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Zu Besuch auf dem Markt des guten Geschmacks: So war die Slow Food-Messe 2014 in Stuttgart

Zu Besuch auf dem Markt des guten Geschmacks: So war die Slow Food-Messe 2014 in Stuttgart

Letztes Jahr war ich das erste Mal auf der Slow Food-Messe in Stuttgart und war so angetan, dass klar war: Auch dieses Jahr möchte ich wieder in Stuttgart den "Markt des guten Geschmacks" besuchen! Dieses Jahr fand die Slow Food-Leitmesse vom 10. bis 13. April in den Hallen der Messe Stuttgart statt. Für den Messebesuch hatte ich mir wieder den Samstag ausgesucht und so stieg ich in Begleitung der lieben Kerstin von My cooking love affair am frühen Samstagmorgen am Karlsruher Bahnhof in die Bahn und wir tingelten zur Messe Stuttgart. Die Messehallen waren von der ersten Minute der Eröffnung an gut gefüllt- kein Wunder, dass die Messe mit 85.000 Besuchern dieses Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnen konnte! Und schön, dass sich so viele, und auch nach meiner Beobachtung auch sehr viele jüngere Leute, für Slow Food und nachhaltige Lebensmittelherstellung interessieren. Ich habe dieses Jahr neben den altbekannten auch wieder viele neue, tolle Hersteller und Produkte für mich entdeckt und eine reiche Shopping-Ausbeute mit nach Hause gebracht! Siehe Foto...


Gleich als wir die erste Messehalle betraten, entdeckte Kerstin den Stand der entzückenden Papillon Mandelmanufaktur, an dem Sibel Özdemir mit ihrem ganz frisch gestarteten Unternehmen köstliche Produkte mit Mandeln anbot, zum Beispiel Cantuccini, Panforte und Nougat, aber auch ein Mandelpesto mit getrockneten Tomaten.


Mal abgesehen davon, dass der Stand der Mandelmanufaktur ganz zauberhaft gestaltet war, haben uns auch die Cantuccini, die einmal mit Mahlep und einmal mit Orangen aromatisiert waren, geschmacklich voll überzeugt. Das einzige Problem: Wo bekomme ich denn jetzt Mahlep her? Ich möchte auch damit backen, der fein-nussige Geschmack war einfach herrlich! Und die junge Inhaberin war so liebenswürdig und hat uns, nachdem wir uns als Food-Blogger geoutet haben, auch gleich noch ein Glas Mandelpesto geschenkt. Das Mandelpesto mit getrockneten Tomaten hat mir in Kombination mit Hüttenkäse und Basilikum sehr gut zu einem schnellen Pasta-Abendessen geschmeckt.


Nach diesem ersten Highlight schlenderten wir weiter und blieben nur ein paar Meter weiter am Stand von Bingenheimer Saatgut hängen. Alle Samen, die man hier kaufen kann, sind samenfest, d.h. aus den Pflanzen dieser Samen lässt sich erneut Samen gewinnen, der auch wieder Pflanzen hervorbringt. Was sich anhört wie eine Selbstverständlichkeit, ist es mittlerweile leider nicht mehr! Die meisten Samen, die man kaufen kann und die auch in der Landwirtschaft verwendet werden, sind sogenannte F1-Hybriden und nicht samenfest. Damit macht man sich von Saatgutherstellern abhängig - möchten wir das? Ich nicht. Auf meinem kleinen Balkongarten habe ich letztes Jahr ja so einiges angepflanzt, das werde ich dieses Jahr auch wieder machen. Und eine Pflanze auf dem Balkon wird die Erbse sein, die ich auf der Slow Food-Messe am Stand von Bingenheimer Saatgut gepflanzt habe und die mittlerweile schon prächtig gewachsen ist!


Weiter ging´s! Da Kerstin und ich beide große Grill-Fans sind, zog uns der Stand von Münchner Kindl Senf quasi magisch an.


Die beiden sympathischen Herren von Münchner Kindl überzeugten mit wahnsinnig guten (und chön charfen) Senfsorten wie Dijonsenf, Meerrettichsenf, Himbeersenf, Estragonsenf u.v.m. und einer 2012 zum Weltmeister gekürten BBQ-Sauce, die wunderbar rauchig schmeckt und beim Grillsaison-Auftakt an Ostern der absolute Renner bei mir und meinen Gästen war.


