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Nachgemacht: Gebackener French Toast mit Ahornsirup

Nachgemacht: Gebackener French Toast mit Ahornsirup

Ich esse recht selten Toastbrot. Neulich aber hatte ich für die Polpettine al vino rosso mal wieder eine Packung Toast gekauft, aber natürlich nicht die komplette Packung für die Hackfleischbällchen verwendet. Also habe ich ein bisschen im Netz nach Rezepten zur Toastbrotverwertung gestöbert und bin auf dem amerikanischen Blog A beautiful Mess auf das Rezept für im Ofen gebackenen French Toast gestoßen. Das Rezept habe ich beim nächsten Sonntagsfrühstück sofort ausprobiert. Und es ist der Knaller! Durch das Grillen im Backofen karamellisiert der Zimtzucker, mit dem ich die Toastbrotstreifen bestreut habe, und sie bekommen eine tolle Kruste, die an Crème brulée erinnert. Noch dazu ist die Zubereitung super einfach und der French Toast in 10 Minuten fertig gebacken und servierbereit. Perfekt für ein entspanntes Sonntagsfrühstück!

 

Im Ofen gebackener French Toast 
(für 1 Portion) 

Zutaten:
3-4 Scheiben Toastbrot
2 Eier
1 EL Sahne
Zimt
2 EL Zimtzucker
Ahornsirup zum Beträufeln

Zubereitung:
In einer Schüssel die Eier mit der Sahne und einer großzügigen Prise Zimt mit dem Schneebesen verquirlen. Vom Toastbrot rundherum die Rinde abschneiden, anschließend das Brot in dicke Streifen schneiden. 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 270 Grad vorheizen.

Die Toaststreifen nacheinander in der Eier-Sahne-Creme wälzen und auf das Backpapier legen. Jeden Toastbrotstreifen mit Zimtzucker bestreuen. Backblech auf der obersten Schiene in den Backofen schieben, den Backofengrill anschalten und die Toaststreifen in ca. 3 Minuten goldbraun karamellisieren lassen. Dann das Backblech herausnehmen, die Toaststreifen wenden und erneut mit Zimtzucker bestreuen. Für weitere 3 Minuten unter dem Backofengrill goldbraun karamellisieren lassen.

French Toast aus dem Ofen nehmen, die Streifen auf einem Teller anrichten, mit Ahornsirup beträufeln und sofort genießen!

  Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

Da der French Toast in den USA auf jeder Speisekarte für einen Brunch oder ein ausgedehntes Frühstück steht und ich das Rezept von den amerikanischen Bloggerdamen von "A beautiful mess" übernommen habe, ist es der perfekte Beitrag für das aktuelle Blogevent "Kulinarischer Roadtrip durch die USA" im Kochtopf, dieses Mal betreut von bellakocht. Und zu meiner New York-Themenwoche passt das Rezept ja auch prima ;-)

Speckmarmelade und ofengerösteter Rosenkohl

Speckmarmelade und ofengerösteter Rosenkohl

Bei meiner Rezension von "I love NY. Mein New York Kochbuch" von Daniel Humm und Will Guidara habt ihr sie schon gesehen, jetzt endlich gibt es auch das Rezept für euch. Die Rede ist von der Speckmarmelade aus eben diesem NY-Kochbuch! Speckmarmelade hört sich erst mal etwas befremdlich an, aber im Prinzip ist es nichts anderes als eine köstliche pikante Beilage, die sich z.B. auch als Belag auf geröstetem Brot ganz wunderbar macht. Die Zubereitung ist einfach und die Speckmarmelade lässt sich gerade im Winter für so einiges verwenden. Aber jetzt kommt erst mal das Grundrezept für euch!


Speckmarmelade
(ergibt 500ml)

Zutaten:
1,5 EL Rapsöl
250g Speck
1 Zwiebel
1/2 Karotte
1-2 Stangen Sellerie
250ml Cidre (Apfelwein)
40ml Sherryessig
1 EL Ahornsirup
1 TL Melasse (ersatzweise Zuckerrübensirup)
3 TL körniger Senf
1/2 EL getrockneter Thymian
Für die eingelegten Senfkörner:
40g Senfkörner
125ml weißer Balsamicoessig
1 TL Salz
1/2 TL Zucker

Zubereitung:
Als erstes am Vorabend die eingelegten Senfkörner zubereiten. Dafür in einem kleinen Topf wenig Wasser zum Kochen bringen, Senfkörner hinzugeben und 30 Sekunden kochen lassen. Senfkörner in ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser gut abspülen und ein eine Schüssel geben.
In einem kleinen Topf Essig, Salz und Zucker bei mittlerer Hitze aufkochen. Das riecht ziemlich penetrant, daher am besten gleich das Fenster öffnen! Sobald die Flüssigkeit aufgekocht ist, Topf vom Herd nehmen und die Flüssigkeit über die Senfkörner gießen. Senfkörner abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. Danach können die Senfkörner in ein Marmeladenglas umgefüllt werden und sind luftdicht verschlossen und im Kühlschrank gelagert ca. 7-10 Tage haltbar.

