Printfriendly

Powered by Blogger.

Nachgemacht: Rhabarber-Orangen-Marmelade

Nachgemacht: Rhabarber-Orangen-Marmelade

Eeeeeendlich gibt es die roten, sauren Stangen auf dem Markt und in den Gärten! Dieses Jahr musste ich länger als sonst auf die Rhabarbersaison warten, aber mittlerweile ist es soweit. Und damit konnte ich auch endlich die Rhabarber-Orangen-Marmelade nachkochen, die ich schon letztes Jahr bei Valentinas Kochbuch entdeckt und auf meine Nachkochliste gesetzt hatte. Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre habe ich schon öfter eingemacht, auf die Kombination von Rhabarber und Orangen war ich nun sehr gespannt. Sauer und sauer, wie passt das zusammen? Ganz hervorragend, wie ich festgestellt habe. Der Orangensaft und der Orangenschalenabrieb heben die feine Rhabarbersäure hervor, zusammen ergibt das einen samtig-feinen Rhabarbergeschmack. Toll! 


Rhabarber-Orangen-Marmelade
(ergibt 4 große Gläser oder 3 große + 3 Mini-Gläser)

Zutaten:
1kg Rhabarber
100ml Orangensaft (am besten frisch gepresst)
2 Bio-Orangen
500 Gelierzucker (2:1)

Zubereitung:
Rhabarber waschen, putzen und schälen. In kleine Stücke schneiden. Da der Rhabarber beim Kochen nachher nicht zerfällt, sollten die Stücke recht klein geschnitten sein!

Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Rhabarberstücke in einen großen Topf geben, mit der Orangenschale, dem Orangensaft und dem Gelierzucker vermengen. Einige Stunden, am besten über Nacht, stehen lassen.

Am nächsten Tag die Rhabarber-Orangen-Mischung unter gelegentlichem Rühren aufkochen. Mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Gelierprobe machen: Mit einem Teelöffel etwas von der Marmelade aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist die Marmelade fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn die Marmelade auf dem Teller noch verläuft, noch einige Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. 

Hat die Marmelade die Gelierprobe bestanden, die Marmelade noch heiß randvoll in vorbereitete saubere (sterilisierte) Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen. Darauf achten, dass der Rand der Gläser sauber bleibt! Am einfachsten geht das mit einem Marmeladentrichter. Gläser fest verschrauben und Marmelade darin abkühlen lassen. Wenn die Marmelade abkühlt, bildet sich ein Vakuum, was man daran merkt, dass die Gläserdeckel "ploppen".


Die Marmeladenetiketten habe ich wie eigentlich immer mit dem kostenlosen Jam Labelizer erstellt. Geht ratzfatz: einfach Text eingeben, gewünschte Farbe wählen, als jpg speichern und in der gewünschten Größe auf selbstklebendem Etikettenpapier ausdrucken. Ausschneiden, aufkleben, fertig!

Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette & neues Kochbuch: "Willkommen im Gemüsegarten"

Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette & neues Kochbuch: "Willkommen im Gemüsegarten"


Ich habe ja schon kurz von meinem neuen Kochbuch "Willkommen im Gemüsegarten: Rezepte quer durchs Beet" von Oliver Brachat und Tobias Rauschenberger berichtet, das mir der Hölker Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Am Freitag habe ich daraus das erste Spargelgericht des Jahres gekocht: Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette. Der Spargel wird dabei als Päckchen im Ofen gegart und bekommt danach ein frühlingshaftes Bad in einer Vinaigrette aus Rapsöl, Apfelessig und reichlich Radieschen. Frühlingsfrisch und lecker, ein prima Start in die Spargelsaison, die nun langsam aber sicher beginnt!

Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette

Rezept: Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1kg Spargel
4,5 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
Zucker
80ml trockener Weißwein
1 Bund Radieschen
2 EL Apfelessig
1 EL Honig
1/2 Bund Schnittlauch

Zubereitung:
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Spargel schälen, holzige Enden abschneiden. Spargel  in 2 Portionen teilen und jede Portion auf ein Stück Backpapier setzen. Mit jeweils einem EL Rapsöl beträufeln, mit Salz und Zucker bestreuen. Das Backpapier an allen 4 Ecken zusammenfalten. In jedes Päckchen 40ml Weißwein gießen und jedes Päckchen fest und kompakt verschließen. Päckchen auf ein Backblech setzen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 Minuten schmoren lassen.

Derweil die Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette zubereiten. Dafür die Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben anschließend in dünne Stifte schneiden. In einer Schüssel 2,5 EL Rapsöl mit dem Apfelessig und dem Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Radieschenstreifen unterrühren.

Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden. Spargelpäckchen aus dem Ofen nehmen, portionsweise auf Teller verteilen und mit der Radieschen-Vinaigrette beträufeln. Mit den Schnittlauchröllchen garnieren und sofort servieren.

Ein leichtes, unkompliziertes und sehr schön frisches Frühlingsessen! Für mich war das ein guter Start in die Spargelsaison.

Der Spargel mit Radieschen-Schnittlauch-Vinaigrette ist bereits das dritte Rezept, das ich aus Willkommen im Gemüsegarten* nachgekocht habe. Höchste Zeit also, euch dieses Kochbuch, das mir richtig gut gefällt, etwas näher vorzustellen! Außer dem Spargelrezept habe ich noch die Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauchguss ausprobiert, die mir sehr gut gefallen hat und die ich bereits auf dem Blog veröffentlicht habe: klick


Nach der Bratkartoffel-Quiche habe ich eine Zwiebelpasta mit Zwiebelringen, Kapern und reichlich frischem Thymian aus dem Buch getestet. Schnell zubereitet und mal was ganz anderes: knusprig frittierte Zwiebeln treffen hier auf frische Kapern und aromatischen Thymian. Hat mir gut gefallen, allerdings werden die Spaghetti, sobald sie etwas abgekühlt sind, leicht trocken. Nicht mein Lieblingsrezept aus dem Kochbuch, aber immer noch gut!



In "Willkommen im Gemüsegarten: Rezepte quer durchs Beet" finden sich 60 Rezepte mit hauptsächlich vegetarischen Hauptgerichten, aber auch Rezepte mit Fleisch und Fisch sind vertreten. Das Gemüse spielt jedoch bei allen Rezepten die Hauptrolle. Gegliedert sind die Rezepte nach Gemüsesorten. Es finden sich in alphabetischer Reihenfolge Rezepte für Auberginen, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Champignons, Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln, Kürbis, Mais, Mangold, Möhren, Paprika,Pastinaken, Radicchio, Rote Bete, Spargel, Spinat, Tomaten, Weißkohl, Zucchini und Zwiebeln. Zuerst hat mich diese Reihenfolge irritiert, da ich eine saisonale Aneinanderreihung der Rezepte erwartet hatte, aber die alphabetische Gliederung hat den klaren Vorteil, dass sich Rezepte mit bestimmten Zutaten sehr schnell auffinden lassen.


