! Auch wenn ich an Silvester ab 12 Uhr fast ununterbrochen in der Küche stand - das war es definitiv wert!


Um unsere Gäste zu begrüßen, habe ich als Aperitif und Begrüßungsdrink Crémant mit Granatapfel serviert. Das Rezept dafür habe ich im "Lecker Christmas Special" von 2011 gefunden und leicht abgewandelt. Statt wie im Original Granatapfelsirup zu verwenden, habe ich einfach eine Hälfte des Granatapfels ausgepresst und direkt den Granatapfelsaft verwendet. Der Aperitif schmeckt schön fruchtig, und wenn man die Granatapfelkerne im Mund zerbeisst, gibt das noch mal einen extra Frischekick. Ein würdiger Beginn für ein Silvestermenü! Zudem lässt sich alles gut vorbereiten: die Kerne habe ich schon mittags ausgelöst und die zweite Granatapfelhälfte kann man auch vorab schon auspressen.

Crémant mit Granatapfel
(für 4-6 Sektgläser)

Zutaten:
1 Granatapfel
1 Flasche eisgekühlter Crémant

Zubereitung:
Granatapfel wie eine Orange halbieren. Eine Hälfte auf einer Orangen- oder  Zitruspresse auspressen. Aus der anderen Hälfte die Granatapfelkerne herauslösen (eine Anleitung dafür gibt es hier). Je einen Teelöffel Granatapfelkerne und einen Esslöffel Granatapfelsaft auf jedes Sektglas verteilen und mit Crémant aufgießen.


Für das Silvestermenü habe ich das von meiner Omi geerbte Silberbesteck mal wieder hervorgeholt (und das angelaufene Besteck mit diesem tollen Hausfrauentrick innerhalb von 5 Minuten blitzblank poliert), die Platzteller und Stoffservietten aus dem Schrank geholt, alle Wein-und Sektgläser auf Hochglanz poliert und eine Menükarte ausgedruckt. Die tolle Vorlage für den Schriftzug "The same procedure as every year" hat Ricarda von 23qm Stil gestaltet, ihr könnt sie euch hier herunterladen. Auf der Rückseite der Karte war unser Menü aufgedruckt, das wie folgt aussah:

Gruß aus der Küche: Datteln mit Minz-Frischkäsecreme und karamellisierten Ingwer-Walnüssen
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Vorspeise: Selleriesüppchen mit Petersilien-Knoblauch-Öl und Brotcroutons
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Hauptspeise: Gewürz-Rinderfilet mit selbstgemachten Nuss-Spätzle und Rotkraut
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Dessert: Geeiste Kardamom-Creme mit Sauerkirschen

Für die Rezepte müsst ihr euch noch etwas gedulden - morgen geht es mit dem Gruß aus der Küche weiter :-)