Für die Speckmarmelade den Speck grob würfeln. Zwiebel Karotte schälen und würfeln. Sellerie waschen, ebenfalls fein würfeln. Das Öl in einem Topf stark erhitzen. Den Speck darin 2-3 Minuten anbräunen, dabei häufig umrühren. Herunterschalten auf mittlere Hitze und die Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel hinzugeben. Gemüse in 6-7 Minuten weich dünsten, dabei häufig umrühren. Jetzt den Apfelwein und den Essig hinzugießen, die Hitze wieder hochschalten und alles bei starker Hitze in ca. 5-7 Minuten zu einer dickflüssigen Konsistenz einkochen. Bei mir war es bereits nach 5 Minuten sehr dickflüssig!
Dann den Ahornsirup und die Melasse zugeben. Hitze wieder reduzieren und alles bei mittlerer Hitze so lange verrühren, bis sich auf dem Speck eine Glasur gebildet hat. Dann den Topf vom Herd nehmen und den Senf, 3 TL eingelegte Senfkörner und den Thymian unterrühren. Speckmarmelade in ein Weckglas füllen und abkühlen lassen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren und möglichst bald verwenden.

Verwenden ist das nächste Stichwort - was macht man jetzt mit der Speckmarmelade? Ich habe sie inspiriert von Frl. Moonstruck kocht mit ofengeröstetem Rosenkohl auf geröstetem Brot serviert. Köstlich!


Ofengerösteter Rosenkohl
(für 1 Portion)

Zutaten:
250g Rosenkohl
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 TL Pimentón de la Vera
frisch gehobelter Parmesan

Zubereitung:
Backkofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Rosenkohl waschen, welke Blätter abzupfen, Strunk entfernen und die Röschen halbieren. Rosenkohl in eine ofenfeste Form geben. Mit dem Olivenöl vermengen, mit Salz, Pfeffer und Pimentón de la Vera mischen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten rösten, dabei nach 10 Minuten den Rosenkohl einmal durchmischen, damit er gleichmäßig gart.

Gerösteten Rosenkohl mit Parmesanspänen garniert servieren. Dazu passt ofengeröstetes Brot (oder Brötchen), großzügig belegt mit Speckmarmelade.

Themenwoche New York: Weihnachten und Silvester im Big Apple - Annas Honeymoon [Gastbeitrag]

Themenwoche New York: Weihnachten und Silvester im Big Apple - Annas Honeymoon [Gastbeitrag]

 FINALE! Heute ist tatsächlich schon der letzte Tag der großen New York-Themenwoche. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen und euch, euren Kommentaren nach zu urteilen, auch. Das freut mich sehr! Nach Bagels, Compost Cookies, Tom Kha Gai, Coleslaw und Cronuts gibt es heute als Gastbeitrag zum Abschluss noch mal ein absolutes Highlight. Anna von "Anna im Backwahn" nimmt uns heute mit auf ihre Hochzeitsreise nach New York! Wie genial ist das denn? Die Krönung: Anna und ihr Mann waren über Weihnachten und Silvester in NY. Also nehmt euch ein paar Minuten Zeit, macht´s euch bequem und genießt die New York-Bilderflut, die Anna nun mit uns teilt!

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Als Juliane ihren Aufruf zur New York Woche startete, wurde ich sofort hellhörig, so wie immer beim Thema NY. Denn egal, wie schön andere Städte sind, NY zieht mich immer wieder in den Bann. Der Beweis sind fünf NY-Reisen in den letzten sechs Jahren. Die Letzte ist gerade mal drei Wochen her. Und genau von dieser Reise möchte ich euch heute erzählen, denn sie war nicht nur aufregend wie jede NY-Reise, nein, sie war überhyperaußergewöhnlichbesonders. Ich war nämlich über Weihnachten und Silvester mit meinem frischgebackenen Ehemann auf Hochzeitsreise im Big Apple. Ja, ich wäre auf mich selber neidisch, wenn ich nicht dabei gewesen wäre ;-)



Um euch ein kleines Geheimnis zu verraten: Eigentlich wollten wir uns vor einem Jahr in NY auf der Brooklyn Bridge verloben. Hat dann zeitlich aber nicht geklappt und so wichen wir eben auf den Honeymoon aus. Für meinen Mann war es das erste Mal in der Lieblingsstadt (ich nenne solche Mitreisenden gerne „NY-Jungfrauen“), wohingegen es für mich das erste Mal zur Weihnachtszeit war. Ist doch so ein typischer Punkt auf der Liste: Ein Mal zur Weihnachtszeit nach New York City.

So waren unsere Pläne also eine Mischung aus typischem Sightseeing und kleinen Liebeleien abseits vom Mainstream. Da wir vom 22.12.-02.01. da waren, gab es genug Zeit für alles. Leider kam es aufgrund einer dicken Erkältung dann ein bisschen anders. Aber beginnen wir von vorne.

Hoteltipps für New York
Wir haben uns in das „The Standard Highline NYC“ am Highline Park Höhe 14th street verliebt, nur leider gab es kein freies Zimmer mehr für die gesamte Zeit, jedoch war eine knappe Woche über Silvester frei. 
Also haben wir uns nach einem anderen Hotel während der Weihnachtszeit umgeschaut und sind im „ThePOD39“ auf der 39th street/Lexington Avenue gelandet. 

 
Hotel ThePOD39

Wenn ich so zurück schaue, war das genau die richtige Wahl. Denn in den ersten sechs Nächten haben wir in einem sehr, sehr kleinen Zimmer ganz nah am Grand Central übernachtet und sind dann für weitere fünf Nächte „aufgestiegen“ in ein sehr luxuriöses Zimmer im 16. Stock ganz am westlichen Rand Manhattans mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und das Empire State Building. 


Hotel The Standard Highline NYC

Wer sich nicht davon abschrecken lässt, dass man mit Plastiktüten, Winterstiefeln und chinesischem Essen to go im Aufzug als extrem underdressed angeschaut wird, der sollte sich ein Zimmer im The Standard Highline nehmen. Es gibt eine Zimmer-Kategorie, deren Preis sich danach ausrichtet, dass sich das Zimmer mindestens in den Stockwerken 11-17 befindet. Das hatten wir und bereuen den Aufpreis in keinem Fall. 