(C) Buchcover: Hölker Verlag

Die Rezepte sind in der Zubereitung einfach und ich konnte alle bisher ausprobierten Rezepte problemlos nachkochen. Dass die Zubereitung einfach ist, bedeutet aber nicht, dass die Rezepte langweilig sind - ganz im Gegenteil! Die Zutatenkombinationen klingen alle sehr vielversprechend und die Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauchguss war z.B. ein absoluter Knaller. Ich habe mir noch viele weitere Rezepte zum Nachkochen markiert, die sich alle toll anhören: Brokkolicouscous mit Teriyaki-Hähnchenspießen, Erbsenpasta mit Parmaschinken, Kalbsbäckchen mit Mangold, Rote Bete-Flammkuchen und im Herbst gibt es eine Kürbisquiche. Da läuft mir allein schon bei den Rezeptnamen das Wasser im Munde zusammen...

Gut gefällt mir, dass wirklich jedes Rezept bebildert ist. Auf je einer Doppelseite steht das Rezept, daneben ist großformatig das fertige Gericht abgebildet. Die Fotos finde ich sehr gelungen: klar, frisch, leicht rustikal und nicht zu gestylt. Genau mein Geschmack!
Ich gebe eine klare Kaufempfehlung für alle, die ein modernes, schön bebildertes Kochbuch mit saisonalen Gemüserezepten mit einem besonderen Pfiff suchen.

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision bekomme, wenn ihr über diese Verlinkung etwas bei Amazon bestellt. Für euch ändert sich am Preis des Produkts dadurch nichts. 

GYO: Tomaten, Mangold und Peperoni dürfen langsam auf den Balkon

GYO: Tomaten, Mangold und Peperoni dürfen langsam auf den Balkon

Es wird mal wieder Zeit für ein Update meiner "Grow your Own"-Aktivitäten! Ich möchte ja dieses Jahr möglichst viel Gemüse und viele Kräuter auf meinem Balkon anpflanzen und habe dafür schon im März angefangen, das Gemüse aus Samen vorzuziehen

Hier seht ihr den aktuellen Stand meiner Tomaten-Farm. Mittlerweile haben alle 12 Samen gekeimt, ich freue mich also auf eine Tomatenschwemme! Ich habe die Pflänzchen noch in ihrem Fensterbank-Treibhaus gelassen, bei gutem Wetter dürfen sie aber schon raus auf den Balkon und sich an das Leben "draußen" gewöhnen. Nächstes Wochenende werde ich die Tomatenpflanzen wahrscheinlich in größere Töpfe umtopfen.


Und hier seht ihr den Mangold. Ich habe ihn inzwischen aus dem Eierkarton, in dem ich die Samen vorgezogen habe, umgepflanzt in einen größeren Topf. Bei warmem Wetter steht der Topf bereits draußen auf dem Balkon. Wenn kältere Temperaturen vorhergesagt sind, hole ich ihn wieder rein.Der Topf wird vermutlich bald zu klein werden für die vielen Pflänzchen, aber aktuell geht es noch.


Außerdem haben alle 4 Peperoni-Samen gekeimt. Die Pflänzchen sind aber bis auf eine noch recht klein und dürfen daher noch eine Weile im Fensterbank-Treibhaus bleiben, wo ich sie etwas hätscheln kann.

Kräuter habe ich auch noch auf dem Balkon. Den langen Winter draußen überlebt haben gut eingepackt der Zitronenthymian, die glatte Petersilie und die Mojito-Minze. Die Minze hat den Winter außerdem dazu genutzt, sich im gesamten Topf auszubreiten. Die Hälfte der gewucherten Minze-Wurzeln habe ich schon wieder herausgerissen. Die verbleibende Minze wird trotzdem noch genug abwerfen für Hugo, Tabouleh & Co.  :-) Weitere Kräuter sind auch noch geplant, die werde ich aber erst Mitte Mai, nach den Eisheiligen, einpflanzen.

Wie sieht es bei euch aus? Wächst und gedeiht alles auf eurem Balkon? Oder gibt es schon die ersten Verluste?

Weiße Tomaten-Mousse mit Oliventapenade

Weiße Tomaten-Mousse mit Oliventapenade

Vor einigen Wochen waren mein Mann und ich in der Villa Hammerschmiede in Pfinztal essen. Wir haben dort ein viergängiges Menü genossen, das mich sehr begeistert hat. Gleich die Vorspeise hat es mir besonders angetan: Carpaccio vom Thunfisch mit Avocadocrème, weißem Tomatenmousse und Oliventapenade. Ganz besonders toll fand ich die weiße Tomatenmousse. Bei dieser weißen Farbe ist der aromatische Tomatengeschmack eine echte Überraschung für die Geschmacksknospen. Dazu die würzige Oliventapenade - perfekt!

Zuhause habe ich mich dann auf die Suche nach Rezepten gemacht, um die weiße Tomaten-Mousse mit Oliventapenade nachzumachen. Und ich wurde fündig! Das Rezept für die weiße Tomaten-Mousse habe ich bei essen & trinken mitgenommen. Für die Oliventapenade finden sich zahlreiche Rezepte im Internet, allerdings enthalten die meisten Rezepte Sardellen, was ich gar nicht mag. Schließlich habe ich bei Jans Küchenleben ein Rezept ohne Sardellen für Oliventapenade gefunden. Die Oliventapenade ist simpel in der Zubereitung und absolut überzeugend im Geschmack. Das sind mir ja die allerliebsten Rezepte!


Weiße Tomaten-Mousse mit Oliventapenade
(ergibt 8 Vorspeisen-Portionen)

Zutaten:
Für die Tomaten-Mousse:
800g reife Tomaten
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
1 EL Zucker
1 kleiner Bund frischer Basilikum
2 EL Weißweinessig
8 Blätter weiße Gelatine
150ml Schlagsahne
Für die Oliventapenade:
1 Bio-Zitrone
2 Stängel glatte Petersilie
1 Knoblauchzehe
150g schwarze Oliven (ohne Stein)
80g in Öl eingelegte Tomaten
60g Kapern
1/2 TL getrockneten Thymian
1-2 EL Olivenöl
Pfeffer
frischer Basilikum für die Garnitur

Zubereitung:
Die Tomaten waschen, halbieren, den Strunk entfernen und die Tomaten in grobe Würfel schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter grob hacken. Tomaten, Knoblauch und Basilikum in einen Topf geben. Weißweinessig und Zucker ebenfalls zugeben. Tomaten mit Salz und Pfeffer würzen und alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Dann die pürierten Tomaten einmal aufkochen. Topf vom Herd nehmen.

Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und in eine Schüssel hängen. Pürierte und aufgekochte Tomaten-Sauce in das Sieb gießen und in die Schüssel abtropfen lassen, am besten über Nacht. Der abgetropfte Tomatensaft ist dann fast klar. Damit das auch so bleibt, keinesfalls das verbleibende Tomatenpüree ausdrücken!! Sonst war die Mühe umsonst. Bei mir kamen auf diese Weise ca. 300ml klarer Tomatensaft zustande.

