Sonntag, 20. Februar 2011

Noch ein Schmorgericht: Salzburger Bierfleisch mit Knödeln

Als Fan von Schmorgerichten habe ich mich ja längst schon geoutet, z.B. hier. Ich liebe es, wenn ein Ragout oder Gulasch stundenlang vor sich hin köchelt. Außerdem ist es auch noch praktisch: der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen und es lässt sich meist alles sehr gut vorbereiten. Daher habe ich mich auch schnell für ein weiteres Schmorgericht entschieden, als dieses Wochenende liebe Freunde zum Abendessen zu Besuch kamen. Mit Bier hatte ich noch keine Sauce zubereitet, aber das Salzburger Bierfleisch mit Knödeln hörte sich so gut an, dass ich es ungetestet für unsere Freunde gekocht habe. Und ich habe mich nicht getäuscht, es war ein Genuss! Und ein stressfreier dazu: als unsere Freunde an der Tür geklingelt haben, habe ich die vorbereiteten Knödel ins kochende Wasser gesetzt und musste zum Servieren dann nur noch den Beilagensalat mit dem Dressing vermischen.


Das Rezept habe ich mal wieder auf lecker.de gefunden. Und so habe ich es zubereitet:

Salzburger Bierfleisch mit Knödeln
(4 Portionen)

Zutaten:
Für das Bierfleisch:
1kg Rindfleisch, z.B. aus der Unterschale
4-5 Möhren
1/2 Knollensellerie
2 Zwiebeln
2 EL neutrales Öl
3 EL Tomatenmark
1-2 EL Mehl
500ml dunkles Bier (ich habe Schwarzbier genommen)
500ml Rinderfond
2 Stängel frischen Majoran (od. 1/2 TL getrockneten)
2 Stängel frischen Thymian (oder 1/2 TL getrockneten)
Salz, Pfeffer

Für die Knödel:
250g altbackene Brötchen (waren bei mir 6 Stück)
200ml Milch
1 Zwiebel
2 Eier (Größe M)
Salz, Pfeffer
2 Stängel frischen Majoran (od. 1/2 TL getrockneten)
2 Stängel frischen Thymian (oder 1/2 TL getrockneten)

Zubereitung:
Das Rindfleisch abtupfen und in gulaschgroße Würfel schneiden. Die Möhren schälen und in dicke Scheiben schneiden. Sellerie schälen, waschen und in nicht zu große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden.

Das Öl in einem Bräter oder Schmortopf erhitzen. Das Fleisch darin portionsweise scharf anbraten. Alle angebratenen Fleischwürfel wieder in den Topf geben, das geschnittene Gemüse hinzufügen und kurz mitbraten. Tomatenmark zugeben. und ebenfalls anrösten. Alles mit 1-2 EL Mehl bestäuben und untermischen. Mit Bier und Rinderfond unter Rühren ablöschen. Zugedeckt bei geringer bis mittlerer Hitze 2 Stunden schmoren.

Für die Knödel die Brötchen in Würfel schneiden und in eine große Schüssel füllen. Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Milch in einem kleinen Topf zusammen mit den Zwiebelwürfeln aufkochen. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen. Dann die Zwiebelmilch über die Brötchenwürfel gießen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und alles von Hand grob verkneten. Masse abgedeckt eine Stunde stehen lassen.

Frische Kräuter waschen, trocken schütteln und grob hacken. Einen Teil der Kräuter zusammen mit den Eiern zur Knödelmasse geben und gut unterkneten, den anderen Teil der Kräuter zum Bierfleisch geben. Bierfleisch mit Salz und Pfeffer würzen, abschmecken.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Mit angefeuchteten Händen aus der Brötchenmasse 8-9 gleich große Knödel formen und im Salzwasser im offenen Topf in ca. 15-20 Minuten gar ziehen lassen. Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen, abtropfen lassen und mit dem Salzburger Bierfleisch servieren.

Bei uns gab es dazu noch einen grünen Salat. Und ich war im 7. Schmorgerichtehimmel ;-) Den Gästen hat es ebenfalls sehr gut geschmeckt. Auch mit den Knödeln war ich zufrieden, wenngleich ich sie beim nächsten Mal noch kräftiger würzen werde.

Kommentare:

  1. Die Engel dieser Welt stammen allesamt aus dem Schmorgerichtehimmel, *word!
    :)

    Ich liebe Biersauce, gerne in der Kombi mit Rübenkraut- also dem Sirup, nicht dem Gemüse.
    Im Blog habe ich ein tolles Rezept für Bierfleisch, allerdings in der irischen Variante,
    SCHAU MAL WENN DU MAGST

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  2. Du sagst es! ;-)

    Danke für den Link zum Bierfleisch-Rezept, das klingt spitze und ist sofort auf die Nachkochliste gewandert! Und im Übrigen ist "Berlin Alexanderplatz" mein absolutes Lieblingsbuch... passt also alles bestens!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  3. Oh, ich denke, damit werd ich meinem Mann am Sonntag eine Freude machen. Das hört sich unverschämt lecker an. Und Geschmortes und Bier sind doch ganz mein Ding! Ich werde Bericht erstatten, wie's ankam. Liebe Grüße!

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  4. @Caro: Gutes Gelingen und ich hoffe, es schmeckt euch auch so gut wie uns :)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  5. Liebe Juliane
    ich habe heute Abend das Rindsgulasch mit Marroni nachgekocht, dazu einen Kartoffel-Kürbisstampf mit Kürbiskernöl. das Gulasch ist ganz ganz wunderbar! mein Freund und ich waren hin und weg!danke für das tolle Rezept!
    liebe Grüsse aus der Schweiz, Sandra

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  6. Liebe Juliane, wann kommen denn die Eier zu den Knödeln? Wollte die Knödel nämlich mal nachkochen, denn bisher war ja alles was Du so gekocht hast und ich nachgekocht/gebacken habe, grandios.
    Viele Grüße,
    Johanna

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    1. Hallo Johanna, danke für Deine Rückfrage! Das habe ich doch tatsächlich vergessen zu erwähnen, wann die Eier zur Knödelmasse kommen. Sorry! Ich habe es im Rezept ergänzt, sie kommen zur Knödelmasse, wenn auch die Kräuter untergemischt werden.
      Gutes Gelingen und guten Appetit!
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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