Dienstag, 17. September 2013

Selbstgemachte Zwetschgenmarmelade mit Schuss

Dieses Jahr habe ich endlich zum ersten Mal Zwetschgenmarmelade eingemacht. Und zwar Zwetschgenmarmelade mit Schuss, sprich mit Zwetschgenwasser. Das Rezept habe ich in dem kleinen Marmeladen-Kochbuch Konfitüre Marmelade & Co von Herbert Feldkamp gefunden. Der erste Frühstücks-Test fiel auch schon positiv aus, wobei mir die alkoholische Note der Zwetschgenmarmelade durch das Zwetschgenwasser einen Tick zu intensiv ist. Statt 3 EL würde ich beim nächsten Mal eher 1 oder 2 EL dazu geben. Davon abgesehen macht sich die Zwetschgenmarmelade aber köstlich auf einem Rosinenbrötchen zum Wochenendfrühstück!

 

Zwetschgenmarmelade mit Schuss
(ergibt 6 Gläser à 200ml)

Zutaten:
1kg Zwetschgen
1kg Gelierzucker 1:1
1 Zitrone
1 Stange Zimt
2-3 EL Zwetschgenwasser (je nach Geschmack)

Zubereitung:
Zwetschgen waschen, halbieren, entsteinen. Zwetschgen fein kleinschneiden. Wer sich etwas Arbeit sparen will, zerkleinert die Früchte mit dem Stabmixer. Zitrone halbieren und auspressen. Zwetschgenmus in einen großen, hohen Topf füllen, Gelierzucker und Zitronensaft unterrühren. Zimtstange zugeben und das Zwetschgenmus abgedeckt 2-4 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Topf mit dem Zwetschgenmus auf den Herd stellen und unter regelmäßigem Rühren aufkochen. Sobald die Marmelade kocht, weitere 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann das Zwetschgenwasser unter das Mus mischen und die Zimtstange entfernen. Eine Gelierprobe machen: Mit einem Teelöffel etwas von der Marmelade aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist die Marmelade fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn die Marmelade auf dem Teller noch verläuft, noch 1-2 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. Nicht zu lange kochen lassen, sonst wird die Marmelade zu hart.


Falls sich beim Marmelade kochen Schaum gebildet hat, diesen abschöpfen. Anschließend die Marmelade noch heiß randvoll mit einem Einfülltrichter in vorbereitete, sterilisierte Einmachgläser mit Twist-off Deckel einfüllen. Gläser sofort verschließen, 5 Minuten auf den Deckel stellen. Anschließend umgedreht vollständig abkühlen lassen. Wenn sich in den Gläsern ein Vakuum gebildet hat, "ploppen" die Deckel.


Wie ihr seht, habe ich noch ein paar Zwetschgen im Vorrat... habt ihr noch tolle Zwetschgen-Rezepte, die ihr mir empfehlen könnt? Dann immer her damit! 

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Kommentare:

  1. Zwetschgenmarmelade habe ich auch gestern gemacht - mit Rosmarin, das war auch sehr lecker! Und aus dem Rest der Zwetschgen wurde Zwetschgenchutney und eine Zwetschgentarte mit Haselnusskrokant. Kann ich dir alles sehr empfehlen und werde ich die nächsten Tage auch auf meinen Blog stellen. Falls dich ein Rezept vorher interessiert, kann ich es dir auch gerne schicken :-) Liebe Grüße Melanie

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    1. Mhmmmm... Zwetschgenmarmelade mit Rosmarin hört sich toll an, Zwetschgentarte mit Haselnusskrokant auch! Bin gespannt auf die Rezepte und hoffe, Du bloggst sie bald :)

      Liebe Grüße!

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    2. Die Zwetschgen- bzw. eigentlich Pflaumentarte ist schon online: http://mangoseele.wordpress.com/2013/09/18/pflaumentarte-mit-haselnusskrokant/ :-)

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  2. Zwetschgenmus ist im Schwäbischen aber was anderes ;) - das gibts sehr gerne mit Pfannkuchen oder böhmischen Kolatschen. Mittlerweile zum zweiten Mal habe ich eine Pflaumen-Tarte gebacken, ein traum!

