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Zweierlei Kürbis-Pizza mit Rucola und Ziegenfrischkäse, dazu wahlweise Chorizo oder Walnüsse und Parmaschinken

Zweierlei Kürbis-Pizza mit Rucola und Ziegenfrischkäse, dazu wahlweise Chorizo oder Walnüsse und Parmaschinken

Es ist mal wieder Zeit für selbstgemachte Pizza! Passend zum Herbst und meinem Kürbis-Marathon zeige ich euch heute das Rezept für - na? Kürbis-Pizza! Und noch besser als eine Pizza sind zwei verschiedene Pizzen, darum gibt es heute zweierlei Kürbis-Pizza mit Rucola und Ziegenfrischkäse.

Das Rezept ist eine Mischung aus meinem bewährten Pizzateig-Rezept aus der "essen & trinken" (Ausgabe 9/2010), einer Kürbispizza-Inspiration aus einer "Lust auf Genuss" aus dem Herbst 2009 und einer Eigenkreation. Basis für beide Pizzen ist die Grundlage aus selbstgemachtem Kürbisketchup und Ziegenfrischkäse-Nocken. Auf die eine Variante habe ich vor dem Backen noch ein paar Walnüsse gestreut und nach dem Backen frischen Rucola und in Stücke gerupften Parmaschinken verteilt (unten links im Bild), auf die andere Variante habe ich vor dem Backen noch Chorizoscheiben verteilt (rechts). Nach dem Backen habe ich ebenfalls Rucola auf der Pizza verteilt. Die würzige Version mit Chorizo hat mir noch einen Tick besser geschmeckt als die leicht süßliche Version mit Walnüssen und Parmaschinken, aber beide Pizzen waren toll!


Kürbis-Pizza mit Rucola und Ziegenfrischkäse plus Chorizo oder mit Walnüssen und Parmaschinken
(ergibt 2 mittelgroße Pizzen)

Zutaten:
Für den Teig:
250g Mehl Typ 00 (ersatzweise auch Mehl Type 405)
5g frische Hefe
1/2 TL Salz
Für den Belag:
200ml Kürbis-Ketchup (selbstgemacht)
100g Ziegenfrischkäse
Salz, Pfeffer
1-2 EL Olivenöl
100g Rucola
2 Scheiben Parmaschinken
2 EL Walnusskerne
50g Chorizo

Zubereitung:
Als erstes den Pizzateig zubereiten. Dafür die Hefe in 150ml kaltes Wasser bröseln und mit einem kleinen Rührbesen so lange rühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Mehl und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Hefe zugeben und alles mit den Händen zu einem Teigkloß verkneten. Dann weiter mit den Händen auf der Arbeitsfläche ca. 10-15 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur eine bis anderthalb Stunden gehen lassen.

Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und 2 gleich große Teile abtrennen. Teigteile zu einer Kugel formen und in eine gut bemehlte Auflaufform setzen. Teigkugeln mit Mehl bestäuben und noch mal abgedeckt mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen mitsamt dem Pizzastein auf der untersten Schiene auf 250 Grad vorheizen.

Arbeitsfläche gut bemehlen. Die Pizzateigkugeln nacheinander auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen so flach wie möglich drücken, dabei den Teig im Kreis drehen. Backpapier auf die Größe des Teigschiebers zuschneiden. Eine Pizza auf das Backpapier und den Teigschieber setzen.


Teigboden mit Kürbisketchup bestreichen. Mit einem Teelöffel Nocken vom Ziegenfrischkäse abstechen und auf dem Kürbisketchup verteilen. Für die Pizza mit Parmaschinken und Walnüssen nun einige Walnüsse auf dem Teigboden verteilen. Dann die Pizza mitsamt Backpapier in den heißen Backofen schieben. Temperatur auf 220 Grad reduzieren und die Pizza direkt auf dem Pizzastein 12-15 Minuten backen. Nach 5 Minuten das Backpapier unter der Pizza hervorziehen, damit es nicht verbrennt.

Derweil den Rucola waschen, putzen und trocken schleudern. Parmaschinken in mundgerechte Stücke zupfen. Fertige Pizza aus dem Ofen nehmen, mit Rucola und restlichen Walnüssen bestreuen. Etwas Olivenöl darüber träufeln und den Rucola mit Salz und Pfeffer würzen. Parmaschinken auf der Pizza verteilen.



Für die Kürbis-Pizza mit Chorizo den Teigboden ebenfalls mit Kürbisketchup bestreichen und Ziegenfrischkäse-Nocken auf dem Kürbisketchup verteilen. Chorizo häuten und in dünne Scheiben schneiden. Chorizoscheiben gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und die Pizza im heißen Backofen 12-15 Minuten backen. Herausnehmen, sofort mit Rucola belegen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.



Wer kein Kürbis-Ketchup zur Hand hat, kann für den Kürbis-Belag auch einfach eine kleine Gemüsezwiebel und einen halben Hokkaido-Kürbis kleinschneiden, in Olivenöl andünsten, mit etwas Gemüsebrühe weich kochen, dann alles fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern nach Geschmack würzen.

Penne mit Brokkoli-Pistazien-Pesto und Chorizo

Penne mit Brokkoli-Pistazien-Pesto und Chorizo

"Chorizo habe ich schon länger nicht mehr bei Dir gesehen", schrieb Christina vom Blog "Essen is fertich" neulich in einem Kommentar. Stimmt! Dabei ist meine Chorizo-Liebe ungebrochen. Es ist also höchste Zeit, mal wieder ein Rezept mit Chorizo zu veröffentlichen. Und der Kürbis hat bei diesem Rezept auch mal kurz Pause, denn heute gibt es Penne mit Brokkoli-Pistazien-Pesto und Chorizo. Die Penne sind eine Abwandlung dieses Rezepts von lecker.de. Anstelle von Orecchiette gab es bei mir Penne und statt Salsicce kam die von mir so geliebte scharfe spanische Paprikawurst Chorizo in die Pfanne. Ein schnelles, feierabendtaugliches Gericht, das mir sehr gut geschmeckt hat! 


Penne mit Brokkoli-Pistazien-Pesto und Chorizo
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g Brokkoli
Salz, Pfeffer
1/2 Gemüsezwiebel
1 EL Pistazienkerne
40g Parmesan am Stück
1 EL Schmand
1 TL Senf (mittelscharf)
5-6 EL Olivenöl
250g Penne (oder andere kurze Nudeln)
50g Chorizo (scharfe spanische Paprikawurst)

Zubereitung:
Brokkoli putzen, waschen und in mundgerechte Röschen teilen. Den Stiel schälen und in kleine Würfel schneiden. Röschen und Stiele in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren, dann in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Chorizo häuten und in dünne Scheiben schneiden. Pistazien grob hacken, Parmesan fein reiben. Brokkoli-Stiele, Pistazienkerne, Schmand, Senf und die Hälfte des Parmesans in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Olivenöl esslöffelweise unterrühren, bis das Pesto glatt und geschmeidig ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Chorizo in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. Nach ca. 3 Minuten die Zwiebelwürfel und den restlichen Brokkoli zugeben und mitbraten. Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit der Chorizo, den Brokkoliröschen und dem Brokkoli-Pistazienpesto vermischen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und mit dem Rest Parmesan bestreut servieren.

