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Nachgemacht: Würzige Schnittlauchblüten-Butter

Nachgemacht: Würzige Schnittlauchblüten-Butter

Neulich hatte ich es ja schon mal erwähnt: Mein Schnittlauch auf dem Balkon-Kräutergarten hat angefangen zu blühen. Zuerst war ich davon gar nicht begeistert, aber dann habe ich bei Susanne von Hamburger Liebe das Rezept für eine Schnittlauchblüten-Butter entdeckt. Susanne hat das Rezept schon vor 2 Jahren veröffentlicht, kürzlich aber noch mal darauf hingewiesen. Und ab diesem Zeitpunkt war ich angefixt und habe täglich meinen Schnittlauch auf dem Balkon auf Blüten überprüft und schließlich ein schönes Sträußchen davon geerntet. Daraus wurde in Kombination mit einem halben Pfund Butter und etwas Meersalz ein wunderbar würziger Brotaufstrich, den ich zu einem frischen Roggenbrötchen auf dem Balkon genossen habe! Manchmal braucht´s nicht viel für ein schmackhaftes Abendessen...



Würzige Schnittlauchblüten-Butter

Zutaten:
eine Handvoll Schnittlauchblüten
ca. 125g Butter
etwas Meersalz

Zubereitung:
Butter aus dem Kühlschrank nehmen und weich werden lassen. Schnittlauchblüten waschen, trocken schütteln und grob hacken. Mit einer Gabel die weiche Butter zermatschen und die Schnittlauchblüten unterrühren. Mit etwas Salz würzen - nicht zu viel, denn die Blüten schmecken schon recht scharf und würzig. 

Schnittlauchblüten-Butter auf einer Scheibe gutem Brot oder zu Gegrilltem genießen!


Da ich den Schnittlauch auf meinem Balkon hege und pflege, passt dieser Beitrag prima zu Peggys Dauer-Blogevent "Balkonbewohner", bei dem Peggy auf ihrem Blog "Multikulinarisch" mittlerweile bereits im dritten Jahr spannende Rezepte mit Kräutern und allem, was auf dem eigenen Balkon wächst, sucht.


Und für was verwendet ihr Schnittlauchblüten? Bei mir steht als nächstes noch ein Schnittlauchblütenessig auf dem Plan!

Tagliatelle mit Ziegenfrischkäse, Rucola und Bresaola

Tagliatelle mit Ziegenfrischkäse, Rucola und Bresaola

Neulich war ich in der Mittagspause kurz in der Karlsruher Innenstadt, weil ich noch Besorgungen machen musste. Danach war noch kurz Zeit für ein Bummel über den Wochenmarkt. Ich liebe Wochenmärkte, habe ich das schon mal erwähnt? ;-) Beim italienischen Feinkosthändler habe ich Bresaola mitgenommen, das gibt es bei unserem örtlichen Metzger nicht und ich hatte noch ein Rezept aus der aktuellen Ausgabe von "So is(s)t Italien" mit Bresaola im Kopf, das ich ausprobieren wollte. Und hier ist es auch schon: Tagliatelle mit Ziegenfrischkäse, Rucola und Bresaola. Superschnelle Feierabendküche mit wenigen, aber ausgewählten Zutaten - klasse! Das ist nach dem fruchtigen Beerensalat mit Ziegenfrischkäse und dem Holunderblütengelee bereits das dritte Rezept aus "So is(s)t Italien", das mir sehr gut geschmeckt hat. Die Zeitschrift werde ich mir in Zukunft öfter kaufen!

 

Tagliatelle mit Ziegenfrischkäse, Rucola und Bresaola
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g Tagliatelle
2 EL Walnusskerne
100g Ziegenfrischkäse
100g Crème fraiche
100ml Gemüsebrühe
1/2 Bund Rucola
50g Bresaola
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Walnusskerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Etwas abkühlen lassen, dann grob hacken. Rucola verlesen, Stiele entfernen. Waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen.

Tagliatelle in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Derweil in einem zweiten Topf Ziegenfrischkäse, Crème fraiche und Gemüsebrühe gut miteinander verrühren, bei mittlerer Hitze erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen und zum Ziegenfrischkäse in den Topf geben. Vorsichtig mit der Sauce vermengen.

Rucola portionsweise auf tiefen Tellern verteilen, Tagliatelle mit Sauce darauf verteilen. Bresaola in Stücke rupfen und mit den gerösteten Walnusskernen auf der Pasta verteilen. Sofort servieren und genießen - die Sauce wird schnell kalt!

Nachgemacht: Selbstgemachtes Holunderblüten-Quark-Eis

Nachgemacht: Selbstgemachtes Holunderblüten-Quark-Eis

Schon lange bin ich um eine Eismaschine herumgeschlichen - und vor kurzem habe ich dann zugeschlagen und eine Unold Cortina für 1.5 Liter Eiscreme mit selbstkühlendem Kompressor durfte in meine Küche einziehen. Und letzte Woche, als das Wetter so richtig schön sommerlich war, habe ich meine neue Eismaschine auch gleich eingeweiht. Noch besitze ich keine Kochbücher zum Thema Eis, daher habe ich bei meinen lieben Bloggerkollegen nach tollen Eisrezepten gestöbert. Fündig geworden bin ich unter anderem bei Barbara von Barbaras Spielwiese. Mit dem Rezept für selbstgemachtes Holunderblüten-Quark-Eis hat sie genau meinen Geschmacksnerv getroffen: wenige Zutaten, keine Eier, simpel in der Zubereitung und ich konnte meinen frisch angesetzten Holunderblütensirup gleich verwenden. Mit ein paar frischen, aromatischen Erdbeeren vom Erdbeerfeld hier im Ort und frischer Minze von meinem Balkon war das samtig-fruchtige Holunderblüten-Quark-Eis ein toller Start in die "Homemade Ice"-Saison! Liebe Barbara, danke für dieses prima Rezept.


