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Nachgebacken: Kuchen mit vorgegarten Nektarinen in Olivenöl-Sirup

Bei bestimmten Dingen zeige ich Reflexe wie ein pawlowscher Hund. Zum Beispiel dann, wenn die Hedonistin von einem Kuchen mit Essig und Öl als Zutaten berichtet. Das ist eine ungewöhnliche Zutatenkombination, die mich sofort anspricht, und dann will ich das umgehend ausprobieren. Und so habe ich den Kuchen mit vorgegarten Nektarinen in Olivenöl-Sirup gleich am darauffolgenden Tag nachgebacken. Und ich war ebenso angetan von diesem raffinierten Obstküchlein wie die Hedonistin. 100 Punkte und klare Nachbackempfehlung! Einziger Wermutstropfen: Meine Nektarinen waren nicht besonders reif, denn mit richtig reifen Früchten schmeckt es sicherlich noch besser. Dadurch, dass die Nektarinen noch recht hart waren, sind sie auch nicht so zusammengeschmurgelt und ich konnte nur gut die Hälfte der 500g Nektarinen aus dem Originalrezept auf dem Teigboden unterbringen. Im Rezept unten habe ich die Nektarinenmenge daher bereits reduziert. 


Kuchen mit vorgegarten Nektarinen in Olivenöl-Sirup
(für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
90g Mehl
10g feines Maismehl
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
45g weiche Butter +etwas mehr zum Fetten der Backform
45g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Abrieb einer Bio-Orangen-Schale
1 Ei
50g Buttermilch
Für den Belag:
ca. 250g reife Nektarinen (2-3 Stück)
2 EL Ahornsirup
1 EL Olivenöl
1 Prise Meersalz
1 TL weißer Balsamico-Essig

Zubereitung:
Zuerst die Früchte für den Belag vorbereiten. Nektarinen waschen, Kern entfernen und Nektarinen in nicht zu dünne Spalten schneiden. Ahornsirup und Olivenöl miteinander vermengen, Salz zugeben. Gründlich mit den Nektarinenspalten mischen. 
Früchte in einer großen Pfanne, in der die Nektarinen nebeneinander Platz haben, erhitzen und bei niedriger Hitze sanft simmern lassen, bis der Sirup etwas eingedickt ist. Die Nektarinen sollen garen, aber fest bleiben. Pfanne vom Herd nehmen, Essig unterrühren.

Backofen auf 170 Grad vorheizen. Springform mit etwas Butter einfetten.

Butter mit Zucker, Vanillezucker und Orangenschalenabrieb mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig rühren. Das Ei zugeben und weiterrühren, bis eine weiße, cremige Masse entstanden ist. Beide Mehlsorten mit Backpulver und einer Prise Salz mischen und abwechseln mit der Buttermilch unter die Butter-Zucker-Masse rühren. Teig nur so lange rühren, bis nichts mehr klumpt. Dann den Teig in die Springform gießen, gleichmäßig verteilen und die Form einige Male auf die Arbeitsplatte klopfen, um Luftblasen zu entfernen.

Vorgegarte Früchte dachziegelartig auf dem Teig verteilen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Wenn man einen Zahnstocher in den Teig sticht und wieder herauszieht, sollte kein Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleiben.

Kuchen erst 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand der Springform lösen und den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.



Der Kuchen schmeckt wunderbar fruchtig und nicht zu süß. Und keine Angst, man schmeckt weder das Olivenöl noch den Essig raus!

Kommentare

  1. Ist ja nicht das erste Mal, wo man merkt, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben. Der Kuchen ist mir nämlich auch schon positiv aufgefallen ;-) Denkst Du, dass es auch mit rotem Balsamico funktioniert, den weissen kaufe ich eigentlich nie? LG

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  2. @Paule: :-))
    Roten Balsamico würde ich wegen der Optik lieber nicht verwenden. Geschmacklich sollte es aber auch funktionieren. Sonst könntest Du auch wie von der Hedonistin empfohlen Zitronensaft verwenden.
    Liebe Grüße!
    Juliane

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    1. Balsamico klingt aber schöner ;-)
      Bei der Farbe hab' ich auch Bedenken, es sei denn es ginge ins Rötliche, aber ich vermute es wird eher bräunlich dann. Aber kann 1 Teelöffel soviel abfärben optisch?

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    2. Gute Frage... vielleicht doch ausprobieren?

