Mittwoch, 29. Februar 2012

Nudelauflauf mit Hähnchenbrust und Mozzarella-Ciabatta-Kruste

Pasta könnte ich ja eigentlich jeden Tag essen. Kein Wunder, dass mich da der Titel der aktuellen "Lecker" gleich angesprochen hat: Pimp your Pasta! Also habe ich auch diese Ausgabe wieder gekauft, obwohl ich  eigentlich mehr als genug Kochzeitschriften zuhause habe und mich beim Kauf weiterer Zeitschriften etwas zurückhalten wollte. Na ja, quasi Schnee von gestern! Als erstes habe ich aus dem Heft den Nudelauflauf mit Hähnchenbrust und Mozzarella-Ciabatta-Kruste nachgekocht. Total unkompliziert in der Zubereitung und lecker. Besonders gefallen hat mir die knusprige Ciabatta-Kruste - und der Kommentar meines Mannes: "Lecker, aber Du hättest ruhig noch Chorizo mit verwenden können!" Ohne Worte... :-)) Noch etwas mit würziger Chorizo aufgepeppt kann ich mir den Auflauf in der Tat sehr gut vorstellen - merke ich mir für das nächste Mal, wenn wieder der kleine Pasta-Hunger kommt...


Nudelauflauf mit Hähnchenbrust und Mozzarella-Ciabatta-Kruste
(für 2 Portionen)

Zutaten:
150g Hörnchen-Nudeln oder andere kurze Nudeln
Salz, Pfeffer
Chilipulver
1/2 Zwiebel
ca. 300g Hähnchenbrustfilet
1 EL Öl
1 EL Tomatenmark
1 Dose geschälte Tomaten (400ml)
100g Ziegenfrischkäse
1 TL getrockneter Rosmarin
1/2 Ciabatta-Brötchen
250g Mozzarella

Zubereitung:
Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente garen.

Derweil Zwiebel schälen und fein würfeln. Hähnchenbrust abwaschen, trocken tupfen und in Steifen schneiden. Tomaten in der Dose mit einem Messer zerkleinern. Das halbe Ciabatta-Brötchen fein würfeln. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Hähnchenbruststreifen darin rundherum anbraten. Zwiebelwürfel zugeben, mitbraten. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen. Dann das Tomatenmark in die Pfanne geben, kurz anbraten. Dann die Tomaten mit Saft zum Fleisch geben. Kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren. Alles bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Dann den Frischkäse unterrühren und noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit der Hähnchen-Tomaten-Frischkäsesauce vermischen. Alles in eine feuerfeste Auflaufform umfüllen. Mozzarellascheiben, Rosmarin und Ciabattawürfel gleichmäßig auf dem Auflauf verteilen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 15 Minuten überbacken.

Montag, 27. Februar 2012

Scharfes Schweinefilet aus dem Wok mit Reisnudeln in pikanter Kokosbrühe

"Speed Cooking" lautet das Thema des aktuellen Blogevents im Kochtopf, dieses Mal ausgerichtet und betreut von Alex vom Blog "Mein i-Tüpfelchen". Sie wünscht sich Gerichte, die in maximal 30 Minuten fertig zubereitet sind und im besten Fall auch noch einem richtig miesen Tag einen versöhnlichen Ausklang bescheren. Das ist doch ein prima Thema, bei dem ich gerne mitmache! Denn ich koche unter der Woche nach Feierabend fast jeden Tag und wähle dabei eigentlich immer Rezepte aus, die sich in 30 bis höchstens 45 Minuten zubereiten lassen. Auch bei diesem scharfen Schweinefilet aus dem Wok mit Reisnudeln in pikanter Kokosbrühe liegt die Zubereitungszeit knapp unter 30 Minuten. 

Der Titel "scharf" ist dabei durchaus ernst zu nehmen, die Gewürzmischung, in der das Schweinefleisch gewendet wird, hat es wirklich in sich. Die Schärfe wird durch die Nudeln und die Kokosbrühe etwas abgemildert. Eine tolle Kombination, die meinem Mann und mir richtig gut geschmeckt hat! Das Rezept stammt aus dem wunderschönen Kochbuch "Schnelle Küche für Gäste" von Donna Hay, aus dem ich bisher noch viel zu wenig gekocht habe. 


Scharfes Schweinefilet aus dem Wok mit Reisnudeln in pikanter Kokosbrühe
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Reisnudeln:
150g getrocknete Reisnudeln
1 EL rote Currypaste
1 Stängel Zitronengras
3 Kaffirlimettenblätter
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
400ml Kokosmilch
250ml Hühnerbrühe
150g grüne Bohnen
1 EL Fischsauce
Für das Schweinefilet:
1 TL Chilipulver
1 TL grob gemahlener Pfeffer
1 TL Meersalz
1 TL Garam Masala
1 EL Reismehl
1 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
250g Schweinefilet

Zubereitung:
Zitronengras waschen, die äußeren Blätter entfernen und die Enden abschneiden. Zitronengras fein hacken. Ingwer schälen und möglichst fein klein schneiden. Kaffirlimettenblätter unter fließendem Wasser abspülen, dann ebenfalls fein hacken. Bohnen putzen und waschen.

Das Schweinefilet abwaschen, trocken tupfen und in dünne Scheiben schneiden. Die Gewürze gut miteinander vermischen, anschließend das in Scheiben geschnittene Fleisch darin wenden.

Einen großen Topf auf dem Herd erhitzen und die Currypaste, das Zitronengras, die Kaffirlimettenblätter und den Ingwer darin ca. eine Minute anbraten, bis es anfängt zu duften. Dann mit Kokosmilch, der Hühnerbrühe und 125ml Wasser ablöschen. Einmal aufkochen, dann die Hitze reduzieren und drei Minuten köcheln lassen. Die Bohnen zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind.

