Donnerstag, 28. Februar 2013

Grünkohl-Cannelloni mit Tomatensauce

"Kohl ist der neue Rucola" habe ich kürzlich beim Stepford Husband gelesen und musste schmunzeln. Wohl wahr, den Eindruck hatte ich in letzter Zeit auch. Und der ganz große Kohl-Renner momentan ist Grünkohl. Für Norddeutsche ist Grünkohl wohl nichts Neues, aber ich als Süddeutsche habe noch nie Grünkohl gegessen! Und jetzt dieser Grünkohl-Hype. Höchste Zeit also, mir eine eigene Meinung zum Thema Grünkohl zu bilden. So habe ich beim letzten Besuch auf dem Wochenmarkt mal Ausschau nach Grünkohl gehalten und wurde fündig. An Grünkohl-Rezepten mangelt es ja nun im Netz auch nicht. Ich habe mich schließlich für Grünkohl-Cannelloni mit Tomatensauce nach einem Rezept von lecker.de entschieden, das ich dann leicht abgewandelt und unter Berücksichtigung der Tipps in den Kommentaren unter dem Rezept nachgekocht habe. Und ich fand meine Grünkohl-Premiere gelungen! Die Cannelloni haben mir gut geschmeckt. Bei meinem Mann ist der Grünkohl leider nicht so gut angekommen: er fand ihn zu bitter. Aber mein Mann mag auch keinen Rucola ;-) Fazit also: Grünkohl ist Geschmackssache - einfach mal ausprobieren!

 


Grünkohl-Cannelloni mit Tomatensauce

(für 2 Portionen)

Zutaten:
ca. 200g geputzter Grünkohl
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel
2 EL Öl
300ml Gemüsebrühe
gemahlener Piment
Zucker
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 Dose geschälte Tomaten (400g)
1 TL getrockneter Majoran
100g Ricotta
9-10 Cannelloni
50g geriebenener Emmentaler-Käse

Zubereitung:
Grünkohl waschen, in grobe Streifen schneiden und in einem großen Topf in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und Grünkohl abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.

In einem großen Topf 1 EL Öl erhitzen. Die Hälfte der Zwiebeln darin ca. 1 Minute andünsten. Dann den blanchierten Grünkohl zugeben und 3 Minuten mitdünsten. Mit der Hälfte der Brühe ablöschen, dann die Hitze reduzieren und den Kohl bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten zugedeckt schmoren.

In einem kleineren Topf 1 EL Öl erhitzen. Knoblauch und restliche Zwiebelwürfel darin andünsten. Dann das Tomatenmark zugeben und anschwitzen. Tomaten in der Dose kleinschneiden und mit dem Tomatensaft und der restlichen Brühe in den Topf geben. Aufkochen, anschließend die Tomatensauce bei mittlerer Hitze ca. 4-5 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Dann die Sauce mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und dem Majoran würzen.

Grünkohl abgießen und mit einem großen Löffel etwas ausdrücken. In eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer, Piment und einer Prise Zucker kräftig würzen. Ricotta unterrühren, abschmecken und eventuell noch mal mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Grünkohlmasse mit Hilfe eines Teelöffels in die Cannelloni-Röhren füllen. Eine feuerfeste Auflaufform mit wenig Öl auspinseln und den Boden der Form mit Tomatensauce bedecken. Dann die gefüllten Cannelloni-Röhren einschichten. Tomatensauce gleichmäßig über den Cannelloni verteilen. Als Abschluss den geriebenen Käse gleichmäßig auf den Nudeln und der Tomatensauce verteilen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen.

Cannelloni aus dem Ofen nehmen, vor dem Essen etwas abkühlen lassen.

Montag, 25. Februar 2013

Vegetarisches Chili con Couscous

Meckern über den anhaltenden Winter ist ja gerade im Trend! Ok, von mir aus könnte auch so langsam der Frühling kommen. Aber der Winter hat ja auch schöne Seiten, denn wer hat im Sommer schon Lust auf deftig-scharfe Eintöpfe wie dieses vegetarische Chili con Couscous? Für einen kalten Wintertag ist dieses Rezept aus der Zeitschrift "Essen & Trinken", Ausgabe 2/2013 aber genau das Richtige. Heiß serviert, mit einem großen Klacks kühler Crème fraiche, schön scharf abgeschmeckt... herrlich! Ausnahmsweise habe ich auch mal eine größere Menge gekocht, das Rezept reicht je nach Hunger für 4-6 Portionen und lässt sich am nächsten Tag prima noch mal aufwärmen.

 

Vegetarisches Chili con Couscous
(für 6 Portionen)

Zutaten:
300ml Tomatensaft
150g Couscous
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Karotten
1 Dose ganze geschälte Tomaten (400g)
1 Dose Kidneybohnen (250g)
1 Dose kleine weiße Bohnen (250g)
1 kleine Dose Mais (185g)
3 EL Olivenöl
3 TL gemahlenes Chilipulver
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1l Gemüsebrühe
80ml Schlagsahne
Salz, Pfeffer
3 EL Limettensaft
2-3 Stiele frischer Koriander
200g Crème fraiche

Zubereitung:
Tomatensaft kurz aufkochen. Couscous in eine Schüssel geben, mit dem kochenden Tomatensaft übergießen und abgedeckt ca. 20 Minuten quellen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Karotte schälen und in feine Würfel schneiden. Tomaten in der Dose mit dem Messer kleinschneiden. Kidneybohnen, weiße Bohnen und Mais in ein Sieb abgießen, mit kaltem fließenden Wasser abspülen und abtropfen lassen.