      LG Juliane

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    3. Nee, bloß nicht den Roten nehmen! Der kommt sicher gut bei Erdbeeren, wie im Originalrezept, aber nicht bei Aprikosen, Pfirsichen, Nektarinen ... Ich hab den beim ersten Versuch genommen und musste gleich eine neue Partie Obst garen - das Löffelchen reicht, um die Früchte so richtig unappetitlich bräunlich zu färben.

      Geht aber ja jeder liebliche helle Essig, ich hab letztes Mal süßlichen Kokosessig genommen, das gefiel mir fast besser als der Balsamico.

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    4. Vielen Dank für den Hinweis. Ich hab' mich letztendlich auch nicht mehr getraut und wollte mir morgen hellen Balsamico besorgen. LG

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  3. Klingt ja erstmal reichlich merkwürdig, aber genau deswegen könnte der mir wohl auch gefallen :-)

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  4. das ist jetzt auch mein reflex: nachmachen, aber sofort. *notier*

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  5. Oh der Kuchen sieht ja so was von lecker und saftig aus! Und ich mag eh alles mit Olivenöl, danke für das Rezept :) Liebe Grüße, Phanit

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  6. Mit Olivenöl und Essig - das ist wirklich interessant! Ich mag solche Rezepte auch, man muss ja auch mal etwas wagen :) Und dein Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, himmlisch!

    Liebe Grüße, Ann-Katrin
    von penneimtopf.blogspot.de

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  7. DEN möchte ich auch ausprobieren, hab auch alles zuhause, bis auf Buttermilch. Geht das auch mit normaler Milch?
    Und Dein Blog hat ein neues Outfit! Etwas reduzierter, aber schön!
    Liebe Grüße
    Sibylle

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  8. @Verena: Der Kuchen wird Dir mit ziemlicher Sicherheit auch gefallen :-)

    @Christina: Oh schön! Dann bin ich gespannt, ob das Ergebnis dir auch zusagt!

    @Phanit: Gerne!

    @Ann-Katrin: Genau, einfach mal ausprobieren und überraschen lassen :)

    @Sibylle: Hm, mit normaler Milch statt Buttermilch könnte der Teig etwas zu dünnflüssig werden... da würde ich die Milchmenge dann erst mal auf die Hälfte reduzieren und lieber noch etwas nachgießen, wenn Du merkst, dass der Teig zu fest ist. Gutes Gelingen! Und danke für Dein Kompliment zum neuen Blogdesign :)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  9. Mit den weißfleischigen Nektarinen sieht das gleich eine Ecke eleganter aus als mit den standardgelben. :-) Freut mich sehr, dass es dir auch geschmeckt hat - gehört ja doch ein bisschen Überwindung zum Essigeinsatz, nicht? ;-)

    Mit der Obstmenge kann man gut rumspielen, denk ich. Wenn was übrig bleibt, wirds halt extra dazu serviert. Andererseits muss er ja nicht komplett belegt werden - im Original bei Joy the Baker lag nur hier und da ein Erdbeerstückchen am Teig. Die freien Bereiche waren dafür gut mit Zucker bestreut, das karamellisiert leicht beim Backen und knuspert dann schön. Auch nett. :-)

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  10. Kompliment, dass Du Dich gleich rangewagt hast! Ich hab' mir's auch notiert, aber irgendwie fehlten Zutaten und Zeit. So lange schmachte ich dann bei Euch. :-)

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  11. @Hedonistin: Ja, bei der Zugabe des Essigs musste ich mir kurz einen Ruck geben, aber ich habe Dir vertraut! Zu recht! Dass nicht alle Nektarinen auf den Kuchen gepasst haben, war auch gar kein Problem, ich habe den Rest am nächsten Morgen zu meinem Joghurt mit Müsli gegessen und es sehr genossen :)

    @Barbara: Das war so ein Fall von "Das muss ich JETZT SOFORT ausprobieren!" ;-)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  12. Juliane, this cake is gorgeous! I am going to try and figure out the recipe - shouldn't be too hard for me to translate) because I am just waiting for plums to come out to make something just like this. Must be excellent with sweet nectarines, too.

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    1. Thank you Jamie! If you need a translation: the recipe is originally based on a recipe of Joy the Baker, so it´s in english and you can find it here: http://joythebaker.com/2012/05/roasted-strawberry-buttermilk-cake/

      xoxo, Juliane

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