Donnerstag, 31. Mai 2012

Gegrillte Putenröllchen mit Erdbeer-Gurken-Salat

Hach, war das Pfingstwochenende nicht ein toller Vorgeschmack auf den Sommer? Drei freie Tage am Stück, Sonnenschein, 25 Grad, der erste Freibadbesuch im Karlsruher Rheinstrandbad und, ganz wichtig: das erste Mal Grillen in diesem Jahr! Leider ist unser Balkon einen Tick zu klein, um gleichzeitig darauf zu grillen und zu essen. So steht also nur der Grill draußen und gegessen wird drinnen, aber der Geruch von gegrilltem Fleisch ruft trotzdem bei mir sofort das Gefühl von Sommer, Sonne und Freiheit hervor!

Angegrillt haben wir dieses Jahr mit Putenröllchen mit Erdbeer-Gurken-Salat. Die Putenröllchen habe ich nach einem Rezept aus dem kleinen GU-Büchlein "Grillen" zubereitet. Dafür habe ich Putenschnitzel mit Senf bestrichen und mit Serranoschinken und je einer getrockneten Aprikose belegt. Zu diesem fruchtigen Fleisch passt ein fruchtiger Salat, und so habe ich mal wieder den fabulösen Erdbeer-Gurken-Salat mit Basilikum zubereitet, den ich schon vor 2 Jahren für mich entdeckt habe! Fazit: ein prima Einstieg in die Grillsaison 2012! Jetzt muss nur das Wetter wieder etwas besser werden...



Gegrillte Putenröllchen mit Erdbeer-Gurken-Salat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Salatgurke
ca. 350g Erdbeeren
Eine Handvoll Basilikumblätter
1 EL Crema di Balsamico bianco (ersatzweiße Balsamico-Essig)
1 TL Akazienhonig
3 EL Walnussöl
frisch gemahlener Pfeffer
300g dünne Putenschnitzel
Salz, Pfeffer
2 TL Senf
3 dünne Scheiben Serranoschinken
6 getrocknete Aprikosen
1 EL Olivenöl

Zubereitung:
Zunächst den Erdbeer-Gurken-Salat vorbereiten. Dafür die Gurke schälen. In grobe, mundgerechte Würfel schneiden. Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Basilikum waschen, trocken schütteln und grob hacken. Alles miteinander vermischen.

Für das Dressing die Crema di Balsamico bianco, den Akazienhonig und das Walnussöl miteinander vermischen, mit Pfeffer würzen. Dressing unter die Erdbeeren und Gurken mischen und den Salat abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen, während die Putenröllchen vorbereitet werden.

Putenschnitzel unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen. Schnitzel zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie legen und mit einem Plattiereisen oder einem schweren Kochtopf platt klopfen. In 6 ungefähr gleich große Stücke zerteilen. Schnitzel auf einer Seite mit Salz und Pfeffer würzen und dünn mit Senf bestreichen. Die Schinkenscheiben längs halbieren und je eine Schinkenhälfte auf die mit Senf bestrichenen Putenschnitzel legen. Auf jedes Schnitzel eine Aprikose legen und die Schnitzel aufrollen. Mit einem Zahnstocher oder einer Rouladennadel feststecken. Jedes Röllchen von außen mit etwas Olivenöl bestreichen.

Röllchen auf dem heißen Grill (oder ersatzweise in der Pfanne) ca. 10 Minuten goldbraun grillen, dabei öfter wenden. Mit dem Erdbeer-Gurken-Salat servieren.

Montag, 28. Mai 2012

Stages of a photo setup - more pics from the Plate to Page Workshop!

"Zeigst Du noch mehr Bilder vom Plate to Page-Workshop?" Wenn ihr so nett fragt, kann ich natürlich gar nicht anders. 

"Will you show some more pictures from the Plate to Page Workshop?" If you ask so nicely, of course I will.