Selbstgemachtes Holunderblüten-Quark-Eis
(ergibt ca. 600ml Eis)

Zutaten:
250g Magerquark
125g Sahne
200ml Holunderblütensirup (selbstgemacht)

Zubereitung:
Einen Schluck Holunderblütensirup in einen mittelgroßen Topf geben, leicht erwärmen. Den Magerquark zugeben und mit einem Schneebesen cremig rühren. Topf vom Herd nehmen, alles abkühlen lassen.

Die Sahne in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen.

Den restlichen Holunderblütensirup zum Quark geben und mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren. Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Die Masse im Kühlschrank abkühlen lassen, anschließend in die Eismaschine geben und in 50 Minuten gefrieren lassen. Anschließend die Eismasse in einen tiefkühlgeeigneten Behälter umfüllen und noch mal ca. 2 Stunden im Tiefkühlschrank nachfrieren lassen.

Eis vor dem Servieren ca. 1 Stunde im Kühlschrank etwas weich werden lassen. Dann lässt sich das Eis wunderbar mit einem Eisportionierer zu Kugeln formen.

Auf meiner Nachkochliste habe ich noch einige weitere Eis-Sorten gesammelt, die ich demnächst ausprobieren möchte. Habt ihr noch weitere tolle Eisrezepte, die ihr mir empfehlen könnt? Oder Eis-Kochbuch-Empfehlungen? Dann immer her damit!

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Mein Sommerdrink 2013: Aperol Rhabarber Spritz

Mein Sommerdrink 2013: Aperol Rhabarber Spritz

Bis vor ca. 3 Jahren war Aperol Spritz mein liebster Sommerdrink. Dann hat 2011 der Hugo mein Herz erobert und fortan habe ich bei jeder Gelegenheit Hugo getrunken. Vergessen war der Aperol Spritz! Auch 2012 hielt die Hugo-Liebe weiterhin an. 2013 nun habe ich das erste Mal selbst Rhabarbersirup gemacht. Bei der Suche nach Drinks mit Rhabarbersirup bin ich auf eine Rezeptsammlung von  Living at Home gestoßen und habe mich davon zu einem eigenen Drink mit Rhabarbersirup, Aperol, Prosecco und viel frischer Minze inspirieren lassen. Und dieser Drink hat so was von eingeschlagen, nicht nur bei mir, sondern auch bei unseren Freunden, die neulich zum Grillen bei uns waren. Äußerst süffig, spritzig, frisch und die Gläser waren fast schneller leer, als ich nachfüllen konnte! Daraufhin habe ich gleich noch mal eine große Ladung Rhabarbersirup produziert, damit es auch in den nächsten Wochen meinen Sommerdrink 2013 zu trinken gibt: Aperol Rhabarber Spritz


Rezept: Aperol Rhabarber Spritz
(für 1 Glas)

Zutaten:
4 cl Rhabarbersirup
2 cl Aperol
6cl Prosecco oder trockener Sekt
einige Blätter frische Minze

Zubereitung:
Minze waschen, trocken schleudern. Minzblätter von den Stängeln zupfen. Rhabarbersirup, Aperol und Minze in ein Weißweinglas geben. Nach Belieben mit Prosecco oder Sekt auffüllen und eiskalt genießen.

Büro-Lunch: Bulgursalat mit Tomaten, Gurke und Rosinen

Büro-Lunch: Bulgursalat mit Tomaten, Gurke und Rosinen

Weiter geht es mit Gerichten, die prima dazu geeignet sind, sie am Vorabend zuzubereiten und als Büro-Lunch mitzunehmen. Das Rezept für den Bulgursalat mit Tomaten, Gurke und Rosinen habe ich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "deli" gefunden. Die "deli" ist recht neu auf dem Markt und sozusagen der jüngere Ableger von "essen & trinken". Mir ist die Aufmachung etwas zu gewollt hip, aber den Bulgursalat fand ich sehr gelungen und möchte das Rezept mit euch teilen!

Für alle, die es eilig haben, ist dieser Salat leider nicht geeignet, da er mindestens 1 Stunde, besser anderthalb Stunden, durchziehen muss. Dafür lässt er sich aber prima "nebenher" am Abend machen und in der nächsten Mittagspause hat man einen wunderbar durchgezogenen und gleichzeitig erfrischenden Salat parat.

 

Bulgursalat mit Tomaten, Gurke und Rosinen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Harissa (selbstgemacht)
250ml frisch gepresster Orangensaft
Salz, Pfeffer
100g Bulgur
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
20g Rosinen
30g ganze Mandeln
1/2 EL Zucker
1 Tomate
1 Frühlingszwiebel
1/2 Salatgurke
1/2 Bund glatte Petersilie
2 EL frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung:
Kreuzkümmel, Harissa und Orangensaft in einem Topf miteinander verrühren. Aufkochen und leicht salzen, dann den Bulgur unterrühren. Hitze reduzieren und den Bulgur zugedeckt bei sehr niedriger Hitze ca. 25-30 Minuten quellen lassen.

Essig mit Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einem Dressing vermischen. Gequollenen Bulgur untermengen und 30-60 Minuten ziehen lassen.

Die Rosinen in etwas warmen Wasser einweichen. Die ganzen, ungeschälten Mandeln in eine beschichtete Pfanne geben, mit Zucker bestreuen und bei mittlerer Hitze rösten, bis der zucker hellbraun karamellisiert. Mandeln aus der Pfanne nehmen, auf einem Teller abkühlen lassen. Anschließend grob hacken.