Derweil reichlich Wasser zum Kochen bringen. Die Glasnudeln in einen leeren Topf legen und mit dem kochenden Wasser übergießen. Nudeln vier bis fünf Minuten ziehen lassen (probieren, ob die Nudeln gar sind!), dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Öl in einem Wok stark erhitzen. Das Fleisch hineingeben und von beiden Seiten jeweils ca. 1 Minute goldbraun braten.

Die Fischsauce zur Kokosbrühe geben, unterrühren. Nudeln portionsweise auf Teller verteilen. Kokosbrühe, Bohnen und Fleisch auf den Nudeln verteilen. Sofort servieren.

Blog-Event LXXV - Speed-Cooking (Einsendeschluss 15. März 2012)

Sonntag, 26. Februar 2012

Der Turm

Die letzte Buchvorstellung ist schon eine ganze Weile her - höchste Zeit, mal wieder ein Buch vorzustellen! Das aktuelle Thema des Buchblogs "Die lesende Minderheit" lautet "Lies ein Buch eines deutschen Schriftstellers/einer deutschen Schriftstellerin!". Erst dachte ich: Kein Problem, ich habe massig Bücher deutscher SchrifstellerInnen zuhause. Bei näherer Betrachtung musste ich dann aber feststellen: Arno Geiger, dessen Buch "Der alte König in seinem Exil" ich vor kurzem gelesen habe und das mir sehr gut gefallen hat, ist Österreicher. Ebenso wie Elfriede Jelinek, deren Romane "Die Ausgesperrten" und "Die Klavierspielerin" ich ebenfalls sehr gerne gelesen habe. Aber natürlich habe ich auch spannende Bücher deutscher Autoren in meinem Bücherregal. "Der Turm" von Uwe Tellkamp ist eines davon.


Ich würde "Der Turm" nicht als Lieblingsbuch bezeichnen, aber es war definitiv ein Buch, das mich gefesselt hat und das ich trotz des Umfangs von fast 1000 Seiten zügig und nahezu an einem Stück gelesen habe. 

"Der Turm" spielt in den Jahren 1982 bis 1989 in Dresden. Die meisten Charaktere im Buch stammen aus dem bildungsbürgerlich-intellektuellen Milieu, einem Milieu, das in der DDR eigentlich nicht gerne gesehen ist. Die drei Protagonisten Christian Hoffmann, sein Vater Richard Hoffmann und sein Onkel Meno Rohde schwanken ständig zwischen dem Wunsch nach unauffälligem Verschwinden in der Masse und Aufbegehren gegen das System der DDR und dem Gedanken an eine Ausreise.

Christian ist zu Beginn des Romans 17 Jahre alt und möchte wie sein Vater Arzt werden. Dies setzt systemtreues Verhalten und eine "freiwillige" dreijährige Dienstzeit in der NVA voraus, wogegen Christian sich aber sperrt. Sein Vater ist erfolgreicher Arzt, allerdings durch seine Vergangenheit und seine Affären mit gleich zwei anderen Frauen, die der Stasi natürlich bekannt sind, erpressbar. Meno, Christians Onkel, arbeitet als Lektor in einem Buchverlag und genießt wegen seiner Abstammung von verdienten Kommunisten gewisse Vorzugsbehandlungen, erlebt aber trotzdem die Einschränkungen des täglichen Lebens in der DDR. 

Neben den drei Protagonisten kommt noch eine fast unüberschaubare Anzahl an Neben- und Randfiguren im Roman vor, deren Schicksale meist nur kurz angerissen werden. Die vielen Handlungsstränge und die teilweise epische Breite der eingestreuten Passagen aus Menos Tagebuch unterbrechen immer wieder den Lesefluss, aber ich mag Montage-Romane (eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin), deshalb hat mich das nicht gestört. 

Insgesamt vermittelt der Roman ein sehr detailgenaues, lebhaftes, nachdrückliches und bedrückendes Bild des Alltags von (Bildungs-)Bürgern in der DDR und ihrem täglichen Kampf gegen Wohnungsknappheit, Versorgungsengpässe, Menschenrechtsverletzungen, gegenseitiges Misstrauen, Abschottung und für ein "normales" Leben. Das war für mich als Wessi, der das selbst nicht erlebt hat, sehr aufschlussreich. Das Buch endet offen am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls. Sollte es irgendwann eine Fortsetzung geben, werde ich diese auf jeden Fall auch lesen!

Kennt ihr auch Bücher, die zwar keine Lieblingsbücher sind, euch aber dennoch gefesselt haben? Die euch eine bisher fremde Welt oder ein fremdes Land näher gebracht haben? Was könnt ihr mir empfehlen?

Mittwoch, 22. Februar 2012

Ratatouille-Chorizo-Tarteletts, am besten ohne Tarteletts!

Ich bitte hiermit alle, die keine Chorizo mögen, um Entschuldigung für die harten Zeiten, denen sie momentan auf diesem Blog entgegen sehen. Denn ich fröne hier völlig ungehemmt meiner Chorizo-Leidenschaft. Heute gibt es ein Chorizo-Rezept, das schon richtig Lust auf Sommer und frisches Gemüse aus dem eigenen Garten macht: Ratatouille-Chorizo-Tarteletts! Das Rezept hat mich auf lecker.de sofort angesprochen. In der Realität haben sich die Tarteletts aus Filoteig dann leider als völlig überflüssiger Bestandteil des Rezepts herausgestellt, denn in den kleinen Tartelett-Förmchen mit 10 oder 12 cm Durchmesser ist relativ gesehen zu viel Teig für das wenige Ratatouille, das in das Förmchen passt. Außerdem ist das Tartelett reichlich sperrig zu essen. Das Ratatouille mit Chorizo OHNE Tartelett ist hingegen geschmacklich spitze und darf in Begleitung eines Fladenbrots oder Ciabattas gerne wieder auf den Tisch! Im Rezept verzichte ich daher gleich auf den Teil mit den Tarteletts, wer das unbedingt dabei haben möchte, kann ja im Originalrezept nachlesen, was zu tun ist.


