Freitag, 30. November 2012

We proudly present: "Hilda", das Plätzchen E-Mag!

Es ist soweit! Das erste Weihnachtsgeschenk gibt es schon heute für mich - und für euch: "Hilda", das Plätzchen E-Mag ist fertig und online! Initiiert, konzipiert und gelayoutet hat das ganze die wunderbare Isa vom Blog Lecker Lezmi. Sie hatte die Idee zu Hilda und hat eine tolle Blogger-Truppe zusammengetrommelt, um Hilda mit Leben zu füllen.

Fleißig gebacken, Rezepte geliefert, Fotos geschossen, Texte geschrieben und kreative Ideen für leckere Geschenke aus der Küche entwickelt haben meine Wenigkeit sowie meine zauberhaften Bloggerkolleginnen Julie von Mat&Mi, Katharina von Katharina kocht, Christina von Feines GemüseJenni von Fleur du Poirier und Isa von Lecker Lezmi.

Ich bin natürlich befangen, aber ich finde, das Plätzchen E-Mag ist wunderschön geworden und bin stolz und glücklich, daran mitgewirkt zu haben! Hach, so ein schöner Start ins Wochenende :-)

Und hier könnt ihr euch Hilda anschauen:


Hier gibt es auch noch eine abgespeckte Druckversion.

PS: "Hilda" ist kostenlos! (Aber nicht umsonst ;-))

Donnerstag, 29. November 2012

Nachgekocht: Couscous mit getrockneten Tomaten und Oliven

Der heutige Abend war sehr kurzweilig! Ich habe nämlich Nata und 6 weiteren Bloggern, darunter auch mein Cousin Uwe von Highfoodality, beim Kochen mit Staatlich Fachingen zugeschaut. Nach einigen technischen Startschwierigkeiten konnte ich Nata und Matthias Ruta sowie den 6 Bloggern per Livestream im Internet beim Kochen zuschauen. Parallel dazu wurde fleißig getwittert  und ich habe mich nach Berlin zum AEG-Foodblogger-Kochduell auf der IFA zurückversetzt gefühlt. Hat Spaß gemacht!

Jedenfalls blieb vor lauter Zuschauen heute abend recht wenig Zeit zum selbst kochen, aber ein warmes Abendessen musste trotzdem sein - und es stand ja immer noch das fünfte und letzte Gericht meiner Nachkoch-Aktion zum Nachkochen aus! Und das noch fehlende fünfte Gericht war das schnelle, vegane Couscous mit getrockneten Tomaten von Sebastian ohne Blog. Ratzfatz in 15 Minuten zubereitet, durch die frische Peperoni schön feurig, durch die getrockneten Tomaten und die Oliven schön saftig - ein prima Rezept für die unkomplizierte schnelle Küche nach Feierabend!


Couscous mit getrockneten Tomaten und Oliven
(für 1 Portion)

Zutaten:
100g Couscous
200ml Gemüsebrühe
20g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
1/2 Gemüsezwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 frische rote Peperonischote
1 EL Olivenöl
2 EL schwarze Oliven, entsteint
2 Stängel glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Gemüsebrühe aufkochen, über den Couscous gießen. Couscous abgedeckt 10 Minuten quellen lassen. Derweil die Tomaten kleinschneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Peperoni waschen, längs aufschlitzen. Kerne entfernen, Schote abspülen und fein hacken. 

Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Tomaten und Peperoni darin anschwitzen, ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze braten. 

Gequollenen Couscous mit einer Gabel auflockern. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilie grob hacken. Oliven in Ringe schneiden. Couscous mit den angebratenen Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Peperoni mischen. Oliven und gehackte Petersilie ebenfalls untermischen. Couscous mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit etwas beiseite gelegter Petersilie garnieren und sofort servieren.

Vielen Dank, lieber Sebastian, für das Rezept! Mir hat es prima geschmeckt.
Und hier noch mal alle Gerichte, die ihr mir vorgeschlagen und unter die Top 5 gewählt habt und die ich nachgekocht habe:
Süßkartoffel-Curry mit Bohnen
Linsen-Kürbis-Pasta mit getrockneten Tomaten und knusprigem Speck
Herbstgratin & herbstlicher Salat
Cevapcici mit Djuvec-Reis

Vielen lieben Dank an alle, die Rezepte vorgeschlagen und so fleißig abgestimmt haben - mir hat die Nachkochaktion sehr viel Spaß gemacht!

Montag, 26. November 2012

Kirsch-Mandel-Cookies

Am Wochenende habe ich ein neues Keks-Rezept ausprobiert, das schon stark in Richtung Weihnachtsplätzchen geht. In der Oktober-Ausgabe der "Lecker" bin ich auf das Rezept für Kirsch-Mandel-Cookies gestoßen, das mich optisch gleich an die höchst leckeren Schoko-Schnee-Kugeln erinnert hat, die ich letztes Weihnachten das erste Mal gebacken habe. Auch geschmacklich gehen die Kirsch-Mandel-Cookies in eine ähnliche Richtung. Sehr lecker, aber: die Schoko-Schnee-Kugeln schmecken mir sogar NOCH besser. Und nach dem Kekse backen war mir so weihnachtlich zumute, dass ich gleich noch die Christbaumkugeln hervorgeholt und die Wohnung schon dezent weihnachtlich dekoriert habe ... ich wäre dann also offiziell in Weihnachtsstimmung! Und ihr?


Kirsch-Mandel-Cookies
(ergibt ca. 16 Stück)

Zutaten:
75g Edelbitterschokolade (70% Kakao)
125g gemahlene Mandeln mit Haut
1 EL (15g) Mehl
1 Prise Backpulver
2 Eier
Salz
125g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
65g getrocknete Sauerkirschen

Zubereitung:
Schokolade fein hacken. Mit den gemahlenen Mandeln, dem Mehl und einer Prise Backpulver in einer Schüssel vermengen.

