Dienstag, 29. Januar 2013

Klein und fein: Möhren-Mandel-Minigugl

Den Beginn des Minigugl-Trends habe ich irgendwie verschlafen. Schon vor 1 oder 2 Jahren habe ich die ersten perfekt geformten Gugelhupfe im Miniformat auf einigen Blogs gesehen - aber noch nicht darauf reagiert. Dann habe ich letzten November beim San Lucar Camp Cuisine in München Marcel vom Blog Schlaraffenwelt kennengelernt, der damals bei DerGugl arbeitete und erzählte, dass die Gugl eigentlich als deutsche Antwort auf Macarons gedacht waren. Seitdem sind mir auf immer mehr Blogs die Minigugl begegnet. Und steter Tropfen höhlt den Stein: Vorletzte Woche war es soweit, ich habe mir auch eine Minigugl-Silikonbackform mitsamt dem zugehörigen Backbuch Feine Gugl bestellt.
Am Wochenende habe ich meine neue Backform dann eingeweiht und als erstes Möhren-Mandel-Minigugl gebacken, leicht abgewandelt nach einem Rezept aus "Feine Gugl", da ich gemahlene Mandeln statt Haselnüsse verwendet habe. Was die im Rezept angegebenen Mengen angeht, bin ich noch etwas skeptisch, denn ich habe nur 12 Minigugl statt wie im Rezept angegeben 24 Gugl aus der Teigmenge herausgeholt. Geschmacklich waren die Gugl aber prima: zitronig-frisch, saftig, mit einem Happs im Mund und weg.


Möhren-Mandel-Minigugl
(ergibt ca. 12 Minigugl)

Zutaten:
ca. 20g Butter + 20g Mehl zum Einfetten der Form
1 kleine Karotte
1 Ei
75g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Rum
1/2 TL gemahlener Zimt
1 Prise Nelkenpulver
abgeriebene Schale von 1/4 Bio-Zitrone
25g Mehl
40g gemahlene Mandeln

Zubereitung:
Alle Zutaten Zimmertemperatur annehmen lassen. Die Vertiefungen der Minigugl-Form mit Butter einfetten, dann mit Mehl bestäuben.

Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Karotte schälen und auf einer Reibe fein reiben. 35g Möhrenraspel abwiegen.

Das Ei trennen. Eiweiß mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. In eine zweite Rührschüssel das Eigelb sowie Vanillezucker, Rum, Zimt, Nelkenpulver und Zitronenschalenabrieb geben. Puderzucker dazu sieben und alles mit dem Quirlen des Handrührgeräts schaumig rühren.

Mehl mit den Mandeln vermengen, geriebene Möhren unterrühren. Zur Teigmischung geben und mit einem Holzlöffel unterheben. Als letztes den Eischnee unterheben.

Teig in einen Plastikbeutel füllen, eine Ecke abschneiden und den Teig damit in die Vertiefungen der Guglform füllen. Nicht zu viel Teig einfüllen, da die Gugl nachher ordentlich aufgehen!

Im heißen Backofen auf der Schiene im unteren Drittel ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen. Dann die Gugl aus der Form lösen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Ich bin jetzt offiziell Minigugl-angefixt und überlege schon, was ich als nächstes im Miniformat backen könnte! Auf meiner Gugl-Nachbackliste stehen auf jeden Fall schon mal Inas Apfel-Gugl. Habt ihr noch weitere erprobte Minigugl-Rezepte für mich? Dann immer her mit euren Vorschlägen! Ansonsten backe ich mich erst mal durch das "Feine Gugl"-Backbüchlein ;-)



Das einzige, was ich noch etwas nervig finde, ist das Reinigen der Backform. In den Rillen bleibt der letzte Teigrest ganz schön hartnäckig kleben. Habt ihr da einen Tipp? Steckt ihr die Silikonbackformen in die Spülmaschine?

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Sonntag, 27. Januar 2013

Rindfleisch-Curry mit Bambussprossen und Kokosmilch

Vor zwei Wochen hat mein Mann auf die Frage, was ich abends für Freunde, die zu Besuch kamen, kochen soll, spontan mit "Was aus dem Wok!" geantwortet. Seitdem habe ich den Wok wieder aus seinem Winterschlaf befreit und auch nach dieser Essenseinladung öfters benutzt. So auch heute abend, als wir hungrig vom Sport nach Hause kamen. Das Rindfleisch-Curry mit Bambussprossen und Kokosmilch war das perfekte Sonntagabendessen nach einem sportlichen Tag: in gut 20 Minuten fertig auf dem Tisch, frisch, mit einer sämigen Kokosmilch-Sauce, zartem Fleisch und durch die Chilischote und die rote Currypaste leicht scharf. Jetzt kann der "Tatort" kommen :-)


Rindfleisch-Curry mit Bambussprossen und Kokosmilch
(für 2 Portionen)

Zutaten:
350g Rinderfilet
1 grüne Chilischote
75g Bambussprossen (aus dem Glas)
400ml Kokosmilch
2 TL rote Currypaste
2 TL gemahlener Kurkuma
3 EL Palmzucker (ersatzweise: Rohrohrzucker)
4 EL Fischsauce

Zubereitung:
Rinderfilet unter fließendem Wasser abwaschen, trockentupfen und in möglichst dünne Scheiben schneiden. Chilischote längs aufschlitzen, Kerne entfernen. Waschen und in dünne Ringe schneiden.