Das viele Essen direkt vor unserer Nase und das viele Probieren machte hungrig. Aber das Schöne an einer Slow Food-Messe ist, dass überall Köstlichkeiten auch in großen Portionen angeboten werden. Und so bestand unser Mittagessen aus Schwäbischen Alblinsen mit hällischem Schweinsbäckchen, Bäuchle vom Bio-Alblinsenschwein, Albspätzle und Schäferknöpfle. Herrlich zartes Fleisch und knackige Linsen, auf den Punkt gekocht - Foodbloggerinnen im Glück!


So gestärkt ging es weiter für Kerstin und mich. Bei Hennes Finest gab es Gewürze, vor allem aber Pfeffer, in einer umwerfenden Qualität. Ich habe mir hier ein Glas echten roten Pfeffer (keine rosa Pfefferbeeren, die gemeinhin oft als roter Pfeffer bezeichnet werden) gekauft. Da freue ich mich schon aufs Ausprobieren!


Bei der Destillerie Kohler haben Kerstin und ich uns länger aufgehalten, denn Lars, der die Destillerie Kohler zusammen mit seinem Großvater führt, haben wir in der Woche vor der Slow Food-Messe beim Wurstkurs im Spielweg Romantik Hotel kennengelernt, wo er mit uns zusammen gewurstet hat. Die Welt ist klein! Und ich bin ja nun wahrlich kein Schnaps-Trinker, aber der milde und wunderbar fruchtige Brombeer-Geist und auch der Stuttgarter Gin haben es mir sehr angetan. 


Am Stand der Destillerie Kohler hätten wir eigentlich auch noch bis abends verweilen können, aber wir wollten ja noch einige andere Aussteller besuchen - zum Beispiel Jörn von Try Foods, mit dem ich schon vor der Messe Kontakt hatte. Also rissen wir uns los und probierten uns unter Jörns sachkundiger Anleitung durch das Try Foods Probierpaket mit jeweils 5 unterschiedlichen Sorten Olivenöl und danach noch durch das Schokolade-Probierset. Das Schokoladen-Probierpaket habe ich gleich mit nach Hause genommen und werde demnächst noch ausführlicher darüber berichten!


Langsam hatten wir die Grenzen unserer Aufnahmefähigkeit schon fast erreicht, aber am Stand von reg.io und "Gutes von hier" sprang mir Hendrik, einer der beiden Geschäftsführer von reg.io, mit den Worten "Dich kenn ich! Du warst letztes Jahr auch beim Foodblogger-Treffen!" in den Weg. Hendrik hat mittlerweile seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und mit einem Compagnon eine Firma gegründet, die mit reg.io eine Info-Plattform für regionale Anbieter bereitstellt und mit "Gutes von hier" versucht, regionale Geschenkboxen über Erzeuger und z.B. Hofbauern-Lädchen zu verkaufen. Ein guter Ansatz, der mir sehr viel besser gefällt als die Vielzahl an Lebensmittel-Aboboxen, die mittlerweile auf dem Markt sind!

Mir hat die Messe auch dieses Jahr wieder sehr gut gefallen und den nächsten Messetermin für den "Markt des guten Geschmacks" in Stuttgart vom 9.-12. April 2015 habe ich mir bereits vorgemerkt! Denn eins habe ich auf der Slow Food-Messe wieder festgestellt: Alle Aus- und Hersteller auf der Slow Food eint die Leidenschaft für ihre Produkte, die kompromisslose Suche nach dem besten Geschmack und das Streben nach der bestmöglichen Qualität. Das spürt man bei jedem einzelnen von ihnen und das macht die Slow Food-Messe so menschlich, so sympathisch und so spannend. Denn hier stehen die Hersteller und Eigentümer selbst am Messestand, keine nur für die Messe angestellten Hostessen oder Sales-Verantwortliche! 