Hotel The Standard Highline NYC

Shopping in New York
Nein, wir fliegen nicht wegen des Shoppings nach NY, nein, es ist die kulturelle Vielfalt und ... ach was, machen wir uns doch nichts vor. Mein Koffer darf grundsätzlich nicht mehr als 15 Kilo auf dem Hinweg wiegen und mindestens 2-3 Kilo in Form von zu entsorgenden Socken oder alten Jeans müssen auch noch drin sein. Denn auf dem Rückflug spaßen die Gewichtskontrolleure nicht. 50lbs oder auch 23 Kilo sind erlaubt. Ich habe deswegen schon Handtücher weg geschmissen und 3 Kilo Süßigkeiten ins Handgepäck gestopft (auch hier sollte das Carry-On keine 8 Kilo überschreiten).

Meine üblichen Anlaufstellen sind Sephora und Duane Reade für Kosmetik. Da hab ich ein Herz für. Und viele Marken, die es hier nicht gibt, kann man drüben ganz toll antatschen. Vor Weihnachten kommt dazu, dass es tolle Specials gibt. Schöne Paletten, Sonderpreise oder Geschenkesets. Gerade bei Sephora kann man tolle Mitbringsel für Mama, Schwestern, Freundinnen ergattern.

Außerdem fahre ich immer! nach Jersey Gardens, eine Outlet Mall. Der Bus dorthin fährt am Port Authority Bus Terminal ab (41st Street/ 8. Av), das Ticket bekommt man in der Halle im Erdgeschoss am Schalter für NJ Busse und die Bushaltestelle ist die Nummer 222. Der Bus fährt am Wochenende ca. alle 30 Minuten, unter der Woche auch öfters. Die Mall hat auch Sonntags geöffnet.
Dort habe ich meine Lieblingsläden Old Navy und Bath&Body Works (beide gibt es aber auch in Manhattan). Dort finde ich immer was. Und auch in allen anderen Läden kann man ganz wunderbar nach Schnäppchen suchen, wenn man sich von last-season Mode nicht abschrecken lässt. Ganz grundsätzlich plane ich den Shoppingtag in der Mall immer ein, wenn schlechtes Wetter ist. 




Natürlich ist aber auch Manhattan ein ganz wunderbarer Ort, um zu shoppen. Foodies empfehle ich Williams Sonoma aufzusuchen. Ihr werdet denken, ihr seid im Himmel. Und dieser Himmel verleitet euch zu seltsamen Dingen. Zum Beispiel, heiße Schokolade in toller Verpackung für 19,90$ zu kaufen. Die Filiale in der Mall am Columbus Circle ist besonders groß und hat auch eine Show-Küche, wo sie immer was Leckeres brutzeln, während du dir überlegst, dass die Kuchenform, die drei Backmischungen in der Retro-Verpackung und die goldene Küchenmaschine sicherlich in den Koffer passen. 


Torten im Chelsea Market
Aber auch Liebhaber schöner Dinge kommen nicht zu kurz. Dafür kann ich wärmstens Anthropologie, z.B. im Chelsea Market, empfehlen. Im Untergeschoss warten wunderschöne Home Accessoires auf einen neuen Besitzer. Geht man drei Schritte weiter (immer noch im Chelsea Market) kann man in der Bowery Kitchen all die Küchenutensilien finden, die man bei Williams Sonoma nicht gefunden hat, Mason Jars für 2$ zum Beispiel. 


Paper Source

Und wer dann immer noch nicht genug von Schischi hat, schaut bei Paper Source vorbei. Wenn man Papier und Basteln und schöne Stempel und tolle Mitbringsel liebt, ist man dort genau richtig. Ich habe dort beispielsweise blaue Mason Jars gefunden. Unsere Filiale war die auf der 14th Street zwischen 8./9. Avenue.

Wer aber im Dezember in NY ist, kann seit kurzem sein Geld auch auf den wirklich schönen Weihnachtsmärkten in der ganzen Stadt ausgeben. Wir haben uns die Weihnachtsmärkte am Union Square (14th-17th Street/Broadway), am Columbus Circle (59th/8.Av am Central Park) und am Bryant Park (40th-42th Street/zw. 5. und 6. Av) angeschaut. Am schönsten fanden wir den am Union Square, vor allem, weil dort viele kleine Unternehmen aus der Region ihre Stände hatten und man das Gefühl hatte, dass dort wirklich viel Handgemachtes angeboten wurde. Der Markt am Bryant Park wird durch einen schönen großen Tannenbaum und eine Eisbahn ergänzt. Auf allen Märkten kann man (ganz wie wir es von unseren kennen) heiße Schokolade und Waffeln kaufen. Allerdings gibt es kaum Alkohol, außer von deutschen Ständen, die Glühwein verkaufen, was auch sonst ;-)

Sightseeing in New York
Die beliebtesten Sightseeing Spots in NY sind immer gut besucht, das ist ja klar. 

 

Aber wer rund um die Weihnachtstage das Rockefeller Center, das Empire State Building, das 9/11 Memorial oder Miss Liberty besuchen will, der muss Geduld und warme Thermoleggins mitbringen. Denn die Schlangen sind lang, mal mehr, mal weniger. 

 
Brooklyn Bridge

Auch auf der Brooklyn Bridge und auf dem Highline Park war es unangenehm voll. Sobald man stehen bleiben wollte, um ein Foto zu machen, wurde man erst einmal noch ein Stück weiter geschoben, weil von hinten sehr viele Menschen nachkamen. 