Bereits am ersten Tag des "Plate to Page"-Workshops in Somerset ging es nach einer kurzen theoretischen Einführung los mit den Fotografie-Übungen. Juhu! In Zweierteams zogen wir los und durften uns in der Küche als natürlicher Requisitenkammer bedienen, um ein Foto-Setup ganz nach unseren Vorstellungen zu gestalten und fotografieren. Gemeinsam mit Spandana habe ich zuerst den grünen Spargel von The Garlic Farm abgelichtet. Besonderen Wert haben unsere Lehrerinnen übrigens darauf gelegt, dass das Essen und die Zutaten genau so fotografiert werden, wie sie sind, also ohne "Behandlung" mit Lackspray, Lebensmittelfarbe oder ähnlichem! Das entspricht auch meinen Überzeugungen. Den grünen Spargel haben wir zwei Tage später zum großen Abschluss-Dinner verspeist - tadellos! 
Hier mein Foto, das mir aus diesem Shooting am besten gefällt, von oben fotografiert:
After a short theoretical introduction on the first day of the "plate to Page" workshop in Somerset we started with the photography exercises. In teams of two, we used the kitchen as a natural props room to make a photo-set according to our ideas and take pictures of our set-up. Together with Spandana, I began to take pictures of the green asparagus from The Garlic Farm.  Our instructors considered it important that the food and the ingredients are photographed exactly as they are, ie without "treatment" with spray paint, food coloring or something similar! This corresponds to my belief. We had the green asparagus two days later for the goodbye dinner - it was delicious! 
Here is my photo that I like best from this shooting, photographed from above:


Und hier die Entwicklungsstufen dieses Fotos:
And here are the stages of this photo:


Es ging nahtlos weiter mit einer weiteren freien Fotografieübung, bei der wir selbst das Styling gemacht haben. Dieses Bild ist mein Favorit:
We went on with another free photography exercise in which we have done the styling ourselves. This image is my favorite:


Um zu diesem Setup zu gelangen, haben wir einige Schritte gebraucht. Manches muss man einfach ausprobieren und sich danach auf dem Kameradisplay anschauen. Erst dann merkt man z.B., dass ein Foto aus der Überkopf-Perspektive blöd aussieht, wenn im dekorativen Milchkännchen nichts drin ist, oder dass weniger mehr ist und man auf die bunte Serviette prima verzichten kann ;-)
It took us some time to get to this setup. Some things you just have to try and look at later on the camera screen. Only then will you realize, for example, that a photo from the overhead perspective looks silly if the decorative milk jug is empty, and that less is more and you don´t need the colorful napkin  ;-)


Am zweiten Workshop-Tag ging es insbesondere um das Thema Licht und die zur Lichtsituation passende Kameraeinstellung. Bei diesem Shooting hat Meeta die Szene bereits für uns gestylt. Ziel war ein stimmungsvolles, etwas dunkleres Bild, das den Kaviar "caviart" vom Plate to Page-Sponsor Gourmelli in Szene setzen sollte. Mein liebstes Bild ist dieses hier:
On the second day of the workshop we focused in particular on the light and the matching camera settings. Meeta styled this scene for us. The aim was an atmospheric, moody picture to set the scene for the caviar "caviart" from the Plate to Page sponsor Gourmelli. My favorite picture is this one:


Obwohl der Rahmen für das Foto ja schon feststand, habe ich doch einige Schüsse gebraucht, bis ich die richtige Kameraeinstellung und die passende Perspektive gefunden habe. Hier die Zwischenschritte:
Although the frame for the photo was set, I needed a few shots until I found the right camera angle and the right perspective. Here are the intermediate steps:


Nach dem etwas dunkleren, stimmungsvollen Bild kam das genaue Gegenteil! Dieses helle, frische Setup hat Ilva für uns gestylt, um für die Plate to Page-Sponsoren Capricorn Somerset Goat Cheese und Halen Mon den Ziegenkäse (sehr lecker übrigens!) und das Meersalz abzulichten. Mein bestes Bild aus dieser Serie:
After the moody, atmospheric image we went for the exact opposite! Ilva styled this bright, fresh setup to set the scene for the plate to Page-sponsors Somerset Capricorn Goat Cheese and Halen Mon. The goat cheese was delicious by the way! My best image from this series:


Bei dieser Übung habe ich festgestellt, dass zu viel Licht auch ein Problem sein kann. Die ersten Fotos waren hoffnungslos überbelichtet, bis ich dann langsam die passende Kameraeinstellung gefunden habe:
In this exercise, I realized that too much light can also be a problem. The first photos were hopelessly overexposed, until I slowly found the right camera settings:


"Fotografieren ist Malen mit Licht" - und die Kontrolle über das Licht ein wichtiger Faktor für gelungene Fotos. Besonders in Situationen mit wenig Licht ist es gut zu wissen, wie man trotzdem noch viel aus den Fotos herausholen kann. Dafür gab es auch noch eine Übung, aber darüber schreibe ich beim nächsten Mal - falls ihr noch Interesse habt!
"Photography is painting with light" - and the control of  light is an important factor for good pictures. Especially in low light situations it's good to know how much you can still get out of the photos. There was also an exercise for low light situations. I wil write about this next time - if you are still interested?