Ratatouille mit Chorizo, ohne Tarteletts
(für 2-3 Portionen)

Zutaten:
1 kleine Gemüsezwiebel
1/2 gelbe Paprika
1/2 grüne Paprika
1/2 rote Paprika
1 kleine Zucchini
1 kleine Aubergine
2 Tomaten
150g Chorizo
1 EL Olivenöl
1 EL Mehl
2 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Paprika, Zucchini, Aubergine und Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden. Chorizo häuten und in Scheiben schneiden.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Chorizoscheiben darin rundherum knusprig anbraten, dann herausnehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen. 
Im Bratfett die Zwiebeln und das Gemüse ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Dann das Gemüse mit Mehl bestäuben, kurz anschwitzen. Tomatenmark unterrühren, dann mit 200ml Wasser ablöschen. 3 Minuten köcheln lassen. Chorizo unterheben und Ratatouille mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Montag, 20. Februar 2012

Feuriger Eintopf mit Chorizo, Wirsing und Kichererbsen

Ich habe es ja schon mehrfach erwähnt: Momentan bin ich wirklich total auf dem Chorizo-Trip. Und heute kommt schon wieder ein Rezept mit der spanischen Paprikawurst! Beim Durchblättern meiner Winter-Rezepte bin ich nämlich auf den wahnsinnig leckeren, superschnellen Eintopf mit Chorizo, Wirsing und Kichererbsen gestoßen, den ich 2010 schon mal gekocht und gebloggt habe, damals mit Chinakohl statt Wirsing. Das Rezept hatte Arthurs Tochter schon 2009 veröffentlicht. Und gute Rezepte müssen immer wieder in Erinnerung gerufen werden, also gibt es den Eintopf heute noch mal für euch! Und dann ist aber auch gut mit Eintöpfen, ich will jetzt Frühling und frühlingsfrisches Essen! Geht euch das auch so?


Feuriger Eintopf mit Chorizo, Wirsing und Kichererbsen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Kopf Wirsing
1 Dose Kichererbsen (400g)
200g Chorizo (spanische Paprikawurst)
1 EL Olivenöl
2 EL Sherry Fino
ca. 50g getrocknete Soft-Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
eine Prise Natron
800ml Gemüsebrühe
gemahlenes Chilipulver
scharfes Paprikapulver
Pfeffer, Salz

Zubereitung:
Wirsingblätter vom Strunk abzupfen, die äußersten Blätter wegwerfen. Von den restlichen Blättern die dicke Blattrippen entfernen. Wirsing waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Haut der Chorizo abziehen und Chorizo in Scheiben schneiden. Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen. Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Chorizoscheiben darin rundherum bei mittlerer Hitze anbraten, dann mit dem Sherry ablöschen. Achtung, es spritzt! Tomatenmark, getrocknete Tomaten und Knoblauch hinzufügen, kurz anschwitzen. Wirsing mit etwas Natron in den Topf geben, ebenfalls kurz anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen lassen. Dann alles zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten köcheln lassen. Jetzt die Kichererbsen hinzufügen, noch mal aufkochen und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Der Wirsing sollte noch etwas bissfest sein, wenn die Kichererbsen hinzugefügt werden. Den Eintopf mit Paprikapulver, Salz, Pfeffer und einer Messerspitze Chilipulver feurig abschmecken.

Freitag, 17. Februar 2012

Knusprige Lachs-Strudel-Stangen mit Meerrettich-Crème fraiche und Gurkensalat

Freitags gibt´s Fisch! Na ja, bei mir gibt es zugegebenermaßen höchst selten Fisch. Aber heute hat es gut reingepasst: ein freier Tag, noch ein Rest Filoteig im Kühlschrank (von Jamies Spinat-Feta-Pastete) und Lust auf Fisch, also fix nach einem Rezept gesucht und bei lecker.de die Knusprigen Lachs-Strudel-Stangen mit Meerrettich-Crème fraiche gefunden. Das Rezept habe ich leicht abgewandelt, noch einen Gurkensalat mit frischem Dill-Dressing dazu gemacht und in einer knappen halben Stunde stand der Freitags-Fisch auf dem Tisch! Lecker, schnell und total einfach in der Zubereitung.


Knusprige Lachs-Strudel-Stangen mit Meerrettich-Crème fraiche und Gurkensalat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
ca. 1/2 Packung Filo- oder Yufkateig (es werden 6 Teigblätter benötigt)
200g Crème fraiche
4 TL scharfer Meerrettich (aus dem Glas)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
200g geräucherter Lachs
3 Stiele Dill
1 Salatgurke
1 EL Limettensaft
Zucker

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Von der Crème fraiche 2 EL für das Gurkensalat-Dressing beiseite nehmen. Die restliche Crème fraiche mit dem Meerrettich glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Dill waschen, trocken schütteln und die Dillfähnchen von den Stielen zupfen. Einen kleinen Teil des Dills fein hacken (soll ca. 1 EL gehackten Dill ergeben). Lachs in 6 gleich große Portionen zerteilen.

Ein Backpapier dünn mit Olivenöl einpinseln. Backpapier zerknüllen und wieder glatt streichen. Zwei Yufkateigblätter übereinander auf das eingeölte Backpapier legen und den Teig längs halbieren. Teig dünn mit der Meerrettich-Creme bestreichen. Auf den äußeren Rand jeder Teigbahn eine Portion Lachs legen. Großzügig mit Dillfähnchen bestreuen, dann die Teigblätter vom mit Lachs belegten Ende beginnend aufrollen. Mit den restlichen Teigblättern ebenso verfahren. Etwas Meerrettich-Crème fraiche zurückbehalten! Teigrollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 18-20 Minuten backen.