Highline Park
Für die Sightseeing Geschichten empfehle ich den Januar; zu der Zeit sind nicht nur die Flüge am günstigsten, sondern auch die Straßen leerer und die Schlangen kürzer. Ich sage nur: 5 Minuten anstehen, um auf das Empire State Building zu kommen. Großartig. Wem der Januar zu kalt ist, dem kann ich auch die zweite Hälfte im September empfehlen. Zu der Zeit ist es immer noch schön warm und die Sommerferien in den USA sind bereits rum.


Central Park

Das Lichtermeer an Weihnachten
Wer Dekoration mit Lichterketten und Weihnachtsdekoration in den Schaufenstern liebt, ist im Dezember in NY genau richtig. Überall, ich wiederhole ÜBERALL wird dekoriert, illuminiert und gejinglebellt – Lichterketten in den Bäumen, beleuchtete Krippenspiele auf der Feuertreppe und ganze Schneelandschaften in den Fenstern. Wer am 22.12. auf der Fifth Avenue nicht in Weihnachtsstimmung kommt, muss ein Grinch sein.
Besonders schön finde ich das Empire State Building zu dieser Zeit, es wird rot und grün angestrahlt und die Spitze sieht aus wie eine Zuckerstange. Seit letztem Jahr gibt es eine neue Lichtertradition in NY. Eine Woche vor Weihnachten wird die Spitze des Empire State Building jeden Tag um 19:00 Uhr mit einer Lichtshow beleuchtet. Die geht ungefähr drei Minuten lang und ist wirklich sehenswert. Den besten Blick darauf von Midtown aus hat man im Bryant Park, wo wir uns einfach auf ein paar Stühle gesetzt und das Spektakel verfolgt haben.



Ein weiteres Highlight sind die überdimensionalen Kugeln und Lichterketten auf der 6. Avenue auf Höhe des Rockefeller Centers. Ich mag diese Art der Weihnachtsdeko sehr. Beim Bummeln macht es viel Spaß und im Dunkeln ist NY dann der Hammer. Geht abends auf die Straßen und saugt die Lichter ein, es gibt nur wenig Vergleichbares.


Und wenn ihr das Glück habt, ein Hotel mit Aussicht zu haben, dann reicht es manchmal schon am Fenster zu stehen und die Aussicht zu genießen. 



Und wenn ihr die lange Schlange am Rockefeller nicht scheut, dann fahrt auf jeden Fall da hoch und genießt den Blick auf die Stadt und das beleuchtete Empire. Wer NY bei Nacht liebt, sollte sich also NY zu Weihnachten nicht entgehen lassen.




Weihnachten und Silvester in New York
Als ich mit Juliane über diesen Beitrag gesprochen habe, wollten wir den Fokus auf die Feiertage legen und ich freute mich darüber, euch von wahnsinnig tollen Weihnachtsessen und ausschweifenden Silvesterparties zu berichten. Und was passiert dann? Ich werde krank und zwar so richtig mit Schüttelfrost und Fieber und konnte an einigen Tagen nicht aus dem Haus. Deswegen war ich sehr froh, dass wir zwei schöne Hotelzimmer hatten und auf dem Food Channel den ganzen Tag Kochsendungen kamen.

Trotzdem kann ich euch einiges zu den Feiertagen erzählen. Der einzige Tag, an dem wirklich vieles geschlossen ist, ist der 25.12. Alle Geschäfte und viele Restaurants sind geschlossen, Museen auch. Die wichtigsten Sightseeing Attraktionen sind trotzdem offen, das Empire State Building und das Rockefeller auch. Wer sich selbst versorgen muss, bekommt in den meisten Delis trotz des Feiertags alles, was man braucht. Unser 24h-Café ums Eck hatte an JEDEM Tag im Jahr geöffnet, immer, 24h am Tag. Dort bekamen wir unser Frühstück, Getränke und auch immer etwas Warmes zu essen. An Weihnachten haben wir uns ein Western Omelette gegönnt, bevor ich wieder ins Bett gekrochen bin und den Tag verschlafen habe. Als mein Mann aber später noch einmal auf die Straße ging, um uns Suppe zu holen, sagte er: „Da draußen ist kein Mensch!“ Außer die Touristen, die eben auch auf der Suche nach Essen oder Entertainment waren. 

Silvester sollte ganz großartig werden, wir wollten gern auf die Brooklyn Bridge oder an einen anderen öffentlichen Ort. Aber so haben wir den Tag eben in unserem wirklich schönen Hotel verbracht und haben per Fernseher dem Treiben auf dem Times Square zugesehen. Bereits um die Mittagszeit standen die ersten Menschen dort und sicherten sich Plätze, um dort um Mitternacht dem „Ball Drop“, dem Herabsenken der riesigen Glitzerkugel, beiwohnen zu können. Selbst im gesunden Zustand hätte ich dort nicht 12 Stunden stehen wollen. An diesem Tag lagen die Temperaturen weit unter 0 und die meisten Menschen, die wir im Fernsehen gesehen haben, sahen auch nur mäßig glücklich aus. Natürlich sind Macklemore und Miley Cyrus live aufgetreten und man konnte hektisch in die Kamera winken, aber das wäre es mir nicht wert gewesen. Unser Plan war eigentlich, schön zu Abend zu essen und dann am Fenster zu sitzen und Hand in Hand das neue Jahr zu begrüßen. Das schöne Dinner war dann ein Hummer Sandwich vom Lobster Place  im Chelsea Market und das Fenster gucken hat nicht viel mehr gebracht als in den Nächten davor. Denn in NY sind Feuerwerke verboten. Der 1.1. ist in den USA zwar ein Feiertag, aber der wird wohl weniger ernst genommen als der Weihnachtsfeiertag, denn alle Restaurants, in denen wir uns erkundigt haben, waren an diesem Tag geöffnet. 