Kürbisrisotto mit Maronen und Amarettinibröseln

Kürbisrisotto mit Maronen und Amarettinibröseln

Ich bin immer noch im Kürbis-Fieber! Oder vielmehr im Kürbis-Marathon, wie Britta es so schön formuliert hat, die sich aktuell im Maronen-Marathon befindet.
Das heutige Rezept passt für alle, die sowohl Kürbis als auch Maronen mögen, denn heute habe ich ein Kürbisrisotto mit Maronen und Amarettinibröseln für euch! Kürbis, Risotto und Maronen sind 3 Komponenten, die perfekt miteinander harmonieren. Aber Amarettinibrösel? Als ich das Rezept in einer alten Ausgabe der "Lecker" (9/2010) gelesen habe, haben mich genau diese Amarettinibrösel sofort angesprochen. Und das Ergebnis hat mich überzeugt: Cremiges Risotto, bissfeste Maronen, knusprig-süße Brösel und würziger Salbei ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Prima!


Kürbisrisotto mit Maronen und Amarettinibröseln
(für 2 Portionen)

Zutaten:
200g Hokkaido-Kürbis
1/2 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
125g Risottoreis (Arborio)
Salz, Pfeffer
50ml Weißwein
500ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)
ca. 30g Parmesan am Stück
einige Blätter frischer Salbei
4-5 Amarettini (ital. Mandelgebäck)
100g vakuumierte und gegarte Maronen
50g Butter

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Kürbis waschen, halbieren, Kerne und fasriges Fruchtfleisch mit einem Löffel entfernen. Kürbis in ca. 3cm große Würfel schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, Kürbiswürfel darauf verteilen und den Kürbis im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten rösten, bis er weich ist.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Gemüsebrühe erhitzen. Die Hälfte des Parmesans fein reiben. Amarettini in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz zu Bröseln klopfen. Maronen in dünne Scheiben schneiden. Salbei mit einem Küchenpapier sauber wischen und in Streifen schneiden. 

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten, dann den Reis zugeben und kurz anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Weißwein ablöschen und den Wein verkochen lassen. Jetzt das Risotto mit einem großen Schöpfer Brühe aufgießen und bei geringer bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Sobald die Brühe vom Reis aufgesogen ist, einen weiteren Schöpfer Brühe zugeben. Dies solange wiederholen, bis der Risottoreis außen weich ist und innen noch einen ganz leicht harten Kern hat.

Den gebackenen Kürbis aus dem Ofen nehmen und in ein hohes Gefäß füllen. Mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer würzen. 

Wenn das Risotto fast fertig ist, 25g Butter in einer Pfanne erhitzen und  bei mittlerer Hitze zu geschmolzener hellbrauner Butter bräunen. Dann die Maronen zugeben, unter Wenden anbraten. Salbeistreifen ebenfalls zugeben, kurz mitschwitzen. Als letztes die Amarettinibrösel zugeben und kurz durch die Pfanne schwenken. 

Das Kürbispüree und die restlichen 25g Butter mit dem geriebenen Parmesan unter das Risotto rühren. Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann portionsweise in tiefe Teller füllen. Mit den Maronen und Amarettinibröseln sowie dem Rest Parmesan bestreut servieren.

Gegen Herbstgrippe: Hühnersuppe mit Asia-Nudeln und Gemüse

Gegen Herbstgrippe: Hühnersuppe mit Asia-Nudeln und Gemüse

Vielen lieben Dank für eure zahlreichen und lieben Glückwünsche zu meinem 5. Blog-Geburtstag gestern! Ich habe mich riesig darüber gefreut. Und wie versprochen geht es munter weiter mit Rezepten und Blogbeiträgen, heute für eine Virenkiller-Suppe!

Letzte Woche hatte mich die Grippe erwischt. Wenn die Stimme weg ist, der Hals kratzt und der Taschentuch-Bedarf in schwindelnde Höhen steigt, wächst in mir sofort das Bedürfnis nach einer heißen Suppe. Und zwar ganz konkret nach einer heißen Hühnerbrühe. Wie passend, dass zuhause das perfekte Kochbuch dafür auf dem Lesestapel lag:  Suppen, die glücklich machen von Cornelia Schinharl. Im Kapitel "Herbstsuppen: Gesundes aus der Suppenküche" wird diese Hühnersuppe mit Asia-Nudeln und Gemüse als "Virenkiller" bezeichnet. Und tatsächlich hat mich diese Suppe wieder auf die Beine gebracht. Aber auch ohne Husten-Schnupfen-Heiserkeit kann ich euch diese Vitaminspritze nur empfehlen! 

 

Hühnersuppe mit Asia-Nudeln und Gemüse
(für 4 Portionen)

Zutaten:
2 Hähnchenschenkel (insgesamt ca. 600g)
1/2 Stange Lauch
2 Karotten
3cm frischer Ingwer
1 TL Koriandersamen
4 Kaffir-Limettenblätter
Salz
2 Frühlingszwiebeln
200g Brokkoli
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
150g Mie-Nudeln (chin. Eiernudeln)
4 EL Sojasauce

Zubereitung:
Lauch längs halbieren, unter fließendem Wasser gründlich abwaschen und in grobe Ringe schneiden. Eine Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Ingwer schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden. 2 Scheiben Ingwer beiseite legen. Hähnchenschenkel kalt abspülen, in einen großen Topf legen und mit ca. 1,5 Litern Wasser bedecken. Das vorbereitete Gemüse, bis auf die 2 Scheiben Ingwer, zum Hähnchen in den Topf geben. Koriandersamen und Limettenblätter ebenfalls zugeben. Alles aufkochen, dann kräftig mit Salz würzen. Hitze reduzieren und die Hähnchenschenkel und das Gemüse bei halb aufgelegtem Deckel und mittlerer Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen.

Hähnchenschenkel aus der Brühe nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb in einen kleineren Topf abgießen. 
Frühlingszwiebel waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden.  Brokkoli in mundgerechte Röschen schneiden und waschen. Die zweite Karotte schälen und in feine Würfel schneiden. Chili waschen, Stiel entfernen und Chilischote mitsamt den Kernen in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln.

Einen großen Topf mit Salzwasser für die chinesischen Nudeln aufsetzen und zum Kochen bringen. Gleichzeitig die Hühnerbrühe erneut zum Kochen bringen. Brokkoli, Karotte, Chili, Knoblauch und die beiden am Anfang beiseite gelegten Ingwerscheiben in die Brühe geben und offen bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten köcheln lassen. Sobald das Nudelwasser kocht, den Topf vom Herd ziehen und die Nudeln hineingeben. Nudeln ca. 4 Minuten im Salzwasser gar ziehen lassen, dann in ein Sieb abgießen.

Derweil von den Hähnchenschenkeln die Haut abziehen und das Fleisch von den Knochen zupfen. Fleisch mit den abgetropften Nudeln zur Suppe geben und erwärmen. Hühnersuppe mit Sojasoße abschmecken und schön heiß und mit den Frühlingszwiebelringen bestreut servieren.


Und wenn wir schon dabei sind, möchte ich euch Suppen, die glücklich machen von Cornelia Schinharl auch gleich noch etwas näher vorstellen und das Kochbuch unter die Lupe nehmen. Ich vergebe maximal 5 Punkte pro Kategorie, wobei 5 die beste Wertung ist und 0 die schlechteste.

