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Nachgemacht: marinierte geröstete Paprika im Glas

Dass ich möglichst viel selbst mache, habe ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt. Das letzte gelungene Experiment in dieser Hinsicht war die selbstgemachte Harissa-Paste. Davon beflügelt habe ich  mich gleich an das nächste Experiment gemacht: marinierte geröstete Paprika im Glas! Da ärgere ich mich nämlich jedes Mal darüber, dass etwas eigentlich so einfaches im Supermarkt pro Glas 4 Euro oder noch mehr kostet. Das Rezept zum Selbermachen hatte ich schon vor einem Jahr bei Peter vom Blog "Genussbereit" gefunden und sofort auf meine Nachkochliste gesetzt. 

Die Zubereitung ist eigentlich ganz simpel. Das einzig etwas Knifflige ist das Häuten der Paprika. Das hat bei mir am Anfang nicht so gut geklappt, bis ich noch mal  im Netz nach Tipps und Tricks gegoogelt habe. Für euch habe ich gleich die prima funktionierende Methode im Rezept aufgeschrieben: Paprika vierteln, mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen, unter dem Backofengrill rösten und anschließend mit einem feuchten Tuch bedecken. So lässt sich die Haut ganz einfach abziehen!


Marinierte geröstete Paprika im Glas
(ergibt 3 große Gläser)

Zutaten:
1,4kg rohe rote Paprika
400ml Wasser
8 EL Zitronensaft (entspricht ca. dem Saft einer Zitrone)
15g Salz
1 TL Zucker
3  Lorbeerblätter
9 schwarze Pfefferkörner
2 Knoblauchzehen
Olivenöl

Zubereitung:
Backofen auf 250 Grad vorheizen. Die Paprika häuten. Das geht mit folgender Methode ganz einfach: Paprika waschen, vierteln, Kerne und Stiel entfernen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die geviertelten Paprika mit der Hautseite nach oben auf das Backblech legen. Grillfunktion des Backofens einschalten und die Paprika auf der mittleren Schiene so lange im Backofen rösten lassen, bis die Haut Blasen wirft und schwarz wird.

Derweil die Lake für die marinierten Paprika zubereiten. Dafür Salz, Zucker, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und umrühren, damit sich Zucker und Salz in der Flüssigkeit auflösen. Dann alles kurz aufkochen. Abkühlen lassen und beiseite stellen.

Das Blech mit den Paprika aus dem Ofen nehmen und mit einem feuchten Tuch abdecken. Dadurch lässt sich die Haut noch einfacher von den Paprikastreifen abziehen. Nacheinander von allen Paprikavierteln mit einem Messer die Haut abziehen (Vorsicht, heiß!). Paprikastreifen noch mal längs halbieren. Knoblauch schälen und halbieren.

Paprikastreifen aufrecht in saubere Einmachgläser schichten, in jedes Glas 1-2 halbierte Knoblauchzehen, 1 Lorbeerblatt und 3 Pfefferkörner dazugeben. In jedes Glas so viel Lake einfüllen, dass alle Paprikastreifen komplett mit Lake bedeckt sind. Darauf achten, dass keine Luftblasen im Glas entstehen. Mit einer großzügigen Schicht Olivenöl abschließen und die Gläser fest verschrauben.

Zum Sterilisieren ein Küchentuch falten und auf den Boden eines großen Topfes legen. Gläser so in den Topf stellen, dass sie sich und den Topfrand nicht berühren. So viel Wasser einfüllen, dass die Gläser zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Aufkochen und ca. 30 Minuten kochen lassen. Gläser im Wasser abkühlen lassen.

Wenn man ein angebrochenes Glas einmal nicht gleich ganz verbraucht: Inhalt wieder mit einer Schicht Olivenöl bedecken und das Glas im Kühlschrank aufbewahren. Zur Haltbarkeit habe ich noch keine Erfahrungswerte, aber durch das Sterilisieren sollten fest verschlossene Gläser mindestens 6 Monate haltbar sein.

Und was kann man mit den gerösteten Paprika alles machen, außer sie pur als Antipasti zu genießen? Empfehlen kann ich euch folgende erprobte Rezepte:

Kommentare

  1. Liest sich lecker! Wird demnächst ausprobiert.

    Liebe Grüße Helena

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    1. Dankeschön, das freut mich :)

      Viele Grüße!

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  2. Mariniert habe ich das Ganze noch nie, ich kenne die Häutungsmethode mit Frischhaltefolie.
    So, und jetzt mache ich mich an das (die?) Harissa.

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    1. Mit Frischhaltefolie habe ich es zuerst probiert, aber mein Backblech war so heiß, dass die Frischhaltefolie sofort geschmolzen ist... hüstel. Daher bevorzuge ich das feuchte Handtuch! Und der/die/das Harissa: Ich sage "die Harissa-Paste" ;-)

      Viele Grüße!

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  3. Ich liebe eingelegte Paprika. Bis jetzt bin ich immer davor zurück geschreckt, das selbst zu machen. Aber nachdem ich dein Rezept gelesen habe, werde ich das auch versuchen. Klingt gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe ;-)

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    1. Ich stehe auch total drauf! Und selbermachen ist wirklich einfach. Dauert halt ein bisschen, bis die Paprika ausreichend geröstet sind und sich die Haut abziehen lässt. Probier´s einfach aus!
      Viele Grüße!

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  4. Das sieht aber lecker aus! Wird demnächst mal nachgemacht! Wie hast du die schönen Etiketten gemacht?
    Liebe Grüße Maren

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    1. Die Etiketten habe ich mit dem Jam Labelizer (http://www.jamlabelizer.com/) gestaltet und dann auf selbstklebendem Etikettenpapier ausgedruckt. Klappt prima und sieht gleich ganz professionell aus.
      Viele Grüße!

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    2. Hallo! Gestern habe ich Dein Rezept ausprobiert und bin schon ganz gespannt auf das geschmackliche Ergebnis. Aber vorher lass ich es noch eine Weile ziehen. Sag mal, dieser Jam Labelizer ist genial! ...woher beziehst Du das selbstklebende Etikettenpapier?
      Viele Grüße,
      Leonie

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    3. Ich kaufe die DIN A4 Bögen weißes selbstklebendes Papier in Karlsruhe im Schreibwarenhandel, die kann man dort einzeln (blattweise) kaufen. Leider mit 1€/Blatt relativ teuer - aber dafür auch gut!
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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