Mittwoch, 18. März 2015

Dessert für die #heelskitchen: Süßer Flammkuchen mit Roquefort-Honig-Eis [Oster-Menü]

Es wird höchste Zeit, dass ich euch von meinem wunderbaren Wochenende Anfang März berichte. Genauer gesagt: von UNSEREM wunderbaren Wochenende. Ich hatte nämlich an diesem Wochenende allerbeste Gesellschaft von Annette von Culinary Pixel und Kerstin von My cooking love affair. Zusammen waren wir die #dreidamenvomgrill (schaut mal, was ihr unter diesem Hashtag alles bei Instagram und auf Facebook findet) und haben erst den Karlsruher Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz geplündert und dann einen ganzen Samstag lang meine Küche gerockt und gemeinsam ein 5-Gang-Ostermenü zubereitet, hautpsächlich vom Grill, aber auch vom Herd und aus dem Backofen. Und aus der Eismaschine. Ich war nämlich für das Dessert zuständig und habe mir für die anderen beiden Damen etwas einfallen lassen - und meine Komfortzone verlassen! Ich habe nämlich ein Roquefort-Honig-Eis zubereitet. Ja, richtig gelesen: Käse-Eis. Mit dem Stinkekäse Roquefort. Dazu gab´s noch eine Komponente, bei der ich mich auf sicherem Boden fühle: einen süßen Flammkuchen mit Birne, getrockneten Feigen und Thymian.



Das Rezept für das Roquefort-Honig-Eis stammt aus The Perfect Scoop* von David Lebovitz. Kürzlich erst hatte Astrid aka Arthurs Tochter kocht noch bemängelt, dass es online fast keine Rezepte für Käse-Eis gibt. Und schon komme ich mit meinem Eis ums Eck! Das Roquefort-Honig-Eis zu essen war ganz ehrlich eine Überwindung für mich, da ich ja Käse nicht sooooo wahnsinnig gerne mag. Und das ist kein Eis mit leichter Roquefort-Note, sondern quasi geeister Roquefort. Harter Stoff! Aber in Kombination mit dem süßen Flammkuchen und den kandierten Nüssen ein echter Knaller. Und ein würdiger Abschluss für unser Ostermenü.

Rezept: Roquefort-Honig-Eis mit kandierten Nüssen
(ergibt 500ml Eis)

Zutaten:
4 EL Honig
60g Roquefort
125ml Vollmilch
2 große Eigelbe
125ml süße Sahne
Für die kandierten Nüsse:
3 EL Muscovado-Zucker
1 Handvoll gemischte Nüsse (Z.B. Walnüsse, Haselnüsse und Mandeln)
1 EL Honig

Zubereitung:
Honig in einem kleinen Topf erwärmen, dann beiseite stellen. Den Käse in eine große Schüssel krümeln und ein Sieb in die Schüssel hängen.

In einer noch größeren Schüssel schon mal ein Eisbad vorbereiten.

Milch in einem kleinen Topf erwärmen. In einer weiteren Schüssel die Eigelbe mit einem Schneebesen verquirlen, dann die erwärmte Milch langsam zu den Eiern in die Schüssel geben, dabei ständig rühren. Eiermilch zurück in den Topf geben, Topf auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze ständig mit einem hitzefesten Kochlöffel umrühren, dabei auch immer wieder über den Topfboden kratzen, damit nichts anbrennt. So lange erhitzen, bis die Mischung andickt. Dann die erwärmte Masse durch das Sieb in die Schüssel mit dem zerkrümelten Roquefort streichen. Mit einem Schneebesen in der Schüssel rühren, bis der Käse  in der Masse weitgehend geschmolzen ist. Jetzt die Sahne und den Honig zugeben, die Schüssel in das vorbereitete Eisbad setzen und mit einem Schneebesen so lange rühren, bis die Eiscreme-Masse wieder abgekühlt ist.

Eiscreme-Masse abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kalt stellen. Dann die Eiscreme-Masse in einer Eismaschine in ca. 30 bis 40 Minuten zu einem cremigen Eis gefrieren lassen. 

In der Zwischenzeit die kandierten Nüsse vorbereiten. Dafür die Nüsse grob hacken. In einer Pfanne den Muscovado-Zucker bei mittlerer Hitze langsam schmelzen und karamellisieren lassen, dann die Nüsse zugeben und mit einem Holzkochlöffel umrühren, bis die Nüsse rundherum mit dem Zucker bedeckt sind. Dann den Honig darüber träufeln, noch einmal umrühren. Nüsse auf ein Backpapier ausbreiten und etwas abkühlen lassen.

Eis in eine gefriergeeignete Form mit Deckel füllen und im Tiefkühlschrank noch 1-2 Stunden nachfrieren lassen vor dem Servieren.

