Sonntag, 7. August 2011

Altländer Apfelkuchen

"Der Kuchen sieht ja aus wie gemalt!" Na, das höre ich doch gerne. Noch dazu von meiner Schwiegermutter, die selbst eine tolle Bäckerin ist. Und wenn der Kuchen dann auch noch so gut schmeckt wie dieser Altländer Apfelkuchen, dann ist das Kuchenglück perfekt! 

Das Rezept habe ich mal wieder aus der "Lecker", Ausgabe 9/2009.  Für den Kuchen habe ich die ersten eigenen Äpfel von der Wiese meiner Schwiegereltern verwendet, die schön säuerlich und saftig sind. Durch das Bestreichen der Apfelspalten mit Aprikosenkonfitüre bleiben die Äpfel weich und aromatisch. Dazu ein dünner Teigboden und Mandelblättchen oben drauf.... mhhhmmmm.  Kaum zu glauben, aber dieser Apfelkuchen schmeckt mir noch besser als mein bisheriger Apfelkuchenfavorit, der versunkene Apfelkuchen. Diesen Apfelkuchen wird es sicherlich noch öfter geben!


Altländer Apfelkuchen
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
6 säuerliche Äpfel, insgesamt ca. 750g
2 EL Zitronensaft
125g weiche Butter
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
Salz
2 Eier (Größe M)
175g Mehl
2 TL Weinstein-Backpulver
2 EL Aprikosenkonfitüre
2 EL Mandelblättchen
Puderzucker

Zubereitung:
Springform mit etwas Butter einfetten und mit Mehl dünn bestäuben. Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Geschälte Apfelviertel sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Apfelviertel an der Wölbung mehrmals längs einschneiden.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Die weiche Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz mit den Quirlen des Handrührgeräts in ca. 4 Minuten schaumig rühren. Eier einzeln zugeben und unterrühren. Mehl und Backpulver vermischen und auf die Buttercreme sieben. Mit dem Handrührgerät kurz unterrühren. Den Teig in die Form füllen und dünn ausstreichen. Ich dachte am Anfang, dass es zuwenig Teig für die Form ist, aber das soll so sein! Der Teig geht beim Backen prima auf. Dann die Apfelhälften mit der Wölbung nach oben auf den Teig legen und den Kuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen.

Aprikosenkonfitüre glatt rühren. Den Kuchen 10 Minuten vor Ende der Backzeit kurz herausholen und die Apfelspalten auf dem Kuchen mit der Konfitüre bestreichen. Mandelblättchen gleichmäßig über dem Kuchen verteilen, dann den Kuchen fertig backen.

Kuchen aus dem Backofen herausnehmen. Den Rand der Springform lösen, dann den Kuchen vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Der Kuchen heißt übrigens Altländer Apfelkuchen, weil das Rezept aus einem Hamburg-Special in der "Lecker" stammt und das Alte Land ein Obstanbaugebiet südlich der Elbe ist. Mein Kuchen müsste somit eigentlich Badischer Apfelkuchen heißen, denn meine Äpfel stammen ja aus dem schönen Baden. Aber Altländer Apfelkuchen hört sich spannender an ;-)

Und endlich kann ich auch mal wieder was zur zauberhaften "Initiative Sonntagssüß" beitragen. Wenn ihr auch mitmachen wollt: hinterlasst einen Kommentar mit Link zu eurem Beitrag bei Julie von Mat&Mi, die diese Woche die Beiträge sammelt.  Und wer nur gucken will: hier geht es zum Pinterest-Board mit allen sonntagssüßen Beiträgen! 

Kommentare:

  1. Ich glaube sofort das dieser Kuchen LECKER ist - denn ich bin so begeistert von der Zeitschrift LECKER.
    Liebe Sonntagsgrüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  2. oh, der sieht tatsächlich aus wie gemalt! säuerlich saftig mit aprikosenlack hört sich dann auch noch wie gemalt an :) lass es dir schmecken!