Als letztes möchte ich euch noch kurz den Slow Food Genussführer für Deutschland vorstellen, der 2014 erstmals vom Oekom Verlag herausgegeben wurde. Darin werden 300 Gaststätten und Restaurants empfohlen, die sich an den Slow Food-Prinzipien "gut, sauber, fair" orientieren, regionale und saisonale Produkte verwenden und auf Fertigprodukte verzichten. 


Die Empfehlungen sind nach Bundesländern und innerhalb der Bundesländer alphabetisch nach Städten sortiert. In Karlsruhe werden leider nur 2 Restaurants empfohlen, das "EigenArt" sowie das "Fünf". Das "Vaca Verde" würde aber mindestens ebenso gut in diese Liste passen. Mehr als 400 Testesser aus über 60 Convivien (Städte- und Regionalgruppen der Slow Food-Vereinigung) haben ihre Favoriten gesammelt und in diesem mehr als 300 Seiten umfassenden Genussführer vereint. Auf jeden Fall ein schöner Anhaltspunkt, um vor dem nächsten Ausflug oder Städtetrip nach empfehlenswerten Restaurants Ausschau zu halten!

Und wer jetzt mehr über Slow Food, die Slow Food Philosophie und die Slow Food Convivien erfahren möchte, den verweise ich auf die Homepage von Slow Food Deutschland und die Slow Food Deutschland-Facebookseite.

Toastmuffins mit Ei und Speck

Toastmuffins mit Ei und Speck

Heute habe ich eine schnelles und einfaches Rezept für das Sonntagsfrühstück für euch! Wie wäre es mit Toastbrot, Eiern und Speck - aber heute mal in Form von Toastmuffins mit Ei und Speck? Die meiste Arbeit erledigt der Backofen, es sieht hübsch aus und schmeckt gut. Was will ich mehr? Das Rezept hatte ich auf der Webseite von lecker.de gefunden, als ich nach Ideen für meinen Osterbrunch gesucht habe. Bei Claudia von Fool for Food gab es ebenfalls vor Ostern ein ähnliches Rezept für Toast-Nester mit Ei und Bacon. Beim Osterbrunch gab es dann jedoch so viel anderes zu essen (ähem), dass ich die Toastmuffins gar nicht mehr gemacht habe. Das habe ich dieses Wochenende dann schleunigst nachgeholt - und für sehr gut befunden!



Toastmuffins mit Ei und Speck
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Scheiben Toastbrot
2 TL Butter
2 Scheiben Frühstücksspeck
2 kleine Eier (Größe S)
Salz, Pfeffer
Schnittlauch

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Toastscheiben mit einem Nudelholz möglichst dünn ausrollen und mit jeweils 1 TL Butter bestreichen. Toastscheiben mit der gebutterten Seite nach unten in die Vertiefungen einer Muffinform oder eines Soufflée-Förmchens drücken, je eine Scheibe Speck in die die Brotmulden legen. Je ein Ei in die Förmchen aufschlagen und die Toastmuffins im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10-15 Minuten backen, bis das Ei komplett gestockt ist. Herausnehmen, kurz ruhen lassen. Ei mit Salz und Pfeffer würzen und den Toastmuffin mit etwas kleingeschnittenem Schnittlauch bestreuen. Toastmuffin aus dem Förmchen heben und sofort servieren.

Rhabarber-Himbeer-Kuchen

Rhabarber-Himbeer-Kuchen

Hach, ich liebe die Rhabarbersaison! An Ostern habe ich mich auf dem Wochenmarkt mit Rhabarber eingedeckt und erst mal meinen Vorrat an selbstgemachtem Rhabarbersirup wieder aufgestockt. Köstlich! Und mit dem restlichen Rhabarber habe ich einen Rhabarber-Himbeer-Kuchen nach einem Rezept aus der Zeitschrift "Living at Home" gebacken, das schon ewig auf meiner Nachbackliste stand. Ich habe die im Originalrezept angegebenen Mengen halbiert und den Rhabarber-Himbeer-Kuchen in meiner neuen, quadratischen Backform gebacken. Das hat prima funktioniert und der Kuchen kam beim sonntäglichen Osterbrunch mit der Familie sehr gut an. Schön frisch und fruchtig - so mag ich Kuchen am liebsten!