Sonntag, 27. Mai 2012

Süßkartoffel-Nocken in Salbeibutter mit Limettendip

Ich bin immer noch total begeistert von meinem Plate to Page-Workshop in Somerset. Das Blöde daran ist nur: jetzt erwartet wahrscheinlich jeder von mir, dass ich nur noch tolle Fotos mache. Und dann komme ich mit so einem Foto wie dem zu diesen Süßkartoffel-Nocken in Salbeibutter mit Limettendip hier ums Eck! Tja. Die Nocken waren richtig gut und haben mir sehr gut geschmeckt. Allerdings habe ich beim Nocken formen nicht so richtig mitgedacht und sie so unförmig geformt, dass ich damit fast schon wieder beim "Ugly Food" Blogevent von Heike mitmachen kann.

Was tun? Ich sage: der Italiener nennt solche Nocken ganz einfach "Malfatti", das gehört so, springe über meinen Schatten und poste das Rezept (übernommen aus der "Lecker" Nr. 9/2010) trotzdem. So!

 

Süßkartoffel-Nocken in Salbeibutter mit Limettendip
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 große Süßkartoffel (350g)
1 kleine Schalotte
1 Bio-Limette
200g Schmand
Salz, Pfeffer
Zucker
ca. 30g Parmesan am Stück
125g Mehl (+evtl. etwas mehr)
1 kleines Ei
2 EL Butter
5 Stiele Salbei

Zubereitung:
Süßkartoffel schälen und in grobe Würfel schneiden. In einem Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Wasser aufkochen und die Süßkartoffelstücke in ca. 20 Minuten zugedeckt weich kochen.

Derweil den Limettendip zubereiten. Dafür die Schalotte schälen und fein würfeln. Limette heiß abwaschen, abtrocknenn und die Schale fein abreiben. Anschließend die Limette halbieren und eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte in Spalten schneiden. Schmand mit dem Limettenschalenabrieb, dem Limettensaft und den Schalottenwürfeln mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Die Süßkartoffeln abgießen. Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer zu Püree zerstampfen. Kurz abkühlen lassen. Salbei in Streifen schneiden

In einer großen Schüssel 125g Mehl, 15g frisch geriebenen Parmesan, das Ei und 1/2 TL Salz miteinander vermischen. Süßkartoffelpüree unterrühren und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig darf ruhig etwas weicher sein, aber falls er zu weich ist, esslöffelweise Mehl zugeben.

In einem weiten Topf reichlich Salzwasser aufkochen. Mit Hilfe von 2 Esslöffeln aus dem Teig Nocken abstechen und formen. Im siedenden Salzwasser (d.h. das Wasser soll gerade nicht kochen) die Nocken ca. 7 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an der Wasseroberfläche treiben. Dann die Nocken mit einem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter erhitzen und die Süßkartoffel-Nocken darin goldbraun anbraten. Dabei immer wieder wenden. Nach ca. 2-3 Minuten die Salbeistreifen zugeben und mitbraten. Nocken mit Salz und Pfeffer würzen. Nocken portionsweise auf Teller geben, mit dem restlichen Parmesan bestreuen und mit dem  Limettendip und den Limettenspalten servieren.

Ich wünsche euch noch ein schönes langes Pfingstwochenende!

Mittwoch, 23. Mai 2012

Plate to Page - a Workshop to remember!

Die letzten Tage schwingen immer noch nach in mir. So lange habe ich auf dieses verlängerte Wochenende gewartet, und dann verging es wie im Flug. Von Donnerstag bis Montag war ich im idyllischen Somerset/England und habe am "Plate to Page"-Workshop teilgenommen. 


Der Workshop zum Thema Food-Fotografie und Food-Writing wurde veranstaltet von gleich vier fantastischen Bloggerinnen, Fotografinnen und Autorinnen: Meeta, Ilva, Jamie und Jeanne.