Am nächsten Tag die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Tomatensaft lauwarm erhitzen und die tropfnasse, eingeweichte Gelatine im warmen Saft auflösen. Den Topf mit dem Tomatensaft und der Gelatine in eine Schüssel voller Eiswasser setzen und den Tomatensaft mit den Quirlen des Handrührgeräts in ca. 10 Minuten schaumig rühren. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen.

In einer zweiten Schüssel die Sahne steif schlagen. Sahne unter die Tomaten-Mousse heben. Nicht zu stark rühren, damit die luftige Konsistenz erhalten bleibt. Tomaten-Mousse portionsweise in kleine Schüsseln oder Weck-Gläser füllen, mit Frischhaltefolie abdecken (oder mit einem Deckel verschließen) und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.

Für die Oliventapenade die Oliven grob hacken. Tomaten und Kapern abtropfen lassen, ebenfalls grob hacken. Knoblauch schälen und grob hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilienblätter grob hacken. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und von der Hälfte der Zitrone die Schale fein abreiben. Anschließend die Zitrone halbieren und eine Hälfte auspressen. Restliche  Zitronenhälfte anderweitig verwenden. Petersilie, Knoblauch, Oliven, Tomaten und Kapern in ein hohes Gefäß geben. Zitronenschale, Zitronensaft, Thymian und Olivenöl zugeben und alles mit dem Stabmixer kurz pürieren, bis eine fast glatte Paste entstanden ist. Paste mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen.

Vor dem Servieren 2-3 TL Oliventapenade auf jede Tomaten-Mousse-Portion geben und das Tomaten-Mousse mit frischem Basilikum garniert servieren.

Nachgekocht: Limetten-Risotto mit Mangocurry

Nachgekocht: Limetten-Risotto mit Mangocurry

Risotto gab es schon länger nicht mehr bei uns. Kürzlich hatte ich dann schlagartig mal wieder Lust darauf und habe auf der Suche nach Inspiration meinen Rezeptordner durchgeblättert. Dabei bin ich auf ein Limetten-Risotto mit Mangocurry gestoßen. Das Rezept hat die Hedonistin schon vor 4 Jahren auf ihrem (momentan leider brachliegenden) Blog Low Budget Cooking veröffentlicht und ich hatte es mir damals sofort ausgedruckt und wollte es schnellstmöglich nachkochen. Na ja, das Nachkochen hat jetzt doch etwas länger gedauert, aber letzte Woche war es soweit! Das Limetten-Risotto ist durch die Zugabe von reichlich Limettensaft und Limettenschalenabrieb recht sauer, was aber durch die Kombination mit dem süßlichen Mangocurry abgemildert wird. Zusammen ergibt es ein tolles, frühlingsfrisches Gericht, das meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt hat!


Limetten-Risotto mit Mangocurry
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für das Limetten-Risotto:
2-3  EL Olivenöl
1 Stange Lauch
3 cm frischer Ingwer
1 rote Chilischote
1 Bio-Limette
250g Risotto-Reis
750ml Gemüsebrühe
ca. 30g frisch geriebener Parmesan
Pfeffer
Für das Mangocurry:
2 Mangos (noch nicht ganz reif, eher fest)
1 rote Chili
1/2 TL Currypulver
1,5 TL Kurkuma
Salz
125ml Kokosmilch
1 EL Ghee
1/2 TL Cumin (gemahlener Kreuzkümmel)
3/4 TL Koriandersaat
1 TL helle Senfsaat

Zubereitung:
Für das Mangocurry die Mangos schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und würfeln. Chili in feine Ringe schneiden, Kerne und Scheidewände nach Belieben entfernen oder dran lassen. Mangowürfel mit Chili, Curry, Kurkuma und 200ml Wasser in einen Topf geben. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Curry zugedeckt bei geringer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend den Großteil der Flüssigkeit abgießen. Kokosmilch zugießen, erhitzen und ca. 10 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Mit Salz würzen.
Koriander und Senfsaat in einem Mörser grob zerstoßen. In einer kleinen Pfanne das Ghee (ersatzweise: Butterschmalz) erhitzen. Koriander, Senfsaat und Cumin zugeben und braten, bis die Gewürze zu knistern anfangen. Dann unter das Mangocurry rühren.

Für das Risotto den Lauch putzen, längs halbieren und unter fließendem Wasser gründlich abspülen. In feine Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Chili waschen, längs aufschlitzen und Stiel und Kerne entfernen. Limette heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Limette anschließend auspressen. Gemüsebrühe erhitzen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Lauch darin 2 Minuten andünsten, dann den gehackten Ingwer, die Chilischote und den Reis zugeben. Unter Rühren glasig dünsten. Reis mit der Hälfte des Limettensafts ablöschen, dann einen großen Schöpfer heiße Brühe zugeben. Fleißig rühren und immer weiter Gemüsebrühe nachgießen, sobald die Flüssigkeit vom Reis aufgesogen wurde. Zwischendurch die Limettenschale zugeben und unterrühren. Nach ca. 20 Minuten sollte der Reis gar sein. Der Risottoreis ist fertig, wenn der Reis außen weich ist und innen noch einen leichten Biss hat. Dann den restlichen Limettensaft und den geriebenen Parmesan unter das Risotto rühren. Mit Pfeffer würzen. Das Limetten-Risotto portionsweise mit dem Mangocurry in tiefe Teller füllen. Sofort servieren.

Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauchguss

Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauchguss

Kürzlich hat mal wieder ein neues, sehr schön gestaltetes Kochbuch Einzug in mein Kochbuchregal gehalten. "Willkommen im Gemüsegarten: Rezepte quer durchs Beet" von Oliver Brachat und Tobias Rauschenberger habe ich als Rezensionsexemplar vom Hölker Verlag zugeschickt bekommen. Schon beim ersten Durchblättern hat mich das Kochbuch mit ansprechenden Fotos, modernem Layout und interessanten Rezepten für sich eingenommen.

Als erstes Gericht daraus habe ich eine Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauchguss ausprobiert. Direkt ein Volltreffer! Der Boden aus Dinkelmehl passt prima zu den goldbraun angebratenen Kartoffeln und dem Guss aus Crème fraiche, Ei und Pesto. Im Originalrezept wird Basilikumpesto verwendet, ich habe stattdessen mein selbstgemachtes Bärlauch-Pesto darunter gemischt, was sehr gut gepasst hat. Außerdem habe ich die Zutatenmengen wieder auf meine kleine Springform mit 18cm Durchmesser angepasst.


Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauchguss
(für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
125g Dinkelmehl Type 630
50g kalte Butter
Salz
1 Ei
Für den Belag:
500g festkochende Frühkartoffeln
3 EL Olivenöl
75g Crème fraiche
40g Bärlauch-Pesto (selbst gemacht, alternativ Basilikumpesto)
1 Ei
Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

Zutaten:
Mehl mit einer großzügigen Prise Salz vermischen. Kalte Butter in kleine Stücke schneiden und die Butterstückchen mit dem Mehl zwischen den Händen krümelig reiben. Dann das Ei zugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig sehr weich ist, noch etwas Mehl zugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

Derweil die Kartoffeln schälen und in dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffelscheiben darin bei mittlerer bis hoher Hitze in ca. 10 Minuten bissfest und goldbraun braten. Kartoffelscheiben dabei gelegentlich wenden, so dass sie gleichmäßig gebräunt werden. Pfanne vom Herd nehmen, beiseite stellen.

Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie gleichmäßig und rund mit einem Nudelholz auswellen. Eine Springform mit dem Teig auslegen, dabei einen Rand hochziehen. Teigboden mit Backpapier bedecken und trockene Hülsenfrüchte (Bohnen) zum Blindbacken darauf schütten. Teig im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten blind backen.

Derweil Ei, Crème fraiche und das Bärlauchpesto in einer Schüssel miteinander verquirlen. Masse mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Den Teigboden aus dem Backofen holen, Backpapier und  Hülsenfrüchte entfernen. Jetzt die angebratenen Kartoffelscheiben auf den Teigboden schichten. Crème fraiche-Eier-Guss auf den Kartoffelscheiben verteilen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen.

Quiche herausnehmen, kurz abkühlen lassen. Warm servieren. Dazu passt ein kräftiger Wildkräutersalat.

In den nächsten Tagen werde ich euch das Kochbuch Willkommen im Gemüsegarten*, das mir sehr gut gefällt, noch ausführlicher vorstellen. Ein weiteres Rezept daraus habe ich schon nachgekocht, das mir ebenfalls gut gefallen hat, und viele weitere habe ich mir noch zum Ausprobieren markiert - ihr dürft gespannt sein!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision bekomme, wenn ihr über diese Verlinkung etwas bei Amazon bestellt. Für euch ändert sich am Preis des Produkts dadurch nichts. 

Foodblogger-Treffen auf dem "Markt des guten Geschmacks" in Stuttgart

Foodblogger-Treffen auf dem "Markt des guten Geschmacks" in Stuttgart

Hach, war das ein schönes Wochenende.  Am Sonntag Sonne satt und der erste Besuch des Jahres auf dem P 10 in Karlsruhe. Und am Samstag, als das Wetter noch nicht ganz so toll war, habe ich den "Markt des guten Geschmacks" in Stuttgart besucht. Der Markt des guten Geschmacks ist eine Slow Food-Messe, auf der in diesem Jahr die Rekordzahl von 433 Ausstellern auf 15.000 Quadratmetern ihre Produkte präsentiert haben, die alle den Slow Food-Kriterien entsprechen. Ein Mekka für alle Anhänger unverfälschten Geschmacks, regionaler Spezialitäten und in handwerklicher Tradition hergestellter Produkte! Logisch, dass sich auf einer solchen Messe auch viele Foodblogger tummeln, noch dazu, wenn der "Wurstsack" Hendrik in Zusammenarbeit mit der Messe Stuttgart zum Foodblogger-Treffen einlädt.


Nach einer kurzen Einführung durch die Messe-Veranstalter und die Vorstandsvorsitzende von Slow Food e.V. sowie einer Vorstellungsrunde der ca. 40 Blogger ging es los auf einen geführten Rundgang über die Messe. Bei so einer Teilnehmermenge gestaltete sich die Führung durch die ohnehin sehr gut gefüllten Messehallen naturgemäß etwas schwierig. Mitbekommen habe ich noch die Vorstellung der nordhessischen Spezialität "Ahle Wurscht".


Richtig lecker, wir haben beherzt zugegriffen!


Auch die zweite Station unseres Rundgangs war ein Highlight, noch dazu aus Karlsruhe! Mit dem "Slow Mobil Karlsruhe", einem zu einer voll funktionsfähigen Küche mit 8 Sitzplätzen umgebauten Bauwagenanhänger, soll Kindern im Grundschulalter Koch- und Esskultur schmackhaft gemacht werden. Dafür tingelt das Slow Mobil durch das Karlsruher Umland und bleibt immer 3-4 Wochen an einer Schule, um mit den Schülern in kleinen Gruppen gemeinsam frisch zu kochen und die selbst zubereiteten Mahlzeiten anschließend zu essen. Alles komplett ehrenamtlich und spendenfinanziert - eine tolle Sache!


Nach diesem Programmpunkt habe ich mich zusammen mit Tina von Lunch for One, Heike von Au und Chef Hansen von der Gruppe abgeseilt und wir haben uns in der kleinen Gruppe durch eingelegte wilde Artischocken, Kapernblüten, Stachelzucchini und diverse Urbiere probiert.

 (C) Heike von Au, heike.essenvonau.de, mit freundlicher Genehmigung

Nach einer kurzen Stärkung im Pressezentrum zogen Tina und ich noch mit Julia von Junifaden los, um kräftig zu shoppen. Mit nach Hause durften bei mir Olivenöl von La Selva, ein Apfel-Balsamcio-Essig aus Streuobstwiesen-Äpfeln von Heckengäu Natur Nah sowie Safran und Teeblüten von Madavanilla. Und dann ging es für mich auch schon wieder nach Hause, müde, mit schmerzenden Füßen, aber sehr zufrieden!


Ein Dankeschön an die Messe Stuttgart und an Hendrik für die Organisation des Foodblogger-Treffens sowie an alle Teilnehmer für ein tolles Treffen!

Weitere Berichte über das Foodblogger-Treffen und die Slow Food-Messe findet ihr hier:
Wenn ihr mir im Kommentarfeld einen Link zu eurem Bericht hinterlasst, ergänze ich die Linkliste gerne noch!

Nachgekocht: Bärlauch-Hirse-Gratin mit Feta

Nachgekocht: Bärlauch-Hirse-Gratin mit Feta

Diese Woche war ich gleich noch mal Bärlauch pflücken. Ich habe schließlich noch so einige Bärlauch-Rezepte in petto, die ich ausprobieren möchte. Ein Bärlauch-Rezept, das schon ein geschlagenes Jahr auf meiner Nachkochliste stand und das ich heute endlich ausprobiert habe, ist der Bärlauch-Hirse-Gratin mit Feta nach einem Rezept von Gourmandises Végétariennes. Ich hatte mich nur bei der Bärlauch-Menge, die ich gesammelt hatte, etwas verschätzt und musste bei der Zubereitung feststellen, dass ich nur 100g Bärlauch  statt den erforderlichen 300g hatte. Damit der Gratin nicht zu trocken wird, habe ich daher noch 100g TK-Spinat unter den Bärlauch gerührt. Diese Mischung hat aber prima gepasst! Im Originalrezept bei Gourmandise Végétariennes kommt auch noch eine rote Zwiebel über den Gratin, die habe ich bei der Zubereitung aber völlig vergessen. Geschmacklich haben wir die Zwiebel nicht vermisst, der Auflauf hat meinem Mann und mir auch so sehr gut geschmeckt. Als Farbtupfer macht sich die Zwiebel aber bestimmt gut.


Bärlauch-Hirse-Gratin mit Feta
(für 3 Portionen)

Zutaten:
150g Gold-Hirse
500ml Gemüsebrühe
ca. 300g Bärlauch (oder wie bei mir halb Bärlauch, halb Spinat)
1 Ei
100ml Milch
2 EL Crème fraiche
Salz, Pfeffer
100g Feta
2 EL Olivenöl

Zubereitung:
Hirse in der Gemüsebrühe nach Packungsanweisung in ca. 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen.