Ein Ei trennen. Eiweiß mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen und kühl stellen. Zweites Ei ebenfalls trennen, zweites Eiweiß anderweitig verwenden. Die beiden Eigelbe mit einer Prise Salz, 75g Puderzucker und dem Vanillezucker mit den Quirlen des Handrührgeräts in ca. 3-5 Minuten dick cremig rühren. Dann die Mandel-Schokoladen-Mischung zugeben und mit den Knethaken des Handrührgeräts vermengen. Getrocknete Sauerkirschen unterkneten. Jetzt den Eischnee unterheben. Der Teig ist nach wie vor recht krümelig, aber das ist in Ordnung so! Teig zugedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen.

Derweil die restlichen 50g Puderzucker in einen tiefen Teller sieben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.

Aus dem Teig jeweils ca. walnussgroße Kugeln formen. Kugeln rundherum im Puderzucker wälzen. Gezuckerte Kugeln auf das Backblech setzen und mit dem Daumen noch etwas platt drücken.

Kirsch-Mandel-Cookies im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

In einer mit Backpapier ausgelegten Blech-Keksdose halten sich die Cookies 1-2 Wochen, aber ich glaube nicht, dass sie bei mir so lange überleben werden :-)

Sonntag, 25. November 2012

Würziges Linsen-Kürbis-Chili mit Chorizo

In der Oktober-Ausgabe der "Lecker" war mir ein Kürbis-Chili mit Chorizo und zweierlei Linsen aufgefallen. Für Chorizo bin ich ja immer zu haben, für Kürbis ebenfalls und Linsen sind mir in den letzten zwei Jahren auch immer sympathischer geworden. Als ich vor kurzem in Stuttgart war, habe ich in der Markthalle auch endlich mal die fast schon berühmten "Alb-Leisa" gekauft, die seitdem auf ihren Einsatz warteten. Für dieses würzige Linsen-Kürbis-Chili mit Chorizo habe ich sie zum ersten Mal verwendet und muss sagen, dass sich die schwäbischen Alb-Leisa in diesem Linsen-Kürbis-Chili prima mit dem Kürbis und der scharfen spanischen Chorizo vertragen haben - Fusion Food von seiner leckersten Seite! Wer hätte das gedacht, dass mir als leidenschaftlichem Linsen-Hasser Linsen mal so gut schmecken würden... 


Würziges Linsen-Kürbis-Chili mit Chorizo
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Hokkaidokürbis (ca. 350g)
150g Chorizo (spanische Paprikawurst)
1 frische rote Chilischote
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
125g Linsen (bei mir: Alb-Leisa)
1 EL Öl
2 Tomaten
Salz, Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander

Zubereitung:
Kürbis waschen und halbieren. Mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch entfernen. Kürbis mit Schale erst in Spalten, dann in mundgerechte Würfel schneiden. Chorizo häuten und in Scheiben schneiden. Chilischote waschen, längs aufschlitzen, Kerne und Stiel entfernen und die Chilischote fein hacken. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen. Chorizoscheiben darin rundherum anbraten, dann die Kürbiswürfel zugeben und ca. 3 Minuten unter gelegentlichem Rühren mitbraten. Kürbis und Chorizo aus dem Topf nehmen. Chili, Zwiebeln und Knoblauch im heißen Bratfett andünsten. Linsen zugeben, kurz mitdünsten. Mit 500ml Wasser ablöschen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und alles abgedeckt bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Dann die Chorizo und die Kürbiswürfel zugeben, weitere  15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Tomaten waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Tomaten grob würfeln. Tomaten 5 Minuten vor Garzeitende zum Linsen-Kürbis-Chili geben und mitköcheln lassen. Linsen-Kürbis-Chili mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Koriander würzen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und sofort servieren.

Donnerstag, 22. November 2012

Nachgekocht: Ofengerösteter Rosenkohl mit Perlgraupen, Cranberries und Ziegenfrischkäse

Ich esse gerne Rosenkohl, am liebsten in ungewöhnlichen Kombinationen. Mein liebstes Rosenkohl-Rezept ist Rosenkohl-Curry mit Süßkartoffeln und Granatapfel, ein absolutes Knallerrezept, das ich euch wärmstens empfehlen kann! Meinen Mann konnte ich allerdings noch nicht mal damit überzeugen, denn er hasst Rosenkohl wie die Pest. Deshalb koche ich Rosenkohl-Gerichte nur, wenn mein Mann nicht zuhause ist - so wie heute! Da gab es ganz für mich alleine ofengerösteten Rosenkohl mit Perlgraupen und Cranberries. Das Rezept habe ich bei Mel von Gourmet Guerilla entdeckt und umgehend auf meine Nachkochliste gesetzt, weil sich die Kombination aus ofengeröstetem Rosenkohl mit Graupen, Cranberries und Ziegenfrischkäse einfach klasse anhörte. Leider habe ich keine frischen Cranberries bekommen, daher habe ich getrocknete Cranberries eingeweicht und anstelle der frischen Cranberries verwendet. Das hat noch mal eine süßliche Note reingebracht, die prima zum knackigen Rosenkohl, den crunchigen Nüssen und dem cremigen Ziegenfrischkäse gepasst hat. Lecker!


Ofengerösteter Rosenkohl mit Perlgraupen, Cranberries und Ziegenfrischkäse
(für 1 Portion)

Zutaten:
1/3 Tasse Perlgraupen
Eine Handvoll Rosenkohl
1 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 EL getrocknete Cranberries
1 EL Balsamico-Essig
ca. 50g cremiger Ziegenfrischkäse
2 EL Ahornsirup
1-2 EL Paranüsse

Zubereitung:
Perlgraupen in einem kleinen Topf mit der dreifachen Menge Wasser aufkochen. Wasser salzen, dann Hitze reduzieren und die Perlgraupen bei kleiner Hitze abgedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Cranberries mit etwas kochend heißem Wasser übergießen und einweichen lassen.

Rosenkohl waschen, putzen und Rosenkohlröschen halbieren. Rosenkohl in einer Schüssel mit dem Olivenöl und etwas Salz gut vermischen. Rosenkohl mit der Schnittfläche nach unten in eine Pfanne legen und ca. 3 Minuten bei hoher Hitze anbraten, bis die Schnittflächen braun gebräunt sind. Dann den Rosenkohl umfüllen in eine ofenfeste Form und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten rösten.

Paranüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Cranberries abgießen und zum Rosenkohl geben, weitere 5 Minuten im Backofen rösten. Rosenkohl aus dem Backofen nehmen, kurz abkühlen lassen.