In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten, dann die Karotten zugeben. Kurz mitdünsten, dann das Chilipulver und den gemahlenen Kreuzkümmel zugeben. Ebenfalls kurz andünsten. Tomaten mit Saft sowie die Gemüsebrühe zugießen. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Kidneybohnen, weiße Bohnen, Mais sowie den gequollenen Couscous zugeben. Eintopf nochmals aufkochen lassen. Alles 5 Minuten köcheln lassen, dann die Sahne unterrühren und das Chili mit Salz, Pfeffer und Limettensaft würzen.

Koriander waschen, trocken schütteln, die Blättern von den Stängeln zupfen und grob hacken. Chili portionsweise in tiefe Teller füllen. Mit einem großen Klecks Crème fraiche und dem gehackten Koriander servieren.

Und wie ist die Stimmung bei euch? Team Winter oder doch Team Frühling?

Sonntag, 24. Februar 2013

Nachgemacht: marinierte geröstete Paprika im Glas

Dass ich möglichst viel selbst mache, habe ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt. Das letzte gelungene Experiment in dieser Hinsicht war die selbstgemachte Harissa-Paste. Davon beflügelt habe ich  mich gleich an das nächste Experiment gemacht: marinierte geröstete Paprika im Glas! Da ärgere ich mich nämlich jedes Mal darüber, dass etwas eigentlich so einfaches im Supermarkt pro Glas 4 Euro oder noch mehr kostet. Das Rezept zum Selbermachen hatte ich schon vor einem Jahr bei Peter vom Blog "Genussbereit" gefunden und sofort auf meine Nachkochliste gesetzt. 

Die Zubereitung ist eigentlich ganz simpel. Das einzig etwas Knifflige ist das Häuten der Paprika. Das hat bei mir am Anfang nicht so gut geklappt, bis ich noch mal  im Netz nach Tipps und Tricks gegoogelt habe. Für euch habe ich gleich die prima funktionierende Methode im Rezept aufgeschrieben: Paprika vierteln, mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen, unter dem Backofengrill rösten und anschließend mit einem feuchten Tuch bedecken. So lässt sich die Haut ganz einfach abziehen!


Marinierte geröstete Paprika im Glas
(ergibt 3 große Gläser)

Zutaten:
1,4kg rohe rote Paprika
400ml Wasser
8 EL Zitronensaft (entspricht ca. dem Saft einer Zitrone)
15g Salz
1 TL Zucker
3  Lorbeerblätter
9 schwarze Pfefferkörner
2 Knoblauchzehen
Olivenöl

Zubereitung:
Backofen auf 250 Grad vorheizen. Die Paprika häuten. Das geht mit folgender Methode ganz einfach: Paprika waschen, vierteln, Kerne und Stiel entfernen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die geviertelten Paprika mit der Hautseite nach oben auf das Backblech legen. Grillfunktion des Backofens einschalten und die Paprika auf der mittleren Schiene so lange im Backofen rösten lassen, bis die Haut Blasen wirft und schwarz wird.

Derweil die Lake für die marinierten Paprika zubereiten. Dafür Salz, Zucker, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und umrühren, damit sich Zucker und Salz in der Flüssigkeit auflösen. Dann alles kurz aufkochen. Abkühlen lassen und beiseite stellen.

Das Blech mit den Paprika aus dem Ofen nehmen und mit einem feuchten Tuch abdecken. Dadurch lässt sich die Haut noch einfacher von den Paprikastreifen abziehen. Nacheinander von allen Paprikavierteln mit einem Messer die Haut abziehen (Vorsicht, heiß!). Paprikastreifen noch mal längs halbieren. Knoblauch schälen und halbieren.

Paprikastreifen aufrecht in saubere Einmachgläser schichten, in jedes Glas 1-2 halbierte Knoblauchzehen, 1 Lorbeerblatt und 3 Pfefferkörner dazugeben. In jedes Glas so viel Lake einfüllen, dass alle Paprikastreifen komplett mit Lake bedeckt sind. Darauf achten, dass keine Luftblasen im Glas entstehen. Mit einer großzügigen Schicht Olivenöl abschließen und die Gläser fest verschrauben.

Zum Sterilisieren ein Küchentuch falten und auf den Boden eines großen Topfes legen. Gläser so in den Topf stellen, dass sie sich und den Topfrand nicht berühren. So viel Wasser einfüllen, dass die Gläser zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Aufkochen und ca. 30 Minuten kochen lassen. Gläser im Wasser abkühlen lassen.

Wenn man ein angebrochenes Glas einmal nicht gleich ganz verbraucht: Inhalt wieder mit einer Schicht Olivenöl bedecken und das Glas im Kühlschrank aufbewahren. Zur Haltbarkeit habe ich noch keine Erfahrungswerte, aber durch das Sterilisieren sollten fest verschlossene Gläser mindestens 6 Monate haltbar sein.

Und was kann man mit den gerösteten Paprika alles machen, außer sie pur als Antipasti zu genießen? Empfehlen kann ich euch folgende erprobte Rezepte:

Donnerstag, 21. Februar 2013

Ich bin im Fernsehen! Am Freitag, 22.2., in "Drehscheibe Deutschland" im ZDF

Ja, ihr habt ganz richtig gelesen! Am Freitag, den 22.2.2013 bin ich im Fernsehen zu sehen. Genauer im Mittagsmagazin "Drehscheibe Deutschland", das ab 12.10 Uhr im ZDF läuft. Im Rahmen von Drehscheibe Deutschland gibt es jeden Freitag eine kleine Serie namens "Backträume". Und diesen Freitag bin ich dabei zu sehen, wie ich eine Spitzkohlquiche mit Ziegenfrischkäse und Feta backe.