Tomate waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Tomate in Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und schräg in feine ringe schneiden. Gurke schälen, längs halbieren, Kerne entfernen. Gurke in ca. 2cm große Stücke schneiden.

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter grob hacken. Rosinen abgießen. Abgetropfte Rosinen mit Mandeln, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Gurke und Petersilie mit dem Bulgur mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Jetzt den Salat noch mal 30 Minuten durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren den Zitronensaft über den Salat träufeln und noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

AEG Sous Vide-Event mit Christian Mittermeier, Teil 2: Kochen mit dem Sous Vide-Multi-Dampfgarer

AEG Sous Vide-Event mit Christian Mittermeier, Teil 2: Kochen mit dem Sous Vide-Multi-Dampfgarer

Jetzt geht es ans Eingemachte! Beim AEG Sous Vide-Event in Rothenburg ob der Tauber, von dem ich hier schon berichtet habe, sind wir natürlich nicht nur mit dem Unimog durch Weinberge getuckert, haben nicht nur geschlemmt und fleißig die Weine aus Christian Mittermeiers Weingut Tauberhase verkostet, nein, wir haben auch gekocht. Und zwar Sous Vide. Aber nicht im Wasserbad, sondern im AEG ProCombi Sous Vide Multi-Dampfgarer. Dieses Multifunktionsgerät ist alles in einem: Backofen, Dampfgarer und Sous Vide-Gerät.  Das Sous Vide-Garen (Vakuumgaren) erfolgt dabei somit nicht im Wasserbad, sondern im Dampfbad.
Unter anderem haben wir damit "das perfekte Steak" zubereitet - dafür war ich zuständig. Die Zutaten: Rindersteak, Salz & Pfeffer, frischer Rosmarin & Thymian, Knoblauch - und einige Vakuumbeutel, ein Vakuumiergerät und der Dampfgarer mit Sous Vide-Funktion.


Je zwei Steaks werden mit Salz und Pfeffer gewürzt und roh gemeinsam mit den weiteren Zutaten (frischem Rosmarin, frischem Thymian und einigen dünn geschnittenen Scheiben Knoblauch) vakuumiert.


Dann werden die Steaks im Vakuumbeutel 30 Minuten bei 65 Grad im Sous Vide Multi-Dampfgarer perfekt zartrosa gegart.


Die Steaks bleiben schön saftig, da der Flüssigkeitsverlust durch das Vakuumieren und Garen im Beutel sehr niedrig ist. In einem Beutel haben sich ca.40ml Fleischsaft gesammelt nach dem Garen - sehr wenig für 2 große Steaks à ca. 300g!


Nach dem Garen im Sous Vide-Dampfgarer wird das Steak für die Röstaromen und die Farbe noch kurz in der Pfanne oder auf dem Grill angebraten, aufgeschnitten - et voilà! Das perfekt und gleichmäßig auf den Punkt gegarte Steak.


Serviert wird es mit Hummus und einem Klecks Harissa. Köstlich!


Insgesamt haben wir 15 verschiedene Gerichte im Sous Vide-Dampfgarer zubereitet. Das Prinzip ist immer das gleiche: alle Zutaten kommen in einen Beutel, werden vakuumiert und mit der zum Garen notwendigen Kerntemperatur im Dampfgarer gegart. Das klappt mit Spargel ebenso wie mit scharfem Thaicurry, einer provencalischen Hähnchenbrust, Tom Yang Gum oder Onsen Ei (meinem ersten Onsen Ei übrigens!).


Außerdem haben wir noch einige Desserts ebenfalls im Sous Vide-Dampfgarer zubereitet (ohne Foto): Apfelspalten mit Vanille, englische Crème, Ananas "Waidmannsheil" mit Jägermeister und Rüblitorte mit Minzcreme.

Meine Favoriten waren der Spargel, der schön knackig und genau auf den Punkt gegart war, das Onsen-Ei in  Kartoffelsuppe und das Steak. Für diese Gerichte hat sich der Einsatz des Dampfgarers gelohnt, da dadurch ein Maximum an Aroma und Geschmack bei schonender und absolut gelingsicherer Zubereitung erreicht wird. Meine Thaicurrys würde ich - auch wenn ich einen Sous Vide-Dampfgarer hätte - trotzdem ohne zubereiten. 

Der Preis für dieses Hightech-Küchengerät ist natürlich nicht gerade niedrig und für mich kommt eine Anschaffung erst mal nicht in Frage, da ich erst letztes Jahr eine neue Küche gekauft habe. Der Umweltaspekt spielt auch eine Rolle: Jedes Gericht, das im Sous Vide-Dampfgarer zubereitet wird, muss in einem nur einmal verwendbaren Plastikbeutel vakuumiert werden. Das ergibt einiges an Plastikmüll, den ich eigentlich zu vermeiden versuche. Vielleicht findet sich hier noch eine Lösung mit wiederverwertbaren Vakuumierbeuteln? Diese Problem hat man aber auch, wenn man Sous Vide im Wasserbad gart.
Davon abgesehen hat mich der Multi-Dampfgarer voll überzeugt. Er bietet alle Funktionalitäten eines normalen Backofens plus Dampfgarfunktion plus Sous Vide-Funktion - top! Ebenfalls überzeugt hat mich Christian Mittermeier, der AEG-"Botschafter" für den Sous Vide-Multi-Dampfgarer :-)


Es war ein großartiges Wochenende - ein dickes Dankeschön an die charmanten Damen vom AEG- Marketing-Team und Hannah von der begleitenenden PR-Agentur sowie an Christian Mittermeier und sein freundliches, kompetentes und aufmerksames Team sowie natürlich an meine liebenswerten, verrückten und gleichgesinnten Foodblogger-Kollegen Zorra, Astrid, Claudia, Mel, Anette, Alex und Uwe für 2 wunderbare Tage in Rothenburg! Es war mir eine Freude.