Bambussprossen in ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abbrausen. Bambussprossen abtropfen lassen.

Kokosmilch in einen Wok geben und erhitzen. Currypaste und Kurkuma gut unterrühren. Dann das Fleisch, die Bambussprossen , die Chilischote und den Zucker zugeben. Alles 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.

Rindfleisch-Curry mit der Fischsauce würzen. Abschmecken, bei Bedarf noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen - das war bei mir aber nicht notwendig.

Curry mit Basmatireis servieren.

Das Rezept für dieses ebenso simple wie leckere Rindfleisch-Curry stammt aus dem Zabert Sandmann-Kochbuch "Currys". Daraus habe ich schon sehr viel nachgekocht und bis auf ein Gericht ist bisher alles prima gelungen und hat sehr gut geschmeckt. Die 4,95 Euro für dieses Kochbuch waren auf jeden Fall eine sehr gute Investition! Verbloggt habe ich bisher allerdings aus diesem Buch nur die Curry-Garnelen mit Kurkuma und Banane.


Und da ich das Rindfleisch-Curry im Wok zubereitet habe, reiche ich es als Beitrag für den aktuellen Kochtopf-Event "Ran an den Wok" ein. Gastgeberin dieses Events ist Sandra vom Blog "From-Snuggs-Kitchen", die dringend Inspirationen für leckere Gerichte aus dem Wok sucht. Liebe Sandra, dieses unkomplizierte und lecker-scharfe Rindfleisch-Curry mit Bambussprossen kann ich Dir wärmstens empfehlen!

Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

Donnerstag, 24. Januar 2013

Möhrensuppe mit getrockneten Aprikosen und gerösteten Pinienkernen

Momentan bin ich ein richtiger Suppenkasper! Denn nach der Kichererbsensuppe mit gebratenem Sauerkraut gab es heute schon wieder Suppe bei mir. Aber bei dem winterlich kalten Wetter momentan schmeckt eine heiße Suppe ja auch gleich noch mal so gut! 
Die Möhrensuppe mit getrockneten Aprikosen und gerösteten Pinienkernen ist jetzt schon das dritte Rezept aus Tim Mälzers Greenbox, das ich nachgekocht habe. Und nachdem Verena vom Blog Schlammdackel diese Suppe vor ein paar Wochen auch schon gekocht und für gut befunden hatte, kann ich ihr Urteil nun ebenfalls bestätigen. Auch meinem Mann hat die Möhrensuppe gut geschmeckt. Die gerösteten Pinienkerne, die getrockneten Aprikosen und die Petersilie dazu sind allerdings ein Muss, ohne diese Begleitung schmeckt die Suppe etwas langweilig. "Greenbox" gefällt mir als Kochbuch immer besser, muss ich sagen!


Möhrensuppe mit getrockneten Aprikosen und Pinienkernen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
500g Karotten
2 Schalotten
3 EL Öl
2 EL Butter
800ml Gemüsebrühe
2 EL Pinienkerne
6 getrocknete Aprikosen
Salz, Pfeffer
1-2 EL Zitronensaft
1 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:
Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Schalotten schälen und fein würfeln. Öl und Butter in einem großen Topf erhitzen, Schalotten und Karotten darin andünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen. Karotten zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 15 Minuten weich kochen.

Derweil in einer beschichteten Pfanne ohne Fett die Pinienkerne rundherum goldbraun anrösten. Aprikosen in feine Streifen schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. In grobe Streifen schneiden.

Die Hälfte der kleingeschnittenen Aprikosen zur Suppe geben. Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren. Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Suppe portionsweise in in tiefe Teller füllen und mit den Aprikosenstreifen, den gerösteten Pinienkernen und der Petersilie bestreut servieren.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Kalbsrahmgulasch mit Apfelwürfeln nach Schuhbeck