8 Stunden war das Drehteam, bestehend aus Redakteurin, Kameramann und Tontechniker, letzte Woche bei mir zuhause und hat gedreht. Wahnsinn, wie viel Aufwand für diesen nachher nur 5 Minuten langen Beitrag notwendig ist! Wie ich den Backofen auf 180 Grad vorheize, haben wir ungefähr 5x gedreht, bis Kameramann Micha zufrieden war. Und das Mehl habe ich auch mindestens 4x abgewogen, bis die Waage genau 250g angezeigt hat. Glücklicherweise war das Drehteam super nett und sehr geduldig mit mir Fernseh-Neuling :-)

Für den Dreh mussten wir etwas improvisieren, denn meine U-förmige Küche ist denkbar ungeeignet zum Filmen. Aber unser Esstisch hat auch prima Dienste geleistet, wie ihr hier sehen könnt.


Das Rezept für die Spitzkohlquiche habe ich hier schon mal veröffentlicht, allerdings mit geringeren Mengen, die für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser passen.

Und hier das fertige Back-Ergebnis!


Bis kurz vor dem Dreh war ich eigentlich gar nicht besonders aufgeregt, aber am Drehtag selbst war ich dann doch recht früh wach und leicht hibbelig. Jetzt bin ich auch wieder hibbelig und höchst gespannt auf den fertigen Beitrag, den habe ich nämlich auch noch nicht gesehen. AUFREGUNG!

Edit: Den fertigen Beitrag könnt ihr euch unter diesem Link jetzt schon anschauen:
Link zur ZDF-Mediathek

Dienstag, 19. Februar 2013

Nachgemacht: Selbst gemachte Harissa-Paste

Schon länger hatte ich vor, Harissa-Paste selbst zu machen. Ich verwende die scharfe arabische Chili-Paste gerne zum Kochen und da ich sowieso schon Gemüsebrühen-Paste, Senf und Marmeladen selbst gemacht habe, lag es nahe, Harissa auch mal selbst herzustellen. Die Zubereitung nach einem Rezept, das ich auf Brittas Blog Kamafoodra gefunden habe, ist supereinfach: Alles kleinschneiden, im Mixer pürieren, Olivenöl zugeben, zum Sterilisieren in einem Topf Wasser kochen - fertig! Wichtig ist nur, beim Chili schneiden Handschuhe zu tragen. Sonst wird´s ein ungewollt feuriges Vergnügen...


Selbst gemachte Harissa-Paste
(ergibt 2 kleine Gläser)

Zutaten:
200g frische rote Chilischoten
4-5 Knoblauchzehen
1 TL Meersalz
2 grüne Kardamomkapseln
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Ras-el-Hanout
75ml Olivenöl

Zubereitung:
Als erstes unbedingt Einweg-Handschuhe anziehen, sonst brennt nachher die Haut ganz gewaltig. Chilischoten waschen, längs aufschlitzen und den Stiel und je nach gewünschtem Schärfegrad auch die Kerne und die Trennwände entfernen. Chilis grob klein schneiden. Knoblauch schälen und die Zehen halbieren. Kardamomkapseln leicht andrücken. Chilis, Knoblauch, Salz, Kardamom, Kreuzkümmel und Ras-el-Hanout in einen Standmixer geben und möglichst glatt pürieren. Dann das Olivenöl zugeben und wenn möglich auf niedriger Stufe pürieren. Da mein Mixer keine Stufenregulierung hat, habe ich das Olivenöl nur ganz kurz drunter gemixt.

Die Paste in vorbereitete saubere Gläschen füllen, den Deckel fest verschließen und die Gläser in einen Topf stellen. So viel Wasser in den Topf einfüllen, dass die Gläser zu ca. 2/3 im Wasser stehen. Gläser im knapp kochenden Wasser ca. 15-20 Minuten sterilisieren. Gläser im Wasser abkühlen lassen.


Und was mache ich jetzt mit der chön charfen Harissa-Paste? Verwenden werde ich sie z.B. für dieses Buttermilch-Harissa-Huhn mit Möhren-Couscous von Schlammdackel oder die Harissa-Gnocchi, die ich bei Micha von Grain se Sel gesehen habe. Michas Harissa-Rezept, das auch noch Rotweinessig enthält, hört sich auch sehr gut an!

Erprobte Rezepte mit Harissa auf meinem Blog:
Marrokanischer Eintopf mit Rindergulasch, Aprikosen und Couscous
Ofen-Nudeln mit Harissa-Hacksoße
Couscous mit Birnen-Rucola-Pesto
Hähnchenspieße mit Melonen-Relish

Montag, 18. Februar 2013

Rumpsteak mit Chili-Spitzkohl

Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich das heutige Gericht überhaupt auf meinem Blog veröffentlichen soll. Es geht nämlich so ratz-fatz und ist so simpel, dass man dafür eigentlich kein Rezept braucht. Aber meinem Mann und mir hat das Rumpsteak mit Chili-Spitzkohl so gut geschmeckt, dass ich euch dieses perfekt für die äußerst schnelle, aber höchst leckere Küche nach Feierabend trotzdem zeige. Das Originalrezept habe ich bei lecker.de gefunden und etwas abgewandelt.