Hier könnt ihr noch mal Teil 1 meines Berichts vom Blogger-Event in Rothenburg nachlesen.

AEG Sous Vide-Event mit Christian Mittermeier, Teil 1: Ein perfektes Wochenende in Rothenburg o.d. Tauber

AEG Sous Vide-Event mit Christian Mittermeier, Teil 1: Ein perfektes Wochenende in Rothenburg o.d. Tauber

AEG lud ein - und alle kamen! Aber von vorne. AEG hatte letztes Wochenende insgesamt 8 Foodblogger zu einem Blogger-Event nach Rothenburg ob der Tauber eingeladen, um uns den AEG ProCombi Multi-Dampfgarer mit Sous Vide-Funktion vorzustellen. Mit dabei waren Zorra vom Kochtopf, Astrid von Arthurs Tochter kocht, Annette von Culinary Pixel, Claudia von Dinner um Acht, Mel von Gourmet Guerilla, Alex von Chef Hansen, Uwe von HighFoodality und ich. Schon als die Teilnehmerliste feststand, war mir klar, dass das ein prima Wochenende werden würde, bei dieser tollen Truppe! Noch dazu würden wir mit dem Sternekoch Christian Mittermeier kochen. Und so war es auch: ein perfektes Wochenende! Allein schon die Location: Rothenburg ob der Tauber liegt im schönen Frankenland an der romantischen Straße und wird von in- und ausländischen Touristen nur so überschwemmt. Beim Anblick dieses Stadtpanoramas wird klar, warum das so ist...


Die vielen Touristen bringen aber auch einige Nachteile mit sich, wie wir gleich am Freitagabend feststellen mussten. Wir Blogger hatten uns auf eigene Faust zum Start ins Wochenende verabredet und sind versehentlich in einem absoluten Tourifallen-Restaurant gelandet, wo der Wein nach Essig schmeckte, die Bedienung äußerst unfreundlich war und Zwiebelrostbraten nur medium oder durch serviert werden kann, weil das Fleisch so dünn ist (sic!).

 

Aber auch solche Erlebnisse tragen dazu bei, dass ein Wochenende unvergesslich wird - denn der Kontrast zu den folgenden Stunden und Tagen, die wir mit AEG und Christian Mittermeier verbrachten, hätte nicht größer sein können! Christian Mittermeier und sein Team empfingen uns herzlich und umsorgten uns das ganze Wochenende mit ihrer großzügigen Gastfreundlichkeit. Die Villa Mittermeier war unsere wunderschöne Unterkunft für das Wochenende.


Am Samstagmorgen startete das Programm nach einer ausgiebigen Stärkung am reich bestückten Frühstücksbüffet mit einer Tour in die Tauberhasen-Weinberge nahe Rothenburg. Chauffiert wurden wir stilecht mit dem Unimog und vom Chef persönlich.


 Natürlich musste das Geschehen ausgiebig auf Twitter, Instagram und Facebook dokumentiert werden... Foodblogger in ihrem Element ;-)


Von den Weinbergen bot sich immer wieder ein toller Blick ins romantische Taubertal. 


Teilweise erinnerte das Panorama an eine Miniatur-Eisenbahn-Landschaft - ist aber alles echt, ehrlich!


Spannend fand ich auch den eigens angelegten Weinlehrpfad mit zahlreichen unterschiedlichen Rebsorten, wo man deutlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Rebsorten erkennen konnte, z.B. an den unterschiedlichen Blattstrukturen.


Nach einer kurzen Wanderung durch die Weinberge war es auch schon wieder Zeit für eine Stärkung. Das Mittagessen wurde in der Ausheck-Hütte serviert, von wo aus man erneut einen tollen Blick über das ganze Taubertal hat. Dazu ein Glas Sekt vom Tauberhasen - so lässt sich´s aushalten.


Auf den Grill kamen fränkische Bratwürste und andere regionale Spezialitäten, dazu ein frischer Wildkräutersalat und verschiedene selbst hergestellte Grillsaucen und Dipps.


Außer Tauberhasen-Weinen habe ich auch noch die Tauberhasen-Traubensaftschorle für mich entdeckt - spritzig, fruchtig und sehr lecker! 


Soviel erst mal für heute. Im zweiten Teil des Berichts werde ich noch ausführlich über das gemeinsame Sous Vide-Kochen berichten. Denn wir haben nicht nur ausgiebig gegessen und getrunken, sondern auch gemeinsam mit Christian Mittermeier gekocht. Hier schon mal ein  Beweisbild!

Danke an Zorra für dieses Foto! 

Weitere Berichte über das tolle Wochenende findet ihr hier:

Selbstgemachtes Holunderblütengelee

Selbstgemachtes Holunderblütengelee

Letzte Woche habe ich ja berichtet, dass ich Holunderblüten gesammelt habe. In den letzten Jahren habe ich schon regelmäßig Holunderblütensirup und Holunderblütensenf aus Holunderblüten selbst gemacht. Dieses Jahr habe ich das erste Mal auch Holunderblütengelee nach einem Rezept aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "So is(s)t Italien" gemacht. Ein voller Erfolg und weiteres "Must-cook" für die Holunderblütenzeit!