Rhabarber-Himbeer-Kuchen
(für eine quadratische Backform 24x24cm)

Zutaten:
250g Rhabarber
125g Himbeeren (TK oder frisch)
etwas Butter zum Einfetten der Backform
150g griechischer Joghurt (10% Fett)
125g Mehl
125g Speisestärke
2 TL Weinstein-Backpulver
Salz
3 Eier
175g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Orange
150ml Sonnenblumenöl (oder anderes neutrales Öl)
20g Pinienkerne
1 EL Puderzucker

Zubereitung:
Rhabarber waschen, Enden abschneiden. Rhabarber schälen. Die dicken Stangen längs teilen, dann alle Stangen in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Frische Himbeeren verlesen, aber nicht waschen. Backform mit etwas Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Stärke und Backpulver mit einer Prise Salz in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Dann erst den Joghurt und die Orangenschale unterrühren und vermischen, dann die Mehlmischung zugeben. Als letztes das Öl zugeben und mit dem Handrührgerät gut unterrühren.

Den Teig in die gefettete Backform füllen und gleichmäßig verstreichen. Die Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen. Kuchen auf der zweiten Schiene von unten in den heißen Backofen schieben und 15 Minuten vorbacken.

Dann den Kuchen noch mal aus dem Backofen nehmen und die Himbeeren und die Pinienkerne gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Kuchen mit 1/2 EL Puderzucker bestäuben und im heißen Backofen weitere 20 Minuten backen, bis der Kuchen goldgelb ist. Aus dem Backofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Kuchen vor dem Servieren mit dem restlichen Puderzucker bestäuben.


Habt ihr noch tolle Rezepte mit Rhabarber für mich, die ich unbedingt ausprobieren sollte? Dann immer her damit, ich freue mich über neue Ideen!

Grüner Bulgur-Salat mit Gurke, Salat, Minze und Hüttenkäse

Grüner Bulgur-Salat mit Gurke, Salat, Minze und Hüttenkäse

An Gründonnerstag kommen traditionell grüne Gerichte auf den Tisch! Das heutige Rezept passt aber eher zufällig zum Gründonnerstag, denn den grünen Bulgur-Salat mit Gurke, Salat, Minze und Hüttenkäse gab es schon Anfang dieser Woche bei uns. Ich habe nach einer Verwertungsmöglichkeit für Hüttenkäse gesucht, der schon etwas länger bei uns im Kühlschrank auf Verwendung gewartet hat, und bin auf der Lecker-Webseite auf dieses Rezept gestoßen, das ich leicht abgewandelt nachgekocht habe. Perfekte Feierabendküche - steht schnell auf dem Tisch, hat meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt und eventuell noch vorhandene Reste kann man am nächsten Tag prima als Büro-Lunch mit zur Arbeit nehmen!


Grüner Bulgur-Salat mit Gurke, Salat, Minze und Hüttenkäse
(für 2 Portionen)

Zutaten:
125g Bulgur
Salz, Pfeffer
3-4 EL Olivenöl
2-3 EL Limettensaft
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Salatgurke
einige Blätter grüner Salat
2 Stängel frische Minze
1 Knoblauchzehe
100g Hüttenkäse

Zubereitung:
150ml Wasser mit etwas Salz und 1/2 EL Öl aufkochen. Bulgur einrühren und bei zugedeckt bei schwacher Hitze 8-10 Minuten quellen lassen. Dann den Bulgur mit einer Gabel lockern und mit Limettensaft würzen.

Derweil die Gurke schälen, längs vierteln und die Kerne entfernen. In kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Salat putzen, waschen, trocken schleudern und die Blätter in dünne Streifen schneiden. Minzblätter von den Stängeln zupfen, waschen, trocken schütteln und fein hacken. Alles mit dem gequollenen Bulgur vermischen.

Knoblauch schälen und fein hacken. Knoblauch mit dem Hüttenkäse, der fein gehackten Minze und 2 EL Öl verrühren. Hüttenkäse mit dem Bulgur und dem Grünzeug vermischen. Salat kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Eventuell noch mal etwas Olivenöl zugeben, falls der Bulgur-Salat zu trocken erscheint.

