Freitag, 30. März 2012

Nachgekocht: Bärlauch-Mandel-Pesto

Bei der Suche nach Rezepten mit Bärlauch bin ich bei Robert von lamiacucina auf ein Bärlauch-Mandel-Pesto gestoßen, das er bereits 2009 veröffentlicht hat. Letztes Jahr habe ich auch schon Bärlauch-Pesto gemacht, allerdings mit Pinienkernen. Bei Roberts Variante gefiel mir die Zugabe von Mandeln, also habe ich einen wunderschönen Bund Bärlauch, den eine liebe Kollegin selbst gesammelt und mir geschenkt hat, nach Roberts Rezept zu insgesamt 3 Gläsern Bärlauch-Mandel-Pesto verarbeitet. Die erste Portion habe ich ganz pur mit Spaghetti gegessen. Lecker! Aber das Foto hätte ich glatt für Heikes "Ugly Food" Blogevent einreichen können. Deshalb gab es die zweite Portion heute mit gebratenen Kirschtomaten und ein paar Kapern. Das hat erstens prima geschmeckt und sah zweitens auch deutlich besser aus als ohne rote Farbtupfer ;-)


Bärlauch-Mandel-Pesto
(ergibt 3 kleine Gläser)

Zutaten:
75g Bärlauch
100g geschälte ganze Mandeln
50g frisch geriebener Parmesan
130ml Olivenöl
2 TL Salz
2 EL Zitronensaft
Pfeffer

Zubereitung:
Bärlauch waschen, trocken schleudern und in grobe Stücke hacken. Mit den geschälten Mandeln und dem Parmesan in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Olivenöl, Salz und Zitronensaft zugeben, erneut mit dem Stabmixer pürieren. Mit Pfeffer abschmecken.

In saubere Gläser einfüllen. Pesto mit Olivenöl bedecken und die Gläser gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Vielleicht hätte ich vorher darüber nachdenken sollen, ob mein Stabmixer es tatsächlich verkraftet, auf einen Schlag 75g Bärlauch, 100g Mandeln und 50g Parmesan zu pürieren - besser hätte es sicherlich mit der halben Menge geklappt! So blieben teilweise noch einzelne Blätter unpüriert. Beim nächsten Mal mache ich nur die halbe Menge oder püriere den Bärlauch in 2 Portionen.


Und hier noch das Rezept für die Penne mit Bärlauch-Mandel-Pesto und gebratenen Kirschtomaten - superschnelle Feierabendküche!

Penne mit Bärlauch-Mandel-Pesto und gebratenen Kirschtomaten
(für 1 Portion)

Zutaten:
125g Penne
2 EL Bärlauch-Mandel-Pesto
5-6 Kirschtomaten
1 EL Olivenöl
1 TL Kapern
Salz, Pfeffer
Zucker

Zubereitung:
Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Derweil die Kirschtomaten waschen und halbieren. In einer kleinen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Kirschtomaten und Kapern darin bei mittlerer Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. 2-3 EL vom Nudelwasser abnehmen, Nudeln in ein Sieb abgießen. Nudeln mit Pesto, dem beiseite genommenen Nudelwasser und den gebratenen Kirschtomaten mit Kapern vermischen. In einem tiefen Teller servieren.

Donnerstag, 29. März 2012

Gemüse-Couscous mit Lammfilet und Joghurtsauce

War das Wetter die letzten Tage nicht herrlich? Die Mittagspause konnte ich ohne Jacke draußen in der Sonne verbringen und das erste Eis der Saison gab es auch schon für mich. In Karlsruhe ist so richtig der Frühling ausgebrochen (der übers Wochenende wohl leider erst mal einen Dämpfer bekommt, aber egal)! Und der Sonnenschein macht Lust auf frisches, leichtes Essen mit viel knackigem Gemüse. Das Gemüse-Couscous mit Lammfilet und Joghurtsauce nach einem Rezept aus der schon lange eingestellten Zeitschrift "Woman" aus dem Jahr 2004 habe ich schon oft gekocht und weiß gar nicht, warum ich es noch nicht gebloggt habe? Dieses Versäumnis wird sofort nachgeholt. Das leckere, frühlingsfrische Essen steht in gut 30 Minuten fertig auf dem Tisch. Besonders gut schmeckt mir die Joghurtsauce dazu, die mit Limettensaft, Honig und Kreuzkümmel gewürzt wird und das knackige Gemüse und das zarte Lammfleisch prima ergänzt.


Gemüse-Couscous mit Lammfilet und Joghurtsauce
(für 2-3 Portionen)

Zutaten:
250g Möhren
100g  Zuckerschoten
1 kleine Schalotte
1 Stück (ca. 2cm) Ingwer
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100g Couscous
175ml Gemüsebrühe
1 TL Butter
125g Joghurt
2 TL Limettensaft
1 TL Honig
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
250g Lammfilet
1 Stängel Petersilie (oder Koriander, wer mag)

Zubereitung:
Möhren schälen, putzen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten waschen und putzen. Schalotte schälen und fein würfeln, Ingwer ebenfalls schälen und fein würfeln.

Joghurt mit Limettensaft, Honig und Kreuzkümmel verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie (oder Koriander) waschen und grob hacken. Petersilie unter das Joghurt rühren.

Fleisch unter fließendem Wasser abspülen und trocken tupfen.

1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte und Ingwer darin andünsten. Möhren und Zuckerschoten zugeben, 5 Minuten weiter dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Derweil das Couscous mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen. Butter zugeben und Couscous abgedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Couscous mit einer Gabel auflockern und in einer Schüssel mit dem gedünsteten Gemüse mischen.

1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Lammfilets darin von beiden Seiten ca. 5 Minuten braten (je nach Größe der Lammfilets). Meine waren sehr dünn und sind mir dadurch etwas zu durch geraten! Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und in Scheiben schneiden. Fleisch mit dem Gemüsecouscous anrichten. Mit der Joghurtsauce servieren.

Das Gemüse-Couscous mit Lammfilet und Joghurtsauce ist mein Beitrag für das aktuelle Kochtopf-Blogevent "Lamm ganz ohne Wolle", betreut von Peter vom Blog "Aus meinem Kochtopf". Mäh!