Schon der Ansatz aus Holunderblüten, Wasser, Apfelsaft, Schale und Saft einer Bio-Orange und einer Bio-Zitrone roch köstlich. Nach einer Nacht im Kühlschrank hatte sich dieses Aroma noch intensiviert. Heute schließlich habe ich das Holunderblütengelee das erste Mal auf etwas frischem Baguette mit Frischkäse probiert. Und der Geschmack hält, was der Duft schon versprochen hat: köstlich! Ich rate euch wärmstens, dieses völlig unkomplizierte Gelee sofort nachzumachen, solange der Holunder noch blüht.



Holunderblütengelee
(ergibt ca. 5 Gläser à 200 ml)

Zutaten:
15 Holunderblütendolden
500ml kaltes Wasser
250ml Apfelsaft
1 Bio-Orange
1 Bio-Zitrone
500g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:
Holunderblütendolden vorsichtig ausschütteln, eventuell vorhandene Tierchen entfernen. Ich wasche die Blüten nicht, da sonst viel vom aromatischen Blütenstaub verloren geht. Holunderblüten in eine Schüssel geben, kaltes Wasser und Apfelsaft auf die Blüten gießen. Orange und Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und von der Zitrone und der Orange die Schale fein abreiben. Schalenabrieb zu den Holunderblüten in die Schüssel geben. Zitrone und Orange halbieren, beides auspressen. Zitronen- und Orangensaft ebenfalls zu den Holunderblüten in die Schüssel geben. Schüssel zugedeckt im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.

Am nächsten Tag ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und die aromatisierte Flüssigkeit durch das Sieb in einen großen Topf abgießen. Die Blüten kräftig ausdrücken, damit möglichst viel Aroma mit in den Topf kommt. Holunderblüten sowie Zitronen- und Orangenschale anschließend entsorgen.

Gelierzucker zur Holunderblütenflüssigkeit in den Topf geben, mit einem Holzlöffel verrühren. Auf den Herd stellen und die Mischung unter Rühren aufkochen. Das Holunderblütengelee 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Gelierprobe machen: Mit einem Teelöffel etwas vom Gelee aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist das Gelee fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn das Gelee auf dem Teller noch verläuft, noch 1-2 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. Nicht zu lange kochen lassen, sonst wird das Gelee zu hart!

Hat das Gelee die Gelierprobe bestanden, das Holunderblütengelee noch heiß randvoll in vorbereitete saubere (sterilisierte) Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen. Darauf achten, dass der Rand der Gläser sauber bleibt! Am einfachsten geht das mit einem Marmeladentrichter. Gläser fest verschrauben und Gelee darin abkühlen lassen. Wenn das Gelee abkühlt, bildet sich ein Vakuum, was man daran merkt, dass die Gläserdeckel "ploppen".


Die hübschen Etiketten für das Holunderblütengelee habe ich wie eigentlich immer mit dem kostenlosen Jam Labelizer erstellt. Geht ratzfatz: einfach Text eingeben, gewünschte Farbe wählen, als jpg speichern und in der gewünschten Größe auf selbstklebendem Etikettenpapier ausdrucken. Ausschneiden, aufkleben, fertig!

Noch ein paar Tipps zum Holunderblüten sammeln: Abseits viel befahrener Straßen sammeln, damit die Blüten auch wirklich nach Holunder duften und nicht nach Abgasen. Nur voll aufgeblühte Holunderblütendolden sammeln. Am besten die Dolden sauber mit einer Schere abschneiden. Gesammelte Holunderblüten nicht waschen, denn dann wird der Blütenstaub mit abgewaschen und dieser enthält die meisten Holunderblüten-Aromen!

Einfach schön.

Einfach schön.

Heute gibt´s mal kein Rezept, heute gibt es eine Sammlung schöner kulinarische Dinge :-)

Ich habe Holunderblüten gesammelt. Daraus habe ich nach meinem bewährten Rezept Holunderblütensirup gemacht. Mit einem Teil des Holunderblütensirups habe ich gleich noch eine Ladung superleckeren Holunderblütensenf gemacht. Und ich habe ein neues Rezept für Holunderblütengelee ausprobiert. Wenn das Ergebnis so gut schmeckt, wie es beim Einkochen schon gerochen hat, gibt es das Rezept demnächst auf dem Blog!


Ich habe Kräuterschildchen für meinen Balkon-Kräutergarten aus Fimo Air gebastelt. Damit niemand mehr Oregano und Majoran verwechselt und weil es hübsch aussieht. Die Idee habe ich mir beim Blog "Seelenschmeichelei" mitgenommen. Eigentlich ganz einfach: Ich habe den Fimo ausgewellt, auf die gewünschte Größe zurechtgeschnitten und mit Keksstempeln die Kräuternamen  in das Fimo hineingestempelt. Ein Loch für den Draht rein, trocknen lassen - fertig!


Mein Schnittlauch auf dem Balkon hat schon ganz viele Blüten angesetzt. Zuerst war ich darüber nicht so begeistert, aber dann bin ich bei Frau Hamburger Liebe auf das Rezept für eine Schnittlauchblüten-Butter gestoßen und kann es seither fast nicht abwarten, bis die Knospen aufgeblüht sind!


Zum Abendessen gab es heute einen ganz simplen, unkomplizierten Zucchini-Gratin mit Olivenöl, Knoblauch, Tomaten, Schafskäse, Bresaola und Kräutern frisch vom Balkon. Leider gibt es kein Geruchs-Internet - der aromatische Geruch ist einfach herrlich!


Und als Nachtisch frische Erdbeeren von den Erdbeerfeldern im Dorf.


Einfach schön! Mehr braucht´s nicht...