Das Programm für die Workshop-Tage war prall gefüllt. Von morgens bis abends ging es nur ums Essen - ein Traum! Wobei, eigentlich ging es nicht ums Essen an sich. Es ging auch und hauptsächlich darum, Essen zu fotografieren und über Essen zu schreiben. Aber fürstlich gegessen haben wir natürlich auch!



Und wie das so ist, wenn 15 Food-Verrückte aus insgesamt 6 Ländern aufeinandertreffen: sobald das Eis einmal gebrochen war, war der Geräuschpegel bei den gemeinsamen Essen an der langen Tafel in der Küche des alten Gutshauses, in dem wir gewohnt und gelernt haben, beständig hoch. So viele interessante Menschen, so viele spannende Geschichten, so viele gemeinsame Themen! Und das gemeinsame Brüten über Schreibaufgaben, der Bedienungsanleitung der eigenen Digitalkamera (wo stelle ich noch mal die Blende ein? Und den ISO? Und den f/stop?), den Möglichkeiten von Bildbearbeitungsprogrammen, die Suche nach W-LAN Empfang irgendwo auf dem Workshop-Gelände, die Bemühungen um das beste Setup für ein Fotoshooting schweißt innerhalb kürzester Zeit zusammen.


Ich habe es so sehr genossen, mich auszutauschen, von Fotografie- und  Schreibprofis zu lernen, alte Muster zu verlassen und neue Wege zu gehen, Feedback und Kritik anzunehmen, Inspirationen aufzusaugen, über griffigen Überschriften und knackigen Teasern zu brüten, ein Foto-Setup entstehen lassen, die richtige Kameraeinstellung finden, die passende Perspektive zu wählen, zu üben, zu lernen, ... die Freude unserer inspirierenden, talentierten Lehrerinnen an dem ganzen Workshop war unglaublich ansteckend und mitreißend! Ich freue mich schon sehr darauf, die vielen Tipps und Tricks, die ich im Workshop gelernt habe, zukünftig Schritt für Schritt umzusetzen.

1000 Dank an Meeta, Ilva, Jamie und Jeanne sowie alle anderen Teilnehmer des Workshops für 4 unvergessliche Tage in Taunton/Somerset!

Weitere Berichte über den Workshop findet ihr auch hier:

English version:
The last few days still resonate within me. So long have I been waiting for this weekend, and then it flew by. From Thursday to Monday I was in idyllic Somerset / England and took part in the "Plate to Page" workshop.

The workshop on food photography and food writing was organized by four fantastic bloggers, photographers and authors: Meeta, Ilva, Jamie and Jeanne.
The program for the workshop days was packed. From morning to night, it was all about the food - a dream! Wherein actually, it was not about food per se. It was mostly about food photography and writing about food. But we ate royally as well!

And this is what it is like when 15 food-crazy people from  a total of 6 countries meet: once the ice was broken, the noise level at the common meals at the long table in the kitchen of the old manor house, in which we have learned and lived, was consistently high. So many interesting people, so many interesting stories, so many common threads! And the common breed of writing tasks, the struggle with the digital camera and the manual (where do I set the aperture? And the ISO? And the f / stop?), the possibilities of image editing programs, the search for WI-FI anywhere in the workshop site, the efforts to get the best setup for a photo shoot welded together in a very short time.
 
I enjoyed it very much to learn from photography and writing professionals, to leave old patterns and find new ways to do something, to accept feedback, to breathe in inspiration, to brood over catchy headlines and juicy teasers, to create a photo setup, to find the best camera settings, to choose the right perspective, to practice, to learn, ... the joy of our inspiring and talented teachers in the whole workshop was incredibly contagious and intoxicating! I'm really looking forward to implement the many tips and tricks I've learned in the workshop step by step.

Thanks a lot to Meeta, Ilva, Jamie and Jeanne, and all participants of the workshop for 4 unforgettable days in Taunton / Somerset! XOXO

Donnerstag, 17. Mai 2012

Hähnchenbrustfilet im Päckchen mit Artischocken, Tomaten und Zucchini

Auf meinem Blog geht es derzeit etwas ruhiger zu - ich bin viel unterwegs und habe leider recht wenig Zeit, zuhause zu kochen. In solchen stressigen Zeiten freue ich mich daher um so mehr, wenn ich neue Rezepte ausprobiere, die einfach zuzubereiten sind, recht schnell gehen und auch noch sehr gut schmecken. So wie bei diesem Hähnchenbrustfilet im Päckchen mit Artischocken, Tomaten und Zucchini! Das Essen kocht sich im Backofen fast von allein und duftet beim Öffnen des Päckchens einfach herrlich. Wer mag, kann noch Reis als Beilage dazu kochen, ich habe es ohne Beilage gegessen und mir hat nichts gefehlt. Das Rezept stammt - wieder mal - von der eatsmarter-Homepage.