Blog-Event LXXVI - Lamm, ganz ohne Wolle (Einsendeschluss 15. April 2012)

Mittwoch, 28. März 2012

Superschnelle scharfe Bratnudeln mit Erdnüssen

Dieses Essen geht schneller, als man beim Asia-Schnellimbiss "Einmal die Nummer 43" geordert hat, ich verspreche es euch! Und es schmeckt sehr wahrscheinlich besser als die Nummer 43 ;-) Die schnellen, scharfen Bratnudeln mit Erdnüssen nach einem Rezept von "essen und trinken für jeden Tag" kommen mit wenigen Zutaten aus, gehen ruckzuck und schmecken feurig-scharf-gut. Was will ich nach einem stressigen Arbeitstag mehr?

 

Schnelle scharfe Bratnudeln mit Erdnüssen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
100g Mie-Nudeln (chinesische Eiernudeln)
100g Frühlingszwiebeln
100g Mungobohnensprossen
1 EL Butter
1 EL Sesamöl
Salz, Pfeffer
2 EL geröstete, gesalzene Erdnusskerne
2 EL Sojasauce
2 EL süß-scharfe Chilisauce

Zubereitung:
Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. In ein Sieb abgießen, abtropfen lassen.

Frühlingszwiebeln waschen, putzen und das Weiße und das helle Grün in dünne Ringe schneiden. Die Mungobohnensprossen verlesen und waschen. Erdnüsse grob hacken.

In einer großen Pfanne Butter und Sesamöl erhitzen. Gekochte Nudeln darin unter Rühren knusprig anbraten, bis sie leicht braun werden. Dann Frühlingszwiebeln und Mungobohnensprossen zugeben, mit anbraten. Bratnudeln mit Salz und Pfeffer würzen. Sojasauce und Chilisauce zugeben, unterrühren und die Pfanne vom Herd nehmen. Bratnudeln portionsweise in tiefe Teller fühlen. Mit den Erdnüssen bestreut servieren.

Montag, 26. März 2012

Tortano mit Chorizo, Feta und Chili-Öl

Bei der Suche nach Rezepten für die schnelle Feierabendküche bin ich wie so oft in der "Lecker", Ausgabe 3/2012 fündig geworden. Hier lachte mich ein Tortano, ein italienisches Kranzbrot aus Pizzateig, an. Im Originalrezept wird eine Rolle fertiger frischer Pizzateig aus dem Kühlregal verwendet. Gefüllt wird der Pizzaring im Lecker-Rezept mit Feta, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Pinienkernen und Knoblauchwurst. 

Von meiner letzten Pizzaback-Aktion hatte ich noch Pizzateig für eine Portion übrig, den ich eingefroren hatte. Also habe ich für den Tortano meinen selbstgemachten übrig gebliebenen Pizzateig morgens noch schnell in den Kühlschrank gestellt und langsam aufgetaut und abends anstelle des fertigen Teigs verwendet, was prima geklappt hat. Die zweite Abwandlung bei mir war Chorizo statt wie im Original Knoblauchwürste. Nach dem Backen habe ich den Tortano mit Chorizo und Feta noch mit selbstgemachtem Chili-Öl beträufelt und mit einem großen Klecks Schmand und ein paar Blättern frischem Basilikum genüßlich verspeist! Durch den bereits fertigen Pizzateig lag die Zubereitungszeit bei gut 35 Minuten - perfekt!

 

Tortano mit Chorizo, Feta und Chili-Öl
(für 1 Portion)

Zutaten:
1 EL Pinienkerne
150g Kirschtomaten
1 Frühlingszwiebel
ca. 75g Chorizo
Mehl zum Bestäuben
Pizzateig für 1 Pizza (selbstgemacht nach diesem Rezept und Reste eingefroren)
Salz, Pfeffer
50g Feta
50g Schmand

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

Tomaten waschen und vierteln. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Chorizo häuten und klein würfeln.

Arbeitsfläche gut bemehlen und den Pizzateig darauf zu einem Rechteck ausziehen. Teig auf das Backblech legen. Pinienkerne, Tomaten, Frühlingszwiebel und Chorizo gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Zurückhaltend mit Salz und Pfeffer würzen. Feta zerbröckeln und ebenfalls auf den Teig geben. Teig erst von der Längsseite zu einer Rolle formen, dann an den offenen Enden zu einem Ring verbinden. Ring mit wenig Mehl bestäuben und im heißen Backofen auf der mittleren Schiebe 20-25 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Tortano herausnehmen und mit Chili-Öl beträufeln. Mit dem Schmand servieren.

Freitag, 23. März 2012

Bärlauch-Cappuccino

Diese Woche habe ich den ersten Bärlauch auf dem Wochenmarkt gekauft - Fans meiner Facebook-Seite haben es schon mitbekommen! Was habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es wieder Bärlauch gibt. Letztes Jahr habe ich das knofelige Kraut so richtig für mich entdeckt und einige tolle Rezepte mit Bärlauch gefunden. Auch dieses Jahr möchte ich möglichst viele neue, leckere Rezepte mit Bärlauch ausprobieren. Den Anfang macht ein Bärlauch-Cappuccino. Das Rezept für dieses frühlingshafte Süppchen habe ich auf der Webseite von Living at Home gefunden. Ich habe die unten angegebene Menge als Hauptgericht alleine gegessen, als Vorspeise in einem Frühlingsmenü für zwei Personen würde sich dieser grüne Cappuccino aber auch sehr gut machen!


Bärlauch-Cappuccino
(für 2 Personen als Vorspeise oder 1 Person als Hauptgericht)

Zutaten:
1 Frühlingszwiebel
1 große mehligkochende Kartoffel (ca. 150g)
1 EL Butter
75ml Weißwein
75g TK-Erbsen
300ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
60g Bärlauch
50g Schmand
Zucker
75ml Milch

Zubereitung:
Frühlingszwiebel putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Kartoffel schälen und fein würfeln. Butter in einem großen Topf erhitzen. Frühlingszwiebel und Kartoffel darin andünsten. Mit Weißwein ablöschen, fast vollständig einkochen lassen. Dann die Erbsen und die Gemüsebrühe zugeben. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat würzen. Einmal aufkochen, dann auf mittlere Hitze zurückschalten und die Suppe zugedeckt ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffel weich ist.

Derweil Bärlauch putzen, waschen und trocken schleudern. Zwei Blätter beiseite legen, den Rest grob hacken. Gehackten Bärlauch zur Suppe in den Topf geben. Suppe mit einem Stabmixer möglichst fein pürieren. Schmand unterrühren und die Suppe erneut erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und eventuell auch noch mal mit Muskat abschmecken.