Büro-Lunch: Tortellini-Salat mit Bärlauch-Pesto, Tomaten und Oliven

Büro-Lunch: Tortellini-Salat mit Bärlauch-Pesto, Tomaten und Oliven

In letzter Zeit haben einige Kolleginnen und ich wieder angefangen, uns ab und zu selbst gekochtes Mittagessen als Büro-Lunch mitzubringen. Meine Kategorie "Büro-Mittagessen" auf dem Blog habe ich die letzten Monate, ach was, die letzten Jahre, ganz schön vernachlässigt. Meist gab es ein belegtes Brötchen vom Bäcker. Das soll sich jetzt wieder ändern - denn mittlerweile hängen mir die ewig gleichen Brötchen zum Hals raus! Also heißt es wieder nach Gerichten suchen, die sich auch kalt essen oder maximal in der Mikrowelle aufwärmen lassen. Denn leider gibt es bei uns in der Firma keine Küche, um in der Mittagspause frisch zu kochen...

Geeignete Rezepte gibt es zum Glück zur Genüge. Diesen simplen, frischen Tortellini-Salat mit Bärlauch-Pesto, Tomaten und Oliven habe ich bei lecker.de gefunden. Der Tortellini-Salat eignet sich perfekt für den Büro-Lunch, denn er schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt. Ich habe eine Portion davon noch lauwarm als Abendessen gegessen und die Reste als Büro-Lunch mitgenommen und kalt gegessen.


Tortellini-Salat mit Bärlauch-Pesto, Tomaten und Oliven
(für 2 Portionen)

Zutaten:
400g frische Tortellini nach Wahl, z.B. Ricotta & Spinat (aus dem Kühlregal)
Salz, Pfeffer
2 Tomaten
2 Frühlingszwiebeln
2-3 Stängel Basilikum
4 EL Weißwein-Essig
3 TL Bärlauch-Pesto (ersatzweise: normales Pesto)
3-4 EL Olivenöl
75g schwarze Oliven ohne Stein

Zubereitung:
Tomaten waschen, putzen, Strunk entfernen und Tomaten in grobe Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, Wurzelbüschel und welke Teile entfernen und die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Ringe schneiden. Oliven abtropfen lassen und halbieren. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Basilikum grob hacken.

Tortellini in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung kochen, abgießen und abtropfen lassen.

Derweil Essig, Pesto und Olivenöl in einer großen Schüssel zu einem Dressing vermischen. Tortellini, Tomaten, Frühlingszwiebeln und Oliven zugeben, alles gut miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem gehackten Basilikum bestreut servieren.

Pasta mit Erbsen und Parmaschinken in Noilly Prat-Sahne-Sauce

Pasta mit Erbsen und Parmaschinken in Noilly Prat-Sahne-Sauce

Mein Juni-Saisonkalender-Post neulich hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Erbsen gerade Saison haben. Das hatte ich noch im Hinterkopf, als ich in dem schönen Kochbuch Willkommen im Gemüsegarten geblättert habe und mir die Pasta mit Erbsen und Parmaschinken in Noilly Prat-Sahne-Sauce ins Auge fiel. Zwar habe ich beim Kochen dann doch auf TK-Erbsen zurückgegriffen, da sowieso noch eine angebrochene Packung im Tiefkühler war, aber mit frischen Erbsen stelle ich mir diese Pasta noch besser vor, als es sowieso schon geschmeckt hat! Weiterer Pluspunkt: Die Erbsenpasta ist supereinfach in der Zubereitung und steht in 20 Minuten fertig auf dem Tisch. Perfekte, schnelle Feierabendküche!


Pasta mit Erbsen und Parmaschinken in Noilly Prat-Sahne-Sauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
75g Parmaschinken in Scheiben
1 EL Olivenöl
1/2 EL Butter
50ml Noilly Prat (Wermut)
125ml Sahne
125g Erbsen (frisch gepalt oder TK)
Salz, Pfeffer
300g Penne oder andere kurze Nudeln
4-5 Stängel Schnittlauch

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Parmaschinken in mundgerechte Stücke zupfen. Olivenöl und Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Parmaschinken darin ca. 5 Minuten anschwitzen.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Zwiebel, Knoblauch und Schinken mit Noilly Prat ablöschen, einkochen lassen. Sahne und Erbsen zugeben, Hitze reduzieren und alles ca. 5 Minuten köcheln lassen. Falls ihr wie ich TK-Erbsen verwendet, diese einfach gefroren in den Topf geben.

Eine Schöpfkelle voll Nudelwasser abschöpfen, beiseite stellen. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden.

Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit dem beiseite gestellten Nudelwasser zu den Erbsen und der Sahne-Sauce in den Topf geben. Alles gut miteinander vermengen. Mit Pfeffer würzen.

Pasta und Sauce portionsweise in tiefe Teller geben, mit Schnittlauchröllchen bestreuen und sofort servieren.

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Gebratener Spargel mit Parmesan-Polentaschnitten und Pinienkern-Rosinen-Butter

Gebratener Spargel mit Parmesan-Polentaschnitten und Pinienkern-Rosinen-Butter

Spargel-Endspurt! Noch bis zum 24.6. geht die Spargelsaison. Dann ist (zumindest für mich) erst mal  Schluss mit Spargel. Und falls ihr noch überlegt, welches Spargel-Gericht ihr in diesem Jahr noch kochen wollt: kocht dieses hier! Tim Mälzer, aus dessen Buch Greenbox das Rezept stammt, würde über dieses Gericht wahrscheinlich sagen "Da explodiert die Fresse vor Freude", aber ich möchte es dann doch etwas anders ausdrücken: Die Kombination von angebratenem grünen Spargel in einer Pinienkern-Rosinen-Butter mit  Parmesan-Polentaschnitten schmeckt umwerfend gut. Wer hätte gedacht, dass Rosinen so gut zu Spargel passen? Und dass die cremigen Polentaschnitten eine ganz wunderbare Ergänzung zum knackigen Spargel und den gerösteten Pinienkernen sind? Ich nicht, aber jetzt weiß ich es und kann euch dieses Gericht dringend zum Nachkochen empfehlen!