Das Fleisch wird von jeder Seite 3 Minuten scharf angebraten und darf dann im Backofen bei 80 Grad noch etwas ruhen. So wird es wunderbar zart. Und in der Zwischenzeit wird der Chili-Spitzkohl nur kurz gedünstet, bis er gar ist, aber noch etwas Biss hat.


Rumpsteak mit Chili-Spitzkohl
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Spitzkohl (ca. 500g)
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
2 Rumpsteaks à 180g
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
2 TL Zucker
75ml Gemüsebrühe
1/2 TL gemahlener Kümmel

Zubereitung:
Spitzkohl halbieren, Strunk entfernen und den Spitzkohl erst in Streifen, dann in mundgerechte Stücke schneiden. Dabei die dicken Blattrippen entfernen. Spitzkohl waschen, abtropfen lassen.

Chilischote waschen, längs halbieren und Kerne und Stiel entfernen. Chilischote in dünne Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Backofen auf 80 Grad vorheizen. Alufolie bereit legen. Rumpsteak mit Küchenpapier trocken tupfen. In einer großen Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Rumpsteaks darin von beiden Seiten je 3 Minuten bei großer Hitze anbraten. Rumpsteaks salzen und pfeffern, einzeln in Alufolie einwickeln und im vorgeheizten Backofen ruhen lassen.

In einem großen Topf das restliche Öl erhitzen. Spitzkohl, Knoblauch und Chili darin 3 Minuten anbraten. Mit dem Zucker bestreuen, Spitzkohl etwas karamellisieren lassen. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten köcheln lassen. Dann den Spitzkohl mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Kümmel (oder ganzem Kümmel) würzen.

Spitzkohl portionsweise auf Teller verteilen. Rumpsteaks aus der Alufolie wickeln, sofort mit dem Chili-Spitzkohl servieren.

Sonntag, 17. Februar 2013

Nachgekocht: Pizza Bianca mit Ziegenfrischkäse und selbst eingelegten Balsamico-Zwiebeln

Dieses Rezept hat ganz eindeutig die Bezeichnung "Was lange währt, wird endlich gut" verdient! Denn schon im Herbst 2011 habe ich die eingelegten Balsamico-Zwiebeln nach einem Rezept von Ina aus Engelchens Küche nachgemacht. Und dann, tja dann geriet das Glas mit den Balsamico-Zwiebelchen im Vorratsschrank  in Vergessenheit. Bis es mir letzte Woche wieder in die Hände fiel. Erster Gedanke: Genial, eingelegte Balsamico-Zwiebeln! Denn schließlich habe ich das Rezept damals nachgemacht, weil ich Balsamico-Zwiebeln total gerne esse. Allerdings war der zweite Gedanke dann gleich: Hergestellt 2011... hoffentlich sind mir die süßsauren Zwiebelchen nicht verdorben!

Aber ich lasse ja nichts verkommen und so habe ich das Glas aufgemacht, eine Zwiebel getestet und für gut befunden! Bestens. Und jetzt kommen wir gleich zum zweiten "was lange währt..."-Rezept, denn ich habe die Balsamico-Zwiebeln verwendet, um endlich die Pizza Bianca mit Ziegenfrischkäse und Balsamico-Zwiebeln nach einem Rezept aus Stephs Kleinem Kuriositätenladen zu backen, die schon ewig auf meiner Nachkochliste stand. Ergebnis: absolut überzeugend! Auch unsere Freunde, die spontan abends noch vorbeikamen und die letzte Pizza abbekommen haben, waren begeistert. Den Pizzateig habe ich wie immer nach meinem erprobten Teigrezept zubereitet. Dabei geht der Teig recht lange, aber das Warten lohnt sich! Man wird mit einem gleichzeitig luftig-lockeren und knusprigen Teig belohnt.


Pizza Bianca mit Ziegenfrischkäse und selbst eingelegten Balsamico-Zwiebeln
(ergibt 3 Pizzen)

Zutaten:
Für den Teig:
500g Mehl Typ 00 (ersatzweise auch Mehl Type 405)
5g frische Hefe
1 TL Salz
Für den Belag: 
1 Glas Balsamico-Zwiebeln (ca. 300g Zwiebeln)
ca. 100g Ziegenfrischkäse
ca. 2 TL getrockneter Oregano (noch besser: frischer Oregano)
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Als erstes den Pizzateig zubereiten. Dafür die Hefe in 300ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10-15 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und 3 gleich große Teile abtrennen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt dem Pizzastein auf der untersten Schiene auf 250 Grad vorheizen.

Arbeitsfläche und Teigschieber gut bemehlen. Die Pizzateigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken. Wem das zu mühsam ist, kann den Teig natürlich auch mit dem Nudelholz möglichst dünn und gleichmäßig auswellen.

Jetzt gehts ans Belegen. Dafür die Balsamico-Zwiebeln aus dem Glas nehmen, etwas abtropfen lassen und in grobe Spalten schneiden. Die Zwiebelspalten mit den Fingern etwas auseinander "dröseln". Zwiebeln gleichmäßig auf dem Pizzaboden verteilen. Vom Ziegenfrischkäse mithilfe eines Teelöffels kleine Nocken abstechen und ebenfalls auf der Pizza verteilen. Belag mit frisch gemahlenem Meersalz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Oregano würzen. Pizza mit hochwertigem Olivenöl beträufeln.
Backofentemperatur auf 220 Grad reduzieren und die Pizzen nacheinander im heißen Backofen direkt auf dem Pizzastein ca. 12-15 Minuten knusprig backen.