Milch in einem kleinen Topf erwärmen und mit dem Milchaufschäumer schaumig schlagen. Beiseite gelegte Bärlauchblätter in dünne Streifen schneiden.

Bärlauch-Suppe in hitzebeständige Gläser füllen. Milchschaum darauf verteilen. Mit dem geschnittenen Bärlauch und nach Belieben noch mit etwas Muskatnuss bestreut servieren.

So, und jetzt seid ihr gefragt: habt ihr Lieblingsrezepte mit Bärlauch, die ihr mir empfehlen könnt? Immer her damit! Denn dieses Süppchen soll erst der Anfang für eine ausgiebige Bärlauch-Sause gewesen sein....

Donnerstag, 22. März 2012

Was koche ich bloß? Rezepte für einen Wochen-Essensplan

Peter vom Blog "Aus meinem Kochtopf" ruft uns dazu auf, einen Wochen-Speiseplan für 5 Hauptgerichte zu erstellen, der auch für Berufstätige und Kochmuffel gut umsetzbar ist. Dafür sollten die Zutaten möglichst nicht zu ausgefallen sein, und das Essen sollte sich recht schnell zubereiten lassen. 

 Ich beteilige mich gerne an Peters Blogevent, denn diese Anforderungen habe ich auch an mein Essen unter der Woche: Ich habe einen Vollzeit-Job und esse mittags meist nur ein belegtes Brötchen, deshalb möchte ich abends dann ein leckeres, warmes Abendessen, das in ca. 30 bis maximal 45 Minuten fertig auf dem Tisch steht.

Hier also mein Vorschlag für schnelle und leckere Gerichte für eine Arbeitswoche von Montag bis Freitag.

Montag: Bärlauch-Ziegenkäse-Penne mit gerösteten Pinienkernen
Auf dem Markt gibt es den ersten Bärlauch! Ich liebe das knofelige Grünzeug. Die Pasta mit Bärlauch ist im Handumdrehen zubereitet und versüßt den Start in die neue Arbeitswoche.


Dienstag: Mediterrane Hähnchenbrust mit Gemüse aus dem Wok und Kräuter-Öl
Heute koche ich ein schnelles Gericht mit Fleisch! Am längsten dauert das Gemüse schnippeln, danach geht durch die Zubereitung im Wok alles ruckzuck. Das Essen eignet sich auch für alle, die abends keine Kohlehydrate mehr zu sich nehmen möchten.


Mittwoch: Tarte mit Birnen, Ziegenfrischkäse und scharfem Senf-Dressing
Durch die Verwendung von fertigem Tiefkühl-Blätterteig ist diese Tarte in weniger als 30 Minuten fertig. Während sie im Backofen bäckt, kann man ganz in Ruhe den Salat putzen und das Salatdressing anrühren.


Donnerstag: Strangolapreti - Ricottanocken mit Spinat
Am Donnerstag stehen schnelle Ricottanocken mit Spinat und Parmesan auf dem Speiseplan. Wenige Zutaten, schnell zubereitet, lecker!


Freitag: Honigglasierter Lachs mit Gurkensalat und Erdnuss-Pesto
Freitag gibt es Fisch! Na ja, zumindest ab und zu. Dieser Lachs mit einer Glasur aus Honig und dem frischen Gurkensalat nach einem Rezept von Tim Mälzer lässt sich in 30 Minuten völlig stressfrei zubereiten. Ich habe das Essen auch schon Gästen serviert - ein feines, leichtes Essen zum Start ins Wochenende!


Ich erstelle ehrlich gesagt höchst selten im Voraus einen so konkreten Speiseplan für eine ganze Woche. Meist überlege ich mir am Wochenende grob, was ich in der Folgewoche essen möchte, und suche interessante Rezepte raus, die in allerhöchstens 45 Minuten fertig auf dem Tisch stehen.
Ich kaufe im Normalfall höchstens für 2 Mahlzeiten im Voraus ein, damit genügend Raum für spontane Aktionen (wie auswärts essen gehen oder dringendes Nachkochbedürfnis für tolle Rezepte der Blogger-Kollegen usw.) bleibt. Aber gekocht wird eigentlich jeden Tag, und rückblickend betrachtet kommt am Ende der Woche auch mal so ein Speiseplan dabei raus.

Und wie ist das bei euch? Kocht ihr unter der Woche auch jeden Tag? Macht ihr einen Wochen-Speiseplan?

Mittwoch, 21. März 2012

Asiatisches Paprika-Rindfleisch mit Schwarze Bohnen-Sauce

Seit ich vor kurzem mal wieder ausgiebig im Asia-Laden meines Vertrauens in Karlsruhe geshoppt habe und auf Verdacht interessante Zutaten mitgenommen habe, bin ich ziemlich auf dem Asia-Trip! Neben diversen asiatischen Nudelsorten wanderte letztens auch eine kleine Dose gesalzener schwarzer Sojabohnen in den Einkaufskorb. Wie passend, dass mich in der "Lecker" 3/2012 das Rezept für das asiatische Paprika-Rindfleisch mit Schwarze Bohnen-Sauce sofort angesprochen hat - und dafür genau diese Bohnen benötigt werden! So habe ich das Gericht dann am Sonntag für meinen Mann und mich gekocht. Abgesehen von der Marinierzeit ist es rekordverdächtig schnell zubereitet und schmeckt sagenhaft gut - beinahe hätten wir noch die Teller ausgeschleckt! Wir waren wirklich schwer begeistert, das gibt es bestimmt noch mal bei uns.


Asiatisches Paprika-Rindfleisch mit Schwarze Bohnen-Sauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g Rinderfilet
2 EL Sojasoße
3 EL Sherry
1/2 EL Speisestärke
2 EL gesalzene schwarze Bohnen aus der Dose (Asia-Laden)
3 EL Sesamöl
Salz, Pfeffer
Zucker
1 grüne Paprika
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 frische rote Chilischote
125g chinesische Weizennudeln

Zubereitung:
Rinderfilet trocken tupfen, einmal längs halbieren, dann in möglichst dünne Scheiben schneiden. Sojasoße mit 2 EL Sherry vermischen, Fleisch darin einlegen. Stärke zugeben und 1-2 EL Wasser unterrühren. Alles gut vermischen, dann das Fleisch abgedeckt mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde marinieren lassen.