 

Hähnchenbrustfilet im Päckchen mit Artischocken, Tomaten und Zucchini
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Zucchini (ca. 250g)
Salz, Pfeffer
4-5 eingelegte Artischockenherzen (aus der Dose oder dem Glas)
40g getrocknete Soft-Tomaten, ohne Öl
2 TL Olivenöl
2 Hähnchenbrustfilets à ca. 170g
125ml Weißwein
8 Blätter frisches Basilikum

Zubereitung:
Zucchini waschen, Enden abschneiden. Mit dem Sparschäler rundherum dünne Streifen bis auf die Kerne abschälen. Zucchinistreifen in eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und 10 Minuten Wasser ziehen lassen.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Artischocken abgießen, abtropfen lassen und vierteln. Tomaten in dünne Streifen schneiden. Hähnchenbrustfilet waschen und trocken tupfen.

Zwei ca. 30x30cm große Stücke Alufolie mit jeweils 1 TL Öl einpinseln. Zucchinistreifen mit der Hand leicht ausdrücken, dann gleichmäßig jeweils in der Mitte der Alufolie verteilen. Je eine Hähnchenbrust auf die Zucchinistreifen legen, salzen und pfeffern. Tomaten und Artischockenherzen auf den Hähnchenbrustfilets verteilen, noch mal pfeffern und leicht salzen. Dann die Alufolien zu einem Päckchen formen, aber noch nicht ganz verschließen. Wein in die Päckchen gießen, Folie komplett verschließen. Päckchen auf ein Backblech setzen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten garen.

Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Die Päckchen aus dem Ofen nehmen und vorsichtig öffnen - der austretende Dampf ist richtig heiß! Den Päckcheninhalt auf Teller geben, mit frischem Basilikum garnieren und servieren.

Montag, 14. Mai 2012

Wok-Hähnchen mit Papaya und Frühlingszwiebeln

Ich werde noch zum richtigen "eatsmarter.de"-Fan! Nach dem würzigen Bärlauch-Schmarrn und den gedünsteten Bärlauch-Möhren ist das Wok-Hähnchen mit Papaya und Frühlingszwiebeln jetzt schon das dritte Rezept von eatsmarter.de innerhalb kurzer Zeit, das mir richtig gut geschmeckt hat. Und kaum zu glauben, ich habe hierbei auch das erste Mal Papaya verwendet und gegessen. Und ich habe meinen Eisen-Wok zum ersten Mal auf meinem neuen Induktionsherd verwendet - wow, das rockt! Es macht einen Heidenspaß, damit zu kochen! 


Wok-Hähnchen mit Papaya und Frühlingszwiebeln
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Bund Frühlingszwiebeln
ca. 5cm frische Ingwerwurzel
2 Knoblauchzehen
1 grüne Chilischote
1 Limette
1 nicht ganz reife Papaya (ca. 500g)
6 Blätter frischer Basilikum
2 Stängel glatte Petersilie
6 Blätter frische Minze
2 Hähnchenbrustfilets (à ca. 190g)
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
2 EL Thai-Fischsauce
2 EL Sojasauce

Zubereitung:
Frühlingszwiebel waschen, Wurzelbüschel und welkes Grün entfernen. Frühlingszwiebeln in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein würfeln. Chilischote waschen, längs aufschlitzen und Stiel und Kerne entfernen. In feine Ringe schneiden. Limette auspressen. Papaya schälen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Fruchfleisch in dünne Spalten schneiden, Streifen dann in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Papayastreifen mit dem Limettensaft übergießen.

Hähnchenbrust waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Basilikum, Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen.

Öl in einem Wok erhitzen. Hähnchenbruststreifen hineingeben, mit Salz und Pfeffer würzen und bei starker Hitze rundherum unter Rühren goldbraun anbraten. Dann das Fleisch aus dem Wok nehmen und beiseite stellen. Jetzt Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Chili in den Wok geben und unter Rühren ca. 1 Minute anbraten. Dann die Papaya mitsamt dem Limettensaft zugeben, weitere 2 Minuten unter Rühren braten. Dann die Fischsauce, die Sojasauce und 2 EL Wasser in den Wok geben, aufkochen. Fleisch wieder in den Wok geben, eine weitere Minute mitgaren. Dann den Wok vom Herd nehmen, die Kräuter untermischen und alles portionsweise in Schüsseln verteilen. Sofort servieren.

