Donnerstag, 23. Januar 2014

Themenwoche New York: Tom Kha Gai wie in Chinatown [Gastbeitrag]

Heute bleibt der Backofen kalt! Nach Bagels und Compost Cookies gibt es heute im Rahmen der New York-Themenwoche das erste herzhafte Rezept. Sandra vom Blog "From Snuggs Kitchen" hat sich bei ihrem New York-Besuch getraut, etwas zu tun, wozu ich nicht den Mut hatte: Sie hat in Chinatown etwas gegessen! Und sie hat es nicht bereut, sondern uns ganz im Gegenteil auch noch das Rezept für eine wärmende Tom Kha Gai mitgebracht. Klasse! Und jetzt: Bühne frei für Sandra!

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Wie bereits die letzten Tage zu sehen war: Juliane von Schöner Tag noch nimmt uns mit auf eine Reise nach New York. NEW YORK - meine Lieblingsstadt! Für mich hat diese Stadt einfach alles, abgesehen von sehr vielen Sehenswürdigkeiten gibt es auch viele Grünflächen und Parks. Trotz der Größe kamen wir uns nie verloren vor, denn vor allem die Menschen waren freundlich und hilfsbereit. 

Bereits zweimal waren wir in New York. Das erste Mal 1997, wobei wir damals eigentlich nicht direkt in New York, sondern bei meiner Patentante waren. Sie wohnt etwa 2 Stunden von New York entfernt. In New York waren wir natürlich trotzdem, mit Besuch der Freiheitsstatue. So richtig - innen die Treppen hinauf, bis in die Krone und dann ein Blick auf die Skyline - mit Zwillingstürmen. Zuletzt waren wir im Jahr 2011 dort und diesmal gleich für 10 Tage. Es war einfach großartig und trotz der langen Zeit haben wir immer noch nicht alles gesehen, aber das Wichtigste auf alle Fälle. 

Wir haben uns eigentlich nur in Manhattan aufgehalten, sämtliche Sehenswürdigkeiten abgeklappert und sind durch die Viertel geschlendert, wie z. B. SoHo, den Financial District, Harlem, Little Italy oder auch Chinatown. Und genau hier machen wir heute einen Stop - ich entführe Euch nach Chinatown.



Es ist wirklich so, wie man es auch den Spielfilmen kennt. Überall sind chinesische Schriftzeichen, man bekommt chinesische Lebensmittel und man sieht viele Chinesen, neben den Touristen, die sich durch das Viertel tummeln. Aber nicht nur Chinesen leben hier. Chinatown umfasst knapp 670.000 Einwohner, davon etwa 100.000 Chinesen. Um einen besseren Bezug zu bekommen: Manhattan hat insgesamt 1,6 Mio. Einwohner. Ihr seht - Chinatown ist groß.

Die Einwanderung der Chinesen wurde Anfang des Jahrhundert auf die arbeitenden Männer eingeschränkt, was dazu führte, dass es zu einer starken Erhaltung der Kultur kam. Selbst heute sprechen noch weniger als 55% der Bewohner Chinatowns englisch. Das Viertel vergrößert sich stetig, so dass heute bereits Teile des ehemaligen jüdischen und italienischen Viertels von Chinatown "übernommen" wurden. Mittlerweile gibt es Vereinbarungen, um das "italienische Erbe" zu erhalten. (Quelle der Zahlen: Wikipedia)


Mich hat Chinatown begeistert! Man taucht mitten in Manhattan in eine andere Welt ein. Man sieht in den Läden exotische Lebensmittel, teilweise schüttelt es einen wirklich. Nichts desto trotz haben wir es gewagt und uns etwas zu Essen geholt. Im Urlaub halte ich mich immer daran: Dort essen, wo auch die Einheimischen in Scharen hinlaufen. Damit sind wir immer gut gefahren, auch diesmal. Wir standen in einer Schlange vor einem kleinen Laden bzw. was man so Laden nennen mag, wo wir sonst mit Sicherheit nichts gekauft hätten und wurden mit vielen Köstlichkeiten belohnt. Von gebratenem Reis mit Gemüse über Dim Sum (gedämpfte Teigtaschen) bis hin zur Tom Kha Gai (Suppe). Und diese Suppe möchte ich Euch heute vorstellen.

Tom heißt auf Thailändisch Suppe, Gai heißt Huhn und Kha heißt Galgant. Eine wirklich leckere Suppe. 



Tom Kha Gai
(für 2 Portionen als Vorspeise)

Zutaten:
30 gr Galgant (ersatzweise Ingwer)
Stange Zitronengras
300 ml Hühnerfond
1 Kaffirlimettenblatt
etwas Koriander, frisch
1 kleines Hähnchenbrustfilet
50 gr Shiitake Pilze (ersatzweise Champignons)
1 EL Fisch-Sauce
Prise Zucker
Spritzer Limettensaft
200 ml Kokosmilch
1 rote Chili (oder weniger, nach Geschmack)
evtl. Sprossen und Salz

Zubereitung:
In einem Topf die Brühe zum Kochen bringen, das Filet hinein geben und etwa 15 min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Das Fleisch nun herausnehmen und in kleine Stücke schneiden. Die Brühe durch ein feines Sieb in einen anderen Topf abgießen.