Gebratener Spargel mit Parmesan-Polentaschnitten und Pinienkern-Rosinen-Butter
(für 2 Portionen)

Zutaten:
400ml Milch
Salz
85g Polenta
50g Parmesan
500g grüner Spargel
Olivenöl
2 EL Pinienkerne
60g Butter
1 TL weiche Rosinen
1 TL Balsamico-Essig

Zubereitung:
Parmesan fein reiben. Milch in einem Topf aufkochen. Mit einer Prise Salz würzen, dann die Polenta (Maisgries) mit einem Schneebesen einrühren. Unter Rühren 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Sobald die Polenta zähflüssiger wird, anstelle des Schneebesens mit einem Kochlöffel weiterrühren. Polenta vom Herd nehmen, geriebenen Parmesan untermengen.

Ein Backpapier mit wenig Olivenöl bestreichen. Backpapier in der Mitte falten und die Polenta auf eine Hälfte streichen. Polenta mit dem Nudelholz zwischen den eingeölten Backpapier-Lagen gleichmäßig ca. 2cm dick auswellen. Mindestens 40 Minuten abkühlen lassen.

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Spargel waschen, eventuell im unteren Drittel schälen. Holzige Enden abschneiden. Spargel in kochendem Salzwasser eine Minute vorkochen, dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Spargel auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit 1 EL Olivenöl beträufeln, gut vermischen.

Die erkaltete Polenta in gleichmäßige Schnitten schneiden. Eine Grillpfanne mit wenig Öl einpinseln und die Polentaschnitten von beiden Seiten je ca. 2 Minuten anbraten, bis sie ein schönes Grillmuster bekommen haben. Im auf 100 Grad aufgeheizten Backofen auf einer feuerfesten Platte warmstellen. Jetzt den vorgekochten grünen Spargel in der Grillpfanne ca. 3 Minuten rundherum anbraten, anschließend salzen.

Derweil in einer zweiten Pfanne die Butter schmelzen lassen. Rosinen und geröstete Pinienkerne zugeben, mit 1 TL Balsamico und etwas Salz würzen.

Polentaschnitten portionsweise auf Tellern anrichten. Gegrillten Spargel darauf schichten. Mit der Pinienkern-Rosinen-Butter beträufeln und sofort servieren.

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Spargel mit Kartoffelomeletts und Ziegenricotta

Spargel mit Kartoffelomeletts und Ziegenricotta

Dieses Jahr koste ich die Spargelsaison in vollen Zügen aus. Mein Mann vermutet ja, dass mir der Spargel bald zu den Ohren herauswachsen wird, bei den Mengen, die ich vertilge. Aber wenn man wie wir in einer Spargel-Anbaugegend wohnt und Spargel so gerne isst wie ich, dann wird eben jede Gelegenheit genutzt, Spargel zu essen! Und Gelegenheiten gibt es reichlich, ebenso wie Spargel-Rezepte in meinem Fundus. Das Rezept für den Spargel mit Kartoffelomeletts und Ziegenricotta habe ich schon 2004 aus einer Ausgabe der Zeitschrift "Woman" herausgerissen. Jetzt endlich habe ich es ausprobiert und wie fast alle Rezepte aus dieser schon längst eingestellten Zeitschrift war es ein echter Volltreffer! Die Kartoffelomeletts zergehen auf der Zunge, dazu der frische Ziegenricotta mit Basilikum und der knackige, in der Pfanne gebratene Spargel - eine absolut gelungene Kombination!


Spargel mit Kartoffelomeletts und Ziegenricotta
(für 2 Portionen)

Zutaten:
200g mehlige Kartoffeln
Salz, Pfeffer
20ml Milch
25g Mehl
1 Ei
1 Eiweiß
25g Crème fraiche
75g Ziegenfrischkäse
50g Ricotta
4 Stängel Basilikum
2-3 EL Rapsöl
1kg Spargel
1 EL ganze Haselnusskerne

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und je nach Größe in ca. 20-30 Minuten im kochendem Salzwasser weich kochen. Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen. Milch, Mehl, Ei, Eiweiß, Crème fraiche und eine großzügige Prise Salz zu den Kartoffeln geben und mit einem Kartoffelstampfer fein zerstampfen. Abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

Ziegenfrischkäse mit dem Ricotta in einer Schüssel glatt führen. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter in feine Streifen schneiden, unter den Ziegenricotta rühren. 

Spargel waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel in ca. 5cm lange Stücke schneiden. Haselnüsse grob hacken, beiseite stellen.

Backofen auf 100 Grad vorheizen und eine feuerfeste Platte bereitstellen. Küchenpapier auf die Platte legen.

In einer großen Pfanne 1-2 EL Rapsöl erhitzen. Mit einem Esslöffel Kartoffelteig in die Pfanne geben, mit der Löffelrückseite zu kleinen Kartoffelplätzchen formen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Das dauert je Seite ca. 3 Minuten. Plätzchen nacheinander backen, auf dem Küchenpapier abtropfen lassen und im Backofen warmhalten.