Und hier gleich noch das Rezept für die eingelegten Balsamico-Zwiebeln! Die waren so gut, dass ich gestern die gleiche Menge gleich noch mal eingekocht habe. Und diese Gläser werde ich nicht erst nach anderthalb Jahren aufbrauchen ;-)


Selbst gemachte Balsamico-Zwiebeln
(ergab bei mir 1,5 Gläser à 350ml)

Zutaten:
350g kleine Gourmetzwiebelchen
1 EL Öl
2 EL Honig
2 EL brauner Zucker
200ml Balsamico-Essig
100ml Rotwein
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Zwiebeln ungeschält in einen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken und aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und die Zwiebeln ca. 7 Minuten köcheln lassen.

Zwiebeln abgießen, Enden knapp abschneiden. Zwiebelschale abziehen. Vorsicht, heiß!
In einem größeren Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln darin bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten dünsten. Honig und braunen Zucker zugeben, leicht karamellisieren lassen.

Mit Balsamico, Rotwein und 50ml Wasser ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen. Aufkochen lassen, dann auf kleine bis mittlere Hitze zurückschalten und die Zwiebeln bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten einkochen lassen.

Derweil die Gläser für die Abfüllung vorbereiten.Gläser und Schraubdeckel dafür 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren, dann umgedreht auf einem Geschirrtuch trocknen lassen.

Die Zwiebeln nach den 20 Minuten noch heiß direkt in die vorbereiteten Gläser füllen. Zwiebeln mit der heißen Flüssigkeit übergießen, so dass alle Zwiebeln bedeckt sind. Gläser sofort fest mit dem Deckel verschließen. Auf den Kopf gedreht abkühlen lassen.


Wie ich ja empirisch überprüft habe, sind die Balsamico-Zwiebeln ohne weiteres auch 1,5 Jahre haltbar... aber eigentlich sollte man sie gar nicht so alt werden lassen, dafür schmecken sie einfach zu gut! Noch mal ein großes Dankeschön an Ina für das Rezept der Balsamico-Zwiebeln und an Steph für die Idee der Pizza Bianca! Auf die Rezepte dieser beiden Blogger-Damen kann man sich einfach verlassen :-)

Mittwoch, 13. Februar 2013

Nachgekocht: Mediterranes Schmorhuhn mit Chorizo und Oliven

Letztes Wochenende habe ich mal wieder ausgiebig gekocht. Das Wochenende begann schon am Freitagabend ganz nach meinem Geschmack richtig lecker mit einem mediterranen Schmorhuhn mit Chorizo und Oliven nach einem Rezept von Frau Feinschmeckerle. Rezepte mit Chorizo sprechen mich ja sowieso sofort an, dann noch einen kräftigen Schluck Rotwein, Hähnchenbrust, Tomaten und einige Oliven dazu - herrlich! Noch dazu war die Zubereitung völlig unkompliziert: Wenige Zutaten, kurz anbraten, dann eine Stunde schmurgeln lassen. Nudeln dazu kochen - fertig! Vielen Dank an Frau Feinschmeckerle für diesen prima kulinarischen Wochenend-Start!



Mediterranes Schmorhuhn mit Chorizo
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250g Hähnchenbrustfilet
75g Chorizo (scharfe spanische Paprikawurst)
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Pimentón de la Vera
100ml Rotwein
2 EL Tomatenmark
400g geschälte ganze Tomaten aus der Dose, mit Saft
1 Stängel Rosmarin
1 Stängel Oregano (alternativ: 1 TL getrockneter Oregano)
2 EL schwarze Oliven ohne Stein
300g Papardelle

Zubereitung:
Zwiebel schälen und grob würfeln. Knoblauch schälen und mit dem Messergriff leicht andrücken. Hähnchenbrustfilet unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen und in ca. 3cm große Würfel schneiden. Chorizo häuten und ebenfalls in Würfel schneiden. Rosmarin und Oregano waschen, trocken schütteln. Blätter von den Stängeln zupfen und grob hacken.

Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Hähnchenbrust darin rundherum goldbraun anbraten. Mit Salz, Pfeffer und ca. 1/2 - 1 TL Pimentón de la Vera würzen. Zwiebel, Knoblauch und Chorizo zugeben, ca. 2 Minuten mit anbraten.

Alles mit Rotwein ablöschen. Tomatenmark unterrühren. Tomaten in der Dose mit dem Messer kleinschneiden und mitsamt Saft in den Topf geben. Aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen. Rosmarin und Oregano ebenfalls zugeben.

Auf niedrige Hitze zurückschalten und das Huhn zugedeckt ca. 60 Minuten schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Oliven abtropfen lassen und zum Huhn in den Topf geben, die letzten Minuten mitschmoren. Schmorhuhn noch mal abschmecken, gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer und Pimentón de la Vera noch mal nachwürzen.

Nudeln abgießen, mit dem Schmorhuhn und der Tomatensauce vermischen und portionsweise in tiefe Teller füllen. Sofort servieren.

Sonntag, 10. Februar 2013

Steffen Henssler live auf Tour mit "Meerjungfrauen kocht man nicht"

Gestern abend war ich bei Steffen Hensslers Live-Kochshow "Meerjungfrauen kocht man nicht" in Mannheim.  Die Karten für die Veranstaltung habe ich gratis erhalten - vielen Dank dafür!

