Montag, 11. April 2011

Pizza Bianca mit Salsa Tartufada und Parmaschinken

Endlich mal wieder Pizza! Jetzt habe ich schon einen Pizza-Backstein und extra aus Italien importiertes Pizzamehl vom Typ 00, und trotzdem backe ich so selten Pizza. Das musste geändert werden, also gab es am Wochenende nach langem mal wieder selbst gebackene Pizza. Aber keine Pizza mit Tomatensauce, sondern eine Pizza Bianca. Bei unserer Hochzeitsreise hat mein Mann am Gardasee eine solche "weiße Pizza" (d.h. ohne Tomatensauce) gegessen und war sehr angetan. Da wir nicht mehr so genau nachvollziehen können, was als Belag damals verwendet wurde, haben wir improvisiert und haben ein Glas Trüffelpesto, das wir mal geschenkt bekommen haben, Parmaschinken, frische Petersilie, Crème fraiche und etwas Parmesan als Belag verwendet. Diese Freestyle-Pizza Bianca hat uns sehr gut geschmeckt, kann aber sicher noch verfeinert werden. Beim nächsten Mal würde ich eventuell noch etwas (Ziegen-)Frischkäse nach dem Backen darüber geben - und den Boden noch dünner machen, das bekomme ich noch nicht so richtig hin.


Pizza Bianca mit Salsa Tartufada und Parmaschinken
(3 Portionen)

Zutaten:
Für den Pizzateig:
500g Mehl Typ 00
5g frische Hefe
Salz

Für den Belag:
ca. 5 EL Crème fraiche
1/2 Glas Salsa Tartufada
1 Bund glatte Petersilie
ca. 70g Parmaschinken
Pfeffer
Nach Belieben: Parmesansplitter

Zubereitung:
Für diesen Pizzateig braucht man ziemlich viel Geduld, er muss nämlich lange gehen. Aber das Warten lohnt sich, versprochen! Das Rezept für den Pizza-Grundteig stammt aus der "essen & trinken" 9/2010 und ist seit dem ersten Ausprobieren mein Pizzateig-Standardrezept.

Hefe in 300ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und eine großzügige Prise Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und  3-4 gleich große Teile abtrennen, je nachdem wie viele Pizzen ihr backen wollt und wie groß die Pizzen sein sollen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt dem Backstein auf der untersten Schiene auf 250 Grad vorheizen. Arbeitsfläche und Teigschieber gut bemehlen. Die Teigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken, nicht mit dem Nudelholz auswellen!

Für den Belag jede Pizza mit ca. 1,5 EL Crème fraiche bestreichen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Gehackte Petersilie auf die mit Crème fraiche bestrichene Pizza streuen. Trüffelpesto in Klecksen auf der Pizza verteilen. Jede Pizza im heißen Backofen direkt auf dem Backstein ca. 10 Minuten backen. Herausholen, mit frisch gemahlenem Pfeffer, zerzupftem Parmaschinken und nach Belieben mit Parmesansplittern bestreuen.

Kommentare:

  1. Salsa tardufada! Allein wie das schon klingt ... Extrem lecker!


    Hast du das Za'atar eigentlich bekommen?

    AntwortenLöschen
  2. Hat mich hier jemand gerufen??
    Ach, Pizza ist fertig...ich komme!!!
    Sieht toll aus, obwohl ich gestehen muß das ich Trüffel nicht mag.

    Lg,Bianca

    AntwortenLöschen
  3. Die würd ich jetzt auch nehmen! Ich überlege schon länger dran rum, mal ne Pizzawoche zu machen und nebenbei zu beweisen, dass man dabei nicht zunimmt, aber ich hab noch ein bisschen Schiss ;-)

    AntwortenLöschen
  4. Wow, klingt das lecker! Aber etwas Ziegenfrischkäse könnte ich mir wirklich noch so als kleines i-Tüfelchen ganz wunderbar darauf vorstellen.
    Wenn, wenn, wenn ich doch nur neulich nicht so planlos vor einem Glas Trüffelpesto gestanden wäre, das ich dann leider doch stehen gelassen hab, weil ich keine Idee hatte, was ich damit machen könnte... Naja, nochmal passiert mir das nicht, jetzt weiß ich ja, was ich daraus machen würde! :)

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  5. @Turbohausfrau: Hast Du das Za´atar schon losgeschickt? Ich habe noch nichts bekommen.... nicht dass der Briefträger das Gewürz selbst gebrauchen kann!! Ich freu mich doch schon so drauf :)

    @Bianca: Ja, ich hab nach Dir gerufen! ;-) Der Trüffelgeschmack war hier übrigens gar nicht so dominant, ich hab mal in der Zutatenliste der Salsa Tartufada nachgeschaut: 2% Trüffel.... einen Versuch wäre es also wert!