Stylish & lecker essen gehen in Karlsruhe: Cantina Majolika

Stylish & lecker essen gehen in Karlsruhe: Cantina Majolika

Mittwoch ist "Heimatliebe"-Tag und ich habe wieder eine Restaurant-Empfehlung für euch vorbereitet. Letzte Woche war ich endlich mal wieder in der Cantina Majolika in Karlsruhe essen, und dieses Mal hatte ich auch die Kamera dabei und habe das Essen und die Location fotografiert. Die Cantina Majolika ist eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Karlsruhe, wenn es etwas zu feiern gibt oder wir uns einfach mal wieder einen schönen Abend mit sehr gutem Essen und perfektem Service machen wollen. Leider liegt die Cantina etwas abgelegen in der Nähe des Karlsruher Schlosses, aber mit dem Auto ist das Restaurant gut zu erreichen und man kann direkt davor parken. 

 

Die Einrichtung ist modern, clean und stylish. Unter der Woche trifft man hier abends viele Geschäftsleute beim Geschäftsessen oder Pärchen im mittleren Alter (30 Jahre aufwärts) zum romantischen Dinner. Die Preise sind gehoben. Vorspeisen wie eine Schaumsuppe mit Frühlingskräutern und pochiertem Ei oder gebratene Jakobsmuscheln mit Selleriepüree und Trüffeln kosten zwischen 9 und 18 Euro, Hauptspeisen zwischen 18 und 27 Euro und Desserts gut 10 Euro. Vorweg kann ich aber schon sagen, dass die Qualität der Speisen und auch des Service top ist und ich die Preise als angemessen empfinde.

Letzte Woche haben wir das 3-Gang-Überraschungsmenü zum Preis von 39 Euro bestellt. Vorab gab es als Gruß aus der Küche Matjes-Tartar auf Pumpernickel. Als Vorspeise wurde ein schottischer Wildlachs "knusprig&cremig" mit marinierter Bete und PX-Sherry-Essig-Sorbet (das ist der braune Klecks links auf 10 Uhr auf dem Teller) serviert. Ein toller Menü-Auftakt!


Als Hauptgang gab es für mich den ersten Spargel der Saison und ein auf den Punkt gegartes zartrosa Rinderfilet.


Den krönenden Abschluss bildete dieser Dessertteller mit weißer Schokoladenmousse mit Erdbeerspiegel, Schokoladeneis, einem warmen Mangoschnitz in Kokospanade und einem erfrischenen Mangosmoothie. Ich war - wieder mal - rundherum zufrieden mit dem Besuch in der Cantina Majolika!


Von Mai bis September findet im Innenhof der Majolika unter freiem Himmel auch jeden Mittwochabend eine immer sehr gut besuchte After Work-Party mit wechselnden DJs, Cocktails und vielen gut gelaunten und gut gekleideten Besuchern statt. Sehen und gesehen werden ist hier das Motto!

Auch sehr zu empfehlen ist der Sonntagsbrunch. Besonders toll  bei schönem Wetter, wenn man auch draußen auf der Terrasse der Cantina Majolika sitzen kann! Von Frühling bis Herbst ist das Restaurant leider meist so gut wie jeden Freitag und Samstag für geschlossene Gesellschaften reserviert, denn die Cantina Majolika ist eine äußerst beliebte Location für Hochzeiten und sonstige größere Feste. Wir haben unsere Hochzeit 2010 ebenfalls in der Cantina Majolika gefeiert und es war ein wunder-wunderschönes Fest. Ihr seht, ich bin begeistert!


Cantina Majolika
Ahaweg 6
76131 Karlsruhe




Die "Cantina Majolika" ist mein Beitrag zur Reihe "Heimatliebe", die Anni auf ihrem Blog Pötit ins Leben gerufen hat.  Immer Mittwochs zeigen wir Gründe, warum wir gerne in Karlsruhe leben. Machst Du mit? Welche schönen Orte gibt es in Deiner Heimat?

Bratkartoffel-Radieschen-Salat (und dazu selbstgemachte Sülze!)

Bratkartoffel-Radieschen-Salat (und dazu selbstgemachte Sülze!)