Aufmachung/Design: 3/5
Das Kochbuch ist im handlichen Format von 19x22 cm als Softcover erschienen. Die Aufmachung und das Design sind wie bei allen Kosmos-Kochbüchern modern, klar und frisch. Schwarze Schrift auf weißem Grund (für die Frühjahrs- und Sommersuppen) wechselt sich ab mit weißer Schrift auf dunklem Grund (für die Herbst- und Winterrezepte). Die Zutatenliste ist übersichtlich, die einzelnen Zubereitungsschritte sind auch optisch durch Trennlinien klar voneinander abgegrenzt. Mir gefällt diese Aufmachung, allerdings besitze ich schon viele Kochbücher aus dem Kosmos-Verlag mit der gleichen Aufmachung und sehe mich langsam aber sicher etwas an dieser Optik satt.

Fotos: 3/5
Alle Rezepte in diesem Kochbuch sind bebildert. Von einigen Rezepten gibt es auch noch Fotos der Zwischenschritte, die verdeutlichen, wie z.B. das Garnelen schälen für die Tom Yam Gung am besten funktioniert. Die Fotos sind appetitlich und ansprechend. Was mich persönlich aber wirklich stört: Auf vielen Suppenfotos wurden nachträglich noch gezeichneter aufsteigender Dampf eingefügt, um zu verdeutlichen, dass die Suppe heiß ist. Das ist überflüssig und sieht eher albern aus.

Rezepte: 3/5
"Suppen, die glücklich machen" enthält neben Suppenrezepten für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter natürlich auch Grundlagen-Rezepte für Fleischbrühe, Fischfond und Gemüsebrühe. Bei den saisonalen Rezepten finden sich überwiegend Klassiker wie Spargelcremesuppe, Gazpacho, Tomatensuppe, Bouillabaisse oder Kürbiscremesuppe, aber auch einige ausgefallenere Rezepte wie eine Grüne Suppe mit Radieschenblättern, Quittensuppe mit Zimt-Croutons oder eine Schokosuppe mit Vanille-Schnee-Eiern. Ich vermisse etwas die feineren Suppen, die sich auch gut als Vorspeise in einem Menü eignen würden. Bei den vorgestellten Rezepten handelt es sich eigentlich immer um Suppen, die als Hauptgericht serviert werden.

Nachkochbarkeit: 4/5
Die Rezepte von Cornelia Schinharl sind eine Bank und funktionieren immer, das hat sie mit zahlreichen Kochbüchern bereits bewiesen. Die Rezepte sind klar strukturiert, die einzelnen Arbeitsschritte deutlich erklärt und in sinnvoller Reihenfolge angeordnet. Außerdem sind die Rezepte absolut alltagstauglich: Fast alle Zutaten sind während der Saison in jedem Supermarkt erhältlich, selten werden ausgefallenere Zutaten verwendet. Die Zubereitungszeit ist bei jedem Rezept angegeben und trifft nach meiner Erfahrung auch meist zu. 

Kaufempfehlung: 3/5
Viele der Rezepte kenne ich so ähnlich bereits, für mich enthält das Kochbuch nicht viel Neues. Ich hätte mir auch noch raffiniertere Suppen-Rezepte gewünscht. Wer aber gezielt auf einen Blick nur alltagstaugliche Suppen-Rezepte haben möchte, ist mit diesem Büchlein bestens bedient.



Hinweis: Das Kochbuch ist im Kosmos Verlag erschienen und wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. 

5 Jahre "Schöner Tag noch!" - ein Rückblick auf das vergangene Blogger-Jahr

5 Jahre "Schöner Tag noch!" - ein Rückblick auf das vergangene Blogger-Jahr

Heute gibt es was zu feiern, denn genau heute vor 5 Jahren habe ich meinen ersten Blogbeitrag auf "Schöner Tag noch!" veröffentlicht! Mein Blog feiert also heute seinen 5. Geburtstag. Zeit, mal zurückzublicken auf das letzte Blog-Jahr, oder?

Und das waren für mich ganz persönlich die Highlights meines 5. Blog-Jahrs:


Im November 2012 haben 5 liebe Blogger-Kolleginnen und ich gemeinsam unser erstes E-Mag zum Thema Plätzchen und Weihnachten veröffentlicht. "Hilda. Mädchen und Kekse" ist wunderschön geworden und kam bei unseren Lesern richtig gut an!


Im Dezember 2012 war ich auf Einladung von Canon beim Blogger-Event zur Vorstellung der Canon EOS M mit Nelson Müller in Hamburg.


Im Februar 2013 hatte ich meinen ersten Fernsehauftritt im Mittagsmagazin "Drehscheibe Deutschland" im ZDF. Für die Reihe "Backträume" habe ich eine Spitzkohlquiche gebacken. Der Drehtag war eine tolle Erfahrung und hat mir sehr viel Spaß gemacht!

Im März habe ich mich erstmals mit "Grow your own" beschäftigt und Tomaten, Mangold und Peperoni aus Samen gezogen und später auf meinem Balkon als Balkongarten angepflanzt - und euch immer auf dem Laufenden gehalten über Erfolge (die Tomaten!) und Misserfolge (die Peperoni). Im April habe ich den monatlichen Post mit einem Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse eingeführt und mit meinen Lieblingsrezepten zu den saisonalen Produkten angereichert. Ich bin sehr zufrieden mit mir, dass ich diese Rubrik bis Oktober durchgängig weitergeführt habe!


Anfang Juni war ich mit vielen Lieblingsbloggern auf Einladung von AEG bei einem Sous Vide-Bloggerevent mit Christian Mittermeier in Rothenburg ob der Tauber. Ein unvergessliches Wochenende!


Im Juli habe ich zusammen mit den Hilda-Bloggerinnen eine Picknick-Mini-Ausgabe der "Hilda" veröffentlicht. Und psst, im Moment arbeiten wir gerade an einer neuen Ausgabe der "Hilda", die noch dieses Jahr veröffentlicht werden soll! Ich freue mich schon drauf...

In den letzten Monaten habe ich so viele Blogger "in echt" getroffen wie noch nie. Unter anderem war ich Anfang Oktober beim ersten Karlsruher Bloggertreffen, aber auch auf der Slow Food Messe in Stuttgart und bei den diversen Events hatte ich viele tolle Blogger-Begegnungen.


Sehr gefreut habe ich mich auch über die Veröffentlichungen und Blogvorstellungen in der "essen&trinken für jeden Tag" und in der "LISA".


Das letzte Highlight war erst vor einigen Tagen, als ich auf Einladung von Kikkoman in Düsseldorf bei einem tollen Food-Fotografie-Workshop war.

Außerdem habe ich im letzten Jahr zahlreiche Kochbuch-Rezensionen veröffentlicht, meine Kochbuch-Sammlung deutlich erweitert und zusammen mit HighFoodality die neue Kategorie "2 Blogs, 1 Buch" eingeführt, die wir demnächst mit einem neuen Buch fortsetzen wollen.

 Ich sage Dankeschön für die letzten 5 Jahre, für eure vielen Kommentare, regelmäßigen Besuche, den netten Austausch, die spannenden Begegnungen "in echt" und die vielen tollen Erfahrungen, die ich dank meines Blogs bisher machen durfte. Das hätte ich niemals gedacht, als ich vor 5 Jahren einfach so, aus Spaß an der Freude meinen Blog gestartet habe. 
Nach einem kleinen Blogger-Loch im Sommer, in dem ich kurzzeitig mein Blog-Mojo verloren hatte, habe ich meinen Spaß am Bloggen wiedergefunden und freue mich jetzt auf das nächste, 6. Bloggerjahr. 