Perlgraupen in ein Sieb abgießen. Mit dem Rosenkohl und den Cranberries mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Balsamico untermengen. Ziegenfrischkäse über dem ofengerösteten Rosenkohl zerbröckeln und verteilen. Mit Ahornsirup beträufeln und mit den gerösteten Paranüssen bestreuen. Sofort servieren.

Montag, 19. November 2012

Schweinefilet mit Tagliatelle und Maronensauce

Autsch! Am Sonntagnachmittag standen mein Mann und ich zusammen in der Küche und haben uns die Finger beim Maronen schälen verbrannt. Von meinem Schwiegervater hatte ich nämlich einen ganzen Korb frischer Maroni von der eigenen Wiese geschenkt bekommen und beschlossen, sie für ein Schweinefilet mit Tagliatelle und Maronensauce zu verwenden. Vor dem Maroni-Genuss steht allerdings erst mal harte Arbeit: Warum nur vergesse ich jedes Jahr wieder, dass Maronen schälen eine äußerst aufwändige Angelegenheit ist? Aber zumindest hat sich die Arbeit für dieses Gericht gelohnt, denn unser Sonntagsessen hat meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt. Wer es sich etwas leichter machen möchte beim Nachkochen, nimmt einfach die fertig geschälten, vorgegarten Maronen aus dem Vakuumpack, die es im Supermarkt zu kaufen gibt! 


Schweinefilet mit Tagliatelle und Maronensauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
400g Schweinefilet
200g frische Maronen (oder 150g geschälte, vorgegarte Maronen)
2 EL Olivenöl
3-4 Stängel glatte Petersilie
1 EL Butter
0,2cl Weinbrand
50ml Sahne
Salz, Pfeffer
250g Tagliatelle (oder andere breite Nudeln)

Zubereitung:
Als erstes die frischen Maronen auf der spitzen Seite kreuzförmig einritzen. Maronen in viel leicht gesalzenem  Wasser 10 Minuten kochen. Dann mit einem Schaumlöffel immer 2-3 Maronen aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und sofort schälen. Restliche Maronen erst mal im siedenden Wasser lassen. Schnell arbeiten und aufpassen, dass man sich beim Schälen nicht die Finger verbrennt! Sind die Maronen schon zu sehr abgekühlt, lässt sich das dünne braune Häutchen kaum ablösen. Sind sie noch heiß, geht die Haut zwar gut ab, aber mir taten danach ganz schön die Finger weh. Wer sich das alles ersparen will, kauft gleich die geschälten, vorgegarten Maronen im Vakuumpack! 

Schweinefilet in 6 gleich dicke Medaillons schneiden. 100g Maronen mit 50ml Wasser und 1 EL Olivenöl im Mixer pürieren. Mein Stabmixer hat hierbei fast den Geist aufgegeben, nächstes Mal würde ich die Maronen daher unbedingt im Standmixer pürieren! Eventuell noch etwas Olivenöl zugeben, falls das Püree zu trocken ist.

Restliche Maronen halbieren und beiseite stellen. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Einige Blätter für die Dekoration beiseite legen. Backofen auf 160 Grad vorheizen. 

1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schweinefiletmedaillons darin zusammen mit der Petersilie von beiden Seiten jeweils 5 Minuten braten. Fleisch salzen, in Alufolie wickeln und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene in ca. 10-15 Minuten fertig garen.

Derweil in einem großen Topf in reichlich Salzwasser die Tagliatelle nach Packungsanweisung al dente garen. In der Pfanne, in der das Schweinefilet angebraten wurde, 1 EL Butter zerlassen. Maronenhälften darin anrösten. Mit dem Weinbrand ablöschen. Dann das Maronenpüree und die Sahne zugeben, bei schwacher Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Fleisch aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen. Nudeln abgießen, mit der Maronensauce vermengen. Nudeln und Schweinefilet portionsweise auf Teller geben, mit der beiseite gelegten Petersilie und etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und sofort servieren.

Für dieses Gericht habe ich mich von einem Rezept aus einer "Elle Bistro" aus dem Jahr 2007 inspirieren lassen, es aber nach meinen Vorstellungen stark abgewandelt. Ein feines Sonntagsessen, bei dem kein Happs übrig blieb! Und ich merke mir jetzt mal endgültig, dass Maronen schälen harte Arbeit ist...

Sonntag, 18. November 2012

Nachgekocht: Cevapcici mit Djuvec-Reis

Und weiter geht es mit meiner Nachkoch-Aktion! Heute ist bereits das vierte Rezept an der Reihe. Arne vom Blog Vegetarian Diaries hatte mir Djuvec-Reis zum Nachkochen empfohlen. Das hat bei mir sofort Kindheitserinnerungen geweckt, denn früher waren meine Eltern öfters mit mir in Stuttgart in einem jugoslawischen Restaurant essen. Dort habe ich Ajvar kennen- und lieben gelernt und auch oft Cevapcici mit Djuvec-Reis gegessen. Als ich meinem Mann berichtet habe, dass Freitagabend Djuvec-Reis auf dem Speiseplan steht, bekam er denn auch gleich leuchtende Augen: "Ohhh... Cevapcici! Tolle Idee!" Und da ich ebenfalls Lust auf Cevapcici hatte, wurde aus Arnes vegetarischem Gericht dann doch der "Klassiker" Cevapcici mit Djuvec-Reis. Ein bisschen retro, ganz ordentlich scharf und sehr, sehr lecker! Sowohl meinem Mann als auch mir hat es sehr gut geschmeckt. Könnte es eigentlich öfter geben! 


Cevapcici mit Djuvec-Reis
(für 2 große Portionen)

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 rote Paprika
2 große Tomaten
1 EL Olivenöl
200g Langkornreis
300ml Gemüsebrühe
100g Ajvar (scharf) + etwas mehr als Soße zu den Cevapcici
100g Erbsen (TK)
1 Frühlingszwiebel
300g Rinderhackfleisch
1/2 TL getrockneter Majoran
1/2 TL Paprikapulver (edelsüß)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Paprika halbieren, Kerngehäuse und Stiel entfernen. Paprika waschen und in kleine Würfel schneiden. Tomaten ebenfalls waschen und halbieren. Strunk entfernen, dann die Tomaten ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Hälfte der kleingeschnittenen Zwiebel und des kleingeschnittenen Knoblauchs darin glasig dünsten, dann den Reis zugeben und ebenfalls glasig dünsten.

