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Tafelspitz mit Wasabi-Apfel-Salsa und Kartoffelrösti

Tafelspitz ist eines meiner Leibgerichte. Meine Mutter hat den Tafelspitz immer ganz klassisch mit Meerettich, Salzkartoffeln und Preiselbeeren serviert - und am Esstisch herrschte "gefräßige Stille". Ich hatte mich bisher noch nie selbst an einen Tafelspitz herangetraut, aber dann habe ich in der letzten "Lecker"-Zeitschrift* ein Rezept für Tafelspitz mit Wasabi-Apfel-Salsa und Kartoffelrösti gesehen und festgestellt, dass man für die Zubereitung eines Tafelspitzes im Wesentlichen nur genügend Zeit braucht, ansonsten ist er nämlich sehr einfach zuzubereiten! So habe ich also ein schönes Stück Tafelspitz beim Metzger meines Vertrauens gekauft und heute meinen allerersten Tafelspitz zubereitet - ein voller Erfolg! Die Zubereitung war sehr entspannt und das Ergebnis äußerst köstlich. Und hier kommt das Rezept für euch!


Tafelspitz mit Wasabi-Apfel-Salsa und Kartoffelrösti
(2 Portionen)

Zutaten:
1 Bund Suppengrün
2 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
5 Pfefferkörner
Salz
500g Tafelspitz (Hüftdeckel vom Rind)
350g festkochende Kartoffeln
1 kleines Ei
1 EL Mehl
Pfeffer
1 EL Öl
1 Apfel
1 EL Zitronensaft
100g Schlagsahne
1-2 TL Wasabi (je nach gewünschter Schärfe)
etwas Petersilie

Zubereitung:
Zunächst das Suppengrün putzen und waschen. Die Hälfte davon sofort verarbeiten: Karotte und Sellerie schälen, in grobe Stücke schneiden. Petersilie grob hacken. Eine Zwiebel schälen und halbieren. Die Zwiebelhälften in einem großen Topf ohne Fett kurz anrösten, dann 2,5 Liter Wasser angießen, das grob gehackte Suppengrün, ein Lorbeerblatt, die Pfefferkörner und 2 TL Salz hinzugeben und alles aufkochen. Den Tafelspitz unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen und in die Brühe geben. Zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 2 Stunden köcheln. Falls sich Schaum bildet, diesen abschöpfen.

Das restliche Suppengrün in dünne Streifen schneiden.
Für die Kartoffelrösti die Kartoffeln schälen und auf einer Reibe grob raspeln. Zwiebel ebenfalls schälen und grob raspeln. In einer Schüssel Kartoffelraspel, Zwiebelraspel, 1 EL Mehl und das Ei miteinander vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kartoffelmasse hineingeben, etwas flach drücken, so dass sich ein Riesenrösti ergibt, und von jeder Seite 7 Minuten braten.

Derweil den Tafelspitz aus der Brühe nehmen. Brühe durch ein Sieb abgießen und auffangen. Gemüse wegwerfen. Brühe wieder in den Topf zurückgeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, das in Streifen geschnittene Gemüse (ohne Petersilie) hinzugeben, Tafelspitz auch wieder in die Brühe geben und bei geschlossenem Deckel und niedriger Hitze alles noch mal ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Jetzt die Apfel-Wasabi-Salsa zubereiten: Apfel halbieren und eine Hälfte vierteln, entkernen und in sehr feine Stücke schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit die Apfelstücke nicht braun werden. Sahne mit dem Handrührgerät halb steif schlagen. Wasabi aus der Tube in die Sahne einrühren, Apfelstückchen unterrühren und mit Salz abschmecken.

Den Tafelspitz aus der Brühe nehmen, aufschneiden und auf einem Teller mit Kartoffelrösti und der Wasabi-Apfel-Salsa anrichten. Fleisch mit etwas Brühe und Bouillongemüse übergießen und mit kleingehackter Petersilie bestreuen.

Meinem Freund und mir hat es sehr gut geschmeckt. Das Fleisch war schön mürbe, das Gemüse noch knackig, die Wasabi-Apfel-Salsa hat eine angenehm in der Nase kitzelnde Schärfe verursacht und das Kartoffelrösti hat die Schärfe etwas abgemildert. Ein gelungenes Sonntagsessen und auch hier: "gefräßige Stille"....

*Ich lese auch noch andere Zeitschriften und Kochbücher, bald gibt es auch mal wieder Rezepte aus anderen Quellen ;-)

Kommentare

  1. Tolle Idee mit dem Wasabi als Ersatz für den klassischen Meerettich. Tafelspitz habe ich witzigerweise auch noch nie selbst gemacht, das ist bei mir auch so ein Mama-Gericht. Und übrigens: Gutes Buch, das Du da gerade liest - Die Stimmen des Flusses ist eines meiner Lieblingsbücher ;-)

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  2. mmmh... tolles leckeres rezept. ich bin mir sicher, dass das sehr gut schmeckt.

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