Bärlauch und Spinat waschen, trocken schleudern und grob hacken. In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und Bärlauch und Spinat darin bei mittlerer Hitze in ca. 2 Minuten unter Rühren erhitzen, bis er zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine feuerfeste Auflaufform mit dem restlichen Olivenöl fetten.

Crème fraiche, Ei und Milch miteinander verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen. Feta in Würfel schneiden.

Hirse abgießen, auf dem Boden der gefetteten Form verteilen und glatt streichen. Bärlauch und Spinat über der Hirse verteilen. Eiermilchguss darüber verteilen und den gewürfelten Feta darüber streuen.

Auflauf im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen.


Ein durch den Bärlauch und den Feta sehr würziges und durch die Hirse sehr sättigendes Frühlingsgericht - prima! Die nächsten Bärlauch-Rezepte habe ich schon ausgesucht...

Bärlauch selbst sammeln und zwei Basics: Bärlauch-Öl und Bärlauch-Pesto

Bärlauch selbst sammeln und zwei Basics: Bärlauch-Öl und Bärlauch-Pesto

Ich wollte schon lange mal Bärlauch selbst pflücken, hatte mich bisher aber nie getraut. Nicht dass ich aus Versehen Maiglöckchen-Blätter pflücke und mich damit vergifte! Aber letzte Woche habe ich mich unter der Anleitung einer lieben Bärlauch-erfahrenen Kollegin dann doch mal rangetraut und wir waren gemeinsam im Wald Bärlauch sammeln. Hier das Beweisbild ...



Ich bekam eine kurze Einweisung: Nur Blätter pflücken, die einzeln aus dem Boden sprießen. An den Blättern riechen: Knoblauchgeruch = Bärlauchblatt. Blüten anschauen: mehrere einzelne Blüten in einer Knospe = Bärlauch. Und daraufhin gab es kein Halten mehr, innerhalb kürzester Zeit hatte ich einen ordentlichen Haufen Bärlauch gesammelt!


Weil ich am Wochenende nicht besonders viel Zeit für ausgiebige Koch-Aktionen hatte, habe ich aus den Blättern ganz simpel Bärlauch-Öl nach einer Idee von Claudia von Fool for Food und Bärlauch-Pesto gemacht. Aber jetzt, wo ich weiß, wo der Bärlauch massenweise wächst und wie ich ihn sicher von den nicht essbaren Maiglöckchen unterscheide, werde ich sicherlich noch öfter sammeln gehen... Und dann gibt es auch noch ausgefallenere Bärlauch-Rezepte! Aber heute fangen wir mal mit den "Basics" an. 


Bärlauch-Öl

Zutaten:
einige Blätter frischer Bärlauch
gutes Olivenöl

Zubereitung:
Bärlauch waschen, sorgfältig trocken tupfen. Stiel entfernen, Blätter in dünne Streifen schneiden. In Streifen geschnittene Bärlauch-Blätter in eine Flasche geben, mit Olivenöl auffüllen. Mindestens eine Woche durchziehen lassen. Anschließend das Bärlauch-Öl im Kühlschrank aufbewahren und zum Aromatisieren von Pizzen, Bruschette oder Pasta-Gerichten verwenden.

Den restlichen Bärlauch habe ich für ein Bärlauch-Pesto verwendet. In das Pesto kommen nur Bärlauch, Pinienkerne, Parmesan, Olivenöl und Salz und Pfeffer. Und mehr braucht es auch nicht!



Bärlauch-Pesto
(ergibt 2 Gläser)

Zutaten:
2 Bund frischer Bärlauch
2 EL Pinienkerne
ca.30g frisch geriebener Parmesan
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Abkühlen lassen.

Bärlauch waschen, trocken schleudern und die Stiele entfernen. Mit einem großen, schweren und scharfen Messer den Bärlauch so lange fein hacken, bis er eine leicht musige Konsistenz bekommt. Die Pinienkerne unter den Bärlauch mischen und weiter hacken, bis die Pinienkerne ebenfalls fein gehackt sind. Dann den Parmesan untermischen und noch kurz weiterhacken, bis alles gut miteinander vermengt ist. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und das Olivenöl unterrühren, bis es eine glatte Paste ergibt. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

In ein Vorratsglas füllen, Oberfläche mit Olivenöl bedecken. Gut verschlossen und überall mit Olivenöl bedeckt hält sich das Pesto im Kühlschrank ein paar Wochen.

Zweierlei Kartoffel-Pizza mit Speck, Ziegenfrischkäse und Rosmarin & mit Gorgonzola und Thymian

Zweierlei Kartoffel-Pizza mit Speck, Ziegenfrischkäse und Rosmarin & mit Gorgonzola und Thymian

Endlich mal wieder selbstgemachte Pizza! Wenn wir Pizza essen gehen, bestelle ich eigentlich immer das gleiche, nämlich Pizza Rucola, meist mit Kirschtomaten und Mozzarella, aber Parmaschinken und Parmesan dürfen auch gerne drauf. Mein Mann macht sich bereits darüber lustig, dass ich in der Pizzeria überhaupt in die Karte schaue, denn letztlich bestelle ich dann doch immer Pizza Rucola.... na ja, ihr kennt das sicher ;-)

Wenn ich zuhause Pizza backe, experimentiere ich aber sehr gerne und habe schon Pizza Bianca mit Balsamico-ZwiebelnPizza mit Zucchinistreifen und Honig oder Pizza Bianca mit Salsa Tartufada gebacken. 

Schon lange schwärmte mein Mann immer wieder von einer Kartoffel-Pizza mit Gorgonzola, die er mal bei unseren italienischen Nachbarn mitessen durfte. Bisher hielt mich der Gedanke an eine Pizza mit Gorgonzola immer vom Nachmachen ab, denn außer Ziegenkäse, Mozzarella und Feta mag ich keinen Käse! Dann habe ich aber bei der Pizza-Rezepte-Quelle meines Vertrauens, Stephs Kleinem Kuriositätenladen, nach Kartoffelpizza-Rezepten gesucht und dabei das Rezept für eine Kartoffel-Pizza mit Speck gefunden. Perfekt, denn Speck mag ich, im Gegensatz zu Gorgonzola! Dazu noch rote Zwiebeln und Ziegenfrischkäse und meine Hälfte der Kartoffel-Pizza  war geklärt. Stephs Rezept für Kartoffel-Pizza mit Brie und Thymian diente mir auch gleich als Vorlage für die Gorgonzola-Variante. Und so gab es also neulich zweierlei Kartoffel-Pizza mit Speck, Ziegenfrischkäse und Rosmarin sowie mit Gorgonzola und Thymian. Links seht ihr meine Kartoffel-Pizza mit Speck, die rechte Hälfte habe ich mit würzigem Gorgonzola belegt.