Wer weder Kosten noch Mühe scheuen möchte, kann an Silvester aber total die Sau rauslassen. Die meisten schicken Hotels (unseres eingeschlossen) bieten Partys in ihren Rooftopbars oder in ihren Restaurants in den oberen Stockwerken an. In unserem Hotel ist am Silvesterabend die Popband „Ikona Pop“ aufgetreten. Wäre ganz gut gewesen. Dresscode: black tie (schwarze Krawatte), hatten wir schon mal nicht. Ein weiteres Contra: die general admission (allgemeiner Eintritt) lag bei 250$, der Eintritt zu Konzertbereich bei 380$ und eine Tischreservierung ab 800$-unendlichkeineahnungwievieltausend $. Aber hey, ne Flasche Schampus ist immer inklusive bei ner Tischreservierung.

Wer den Silvesterabend nicht auf dem Times Square oder sonst wie auf den Straßen NYs verbringen will, dem rate ich, in einem schönen Restaurant (seiner Preisklasse) eines der zahlreich angebotenen Silvestermenüs zu buchen und die dort angebotene Party zu genießen. Oder in einen Club zu gehen, auch dort finden natürlich viele Partys statt.

Essen in New York
Jetzt habe ich euch schon so viel erzählt und bisher habe ich noch gar nicht über eines meiner Lieblingsthemen erzählt: das Essen. Da wir diese Woche bei „Schöner Tag noch“ aber ja schon ganz viele tolle Rezepte gesehen haben, habe ich hier nur noch zwei Tipps für euch. 

Wenn ihr nach Burgern, Hot Dogs, Sandwiches und Omelettes zum Frühstück die Nase voll habt von amerikanischem Essen, dann solltet ihr für ein Frühstück in eine der Filialen von Le Pain Cotidien gehen. Ja, ich weiß, die gibt es in Europa auch. Aber in NY ist diese Café-Kette eine zuverlässige Quelle für „ordentliches“ Brot. Und nach dem verzehrt man sich nach spätestens einer Woche in den USA. 


Unser absolutes Lieblingsfrühstück haben wir im Café Cafeteria  auf der 7. Avenue (zwischen 17th + 18th Street) zu uns genommen. Wer drauf steht, sollte das Grilled Steak and Eggs probieren. Für meinen Mann war es das Highlight schlechthin. Und auch die Buttermilch Biscuits waren zum Reinlegen. Preislich liegen beide im mittleren Bereich, wir haben nicht mehr als 50$ zu zweit (zzgl. Tipp) gezahlt.


So, nach ein paar Tipps und noch mehr Geschichten von meinem Honeymoon möchte ich mich nun von euch verabschieden und hoffe, dass ihr bald einen New York Trip bucht, damit ihr meine Begeisterung für diese wunderbare Stadt bald teilen könnt.
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Liebe Anna, ganz herzlichen Dank, dass Du uns mit auf Deinen Honeymoon nach New York genommen und so viele Tipps, Erlebnisse und tolle Fotos mit uns geteilt hast!
Und wie es sich gehört, möchte ich meinen Gast auch noch kurz vorstellen:
Annas Blog: Anna im Backwahn
Online seit: 2010

Ihre Spezialität: Anna ist leidenschaftliche Bäckerin und zeigt auf ihrem Blog alles, was der süße Zahn sich nur wünschen kann. Cakepops, Muffins, Cupcakes, Motivtorten, Kuchen.... und das alles garniert mit persönlichen Geschichten.

Mein Lieblingsrezept auf ihrem Blog: Mit Annas Donauwellen-Cupcakes könnte ich meinen Mann ziemlich glücklich machen - er liebt alle Kuchen, die Kirschen enthalten. Das Rezept wandert auf die Nachbackliste!

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 Ich hoffe, ihr hattet an meiner New York Themenwoche und den Gastbeiträgen ebenso viel Freude wie ich!

Themenwoche New York: Dreierlei selbstgemachte Cronuts [Gastbeitrag]

Themenwoche New York: Dreierlei selbstgemachte Cronuts [Gastbeitrag]

Nach dem gestrigen Klassiker Coleslaw wird es heute bei der New York-Themenwoche wieder trendy, süß und fettig. Wer kann da schon nein sagen?! Johanna vom Blog "My tasty litte beauties", meine heutige Gastbloggerin, hat nicht nur ein, sondern gleich drei Rezepte für selbstgemachte Cronuts mit im Gepäck. Ich habe diese Mischung aus Croissants und Donuts in NY nicht probiert, sie aber in vielen, vielen Bäckerein und Cafés gesehen. Jetzt bin ich auf Johannas Rezepte gespannt - los geht´s!

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Als Juliane ihre New York Themenwoche angekündigt hat, hab ich sofort ganz laut „hier“ geschrieen. Ich war 2009 in NY und hatte eine wundervolle Zeit. Wir waren eine Gruppe Studenten und genossen den Trubel, die Sehenswürdigkeiten und das Theater. Wir liefen uns von früh bis spät die Füße wund, um möglichst alles bestaunen zu können, danach ging es an den Broadway oder in kleine Theater. Eine Nacht bestaunten wir danach noch ein „Konzert“ in der U-Bahn Station, tagsüber hatten es uns die Straßenkünstler angetan.