Bohnen in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen. Gut abtropfen lassen. Dann die Bohnen in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel zermusen. 1 EL Sesamöl unterrühren. Sauce mit einer Prise Zucker würzen.

Paprika halbieren, Stiel und Kerngehäuse entfernen. Paprika waschen und in Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln. Chili halbieren, Kerne und Stiel entfernen. Chili waschen und in feine Ringe schneiden.

Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung garen.

1 EL Sesamöl zum Fleisch und der Marinade geben. In einer großen Pfanne einen weiteren EL Öl erhitzen und das Fleisch mitsamt Marinade darin unter Rühren ca. 2 Minuten braten. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und aus der Pfanne nehmen. Paprika, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Chili und die Schwarze Bohnen-Sauce in die Pfanne geben und im Bratfett braten, dabei immer wieder umrühren. Mit 1 EL Sherry ablöschen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Nudeln in ein Sieb abgießen, kurz mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen und mit dem Fleisch in die Pfanne zum Gemüse geben. Gut vermischen, dann portionsweise in tiefe Teller füllen und sofort servieren.

Montag, 19. März 2012

Mediterrane Hähnchenbrust mit Gemüse aus dem Wok und Kräuter-Öl

Mein Wok, der eine Zeitlang vergessen auf dem Küchenschrank eingestaubt ist, ist momentan wieder öfter in Benutzung. Schließlich gehen Gerichte aus dem Wok meist ruck-zuck und sind daher prima geeignet für die schnelle Feierabendküche. Auch das Rezept für die mediterrane Hähnchenbrust mit Gemüse aus dem Wok und Kräuter-Öl, das ich schon 2007 aus einer Ausgabe der "Brigitte" herausgerissen hatte, steht in weniger als 30 Minuten fertig auf dem Tisch. Und auch geschmacklich hat es überzeugt, besonders das würzige Topping mit dem Thymian-Rosmarin-Basilikum-Öl hat mir gut gefallen!


Hähnchenbrust mit Gemüse aus dem Wok und Kräuter-Öl
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 kleine Aubergine (175g)
Salz
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zucchini (200g)
200g Kirschtomaten
250g Hähnchenbrustfilet
4-5 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
50g schwarze Oliven, entsteint
Pfeffer
Zucker
1 TL frische Rosmarinnadeln
3-4 Zweige frischer Thymian
5 Stängel Basilikum

Zubereitung:
Aubergine abwaschen, putzen, längs halbieren und in gleichmäßige, nicht zu große Stücke schneiden. Auberginenstücke in ein Sieb geben, mit ca. 1/2 EL Salz bestreuen. 10 Minuten ziehen lassen. Derweil Zwiebel schälen und in Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Zucchini waschen, putzen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Tomaten waschen und halbieren. Fleisch waschen, trocken tupfen und in ca. 3 cm große Würfel schneiden.

Auberginen unter fließendem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen.

2 EL Öl in einem Wok erhitzen. Zwiebel und Auberginenwürfel darin bei großer Hitze anbraten. Nach ca. 1-2 Minuten Zucchini, Knoblauch und Tomaten zugeben und alles goldbraun braten. 150ml Wasser mit dem Tomatenmark verrühren und in den Wok geben. Aufkochen lassen. Dann die Fleischstücke zugeben und alles ca. 7 Minuten bei großer Hitze kochen, bis das Fleisch gar ist. Dabei immer wieder umrühren.

In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Einige Blätter für die Deko beiseite legen, den Rest fein hacken. Fein gehackte Kräuter mit 3 EL Olivenöl verrühren.

Die Oliven zum Fleisch und dem Gemüse in den Wok geben, warm werden lassen. Alles mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Fleisch und Gemüse portionsweise auf Teller geben. Mit dem Kräuteröl beträufeln und mit den frischen, beiseite gelegten Kräutern garniert servieren.

Das war wahrscheinlich das letzte Gericht, das ich in meinem alten Wok gekocht habe. Denn dieses eiserne Schätzchen hat bei mir Einzug gehalten und wartet jetzt nur noch darauf, eingebrannt zu werden. Dafür sollte ich dann vermutlich erst mal unseren Rauchmelder ausschalten....

Sonntag, 18. März 2012

Nachgebacken: Saftiger, luftiger Schoko-Kuchen

Schon vor zwei Jahren habe ich beim Kochfrosch Kathi den Blitz-Schokokuchen gesehen, der damals sofort auf meine Nachkochliste wanderte. Dann erwähnte Steffi den Schokokuchen vorletzte Woche auf Ohhh...Mhhh... , und letzte Woche brachte völlig unabhängig davon ein Kollege genau diesen Kuchen ins Büro mit. Natürlich musste ich sofort probieren, und schon beim ersten Bissen war ich total begeistert: der Kuchen schmeckt unglaublich schokoladig, luftig und gleichzeitig saftig durch das noch leicht feuchte Innere, ein wahr gewordener Schoko-Traum! Und so habe ich ihn dieses Wochenende denn auch postwendend nachgebacken. Ich bestätige hiermit: Der Blitz-Schokokuchen trägt seinen Namen zu recht! Die Zubereitung ging blitzschnell, und ebenso blitzschnell war nur noch ein Ehren-Stückchen von diesem Kuchen übrig, das ich gerade noch fotografieren konnte, bevor es ebenfalls auf wundersame Weise verschwand....


Schoko-Kuchen
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten
200g Zartbitterschokolade (72% Kakao)
200g Butter
200g Zucker
1 EL Vanillezucker
200g gemahlene Mandeln
1/2 Packung Weinstein-Backpulver
Salz
4 Eier
optional: 1,5 EL Mehl
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Schokolade grob in Stücke hacken. Mit der Butter in einem Topf langsam schmelzen. Leicht abkühlen lassen.

Backofen auf 160 Grad vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen.

Zucker, Vanillezucker, gemahlene Mandeln, Backpulver und eine Prise Salz in einer Rührschüssel miteinander vermengen. Geschmolzene Schokoladen-Buttermasse zugeben. Eier einrühren.

Wenn der Teig sehr flüssig ist, noch etwas Mehl zugeben, ich habe 1,5 EL hinzu gegeben. Teig in die Springform gießen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen.

Kuchen herausnehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann den Rand der Springform lösen und den Kuchen ganz auskühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.