Der Mozartsaal im Mannheimer Rosengarten war mit 1.400 Leuten voll besetzt. Pünktlich um 20.00 Uhr ging das Licht aus, die Musik an und Steffen Henssler betrat die Bühne. Nach Mias Bericht über die Show in Hamburg wusste ich zumindest schon ungefähr, was mich bei diesem Programm erwartet. Ansonsten hatte ich keine so genaue Vorstellung von Steffen Henssler, seinem Auftreten und seinem Kochstil. Topfgeldjäger habe ich noch nie gesehen und bei den wenigen Folgen "Lanz kocht", die ich angeschaut habe, war er nie dabei. 

Copyright: Mario Bok

Geboten wurde eine bunte, abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung. Die Show soll laut Steffen Henssler zeigen: "Jeder kann kochen" und damit auch Kochmuffel zum Kochen motivieren. In der Tat hat Henssler sehr viel gekocht in den insgesamt 3 Stunden. Hoffentlich bekomme ich noch alles zusammen:

Tomate-Mozzarella-Basilikum-Sticks, wobei die Tomaten mit Zucker karamellisiert und dann mit Chili-Pfeffer bestreut wurden. Den Büffelmozzarella hat er mit Sojasauce beträufelt. Für Partys habe  ich auch schon öfter Tomate, Mozzarella und Basilikum auf Schaschlikspieße aufgespießt - den Trick mit den karamellisierten Kirschtomaten werde ich mal nachmachen.

Tomaten-Shot mit (Jakobs-?)muschel: den Shot hatte Steffen bereits vorbereitet und hat ihn nur noch angerichtet auf der Bühne. Davon haben die Zuschauer nicht besonders viel mitbekommen.

Dreierlei Tartar: Avocado, Süßkartoffel, Rind. Für diesen Gang hat Henssler ein Ehepaar aus dem Publikum auf die Bühne geholt und mit dem Mann das Tartar zubereitet. Dieser Teil hat mir in der Show am besten gefallen, da sich "Jürgen, der Schnippler" als würdiger Gegenpart für Henssler entpuppt hat, so dass Henssler zwischendurch sogar fragte: "Kann es sein, dass Du gerade die Show an Dich reißt?". Das hatte schon hohen Unterhaltungswert.

Grüner Spargel im Tempura-Teig mit Feigen-Chili-Ingwer-Ketchup: Dieser Gang sah auch aus der Nähe sehr lecker aus und roch sehr gut, der Herr in der Reihe hinter mir durfte nämlich probieren! Minuspunkte gibt es aber für Spargel im Februar...

Doradenfilet auf Tomaten-Koriander-Salsa: Die Dorade wurde als Sashimi zubereitet. Das Doradenfilet mit Haut wird auf die Tomaten-Koriander-Salsa gelegt und nur kurz mit heißem Olivenöl begossen. Sah toll aus und ging ruck-zuck!

Loup de Mer im Pizzateig: Steffen Henssler hat hierbei anschaulich demonstriert, wie man Pizzateig sinnlich kneten kann... Anschließend wurde der ganze Loup de Mer mit Rosmarin und Thymian gefüllt, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer gewürzt, im dünn ausgerollten Pizzateig eingewickelt und im 220 Grad heißen Backofen 20 Minuten gebacken. Schöne Alternative zum Backen im Salzmantel, merke ich mir!

Huhn im Bratschlauch: Supersimpel und sehr aromatisch! Im ganzen Saal hat es verführerisch gerochen, als Steffen Henssler den Bratschlauch aufgeschnitten und das ganze Hähnchen, gefüllt mit Kräutern und Chili, sowie die in etwas Bier mitgegarten Kartoffeln und Karotten herausgenommen hat. Das hat mich daran erinnert, dass ich auch mal wieder was aus dem Bratschlauch machen könnte... 

Sushi: Für die Sushi-Zubereitung durfte wieder eine Zuschauerin auf die Bühne kommen. Ich fand es etwas grenzwertig, wie Henssler auf ihre Kosten Witze riss, aber sie schien es ihm nicht übel zu nehmen... Steffen Hensslers Ausführungen zur Sushi-Herstellung mit einigen Tipps und Tricks fand ich sehr interessant und lehrreich, von mir aus hätte er hier gerne noch länger davon erzählen können!

Karamellisierte Erdbeeren mit Pistazienkaramell-Minz-Pesto und Zuckerwatte: Desserts sind nicht Steffen Hensslers Stärke, wie er selbst sagt. Die Kombination von Pistazienkaramell-Minz-Pesto mit karamellisierten Erdbeeren werde ich für die Erdbeersaison mal im Hinterkopf behalten, die Zuckerwatten-Herstellung hat mich aber nicht ganz überzeugt.

Und als Abschluss bzw. Zugabe gab es noch eine schnelle Nummer, bei der ich aber ehrlich gesagt nicht mitbekommen habe, was Steffen Henssler hier unter viel Einsatz von Feuer, Rauch und Lichteffekten genau gebrutzelt hat: irgendwas mit Fleisch, Zucchini und Paprika.