Auf geht´s!

Oh what a perfect day! Der Food-Fotografie-Workshop von Kikkoman in Düsseldorf

Oh what a perfect day! Der Food-Fotografie-Workshop von Kikkoman in Düsseldorf

Am Freitag bin ich zu nachtschlafender Zeit aufgestanden und habe in aller Herrgottsfrühe den Zug nach Düsseldorf bestiegen. Anlass dafür war ein Food-Fotografie-Workshop mit den Fotografen Anne Rogge und Jan Jankovic und dem Foodstylisten Christoph Maurer, zu dem die Firma Kikkoman mich und 9 weitere (Food-)Blogger in die Kochschule Düsseldorf eingeladen hatte.


Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde ging es auch gleich los mit der Theorie. Profifotograf Jan Jankovic (ganz rechts im Bild) erklärte uns das Liveview-Shooting,bei dem die Kamera via Tethering direkt mit dem Notebook verbunden ist. Das hat den Vorteil, dass man sich schon vor dem ersten Foto auf dem großen Display anschauen kann, wie das Foto später aussehen wird, ob die Bildkomposition stimmt, das Licht gut ist, die gewünschten Elemente scharf sind etc. Außerdem gab Jan uns einen kurzen Überblick darüber, was es in Bezug auf Licht, Kameraeinstellungen und Perspektive bei Foodfotos zu beachten gilt. Klar: Tageslicht ist am besten geeignet, am besten fotografiert es sich unter einem Nordfenster.


Gemeinsam wählten wir einen Untergrund in Lehm-/Betonoptik und das Geschirr aus, auf dem wir unser "Fotomodell", einen Glasnudelsalat mit Zuckerschoten, Erdnüssen, Chili und Rinder-Spießchen, ablichten wollten. Fotografin Anne beschrieb die Aufteilung zwischen Jan und ihr so: "Er kümmert sich um die Technik, ich mich um das Fotostyling. Das heißt, ich muss ständig Geschirr und Props kaufen...." Verständnisvolles Nicken und zustimmendes Seufzen allerseits!


Foodstylist Christoph gab uns einen Tipp für den Fall, dass das Anrichten etwas länger gedauert hat und das Fleisch schon etwas trocken aussieht: Einfach noch mal mit etwas Öl einpinseln, damit es glänzt und schön frisch aussieht auf dem Foto. Bei Profi-Fotoshootings ist so etwas die Regel, denn bis das Foto-Setup steht und das finale Foto geschossen ist, dauert es - wenn es richtig gut läuft und schnell geht - locker 1,5 Stunden. So viel Zeit investierte ich in keines meiner Fotos. Bei mir dauert das Fotoshooting maximal 5 Minuten, schließlich möchte ich mein Essen auch gerne noch halbwegs warm verzehren....


Spannend war auch der Blick in Christophs Foodstyling-Koffer, drei an der Zahl! Darin schleppt er zum einen Küchenausstattung mit sich, da er vor einem Auftrag meist nicht weiß, wie die Küche vor Ort ausgestattet ist. Zum anderen hat er seine Geheimwaffen immer dabei, darunter Wasserspray, Zuckercouleur, Bunsenbrenner und Metallstäbe (für die perfekten Grillstreifen auf dem Fleisch), Pinzetten, Q-Tipps, Heißluftföhn, Aspirintabletten (für sprudelndes Wasser) und vieles mehr. Für mich kommen alle diese Hilfsmittel nicht in Frage, da ich mein Essen direkt im Anschluss an das Foto noch essen möchte. 


Nach diesem Theorieteil war es höchste Zeit für eine Stärkung. Und wie nicht anders erwartet, gab es zum Mittagessen Sushi!


Nach der Mittagspause durften wir dann selbst Hand anlegen. Während die einen Fotograf Jan mit Fragen rund um Fotografie und Bildbearbeitung belagerten, legten die anderen direkt los mit Freestyle-Kochen. Ziel war es, fotogene Gerichte zu kreieren, sie ansprechend anzurichten und  im Anschluss zu fotografieren, immer unter den wachsamen Augen von Fotografin Anne Rogge und Foodstylist Christoph. 

Anne und Joanna stylten ihr Essen ganz ohne Tricks oder Hilfsmittel wie Lebensmittelfarbe o.ä., einfach mit Liebe und einem guten Gespür für eine gelungene Bildkomposition - und das Ergebnis sah spitze aus!


Dieses Fotomodell stammt aus dem Kochtopf von Armagan und Christina:


Am fotogensten fand ich Mareikes geröstete Kürbisspalten mit Garnelenspießen und Limettenschnitzen. Und den Foto-Untergrund hätte ich mir gerne unauffällig unter den Arm geklemmt und mitgenommen!


Aber auch Silvias Kürbis-Süppchen konnte sich sehen lassen:


Astrid, Maja und mir war nach etwas Rustikalem und so gab es bei uns Fleisch, ganz pur mit etwas Kräutern, Knoblauch und einer frischen Kräuterbutter:


Der Tag verging mit Zuhören, Mitmachen, Kochen, Fotografieren, Essen, Austausch und tollen Gesprächen wie im Flug. Und mitgenommen habe ich natürlich auch etwas: Die Erkenntnis, dass die Arbeit der Profi-Fotografen nicht damit zu vergleichen ist, wie die meisten Blogfotos entstehen. Die Profi-Fotografen haben ganz andere Qualitätsansprüche an ihre Fotos, arbeiten grundsätzlich mit Stativ, bestem Licht, kontrollieren via Liveview-Shooting, ob auch noch das letzte Pixel scharf ist - und brauchen natürlich auch dementsprechend lange für ein Foto. 

Die Foodstylisten tun alles, damit das Essen so frisch und ansprechend wie möglich aussieht. Dafür werden die Zuckerschoten dann nur ganz kurz blanchiert und anschließend sofort mit Eiswasser abgeschreckt (damit sie schön grün bleiben), Sesamkörner mit der Pinzette verteilt, Wassertropfen einzeln mit der Pipette aufgesetzt, Grillstreifen nachträglich auf das Fleisch gebrannt, Brathähnchen mit dem Heißluftföhn nachgebräunt und vieles mehr. 

Faszinierend! Aber keine Sorge, ich werde mich weiterhin darauf beschränken, das Essen, wie es aus dem Topf oder dem Backofen kommt, hübsch anzurichten und so zu fotografieren, wie ich es auch esse. Da waren wir Blogger uns alle einig!


Und hier seht ihr auf dem Gruppenbild noch mal alle Workshop-Teilnehmer! Es war eine tolle Gruppe aus liebenswürdigen Kikkoman-Mitarbeiterinnen, bezaubernden Agentur-Damen und lieben Bloggerinnen, deren Blogs ich zum Großteil schon lange und sehr gerne lese und wie z.B. Sophia von Cucina Piccina schon ewig mal treffen wollte. Mit dabei waren:

Joanna von Liebesbotschaft
Anne von Gutentag.info
Maja von Moey´s Kitchen
Christina von Feines Gemüse
Sophia von Cucina Piccina
Mareike von Girl on travel
Silvia von Filines Testblog
Lidia von Pardon me (gleichzeitig Werkstudentin bei der PR-Agentur Zeron)

Ganz herzlichen Dank an Kikkoman und die Agentur Zeron für die Einladung zu diesem wunderbaren Event!