Zweierlei Kartoffel-Pizza mit Speck, Ziegenfrischkäse und Rosmarin & mit Gorgonzola und Thymian
(ergibt 3 Pizzen)

Zutaten:
Für den Teig:
500g Mehl Typ 00 (ersatzweise auch Mehl Type 405)
5g frische Hefe
1 TL Salz
Für den Belag:
4 festkochende Kartoffeln
150g Crème fraiche
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
50g Speck (in Würfeln)
ca. 70g Ziegenfrischkäse
1 Zweig frischer Rosmarin
ca. 70g Gorgonzola
2 Zweige frischer Thymian

Zubereitung:
Als erstes den Pizzateig zubereiten. Dafür die Hefe in 300ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10-15 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und 3 gleich große Teile abtrennen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt dem Pizzastein auf der untersten Schiene auf 250 Grad vorheizen.

Arbeitsfläche gut bemehlen. Die Pizzateigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken. Wem das zu mühsam ist, kann den Teig natürlich auch mit dem Nudelholz möglichst dünn und gleichmäßig auswellen. Backpapier auf die Größe des Teigschiebers zuschneiden. Eine Pizza auf das Backpapier und den Teigschieber setzen und belegen.

Dafür die rohen Kartoffeln schälen und in möglichst dünne Scheiben hobeln. Kartoffelscheiben in eine Schüssel geben und knapp mit Wasser bedecken, damit die Kartoffeln nicht braun werden. Crème fraiche mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel schälen, halbieren und in grobe Scheiben schneiden. Rosmarin und Thymian waschen und die Blätter von den Stängeln zupfen.

 Als erstes den Teigboden mit der gewürzten Crème fraiche bestreichen, dann mit Kartoffelscheiben belegen, so dass die Kartoffelscheiben nebeneinander liegen und nicht überlappen. Die Zwiebelscheiben gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Bis hierher ist der Belag für beide Pizzen gleich, ab jetzt unterscheiden sie sich.
Für die Kartoffel-Pizza mit Speck die Speckwürfel und die Rosmarinnadeln gleichmäßig auf der Pizza verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen. Vom Ziegenfrischkäse mit einem Teelöffel Nocken abstechen und auf der Pizza verteilen. Für die Kartoffel-Gorgonzola-Pizza den Gorgonzola in Würfel schneiden, über den Kartoffelscheiben auf der Pizza verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Thymianblättchen über die Pizza streuen.

Jede Pizza im heißen Backofen direkt auf dem Pizzastein ca. 20 Minuten backen, bis der Teig schön braun und knusprig ist. Ich schiebe die Pizza mitsamt Backpapier in den Ofen und entferne das Backpapier nach ca. 5-7 Minuten, wenn der Pizzaboden schon etwas durchgebacken ist und sich das Backpapier leicht unter der Pizza hervorziehen lässt.

Pizzen mit dem Pizzaschieber aus dem Backofen holen, kurz abkühlen lassen und dann genießen!

 

Hier seht ihr meine Pizzahälfte noch mal etwas genauer! Mein Mann hat  meine Hälfte ganz begehrlich betrachtet. Probieren durfte er natürlich, ein Tausch der Hälften war jedoch wegen meiner Gorgonzola-Abneigung ausgeschlossen... Meinem Mann hat seine Version der Kartoffel-Pizza aber auch sehr gut geschmeckt!

Und natürlich reiche ich diese beiden leckeren Pizzen gerne ein zum aktuellen Kochtopf-Blogevent "We ♥ Pizza", das dieses Mal von Luna vom Blog Luna´s Philosophy ausgerichtet wird. Ich freue mich schon sehr auf viele neue Pizza-Anregungen in der Blogevent-Zusammenfassung!

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

Und was ist deine Lieblingspizza? Bestellst Du auch immer die gleiche Pizza oder probierst Du Dich durch alle Sorten durch?

2 Blogs, 1 Buch: Winter.Home Made von Yvette van Boven

2 Blogs, 1 Buch: Winter.Home Made von Yvette van Boven

Einen ebenfalls foodbloggenden Cousin zu haben hat viele Vorteile. Einer davon ist, dass man sich gemeinsam durch neue Kochbücher kochen kann und dann auch noch gemeinsam darüber schreibt. In diesem Fall haben Uwe von HighFoodality und ich uns Winter. Home Made von Yvette van Boven ausgesucht und nach dem Motto "2 Blogs, 1 Buch" verschiedene Rezepte daraus nachgekocht. Heute stellen wir euch auf unseren beiden Blogs das Buch vor - bevor wir den Winter dann hoffentlich bald endgültig verabschieden können...



Ich habe insgesamt vier Rezepte aus "Winter. Home Made" ausprobiert. Bis auf eines sind alle Rezepte prima gelungen. Als erstes habe ich die geschmorten Rinderbeinscheiben mit Belugalinsen und cremiger Polenta nachgekocht. Yvette van Boven verwendet anstelle von Rinderbeinscheiben Ochsenschwanz. Das hätte ich auch gerne ausprobiert, habe bei meinem Metzger aber keinen Ochsenschwanz bekommen. Mit Rinderbeinscheiben hat es aber auch ganz hervorragend geschmeckt. Das Rezept habe ich schon im März auf dem Blog veröffentlicht und meine Begeisterung kundgetan: klick

 

Danach kam ein deftiger Süßkartoffeleintopf mit Grünkohlstreifen und Pastinaken an die Reihe. Der Eintopf sieht zwar optisch nicht ganz so hübsch aus, hat aber gut geschmeckt. Und dieses Rezept war der Anlass, endlich mal Grünkohl auszuprobieren!


Das Rezepte für die Gewürzblüten-Butter ist mir zuerst im Kleinen Kuriositätenladen bei Steph aufgefallen, stammt ursprünglich aber auch aus "Winter.Home Made" und macht sich ganz hervorragend auf jedem Frühstückstisch. Ich habe sie zum Osterbrunch serviert, kann mir die Gewürzblüten-Butter aber auch sehr gut zu einem gegrillten Steak vorstellen. Simpel in der Zubereitung und super lecker im Geschmack - ein echtes Knallerrezept! Meine Version der Blümchenbutter findet ihr hier: klick


Als nächstes wollte ich Joghurt selbst machen. Das Rezept für selbstgemachten Joghurt hörte sich in "Winter.Home Made" super einfach an. Nur Milch erwärmen, frischen Joghurt hinzufügen, in Gläser füllen und 6 Stunden bei 40 Grad in den Ofen stellen. Ha, und da ging es auch schon los. Meine Backofentemperatur beginnt bei 50 Grad, niedriger lässt sich die Temperatur nicht einstellen. Was mache ich jetzt? Ich fragte in der "Käptn´s Dinner"-Kochgruppe auf Facebook um Rat und mir wurde auch prompt geholfen. Allerdings war ich mit meinem Joghurt-Erstversuch trotzdem nicht so richtig zufrieden. Ich hatte wohl am Anfang die erwärmte Milch und den Joghurt nicht gut genug miteinander vermischt, oder ich hätte eine andere Bio-Naturjoghurtsorte verwenden müssen... jedenfalls war mein selbstgemachter Joghurt teilweise noch flüssig und teilweise krisselig. 