Im Winter gibt es am Wochenende für mich fast nichts Schöneres, als ein Schmorgericht zuzubereiten, das stundenlang vor sich hinköchelt und seinen verführerischen Duft in der ganzen Wohnung verströmt. Auf der Suche nach einem zu diesen Vorstellungen passenden Sonntagsessen habe ich am Freitagabend auch mal wieder in Meine bayerische Küche von Alfons Schuhbeck geblättert. Hängen geblieben bin ich beim Rezept für ein Kalbsrahmgulasch mit Apfelwürfeln. Zwar war kein Foto zu diesem Rezept dabei, aber die Zugabe von Apfelwürfeln machte mich so neugierig, dass gleich klar war, dass ich dieses Gericht nachkochen muss. Zuerst war ich angesichts der Zwiebelmenge in diesem Gulasch etwas skeptisch, aber nachdem kürzlich Frau Ziii in ihrer ultimativen Gulasch-Agenda deutlich gemacht hatte, dass bei einem gescheiten Gulasch Fleisch und Zwiebel im Verhältnis 1:1 eingesetzt werden müssen, habe ich Herrn Schuhbeck bzw. ja eigentlich eher Frau Ziii auch in diesem Punkt vertraut. Das Ergebnis hat mich dann auch vollstens überzeugt. Das Foto wird dem tollen Geschmack des Gulaschfleischs und der sämigen Sauce leider nicht wirklich gerecht - etwas grüner Schnittlauch zur Deko wäre hier vielleicht hilfreich gewesen ;-) 


Kalbsrahmgulasch mit Apfelwürfeln und Spätzle
(für 2-3 Portionen)

Zutaten:
500g Kalbfleisch (aus der Schulter)
500g Zwiebeln
1 Apfel
1 EL Öl
1 EL Tomatenmark
ca. 350ml Hühnerbrühe
1 Knoblauchzehe
1/2 TL gemahlener Majoran
1/2 TL Kümmelpulver (ich habe 1/2 TL Kümmelsamen grob mit dem Mörser zerstoßen)
1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
1 EL edelsüßes Paprikapulver
40g Sahne
Salz, Cayennepfeffer
250g Eierspätzle

Zubereitung:
Fett und grobe Sehnen vom Fleisch entfernen. Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und in ca. 3cm große Würfel schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Ein Apfelviertel in kleine Würfel schneiden.

In einem großen Schmortopf das Öl erhitzen. Fleischwürfel darin portionsweise bei mittlerer Hitze rundherum anbraten. Fleisch wieder aus dem Topf herausnehmen, beiseite stellen. Zwiebeln im Bratensatz glasig dünsten. Apfelwürfel und Tomatenmark hinzufügen, kurz mitdünsten. Mit Hühnerbrühe ablöschen. Das Fleisch wieder in den Topf geben, es sollte knapp mit Brühe bedeckt sein. Evtl. noch etwas Brühe nachgießen. Topfdeckel auflegen, dabei aber einen  Holzkochlöffel in den Topf stecken, so dass der Deckel einen Spalt offen steht. Gulasch bei niedriger bis mittlerer Hitze 3 Stunden köcheln lassen.

Knoblauch schälen und fein würfeln. Mit dem Majoran, dem Kümmel und der Zitronenschale zu einem Gulaschgewürz vermengen. Das Paprikapulver mit ganz wenig Wasser glatt rühren. Den Rest des Apfels in 1cm große Würfel schneiden.

Fleisch aus dem Schmortopf fischen, beiseite stellen. Gulaschgewürz, angerührtes Paprikapulver und Sahne zur Sauce geben. Sauce mit dem Stabmixer pürieren. Sauce kräftig mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Jetzt das Fleisch zusammen mit den Apfelwürfeln wieder in den Topf geben und alles bei niedriger Hitze 10 Minuten ziehen lassen.

Derweil die Spätzle in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Spätzle abgießen, abtropfen lassen und sofort mit dem Kalbsrahmgulasch servieren.

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Montag, 21. Januar 2013

Kichererbsensuppe mit gebratenem Sauerkraut und Tim Mälzers neuestes Kochbuch "Greenbox"

In meinem Kochbuch-Jahresrückblick 2012 habe ich es ja erwähnt: Dank der Küchenchaotin ist Tim Mälzers neuestes Kochbuch Greenbox bei mir eingezogen. Ich habe im Januar mittlerweile zwei Gerichte daraus nachgekocht. Das erste Rezept, das ich ausprobiert habe, war ein Linsengemüse mit geschmorten Petersilienwurzeln. Das fand ich zwar nicht schlecht, aber auch nicht 100% blogwürdig. Heute dann habe ich als zweites Rezept eine Kichererbsensuppe mit gebratenem Sauerkraut nachgekocht. Diese hat mir gut geschmeckt, daher darf das Rezept auch auf den Blog! Im Original wird Sauerkraut aus dem Glas verwendet, ich habe frisches Sauerkraut beim Metzger gekauft und verwendet. Meinen Mann kann ich mit Sauerkraut jagen, aber ich mag es gern. Vor allem, wenn es nicht klassisch zubereitet wird, sondern wie hier mit Kichererbsen und Koriandersamen angebraten wird.


Kichererbsensuppe mit gebratenem Sauerkraut
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Stange Lauch (nur vom weißen Ende der Lauchstange)
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 grüne Pfefferschote
2 EL Olivenöl
1/2 Glas Kichererbsen (200g)
1/2 TL Currypulver
500ml Gemüsebrühe
100g frisches Sauerkraut (roh)
1/2 TL grob gemahlene Koriandersaat
Salz
Zucker
50g griechischer Joghurt (10% Fett)

Zubereitung:
Den Lauch längs halbieren, unter fließendem Wasser abwaschen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Pfefferschote waschen, ebenfalls in dünne Ringe schneiden.
Kichererbsen in ein Sieb abgießen, abtropfen lasssen.