Derweil für den Gurkensalat die Gurke schälen und auf einer Reibe in dünne Scheiben hobeln. Gurkenscheiben mit reichlich Salz bestreuen und in einem Sieb 5-10 Minuten Wasser ziehen lassen.

Derweil das Dressing aus 2 EL Crème fraiche, 1 EL Olivenöl, dem Limettensaft und 1 EL gehacktem Dill zusammen rühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Gurkenscheiben mit der Hand gut ausdrücken. Ausgedrückte Gurkenscheiben mit dem Dressing vermischen.

Lachs-Strudel-Stangen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen. Mit dem Gurkensalat und der restlichen Meerrettich-Crème fraiche servieren.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Spinat-Feta-Pastete mit Tomatensalat nach Jamie

Erinnert ihr euch noch an meinen Kochbuchtest von Jamie Olivers "30 Minuten Menüs"? Ich war von dem Buch ja nicht so wirklich überzeugt und habe es nach dem Kochbuchtest beiseite geräumt. Aber eines der damals ausprobierten Rezepte war mir dann doch in guter Erinnerung geblieben, und nachdem ich letzte Woche beim Zappen gesehen habe, dass auf Sixx gerade die Fernsehfolgen zum Buch "30 Minuten Menüs" laufen, habe ich das Kochbuch mal wieder hervorgeholt. Und so gab es diese Woche eine Spinat-Feta-Pastete mit Tomatensalat nach Jamie. Ich habe am Rezept kleinere Änderungen vorgenommen und auf den als zweite Beilage vorgesehenen Gurkensalat verzichtet, ebenso auf das Dessert. Dafür habe ich dann mehr Tomatensalat zubereitet. Außerdem habe ich anstelle von frischem Blattspinat Tiefkühlspinat verwendet. Und in 30 Minuten habe ich es auch nicht geschafft, aber nach den Erfahrungen des Kochbuchtests stresse ich mich da auch nicht mehr ;-)


Spinat-Feta-Pastete mit Tomatensalat nach Jamie
(für 2 Portionen)

Zutaten:
30g Pinienkerne
150g TK-Blattspinat
3 Eier
150g Feta
30g Bergkäse
1 TL getrockneter Oregano
1 Bio-Zitrone
4-5 EL Olivenöl
1/2 Packung Yufka- oder Filoteig (aus dem Kühlregal)
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
250g Cocktailtomaten
1/2 Topf frischer Basilikum
1 Knoblauchzehe
1 EL Weißweinessig

Zubereitung:
Den Spinat mit wenig Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze auftauen. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. 

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Feta in kleine Stücke schneiden. Bergkäse grob reiben. Bio-Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Hälfte der Zitronenschale fein abreiben. In einer Schüssel mit dem Feta, dem Bergkäse, den Eiern und den gerösteten Pinienkernen vermischen. Oregano und 1 TL Olivenöl zugeben. Mit Pfeffer würzen.

Backpapier im Format eines Backblechs dünn mit Olivenöl einpinseln. Dann das Backpapier zusammen knüllen und wieder glätten. Auf dem Backpapier 4 Yufkateigblätter so ausbreiten, dass sie das gesamte Backpapier bedecken und sich in der Mitte überlappen. Dann die Teigblätter mit Olivenöl einpinseln und gleichmäßig mit Salz und Pfeffer bestreuen. Eine Prise Cayennepfeffer über die Teigblätter streuen. Dann noch eine zweite Lage Yufkablätter nach der gleichen Methode darauf legen.

Eine ofenfeste Pfanne auf den Herd stellen und warm werden lassen. Jetzt die Yufkateigblätter mitsamt dem Backpapier in die Pfanne legen. Teigränder überhängen lassen und den Teig vorsichtig auf den Pfannenboden und am Rand andrücken.

Den aufgetauten Spinat in ein Sieb abgießen und ausdrücken. Spinat unter die Eier-Käse-Mischung rühren. Mit frisch geriebener Muskatnuss würzen und die Masse auf den Teigboden in die Pfanne geben. Gleichmäßig verteilen, dann die überhängenden Teigränder zur Pfannenmitte hin zusammenklappen. Pastete noch 1-2 Minuten bei mittlerer Hitze auf dem Herd lassen, damit der Teigboden etwas vorgebacken wird. Dann die Pfanne auf der mittleren Schiene in den heißen Backofen schieben und die Pastete 20 Minuten goldbraun backen lassen.

Derweil den Tomatensalat zubereiten: Tomaten waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Knoblauchzehe schälen und grob zerkleinern. Die Basilikumblätter abwaschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Ein paar Blätter für die Dekoration beiseite legen, den Rest Basilikumblätter mit der Knoblauchzehe und 3-4 EL Olivenöl mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Weißweinessig zugeben. Tomatenviertel mit dem Dressing vermischen, mit den beiseite gelegten Basilikumblättern garnieren.

Pastete aus dem Ofen holen und mit dem Tomatensalat servieren.

Die Pastete hat mir sehr gut geschmeckt: frischer Spinat, weicher Feta, knuspriger Filoteig, prima abgerundet durch den Tomatensalat. Mal sehen, vielleicht bekommt das Buch doch noch mal eine zweite Chance....