Das waren die Gerichte, die er zubereitet hat. Zwischendurch erzählte Henssler auch noch den ein oder anderen Schwank von seiner Zeit bei "Lanz kocht" und nahm dabei auch seine Kollegen Lafer, Lichter, Schuhbeck, Kollberg, Alexander Herrmann und Lea Linster aufs Korn. Während ich seine Sprüche über die Herren der Zunft noch ganz lustig fand, blieb mir das Lachen im Hals stecken, als er über Lea Linster sagte, sie hätte eine Figur wie Obelix, nur dass sie die Hinkelsteine vorne tragen würde. Total daneben!

Alles in allem war es für mich aber ein durchaus unterhaltsamer Abend mit dem ein oder anderen Highlight und einigen Schwächen. Die schnelle Nummer, das gerappte Rezept für den Huhn im Bratschlauch und die zum teil derben Sprüche auf Kosten seiner Kollegen haben mir nicht gefallen. Was für den einen "frech, charmant und witzig" ist, ist für andere schon unter der Gürtellinie. Interessant dagegen war seine Einführung in die Sushi-Herstellung und der Einblick in die Geschehnisse hinter den Kulissen von Kochsendungen wie "Lanz kocht" oder "Topfgeldjäger" mit Frank Rosin. Klasse fand ich auch, dass er sein Programm so abwechslungsreich gestaltet hat.

Ihr wollt Steffen Henssler ebenfalls live erleben? Hier findet ihr die weiteren Tour-Termine - noch bis März ist Steffen Henssler mit "Meerjungfrauen kocht man nicht" in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs:

14.02.13 Hamm: Maxi Park
15.02.13 Duisburg: Theater am Marientor
17.02.13 Wickrath: Kunstwerk
18.02.13 Essen: Colosseum
19.02.13 Aachen: Eurogress
03.03.13 Stuttgart: Hegelsaal
04.03.13 Zürich: Theater Spirgarten
06.03.13 München: Zenith
07.03.13 Ulm: CCU
08.03.13 Bamberg: Konzerthalle
09. 03.13 Nürnberg: Meistersingerhalle
11.03.13 Salzburg: Congress
12.03.13 Leonding: Kürnberghalle
13.03.13 Wien: Halle

Kein Veranstaltungstermin in eurer Nähe? Dann schaut euch als kleinen Trost die Live-DVD Meerjungfrauen kocht man nicht! an, die am 18.1.2013 erschienen ist und neben der ungekürzten Live-Show auch noch einiges an Bonus-Material enthält.


Copyright: Sony Music Spaßgesellschaft

Wart ihr schon mal bei einer Live-Kochshow? Und wie sind eure Erfahrungen damit?
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Donnerstag, 7. Februar 2013

Bratnudeln mit Pak Choi, Bambussprossen und Lauch

Heute abend war ich nach der Arbeit noch schnell im Asia-Laden meines Vertrauens in Karlsruhe einkaufen. Ich bin immer wieder begeistert über die große Auswahl an frischem Gemüse und an exotischen Lebensmitteln aller Art und muss mich wirklich beherrschen, dass ich nicht in einen Kaufrausch gerate. Heute habe ich es immerhin geschafft, nur wenig mitzunehmen, was nicht auf dem Einkaufszettel stand. Nur den Muskatblüten konnte ich einfach nicht widerstehen! Aber ich schweife ab... denn eigentlich war ich im Asia-Laden, um die Zutaten für Bratnudeln mit Pak Choi, Bambussprossen und Lauch, abgewandelt nach einem Rezept aus Tim Mälzers Kochbuch Greenbox, zu besorgen. Die asiatischen Quick Cooking Nudeln sind perfekt für ein schneller, leckeres Abendessen geeignet, denn die Kochzeit beträgt nur 4 Minuten. Auch das Gemüse wird nur kurz und scharf im heißen Wok angebraten. Geschmacklich haben die Asia-Nudeln mit Ingwer-Honig-Sojasauce ebenfalls überzeugt. Schon das dritte Rezept nach der Möhrensuppe mit getrockneten Aprikosen und der Kichererbsensuppe mit gebratenem Sauerkraut aus  Greenbox, das mich voll überzeugt!

 

Bratnudeln mit Pak Choi, Bambussprossen und Lauch
(für 2 Portionen)

Zutaten:
5g frischer Ingwer
50ml Sojasauce
1 EL flüssiger Honig
2-3 EL trockener Sherry
2 Pak Choi
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1/2 Glas Bambussprossen, in Streifen geschnitten
3 EL Öl
150g Quick Cooking Nudeln (asiatische Bratnudeln)
1 Stängel Koriander

Zubereitung:
Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einem kleinen Topf mit der Sojasauce, dem Honig und dem Sherry aufkochen, dann die Sauce beiseite stellen.

Pak Choi halbieren, Strunk entfernen. Unter fließendem Wasser abspülen und in kleine Stücke schneiden. Lauch putzen, längs halbieren und ebenfalls unter fließendem Wasser abspülen. Lauch in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln. Bambussprossen in ein Sieb abgießen, mit reichlich Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Koriander grob hacken.

Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Nudeln darin 4 Minuten kochen lassen, dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.

In der Zwischenzeit in einem großen Wok 1 EL Öl erhitzen. Pak Choi, Lauch, Bambussprossen und Knoblauch darin unter Rühren ca. 3 Minuten braten. Gemüse aus dem Wok nehmen, warm halten.

Restliches Öl in den Wok geben, stark erhitzen. Die gekochten und abgetropften Nudeln in das heiße Öl geben und darin ca.2 Minuten trocken braten. Dann die Hälfte der Soja-Ingwer-Honig-Sauce zugeben und einkochen lassen. Das geht sehr schnell! Nun das Gemüse wieder in den Wok geben, die übrige Sauce und den gehackten Koriander untermischen. Bratnudeln und Gemüse portionsweise in Schüsseln füllen und sofort servieren.