1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Lauch, Knoblauch, Pfefferschote, Currypulver und Kichererbsen bis auf 1 EL darin 1-2 Minuten anbraten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles 10 Minuten offen kochen lassen.

Derweil das Sauerkraut ausdrücken, bis es trocken ist. In einer Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen und das Sauerkraut mit den restlichen Kichererbsen und der Koriandersaat braun anbraten. Mit Salz und einer Prise Zucker würzen.

Die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz abschmecken.

Joghurt glatt rühren. Gebratenes Sauerkraut in tiefe Teller füllen, Suppe zugießen und mit einem großen Klecks Joghurt garniert servieren.

Greenbox, das neue Kochbuch von Tim Mälzer
Noch kann ich mir kein abschließendes Urteil über "Greenbox" bilden. Die Aufmachung und der Bilder-Stil ähneln stark dem "Kochbuch", was nicht schlimm ist, denn das hat mir auch sehr gut gefallen. Beim Durchblättern haben mich viele Rezepte sofort angesprochen und ich habe das Buch mit Zettelchen gespickt. Klasse finde ich, dass das Register sowohl nach Gemüsesorten als auch nach Saison geordnet ist. Obendrein sind die Rezepte auch noch in die Kategorien "Schnelle Küche", "Einfache Küche" und "Kochen für Gäste" eingeteilt. Tims Begeisterung für schmackhafte, aromatische Gemüseküche kommt auf jeder einzelnen Seite des Kochbuchs rüber. Aber nachdem ich von den bisherigen zwei ausprobierten Rezepten eines gut und eines so mittelmäßig fand, muss ich erst noch mehr Rezepte nachkochen, um zu einem abschließenden Urteil zu kommen. Als nächstes stehen die Möhrensuppe mit getrockneten Aprikosen (die Verena von Schlammdackel bereits für gut befunden hat), Bratnudeln und die Brösel-Variationen auf dem Plan!



Der Vollständigkeit halber hier noch das "Beweisfoto" für die ebenfalls aus "Greenbox" stammenden Beluga-Linsen mit geschmorten Petersilienwurzeln und Rucola.


Wie ist euer Urteil zu "Greenbox"? Was habt ihr schon nachgekocht? Was könnt ihr mir besonders zum Nachkochen empfehlen?

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Sonntag, 20. Januar 2013

Gebratener Seelachs auf Balsamico-Chorizo-Linsen mit Kirschtomaten

Am Freitag gab es mal wieder Fisch! Das hat bei uns wirklich Seltenheitswert. Doch als ich bei lecker.de auf das Rezept für den gebratenen Seelachs auf Balsamico-Chorizo-Linsen mit Kirschtomaten gestoßen bin, war mir gleich klar, dass ich die Kombination von Pardina-Linsen mit Karottenwürfeln, Chorizoscheiben, Rosmarin und dunklem Balsamico zu kurz gebratenem Seelachsfilet und saftigen Kirschtomaten ausprobieren musste. Gesagt, getan - und damit haben wir das Wochenende gleich mit einem geschmacklichen Highlight eingeläutet. Sehr lecker!


Gebratener Seelachs auf Balsamico-Chorizo-Linsen mit Kirschtomaten
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
100g Chorizo (scharfe spanische Paprikawurst)
2 Zweige Rosmarin
2 EL Olivenäl
125g Pardina-Linsen
150g Kirschtomaten
300g Seelachsfilet (TK, mit MSC-Siegel)
Salz, Pfeffer
Zucker
2 EL Mehl
2-3 EL dunkler Balsamico-Essig

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Karotte schälen, Enden abschneiden. Karotte ebenfalls fein würfeln. Chorizo in dünne Scheiben schneiden. Den Rosmarin waschen und trocken schütteln.

In einem Topf wenig Öl erhitzen. Chorizoscheiben darin in ca. 3 Minuten knusprig braten, dann die Chorizoscheiben herausnehmen und beiseite stellen. Den Rosmarin im Bratfett kurz anrösten, dann Knoblauch, Karotten und die Zwiebelwürfel (bis auf 1 EL) ebenfalls in den Topf geben und mit anbraten. Die Linsen zugeben, kurz mitbraten. Alles mit 300ml Wasser ablöschen und einmal aufkochen. Dann auf mittlere Hitze zurückschalten und die Linsen zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Backofen auf 100 Grad vorheizen. Die Kirschtomaten waschen und halbieren. Den Fisch unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen und vierteln. Fischfilets von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, dann im Mehl wenden.