In letzter Zeit gab es reichlich Wurst bei mir - kein Wunder bei meiner Wurstkurs-Ausbeute, die ich mit nach Hause gebracht habe! Als erstes habe ich die selbstgemachte Sülze vom Hirsch und Wildschwein angeschnitten. Dazu gab es am ersten Abend einen frischen Bratkartoffel-Radieschen-Salat nach einem Rezept aus Restlos! Clever kochen mit Resten* von Hildegard Möller. Ich habe allerdings die gekochten Kartoffeln, die für den Salat eigentlich als Reste verwertet werden, extra für den Bratkartoffel-Radieschen-Salat gekocht. Und das war auch gut so - der Salat hat ganz hervorragend zur hausgemachten Sülze gepasst und darf gerne auch auf den Teller, wenn keine Kartoffeln übrig sind, sondern extra dafür zubereitet werden müssen!


Bratkartoffel-Radieschen-Salat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
400g gekochte Kartoffeln vom Vortag (oder 500g vorwiegend festkochende frische Kartoffeln)
1 EL Butterschmalz
Salz, Pfeffer
3 Frühlingszwiebeln
100ml Gemüsebrühe
4 EL Rapsöl
2 EL weißer Balsamico-Essig
1 EL Senf
1 Bund Radieschen

Zubereitung:
Die gekochten und geschälten Kartoffeln in Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die Kartoffelscheiben darin von beiden Seiten bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Gemüsebrühe in einem kleinen Topf erhitzen. Senf und Essig in einer Salatschüssel miteinander vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen. Öl unterschlagen.

Bratkartoffel-Pfanne vom Herd nehmen, Kartoffeln mit den Frühlingszwiebeln mischen und mit der warmen Gemüsebrühe übergießen. Dressing zugeben, alles vorsichtig vermischen.

Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Unter den Bratkartoffelsalat heben. Bratkartoffel-Radieschen-Salat zugedeckt 20-30 Minuten ziehen lassen.

Bratkartoffel-Radieschen-Salat mit 2-3 Scheiben Sülze pro Portion servieren.

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Wild-Wurstkurs im Spielweg Hotel in Münstertal - oder auch: YEAH, Wurstkurs!

Wild-Wurstkurs im Spielweg Hotel in Münstertal - oder auch: YEAH, Wurstkurs!

Alles begann letzten Mai. Dorothée von Bushcooks Kitchen veröffentlichte auf ihrem Blog einen Bericht über einen Wurstkurs, den sie bei Karl-Josef Fuchs im Spielweg Romantik Hotel besucht hatte. Ich schrieb dazu: "Das will ich auch machen!". Und zack, dieser Beitrag wurde fleißig kommentiert und im Handumdrehen fand sich eine begeisterte Truppe ein, die auch mal bei Karl-Josef einen Wurstkurs machen wollte. Bushi übernahm netterweise die Organisation und letzten Herbst hatten wir dann einen Termin für einen Foodblogger-Wurstkurs. Doch der Termin platzte wegen zu vielen (kurzfristigen) Absagen und ich war untröstlich. Zum Glück ließen sich weder Bushi noch Karl-Josef entmutigen und boten einen neuen Termin für einen Foodblogger-Wild-Wurstkurs an: Sonntag, 6. April! Ich meldete mich umgehend an, animierte Kerstin von My cooking love affair zum Mitmachen und dann war es vorletztes Wochenende endlich soweit: YEAH, Wurstkurs!


Gemeinsam mit Kerstin düste ich früh am Sonntagmorgen in den tiefsten Schwarzwald. Über kurvige Sträßchen erreichten wir den romantisch-verschlafenen Ort namens Münstertal, in dem die Familie Fuchs seit 150 Jahren das Spielweg Romantik Hotel betreibt. Ich musste an die schwärmerischen Berichte von Astrid aka Arthurs Tochter kocht über diesen zauberhaften Ort denken und fand alle Schwärmereien bestätigt. So hatte ich mir das vorgestellt!