Paprika- und Tomatenwürfel unter den Reis rühren, nach 1-2 Minuten mit der Gemüsebrühe ablöschen. Dann den Ajvar unterrühren und die Hitze reduzieren. Reis bei geringer bis mittlerer Hitze zugedeckt ca. 20-25 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Eventuell bei Bedarf auch noch etwas Wasser oder Gemüsebrühe nachgießen.

Während der Reis köchelt, können die Cevapcici zubereitet werden. Restliche Zwiebel- und Knoblauchwürfel mit dem Hackfleisch, dem getrockneten Majoran und dem Paprikapulver mit den Händen gründlich vermengen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Hackfleischmasse 6-8 gleich große ca. 10 cm lange Röllchen formen.

Cevapcici in einer Grillpfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rundherum von allen Seiten ca. 6 bis 8 Minuten braten, bis das Hackfleisch gar ist.

Kurz bevor der Reis gar ist, noch die Tiefkühl-Erbsen unaufgetaut unter den Reis heben und mitgaren. Reis mit Salz und Pfeffer abschmecken. Frühlingszwiebel putzen, waschen und schräg in dünne Streifen schneiden. Cevapcici mit dem Reis und einem Klecks Ajvar servieren. Reis mit der Frühlingszwiebel garnieren. Sofort servieren und genießen!


Lieber Arne, nochmals vielen Dank für das Rezept! Und ich hoffe, Du verzeihst mir, dass es bei mir kein vegetarisches Gericht geworden ist...


Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch gleich noch meine neue Grillpfanne zeigen, die ich mit den Cevapcici eingeweiht habe! Die gusseiserne Grillpfanne von der Marke Staub en France wurde mir freundlicherweise von butch.de zum Testen zur Verfügung gestellt. Danke dafür! Seitdem ich meine neue Küche mit Induktionsherd habe, war ich auf der Suche nach einer induktionsgeeigneten Grillpfanne. Jetzt bin ich fündig geworden! Bis dato war mir Staub als Marke gar kein Begriff, aber für die gusseiserne und innen emaillierte Pfanne gibt es von Staub lebenslange Garantie, sie ist für alle Herdarten geeignet und ganz schön schwer, so dass sie natürlich absolut plan aufliegt auf dem Herd. Ich bin positiv überrascht von der Qualität, und den ersten Einsatz hat die Pfanne auch mit Bravour gemeistert. Top! Zukünftig kann also auch im Winter fleißig gegrillt werden.

Donnerstag, 15. November 2012

Herbstgratin & herbstlicher Ackersalat mit Roter Bete, Kürbis und Ziegenfrischkäse

Nach der Linsen-Pasta hatte ich mir für meine Nachkoch-Aktion als nächstes den Herbstgratin mit Rote Bete, Kürbis und Lauch vorgenommen, den Christina von Feines Gemüse zum Nachkochen vorgeschlagen hatte. Für den Herbstgratin habe ich mich ganz an Christinas Rezept gehalten. Nach einer halben Stunde kam dieser farbenfrohe Gratin aus dem Ofen:


Optisch sah der Herbstgratin toll aus, geschmacklich hat er mich nicht so ganz überzeugt. Vielleicht hätte ich den Gratin lieber in Olivenöl statt in Gemüsebrühe backen oder das Gemüse stärker würzen müssen.
So blieb jedenfalls noch einiges Gemüse übrig. Aber bei mir kommt nichts weg, und das übrige Gemüse habe ich am nächsten Tag zu einem herbstlichen Ackersalat mit Roter Bete, Kürbis und Ziegenfrischkäse verarbeitet. Mit einem Orangen-Olivenöl-Dressing und cremigem Ziegenfrischkäse dazu haben mir die Reste des Herbstgratins gut geschmeckt.


Herbstlicher Ackersalat mit Roter Bete, Kürbis und Ziegenfrischkäse
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Knolle Rote Bete
1/2 Hokkaido-Kürbis (ca. 300g)
1/2 Stange Lauch
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
50g Ackersalat
Saft einer halben frischgepressten Orange
ca. 50g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
Kürbis waschen, halbieren, mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch entfernen. Kürbis in kleine Würfel schneiden. Lauch putzen, waschen und längs halbieren. In feine Ringe schneiden. Rote Bete schälen und klein würfeln. Dabei unbedingt Einweghandschuhe benutzen, Rote Bete färbt ungemein ab!

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Kleingeschnittenes Gemüse mit 2 EL Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. In eine feuerfeste Form füllen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen.

Gratin aus dem Backofen nehmen, etwas abkühlen lassen. Derweil den Ackersalat putzen, waschen und trocken schleudern. Aus dem Orangensaft und dem restlichen Olivenöl ein Dressing herstellen, mit Salz und Pfeffer würzen. Dressing mit dem Ackersalat und dem lauwarmen Gemüse vermischen. Mit zerkrümeltem Ziegenfrischkäse bestreut servieren.

Liebe Christina, auch Dir vielen lieben Dank fürs Mitmachen und das Rezept! Abgewandelt als Herbstsalat fand ich das gebackene Gemüse prima. Somit war auch das dritte nachgekochte Rezept ein Erfolg!
Und damit haben wir auch schon Halbzeit bei der "Schöner Tag noch"-Nachkochaktion! 3 von 5 Gerichten habe ich bereits nachgekocht. Als nächstes probiere ich entweder den Djuvec-Reis von Arne oder das vegane Couscous mit getrockneten Tomaten und frischen Kräutern von Sebastian aus!

Dienstag, 13. November 2012

Nachgekocht: Linsen-Kürbis-Pasta mit getrockneten Tomaten und knusprigem Speck

Und weiter geht es mit meiner Nachkoch-Aktion! Als zweites Rezept nach dem Süßkartoffel-Curry mit Bohnen habe ich mir die Pasta mit Linsen, getrockneten Tomaten und knusprigem Speck herausgesucht, die Britta von Kamafoodra zum Nachkochen vorgeschlagen hat. Brittas Rezept hat von euch in der Abstimmung die meisten Stimmen bekommen und war auch eines meiner Topfavoriten! 