Das waren die 4 Rezepte, die ich aus dem Kochbuch bisher ausprobiert habe.  
Mein Zwischenfazit zu "Winter.Home Made":

Aufmachung/Design: 4/5 Punkte
Das Buch überzeugt mit einer heimeligen, rustikalen Optik und ein angenehmes mattes Papier. Der Gestaltungsstil erinnert etwas an "Natürlich Jamie" von Jamie Oliver oder das "Kochbuch" von Tim Mälzer, aber auf eine sympathische Art, mit einem weiblicheren Touch und ohne die sprachlichen Superlative von Jamie oder Tim. Außer Rezeptfotos enthält das Buch auch zahlreiche Illustrationen, Landschafts- und Stimmungsfotos, die alle eine winterliche, heimelige Stimmung vermitteln.
Fotos: 3/5 Punkte
Die Fotos sind alle appetitlich, aber teilweise sehr dunkel und manchmal auch etwas verschwommen. Gut finde ich, dass das Essen auf den Fotos nicht zu gestylt ist, sondern so aussieht, wie es auch tatsächlich auf den Tisch kommt. Manchmal sind mir die Fotos aber etwas zu gelbstichig und undeutlich. Die Gewürzblumenbutter z.B. habe ich im Kochbuch völlig übersehen, weil das Foto dazu so unscheinbar ist!
Rezepte: 4/5 Punkte
In "Winter.Home Made" haben mich schon beim ersten Durchblättern viele Rezepte angesprochen. Der Jahreszeit angemessen gibt es viele deftige (Schmor-)Gerichte, Suppen und Eintöpfe und hochkalorische Kuchen, aber auch Rezepte für ein gemütliches Frühstück oder einen ausgedehnten Brunch, für feine Vorspeisen oder winterliche Drinks. Perfekt für die kalten Wintertage, von morgens bis abends, werktags wie am Wochenende!
Nachkochbarkeit: 4/5 Punkte
Einen Punkt Abzug gibt es für die nicht wirklich nachvollziehbare Anleitung zum selbstgemachten Joghurt. Sonst haben alle Rezepte gut funktioniert und sind nach Anleitung prima gelungen.
Kaufempfehlung: 4/5 Punkte
Der Winter zeigt sich bei Yvette van Boven von seiner schönen, gemütlichen Seite. Mir gefällt das Kochbuch insgesamt sehr gut und ich werde sicherlich auch nächsten Winter noch einiges daraus kochen! Momentan bin ich aber nach 6 Monaten Winter eher in der Stimmung für "Sommer. Home Made", ein Kochbuch mit hauptsächlich französischen Sommergerichten, das Yvette van Boven gerade neu veröffentlicht hat ;-)

Und jetzt wollen wir doch mal schauen, was Uwe zu "Winter.Home Made" zu sagen hat!

Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Safran-Gewürzreis mit Koriander-Schweinemedaillons

Safran-Gewürzreis mit Koriander-Schweinemedaillons

Neulich habe ich mal wieder in meinem Rezepte-Ordner geblättert, in dem ich interessante Rezepte, die ich aus Zeitschriften herausgerissen habe, sammle. Dabei bin ich auf das Rezept für einen Safran-Gewürzreis mit Koriander-Schweinemedaillons gestoßen. Ok, im Original waren es Koriander-Hähnchenbrustfilets, aber ich hatte noch ein halbes Schweinefilet im Kühlschrank und habe das Rezept, das aus einer alten Ausgabe der "Living at Home" stammt, entsprechend abgewandelt. Der Gewürzreis schmeckt durch die Kombination von weichen, saftigen Aprikosen mit kernigen Mandelstiften, weichem Reis, knackigen Frühlingszwiebeln und Joghurt-Minz-Dip frisch und würzig zugleich, dazu zartes Schweinefilet - bestens! Sowohl meinem Mann als auch mir hat dieses Gericht sehr gut geschmeckt und es blieb nur ein kleiner Rest vom doch recht üppig bemessenen Gewürzreis übrig.


Safran-Gewürzreis mit Koriander-Schweinemedaillons
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 TL Koriandersamen
300g Schweinefilet (oder Hähnchenbrustfilet)
schwarzer Pfeffer
1 Limette
2-3 Stiele Minze
125g griechischer Joghurt (10% Fett)
Salz
2 Pimentkörner
50g getrocknete Aprikosen
300ml Gemüsebrühe
1/2 Dose Safranfäden (0,5g)
1 Gewürznelke
4 Frühlingszwiebeln
125g Basmati-Reis
ca. 40g Butterschmalz
30g Mandelstifte
frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung:
Koriandersamen in einem Mörser zerstoßen. Limette halbieren und auspressen. Fleisch abwaschen, trocken tupfen und das Schweinefilet in Medaillons schneiden. Medaillons mit zerstoßenem Kardamom, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Limettensaft einreiben und abgedeckt ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Minze waschen, trocken schütteln und fein hacken. Mit dem Joghurt vermischen und mit Salz würzen. Joghurtdip abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen.

Pimentkörner im Mörser zerstoßen. Aprikosen halbieren Die Gemüsebrühe mit den Safranfäden, den Pimentkörnern und der Gewürznelke aufkochen. Dann den Reis und die Aprikosen zugeben, die Hitze reduzieren und den Reis zudeckt bei mittlerer Hitze ca. 12 bis 15 Minuten garen.

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in schräge, nicht zu kleine Stücke schneiden. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Frühlingszwiebeln darin  ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Frühlingszwiebeln aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen. Erneut etwas Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Mandelstifte darin goldbraun rösten. Mandelstifte aus der Pfanne nehmen.

Restliches Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Schweinemedaillons darin von beiden Seiten jeweils ca. 5  Minuten braten, dann aus der Pfanne nehmen, in Alufolie wickeln und kurz ruhen lassen.

Frühlingszwiebeln und Mandelstife unter den Reis rühren. Reis mit einer Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen. Gewürzreis portionsweise auf Teller verteilen, mit den Schweinemedaillons und einem großen Klecks Joghurt-Minz-Dip servieren.

Saisonkalender für heimisches Obst & Gemüse: April

Saisonkalender für heimisches Obst & Gemüse: April

Angeregt durch die Lektüre von "Grüner kochen!" und meinen "Grow your own"-Experimenten, habe ich mir vorgenommen, künftig jeden Monat einen Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse zu veröffentlichen, als Erinnerung für mich selbst und Service für euch, um sich jeden Monat bewusst zu machen, was gerade Saison hat! 

Als erstes ein Update zum Stand meiner Grow your own-Bemühungen: 9 von 10 Tomatensamen haben gekeimt. Alle 4 Peperonisamen haben gekeimt, ebenso alle 10 Mangoldsamen (siehe Foto). Ich sehe also einer Mangold- und Tomatenschwemme entgegen...


So, und jetzt zum Saisonkalender! Ich habe für die Erstellung auf diese beiden Quellen zurückgegriffen:

Im April haben also folgende heimische Obst und Gemüse Saison: Rhabarber, Spinat und Lauch. Für Rhabarber und Spinat habe ich bereits einige Rezepte verbloggt, für Lauch relativ wenige.