Wer eine Sättigungsbeilage zum fruchtigen Hähnchen möchte, kann noch Reis dazu kochen, mir hat es auch so als kohlenhydratarmes Abendessen sehr gut geschmeckt und ich habe nichts vermisst.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Ugly, aber lecker: Gratinierter grüner Spargel mit Pinienkern-Kräuter-Kruste

Und weiter geht es mit Spargel-Rezepten! Der gratinierte grüne Spargel mit Pinienkern-Kräuter-Kruste ist ein weiteres Rezept aus "Vegetarisch gut gekocht". Mir hat es richtig gut geschmeckt, mein Mann findet allerdings, dass ich völlig unabhängig vom leckeren Geschmack mit dem Foto an Heikes "Ugly Food"-Blogevent teilnehmen kann... Tse! Aber bei näherer Betrachtung hat  mein Mann nicht ganz Unrecht, die leckere Pinienkern-Kräuter-Kruste sieht dann doch nicht soooo ansprechend aus auf dem Spargel. Ein paar Streifen frischer Basilikum drüber hätten dem Foto wahrscheinlich ganz gut getan. Aber da es mir wirklich gut geschmeckt hat, sehe ich mal über das hässliche Foto hinweg und teile das Rezept mit euch! Im Kochbuch sieht das Gericht übrigens auch deutlich besser aus.

 

Gratinierter grüner Spargel mit Pinienkern-Kräuter-Kruste
(für 2 Portionen als Hauptgericht)

Zutaten:
500g grüner Spargel
Salz, Pfeffer
5-6 Stängel Basilikum
1 TL getrockneter Thymian
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Pinienkerne
2 EL Semmelbrösel
ca. 50g frisch geriebener Parmesan
1 Ei
1 EL Butter
1 TL Öl für die Form

Zubereitung:
Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Spargel in einem großen Topf mit reichlich Salzwasser ca. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Spargel abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine ofenfeste Form mit dem Öl einfetten. Spargel in die Form legen.
Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Aus der Pfanne nehmen, abkühlen lassen. Pinienkerne grob hacken.

Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und fein hacken. Frühlingszwiebeln, Basilikum, Thymian, Pinienkerne, Semmelbrösel und Parmesan mit dem Ei gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Masse gleichmäßig auf dem Spargel verteilen. Butter in kleine Stückchen schneiden und auf  der Kräutermasse verteilen.

Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Vor dem Servieren 5 Minuten abkühlen lassen.


Ugly Food

Montag, 7. Mai 2012

Würziger Bärlauch-Schmarrn mit Schafskäse

Die Bärlauch-Saison nähert sich schon fast wieder dem Ende, höchste Zeit also, noch ein paar Bärlauch-Rezepte zu bloggen! Das Rezept für den Bärlauch-Schmarrn mit Schafskäse habe ich bei eatsmarter.de gefunden. Meinem Mann und mir hat diese pikante Version eines Kaiserschmarrns sehr gut geschmeckt. Durch die Zugabe von Mineralwasser und Eischnee wird der Pfannkuchen-Teig sehr leicht und fluffig und der Bärlauch sorgt in Kombination mit dem Schafskäse für würzigen Geschmack. Genau mein Fall!


Würziger Bärlauch-Schmarrn mit Schafskäse
(für 2 Portionen)

Zutaten:
150g Dinkel-Mehl
Salz
150ml Mineralwasser mit Kohlensäure
50ml Milch
2 Eier
2 EL Rosinen
50g frischer Bärlauch
4 TL Öl (Sonnenblumenöl oder Rapsöl)
100g Schafskäse
1 TL rosa Pfefferbeeren

Zubereitung:
Mehl in einer Schüssel mit 0,5 TL Salz mischen. Eier trennen. Mineralwasser, Milch und die Eigelbe jetzt nach und nach mit einem Schneebesen unter das Mehl rühren, bis ein relativ flüssiger Teig entsteht. Teig 20 Minuten stehen lassen.