    AntwortenLöschen
  3. oh prima lecker !!! liebe Grüße Kathrin

    AntwortenLöschen
  4. Oh ja, der Apfelkuchen sieht tatsächlich wunderhübsch aus! Mit Schlagsahne?

    Christel

    AntwortenLöschen
  5. @Jutta: Juhu, noch so ein "Lecker"-Fan! Besonders in den älteren Ausgaben gibt es sehr sehr viele Rezepte, die genau meinen Geschmack treffen. Bin immer wieder angetan :)

    @Julie: Dankeschön! Hat prima geschmeckt und ist restlos aufgegessen :)

    @Katrin: Danke!

    @Christel: Danke Dir! Und na klar, es gab angeschlagene Sahne dazu - das Tüpfelchen auf dem i!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
  6. und in diesem gemälde versteckt sich für mich auch irgendwie eine erinnerung an stunden in friesencafes. ach, serviere mir doch bitte ein stück :)

    AntwortenLöschen
  7. also bei Apfelkuchen sag ich auch nie nein. Schon gar nihct wenn Aprikosenkonfituere mit dabei ist. Lecker. :)

    AntwortenLöschen
  8. juliane vorbereitet haben einen leckeren Kuchen Rezept eine große, ich liebe es, Ihre Küche zu bewundern, Umarmungen.

    AntwortenLöschen
  9. ich habe gestern deinen Altländer Apfelkuchen gebacken. Es ist nicht in Worte zu fassen. Klasse!
    Superlecker!

    :-)
    Lucia

    AntwortenLöschen
  10. @Fräulein Text: Leider, leider, schon alles weg! Wie gerne würde ich Dir ein Stückchen reichen, damit Du in Friesencafé-Erinnerungen schwelgen kannst! Langeoog... seufz.

    @Isa: Apfelkuchen geht immer, oder? Find ich auch :)

    @Rosita: Muchas gracias! :)

    @Lucia: Oh, das freut mich sehr! Toll! Wie schön, dass er euch genauso gut geschmeckt hat wie uns :)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    AntwortenLöschen
  11. Hm, klingt köstlich! Da das Alte Land nur einen Sprung über die Elbe entfernt ist, hast du mich jetzt richtig in Ausfluglaune versetzt :)

    Lieben Gruß, Maja

    AntwortenLöschen
  12. Mh, bin auf das Ergebnis gespannt - noch ist er im Backofen!
    Aber es duftet schon so schön.
    Liebe Juliane, du hast mich überrascht! Ich hab in der Zubereitung vergeblich nach dem Eiern gesucht :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh weia, vielen Dank für den Hinweis! Ich habe in der Zubereitung ergänzt, was mit den Eiern gemacht werden soll. Ich hoffe, der Kuchen gelingt auch ohne klare Eier-Anweisung...

      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

      Löschen
  13. Nachgebacken: http://hamburgkocht.blogspot.de/2015/09/szenen-einer-ehe-altlander-apfelkuchen.html Der war so schnell weg, dass ich kein ordentliches Foto machen konnte ... Danke für das Rezept!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie schön, das freut mich sehr! Danke für Deine Rückmeldung :)

      Liebe Grüße!

      Löschen
  14. Liebe Juliane,
    dies ist unser derzeitiger Lieblings-Apfelkuchen! Zur Apfelernte fahren wir immer ins Alte Land, holen die Früchte frisch vom Apfelhof - der Name dieser Leckerei verpflichtet schließlich hier im Norden...
    Dank und herzliche Grüße aus Schleswig-Holstein,
    Sandkorn

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut mich sehr, dass euch dieser Apfelkuchen auch so gut schmeckt! Ich freue mich auch schon wieder sehr auf die Apfelsaison, dann gibt es diesen Kuchen bestimmt wieder bei mir, wenn auch leider nicht mit Äpfeln aus dem alten Land. Aber die badischen Äpfel sind auch gut ;-)

      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

      Löschen

Printfriendly