Süße Rohrnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce

Süße Rohrnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce

Ich sichte und sortiere gerade die 200 Fotos, die ich am Freitag bei einem Food-Fotografie-Workshop in Düsseldorf gemacht habe, zu dem die Firma Kikkoman mich und 9 weitere (Food)-Blogger eingeladen hatte. Ein tolles Event! Die ersten Berichte könnt ihr schon bei Joanna von Liebesbotschaft und Mareike von Girl on Travel nachlesen. Ich werde meine Fotos und Eindrücke hoffentlich auch bald sortiert und in Worte gefasst bekommen. Die Wartezeit bis zu meinem Bericht möchte ich euch derweil mit süßen Rohrnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce versüßen!

 Mit süßen Hauptgerichten habe ich es eigentlich nicht so, aber als ich in meinem neuen, von vielen hochgelobtem Kochbuch Deutschland vegetarisch von Stevan Paul (Autor) und Katharina Seiser (Herausgeberin) geschmökert habe, sind mir genau diese Rohrnudeln gleich ins Auge gefallen. Vielleicht, weil ich dafür mein selbstgemachtes Zwetschgenmus verwenden konnte? Oder weil ich Hefeteig so gerne mag? Oder weil ich schon ewig mal wieder was mit selbstgemachter Vanillesauce machen wollte? Oder weil das Foto im Kochbuch so ansprechend war? Egal, auf jeden Fall habe ich das Rezept in der halben Menge ausprobiert, als süßes Mittagessen gegessen und für gut befunden!



Süße Rohrnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Rohrnudeln:
50ml Milch
150g Mehl + etwas mehr für die Arbeitsfläche
10g frische Hefe
25g Zucker
20g weiche Butter + etwas mehr zum Fetten der Form
2 Eigelb (Größe M)
1 Ei (Größe S)
Salz
ca. 40g Zwetschgenmus (selbstgemacht)
1 EL Sahne
Puderzucker zum Bestäuben
Für die Vanillesauce:
50ml Sahne
1/2 Vanilleschote
125ml Milch
25g Zucker
1 Eigelb (Größe M)
4g Speisestärke (aus Mais)

Zubereitung:
Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde darin formen. Die Milch lauwarm erwärmen. Die Hefe in die Mehlmulde bröckeln, 2 EL lauwarme Milch und 1/2 TL Zucker dazu geben und mit etwas Mehl vom Rand der Mulde verrühren. Vorteig mit einem  Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Anschließend die restliche Milch, den restlichen Zucker, die weiche Butter in Stücken, ein Eigelb, das Ei und eine Prise Salz zum Mehl und dem Vorteig in die Schüssel geben. Mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verkneten. Eine Arbeitsfläche mit reichlich Mehl bestäuben und den weichen Teig 2 Minuten von Hand kräftig kneten. Bei mir war der Teig so weich, dass ich ihn anfangs nicht kneten konnte - ich habe dann noch etwas mehr Mehl zugegeben, bis ich den Teig kneten konnte. Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurücklegen und erneut abgedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Vanillesauce herstellen. Dafür die Milch, den Zucker, ein Eigelb und die Speisestärke in einen kleinen Topf geben. Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und das Vanillemark und die Schote mit in den Topf geben. Sahne in einem hohen Becher mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig schlagen. Vanillemilch mit Zucker und Ei unter Rühren aufkochen. 1 Minute kochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen. In eine Schüssel umfüllen, dabei die Vanilleschote entfernen. Geschlagene Sahne unter die Vanillemilch heben und die Vanillesauce abkühlen lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Eine ofenfeste Auflaufform mit Butter einfetten. Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch mal kurz durchkneten. Teig zu einer Rolle formen. Aus der Rolle 6 Scheiben schneiden. Jede Scheibe auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen möglichst rund und flach drücken und 1/2 bis 1 TL Powidl auf die Mitte der Teigkreise geben. Teig über der Füllung zusammenklappen, Teig zusammendrehen und zu einem Bällchen formen. Alle gefüllten Teigbällchen mit der Nahtseite nach unten in die gebutterte Form setzen. Form mit einem Küchentuch abdecken und die Rohrnudeln ein letztes Mal 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das letzte Eigelb mit 1 EL Sahne verquirlen. Rohrnudeln damit einpinseln.

Rohrnudeln im heißen Backofen auf der zweiten Schiene von unten ca. 30 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und mit der Vanillesauce noch warm servieren.


Und wie steht ihr zu süßen Hauptgerichten? "Ja gerne!" oder eher "nein danke"?

Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Flammkuchen mit Kürbis und Ziegenfrischkäse

Flammkuchen mit Kürbis und Ziegenfrischkäse

Wie angekündigt geht es weiter mit den Kürbis-Rezepten! Schon lange mal wollte ich Kürbis-Flammkuchen machen. In einer alten Ausgabe der Zeitschrift "Living at Home" hatte ich ein Rezept für einen Flammkuchen-Belag mit dünn gehobelten Kürbisscheiben gesehen. Das Flammkuchen-Teigrezept enthielt jedoch Hefe und Joghurt und überzeugte mich beim ersten Versuch nicht so ganz. Also habe ich noch nach einer Teig-Alternative gesucht, denn der Original-Flammkuchenteig wird eigentlich ohne Hefe zubereitet. Auf der Brigitte-Webseite habe ich auch tatsächlich ein Teigrezept für Flammkuchen gefunden, das ganz ohne Hefe auskommt. Damit wird der Boden wunderbar dünn und knusprig und der Flammkuchen mit Kürbis und Ziegenfrischkäse ist prima geworden! Die Kürbisstreifen schmecken leicht süßlich, der Ziegenfrischkäse hält mit einer würzigen Note dagegen und überhaupt ist dieser Flammkuchen schneller verschwunden, als er gebacken ist...


Flammkuchen mit Kürbis und Ziegenfrischkäse
(für 2 Flammkuchen - reicht für 1 Hungrige/n oder für 2 als Snack)

Zutaten:
Für den Teig:
220g Mehl
1 Eigelb
1/2 TL Salz
3 EL Olivenöl
Für den Belag:
400g Hokkaido-Kürbis
100g Schmand
4 Stängel Thymian
Salz, Pfeffer
25g Butter
100g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
Für den Teig das Mehl mit dem Eigelb, dem Salz, 2 EL Olivenöl und 100ml Wasser mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teigkugel mit dem restlichen Öl rundherum bestreichen, in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen.

Derweil den Hokkaido waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch entfernen. Hokkaido vierteln und (z.B. mit einem Sparschäler) in dünne Streifen hobeln.

Pizzastein in den Backofen legen und den Backofen auf 240 Grad vorheizen. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Butter bei niedriger Hitze in einem kleinen Topf schmelzen.

Teigkugel halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils sehr dünn und rund ausrollen. Flammkuchenteig auf ein Backpapier legen. Jeden Flammkuchen dünn mit Schmand bestreichen. Kürbisstreifen auf dem Flammkuchen verteilen. Kürbis mit der geschmolzenen Butter bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Thymianblättchen bestreuen. Mit einem Teelöffel Nocken vom Ziegenfrischkäse abstechen und auf den Flammkuchen verteilen.