Empfehlen kann ich euch folgende Rhabarber-Rezepte:
Der Rhabarber-Käse-Blechkuchen ist einfach zuzubereiten und schmeckt umwerfend gut! Ich habe damals wahre Begeisterungsstürme geerntet, als ich ihn zu einem Fest mitgebracht habe. 


Außerdem habe ich dank der Zeitschrift "Brigitte" das perfekte Rhabarber-Kompott entdeckt und bereite es seitdem nur noch so zu! Konsistenz und Geschmack sind dabei perfekt. 


Und jetzt noch ein pikantes Rezept mit Rhabarber, das eher für Ende April passt, wenn es heimischen Spargel gibt: Die Hähnchen-Keule auf Spargel und Rhabarber kocht sich quasi von alleine im Backofen und die Kombination von Spargel und Rhabarber, so ungewöhnlich das auch klingt, passt ganz hervorragend!


Rezepte mit Spinat habe ich auch in allen möglichen Variationen auf dem Blog.
Allen Pasta-Fans empfehle ich diese scharfen Vollkorn-Nudeln mit Spinat, Feta und Kresse.


Für alle Low Carb-Fans geeignet (und auch sonst sehr lecker) ist dieses Puten-Saltimbocca mit Spinat-Linsen-Salat.

 

Und wenn es mal etwas Edleres sein darf, lege ich euch die Linguine mit zartrosa Lamm und Spinat-Pesto ans Herz.


Nach Rezepten mit Lauch musste ich etwas länger suchen, aber ich bin fündig geworden. Das Lachs-Filet mit Wasabi-Lauch-Püree ist ruckzuck zubereitet und schmeckt durch die leicht scharfe Wasabi-Note schön frisch!


Außerdem gibt es jetzt wieder Bärlauch! Ich liebe Bärlauch und habe schon viele Bärlauch-Rezepte veröffentlicht. Mein absolutes Lieblingsrezept mit Bärlauch sind die Bärlauch-Ziegenkäse-Penne mit gerösteten Pinienkernen. Zum Reinlegen!



Und was kommt bei euch im April auf den Tisch?

Neu im Kochbuchregal: Grüner kochen! - Weniger Fleisch, mehr Genuss

Neu im Kochbuchregal: Grüner kochen! - Weniger Fleisch, mehr Genuss

Schon wieder ein neues Kochbuch! Vom Thorbecke-Verlag habe ich Grüner kochen! - Weniger Fleisch - mehr Genusss von Juliana Neumann und Alexandra Medwedeff als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Die beiden Autorinnen bloggen auch, und zwar auf "Chili und Schokolade" (Alexandra Medwedeff) und "Food and Travel" (Juliana Neumann). "Grüner kochen!" ist bereits ihr zweites Kochbuch. Die insgesamt 100 Rezepte haben sie alle selbst kreiert und auch die Fotos für das Kochbuch selbst geschossen. 

Ihr Ansatz, mehr Gemüse und weniger Fleisch auf den Teller zu bringen, gefällt mir sehr gut, denn genau das versuche ich auch. Ich koche gerne und viel vegetarisch, obwohl ich ein gutes Stück Fleisch sehr schätze. Entsprechend gewichtet sind auch die Rezepte in diesem Kochbuch: 80 vegetarischen Gerichten stehen 10 Fisch-Rezepte und 10 Fleisch-Rezepte gegenüber.

Unterteilt ist das Kochbuch in die Kapitel "Kleine Köstlichkeiten" (Suppen, Vorspeisen, Bruschette, Dips, Salate), "Gemüse in der Hauptrolle" (vegetarische Hauptgerichte, Grillrezepte, Grillsaucen, Beilagen, Pizzavariationen), "Freitagsfisch" (Rezepte mit Fisch), "Sonntagsbraten" (Rezepte mit Fleisch) und "Süße Genüsse" (Desserts, Sorbets, Tarteletts, Kuchen). 


Buchcover: (C) Jan Thorbecke Verlag


Ausprobiert habe ich bis jetzt drei Rezepte. Als erstes ein vegetarisches Hauptgericht, einen Wirsingstrudel mit Orangen und Pinienkernen. Die Kombination von Wirsing, Orangen, gerösteten Pinienkernen mit Blätterteig klang gut, das Ergebnis fand ich geschmacklich aber nicht so 100% überzeugend. Mein Mann fand den Wirsing im Strudel bitter und ich fand den Strudel geschmacklich etwas lasch, obwohl ich schon viel kräftiger gewürzt habe, als im Rezept angegeben war. Schade!


Als nächstes habe ich die Pastinakenpuffer mit Preiselbeeren nachgekocht. Kartoffelpuffer mit Apfelmus hat meine Mutter früher manchmal als Mittagessen gemacht und ich mochte die Puffer aus rohen, geraspelten Kartoffeln sehr gerne. Bei diesem Rezept werden die Pastinaken und die Kartoffeln jedoch erst gedämpft, dann püriert und mit Eiern und Milch vermengt. Leider fand ich die Puffer, die nur mit Salz gewürzt werden, geschmacklich ziemlich fad. Die Konsistenz der Puffer fand ich auch etwas schwierig (weil sehr weich) zum Ausbacken. Die Preiselbeeren und das ebenfalls von den Autorinnen als Beilage empfohlene Apfelmus passen aber prima dazu und reißen es wieder etwas raus. Bei mir gab es nämlich das karamellisierte Ofen-Apfelmus nach Michas Rezept dazu, das ich kürzlich nachgemacht habe und das einfach prima schmeckt! 



Als drittes habe ich die Zitronen-Mohn-Muffins aus dem Kapitel "Süße Genüsse" ausprobiert. Der Teig war schnell zusammengerührt. Für einen Muffinteig war die Konsistenz allerdings sehr flüssig, weswegen ich nach der im Buch angegebenen Backzeit von 20 Minuten die ebenfalls im Buch empfohlene Stäbchenprobe gemacht und die Muffins daraufhin für weitere 20 Minuten gebacken habe. Nach 40 Minuten im Ofen waren sie dann durchgebacken.


Fazit: So ganz haben mich die Rezepte aus diesem Kochbuch in der Praxis nicht überzeugt. Das Konzept, das hinter dem Kochbuch steht, gefällt mir aber sehr gut. Auch ich versuche, viel vegetarisch, saisonal und wo möglich auch regional zu kochen und kaufe mein Fleisch überwiegend beim Metzger meines Vertrauens. Außerdem finde ich es toll, dass die beiden Bloggerinnen die Fotos zu ihren Rezepten alle selbst geschossen und das Essen so abgelichtet haben, wie es auch tatsächlich auf den Tisch kommt.

Ich habe noch einige Rezepte aus Grüner kochen! zum Nachkochen markiert, z.B. orientalisch gefüllte Auberginen, Zander mit Rhabarber-Ingwer-Kompott und eine Vanillecreme mit Rosmarinheidelbeeren. Wenn mir eines dieser Rezepte gut gefällt, werde ich es natürlich auf dem Blog veröffentlichen!

Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.