Also habe ich heute Abend auf dem Heimweg vom Büro noch schnell die Zutaten eingekauft. Zuhause habe ich alles ausgepackt, das Rezept parat gelegt ... und festgestellt, dass ich die benötigte Karotte nicht eingekauft hatte. Na prima! Also schnell die Vorräte überprüft und im Kühlschrank schlummerte doch tatsächlich noch ein Viertel Butternut-Kürbis. So wurde Brittas Linsen-Pasta bei mir zu einer Linsen-Kürbis-Pasta mit getrockneten Tomaten und knusprigem Speck. Der Kürbis war ein würdiger Karotten-Ersatz und es hat mir - wie zu erwarten war - gut geschmeckt. Die Portionen fielen allerdings für 2 Personen sehr groß aus, zumal die Linsen an sich auch schon recht sättigend sind. Aber Nudelgerichte kann ich auch in großen Mengen essen, das war also keinesfalls ein Nachteil... Hier kommt also das von mir leicht abgewandelte Rezept!


Linsen-Kürbis-Pasta mit getrockneten Tomaten und knusprigem Speck
(für 2 - 3 Portionen)

Zutaten:
1/4 Butternut-Kürbis, ca. 200g
1/2 Stange Lauch
1 EL Olivenöl
100g Berglinsen
400ml Hühnerbrühe
4 getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
1 getrocknete Chilischote
75g Bacon (Frühstücksspeck)
250g kurze Nudeln (z.B. Penne)
1 EL Zucker
1 EL Himbeeressig
1 kleines Stück Parmesanrinde
Salz
Parmesan am Stück

Zubereitung:
Kürbis halbieren und mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch herauskratzen. Kürbis schälen und in feine Würfel schneiden. Lauch putzen, waschen und nur das Weiße vom Lauch in feine Würfel schneiden.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Kürbis und Lauch darin andünsten. Mit 250ml Hühnerbrühe ablöschen, Linsen und Parmesanrinde hinzugeben. 30 Minuten bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren und Hühnerbrühe nachgießen, wenn zu wenig Flüssigkeit im Topf ist.

Derweil die Tomaten abtropfen lassen, in Streifen schneiden. Speck in nicht zu dünne Streifen schneiden. Chilischote fein hacken. Speck in einer kleinen Pfanne ohne Fett knusprig bei mittlerer bis hoher Hitze knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Kurz vor Garzeitende derLinsen die getrockneten Tomaten zugeben, mit erwärmen. Wenn die Linsen gerade so weich sind, mit Zucker, Himbeeressig, Salz und Chiliflocken würzen. Nudeln in ein Sieb abgießen, mit dem Kürbis-Linsen-Sugo vermischen und mit dem knusprigen Speck und Parmesanspänen garniert in tiefen Tellern servieren.

Liebe Britta, nochmals vielen Dank für Dein Rezept!
Damit bleiben jetzt noch drei weitere Rezepte zur Auswahl. Ich glaube, als nächstes ist der Herbstgratin mit Kürbis, Lauch und Roter Bete dran... da freue ich mich schon drauf! Und auf die weiteren Rezepte natürlich ebenso :-)

Sonntag, 11. November 2012

Nachgekocht: Süßkartoffel-Curry mit Bohnen

Heute geht es endlich los mit den "Schöner Tag noch!" - Nachkochwochen anlässlich meines 4. Blog-Geburtstags! Ihr habt abgestimmt und 5 Gerichte ausgesucht, die ich in den nächsten 2 Wochen alle nachkochen werde. Danke noch mal an alle, die so fleißig abgestimmt haben und in den nächsten Wochen für Abwechslung auf meinem Speiseplan sorgen werden! 

Den Auftakt macht heute ein Süßkartoffel-Curry mit Bohnen, das Sarah vom Blog (no) plain Vanilla Kitchen vorgeschlagen hat. Für Süßkartoffeln bin ich immer zu haben, daher hat mich das Rezept, das im Original von Essen & Trinken stammt, auch gleich angesprochen. Mit dem Ergebnis war ich ebenfalls sehr zufrieden: Das vegetarische Hauptgericht stand in 30 Minuten fertig auf dem Tisch und die Kombination von Süßkartoffeln mit Bohnen hat mir gut geschmeckt. Das i-Tüpfelchen waren die Rosinen, die prima zu der Schärfe des Ingwers und der Chilischote gepasst haben. Das Curry war mir nur einen Tick zu flüssig, weshalb ich im Rezept unten die Gemüsebrühen-Mengenangaben bereits von 400ml auf 300ml reduziert habe. Ansonsten ein rundum gelungenes Rezept - so lecker geht es hoffentlich auch mit den nächsten 4 Rezepten weiter!

 

Süßkartoffel-Curry mit Bohnen 
(für 2 Portionen) 

Zutaten: 
1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe 
1 Knolle frischer Ingwer, ca. daumengroß 
1/2 rote Chilischote 
500g Süßkartoffeln 
1 EL Butterschmalz 
1 TL Currypulver 
1/2 TL gemahlener Kurkuma 
300ml Gemüsebrühe 
250g Bohnen (TK) 
1-2 EL Rosinen 
Salz 
1 Limette 
einige Stängel glatte Petersilie (oder Koriandergrün) 
150g Naturjoghurt 

 Zubereitung: 
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Ingwer ebenfalls schälen und fein hacken. Chilischote waschen, längs aufschlitzen, Kerne entfernen. In feine Stücke hacken. Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. 

 Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chilischote darin ca. 2 Minuten andünsten. Dann die Süßkartoffelwürfel zugeben und weitere 2 Minuten dünsten. Currypulver und Kurkuma in den Topf geben, kurz mitrösten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Alles aufkochen, dann auf mittlere Hitze herunterschalten und alles zugedeckt ca. 12 Minuten köcheln lassen. Dann die unaufgetauten TK-Bohnen und die Rosinen zugeben und bei geschlossenem Deckel weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind. 

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter grob hacken. Das Curry mit Salz und einigen Spritzern Limettensaft abschmecken. 