Mittwoch, 15. Februar 2012

Deftiges Weiße Bohnen-Cassoulet mit Chorizo

Gerade habe ich eine akute Chorizo-Phase. Momentan springt mich einfach jedes Rezept an, das Chorizo enthält! Deshalb habe ich mir am Wochenende beim Durchblättern von Tim Mälzers "Kochbuch", das ich schon eine Weile besitze und aus dem ich schon länger nichts mehr gekocht habe, das deftige Weiße Bohnen-Cassoulet mit Chorizo zum baldigen Nachkochen markiert. Ein echtes Cassoulet ist dieser Eintopf zwar nicht, da er nicht im Ofen gebacken wird, und für die spontane Küche ist der Eintopf auch nicht geeignet, da die Weißen Bohnen über Nacht eingeweicht werden müssen, aber davon abgesehen ist die Zubereitung völlig unkompliziert - und das würzige Cassoulet ist das perfektes Soulfood für einen kalten Wintertag! Bei der Zubereitung habe ich mich weitgehend an Tim Mälzers Originalrezept gehalten und nur Kleinigkeiten verändert. Das Ergebnis hat dann auch voll überzeugt - ich war nach dem Essen wohlig gewärmt und sehr zufrieden.


Deftiges Weiße Bohnen-Cassoulet mit Chorizo
(für 2 Portionen)

Zutaten:
100g getrocknete weiße Bohnen
1 Knoblauchzehe
1/2 Gemüsezwiebel
1 Möhre
100g Knollensellerie
1/2 Stange Lauch
150g Chorizo (scharfe spanische Paprikawurst)
2 EL Olivenöl
1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
1 kleine Dose geschälte Tomaten
1 Lorbeerblatt
400ml Gemüsebrühe
1 Prise Natron
Salz, Pfeffer
4 EL Schmand
1 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:
Die Bohnen in eine Schüssel füllen, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und über Nacht (mindestens 12 Stunden) einweichen lassen. 

Bohnen in ein Sieb abgießen, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein würfeln. Möhre schälen und fein würfeln. Lauch putzen, längs halbieren und unter fließendem Wasser abwaschen. In dünne Ringe schneiden. Sellerieknolle schälen und Sellerie fein würfeln. Chorizo in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Tomaten in der Dose mit einem Messer zerkleinern.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten. Möhre, Lauch und Sellerie zugeben und ca. 3 Minuten anbraten. Abgetropfte Bohnen und Chorizoscheiben zugeben. Paprikapulver darüber stäuben. Jetzt die Tomaten und das Lorbeerblatt zugeben und unterrühren. Mit Gemüsebrühe ablöschen. 1 Prise Natron zugeben, damit die Bohnen schneller gar werden. Alles einmal aufkochen, dann auf mittlere Hitze zurückschalten und alles zugedeckt ca. 50 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind.

Derweil die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Mit dem Schmand verrühren.

Eintopf vorsichtig mit Salz und Pfeffer würzen (durch die Chorizo ist das Cassoulet schon recht würzig). Portionsweise in tiefe Teller füllen und mit je einem Klacks Petersilien-Schmand garniert servieren.

Montag, 13. Februar 2012

Kindheitsklassiker: Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Wer Fan meiner "Schöner Tag noch!"-Facebookseite ist, weiß schon Bescheid: Letzte Woche wollte ich eigentlich endlich, endlich das karamellisierte Ofenapfelmus, das Micha im Oktober auf ihrem Blog Grain de Sel veröffentlicht hat und das daraufhin durch viele Blogs gewandert ist (gesehen habe ich es z.B. bei Uwe und bei Arthurs Tochter kocht), nachmachen. Ich konnte mir den wunderbaren Duft und den köstlichen Geschmack schon höchst lebhaft vorstellen, musste dann aber zu meiner Ernüchterung feststellen, dass nur noch 5 kleine Äpfel in der Apfelkiste im Keller lagen. Klassischer Satz mit X! Für 5 Äpfel lohnt sich der stundenlange Backofenbetrieb nicht. 

Ich hatte mich aber schon so auf Kartoffelpuffer mit Apfelmus gefreut, dass ich eben eine schnelle Apfelmus-Variante gekocht habe. Das schnelle Apfelmus war auch gut, aber sicherlich kein Vergleich zum karamellisierten Ofenapfelmus... das jetzt eben weiterhin auf der Nachkochliste steht. Aber die Kartoffelpuffer, die waren richtig lecker. So wie die Kartoffelpuffer, die meine Mutter früher ab und zu gemacht hat. Und dass ich ganze 9 dieser Kartoffelpuffer gegessen habe, spricht sicherlich für das Rezept ;-)


Kartoffelpuffer mit Apfelmus
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für das Apfelmus:
500g Äpfel
2 EL Zucker
6 EL Apfelsaft
2 Zimtstangen
Für die Kartoffelpuffer:
500g mehlig kochende Kartoffeln
1/2 Gemüsezwiebel
1 Ei
2 EL Mehl
Salz, Pfeffer
ca. 50g Butterschmalz

Zubereitung:
Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In kleine Stücke schneiden. In einem Topf den Zucker langsam schmelzen und hellbraun karamellisieren lassen. Mit Apfelsaft ablöschen, dann Äpfel und Zimtstangen hinzufügen. Bei schwacher bis mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind. Gelegentlich umrühren. Dann die Zimstangen herausnehmen und die Apfelstücke mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Etwas abkühlen lassen.

Derweil die Kartoffeln schälen und abspülen. Auf einer Reibe grob raspeln. Zwiebel schälen, halbieren und sehr fein würfeln. Zwiebelwürfel, Ei und Mehl zu den geraspelten Kartoffeln geben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Händen alles gut miteinander vermengen.

Backofen auf 80 Grad vorheizen und eine feuerfeste Platte und Küchenpapier bereitstellen. 