1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Fischfilets darin von jeder Seite ca. 2-3 Minuten braten. Fisch aus der Pfanne nehmen und im vorgeheizten Ofen warm stellen. Kirschtomaten und die restlichen Zwiebelwürfel im Fisch-Bratfett 2 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Rosmarinzweige aus den Linsen entfernen. Linsen mit dem Balsamicoessig, Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Chorizoscheiben unter die Linsen rühren, kurz erwärmen.

Balsamico-Chorizo-Linsen mit den Kirschtomaten und den Fischfilets anrichten und sofort servieren.

Montag, 14. Januar 2013

Nachgekocht: Curry mit Hackfleisch-Bällchen und Granatapfel-Raita

Ich geb´s zu: mich kriegt man mit einfallsreichen Überschriften. Klar also, dass ich sofort nachlesen musste, um was es genau geht, als die Küchenschabe letzte Woche einen Beitrag mit dem Titel "Verregnet mit der Aussicht auf Fleischbällchen" veröffentlichte. Das klang verheißungsvoll nach einer Anspielung auf den Film "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen", außerdem setzen beim Stichwort "Fleischbällchen" bei mir sofort pawlow´sche Reflexe ein. Und der Titel hielt, was er versprach, denn zu sehen und zu lesen gab es ein mundwässerndes Curry mit Hackfleisch-Bällchen und Granatapfel-Raita. Das musste ich schnellstmöglich nachkochen! 

Mein Foto ist nicht so schön wie das Original, aber auch so haben meinem Mann und mir die Hackfleischbällchen, die geröstete Cashewnüsse, Fenchelsamen, Mohnsamen und Kokosraspeln enthalten, in Kombination mit der frischen Granatapfel-Raita und dem würzig-scharfen Curry ganz hervorragend geschmeckt. Ich habe im Vergleich zum Rezept der Küchenschabe nur die Chili- und die Knoblauchmenge reduziert, statt Lammhackfleisch Rinderhackfleisch genommen und darauf verzichtet, die Hackfleischmasse zu pürieren. Ansonsten habe ich mich ganz ans Rezept gehalten und war vom Ergebnis sehr angetan! Auch unsere Stimmung war nach dem Genuss dieses Currys höchst aufgehellt - Fleischbällchen mit der Aussicht auf sonnige Stimmung sozusagen :-)


Curry mit Hackfleisch-Bällchen und Granatapfel-Raita
(für 2-3 Portionen)

Zutaten:
Für die Hackfleisch-Bällchen:
350g Rinder-Hackfleisch
60g Cashew-Nüsse
1 EL Mohnsamen
1 EL Fenchelsamen
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
3cm Ingwer
1 kleine Gemüsezwiebel
4 EL Kokosraspel
Für das Curry:
1 kleine Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
3cm Ingwer
400g geschälte ganze Tomaten aus der Dose
350ml Hühnerbrühe
4 EL Pflanzenöl
1 Stange Zimt
2 Lorbeerblätter
1 EL Fenchelsamen
2 getrocknete Chilischoten
2 EL gemahlener Koriander
1 TL Kurkuma
Für die Granatapfel-Raita:
1/2 Granatapfel
250g griechischer Joghurt (10% Fett)
2 Frühlingszwiebeln
1cm Ingwer
1 rote Chilischote
1/2 TL Kurkuma
Salz
1/4 TL Zucker
1-2 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:
In einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Fett die Cashewnüsse, den Mohn- und den Fenchelsamen anrösten, bis es zu duften anfängt. Abkühlen lassen, dann die Cashewnüsse grob durchhacken.
Chili waschen, längs aufschlitzen, Kerne entfernen. Chilischote fein würfeln. Knoblauch und Zwiebel schälen und ebenfalls fein würfeln. Ingwer schälen und sehr klein schneiden. Hackfleisch mit den gerösteten Nüssen und Samen, Ingwer, Chili, Knoblauch, Zwiebel und Kokosraspel vermischen. Kräftig mit Salz würzen, alles gut mit den Händen unterkneten. Hände mit etwas Öl befeuchten und mit den Händen aus der Hackfleischmasse tischtennisballgroße Bällchen formen. Abgedeckt im Kühlschrank 30 Minuten ruhen lassen.

Derweil das Curry vorbereiten. Zwiebel und Knoblauch schälen und grob hacken. Ingwer schälen und fein reiben. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer mit den Tomaten mitsamt Saft in eine Schüssel geben und mit dem Stabmixer pürieren. Getrocknete Chilis fein hacken.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Zimtstange, Fenchelsamen und Lorbeerblätter in den Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 1 bis 2 Minuten braten lassen, bis sie zu knistern anfangen. Dann die pürierten Tomaten zugeben und alles 5 Minuten köcheln lassen. Jetzt die Chiliflocken, den gemahlenen Koriander, den Kurkuma und die Hühnerbrühe zugeben. Alles einmal aufkochen und bei großer Hitze offen in ca. 10-15 Minuten einkochen lassen.