Portionsweise in tiefe Teller füllen, mit Petersilie bestreuen und mit dem Joghurt servieren.

Liebe Sarah, noch mal vielen Dank für diese Rezeptempfehlung - Du hast meinen Geschmack voll getroffen!
Und jetzt habe ich die Qual der Wahl, ob ich als nächstes den Herbstgratin mit Kürbis, Lauch und Roter Bete, die Pasta mit Linsen, getrockneten Tomaten und Speck, den Djuvec-Reis oder Couscous mit getrockneten Tomaten und Kräutern nachkoche... ich werde berichten!

Samstag, 10. November 2012

Demnächst, Kinder, wird´s was geben: Hilda!

Dieses Jahr habe ich so früh wie noch nie mit der Weihnachtsbäckerei angefangen. Bereits im Oktober habe ich meine Plätzchenrezepte-Sammlung durchgesehen, nach kulinarischen Geschenkideen gesucht und den Backofen für die Weihnachtsbäckerei angeworfen. Warum schon im Oktober, fragt ihr euch?


Tja...  wer Ende November ein Weihnachtsplätzchen-E-Mag veröffentlichen möchte, muss eben rechtzeitig mit der Produktion anfangen! An dieser Stelle bitte einen Applaus für Isabel von Lecker Lezmi, die die Idee für "Hilda", das Plätzchen-E-Mag, hatte. Isabel hat außer mir noch Katharina von Katharina kochtJulie von mat und miJenni von Fleur du Poirier und Christina von Feines Gemüse in den kleinen Kreis der konspirativen Plätzchenbäckerinnen eingeweiht und wir alle haben in den letzten Wochen fleißig gebacken, gekocht, geschrieben und fotografiert. Ende November wollen wir das E-Mag nun veröffentlichen. Ich freue mich riesig darauf, bin aber ehrlich gesagt schon ein kleines bisschen aufgeregt, wie das Magazin in seiner Gesamtheit werden wird... und ob es euch gefallen wird! Wir hatten auf jeden Fall viel Freude bei der Erstellung und das wird das fertige E-Mag dann sicherlich auch widerspiegeln!


Also bleibt dran - ich halte euch auf dem Laufenden und werde Bescheid geben, sobald "Hilda" online ist! Solange knabbere ich zur Beruhigung noch ein paar Plätzchen...

Donnerstag, 8. November 2012

Geschenke aus der Küche: selbstgemachte Kürbis-Risotto-Mischung

Im Supermarkt sehe ich öfters fertige Risotto-Mischungen, meistens für Pilz-Risotto oder mit getrockneten Tomaten. Da ich bekanntlich ein großer Kürbis-Fan bin und auch sehr gerne Kürbis-Risotto esse, habe ich mir überlegt, dass ich eine solche Kürbis-Risotto-Mischung doch auch ganz einfach mal selbst herstellen könnte, damit ich immer einen Vorrat an Kürbis-Risotto zuhause habe. Also habe ich losgelegt. Und das Experiment ist geglückt, der Kürbis lässt sich im Backofen ganz prima trocknen und kann kombiniert mit Arborio-Reis, Gemüsebrühe und getrocknetem Salbei prima als fertige Kürbis-Risotto-Mischung aufbewahrt werden. Hübsch verpackt und verziert in einem Weck-Glas auch ein leckeres Weihnachtsgeschenk für kochfaule Feinschmecker! Ja, so langsam nimmt das Thema Kulinarische (Weihnachts-)Geschenke bei mir Fahrt auf....


Kürbis-Risotto-Mischung
(ergibt eine Risotto-Mischung, die für 2 Portionen als Hauptgericht ausreicht)

Zutaten:
½ Butternut-Kürbis (ca. 400-500g)
160g Risotto-Reis
2 TL Gemüsebrühenpulver
1 TL gemahlener Salbei

Zubereitung:
Backofen auf 100 Grad vorheizen.
Kürbis halbieren, mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch entfernen. Kürbis schälen und in möglichst kleine Würfel schneiden. Kürbiswürfel auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und im Backofen auf der mittleren Schiene ca. 3 Stunden trocknen. Dabei einen Holz-Kochlöffel zwischen Backofen und Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Kürbiswürfel jede Stunde einmal umrühren.

Getrocknete Kürbiswürfel auf einen Teller geben und noch 1-2 Tage an einem trockenen Ort stehen lassen, damit eventuell vorhandene Restfeuchtigkeit entweicht.

Dann den Kürbis-Risotto-Mix vorbereiten. Dafür die getrockneten Kürbiswürfel mit dem Risotto-Reis, dem Gemüsebrühenpulver und dem Salbei vermischen. Mischung in ein (Weck-)Glas füllen, verschließen und einen Anhänger mit folgender Zubereitungsanleitung am Glas oder der Verpackung befestigen:

Es werden noch folgende frische Zutaten benötigt:
1 kleine Gemüsezwiebel
1 EL Olivenöl
1 EL Butter
ca. 1,2 l Wasser
nach Belieben: 100ml Weißwein
ca. 50g frisch geriebener Parmesan
Pfeffer
nach Belieben: frischer Salbei

Zubereitung:
Wasser aufkochen und warm halten.
Zwiebel schälen, halbieren und fein würfeln. Olivenöl und Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Dann die gesamte Risotto-Mischung zugeben, ebenfalls mit anschwitzen. Falls vorhanden, mit dem Weißwein ablöschen, sonst mit einer Schöpfkelle des heißen Wassers ablöschen. Risotto-Mischung regelmäßig umrühren und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Immer wieder heißes Wasser nachgießen, wenn der Reis es aufgesogen hat. Nach ca.25-30 Minuten sollte das Risotto fertig sein: ist der Reis außen weich und innen noch ganz leicht bissfest, ist die Konsistenz perfekt. Jetzt den frisch geriebenen Parmesan unterrühren und das Risotto mit Pfeffer würzen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und nach Belieben mit frischem Salbei und Parmesanspänen garniert servieren.


Natürlich habe ich meine Eigenkreation auch schon probe gekocht und gegessen - schmeckt prima!

Und das hier war übrigens mal ein halber Butternut-Kürbis - durch das Trocknen im Backofen schrumpft der Kürbis ganz schön zusammen!