Ich habe selten eine Stadt so voller Leben, Trubel und Dingen zum Bestaunen erlebt. Leider war ich damals noch kein völliger Kuchenjunkie und habe deshalb die kulinarische Seite New Yorks vernachlässigt. Irgendwann muss ich das unbedingt nachholen! Es gibt dort sooo viele leckere Dinge! Denn nicht nur in Sachen Mode und Lifestyle setzt NY Trends, sondern auch beim Essen.


Einer der neuesten Trends sind Cronuts. Typisch amerikanisch, Zucker und Fett mit noch mehr Zucker und Fett zu kombinieren. Wir reden hier von einer Kreuzung aus Croissant und Donut. Genauer, frittierte Croissants in Donut-Form. Uiuiuiui. Und ich war natürlich Feuer und Flamme.

In New York werden jeden Tag nur 500 Stück Original-Cronuts verkauft. Und die Menschen stehen Schlange (oder lassen Schlange stehen).  Nach über zwei Stunden (!) Wartezeit kann man dann für 5 Dollar so eine Leckerei erstehen. Und der Cronut soll ein absoluter Traum sein. Um herauszufinden, ab ein Cronut wirklich sooo lecker ist, oder ob da nur ein geschickter Marketing-Mensch dahintersteckt, habe ich im Sommer mal den Test gemacht. Probieren geht über studieren. Nur, ich komme ja nicht mal eben nach NY. Und dann stundenlang anstehen für einen besseren Krapfen? No way!
Also habe ich Croissant-Teig ausgestochen und frittiert. Wie die Originale hab ich sie mit Vanillepudding gefüllt und dann mit Zuckerguss verziert. Das Ergebnis war der Knaller.

Inzwischen geht der Trend aber zu aufwändiger verzierten Varianten. Deshalb hab ich für euch auch noch mal etwas tiefer in die Backkiste gegriffen und die Standard-Variante noch ein wenig aufgepeppt. Vanille-, Nougat und Himbeer-Sahne-Cronuts ergeben einen schönen bunten Schlemmerteller. Das muss nicht so ordentlich aussehen, das Gebäck lebt vom bunten Chaos.



Dreierlei Cronuts

Zutaten:
2 Rollen Croissant-Teig
1l Öl
500ml Milch
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
5 EL Puderzucker
etwas Wasser
50g Zartbitterglasur
1 Becher Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
50g Himbeergelee
Himbeeren zur Dekoration
50g Nuss-Nougat-Creme
rosa Streusel und Glitzer

Zubereitung:
Nach Packungsanweisung einen Vanillepudding kochen.

Den Teig aus der Rolle basteln und ausbreiten. Möglichst viele Kreise ausstechen. Mein Ausstecher hatte 7cm Durchmesser. Es macht nichts, wenn die gelochten Linien zu sehen sind. Jeweils fünf Kreise stapeln und dann mit einem ca. 2cm großen Ausstecher die Mitte ausstechen. Dadurch werden die Schichten aufeinander fixiert. Bei mir sind es 7 Stück geworden.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Mit einem der restlichen Teigstücke prüfen, ob es heiß genug ist, dann die Cronuts wie Krapfen ausbacken, bis sie braun sind. Dabei gehen die einzelnen Schichten schön auseinander. Auf einem Gitter abkühlen lassen. (Den übrigen Teig kann man auch ausbacken und z.B. in einer Zucker-Zimt Mischung wälzen. Sehr lecker.)


Vanille-Cronuts

Den Pudding in einen Spritzbeutel mit langer Krapfentülle füllen. Mehrmals oben in die Cronuts einstechen und die Füllung einspritzen. Den Puderzucker mit etwas Wasser anrühren. Die Masse sollte sehr zäh sein. Die Cronuts damit glasieren und trocknen lassen. Die Zartbitterglasur schmelzen und in Streifen über die Cronuts gießen.


Nougat-Cronuts

Die Nuss-Nougat-Creme erhitzen und in einen Spritzbeutel mit langer Krapfentülle füllen. Mehrmals oben in die Cronuts einstechen und die Füllung einspritzen. Wie den Vanille-Cronut glasieren. eine Seite erst mit rosa Glitzer bestäuben, dann mit den Streuseln bestreuen.


Himbeer-Sahne-Cronuts

Die Cronuts waagrecht auseinanderschneiden. Die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen und mit einem Spritzbeutel mit Sterntülle auf die untere Hälfte der Cronuts spritzen. Kleine Tuffs auf die Oberseiten spritzen. Himbeergelee erhitzen, bis es zäh-flüssig ist, etwas abkühlen lassen und mit einem Löffel über die Sahne träufeln. Den Deckel daraufsetzen. Auf den Sahnetuff zur Dekoration eine Himbeere setzen.

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Liebe Johanna, ganz herzlichen Dank für diesen wahrlich süßen Gastbeitrag zur New York-Themenwoche! Und wie es sich gehört, möchte ich meinen Gast auch noch kurz vorstellen:

Johannas Blog: My tasty little beauties
Online seit: April 2013. Damit ist Johannas Blog zwar noch recht jung, aber da Johanna fleißig bloggt, hat sie trotzdem schon über 100 Rezepte in ihrem Archiv.
Ihre Spezialität: Schokolade, Pink und alles was hübsch und/oder lecker ist!
Mein Lieblingsrezept auf ihrem Blog: Meine starke Vorliebe für Lebkuchen kennt ihr ja mittlerweile, deshalb möchte ich Johannas Lebkuchen-Tiramisu spätestens nächsten Advent nachmachen.

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Und morgen erwartet euch bereits der letzte Beitrag der großen New York-Themenwoche. Ich kann euch aber jetzt schon verraten, dass euch zum Abschluss noch mal ein absolutes Highlight erwartet!