Wenn alle Kartoffelomeletts gebacken sind, noch mal 1 EL Rapsöl in die Pfanne geben und die Spargelstücke darin bei mittlerer bis großer Hitze ca. 5 Minuten rundherum anbraten. Spargel mit Salz und Pfeffer würzen. 

Kartoffelomeletts portionsweise auf Teller verteilen. Ziegenricotta darüber geben, gebratenen Spargel darauf verteilen. Mit den gehackten Haselnüssen bestreuen und sofort servieren.

Saisonkalender & Rezepte für heimisches Obst und Gemüse im Juni

Saisonkalender & Rezepte für heimisches Obst und Gemüse im Juni

Huch, fast unbemerkt ist der Juni auch schon wieder ein paar Tage alt und es ist höchste Zeit für aktuelle Bilder zum Stand der Dinge meines Grow your own-Projekts auf dem Balkon - und für einen Überblick über das heimische Obst und Gemüse, das im Juni Saison hat! Erst mal ein Blick auf meinen Balkongarten:


Dem Pflücksalat gefällt das nasse Wetter, er wächst und gedeiht. Tomaten dagegen mögen ja eigentlich keinen Regen, aber diese 4 Tomatenpflanzen zeigen sich vom Dauerregen bisher unbeeindruckt.


Den Kräutern (Zitronenthymian, Schnittlauch, Petersilie, Minze, Rosmarin, Salbei, Majoran, Oregano) geht es auch prächtig. Einzig die Peperonipflänzchen schwächeln etwas, eine der 4 vorgezogenen Peperoni ist eingegangen.


Und dann kommen wir auch schon zur nächsten Frage: Welche heimischen Obst- und Gemüsesorten haben im Juni Saison? Na klar: Erdbeeren. Seit 2 Wochen sind sie endlich da, die Erdbeerhäuschen der örtlichen Erdbeerplantagen. Ich habe ja das Glück, in einer Gegend zu leben, in der sowohl Spargel als auch Erdbeeren angebaut werden und bestens gedeihen. Sobald die Erdbeerhäuschen bei uns im Ort stehen, markiert das für mich den Beginn der Erdbeersaison. Ab dann schmecken die Erdbeeren auch tatsächlich nach Erdbeeren! Und dann gibt es bei mir Erdbeeren in allen Varianten, zum Beispiel als kleine süße Sünde in Form dieser Erdbeer-Frischkäse-Torte .


Und natürlich mache ich auch diverse Sorten Erdbeermarmelade ein. Besonders gelungen fand ich diese Erdbeer-Rhabarber-Vanille-Marmelade, die werde ich auch 2013 wieder machen. Dafür muss ich allerdings noch darauf warten, dass die Selbstpflücke-Felder geöffnet werden. Bis jetzt hat das schlechte Wetter das noch nicht zugelassen.


Schon fast ein Klassiker ist der Erdbeer-Gurken-Salat mit Basilikum, der vor 3 Jahren als Blog-Buster durch alle Blogs gegangen ist. Zu recht, denn die Kombination von Erdbeeren, Gurken und Basilikum ist ebenso ungewöhnlich wie lecker! Schmeckt auch sehr gut zu Gegrilltem.


Außerdem haben laut Saisonkalender jetzt auch Johannisbeeren Saison, in den Gärten hier im Ort sind die Johannisbeeren aber noch nicht soweit.

Noch bis zum 24.6. hat auch der Rhabarber weiterhin Saison. Ich habe am Wochenende noch mal eine Ladung des wunderbaren Rhabarbersirups gekocht und kann euch nur empfehlen, dieses köstliche Getränk nachzumachen, solange es noch Rhabarber gibt!


Zum saisonalen Gemüseangebot zählen aktuell weiterhin Spargel, Blumenkohl und Brokkoli, außerdem Chinakohl, ErbsenAckersalat (auch bekannt als Feldsalat), Fenchel, Kopfsalat, Lauch, MangoldRadicchioRote Bete, Sellerie, SpinatSpitzkohl und Radieschen. Einfach auf die Gemüsesorte klicken, die euch interessiert, dann kommt ihr zu den Rezepten auf meinem Blog mit der jeweiligen Zutat!

Radieschen esse ich sehr gerne, vor allem wenn sie aus dem eigenen Garten kommen. Die selbst gezüchteten Radieschen haben meist kaum etwas mit den Radieschen gemein, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, sondern sind wesentlich schärfer. Und man kann nicht nur die Radieschen essen, sondern auch ihre Blätter! Ich habe daraus schon mal  Radieschenblätter-Pesto gemacht - sehr lecker!


Außerdem freue ich mich schon wieder darauf, Wassermelonen-Radieschen-Salat mit Ziegenfrischkäse und frischer Minze zu essen. Dieser Salat schmeckt umwerfend frisch und saftig und die Zutatenkombination ist ein echter Knaller. Dieser Salat ist, seitdem ich ihn das erste Mal vor zwei Jahren zubereitet habe, bereits ein Sommer-Klassiker bei uns!


Weitere Infos zum saisonalen Obst- und Gemüseangebot findet ihr in den Saisonkalendern bei Alnatura und auf brigitte.de.

Und noch ein Tipp: Im Juni blüht auch der Holunder! Ich verarbeite die Holunderblüten am liebsten zu Holunderblütensirup und kann euch mein erprobtes Rezept dafür sehr empfehlen. Ich habe am Wochenende schon bei meiner Holunderblüten-Pflückstelle vorbeigeschaut, durch den vielen Regen ist auch der Holunder etwas hinterher, aber in spätestens einer Woche stehen die Holunderbüsche vermutlich in voller Blüte und ich werde fleißig ernten!



Und auf was freut ihr euch im Juni am meisten?