Das Zitronengras mit dem Fleischklopfer oder ähnlichem flach klopfen und quer halbieren. Die Galgant-Wurzel schälen und in feine Streifen schneiden. Die Chili in feine Ringe schneiden, evtl. die Kerne entfernen, je nach gewünschter Schärfe. Die Korianderblätter waschen, trocknen und abzupfen.

Nun Kokosmilch, Galgant, Kaffirlimettenblatt, Zitronengras und Chili in die Brühe geben und 10 min. köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Pilze mit einen Tuch putzen und dabei die Stiele entfernen. Die Pilze halbieren oder größere auch vierteln. Pilze zur Suppe geben und weitere 8 min. köcheln, dann das Fleisch zufügen und nochmals für 2-3 min. ziehen lassen.

Die Suppe nun mit Limettensaft, Fisch-Sauce, Zucker und evtl. Salz abschmecken. Die Korianderblätter sowie evtl. Sprossen zufügen und dann servieren.
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Liebe Sandra, ganz herzlichen Dank für diesen Gastbeitrag zur New York-Themenwoche! Toll, dass Du in Chinatown keine Scheu hattest, die asiatischen Spezialitäten zu probieren.
Und wie es sich gehört, möchte ich meinen Gast auch noch kurz vorstellen:

Online seit: 2011
Ihre Spezialität: Sandra kocht und backt mit Leidenschaft! Auf ihrem Blog dominieren die Backrezepte - außer Kuchen, Muffins und Keksen backt Sandra auch ihr eigenes Brot, gerne auch mal synchron mit Zorra vom Kochtopf, und war auch schon Gastgeberin für den World Bread Baking Day zum Thema Topfbrote
Mein Lieblingsrezept auf ihrem Blog: Ich koche ja bekanntlich sehr gerne Marmeladen ein. Sandras Rezept für eine Erdbeermarmelade mit Balsamico und schwarzem Pfeffer steht für die nächste Erdbeersaison  ziemlich weit oben auf der Nachkochliste! 

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Ich habe Sandra und meine weiteren Gastbloggerinnen durch die Facebook-Gruppe "Übern Tellerrand" gefunden. Ziel der Aktion "Übern Tellerrand" ist es, mal über den eigenen Tellerrand hinwegzuschauen, den Austausch und die Verlinkung unter Bloggern zu fördern und anderen Bloggern eine Plattform auf dem eigenen Blog zu bieten. Ich hoffe, ihr habt daran ebenso viel Freude wie ich!




Morgen geht es nahtlos weiter mit New York Streetfood und einer ausführlichen Kochbuch-Rezension. Ich gestehe: Nach der Lektüre des morgigen Gastbeitrag musste ich mir das besprochene Kochbuch sofort zulegen...

Kommentare:

  1. Oh, jetzt lese ich extra nochmal gerne mit! In Vhinstown waren wir damals gar nicht. Sehr spannend!

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    1. Chinatown ist großartig und immer einen Blick wert. Man taucht wirklich in eine andere Welt ein und das mitten in Manhattan :D

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    2. Ich bin auch ganz fasziniert durch diese plötzlich so fremdartigen Straßen gelaufen. Gegessen haben wir dann aber doch lieber wieder in Little Italy ;-)
      Liebe Grüße!

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  2. Schöner Bericht und tolles Rezept, danke dafür :)

    Aber... was hat Tom Kha Gai mit Chinatown zu tun???

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    1. Tom Kha Gai kommt zwar aus Thailand, wird aber in Chinatown auch in vielen Restaurants auf der Speisekarte angeboten! Daher passt das prima in den Beitrag.
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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  3. Ich LIEBE Tom Kha Gai! Mein Rezept ist sehr ähnlich!

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    1. Ich muss Sandras Rezept auch unbedingt ausprobieren, habe Tom Kha Gai noch nie selbst gekocht!
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

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  4. Gerade bin ich aus dem Thailandurlaub zurück und lese erstmal auf allen Blogs nach, was so geschehen ist. Dein Eintrag zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Tom Kha Gai meine Lieblingssuppe aller Thailandurlaube- hach was schmeckt die lecker. Am Besten im Strandlokal mit Meeresrauschen im Hintergrund, die Sonne im Blick und das Lächeln der netten thailendischen Bevölkerung..
    Ach ich schwelge dahin und sage DANKE für dieses Rezept!
    Katrin aus k.

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  5. Ach, das erinnert mich an unseren ersten NY Aufenthalt. Wir haben uns damals in Chinatown spät abends verlaufen gehabt, und da es Anfang Februar war, somit ziemlich kalt, hat mein Mann mich einfach in eines dieser kleinen Restaurants reingezogen. Was für ein Erlebnis! Drinnen saßen nur Asiaten. Es war laut, es wurde geschlürft und getrunken, das Menu war größtenteils in chinesisch und die Bedienung sprach kaum englisch, ABER, es war das beste Essen, welches wir je gegessen haben. Leider haben wir uns den Namen oder die Ecke nicht gemerkt, und somit das kleine Restaurant danach nie wieder gefunden, aber generell halten wir es seitdem genauso: wo Einheimische reingehen, da gehen wir auch hin.

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