Ca. 1 EL Butterschmalz in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen (nicht das gesamte Butterschmalz auf einmal in die Pfanne geben). Für einen Puffer 2 EL von der Kartoffelmasse in die Pfanne geben, flach drücken. Immer nur ca. 3-4 Puffer pro Pfanne backen! Puffer von jeder Seite ca. 3-4 Minuten backen. Eventuell die Hitze etwas reduzieren. Fertige Puffer auf Küchenpapier geschichtet auf die feuerfeste Platte geben und im Backofen warm halten. Nacheinander insgesamt ca. 12 Puffer backen.

Kartoffelpuffer mit dem Apfelmus servieren.

Sonntag, 12. Februar 2012

Hefezopf zum Sonntagsfrühstück

Ich frühstücke jeden Tag, aber besonders liebe ich das Frühstücken am Wochenende, wenn wir beide, mein Mann und ich, keine Termine haben. Gemeinsam frühstücken ohne Stress, dazu frische Brötchen, selbstgemachte Marmeladen und Wurst von unserem Lieblingsmetzger. Frühlingsblumen auf dem Tisch und die Sonne scheint durchs Fenster... 


Und wenn ich am Vortag Zeit und Lust hatte, mal wieder einen Hefezopf nach diesem bewährten Rezept zu backen, dann ist das Sonntagsfrühstück ganz besonders lecker. Dieses Mal habe ich beim Backen sogar daran gedacht, auch mal Fotos von den Zwischenergebnissen zu machen, hier also für euch: die Entstehung eines Hefezopfes!

Der ausgiebig von Hand geknetete Hefeteig vor dem Gehen.


Zwei Stunden später:


Der geschlungene, mit Ei bepinselte und mit Hagelzucker bestreute Zopf vor dem Backen - sieht immer so klein aus, wird aber im Ofen noch ordentlich aufgehen!


Nach 45 Minuten im Backofen:


Bisher hatte ich den Hefezopf immer mit Ober-/Unterhitze gebacken, diesmal habe ich nur Unterhitze ausprobiert. Dadurch wurde das Innere noch leckerer und langfaseriger, der Boden ist mir allerdings ordentlich verbrannt! Nächstes Mal probiere ich Oberhitze aus, dann sehe ich wenigstens, wenn der Zopf schwarz wird. Geschmacklich war der Hefezopf aber top!


Am besten schmeckt mir der Hefezopf mit Erdbeer- oder Sauerkirschmarmelade.



Ein perfekter sonntagssüßer Start in den Tag und damit mein Beitrag für die Initiative Sonntagssüß! Heute befüllt Katrin von lingonsmak das Pinterest-Board.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Nachgekocht: Rote Linsen-Suppe mit getrockneten Tomaten und Limetten-Schmand

Brrrrr... ist das kalt! Jeden Morgen habe ich momentan einige spannende Sekunden, ob mein Auto wohl anspringt oder nicht. Bis jetzt ist es nach einigem Überlegen und Rödeln jeden Morgen brav angesprungen - zum Glück! Aber kein Wunder, dass es zunächst erst mal unwillig ist, bei der Kälte friert eben auch der Motor... ob ich ihm wohl mal was von der Roten Linsen-Suppe mit getrockneten Tomaten und Limetten-Schmand vorsetzen sollte? Die hat nämlich bei meinem Mann und mir prima gegen die durchdringende Kälte geholfen und für ein wohlig warmes Gefühl im Bauch gesorgt. Das Rezept habe ich mir bei Micha mitgenommen, die es wiederum im Kochbuch "Vegetarisch vom Feinsten" gefunden hat. Um das Kochbuch schleiche ich ja auch schon eine Weile herum - dieses Rezept ist ein klares Argument für den baldigen Kochbuchkauf!


Rote Linsen-Suppe mit getrockneten Tomaten und Limetten-Schmand
(für 2-3 Portionen)

Zutaten:
100g getrocknete Tomaten
1-2 rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
180g Rote Linsen
2 EL Olivenöl
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL Cayennepfeffer
1,2 l Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter
1 Bio-Limette
Salz
ca. 70g Schmand
einige frische Basilikumblätter

Zubereitung:
Getrocknete Tomaten in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, so dass die Tomaten gut bedeckt sind. Abgedeckt ca. 30 Minuten quellen lassen.

Derweil Knoblauch und Zwiebeln schälen und fein würfeln. Linsen in einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen, abtropfen lassen. Die gequollenen Tomaten abgießen, ausdrücken und fein hacken.

In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch zugeben, kurz mitdünsten. Dann Kreuzkümmel, Zimt und Cayennepfeffer über die Zwiebeln stäuben, anschwitzen. Linsen und gehackte Tomaten zugeben. Hitze reduzieren und alles unter Rühren anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Lorbeerblätter zugeben, alles aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und die Suppe zugedeckt bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Derweil die Limette heiß abwaschen, trocken reiben. 1 TL Limettenschale fein abreiben. Limette halbieren, eine Hälfte auspressen. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen.

Lorbeerblätter aus der Suppe entfernen. Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und 2-3 TL Limettensaft abschmecken.

Suppe portionsweise in Suppenteller füllen. Jeweils einen großen Klecks Schmand auf die Suppe geben. Mit Basilikumblättern und der abgeriebenen Limettenschale bestreut servieren.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Schweinefilet mit Apfel-Senf-Soße und Gnocchi

Seit ich das erste Mal Gnocchi nach einem Rezept aus dem Kochbuch "Gut gekocht" von Cornelia Schinharl erfolgreich selbst gemacht habe, mache ich sie nur noch so. Das dauert zwar immer eine Weile, weil die Gnocchi nach der Herstellung eine Stunde trocknen müssen, aber die Wartezeit lohnt sich, denn die Gnocchi schmecken herrlich! Dieses Mal gab es sie als Begleitung zu einem Schweinefilet mit Apfel-Senf-Soße. Das Rezept stammt aus der "Lecker", Ausgabe 1/2012 (mal wieder!). Auch dieses Gericht hat meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt. Knusprige Gnocchi zu zartem Schweinefilet, dazu die durch den grobkörnigen Senf leicht pikante Soße, die durch die Zugabe von Apfelsaft und Frühlingszwiebeln schön fruchtig schmeckt - prima!