Hackfleischbällchen aus dem Kühlschrank nehmen und in das Curry in den Topf legen. Fleischbällchen bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Derweil die Granatapfel-Raita herstellen. Dafür zunächst den Granatapfel entkernen. Relativ unfallfrei und ohne rote Spritzer in der gesamten Küche geht es mit dieser Methode: Granatapfel sternförmig einritzen, in der Mitte auseinanderbrechen, dann noch mal in Viertel brechen (an den vorgeritzten Linien entlang), dann ein Viertel mit der offenen Seite nach unten in der Hand halten und mit einem Kochlöffel von außen auf die Schale schlagen. Das ganze am besten über der Spüle machen. In diesem Video sieht man gut, wie´s geht!

Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein reiben. Chilischote waschen, längs aufschlitzen, Kerne entfernen und die Chilischote in dünne Ringe schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilienblätter fein hacken. Frühlingszwiebeln, Ingwer, Chili, Petersilie und Granatapfelkerne mit dem Joghurt vermengen, mit Kurkuma, Salz und Zucker würzen.

Die Zimtstange und die Lorbeerblätter aus dem Curry herausnehmen. Curry und Hackfleischbällchen mit Reis und der Granatapfel-Raita servieren.

Montag, 7. Januar 2013

Tagliatelle mit Zitronen-Mascarpone-Sauce und Pistazien-Gremolata

Zu Weihnachten habe ich natürlich auch neue Kochbücher geschenkt bekommen. Unter dem Christbaum lag auch das wunderschöne Kochbuch Vegetarisch vom Feinsten von Bettina Matthaei, um das ich schon herumgeschlichen bin, seit ich Anfang 2012 die Rote Linsen-Suppe mit getrockneten Tomaten und Limetten-Schmand daraus nachgekocht hatte. An Weihnachten war es endlich soweit und schon beim ersten Durchblättern habe ich mir viele Rezepte zum Nachkochen markiert. Als erstes habe ich die Tagliatelle mit Zitronen-Mascarpone-Sauce und Pistazien-Gremolata daraus nachgekocht. Ein Gericht ganz nach meinem Geschmack: ruckzuck zubereitet, frisch, lecker und durch die Gremolata aus grünen Pistazien, glatter Petersilie, geriebenem Parmesan und fein geriebener Zitronenschale bekommt die Pasta einen besonderen Pfiff. Klasse!



Tagliatelle mit Zitronen-Mascarpone-Sauce und Pistazien-Gremolata
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Sauce:
1 Schalotte
1 EL Olivenöl
75ml Gemüsebrühe
50ml Grappa
100g Mascarpone
Salz, Pfeffer
1 EL Zitronensaft
Für die Gremolata:
1 Bio-Zitrone
1 kleine Knoblauchzehe
25g grüne Pistazienkerne (ungesalzen)
2-3 Stängel glatte Petersilie
20g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer
250g Tagliatelle

Zubereitung:
Schalotte schälen und fein würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Mit Gemüsebrühe und einem kräftigen Schluck Grappa ablöschen und bei mittlerer Hitze 5 Minuten köcheln lassen. 

Derweil die Gremolata zubereiten: Dafür die Knoblauchzehe schälen und sehr fein würfeln. Pistazienkerne grob hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter von den Stängeln zupfen und fein hacken. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Hälfte der Schale fein abreiben. Zitronenschalenabrieb, Knoblauch, Pistazien, Petersilie und Parmesan miteinander vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Tagliatelle in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente garen.

Mascarpone in die Sauce einrühren und bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht angedickt ist. Mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft würzen.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit der Zitronen-Mascarpone-Sauce vermengen. Portionsweise in tiefe Teller füllen, mit der Pistazien-Gremolata bestreuen und sofort servieren.

Nach diesem Einstieg freue ich mich noch mehr darauf, weitere Rezepte aus Vegetarisch vom Feinsten nachzukochen!



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Samstag, 5. Januar 2013

Gewinner der Kochbuchverlosung "Rezepte für Sieger"

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Teilnehmern der Kochbuch-Verlosung! Danke, dass ihr teilgenommen und meine Kochbuch-Wunschliste mit euren Empfehlungen für eure Lieblingskochbücher weiter habt anwachsen lassen.

Näher anschauen werde ich mir aufgrund eurer Empfehlungen jetzt auf jeden Fall:
"Jerusalem" von Yotam Ottolenghi
"Gemüse satt" von Alice Heart
"Das Familienessen" von Ferran Adria
"Tender" von Nigel Slater
"Leon" von Henry Dimbleby
"Österreich vegetarisch" von Katharina Seiser
"Weber´s Grillbibel" von Jamie Purviance

So, aber kommen wir zum Wesentlichen, nämlich zu den drei Gewinnern, die ich mithilfe von random.org ermittelt habe. :-) Kurz und knackig, über 3x 1 Braun-Kochbuch "Rezepte für Sieger" dürfen sich freuen:

Als erstes habe ich Aiko bzw. sein Frauchen Annemarie vom Blog Aiko macht sich Gedanken gezogen:


Deinen Tipp "Vegetarisch vom Feinsten" habe ich übrigens zu Weihnachten geschenkt bekommen und freue mich schon sehr darauf, Rezepte daraus auszuprobieren!