Vielen Dank auch an euch, dass ihr so fleißig darüber abgestimmt habt, was ich nachkochen soll! Die Abstimmung ist beendet, ihr habt entschieden und ich werde in den nächsten 14 Tagen folgende Gerichte nachkochen:

1. Pasta mit Linsen, getrockneten Tomaten und knusprigem Speck von Britta
2. Süßkartoffelcurry von Sarah
3. Herbstgratin mit Kürbis, Lauch und roter Bete von Christina
4. Couscous mit getrockneten Tomaten von Sebastian
5. Djuvec-Reis von Arne

Ich freu mich drauf!


Nachtrag: Eben hat mich Nina noch darauf aufmerksam gemacht, dass die selbstgemachte Kürbis-Risotto-Mischung perfekt zu ihrem aktuellen Blog-Event "Im Glas gemixt" passt - stimmt! Also mache ich gerne mit.

Blog-Event: Im Glas gemixt – Fix für… lecker!

Sonntag, 4. November 2012

Ein Wochenende mit Food-Verrückten: Camp Cuisine mit San Lucar und Foodbloggern

Hinter mir liegt ein höchst leckeres Wochenende! Los ging es schon Freitagabend, da habe ich mich nämlich auf den Weg nach München gemacht. Am Münchner Hauptbahnhof wurde ich direkt von Claudia vom Blog "Dinner um 8" in Empfang genommen und in das vietnamnesische Restaurant "Koriander Too" chauffiert, wo wir sehr gut gegessen und uns sehr angeregt und nett unterhalten haben. Foodblogger sind einfach immer eine angenehme Gesellschaft, wir hatten uns viel zu erzählen und der Abend mit Claudia verging wie im Flug! Danke noch mal, meine Liebe!

Am Samstagmorgen habe ich in meinem Hotel zum Frühstück nur einen Kaffee getrunken, denn Anlass meines München-Trips war eine Einladung von San Lucar zum 1. "Camp Cuisine". Bei dieser Veranstaltung ging es am Samstag von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends nur ums Essen. Und ums Kochen, um Lebensmittelqualität, um Lebensmittelherstellung, um die Einstellung zum Essen und den Zutaten, um Foodblogs und was Foodblogger überhaupt dazu antreibt, ihr Essen zu fotografieren, Texte zu schreiben, Rezepte zu kreieren und das alles im Netz zu veröffentlichen... lauter spannende Themen, die wir in einer sehr offenen, netten Runde von 14 Food-Verrückten diskutiert haben. San Lucar hat dabei mit dem Kochstudio "Bild und Raum" die Location und einen perfekten Rahmen zur Verfügung gestellt, sich ansonsten aber ganz im Hintergrund gehalten. Sehr angenehm, sehr sympathisch!



Mit dabei beim Camp Cuisine waren Gunnar, Daniel und Charlotte von San Lucar, Sandra von Tchibo, Marike von FRoSTA, Sara von vegetarische-rezepte.de, Redakteurin Christin von daskochrezept.de, Bloggerin Sabrina von Prost Mahlzeit, die liebe Claudia von Dinner um 8, Marcel und David vom Blog Schlaraffenwelt, Werner und Julia ohne Blog und ich. Kulinarisch versorgt wurden wir den ganzen Tag über von Michaela Bauer und ihrer Mitarbeiterin Claudia.


Nach einer kurzen Begrüßung durch Gunnar, Marketingleiter bei San Lucar und Michaela, unserer kulinarischen Gastgeberin für diesen Tag, stärkten wir uns erst mal mit einem Frühstück, das keine Wünsche offen ließ: Kaffeespezialitäten, frisches Obst (natürlich von San Lucar - und ehrlich sehr aromatisch und lecker!), frischgepresste Säfte ganz nach Wunsch, tolle Brot-Aufstriche, selbst gemachte Konfitüren, frische Brezeln und Brötchen.



Ganz vitamingeladen ging es dann hinein in die Diskussionen. Ohne vorgegebene Agenda diskutierten wir über alle möglichen Themen rund ums Essen. Und über Lebensmittelqualität, Lebensmittelherstellung, Bio oder Nicht-Bio, die Einstellung zum Essen und den Zutaten, über Foodblogs und warum wir so gerne unser Essen fotografieren und darüber auch noch schreiben, was wir als Foodblogger von Kooperationen mit Firmen halten und was wir mit unseren Blogs erreichen möchten. Spannende Themen, zu denen jeder aus der Runde etwas beitragen konnte. 


Wie ich schon fast erwartet hatte, sind Foodblogger bei Unternehmen sehr beliebt, wie Sandra verriet, die den Tchibo-Blog betreut und schon mehrere Blog-Paraden organisiert hat. An der Tchibo-Cupcake-Blogparade habe ich selbst auch gerne mitgemacht! Überrascht bin ich immer wieder über die Frage, warum ich blogge. Für mich ist Bloggen ein Hobby, für das ich gerne meine Zeit aufwende, weil es mir einfach Spaß macht. Claudia von Dinner um 8 hat diese Frage aus meiner Sicht sehr schön beantwortet: "Einen Hobby-Golfspieler fragt doch auch niemand, warum er Golf spielt!" Zugegebenermaßen erreicht ein Hobby-Golfspieler mit seinem Hobby aber auch nicht so viele Leser wie ein Foodblog und ist auch für Unternehmen nicht so interessant als Kooperationspartner...

Die Diskussionsrunden wurden immer wieder durch Essen unterbrochen. In der Mittagspause servierten Michaela und Claudia uns eine aromatische Gemüse-Suppe mit Paprika, Fenchel, Sellerie, Tomaten, Karotten, Ingwer und Kurkuma.


So gestärkt, konnten wir fleißig weiter diskutieren. Es ergaben sich immer wieder kleinere Grüppchen, die nach einer Weile locker durchwechselten. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich mit allen zumindest kurz plaudern, mit einigen ergaben sich auch längere Gespräche. Die Zeit verging wie im Flug und schon gab es die nächsten Leckereien aus Michaelas und Claudias Küche: einen Möhren-Nuss-Kuchen im Glas.