Schweinefilet mit Apfel-Senf-Soße und Gnocchi
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Gnocchi:
400g Kartoffeln (mehlig kochende oder vorwiegend festkochende)
70g Mehl
70g Hartweizengrieß
1 kleines Ei
Salz
Für das Schweinefilet mit Apfel-Senf-Soße:
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
250g Schweinefilet
1 EL Öl
Salz, Pfeffer
Zucker
1 TL Mehl
100ml Apfelsaft
100g Schlagsahne
2 TL körniger Senf (z.B. Dijon-Senf)
1 EL Butter

Zubereitung:
Zunächst die Gnocchi zubereiten. Dazu die Kartoffeln mit Schale in wenig Wasser in 20 Minuten weich kochen. Kartoffeln abgießen, noch heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein zerstampfen. Kartoffelmasse abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm ist.

Mehl, Hartweizengrieß, lauwarme Kartoffelmasse, 1 Ei und 1/2 Teelöffel Salz miteinander vermischen und zu einem geschmeidigem Teig verkneten. Er sollte weich sein, aber nicht an den Fingern kleben. Eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und den Teig portionsweise zu etwas mehr als daumendicken Rollen formen und in jeweils 2 cm lange Stücke schneiden. Wer mag, taucht noch die Zinken einer Gabel in etwas Mehl und drückt den Gnocchi damit auf beiden Längsseiten Rillen ein. Gnocchi auf ein mit Mehl bestäubtes Handtuch legen und mindestens eine Stunde trocknen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen, waschen, das dunkle Grün entfernen. Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Schweinefilet waschen, trocken tupfen und in in gleichmäßige, ca. 2cm dicke Scheiben schneiden. 

Backofen auf 80 Grad vorheizen und eine ofenfeste Form bereitstellen. Einen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.

In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Schweinemedaillons darin von beiden Seiten jeweils ca. 3 Minuten bei starker Hitze anbraten. Fleisch von beiden Seiten salzen und pfeffern und im Ofen warm stellen. 

Gnocchi in das kochende Salzwasser geben, auf mittlere Hitze zurückschalten und die Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, sobald sie nach oben steigen. Gnocchi in einem Sieb abtropfen lassen.

Frühlingszwiebeln im Fleisch-Bratfett anbraten. Mit Mehl bestäuben und unter Rühren anschwitzen. Mit Apfelsaft und ca. 75ml Wasser ablöschen. Aufkochen lassen. Dann Sahne und Senf einrühren, nochmals aufkochen lassen. Jetzt die Hitze reduzieren und die Soße bei schwacher Hitze offen ca. 4 Minuten einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Derweil in einer zweiten Pfanne die Butter schmelzen lassen. Abgetropfte Gnocchi darin unter Wenden goldbraun anbraten. Angebratene Gnocchi mit der Apfel-Senf-Soße vermengen. Zusammen mit dem Schweinefilet servieren.

Wer die Zubereitungsdauer verkürzen möchte, kann auch fertige frische Gnocchi aus dem Kühlregal nehmen. Dann reichen 250g fertige Gnocchi. Wenn ihr aber etwas mehr Zeit habt: unbedingt die Gnocchi selbst machen! Eventuell bleiben einige Gnocchi übrig. Diese friere ich roh (d.h. nicht gekocht) ein, indem ich sie erst nebeneinander auf einer Platte im Gefrierschrank kurz anfrieren lasse (ca. 1-2 Stunden) und dann in einen Gefrierbeutel umfülle. So kleben sie nicht aneinander.

Montag, 6. Februar 2012

Spaghetti mit feuriger Chorizo-Tomatensauce

Es kommt relativ selten vor, dass ich Gerichte mehrmals koche. Es sei denn, sie sind so gut, dass sie sowohl von meinem Mann als auch von mir übereinstimmend in die Liste der Lieblingsessen aufgenommen werden. So ein Fall sind die Spaghetti mit feuriger Chorizo-Tomatensauce. Seit ich das Rezept, im Original von Arthurs Tochter kocht, das erste Mal nachgekocht habe, habe ich es schon mehrfach zubereitet, weil es mit so wenigen Zutaten auskommt, superfix gekocht ist und immer sehr gut schmeckt. Mittlerweile habe ich noch Kleinigkeiten an der Zubereitung optimiert und ein schöneres Foto gibt es auch, deswegen darf das Rezept ausnahmsweise noch mal in den Blog...


Spaghetti mit feuriger Chorizo-Tomatensauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g Spaghetti
180g Chorizo (scharfe spanische Paprika-Wurst)
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
2 EL Sherry
1 kleine Dose geschälte Tomaten (400g)
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
Zucker
frischer Basilikum

Zubereitung:
Chorizo häuten und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln.

Nudeln in reichlich  kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

In einem Topf das Olivenöl erhitzen. Chorizoscheiben darin unter Rühren anbraten. Mit dem Sherry ablöschen. Knoblauch zugeben und kurz mitbraten.

Tomaten in der Dose kleinschneiden und mit dem Lorbeerblatt zur Chorizo in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker vorsichtig abschmecken - die Sauce ist durch die Chorizo schon sehr würzig!

Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und im Topf mit der Chorizo-Tomatensauce vermengen. Spaghetti mit Chorizo-Tomatensauce portionsweise in tiefe Teller füllen. Basilikum waschen, trocken schütteln und mit den Fingern grob zerzupfen. Basilikum über die Nudeln geben und sofort servieren.