Der zweite Gewinner-Kommentar kam von Pat (ohne Blog):


Die Weber Grill Bibel (und vor allem: ein Weber Grill...) steht auch noch auf meiner Wunschliste, da ich mir vorgenommen habe, diesen Sommer öfter zu grillen!

Und die dritte und letzte Gewinnerin ist Carina vom Blog Leckerschmeckerzuckerbaecker:


Da ich noch recht wenige Backbücher habe, werde ich mir das von Dir empfohlene Backbuch auf jeden Fall mal anschauen!

Herzlichen Glückwunsch den drei Gewinnern! Bitte schickt mir per E-Mail an schoenertagnoch@gmx.de eure Postanschrift, damit sich die Kochbücher auf den Weg zu euch machen können.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Nachgekocht: Spitzkohl-Quiche mit Ziegenfrischkäse und Feta

Von meiner Mutter habe ich vor ein paar Tagen einen kleinen Spitzkohl-Kopf mitgebracht bekommen und wusste auch sofort, was ich daraus machen werde. Denn schon länger wartete ein Rezept für eine Spitzkohl-Quiche mit Ziegenfrischkäse und Feta, das ich bei Bengelchens Chaosleben gefunden hatte, auf meiner Nachkochliste auf seinen Einsatz. 

Diese Quiche vereint lauter Dinge, die ich sehr gerne mag: Spitzkohl, Ziegenfrischkäse und Mürbteig. Erwartungsgemäß hat mir die Spitzkohl-Quiche denn auch sehr gut geschmeckt. Und: Dank Katrins aka Bengelchens guter Beschreibung ist es mir auch zum ersten Mal gelungen, einen Mürbteig ohne Ei herzustellen, der beim Essen nicht in alle Einzelbestandteile zerbröselt! Ich bin stolz :-) Der Trick ist, die Butter sehr klein zu schneiden und erst mal mit dem Mehl zu zerreiben, als wolle man Streusel herstellen. Dadurch bekommt der Teig auch ohne Ei eine gute Bindung. 
Beim Rezept habe ich mich weitgehend an Bengelchens Vorgehensweise gehalten, die Mengen aber an meine kleine Springform mit 18cm Durchmesser angepasst. Das ergibt die perfekte Menge für einmal Abendessen und einen Büro-Lunch für mich - denn meinen Mann kann ich weder mit Spitzkohl noch mit Quiche sonderlich begeistern. Aber das macht mir gar nichts, denn so bleibt mehr für mich...


Spitzkohlquiche mit Ziegenfrischkäse und Feta
(für eine Springform mit 18 cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Mürbteig:
125g Mehl
65g kalte Butter
1-2 EL kaltes Wasser
Für den Belag:
500g Spitzkohhl (entspricht einem kleinen Kohlkopf)
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
100g Ziegenfrischkäse
100g Schmand
1 Ei
50g Feta
1-2 EL Milch
Salz, Pfeffer
1 TL ganzer Kümmel

Zubereitung:
Für den Mürbteig die Butter in sehr kleine Stücke schneiden und mit den Händen mit dem Mehl in einer Schüssel vermengen. Dafür die Butter mit dem Mehl zwischen den Händen reiben. Wenn sich Butter und Mehl gut miteinander vermischt haben, 1 EL eiskaltes Wasser dazugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Wenn der Teig noch zu krümelig ist,  noch 1 EL Wasser zugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Derweil den Spitzkohl waschen, putzen und die dicken Blattrippen herausschneiden. Spitzkohl in dünne Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch darin andünsten. Spitzkohl zugeben und bei mittlerer Hitze dünsten, bis er gar, aber nicht vollständig weich ist. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Pfanne vom Herd nehmen, beiseite stellen.

Ziegenfrischkäse, Schmand und Ei mit der Milch in einer Schüssel glatt rühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Mürbteig zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie mit dem Nudelholz dünn und rund ausrollen. Teig in die ungefettete Springform legen und einen Rand hochziehen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Teigboden mit Backpapier bedecken, Linsen oder Bohnen darauf streuen und den Boden im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten blind backen.

Feta in kleine Würfel schneiden. Vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen, Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und den gebratenen Spitzkohl auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Schmandguss darüber verteilen. Feta über der Quiche verteilen. Quiche im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen, bis der Guss fest geworden ist.

Die Quiche schmeckt lauwarm oder kalt!