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Sonntag, 3. Februar 2013

Food-o-Grafie Nr. 1: Meine Kamera-Ausrüstung

Zorra hat das "Food-o-grafie-Event" aus dem Jahr 2008 wiederbelebt und ruft in der ersten Runde alle Foodblogger dazu auf, ihre Kameraausrüstung vorzustellen! 2008 habe ich zwar schon gebloggt, aber die Fotogafie war noch kein großes Thema für mich. Alle meine Fotos habe ich damals mit einer kleinen Lumix-Kompaktkamera gemacht. Das hat sich mittlerweile geändert. Die Lumix habe ich zwar immer noch, aber ich benutze sie eigentlich nur noch auf auf Reisen, da sie klein und robust ist und in jede Handtasche passt. Ansonsten fotografiere ich meine Blogfotos mittlerweile mit einer Canon EOS 550D.

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)

Denn als ich nach zwei Jahren Bloggen Ende 2010 begonnen habe, mich verstärkt für (Food-)Fotografie zu interessieren und mir die dunklen, rauschigen Fotos in meinem Blog langsam aber sicher auf die Nerven gingen und ich auch endlich mal Fotos mit schicker Unschärfe im Hintergrund schießen wollte, war es Zeit für eine Digitale Spiegelreflexkamera. Als totaler Fotografie-Neuling kam ich mir allerdings angesichts der Auswahl und Vielzahl an technischen Daten, Fakten, Abkürzungen, Hersteller, Objektive.... total verloren vor und wusste nicht, welche Kamera und welches Objektiv für mich das richtige sein könnte.

Was macht man in solchen Fällen? Ich habe jemandem um Rat gefragt, der sich mit Fotografie auskennt: Meinen Cousin Uwe, dessen brillante Fotos ihr auf seinem Blog HighFoodality bewundern könnt. Auf seine Empfehlung hin habe ich mir Anfang 2011 die Canon EOS 550D gekauft und bin immer noch sehr zufrieden mit dieser Kaufentscheidung! Ursprünglich wollte ich mir die noch etwas günstigere Canon EOS 1000D kaufen, bin aber froh, dass ich auf Uwe gehört und mir das etwas teurere  Modell bestellt habe. 


Die Canon EOS 550 D mit Canon EF 50mm 1:1.8 Objektiv

Ebenfalls auf Uwes Empfehlung hin habe ich nicht das Kit-Objektiv mit 18-55mm, das man oftmals mit dem Gehäuse kaufen kann, gekauft, sondern separat das Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv mit Festbrennweite dazu bestellt. Festbrennweite bedeutet, dass man damit nicht zoomen kann. Für einen größeren Bildausschnitt muss man also weiter vom Fotoobjekt weg- und für einen kleineren Bildausschnitt näher rangehen. Da meine Küche nicht besonders groß ist, spielt das für mich keine Rolle.


Fotografiert mit der Canon EOS 550 D mit dem Canon EF 50mm 1:1.8 Objektiv

Für mich hat sich das Objektiv als perfekt für die Food-Fotografie geeignet herausgestellt: Ich kann damit auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch akzeptable Fotos mit hohem ISO und großer Blende (2.8 oder 2.5) machen, ohne dass das Foto allzu stark verrauscht ist. Da ich meist abends koche und mein Essen insbesondere in den Wintermonaten abends bei Kunstlicht fotografiere, ist das für mich ein wichtiges Kriterium. Zudem kostet es knapp unter 100 Euro, was für ein Objektiv sehr günstig ist. Außerdem ist das Objektiv klein, handlich und leicht und lässt sich damit auch gut transportieren.


Fotografiert mit der Canon EOS 550 D mit dem Canon EF 50mm 1:1.8 Objektiv

Anfang diesen Jahres habe ich mir noch ein zweites Canon-Objektiv bestellt, das ich eher für die Landschafts- und Porträtfotografie benutzen möchte: Ein Canon EF 70-200 mm / 1:2,8 L USM Objektiv. Für mich völlig ungewohnt, dass ich nun einerseits zoomen kann und andererseits von meinen Fotoobjekten deutlich mehr Abstand halten muss, damit das Objektiv überhaupt scharfstellt! Das ist die sogenannte Naheinstellgrenze, die ich erst mit meinem neuen Objektiv kennengelernt habe. Ich freue mich schon darauf, mein neues Objektiv in der wärmeren Jahreszeit ausgiebig draußen auszuführen.

Auf meiner Objektiv-Wunschliste steht jetzt als nächstes das Canon EF 24-70mm 1:2.8L USM Objektiv - leider ganz schön teuer, aber sicherlich sein Geld wert und für die Food-Fotografie sehr gut geeignet.

Ich hoffe, dieser Einblick in meine Kamera-Ausrüstung war für euch interessant.Für mich ist es auf jeden Fall  sehr spannend, bei anderen Foodbloggern nachzulesen, welche Ausrüstung sie verwenden und mit welchen Kameras und Objektiven sie gute Erfahrung gemacht haben.
Ich kann die Canon EOS 550D in Kombination mit dem Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv uneingeschränkt weiterempfehlen und bin nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Ausrüstung. Wenn ich jetzt noch Tageslicht auf Bestellung haben könnte... :-)

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