Nachdem wir den ganzen Tag schon gegessen und quasi pausenlos über Essen geredet hatten, ging es am späten Nachmittag gegen 17 Uhr von der Theorie in die Praxis: in 3 Gruppen aufgeteilt, bereiteten wir alle zusammen ein dreigängiges Menü zu. Schon als das Menü vorab bekannt gegeben wurde, war ich besonders auf das Dessert gespannt, ich habe nämlich noch nie etwas mit Tonka-Bohne gegessen!


Daher habe ich mich besonders darüber gefreut, dass ich der Dessert-Gruppe zugelost wurde. Und hier ist sie, meine erste Tonkabohne!


Die Weiße Schokoladen-Mousse mit Tonkabohnen und Ananas-Ragout war dank tatkräftigem Anpacken der gesamten Desserttruppe im Handumdrehen zubereitet und wanderte zur Kühlung in den Kühlschrank.


Zeit,  mal bei den anderen zu schauen, wie die Zubereitung läuft! Claudia war beim Hauptgang voll dabei:


Sara richtet den Herbst-Salat an:


Und so sah die fertige Vorspeise aus, ein Herbstsalat aus angebratenem sowie roh mariniertem Butternut-Kürbis, Stangensellerie, Apfel und Roter Bete mit einem Orangen-Walnussöl-Dressing:


Weiter ging es mit dem Hauptgang: Steak mit ofengeröstetem Spitzkohl, Speck und Salbei, einem wunderbar fluffigem Süßkartoffel-Püree mit ordentlich Knoblauch und einer Schalotten-Portwein-Reduktion.


Nach dem Hauptgang war ich eigentlich schon mehr als satt, aber für Dessert ist irgendwie dann doch immer noch Platz! Außerdem wollte ich natürlich den Gang nicht verpassen, an dem ich selbst mitgewirkt habe. Hier also die weiße Schokoladenmousse mit geriebener Tonkabohne, dazu Ananas-Ragout.



Nach dem Dessert klang dieser durch und durch kulinarische Tag noch bei einem Glas Wein aus. Schön war´s und ich bedanke mich ganz herzlich bei Charlotte, Gunnar und Daniel von San Lucar für die Einladung zu diesem "Camp Cuisine"! Und bei den anderen Teilnehmern bedanke ich mich ebenfalls für einen schönen Tag mit interessanten Gesprächen und vielen neuen spannenden Bekanntschaften - Foodblogger sind einfach ein nettes Völkchen, das hat sich auch dieses Wochenende wieder bestätigt!

Freitag, 2. November 2012

Birnen-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel & Brigitte-Weihnachtsbloggerei

Nur noch 8 Wochen bis Weihnachten - so langsam wird es Zeit, sich Gedanken über Weihnachtsgeschenke zu machen! Ha, ich kann die Panik in euren Augen schon fast sehen. Aber keine Sorge, gestern ist die Brigitte Weihnachtsbloggerei 2012 mit vielen tollen Ideen für selbstgemachte Weihnachtsdeko, Geschenke aus der eigenen Küche und vielem mehr rund um Weihnachten gestartet. Und heute steuere ich einen Beitrag zur Weihnachtsbloggerei bei - mit einem kulinarischen Geschenk!

Ich verschenke an Weihnachten gerne Selbstgemachtes aus meiner Küche. Nachdem ich letztes Jahr bereits eine sehr leckere Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel eingemacht und verschenkt habe, habe ich dieses Jahr eine Birnen-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel ausprobiert. Vom Ergebnis bin ich begeistert: Diese Konfitüre schmeckt umwerfend! Fruchtig, karamellig süß, und als Gegenpart die salzige Note durch die Zugabe von Fleur de Sel.


Birnen-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel
(ergibt 3-4 Gläser)

Zutaten:
1kg Birnen (z.B. Williams Christ)
200g Zucker
100ml Birnensaft
500g Gelierzucker 2:1
2 TL Fleur de Sel

Zubereitung:
Als erstes die Marmeladengläser für die Abfüllung vorbereiten. Gläser und Deckel dafür 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren, dann umgedreht auf einem Geschirrtuch trocknen lassen.

Birnen schälen, längst vierteln und das Kerngehäuse sowie den Stiel entfernen. Birne in möglichst kleine Würfel schneiden.

In einem großen Topf den Zucker bei mittlerer Hitze langsam hellbraun karamellisieren lassen. Nicht umrühren, aber gut aufpassen, dass der Zucker nicht verbrennt! Erst wenn der Zucker komplett karamellisiert ist, den Birnensaft dazugeben und aufkochen lassen. Weiterhin nicht umrühren. Wenn sich der karamellisierte Zucker im Saft komplett aufgelöst hat, die Birnenwürfel und den Gelierzucker zugeben, gut unterrühren.

Hitze hochschalten und die Konfitüre 3 Minuten bei starker Hitze sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Gelierprobe machen: Dazu mit einem Teelöffel etwas von der Konfitüre aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist die Konfitüre fest genug und kann abgefüllt werden.

Jetzt noch das Fleur de Sel unterrühren, dann die Konfitüre noch heiß randvoll in die vorbereiteten Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen. Darauf achten, dass der Rand der Gläser sauber bleibt! Gläser fest verschrauben und Marmelade darin abkühlen lassen. Wenn die Marmelade abkühlt, bildet sich ein Vakuum, was man daran merkt, dass die Gläser "ploppen".


Ich beklebe meine selbstgemachten Konfitüren gerne mit hübschen Etiketten. Diese gestalte ich z.B. mit Hilfe des Jam Labelizers, speichere die gestalteten Etiketten als jpg ab und drucke sie auf selbstklebendem Etikettenpapier aus.
Da ich oft ehemalige Gurken- oder Senfgläser für die Marmeladenproduktion recycle, haben manche Gläser keine hübschen Deckel - dann klebe ich einfach runde Etiketten auf den Deckel.
Zum Verschenken binde ich weihnachtliche Anhänger mit Bast an das Marmeladenglas, und fertig ist ein süßer Gruß aus meiner Küche!



Na, seid ihr auf den Geschmack gekommen? Welche selbstgemachten Leckereien verschenkt ihr dieses Jahr? Habt ihr schon mit der Produktion begonnen oder seid ihr noch in der Planungsphase?

BRIGITTE Weihnachts-Bloggerei