Mittwoch, 2. Januar 2013

Selbst gemachte Tagliatelle mit Gulasch-Sauce und Knoblauch-Orangen

Ein frohes neues Jahr 2013 wünsche ich euch! Seid ihr auch alle gut reingerutscht? Mein neues Jahr hat ebenso lecker angefangen, wie es in den letzten Tagen des alten Jahres geendet hat. Denn am letzten Sonntag des Jahres 2012 habe ich noch mal Nudeln frisch selbst gemacht. Dieses Mal habe ich nicht wie sonst Ravioli gemacht, sondern den Tagliatelle-Schneideaufsatz meiner Nudelmaschine sowie den tollen Pasta-Trockenständer, den ich 2011 zu Weihnachten bekommen habe, endlich eingeweiht. Mit dem praktischen Schneideaufsatz sind die Tagliatelle im Handumdrehen und schön gleichmäßig hergestellt. 
Zu den selbstgemachten Tagliatelle nach dem Nudelteig-Grundrezept, das ich im Pasta-Kochkurs in der Nudelmanufaktur "Pasta Fresca" in Kirchheim-Teck gelernt habe, gab es Gulasch-Sauce mit Knoblauch-Orangen nach einem Rezept aus dem Zabert Sandmann Kochbuch Pasta
Knoblauch-Orangen zu Gulasch-Sauce? Oh ja! Die Orangenfilets werden mit Knoblauchöl beträufelt, mit Pfeffer gewürzt und dann 10 Minuten im Ofen gebacken. Dadurch schmecken sie wunderbar aromatisch und passen ganz hervorragend zur würzigen Hackfleischsauce aus Gulasch-Fleisch!


Selbst gemachte Tagliatelle mit Gulasch-Sauce und Knoblauch-Orangen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die selbst gemachten Tagliatelle:
300g Mehl Type 405
3 Eier
1/2 TL Salz
1 EL Wasser
ca. 1 EL Olivenöl
Für die Sauce und die Knoblauch-Orangen:
1 Gemüsezwiebel
3 Zweige frischer Thymian (oder 1 TL getrockneter Thymian)
6 EL Olivenöl
200g Hackfleisch (aus Rindergulasch-Fleisch)
Salz, Pfeffer
1 EL Tomatenmark
2-3 EL trockener Rotwein
1/2 TL Kümmel
Cayennepfeffer
200ml Gemüsebrühe
2 Orangen
1 Knoblauchzehe

Zubereitung:
Mehl, Eier, Wasser und Salz mit den Händen kräftig zu einem homogenen Teig verkneten. Wenn der Teig glatt ist, die Hände mit etwas Olivenöl benetzen und den Teig weiterkneten, bis er sich seidig anfühlt. Teig in einer Schüssel abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Den Teig erneut durchkneten, dann mit der Nudelmaschine bis zur zweitdünnsten Stufe ausrollen. Mit dem Tagliatelle-Schneideaufsatz oder mit einem Messer in gleichmäßige Streifen schneiden. Auf einem Pasta-Ständer oder einem Wäschetrockner zum Trocknen aufhängen.

Für die Sauce die Zwiebel schälen und fein würfeln. Frischen Thymian waschen und trocken schütteln. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und ca. 1 EL Schale fein abreiben.

In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten, dann das Hackfleisch zugeben. Hackfleisch krümelig braten und mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenmark zugeben, kurz mitrösten. Mit dem Wein ablöschen. Thymianzweige (oder getrockneten Thymian) und Zitronenschalenabrieb zugeben . Mit Kümmel und Cayennepfeffer nach Geschmack würzen. Dann die Gemüsebrühe hinzugeben. Einmal aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Sauce bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 15 Minuten zu einer sämigen Sauce einkochen lassen. Eventuell noch mal etwas Gemüsebrühe oder Wasser nachgießen.

Für die Knoblauch-Orangen den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Die beiden Orangen so großzügig schälen, dass auch die weiße Haut mit entfernt wird. Orangenfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden und in eine ofenfeste Form legen. Knoblauch schälen, fein würfeln und mit dem restlichen Olivenöl vermengen. Knoblauchöl über die Orangen geben. Orangen mit Pfeffer würzen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten garen.

Die Tagliatelle in reichlich Salzwasser al dente kochen. Das dauert je nach Dicke der selbstgemachten Pasta 4-8 Minuten, vor dem Abgießen auf jeden Fall probieren, ob die Nudeln gar sind! Tagliatelle abgießen. Gulaschsauce mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Falls frischer Thymian verwendet wurde, die Thymianstängel aus der Sauce entfernen. Nudeln mit der Gulaschsauce vermengen, portionsweise in tiefe Teller füllen und mit den Knoblauch-Orangen als Topping servieren.


Der Pasta-Ständer zum ersten Mal im Einsatz! Nach Gebrauch lässt er sich wieder ganz einfach auseinanderschrauben und in der Schublade verstauen.

Damit hat sich das Jahr 2012 würdig verabschiedet - und 2013 mit all seinen Leckereien kann kommen!

An dieser Stelle auch schon mal vielen Dank für eure vielen Kommentare und Empfehlungen für euer Kochbuch des Jahres 2012! Meine Wunschliste ist schon wieder beachtlich angewachsen... Die Gewinner der 3 Kochbücher "Rezepte für Sieger" werde ich am Samstag ziehen und bekannt geben!