Den ersten Flammkuchen mit dem Backpapier auf den heißen Pizzastein legen und im heißen Backofen ca. 10-12 Minuten backen. Nach 5 Minuten das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen. Zweiten Flammkuchen ebenso backen.

Flammkuchen in Viertel oder Sechstel schneiden und heiß servieren!

Dazu passt ein knackiger grüner Salat.

So, und jetzt muss ich euch noch zeigen, über was ich mich heute im örtlichen Supermarkt am Zeitschriftenregal so gefreut habe, dass sich die Leute schon nach mir umgeschaut haben:



In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "essen & trinken für jeden Tag", die heute erschienen ist, werden auf einer Doppelseite mein Blog und ich vorgestellt! Und ein Lieblingsrezept verrate ich auch, nämlich das für die Penne mit Chili-Knoblauch-Bröseln. Toll, oder? Ich freue mich sehr über den Beitrag!

Kürbis-Linsen-Salat mit Ziegenfrischkäse und Rucola

Kürbis-Linsen-Salat mit Ziegenfrischkäse und Rucola

Schon Mitte Oktober und ich habe noch gar kein Kürbis-Rezept gepostet? Das kann ja fast nicht sein! Denn natürlich habe ich diesen Herbst schon einige neue Kürbis-Rezepte ausprobiert, die ich nun nach und nach veröffentlichen werde. Den Anfang macht heute ein Kürbis-Linsen-Salat mit Ziegenfrischkäse und Rucola. Bei Gerichten, die Ziegenfrischkäse enthalten, kann ich bekanntlich nicht nein sagen und muss sie fast schon zwanghaft nachkochen. So auch hier! Als ich letzte Woche in meinem neuen Kochbuch Ganz entspannt kochen - für Freunde und Familie von Annabelle Knaur-Trauttmansdorf und Aglaia Clam-Martinic geblättert habe,sind meine Augen im Kapitel "Dinner with friends" gleich an diesem Salat haften geblieben. Und am Wochenende gab es zwar kein Dinner für Freunde, aber diesen höchst leckeren Herbst-Salat für meinen Mann und mich. Prima!



Kürbis-Linsen-Salat mit Ziegenfrischkäse und Rucola
(für 2 Portionen als Hauptgericht oder für 4 als Vorspeise)

Zutaten:
800g Hokkaido-Kürbis
100g grüne Linsen
5-6 EL Olivenöl
1 TL Cumin
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
100g Rucola
150g Ziegenfrischkäse
2 Stängel frische Minze
2 EL Rotweinessig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Linsen in einen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken. 10 Minuten quellen lassen.

Derweil den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Kürbis waschen, halbieren, mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch herauslöffeln. Hokkaido-Kürbisse müssen nicht geschält werden! Kürbis in Würfel schneiden, mit 3 EL Olivenöl, dem Cumin, dem Paprikapulver und etwas Salz vermischen. Gewürzte Kürbiswürfel auf einem Backblech verteilen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten rösten. Kürbiswürfel wenden und weitere 15 Minuten rösten, bis der Kürbis weich ist.

Gequollene Linsen in ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen. Linsen in den Topf zurückgeben, mit Wasser bedecken und in ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen.

Derweil vom Rucola die harten Stiele entfernen, Rucola waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Minze waschen, trocken schütteln und grob hacken.

Linsen abgießen, abtropfen lassen. Geröstete Kürbiswürfel, Rucola, Linsen und gehackte Minze in eine Salatschüssel geben. Essig und 3 EL Olivenöl zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut miteinander vermischen. Ziegenfrischkäse mit einem Teelöffel zu kleinen Nocken abstechen und auf dem Salat verteilen. Salat sofort warm servieren.


Ganz entspannt kochen wurde mir als Rezensionsexemplar vom Brandstätter Verlag zur Verfügung gestellt und sobald ich noch mehr Rezepte daraus ausprobiert habe, werde ich es ausführlicher vorstellen. Mein erster Eindruck von diesem Buch ist schon mal sehr gut: Es enthält leicht nachkochbare Rezepte und fordert immer wieder dazu auf, Freunde und Familie an einen Tisch zum gemeinsamen Essen einzuladen und die gemeinsame Esskultur zu pflegen, ohne dass dafür jedes Mal ein 3-Gang-Menü oder Gerichte aus der Sterneküche notwendig sind. 
Frühstücksideen, entspanntes Kochen am Sonntag für die eigene Familie, Rezepte für einen Mädels-Kochabend, Eintopf-Gerichte, Rezepte für das Kochen gemeinsam mit Kindern, Fingerfood für die relaxte Cocktailparty und Menüvorschläge für das Dinner mit Freunden - all das findet sich in diesem Kochbuch, untermalt mit ansprechenden Rezeptfotos und Stimmungsbildern. Das macht richtig Lust auf die nächste Essenseinladung und aufs Kochen. Sehr schön!

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1. Karlsruher Bloggertreffen: Blogger meets Baustelle!

1. Karlsruher Bloggertreffen: Blogger meets Baustelle!

Am Samstag war ich den ganzen Tag in  Karlsruhe unterwegs und hatte trotz strömenden Regens meinen Spaß. Der Grund? Ich war beim 1. Karlsruher Bloggertreffen, organisiert von den bezaubernden Bloggerdamen Miri von Miris Jahrbuch, Anna von Anna im Backwahn, Kerstin von My Cooking Love Affair und Nadine von Dreierlei Liebelei. 30 Bloggerinnen und Annas Mann trafen sich am Samstagmorgen in Karlsruhe auf dem Gutenbergplatz. Am Anfang schielte jeder noch unauffällig auf das Namensschildchen der anderen, aber schon bald war das Eis gebrochen und das Geschnatter groß.

In einer Regenschirm-Kolonne klapperten wir bei beständigem Regen dann einige ausgewählte Läden rund um den Karlsruher Gutenberg-Platz ab. Der erste Halt war der Romy Ries Concept Store. Dort wurden wir von der Inhaberin persönlich begrüßt und bei einem Gläschen Sekt erklärte sie uns das Konzept ihres Ladens und nach welchen Kriterien sie die angebotenen Produkte auswählt. Außerdem erfuhren wir etwas über die Wohntrends 2014: Kupfer ist ganz groß im Kommen bzw. schon da - wer ab und zu Wohn-/Deko/Interieur Design-Blogs liest, hat das sicherlich auch schon mitbekommen ;-)


Nach kurzen Abstechern zum Schauraum Karlsruhe und dem direkt daneben liegenden Energie & Farbe-Laden ging es mit einem Besuch bei "Der Weinlade" am Gutenbergplatz weiter. Der charmante Sommelier Guntram Fahrner im "Weinlade" stellte uns sein vielfältiges und außergewöhnliches Weinsortiment, das auch viele "crazy" Weine enthält, kurz vor und schenkte zur allgemeinen Aufheiterung angesichts des Wetters erst mal einige Gläschen seines vorzüglichen Perlbeers aus. Was sich anhört wie ein Kindergetränk, ist ein trockener, erdbeerig-fruchtiger Schaumwein, von dem gleich einige Flaschen in diverse Einkaufstauschen wanderten.