Und ab damit auf die virtuelle Kuchentafel der Initiative Sonntagssüß! Diese Woche sammelt die zauberhafte Nina von Fräulein Text die Beiträge und befüllt das Pinterest-Board.

Freitag, 16. März 2012

Rustikale Kartoffel-Pfanne mit Spitzkohl und Speck

Als ich gestern abend bei meinen Eltern zu Besuch war, hat meine Mutter mir einen entzückenden kleinen Spitzkohl mit nach Hause gegeben, für den sie keine Verwendung hatte.


Wie gut, dass auf meiner Nachkochliste ein Rezept mit Spitzkohl nur darauf gewartet hat, nachgekocht zu werden: die rustikale Kartoffel-Pfanne mit Spitzkohl und Speck hatte ich schon vor einiger Zeit auf der Lecker-Webseite gesehen und mir zum Nachkochen gemerkt. Und so wurde aus einem Teil des Spitzkohls gleich heute abend ein schnelles Abendessen mit den ersten Frühkartoffeln, knusprigem Speck und einem großen Klecks frischem Schmand.


Rustikale Kartoffel-Pfanne mit Spitzkohl und Speck
(für 2 Portionen)

Zutaten:
300g Frühkartoffeln (vorwiegend festkochend)
2 EL Olivenöl
50g Speck
Salz, Pfeffer
1/2 kleiner Kopf Spitzkohl
1 Tomate
1 kleine rote Zwiebel
125ml Gemüsebrühe
2 Stängel Petersilie
75-100g Schmand

Zubereitung:
Kartoffeln abwaschen und ungeschält in dünne Scheiben schneiden. Speck in Würfel schneiden. 1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffelscheiben darin unter gelegentlichem Wenden in ca. 15 Minuten goldbraun und knusprig braten. 5 Minuten vor Ende der Bratzeit den Speck dazugeben und ebenfalls knusprig braten.

Derweil die Tomate waschen, halbieren, den Strunk entfernen. Tomate in dünne Spalten schneiden. Zwiebel schälen und in Spalten schneiden. Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen und wegwerfen. Spitzkohl waschen und halbieren. Den harten Strunk keilförmig herausschneiden. Dann den Spitzkohl in kleine Stücke schneiden. 

Kartoffeln mit Salz und Pfeffer würzen, dann mitsamt dem Speck aus der Pfanne nehmen. 1 EL Öl in die Pfanne mit dem Bratfett geben und die Zwiebel und den Spitzkohl darin ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten. Tomaten zugeben, weitere 2 Minuten braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Jetzt die Kartoffeln erneut zugeben und erwärmen. 

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättern von den Stängeln zupfen. Petersilie grob hacken. 

Kartoffel-Pfanne mit Salz und Pfeffer abschmecken. Portionsweise auf Teller füllen. Auf jede Portion einen großen Klecks Schmand  geben. Mit der gehackten Petersilie bestreut servieren.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende - genießt die Sonne und den Frühling!

Donnerstag, 15. März 2012

Tarte mit Birnen, Ziegenfrischkäse und scharfem Senf-Dressing

Auf der Suche nach Rezeptinspirationen habe mal wieder meine Foodzeitschriften-Sammlung durchgeblättert und bin dabei in einer "essen und trinken" vom letzten Jahr (Ausgabe 3/2011) auf eine Rezeptstrecke zum Thema "Senf" gestoßen. Die muss meiner Aufmerksamkeit letztes Jahr offensichtlich entgangen sein, denn als ich sie mir jetzt angeschaut habe, habe ich sofort mehrere Rezepte zum Ausprobieren markiert. Und als erstes war dann eine Tarte mit Birnen, Ziegenfrischkäse und scharfem Senf-Dressing dran. 

Die Zubereitungszeit liegt bei gut 30 Minuten und das Rezept hat mich durch die raffinierte Kombination von knusprigem Blätterteig,Birnen, Speck, Ziegenfrischkäse und dem scharfen Senf-Dressing aus zweierlei Senfsorten, Ahornsirup, Zitronensaft und Thymian voll überzeugt. Lediglich die Menge des Senf-Dressings war mir etwas zu viel, weswegen ich sie im Rezept unten schon halbiert habe. Die Tarte schmeckt sowohl warm als auch kalt. Dazu gab es bei mir einen grünen Salat - und Sonnenstrahlen auf dem Esstisch, herrlich! Es wird Frühling!


Tarte mit Birnen, Ziegenfrischkäse und scharfem Senf-Dressing
(für eine Springform mit 18cm Durchmesser, ergibt 2 Portionen)

Zutaten:
2 Platten TK-Blätterteig, Größe ca 20 cm x 10 cm
3 Stängel Thymian
1 EL Ahornsirup
1 EL Zitronensaft
1/2 EL grobkörniger Senf
1/2 EL scharfer Senf
Salz, Pfeffer
40 g durchwachsener Speck
1 kleine, reife Birne
100 g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
Blätterteigplatten 10 Minuten antauen lassen. Backofen auf 220 Grad vorheizen.

Derweil die Tartefüllung vorbereiten: Birne schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Birne in dünne Scheiben schneiden. Speck möglichst fein würfeln. Für das Senf-Dressing Ahornsirup, Zitronensaft, grobkörnigen Senf und scharfen Senf vermischen. Thymian waschen, trocken schütteln, die Blättchen von den Stängeln zupfen und unter das Senf-Dressing mischen. Dressing mit Salz und Pfeffer würzen.

Blätterteigplatten leicht überlappend auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und mit dem Nudelholz etwas dünner und größer auswellen. Teig in eine kleine Springform legen. Eventuell überstehende Teigstücke abschneiden, einen Teigrand hochziehen und Teig an Boden und Rand etwas andrücken. Speck und Birnenstücke auf dem Boden verteilen. Ziegenfrischkäse zerbröckeln und auf dem Belag verteilen. Senf-Dressing über den Belag träufeln. Reichlich frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer über den Belag geben.

Tarte im heißen Backofen auf der untersten Schiene 20 Minuten backen. Dann den Backofengrill einschalten und die Tarte auf der mittleren Schiene 3 Minuten goldbraun bräunen lassen.

Tarte herausnehmen, leicht abkühlen lassen und servieren. Dazu passt grüner Salat.