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    1. Richtiges Zwetschgenmus blogge ich demnächst, hier sollte das ja nur die pürierten Zwetschgen bezeichnen ;-))

      Liebe Grüße!

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  3. Hefeklösse mit zwetschgensosse... die zwetschgen werden in einer pfanne mit butter und zucker karamellisiert dann etwas wasser oder weisswein angegossen und mit ein wenig speisestärke abgebunden. Mit zimt würzen und dazu hefeklösse...himmlisch :-))
    Die marmelade macht meine mama immer mit gutem rotwein statt obstbrand. Ist milder...
    lg katja die jetzt Appetit auf ein marmeladenbrötchen hat

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    1. Schleck, na toll, jetzt läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Sehr gute Anregung, danke dafür.
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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  4. Hallo,
    meine Schwester legt Zwetschgen in einem lange vorher vorbereiteten guten Rotwein-Gemisch ein und verwendet diese Zwetschgen, wenn Sie einen Nachtisch serviert. Nach diesem Rezept (so sie eines dafür hat und nicht alles frei Schnauze macht) könnte ich sie ja fragen.

    Habe gestern oder vorgestern bei ich glaube Zii kocht diesen Zwetschgenröster gesehen, sicher auch sehr lecker und vor allem dieses Powidl, würde ich an Ihrer Stelle aus den Zwetschen machen, Buchteln und all diese feinen österreichischen Sachen, wo man mit Powidl füllen kann ... lecker. Die Rezepte sind ja bei Eline, küchenschabe und Co. zu finden.

    Ach ja, was das Zwetschgenwasser anbelangt: Da könnte sich im Laufe der Zeit das Ihrer Meinung nach zu Viel an Alkohol eventuell etwas verflüchtigen.

    Ich habe vor langer Zeit einmal Rumkugeln gemacht und diesen feinen hochprozentigen Strohrum verwendet (Eßlöffel voll für das Rezept).Beim Kosten der ersten Rumkugel dachte ich, boah, die schmecken ja überhaupt nicht, schmecken viel zu stark nach Rum und wollte sie auch gleich "entsorgen", was ich zum Glück dann doch nicht tat. Habe sie im Vorratskeller an der Luft "trocknen" lassen. Etliche Tage später habe ich noch mal probiert: Das waren bis dato die besten Rumkugeln, die ich je gemacht habe.

    Vielleicht ist das mit Ihrer Zwetschgenmarmelade etwas später auch so. Also abwarten ...

    Viele Grüße

    Judith

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    1. Powidl (Zwetschgenmus) habe ich auch schon eingemacht, das Rezept gibt´s in den nächsten Tagen auf dem Blog! Und dann hoffentlich auch bald Hefeklöße oder Buchteln mit Zwetschgenmus gefüllt...

      Danke für den Hinweis mit den Rumkugeln, ich bin gespannt, ob sich der alkoholische Geschmack bei der Marmelade auch noch etwas verflüchtigt! Ich werde es testen.

      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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  5. Das ist ja witzig, das Buch wanderte vor einigen Tagen auch in meinen Einkaufskorb.

    Meine Lieblings-Pflaumenmarmelade ist allerdings mit Rotwein!

    1 kg Zwetschgen
    1 Paket Gelierzucker 2:1
    100 -150 ml (guten) Rotwein
    ein wenig Zitronensaft

    Pflauen klein schneiden und mit dem Zucker vermengen und über Nacht stehen lassen.
    Am nächsten Morgen mit dem Rotwein aufkochen und 4 Minuten kochen lassen.
    Wie gewohnt, abschöpfen und abfüllen.

    Mein Mann mag sonst gar keine Zwetschgenmarmelade, aber mit diesem Rezept bekomme ich ihn auch :-)

    Hab einen schönen Tag
    Annchen

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    1. Pflaumen und Rotwein passen super zusammen und ich denke, dass die Marmelade mit Rotwein milder wird als mit Zwetschgenwasser. Danke für das Rezept, das merke ich mir!

      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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