Themenwoche New York: Coleslaw und New York Streetfood [Gastbeitrag]

Themenwoche New York: Coleslaw und New York Streetfood [Gastbeitrag]

Habe nur ich den Eindruck, dass die New York-Themenwoche rasend schnell verfliegt, oder geht euch das auch so? Heute ist bereits der 5. Tag der Themenwoche! Und es gibt noch mal etwas Herzhaftes. Meine heutige Gastbloggerin, Maja von "Moey´s Kitchen", hat einen Klassiker der amerikanischen Küche für uns dabei, heiß geliebt als Beilage zu Hamburger oder Pulled Pork: Coleslaw! Außerdem gibt es heute nach meiner Rezension von Daniel Humms "I love New York" noch eine weitere New York-Kochbuchempfehlung, die mittlerweile auch schon den Weg in mein Kochbuchregal gefunden hat... also leg los, liebe Maja!
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„New York City - das ist doch diese ziemlich große Stadt an der Ostküste der USA.“
Das dachte ich zumindest bis zum letzten Jahr.


Ich war schon einige Male in den USA. Doch wenn ich den Flug über den großen Teich antrete, dann geht es in der Regel direkt bis an die Westküste. Muss sich ja auch irgendwie lohnen, wenn man schon über 8 Stunden in so einem Flugzeug sitzt. Und deswegen führte mich meine Reise bisher immer bis nach San Francisco, um auch Städte wie Los Angeles, San Diego oder Las Vegas und die Wüste drumherum zu erkunden.New York hatte ich hingegen nie auf dem Schirm. Bis die Reiseplanung im letzten Jahr anstand. Das Geld reichte nicht für eine erneute Kalifornien-Rundreise, aber die USA sollte es eigentlich schon wieder sein. Und nachdem Freunde und Bekannte uns immer wieder von New York vorschwärmten, guckten wir uns das also mal etwas näher an. Steter Tropfen und so… Und dann buchten wir 5 Tage New York.
Und was soll ich sagen: Ich bin bekehrt und ich bin begeistert. New York ist einfach nur wow! Man kann es kaum in Worte fassen, man muss New York mit all seinen Facetten einfach mal selber erlebt haben.
Einen ausführlichen Bericht mit vielen kulinarischen Tipps und Empfehlungen zu New York habe ich hier bereits veröffentlicht. Ich hab natürlich noch längst nicht alles gesehen und muss deswegen unbedingt mal wieder hin.

Hier und heute geht es jetzt um ein weiteres New York Thema, das natürlich voll in meinem Metier liegt: New Yorker Street Food! Dazu habe ich ein authentisches Rezept für einen typischen New Yorker Coleslaw und eine kleine Rezension des Buches „New York Street Food“ aus dem Hädecke Verlag im Gepäck, aus dem das Rezept stammt.

Tom Vandenberghe, Jacqueline Gossens, Luk Thys
New York Street Food
Kulinarische Reiseskizzen mit mehr als 60 Rezepten
Hädecke Verlag, ISBN 978-3-7750-0657-6, 2013, 18,00 €
Das Buch wurde mir vom Hädecke Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.



Das handliche hochformatige Taschenbuch macht den Eindruck eines Reiseführers und genau das macht auch den Charme aus: Karten der Stadt, reichlich Fotos und vor allem spannende Berichte und Tipps mit kulinarischen Adressen sprechen mich als kulinarischen New York Reisenden sofort an.
Das Buch versteht sich auch als ein solches Handbuch - neben einem Vorwort und der Vorstellung der Autoren, gibt es einige Hinweise zur Nutzung des Buches: Die Autoren stellen darin ihre eigenen Variationen von klassischen Street Food Gerichten vor, die sie in New York entdeckt und ausprobiert haben.
Was ist euer erster Gedanke, wenn ihr den Begriff New York Street Food hört? Hot Dogs und Brezeln?
Es geht um weit mehr. Die Street Food Küche ist geprägt von all den Einflüssen der verschiedenen Einwanderergruppen, die in New York leben: von Mittel- bis Südamerika, quer durch Asien bis hin zu europäischen Einflüssen ist alles vertreten.

Neben spannenden Erfahrungsberichten und Hintergrundwissen zu Geschichte und Entstehung von bestimmten Gerichten ist das Buch immer wieder mit Insider-Tipps zu den besten Plätzen in der Stadt gespickt. Garniert wird das Ganze mit einer Vielzahl von wunderbar authentischen Fotos. Es handelt sich dabei aber nicht etwa um Hochglanz-Fotografie sondern matte, weiche und vor allem extrem realistische Bilder. Und ich erkenne so viele Plätze wieder, die ich genauso mit eigenen Augen gesehen habe.
Dazu kommen dann über 60 bunt gemischte Rezepte vom klassischen Manhattan Chowder über Bagels, Brownies und Burritos bis hin zu Kartoffelsalat, Sandwiches, Käsekuchen und Tamales. Ich vermisse nichts und entdecke so viel wieder! Die Rezepte sind kurz gehalten, schön bebildert und auf hier erhältliche Zutaten umgeschrieben. Ich hab schon eine Vielzahl markiert, die ich unbedingt mal nachmachen möchte.
Zum Schluss des Buches folgt ein Adressverzeichnis mit Restaurants, Märkten und Food Courts, gefolgt von einem alphabetischen Rezeptregister und ein paar Tipps und Hinweisen.
Die Originalausgabe des Buches erschien auf Niederländisch in Belgien, die deutsche Übersetzung ist aber in meinen Augen sehr gut gelungen.



