Dienstag, 13. März 2012

Nachgekocht: Geröstetes Wurzelgemüse mit Kapern-Vinaigrette

Wie angekündigt kommt hier noch das Essen, das es zu unserer Müller-Thurgau-Blindverkostung gab! Außer einer Antipasti-Platte mit Parmaschinken, Fenchelsalami, mit Mandeln gefüllten Oliven, gefüllten Kirschpaprika, gefüllten Peperoni, Bauernbrot und gesalzener Butter wollte ich noch etwas Warmes servieren. Nachdem ich gelesen hatte, dass zu Müller-Thurgau besonders gut geröstetes Gemüse passt, fiel mir sofort das Geröstete Wurzelgemüse mit Kapern-Vinaigrette nach Ottolenghi ein, das ich bei Simone von Pi mal Butter bewundert hatte. Ich liebe Backofengemüse ja sowieso, und diese Variante mit der Kapern-Vinaigrette ist ein weiterer Volltreffer! Das Essen lässt sich prima vorbereiten und hat unseren Gästen und uns sehr gut geschmeckt. Das gibt es sicherlich mal wieder.


Geröstetes Wurzelgemüse mit Kapern-Vinaigrette
(für 4 Portionen)

Zutaten:
Für das Wurzelgemüse:
4 große Kartoffeln, vorwiegend festkochend
3 Süßkartoffeln
2 Möhren
4 Pastinaken
1 gelbe Paprika
4 rote Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
Olivenöl
2-3 Zweige Rosmarin
4-5 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer
ca. 150g Kirschtomaten
1 EL schwarzer Sesam
Für die Kapernvinaigrette:
3 EL Zitronensaft
5 EL Salzkapern
1,5 TL Honig
1,5 TL Senf
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, vierteln und in einem Topf knapp mit Wasser bedecken. Wasser salzen und die Kartoffeln bissfest kochen. Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Derweil Pastinaken und Möhren schälen und in nicht zu kleine, gleich große Stifte schneiden. Paprika halbieren, Kerngehäuse entfernen und Paprika in nicht zu kleine Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und vierteln. Knoblauch schälen und die Zehen halbieren. Süßkartoffeln schälen und in ebenso große Stücke schneiden wie die Pastinaken und die Möhren.

Vorgekochte Kartoffeln abgießen und mit den Pastinaken, den Möhren, der Paprika, den Zwiebeln und dem Knoblauch auf ein tiefes Backblech geben. Großzügig Olivenöl darübergeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Rosmarin und Thymian waschen, trocken schütteln und grob zerkleinern. Über das Gemüse geben. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 15 Minuten rösten. Dann die Süßkartoffeln dazugeben und das Gemüse weitere 45 Minuten rösten lassen. Dazwischen einmal das Gemüse mit einem Kochlöffel umschichten.

Für die Vinaigrette die Salzkapern in reichlich Wasser einlegen. Zitronensaft, Honig und Senf miteinander vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl unterschlagen. Kapern in ein Sieb abgießen, noch mal unter fließendem Wasser abspülen. Zur Vinaigrette geben.

Kirschtomaten waschen und auf dem Backblech mit Röstgemüse verteilen. Nochmals 10 Minuten rösten, bis auch die Tomaten weich und leicht gebräunt sind.

Röstgemüse aus dem Backofen holen, sofort die Kapernvinaigrette untermischen. Mit schwarzem Sesam bestreut servieren.

Sonntag, 11. März 2012

Nachgemacht: Ziegenfrischkäse-Trüffel mit Zartbitterschokolade und einer Prise schwarzem Pfeffer

Kennt ihr denn alle schon den Blog der zauberhaften Jeanny: "Zucker, Zimt & Liebe"? Falls nein, unbedingt gucken gehen! Ich bin jedenfalls total begeistert von diesem Blog. Und als Jeanny letzten Sonntag die Ziegenfrischkäse-Trüffel mit Zartbitterschokolade und einer Prise frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer veröffentlich hat, war es sofort um mich geschehen. Ziegenfrischkäse UND Zartbitterschokolade UND schwarzer Pfeffer? Muss ich ausprobieren! Die kleinen Schokopralinen sind ruckzuck vorbereitet und schmecken einfach himmlisch. Ich habe die Trüffel streng rationiert als süßen Abschluss unserer Weinprobe serviert, und sie kamen sehr gut an bei unseren Freunden. Die letzten Trüffel sind noch im Kühlschrank und werden mir den restlichen Sonntag versüßen... 

Ich habe bei der Zubereitung lediglich die Mengen etwas angepasst, ansonsten habe ich mich ganz an Jeannys Rezept gehalten, die es wiederum dem nagelneuen Kochbuch von Joy the Baker entnommen hat.


Ziegenfrischkäse-Trüffel mit Zartbitterschokolade und einer Prise frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer
(ergibt ca. 20 Trüffel)

Zutaten:
100g Zartbitterschokolade (70% Kakao)
100g Ziegenfrischkäse
2,5 EL Zucker
eine Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2-3 EL hochwertiges Kakaopulver, schwach entölt

Zubereitung:
Schokolade grob hacken und über einem heißen Wasserbad langsam schmelzen lassen. Schokolade wieder etwas abkühlen lassen, damit der Käse nicht sauer wird. Derweil in einer zweiten Schüssel Ziegenfrischkäse, Zucker und etwas schwarzen Pfeffer mit einem Schneebesen gut vermischen. Die handwarm abgekühlte Schokolade nur so lange unterrühren, bis sie sich mit dem Ziegenfrischkäse verbunden hat. Die Ziegenfrischkäse-Schokoladenmasse abgedeckt eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen, bis sie etwas fester geworden ist.

Kakaopulver in einen tiefen Teller füllen. Mit einem Teelöffel Nocken von der gekühlten Schokoladenmasse abstechen und mit den Händen rasch zu runden Bällchen formen. Jedes Bällchen großzügig im Kakaopulver wälzen.

Trüffel bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren, nach Belieben in kleine Pralinenförmchen setzen.

Mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß, diese Woche sammelt Julie von mat&mi die Beiträge und pinnt sie an das Pinterest-Board. Lasst es euch schmecken!

