Freitag, 15. Mai 2015

Selbstgemachtes Schokoladeneis

Diese Woche habe ich mal wieder die Eismaschine aus dem Keller hochgeholt, denn die letzten Reste vom genialen Karamell-Eis mit Fleur de Sel verschwanden auf dem selben Weg aus dem Tiefkühler wie das crunchige Tiramisu-Eis mit Cookies- nämlich direkt in meinem Magen! Höchste Zeit also, für den kleinen Eishunger wieder Nachschub zu produzieren. Da mein Mann beim Eis (wie auch bei der Marmelade) die puren Klassiker den ausgefalleneren Sorten vorzieht, habe ich dieses Mal Schokoladeneis nach einem Rezept von Sabine vom Blog Bonjour Alsace gemacht. Sie hat es als das "ultimative" und "weltbeste Schokoladeneis" bezeichnet und obwohl es möglicherweise nicht das weltbeste Schokoladeneis ist, ist es auf jeden Fall sehr, sehr gut! Ein wunderbar cremiges, sehr schokoladiges, aber nicht zu süßes Eis. Bei diesem Rezept sollte man nicht an der Qualität der Zutaten sparen, denn die verwendete Schokolade schlägt voll auf den Geschmack durch. Also lieber die gute Tafel Valrhona als ein Discount-Produkt verwenden....

Selbstgemachtes Schokoladeneis

Rezept: Selbstgemachtes Schokoladeneis
(ergibt knapp 1 Liter Eis)

Zutaten: 
250ml frische Vollmilch
3 EL Speisestärke
300ml Sahne
200ml Kondensmilch oder Kaffeesahne
130g Zucker
1 EL Läuterzucker oder Glukosesirup
40g Kakaopulver (ungesüßt)
1/4 TL Fleur de Sel
60g Zartbitterschokolade (72% Kakao)

Zubereitung:
Die Stärke mit 2 EL von der Milch glatt rühren. Beiseite stellen. 

Restliche Milch, Sahne, Kondensmilch, Zucker, Läuterzucker, Kakaopulver und Salz in einen großen Topf geben und vermengen. Aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, damit der Wasseranteil in der Milch verkochen kann und das Eis später nicht kristallisiert.

In der Zwischenzeit die Schokolade grob hacken und in eine große Schüssel geben.

Topf vom Herd nehmen und die angerührte Speisestärke langsam unterrühren. Dann den Topf wieder auf den Herd stellen, die Masse unter Rühren nochmals aufkochen und ca. 1 Minute kochen lassen, bis die Eismasse etwas andickt. Dann den Topf vom Herd nehmen und die heiße Mischung zur gehackten Schokolade in die Schüssel geben. Umrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist, dann die Schokoladenmischung vollständig auskühlen lassen. Dabei immer wieder umrühren (ca. alle 10 Minuten), damit sich keine Haut auf der Schokoladenmischung bildet - sonst hat man nachher leckeren Pudding ;-)

Masse im Kühlschrank abgedeckt einige Stunden oder über Nacht erkalten lassen. Am nächsten Tag die Masse in die Eismaschine geben und in der Eismaschine in ca. 30-40 Minuten cremig gefrieren lassen. Eiscreme in einen tiefkühlgeeigneten Behälter umfüllen und mindestens 4 Stunden nachfrieren lassen.

Das Schokoladeneis ca. 10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Tiefkühlschrank nehmen und etwas antauen lassen, dann lässt es sich leichter portionieren und schmeckt noch besser!


Selbstgemachtes Schokoladeneis

Mit diesem Schokoladeneis schaffe ich es auch endlich mal wieder, an einem Blogevent des Kochtopfs teilzunehmen! Diesen Monat sucht Sibel von Insane in the Kitchen Rezepte zum Thema "Death by chocolate" - na, das passt doch, wenn auch auf den letzten Drücker...

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)

Nach diesem Klassiker ist als nächstes wieder eine ausgefallenere Eis-Sorte dran... momentan liebäugle ich mit einem Rhabarber-Eis! Was ist eure liebste Eissorte?

Noch mehr Rezepte für selbstgemachtes Eis:

Dienstag, 5. Mai 2015

Kleiner Rhabarberkuchen mit Guss - nur für mich!

Rhabarber! Ich liebe das saure Gemüse (ja, Rhabarber ist Gemüse) abgöttisch. Leider bin ich damit die einzige in meinem Haushalt. Ich lasse mich trotzdem nicht davon abhalten, ausgiebig damit zu kochen und zu backen. Für Kuchen passe ich die Mengen dann einfach auf meine kleine Springform mit 18cm Durchmesser an und esse den Rhabarberkuchen mit Guss dann nach und nach GANZ ALLEINE AUF! Yeah!

Stück Rhabarberkuchen mit Guss

Das Rezept stammt aus meinem Lieblings-Backbuch fein gebacken! Das Grundbackbuch* von Cornelia Schinharl und Christa Schmedes. Ich habe lediglich die Mengen auf meine kleinere Backform angepasst. Wie eigentlich alle Rezepte aus diesem Grund-Backbuch ist auch das hier gelingsicher und das Ergebnis höchst lecker!