Dieses Lieblings-Pastagericht ist mein Beitrag auf den letzten Drücker für den Blogevent "Maria sucht das beste Pastarezept", bei dem Maria vom Blog "Ich bin dann mal kurz in der Küche" unsere liebsten Nudelgerichte sammelt! Heute ist Einsendeschluss.

Sonntag, 5. Februar 2012

Chorizo-Tomaten-Sticks mit Limetten-Avocado-Dip

Am Wochenende fällt das Mittagessen bei uns meistens aus, weil wir spät frühstücken und dann gar keine Zeit mehr für zwei warme Mahlzeiten ist. Aber manchmal kommt dann zwischen Frühstück und Abendessen doch der kleine Hunger, und ein kleiner Snack zwischendurch ist genau das Richtige. Bestens dafür geeignet sind diese Chorizo-Tomaten-Sticks mit Limetten-Avocado-Dip. Schnell zubereitet und trotzdem raffiniert, eignen sie sich auch als kleine Vorspeise oder Amuse gueule in einem Menü. Das Rezept stammt aus der "Lecker" 1/2012, die ich jetzt dann bald komplett durchgekocht habe ;-)


Chorizo-Tomaten-Sticks mit Limetten-Avocado-Dip
(für 3-4 Personen als Vorspeise oder für 2 als Snack)

Zutaten:
1/2 Limette
1 reife Avocado (z.B. Hass oder Fuerte)
100g Naturjoghurt (1,5% Fett)
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
4 Kirschtomaten
1-2 Stängel Petersilie
1 kleines Baguettebrötchen
ca. 100g Chorizo
1 EL Olivenöl

Zubereitung:
Limette halbieren, eine Limettenhälfte mit einer Zitruspresse auspressen. Avocado halbieren, den Stein entfernen und die Schale entfernen. Avocado mit einem Messer grob zerkleinern, dann in einer Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken. Limettensaft und Joghurt unterrühren. Knoblauch schälen und fein würfeln. Unter die Avocadocreme rühren. Creme mit Salz und Pfeffer würzen.

Chorizo häuten und in 8 dicke Scheiben schneiden. Kirschtomaten waschen und halbieren. Baguettebrötchen in Scheiben und dann in Würfel schneiden, die etwa so groß sind wie die Chorizo-Scheiben. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Chorizoscheiben darin unter Wenden knusprig anbraten. Chorizo aus der Pfanne nehmen und auf  Küchenpapier das Fett abtropfen lassen. Jetzt die Brotwürfel in die Pfanne geben und  unter Wenden goldbraun anrösten. Brot herausnehmen und auf dem Küchenpapier abtropfen lassen.

Auf 8 Holzspießchen je eine halbe Kirschtomate, eine Chorizoscheibe und einen Brotwürfel stecken. Limetten-Avocado-Dip in kleine Schälchen füllen und je zwei Chorizo-Tomate-Sticks daraufsetzen. Mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


Und weil man die Chorizo-Tomaten-Sticks prima in den Limetten-Avocado-Dip tunken, stippen, ditschen oder dippen kann, sind die Chorizo-Tomaten-Sticks mit Limetten-Avocado-Dip mein Beitrag zum aktuellen Blogevent "Tunken" im Kochtopf, diesen Monat betreut von Heike.

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

Mittwoch, 1. Februar 2012

Marokkanischer Eintopf mit Rindergulasch, Aprikosen und Couscous

Ok, ich habe wohl etwas zu laut über den ausbleibenden Winter gelästert. Das habe ich jetzt davon! Aber immerhin lag in Karlsruhe nun auch für zumindest einen Tag mal Schnee in diesem Winter. Eisig kalt ist es auch weiterhin! Und es wird noch kälter... Bei diesen Temperaturen esse ich gerne Eintöpfe und Suppen und sehr gerne auch scharf. Der marokkanische Eintopf mit Rindergulasch, Aprikosen und Couscous aus der "Lecker"-Ausgabe 12/2011 passte somit bestens in mein Rezepte-Beuteschema. Zudem kocht sich der Eintopf im Schmortopf fast von allein - perfekt!


Marokkanischer Eintopf mit Rindergulasch, Aprikosen und Couscous
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300g Rindergulasch
1 EL Öl
Salz
2 TL Harissa (arabische Gewürzpaste)
500ml Gemüsebrühe
2 Möhren
2 Stangen Staudensellerie
1 rote Paprika
50g getrocknete Aprikosen
1 kleine Dose geschälte Tomaten
50g Couscous

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Das Fleisch gründlich trocken tupfen.

In einem Schmortopf das Öl erhitzen. Fleisch darin bei starker Hitze rundherum braun anbraten. Gegen Ende Zwiebel und Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Fleisch mit Salz und Harissapaste würzen. Brühe zugießen und aufkochen. Fleisch zugedeckt bei geringer bis mittlerer Hitze 1,5 Stunden köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Möhren schälen, putzen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Sellerie ebenfalls waschen, putzen und schräg in Scheiben schneiden. Paprika waschen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und die Paprika in grobe Stücke schneiden. Aprikosen grob zerkleinern. Tomaten in der Dose mit einem Messer zerkleinern. Nach einer Stunde Garzeit das Gemüse, die Aprikosen und die Tomaten zum Fleisch geben. Weiter köcheln lassen.

Für den Couscous ca. 75ml Wasser mit etwas Salz aufkochen. Sobald das Wasser kocht, den Topf vom Herd nehmen und Couscous einrühren. Zugedeckt 10 Minuten quellen lassen. Dann mit einer Gabel auflockern.

Eintopf mit Salz und Harissa abschmecken. Portionsweise in tiefe Teller füllen und mit dem Couscous anrichten.

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