Samstag, 10. März 2012

Weinrallye etwas anders: Müller-Thurgau Blindverkostung

Manchmal greift alles ineinander: Natalie von Cucina Casalinga hat die Wein-Rallye nach längerer Pause mit dem Thema "Müller-Thurgau" wieder eröffnet. Und fast zeitgleich mit der Ankündigung der Weinrallye hatte ich eine E-Mail von Alexander Ostermeyr von wein-depot.de im Posteingang, in der er sehr nett anfragte, ob ich Lust hätte, sein Angebot unverbindlich zu testen. Also habe ich um eine Auswahl an Müller-Thurgau gebeten - und auch prompt bekommen. Im Probierpaket von wein-depot.de waren folgende Weine enthalten:


Pauser First Class Müller-Thurgau
trocken, 2010
1l zum Preis von 5,42€

Alte Grafschaft Wertheimer Müller-Thurgau QbA
trocken, 2009
1l zum Preis von 7,40€

Juliusspital Müller-Thurgau QbA
trocken, 2010
0,75l zum Preis von 8,50€

Fürstlich Castell Rivaner QbA
trocken, 2010
0,75l zum Preis von 6,56€

Pauser Classic Rivaner
halbtrocken, 2010
0,75l zum Preis von 5,97€

Da Müller-Thurgau ein eher schlechtes Image hat und als billiger "Schoppenwein" gilt, wollte ich unvoreingenommen an die Weinprobe herangehen. Daher habe ich einige Freunde zu einer Weinprobe mit Blindverkostung eingeladen. Sie wussten nur, dass es sich um deutsche Weißweine handelt - sonst nichts. Für die Weinprobe habe ich einen Verkostungsbogen vorbereitet, mit dessen Hilfe wir uns den Weinen genähert haben und versucht haben, herauszufinden, ob die Weine so riechen, schmecken und aussehen, wie man das von einem Müller-Thurgau erwartet - oder eben nicht! Und da keiner von uns ein großer Weinkenner ist, war unser wichtigstes Bewertungskriterium: schmeckt mir der Wein oder schmeckt er mir nicht?


So hatten wir gestern viel Spaß bei unserer Blindverkostung und kamen am Ende zu einem recht eindeutigen Ergebnis: Mit Abstand am besten geschmeckt hat allen der First Class Müller-Thurgau vom Weingut Pauser aus Flonheim in Rheinhessen, mit 5,42 Euro für die 1 Liter-Flasche der günstigste Wein im Probierpaket. Ziemlich übereinstimmend rochen und schmeckten wir hier Ananas und Pfirsich, außerdem gefiel die strohgelbe Farbe.



Mit schon deutlichem Abstand auf dem zweiten Platz landete der Classic Rivaner halbtrocken, ebenfalls vom Weingut Pauser.

Die drei anderen Weine konnten uns nicht so überzeugen, es fielen Bezeichnungen wie "Schorlewein", "nichtssagend", "flach" und "langweilig" oder "na ja, im Sommer eiskalt auf der Terrasse noch ok".

Erstaunlich dabei war, dass keiner der Blindverkoster vermutet hätte, dass es sich bei allen Weinen um Müller-Thurgau handelt. Die Bandbreite der herausgeschmeckten Aromen war doch sehr groß und unterschied sich bei fast allen Weinen. Spannend!

Mir hat es die Weinprobe sehr viel Spaß gemacht und ich bedanke mich bei Alexander Ostermeyr recht herzlich für die zur Verfügung gestellten Weine!

Und in den nächsten Tagen zeige ich euch noch, was es zur Weinprobe zu essen gab, denn natürlich haben wir nicht auf nüchternen Magen verkostet...

Dienstag, 6. März 2012

Pizza mit Zucchinistreifen, Ziegenfrischkäse, schwarzen Oliven und Honig

Am Wochenende gab es bei uns endlich mal wieder selbst gemachte Pizza. Den Teig habe ich wie immer nach einem erprobten Rezept aus der "essen und trinken" zubereitet. Als Belag mag ich auf meiner Pizza eigentlich am liebsten Rucola, Parmaschinken und Parmesan. Aber dieses Mal habe ich einen ganz anderen Belag ausprobiert, den ich schon vor einiger Zeit bei Coolcat gesehen hatte und sofort spannend fand. Und so ungewöhnlich sich die Zutatenkombination auch anhört, die Pizza mit Zucchinistreifen, Ziegenfrischkäse, schwarze Oliven und Honig ist geschmacklich ein absoluter Volltreffer! Wird ins Standardrepertoire aufgenommen und bestimmt bald wieder gemacht.



Pizza mit Zucchinistreifen, Ziegenfrischkäse, schwarzen Oliven und Honig

(für 2-3 Portionen)

Zutaten:

Für den Pizzateig:

500g Mehl Typ 00
5g frische Hefe
1 TL Salz

Für die Tomatensauce (ergibt ca. 500ml):

2 Dosen geschälte Tomaten (à 425ml)
1 Knoblauchzehe
10 Blätter frisches Basilikum
1 EL Öl
Meersalz, schwarzer Pfeffer

Für den Belag:

250g Mozzarella
1 große Zucchini
2-3 EL entsteinte schwarze Oliven 
100g Ziegenfrischkäse
1-2 EL flüssiger Honig
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Als erstes den Pizzateig zubereiten. Dafür die Hefe in 300ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und 3-4 gleich große Teile abtrennen, je nachdem wie viele Pizzen ihr backen wollt und wie groß die Pizzen sein sollen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt dem Pizzastein auf der untersten Schiene auf 250 Grad vorheizen. 

Derweil die Tomatensauce zubereiten: Knoblauch schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und von den Stängeln zupfen. Grob zerpflücken. In einer großen beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Knoblauch darin anbraten. Tomaten und Basilikum hinzugeben, Tomaten dabei mit dem Kochlöffel zerdrücken. Mit Salz und Pfeffer würzen und aufkochen lassen. Dann sofort vom Herd nehmen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Knoblauch, Basilikum und grobe Tomatenteile bleiben dadurch im Sieb hängen. Die passierte Sauce wieder in die Pfanne zurückgeben und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und die Sauce ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze eindicken lassen. In Gläser abfüllen oder sofort verwenden. In Gläser abgefüllt ist die Tomatensauce im Kühlschrank ca. eine Woche haltbar.

Arbeitsfläche und Teigschieber gut bemehlen. Die Pizzateigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken. Nicht mit dem Nudelholz auswellen! 

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.
Jede Pizza dünn mit 2-3 EL Tomatensauce bestreichen und mit Mozzarella belegen. Backofen auf 220 Grad zurückschalten und die Pizzen im heißen Backofen ca. 10-12 Minuten knusprig backen.