Rezept: Rhabarberkuchen mit Guss
(für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Mürbteig:
110g Mehl
Salz
30g Zucker
60g kalte Butter
1 kleines Ei
Für den Belag:
400g Rhabarber
60g Zucker
1 EL gemahlene Mandeln
1 Ei (Größe M)
75g saure Sahne

Zubereitung:
Für den Mürbteig das Mehl mit einer Prise Salz und dem Zucker in einer Schüssel vermischen. Butter in sehr kleine Stücke schneiden und zum Mehl geben. Die Butter-Mehl-Mischung mit den Händen zerkrümeln, dann das Ei zugeben und alles mit den Händen zügig zu einem glatten Teig kneten und zu einer Kugel formen. Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie gleichmäßig und rund ausrollen, in die Springform geben und einen Rand hochziehen. Springform abgedeckt 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Stück Backpapier etwas größer als die Springform ausschneiden, auf den Teig in der Form legen und das Backpapier mit getrockneten Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen) beschweren. Teigboden im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten blind backen, dann herausnehmen. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen. Die Bohnen nicht wegwerfen, ich verwende sie immer wieder zum Blindbacken!

Den Teig abkühlen lassen. In der Zwischenzeit den Rhabarber waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Mit 1 EL vom Zucker für den Belag mischen. Die gemahlenen Mandeln dünn und gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen. Dann die Rhabarberstücke daraufgeben und den Rhabarberkuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

Das Ei für den Guss trennen. Eigelb mit dem restlichen Zucker mit dem Handrührgerät schaumig rühren, dann die saure Sahne unterrühren. 

In einer zweiten hohen Schüssel das Eiweiß mit einer Prise Salz mit den sauberen Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eischnee unter den Guss heben. Kuchen aus dem Ofen nehmen und den Guss gleichmäßig auf dem Rhabarber verteilen. Kuchen zurück in den heißen Backofen geben und auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten fertig backen, bis der Guss goldbraun ist. 

Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Rhabarberkuchen mit Guss in der kleinen Springform

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Dienstag, 28. April 2015

Badischer Klassiker: Spargel mit Kratzete und zerlassener Butter

Angespargelt! Am Wochenende habe ich mir beim örtlichen Spargelhof das erste Mal in diesem Jahr den badischen Spargel von den Feldern rund um unser Dorf geholt. Und zu Beginn der Spargelsaison müssen dann erst mal die klassischen Zubereitungsarten sein, bevor ich dann zunehmend neue Spargelrezepte ausprobiere! Also gab es am Wochenende Spargel mit Kratzete und zerlassener Butter. Nein, das ist kein Vertipper und ihr habt richtig gelesen: Kratzete! So heißt diese beliebte badische Spargel-Beilage. Dahinter verbirgt sich ein etwas dickerer herzhafter Pfannkuchen, der nach dem Braten noch in der Pfanne in Stücke gerupft wird. Für das Kratzete-Rezept habe ich mich an einem Rezept von Petra von Chili und Ciabatta orientiert, aber noch Schnittlauch und Petersilie hinzugefügt. Bärlauch würde natürlich auch ganz hervorragend passen. Fazit: Ein hervorragender Start in die Spargel-Saison!

Weißer Spargel mit Kratzete und zerlassener Butter

Rezept: Weißer Spargel mit Kratzete und zerlassener Butter
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Kratzete:
2 Eier (Größe M)
100g Mehl
125ml Milch
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
1/2 Bund Schnittlauch
2 Stängel glatte Petersilie
1 EL Butterschmalz
Für den Spargel:
700g weißer Spargel
75g Butter

Zubereitung:
Für die Kratzete die Eier trennen. Eigelbe mit Mehl und Milch mit einem Schneebesen glatt rühren, Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss kräftig würzen, dann den Teig 30 Minuten quellen lassen.

Schnittlauch und Petersilie waschen, trocken schütteln und beides fein hacken. Beiseite stellen. 

Spargel schälen, holzige Enden abschneiden. 

Eiweiße mit einer Prise Salz mit dem Handrührgerät steif schlagen. Mit den gehackten Kräutern zum Kratzete-Teig geben, vorsichtig unterheben. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, den Teig hineingeben und die Kratzete langsam bei mittlerer Hitze goldbraun backen, dann wenden und auf der anderen Seite ebenfalls goldbraun braten.

Spargel in einen großen Topf geben, mit wenig Wasser bedecken. Aufkochen, salzen und den Spargel je nach Dicke der Stangen in 6 bis 8 Minuten bissfest kochen, dann aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen.

Die Butter bei geringer Hitze in einem kleinen Topf schmelzen. Die Kratzete in der Pfanne mit zwei Holzlöffeln in kleine Stücke auseinander zupfen.

Spargel mit der zerlassenen Butter und der Kräuter-Kratzete servieren.

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