Der süße Flammkuchen ist eine Rezept-Eigenkreation, inspiriert von der gängigen Kombination von Käse mit Birnenscheiben. Den Teig habe ich ebenso zubereitet wie für meine pikanten Flammkuchen, lediglich den Schmand habe ich statt mit Salz und Pfeffer in diesem Fall mit etwas Zucker gewürzt.

Rezept: Süßer Flammkuchen mit Birnen, getrockneten Feigen und Thymian
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
50g Schmand
1/2 TL Zucker
1 Birne
3-4 getrocknete Feigen
2 Stängel frischer Thymian
2 EL Honig

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig mit einem Holzkochlöffel oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Schmand mit Zucker glatt rühren. Birne waschen, halbieren und mit einem Melonenkugelausstecher das Kerngehäuse entfernen. Stiel und Blütenansatz ebenfalls entfernen, dann die halbierten Birnen in dünne Scheiben schneiden. Feigen ebenfalls in Scheiben schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen.

Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen. Teigboden dünn mit Schmand bestreichen. Birnenscheiben und Feigenstückchen darauf verteilen. Mit einem gut bemehlten Pizzaschieber den Flammkuchen direkt auf den Pizzastein in den heißen Backofen geben und ca.15 Minuten knusprig backen.

Flammkuchen herausnehmen. Thymianblättchen auf dem noch heißen Flammkuchen verteilen. Flammkuchen mit Honig beträufeln, dann den Flammkuchen portionsweise zerschneiden und mit je einer Kugel Roquefort-Honig-Eis mit einem Topping aus kandierten Nüssen servieren.


Und natürlich habe ich die Anwesenheit von gleich zwei Fotografinnen genutzt, um endlich Fotos für Kerstins tolles Blogevent #heelskitchen zu schießen! Das ist ein Event ganz nach meinem Geschmack, denn schöne Schuhe liebe ich fast ebenso wie Kochen und gutes Essen. Und wenn ich mal in flachen Schuhen auftauche, werde ich schon fast gefragt, ob ich krank bin, denn in 99% der Fälle trage ich Absatz - und I love it!



Und das war unser restliches Oster-Menü, bei dem wir es richtig krachen lassen haben!

Den Auftakt machten sagenhaft frische Austern mit Dill und Weintrauben (Rezept gibt´s bei Annette von Culinary Pixel). Das waren die bis dato besten Austern meines Lebens! Und jetzt weiß ich auch, dass der Fisch-Stand im hintersten Eck des Gutenbergplatzes am Samstag Austern in bester Qualität anbietet.


Dann kam auch schon die erste Vorspeise auf den Tisch, ein pochiertes Ei mit Auberginenpüree und gegrilltem Mangold (Rezept bei Culinary Pixel). Eine tolle Geschmacks- und Textur-Komposition mit dem weichen Püree, dem knackigen Mangold und dem samtweichen Ei!


Als zweite Vorspeise servierte Annette eine wunderbar frische gegrillte Lachsforelle mit Blutorangen (Rezept bei Culinary Pixel).


Und ein Aromenfeuerwerk jagte das nächste, denn Kerstins Hauptgang, der Lapin au vin vom Grill mit Pommes Macaire mit Ingwer und karamellisierte Möhren in Blutorangen-Honig-Marinade mit Kardamom hatte es ebenfalls in sich.(Rezept gibt´s bei Kerstin von My cooking love affair). Perfekt geformte und würzige Pommes Macaire, auf den Punkt gegartes Kaninchen im knusprigen Speckmantel und knackig-würzige Möhren kamen da auf den Tisch!


Das süße Finale unseres Ostermenüs war dann mein Flammkuchen mit Birnen und getrockneten Feigen, dazu gab´s für jeden eine Kugel Roquefort-Honig-Eis mit einem Topping aus kandierten Nüssen. Ein würdiger Abschluss für das vorgezogene Oster-Menü!

Alles in allem also: Ein sagenhaftes Wochenende mit zwei tollen Frauen, allerfeinstem Essen, fantastischer Weinbegleitung, viel Gelächter, unzähligen Fotos und konzentriertem Kochen, das - wie alle schönen Dinge - viel zu schnell vorbei ging! Wann wiederholen wir das?!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Kommentare:

  1. Ist ja Wahnsinn
    Sollte das wiederholt werden, muss ich das wissen ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Kommst Du dann auch in Heels? ;-)
      Liebe Grüße!

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  2. Toll! Ich glaube das haben wir richtig gut gemacht <3

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  3. Liebe Juliane,
    wenn wir an der französischen Atlantikküste Ferien machen, essen wir sehr gerne frische Austern. Das Rezept mit Weintrauben und Dill werde ich ausprobieren, aber auch alle anderen Rezepte hören sich sehr gut an......mmmhhh!
    Liebe Grüße von Theresa

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    1. Leider war ich noch nie an der französischen Atlantikküste, aber das steht definitiv auf meiner Reise-Wunschliste!
      Liebe Grüße!

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