In der Zwischenzeit Zucchini waschen und putzen. Mit einem Sparschäler dünne Streifen von der Zucchini abschälen. Oliven abtropfen lassen und grob zerkleinern. Pizzen aus dem Ofen holen. Mit Zucchinistreifen belegen und mit zerkrümeltem Ziegenfrischkäse und den gehackten Oliven bestreuen. Honig darüberträufeln und großzügig Pfeffer über den Pizzabelag mahlen.

Sonntag, 4. März 2012

Caramel Cupcakes mit Fleur de Sel

Bappig süße Cupcakes mit einem riesig-mächtigen Doppelrahmfrischkäse-Icing sind ja nicht so mein Fall. Ich backe lieber Kuchen oder simple Muffins und überlasse beim Thema Cupcakes und Macarons z.B. Chef Hansen das Feld. Außer... wenn Tchibo zum Cupcake-Backwettbewerb aufruft und mich dafür mit Schürze, Silikon-Muffinförmchen und Spritzbeutel-Set (oder wie Zorra so schön sagt: "Dressiersack") ausstattet. 

Dann packt mich der Ehrgeiz und ich wage mich an Caramel Cupcakes mit Fleur de Sel, angelehnt an das Rezept für Caramel Cupcakes aus dem englischen Backbuch "Cupcakes from the Primrose Bakery" von Martha Swift & Lisa Thomas, kombiniert mit Karamellsauce mit gesalzener Butter von Trish Deseine (gefunden bei Claudia von Fool for Food) und einem "Freestyle"-Topping aus Mascarpone und Karamellsauce. Yeah! Herausgekommen sind köstlich nach Karamell duftende Muffins, die erstaunlicherweise gar nicht so süß sind, wie ich bei der Zuckermenge von 240g erwartet hätte, mit einem frischen Topping, das durch eine Prise Fleur de Sel einen tollen Kick bekommt. Richtig lecker!

Und hier kommt das Rezept für euch, falls euch auch das Cupcake-Fieber packt...


Caramel Cupcakes mit Fleur de Sel
(für 12 Cupcakes)

Zutaten :
Für die Karamellsauce mit gesalzener Butter:
100g Zucker
2 EL kaltes Wasser
50g gesalzene Butter
1 gehäufter EL Mascarpone
Für die Cupcakes:
110g weiche Butter
120g Zucker
120g Roh-Rohrzucker
2 Eier
1 Vanilleschote
245g Mehl
1,5 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
75ml Karamellsauce (s.o.)
50g Mascarpone
Für das Topping:
200g Mascarpone
ca. 30-40ml Karamellsauce (s.o.)
1-2 Sahne-Muh-Muhs (oder andere weiche Karamellbonbons)
2 TL Fleur de Sel

Zubereitung:
Als erstes die Karamellsauce zubereiten, da sie vor der Verwendung abgekühlt sein muss. Dafür in einem schweren Topf Zucker und das kalte Wasser miteinander verrühren. Dann den Herd anschalten und den Zucker ganz langsam bei niedriger Hitze (Stufe 3 von 9) schmelzen lassen. Dabei nicht umrühren. Es dauert ca. 20 Minuten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und der Zucker karamellisiert. Erst wenn der Zucker karamellisiert ist und den gewünschten Farbton erreicht hat, den Topf vom Herd nehmen und mit einem Holzlöffel die gesalzene Butter unterrühren. Falls es zischt, nicht beirren lassen. Dann die Mascarpone unterrühren. Falls in der Sauce noch Zuckerkristalle sind, Topf noch mal auf den Herd stellen und die Kristalle durch Rühren bei niedriger Hitze lösen. Sauce abkühlen lassen. Die Karamellsauce lässt sich auch 3-4 Tage im Voraus zubereiten, wenn sie gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Jetzt geht es an die Cupcakes. Weiche Butter mit den beiden Zuckersorten in einer großen Rührschüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts 5 Minuten miteinander vermengen, bis die Masse cremig wird. Die Eier nacheinander einzeln zugeben und jeweils so lange mit dem Handrührgerät unterrühren, bis sich alle Zutaten gut miteinander verbunden haben. Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zu der Butter-Zucker-Eier-Masse geben. Unterrühren.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz in einer zweiten Schüssel vermengen. Dann die Hälfte des Mehls zur Buttercreme geben und mit den Knethaken des Handrührgeräts vermengen, bis sich die Zutaten gut verbunden haben. Die Karamellsauce zugeben und ebenfalls unterrühren. Dann das restliche Mehl zugeben und mit den Knethaken unterrühren. Als letztes die Mascarpone zugeben und ebenfalls so lange mixen, bis sich alle Zutaten gut miteinander verbunden haben.

Teig mit einem Esslöffel oder einem Eisportionierer in die Backförmchen füllen. Jede Form nur ca. 2/3 hoch mit Teig befüllen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 25 Minuten godlbraun backen. Vor dem Herausnehmen die Stäbchenprobe machen, ob der Teig durchgebacken ist!

Cupcakes vollständig auskühlen lassen. 

Dann das Topping zubereiten. Dafür 1-2 weiche Karamellbonbons sehr fein hacken. In einer Rührschüssel Mascarpone und Karamellsauce mit den Quirlen des Handrührgeräts gut vermengen. Mascarpone-Karamellmasse in einen Spritzbeutel einfüllen und das Topping spiralenförmig auf die abgekühlten Cupcakes spritzen. Topping mit gehackten Karamellbonbons und einer Prise Fleur de Sel bestreuen.


Und was ist jetzt mit dem Backwettbewerb?
Von Montag, 5.3. bis Freitag, 9.3. könnt ihr alle Cupcakes, die für den Backwettbewerb eingereicht wurden, auf dem Tchibo-Blog bewundern und für euren Favoriten abstimmen! 
Und natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr meinen Caramel Cupcakes mit Fleur de Sel eure Stimme gebt.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Beiträge der anderen teilnehmenden Foodblogger. Gesehen habe ich bereits Zorras Geburtstags-Cupcakes , Schoko-Amarena-Cupcakes von Schokolia, die Chocolate-Raspberry-Cupcakes von USA kulinarisch, Annes Chai Latte Muffins , die unglaublichen Rübli-Cupcakes mit Häschen (und Gras!) von Kochfieber und die Apfel-Mandel-Cupcakes von Alice im Kulinarischen Wunderland! Na, wenn das kein Cupcake-Feuerwerk wird...