Derweil die Rosinen in einer kleinen Schüssel mit heißem Wasser bedecken und quellen lassen. Bärlauch waschen, trocken schütteln, die Stiele abschneiden und die Blätter in feine Streifen schneiden.

Eiweiße mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Rosinen abtropfen lassen. Backofen auf 100 Grad vorheizen und eine ofenfeste Form bereitstellen. Rosa Pfefferbeeren in einem Mörser grob zerstoßen.

In einer beschichteten Pfanne 1 TL Öl erhitzen. Die Hälfte des Teigs in die Pfanne geben. Die Hälfte der eingeweichten Rosinen und des kleingeschnittenen Bärlauchs auf dem Teig in der Pfanne verteilen. Teig ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze backen, bis die Unterseite des Pfannkuchens gestockt (fest geworden) ist. Mit einem Pfannenwender wenden, dabei einen weiteren TL Öl in die Pfanne geben. Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze in ca. 3 Minuten goldbraun fertig backen, dann den Pfannkuchen mit zwei Holz-Kochlöffeln oder einem Pfannenwender in kleine Stücke reißen. Bärlauch-Schmarrn aus der Pfanne nehmen, in die ofenfeste Form füllen, im Backofen warm halten und mit dem restlichen Teig, den restlichen Rosinen und dem restlichen Bärlauch auf gleiche Weise die zweite Portion Bärlauch-Schmarrn backen.

Schafskäse in Würfel schneiden und mit den rosa Pfefferbeeren auf dem Bärlauch-Schmarrn verteilen.

Sonntag, 6. Mai 2012

Nachgekocht: Grüner Spargel-Risotto mit Bärlauch

Auf meiner Nachkochliste stand schon länger ein Risotto mit grünem Spargel und Bärlauch, das mir bei meiner Suche nach Bärlauch-Rezepten bei moey´s kitchen aufgefallen ist. Jetzt endlich gibt es bei uns in Karlsruhe sowohl heimischen Bärlauch als auch heimischen grünen Spargel - höchste Zeit als für das Grüner Spargel-Risotto mit Bärlauch! Ich habe lediglich die Mengenverhältnisse etwas angepasst, da ich nicht mehr so viel Arborio-Reis zuhause hatte, dafür aber mehr Spargel eingekauft hatte. Ansonsten habe ich mich ganz an Moey´s Rezept gehalten - und wurde nicht enttäuscht! Das Gericht ist purer Frühling auf dem Teller.


Grüner Spargel-Risotto mit Bärlauch
(für 2 Portionen) 

Zutaten:
500g grüner Spargel
Salz, Pfeffer
Zucker
1 EL Olivenöl
1 Schalotte
200g Risotto-Reis (Arborio)
50ml Weißwein
40g Bärlauch
ca. 50g frisch geriebener Parmesan 

Zubereitung:
Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Spargelköpfe abschneiden und beiseite legen. Restlichen Spargel schräg in ca. 2-3 cm lange Stücke schneiden.

Einen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen. 1 TL Salz und 1 TL Zucker ins Wasser geben. Spargelstücke zugeben und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann die Spargelköpfe zugeben und weitere 3 Minuten kochen lassen. Derweil die Schalotte schälen und fein würfeln. Spargelstücke und Spargelköpfe aus dem Spargelwasser nehmen. Gemüsebrühe in das Spargelwasser geben und bei kleiner Hitze weiterköcheln lassen. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Schalotte darin andünsten. Reis zugeben, glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Wein einkochen lassen. Auf mittlere Hitze zurückschalten. Dann mit einer Schöpfkelle immer so viel vom Spargelwasser zum Reis geben, dass der Reis gerade bedeckt ist. Wenn die Brühe verkocht ist, wieder nachschöpfen. Dies so lange wiederholen, bis der Reis außen weich ist und innen noch leichten Biss hat.

In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen. Stiel entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden.
Wenn der Reis gar ist, den vorgekochten Spargel sowie einen Großteil der Bärlauchblätter unter das Risotto rühren. Parmesan ebenfalls unterrühren und Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Portionsweise in tiefe Teller füllen, mit den restlichen Bärlauchblättern bestreuen und sofort servieren.

Und weil Spargel und Bärlauch so wunderbar grün sind, nehme ich nach einer blau- und rosa Pause gerne wieder am Cookbook of Colors-Event von Uwes Blog Highfoodality teil, denn das Thema "Hellgrün" liegt mir doch deutlich mehr als die Farben blau und rosa :-) 

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