Der Aufbau der Rezepte ist immer gleich und sehr gut strukturiert. Alle Rezepte sind, soweit nicht anders angegeben, für 4 Portionen als Snacks berechnet. Der Originalname wird oft noch mit einer deutschen Übersetzung angegeben. Neben der Zutatenauflistung folgt die Zubereitung in einzelnen Steps. Oft gibt es auch noch weitere Tipps, Abwandlungen oder geschichtliches Hintergrundwissen zu einem Rezept. Dazu gibt es noch den Hinweis in welchem Viertel in New York es das Gericht gibt, in welchem preislichen Rahmen es liegt und wo man es ganz besonders gut genießen kann, mit entsprechendem Hinweis auf das Adressverzeichnis. Die Zubereitung selber ist relativ simpel gehalten und einfach und verständlich verfasst. Allerdings fehlt es für meinen Geschmack an Hinweisen zur Haltbarkeit und Zeiten für die Zubereitung, das Garen oder Ruhen gibt es auch keine.
Das Layout ist dabei schlicht, aber modern und mit verschiedenen Schriftarten und in wenigen Farben gehalten. Die Rezepte und Texte sind deswegen gut lesbar und verständlich. Dazu passt auch das matte Papier des Buches ganz hervorragend. Die Fotos wirken dadurch etwas blass, aber gerade das gefällt mir äußerst gut und macht das Buch noch authentischer.

Wenn ihr auf der Suche nach einem authentischen Kochbuch für klassisches Street Food, kulinarische Reiseberichte mit Tipps und Empfehlungen und wunderschöne Bilder seid, kann ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen.Ich greife immer wieder gerne danach im Bücherregal und blättere mich damit automatisch durch meine eigenen Erinnerungen. Ich lese immer wieder gerne darin und lasse mich inspirieren von der Vielzahl an tollen Ideen. Man sollte das Buch auch nicht als reines Kochbuch verstehen, sondern als Reiseführer, Bildband, Tagebuch und Rezeptsammlung. Für mich ein must have in meinem Bücherschrank, das ich nicht mehr missen möchte.

Das Rezept für den Coleslaw stammt aus dem Buch. Der Weißkohlsalat soll demnach von niederländischen Einwanderern geprägt sein und ursprünglich mit Öl und Essig oder mit Butter und Essig zubereitet worden sein.
Im 19. Jahrhundert wurde schließlich von deutschen Einwanderern die Variante Kohlsalat mit Mayonnaise anzurühren eingeführt. Seitdem gibt es eine Vielzahl von Variationen, in denen zum Beispiel geraspelte Möhren, grüne Chilis oder Sellerie unter den Salat gerührt werden. Auch Knoblauch, Sardellen oder Speck oder asiatische Noten wie Koriander, Zitrone oder geröstete Sesamsamen werden mitunter verwendet.
Hier bei dem Rezept handelt es sich um eine eigene Variation der Autoren, die ich wiederum auch noch mal etwas abgewandelt habe.
Ich kenne klassischen Krautsalat so, dass man ihn mit etwas Salz vermischt mit den Händen glänzend knetet - das Garen ist für mich eine neue Art der Zubereitung und die Verwendung von Crème double ist ebenfalls mal etwas anderes.
Ich persönlich habe Crème fraîche und Weißweinessig verwendet und den Coleslaw in der Menge als Beilage zu Pulled Pork für zwei Personen gereicht.



Coleslaw (Weißkohlsalat)
für 4 Snack-Portionen

Zutaten:
150 g Crème double oder Crème fraîche
1 El Zucker
1 El Weißweinessig oder Balsamico bianco
1/2 kleiner Kopf Weißkohl (ca. 600 g)
2 El Butter
fein gemahlenes Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
edelsüßes Paprikapulver zum Bestreuen

Zubereitung:
Crème double, Zucker und Essig in einer kleinen Schüssel gut verrühren und beiseite stellen. Den Weißkohl putzen, halbieren, den Strunk entfernen und den Kohl fein raspeln.

Die Butter in einem ausreichend großen Topf zerlassen, den Kohl dazugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren.Den Deckel auflegen und den Kohl etwa 5 Minuten lang bei mittlerer Temperatur dünsten, dabei einmal umrühren.In ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.

Den Kohl in eine ausreichend große Salatschüssel geben, mit der Créme double Mischung übergießen und alles gründlich vermischen.Auskühlen lassen und am besten mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
Vor dem Servieren mit etwas Paprikapulver bestreuen.

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Liebe Maja, ganz herzlichen Dank für diesen Gastbeitrag zur New York-Themenwoche, der gleich dafür gesorgt hat, dass meine Kochbuch-Sammlung erneut angewachsen ist!
Und wie es sich gehört, möchte ich meinen Gast auch noch kurz vorstellen:

Majas Blog: Moey´s Kitchen
Online seit: 2011
Ihre Spezialität: Auf Majas Blog findet man vor allem saisonale, schnelle Gerichte (gerne auch vegetarisch), amerikanisches Kleingebäck und viele Rezepte für kulinarische Geschenke aus der eigenen Küche. Kulinarische Reiseberichte und fundierte Kochbuchrezensionen runden das Angebot ab - genau meine Kragenweite, und alles, was ich bisher von Majas Blog nachgekocht habe, war prima!
Mein Lieblingsrezept auf ihrem Blog: Auf meiner Nachkochliste steht schon seit Dezember Majas Chili con Carne. Das sieht einfach spitze aus! Außerdem habe ich neulich Hamburgerbrötchen nach Majas Rezept gebacken und war begeistert. Wird demnächst verbloggt!
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Und morgen geht es langsam aber sicher auf die Zielgerade für die New York-Themenwoche. Es wird pink, süß und lecker, das kann ich euch schon verraten!

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