    @Alex: in 14 Tagen Italien habe ich auch den Beweis angetreten, dass man vom täglichen Pizza- und Pasta-Essen nicht zunimmt, ich würde sagen erfolgreich, also nix wie los! :D

    @Ina: Nächstes Mal packst Du das Trüffelpesto ein :) Bei uns stand es auch länger im Vorratsschrank rum, bis die zündende Idee kam, was wir damit machen.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
  6. bis auf die Trüffelpaste alles bestens, aber bei allen Trüffelderivaten bin ich verdammt vorsichtig, da Trüffel sich nämlich nicht gut konservieren lässt, kommen da oft Geschmacksverstärker dazu, aber Du hast mich für die Trüffelsaison im Nov. auf eine Idee gebracht mit der Pizza!

    AntwortenLöschen
  7. Ja, Pizza bianca gab es für mich auch immer am Gardasee - so groß, dass sie über den Tellerrand rüberhing :-) Am liebsten mit frischem Rucola oben drauf.
    LG Silke

    AntwortenLöschen
  8. Öhm, ja, Za'atar und Zitronenthymian habe ich vor einer Woche weggeschickt. Na der Zitronenthymian marschiert dann wohl schon von allein mit dem Kuvert durch die Gegend. *wurgs*

    AntwortenLöschen
  9. @Bolliskitchen: Ja, die Salsa Tartufada enthält auch nur 2% Trüffel und der Trüffelgeschmack war auch eher schwach. Mit frischem Trüffel oder selbst hergestelltem Trüffelpesto schmeckt es aber sicherlich bombastisch - war auch so schon gut!

    @Silke: Oh ja, Rucola wäre auch noch eine Idee gewesen! Hätte auch gut gepasst. Beim nächsten Mal :)

    @Turbohausfrau: Heute abend lag es in der Post! 1000 Dank hierfür! Der Zitronenthymian hatte zwar noch keinen Pelz, aber war leider schon komplett braun :( Schade! Aber das Za´atar wartet jetzt auf seinen baldigen ersten Einsatz und ich hab mich riesig gefreut!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
  10. Pizza Bianco gibt es bei uns auch manchmal. Auch ich habe sie schon am Gardasee und ebenso in einer wunderbaren Pizzeria in London genossen.
    Der Herr des Hauses liebt sie besonders mit Räucherlachs belegt, nachdem sie aus dem Ofen kommt.

    Die Idee mit Trüffel gefällt mir sehr gut, ich habe noch etwas Trüffelcarppacio in Öl, das müsste sich auch perfekt als Pizzabelag machen. Ich freu mich schon drauf...

    AntwortenLöschen
  11. Hmmmmm, lecker, ich liebe weiße Pizza. Dazu noch Trüffelpasta, super Idee!
    Zum dünn ausrollen: ich hab da auch immer so meine Problemchen, mit dem Nudelholz wird er nie so dünn wie ich es gerne hätte. Deswegen zieh ich ihn am Schluss immer noch mit den Fingern direkt auf dem Backpapier auseinander, so wird er wirklich hauchdünn. Das klappt bei mir immer recht gut.

    AntwortenLöschen
  12. @Chaosqueen: Mit Räucherlachs stelle ich mir das auch äußerst lecker vor! Ich sehe schon, ich muss das bald mal wieder machen :)

    @Dani: Ich habe den Teig auch nicht mit dem Nudelholz ausgewellt, sondern mit den Fingern auseinander gezogen, so über den Handballen, aber irgendwie ist er immer wieder etwas zusammengeschmurgelt und wollte nicht dünn ausgezogen bleiben ;-) Aber ich werde weiter üben!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
  13. Ich werde diesen Bianco Teig mal ausprobieren. Ich habe immer Angst den Pizzateig selbst zu machen weil die Haushalsofen nicht die Hitze bringen wie professionelle Pizzaofen. Vielen Dank für das Rezept! LG aus München

    AntwortenLöschen
  14. @Vronismus: Der Pizzateig ist echt gut! Und hast Du einen Pizzastein? Damit wird der Pizzaboden fast so knusprig wie im Holzbackofen. Kann ich nur empfehlen.

    Ich wünsche Dir gutes Gelingen und guten Appetit beim Nachbacken!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen

Printfriendly