Mittwoch, 11. Dezember 2013

Apfel-Gelee mit Rosmarin

Die Familien-Obstwiese hat uns auch dieses Jahr wieder eine reiche Apfelernte beschert und es stehen kistenweise duftende Äpfel im Keller. Viele werden zu Apfelsaft, einige zu Apfelmus, und was mache ich aus dem Rest? Auf jeden Fall werde ich auch dieses Jahr wieder die bewährte köstliche Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel machen, aber natürlich probiere ich auch ständig neue Rezepte aus, zum Beispiel ein Apfel-Gelee mit Rosmarin. Dazu inspiriert hat mich erneut Katharina, die schon vor zwei Jahren ein Rezept für Apfel-Gelee mit Thymian veröffentlicht hatte. In einem Kommentar unter Katharinas Beitrag schrieb ein Leser, dass das mit Rosmarin statt Thymian bestimmt auch prima funktionieren würde. Das musste ich ausprobieren - und ja, die Kombination funktioniert in der Tat prima!



Apfel-Gelee mit Rosmarin
(ergibt ca. 800-900ml Gelee)

Zutaten:
1,3 kg säuerliche Äpfel
1 Zitrone
500g Gelierzucker 2:1
3 Zweige Rosmarin

Zubereitung:
Äpfel waschen, abtrocknen und vierteln. Blüten- und Stielansatz entfernen, Schale und Kerngehäuse dran lassen. Apfelviertel noch mal halbieren, dann in einen Topf geben und mit 1 Liter Wasser aufgießen. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Äpfel ca. 30 Minuten bei niedriger Hitze halb abgedeckt köcheln lassen.

Ein Sieb mit einem sauberen Geschirr- oder Passiertuch auslegen und über eine Schüssel hängen. Die gekochten Äpfel mitsamt der Flüssigkeit in das Sieb gießen und gut abtropfen lassen. Dabei die Äpfel immer wieder gründlich mit einer Schöpfkelle und Muskelkraft ausdrücken. Alles in allem kann das Abtropfen durchaus eine Stunde oder länger dauern!

In der Zwischenzeit die Marmeladengläser und -deckel und den Einfülltrichter sterilisieren. Ich koche die Gläser und Deckel dazu meist 10 Minuten in kochendem Wasser aus.

Zitrone auspressen und den Zitronensaft in einen Messbecher füllen. Messbecher mit dem abgetropften Apfelsaft bis auf 750ml auffüllen. Rosmarinzweige waschen, trocken schütteln. Apfel-Zitronen-Saft in einen großen Topf geben, mit dem Gelierzucker mischen und die Rosmarinzweige zugeben. Alles aufkochen, dann 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei immer wieder mit einem Holzlöffel umrühren.

Jetzt eine Gelierprobe machen: Mit einem Teelöffel etwas vom Gelee aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist das Gelee fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn das Gelee auf dem Teller noch verläuft, noch 1-2 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. Nicht zu lange kochen lassen, sonst wird das Gelee zu hart! Hat das Gelee die Gelierprobe bestanden, die Rosmarinzweige herausfischen und das Apfelgelee noch heiß randvoll in die vorbereiteten Marmeladengläser füllen. Darauf achten, dass der Rand der Gläser sauber bleibt! Am einfachsten geht das mit einem Marmeladentrichter. Gläser fest verschrauben und Gelee darin abkühlen lassen. Wenn das Gelee abkühlt, bildet sich ein Vakuum, was man daran merkt, dass die Gläserdeckel "ploppen".

Das Apfel-Gelee mit Rosmarin schmeckt prima als nicht zu süßer Aufstrich fürs Frühstücksbrötchen, aber auch als Begleitung zu Käse!

Kommentare:

  1. eine verlockende kombination, klingt sehr lecker!!!
    herzliche grüße & wünsche
    amy

    AntwortenLöschen
  2. ich hab ein Apfelgelee-Trauma!!!!! das schmeckt einfach nicht nach Quitte :O))))
    LG
    Claudi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hihi, ne, nach Quitte schmeckt es nicht, auch wenn es farblich sehr ähnlich aussieht. Ich habe aber ein großer Herz für Apfelkonfitüren in allen Variationen ;-)
      Liebe Grüße!

      Löschen
  3. Moin Juliane,
    danke für diese tolle Idee. Gestern habe ich eine Variante ausprobiert mit Apfelsaft aus der Flasche und getrocknetem Rosmarin: beides habe ich erstmal köcheln lassen, bevor Zitrone und Gelierzucker dazu kamen.
    Ich muss sagen, es schmeckt sehr lecker! Eine schöne Geschenkidee für liebe Menschen zu Weihnachten und natürlich auch für unseren Frühstückstisch ;-)
    GLG
    Christina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Christina, klasse, das freut mich, dass Deine Variante auch gut gelungen ist und ich Dich inspirieren konnte :)
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

      Löschen

Printfriendly