Dann ging es mit der S-Bahn in die Innenstadt und wir spazierten die Waldstraße, eine der schönsten Einkaufsstraßen Karlsruhes, entlang. Gleich an der Ecke zur Karlsstraße befindet sich der Rote Punkt, ein toller Möbel-Laden, in dem ich auch sonst regelmäßig vorbeischaue. Weiter die Straße entlang zog uns "Mode & Lieblingsdinge" quasi magisch an. Das ist das Paradies für alle Green Gate-Liebhaber und ich habe hier auch schon das ein oder andere Stück gekauft!


Danach hing uns der Magen in den Knien und wir marschierten geschlossen zu Bratar. Seit dieser modern gestaltete Burger-Laden im Frühjahr eröffnet hat, bin ich mit schöner Regelmäßigkeit hier zu Gast. Die Burger sind aus 100% Rindfleisch, werden frisch zubereitet, man kann sich den Belag extra zusammenstellen und sie schmecken einfach gut. Die Getränkeauswahl ist auch klasse. Für mich gab es einen Burger mit extra Jalapenos und Pommes, dazu eine minzig-frische Sommer-Limo.


Zum Mittagessen stieß auch Kerstin zu uns, die das Bloggertreffen mitorganisiert hatte, aber leider wegen Krankheit dann nicht selbst am kompletten Programm teilnehmen konnte. Gute Besserung, liebe Kerstin! Schön, dass Du beim Nachmittagsprogramm dabei warst. Und ich habe es hier sogar geschafft, immerhin drei der vier Organisatorinnen abzulichten - von links nach rechts: Miri, Anna und Kerstin.


Nach dem Mittagessen hatte ich ein kleines Formtief und mir war eher nach Füße hochlegen und entspannen, doch das Programm ging nahtlos weiter mit einem Besuch in der Villa Schönsinn. Während die eine Hälfte der Mädels wieder richtig munter wurde und sofort auf Props-Beutesuche ging (und fündig wurde!), setzte sich der Rest ins angeschlossene Café Schönsinn, trank noch ein Gläschen Sekt (ja, schon wieder) und ich quatschte mich mit der lieben Julia von Chestnut & Sage fest.

Danach ging es auch schon zum Abendessen ins Vaca Verde, zurück zum Gutenbergplatz. Nach dem üppigen Burger zum Mittagessen hatte ich eigentlich noch gar keinen Hunger, aber Essen ging dann doch schon wieder. Nach einem letzten Espresso und dem Verteilen der Goodie-Bags löste sich das 1. Karlsruher Bloggertreffen dann langsam wieder auf. 

Die Mitgebsel-Tüten waren sehr großzügig (und lecker!) bestückt von den Teilnehmerinnen (Backtrinchen, Christina's Catchy Cakes) und Organisatorinnen selbst (Miris Jahrbuchmy cooking love affair), von Shops, die wir im Lauf des Tages besucht hatten (Romy Ries Concept Store, Roter Punkt , Schauraum KA) und von Sponsoren, die die vier Organisatorinnen gewinnen konnten (Casa di FalconeChocolate ValleyEine der GutenFeines ZeugHerr Konrad macht ModeKoziolMinidropsshuyaoStadtmarketing KarlsruheSweet Dreams (Burda)  und ZKM). Danke dafür! Unten seht ihr einen Teil der Goodies.


Das wichtigste bei einem Bloggertreffen sind aber ganz klar die Teilnehmer! Leider konnte ich mich nicht mit allen Anwesenden unterhalten, dafür war die Gruppe dann doch zu groß. Aber es war - wie immer  bei Bloggertreffen - mit allen, mit denen ich mich unterhalten habe, sehr angenehm. Es war eine bunte Mischung von Deko/Wohn/DIY/Lifestyle-Bloggern, Foodbloggern und Backbloggern. Allen gemein ist der ständige Drang, mit Kamera und Smartphone zu fotografieren und immer wieder etwas zu twittern und auf Facebook oder Instagram zu posten. Und das wichtigste Accessoire auf einem Bloggertreffen, neben Kamera und Smartphone, sind ganz klar Visitenkarten für den eigenen Blog! Hier seht ihr meine Ausbeute - ich habe meine Kärtchen natürlich auch fleißig verteilt!


Weitere Berichte über das 1. Karlsruher Bloggertreffen mit noch viel mehr Fotos findet ihr hier:
Miris Jahrbuch (mit Verlosung der restlichen Goodie-Bags!)

Ein riesengroßes Dankeschön an die Organisatorinnen des 1. Karlsruher Bloggertreffens: Miri, Anna, Kerstin und Nadine. Danke für eure Initiative und euren großen Einsatz, es war ein toller Tag!

PS: Warum das Bloggertreffen den offiziellen Titel "Blogger meets Baustelle" hatte, wurde allen Karlsruhe-Besuchern spätestens bei der Fahrt in die Innenstadt klar. Eine Baustelle reiht sich an die andere, überall wird abgerissen, aufgerissen, in die Tiefe gebuddelt und neu gebaut! Ich hoffe, alle Teilnehmer, die von weiter weg angereist sind, haben trotzdem einen netten Eindruck von Karlsruhe und den Karlsruher Bloggern mit nach Hause genommen...

Dreierlei von der Zwetschge: Geröstetes Zwetschgen-Zimt-Eis, Zwetschgenkompott mit Balsamico & Zwetschgenmus

Dreierlei von der Zwetschge: Geröstetes Zwetschgen-Zimt-Eis, Zwetschgenkompott mit Balsamico & Zwetschgenmus

Heute steigert sich mein Zwetschgen-Fieber zu einer Dessert-Trilogie von der Zwetschge! Perfekt für alle, die wie ich gerade nicht genug von der blauen Frucht bekommen können und nicht zu süße, aber fruchtige Desserts mögen. In meinem Dreierlei von der Zwetschge waren enthalten: selbstgemachtes geröstetes Zwetschgen-Zimt-Eis nach einem Rezept von Delicious Days, ein schnelles Zwetschgenkompott mit weißem Balsamico-Essig und mein selbstgemachtes Zwetschgenmus
Das Zusammenspiel der Zwetschge in ihren verschiedenen Aggregatzuständen macht sich prima als Abschluss eines Herbst-Menüs und kommt bei mir bestimmt noch mal auf den Tisch, solange es noch Zwetschgen gibt! Und hier kommen die einzelnen Rezepte für euch. Die einzelnen Komponenten schmecken natürlich auch solo prima!


Das Rezept für das geröstete Zwetschgen-Zimt-Eis habe ich auf Nickys Blog Delicious Days gesehen und umgehend auf meine Nachkochliste gesetzt. Die Zwetschgen werden zunächst mit Zimt im Backofen geröstet, dann püriert und mit ordentlich Sahne in der Eismaschine zu einer köstlichen Eiscreme gerührt. Das Eis braucht durch das Rösten im Ofen, das Abkühlen und Kühlen in der Eismaschine natürlich eine gewisse Zubereitungszeit, ist aber ansonsten in der Herstellung sehr einfach und belohnt mit einem fruchtigen, herbstlich-winterlichen Geschmack. Ich könnte mich reinlegen und kann es mir z.B. auch in Kombination mit Walnuss-Krokant wunderbar vorstellen.


Geröstetes Zwetschgen-Zimt-Eis
(ergibt 1l Eis)

Zutaten:
350g Zwetschgen
100g Zucker
1/2 TL gemahlener Zimt
400g Sahne
Eine Prise Salz

Zubereitung:
Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Zwetschgen vierteln, in eine ofenfeste Form legen und mit 1-2 EL Zucker gleichmäßig bestreuen. Zimt ebenfalls großzügig auf den Zwetschgen verteilen. Zwetschgen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten rösten, bis die Zwetschgen weich und karamellisiert sind. Zwetschgen aus dem Ofen nehmen, vorsichtig in ein hohes Gefäß umfüllen und mit dem Stabmixer fein pürieren. Zwetschgenpüree beiseite stellen.

Sahne mit dem restlichen Zucker und einer Prise Salz in einen kleinen Topf geben, gut vermengen und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Topf vom Herd nehmen und das Zwetschgenpüree unterrühren, bis sich Sahne und Püree gut miteinander verbunden haben. Eiscreme-Masse abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Gekühlte Eiscreme-Masse in die Eismaschine geben und 40-50 Minuten gefrieren lassen. Entweder sofort servieren oder in einen tiefkühlgeeigneten Behälter umfüllen und einfrieren. Tiefgekühltes Eis vor dem Servieren 1-2 Stunden im Kühlschrank antauen lassen, damit es wieder cremig wird.

Das Zwetschgenkompott mit Balsamico war eine Eigenkreation, die ich spontan zusammen gerührt habe. Die Mengenangaben sind daher eher als ungefähr anzusehen!


Zwetschgenkompott mit Balsamico
(für ca. 4 Dessertportionen)

Zutaten:
300g Zwetschgen
2 TL Roh-Rohrzucker
4 TL Zitronensaft
1 Zimtstange
2-3 TL weißer Balsamico-Essig

Zubereitung:
Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Zwetschgen in Viertel schneiden. Zwetschgenviertel mit dem Zucker, dem Zitronensaft und der Zimtstange in einem kleinen Topf vermischen. Bei mittlerer Hitze die Zwetschgen leicht karamellisieren lassen. Mit Balsamico ablöschen, einmal aufkochen, gut umrühren und das Zwetschgenkompott sofort (lau-)warm servieren.


Das Rezept für das Zwetschgenmus (Powidl) habe ich bereits im September auf dem Blog veröffentlicht. Ich habe noch das ein oder andere Glas eingemachtes Zwetschgenmus im Vorratsschrank und habe für die Dessert-Trilogie ungefähr 2 Teelöffel Zwetschgenmus pro Dessertteller verwendet. Fein!

Saisonkalender und Rezepte für heimisches Obst und Gemüse: Oktober

Saisonkalender und Rezepte für heimisches Obst und Gemüse: Oktober

Der Oktober ist da! Und mit ihm der alljährliche, fast unvermeidbare Herbst-Schnupfen. Der Hals kratzt, die Nase trieft... aber kein Wunder! Tagsüber scheint die Sonne und es ist angenehm warm, aber der Wind ist kalt und abends wird es schlagartig feucht und klamm. 

Und natürlich ist es jetzt auch Zeit für den Saisonkalender für Oktober! Welches heimische Obst und Gemüse hat im Oktober Saison? Wie immer habe ich die Saisonkalender von brigitte.de und alnatura.de zu Rate gezogen. Das Angebot an heimischem Obst wird langsam etwas weniger vielfältig. Jetzt sind Äpfel, Birnen, Quitten und Weintrauben reif. Auch auf der familieneigenen Obst-Wiese können wieder massenweise Äpfel geernet werden. Um die Apfelschwemme bewältigen zu können, habe ich euch einige meiner liebsten Äpfel-Rezepte aus dem Blog herausgesucht!

Meine Top 3 Apfel-Rezepte
Wie wäre es mal mit einem besonderen Flammkuchen? Den Flammkuchen mit Äpfeln, Haselnüssen und Ziegenfrischkäse und Salbei kann ich euch sehr empfehlen.


Wenn ihr Äpfel für den Vorrat haltbar machen wollt, kann ich euch die Apfel-Karamell-Konfitüre mit Fleur de Sel nahelegen. Diese Konfitüre schmeckt einfach umwerfend! Das Zusammenspiel von fruchtigem Apfel, süßem Karamell und der leicht salzigen Note schmeckt köstlich und ich werde die Konfitüre sicherlich auch dieses Jahr wieder machen. Sie eignet sich auch prima als kulinarisches Weihnachtsgeschenk, nur so als Tipp....


Außerdem darf hier natürlich der absolute "Blog-Buster", das köstliche Karamellisierte Ofen-Apfelmus nach einem Rezept von Micha, nicht fehlen.


Außerdem können aktuell auch noch Nüsse geernet werden: Haselnüsse und Walnüsse sind gerade erntereif. Da auf der Familien-Wiese außer Apfelbäumen auch Walnuss-Bäume stehen, habe ich im Laufe der Zeit auch schon viele empfehlenswerte Walnuss-Rezepte auf dem Blog veröffentlicht, um der Nuss-Schwemme Herr zu werden.

Meine Top 3 Walnuss-Rezepte
Ein leckerer herbstlicher Appetit-Happen sind zum Beispiel diese Kürbis-Walnuss-Crostini mit Ziegenfrischkäse. Rustikal und gut!


Wenn es was Süßes sein darf, kann ich euch diese klitschig-saftigen Walnuss-Brownies empfehlen.


Wenn ihr Soulfood lieber in Form von Pasta zu euch nehmt, sind diese herbstlichen Spaghetti mit Kürbis-Würfeln und Walnuss-Pesto genau das richtige für euch!


Auch beim heimischen Gemüse verändert sich das Angebot. Langsam übernehmen die Wurzelgemüse das Regiment und die Kürbisse werden allgegenwärtig. Auch bei mir wird es im Oktober auf jeden Fall das ein oder andere Kürbisgericht geben. Außerdem haben Chinakohl, Endiviensalat, Ackersalat/Feldsalat, Fenchel, Kartoffeln, KnollensellerieKarotten/Möhren, Pastinaken, Lauch, Radicchio, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Schwarzwurzeln, Spinat, Weißkohl und Spitzkohl im Oktober Saison. Einfach auf die verlinkten Gemüse-Sorten klicken, dann gelangt ihr zu den passenden Rezepten auf meinem Blog!


Meine Balkongarten-Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Von den insgesamt zwei Chilischoten ist mittlerweile eine rot und wird für das nächste Chili oder scharfe Curry geerntet, die andere ist noch grün. Was für eine Ausbeute, oder? ;-) Die Fotos habe ich gerade eben im fiesen Nieselregen gemacht!


An den Tomatenstauden hängen noch einige grüne Früchte dran, die aber vermutlich nicht mehr reifen können, bevor der erste Frost kommt. Die letzten kleinen Mangold-Pflänzchen werde ich bald abernten und verwerten. Die Kräuter muss ich demnächst zurückschneiden, trocknen und die Pflanzen winterfest einpacken. Den in die Höhe geschossenen Pflücksalat habe ich schon abgeschnitten und im Bio-Abfall entsorgt. Insgesamt bin ich mit meinem ersten Grow your own-Jahr zufrieden und nehme einige Erkenntnisse mit für nächstes Jahr, was ich anders oder besser machen möchte!

So, und jetzt trinke ich erst mal eine Kanne heißen Rotbusch-Tee und stöbere dann in meiner Herbstrezepte-Sammlung und überlege mir, was es in den nächsten Tagen zu essen geben wird. Euch noch einen schönen Sonntag - macht es euch gemütlich!

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