Die meisten anderen Kursteilnehmer (darunter Astrid und ihr Herr P., Dorothée von Bushcooks Kitchen natürlich, Claudia von Dinner um Acht, Susanne von Magentratzerl, Karin von Food for Angels and Devils sowie einige Mitglieder der Facebook-Gruppe "Käptn´s Dinner" ohne Blog) waren schon am Vortag angereist und saßen noch beim Frühstück im Romantikhotel. Freudiges Wiedersehen und frisches Kennenlernen allerseits und schon ging es rüber in die riesige alte Scheune neben dem Gasthof, in dem unser Wurstkurs stattfand.

Unser Wurstkursleiter Karl-Josef Fuchs gab eine kurze theoretische Einführung in die Wurstherstellung (was bedeutet "schlachtwarm", warum wird Würsten Phosphat zugesetzt, wann wird Pökelsalz verwendet und wann normales etc.) und kündigte das straffe Tagesprogramm mit den verschiedensten Sorten Wurst an. Und dann legten wir auch direkt los!

Foto (c) Kerstin Getto/My Cooking Love Affair

Ich hatte im Vorfeld Bedenken, ob ich nicht zu zart besaitet bin für einen Wurstkurs. Bis auf die Herstellung der Blutwurst war der Wurstkurs aber eine recht unblutige Angelegenheit und das Fleisch war meist schon vorgekocht. Die Wildschweinköpfe, von denen wir das Fleisch noch lösen mussten, rochen gut und so habe ich mir ein Herz gefasst und unter Karl-Josefs fachkundiger Anleitung die Kiefer auseinander genommen und das Fleisch abgelöst und kleingeschnitten.


Völlig fasziniert war ich von Karl-Josefs schweren Küchengeräten. Das ist doch mal ein ordentlicher Stabmixer, oder? Beim Zusammenmischen der Hausmacher-Blutwurst war dann aber wieder Handarbeit angesagt, die ich sehr gerne dem Chef höchstpersönlich überlassen habe.


Beim Abfüllen haben wir uns dann wieder gerne beteiligt und fleißig die Blutwurst in Plastikdärme abgefüllt.


Nach der Herstellung von Blutwurst, Sülze und zwei Sorten Paté ging es zu guter Letzt an die Rostbratwürstchen, die wir in dreierlei Sorten hergestellt und mithilfe des Wurstbefüllers in die Därme eingefüllt haben. Gar nicht so einfach, genau die richtige Menge Wurst einzufüllen, damit die Würstchen nachher weder platzen noch zu mickrig sind.


Aus der großen Wurstschlange werden dann handliche Würstchen portioniert und abgetrennt. Auch das sieht bei Könnern ganz einfach aus... aber Übung macht bekanntlich den Meister!


Nach so viel Arbeit, so vielen Infos und so vielen Leckereien direkt vor der Nase hing mir nachmittags der Magen in den Knien und ich konnte es kaum erwarten, bis es etwas zu essen für uns gab. Natürlich gab es nicht irgendwas - nein! Nachmittags wurde der Grill angeheizt und wir haben unsere selbstgemachten Rostbratwürste darauf gelegt.


Die Würstchen haben wir ganz pur nur mit einem Brötchen und optional mit etwas selbstgemachter Currysauce verzehrt. Ein unvergleichlicher Wohlgeschmack - frischer geht´s nicht und ich weiß ganz genau, was in diesem leckeren Würstchen drin ist!


Es war ein toller Tag, der wie im Flug verging. Karl-Josef hat sein umfassendes Wissen über Fleisch und Wurst großzügig mit uns geteilt und stand stets mit Rat & Tat zur Seite, wenn zum Beispiel trotz 5maligem Vorführen noch unklar war, wie die Blutwurst zugeknotet werden soll oder die schon etwas ältere Wildsau das Maul zum Fleisch ablösen einfach nicht aufmachen wollte. Der Mann weiß einfach, wie´s geht und kann dieses Wissen auch noch toll vermitteln! 


Wir durften von allen selbstgemachten Wurstsorten auch noch etwas mit nach Hause nehmen. Hinten von links nach rechts in den Gläsern: Wildleberparfait und leicht angeräucherte Bauern(brat)wurst. In den Aluformen befindet sich unten eine Wild-Paté de la Campagne und oben der Presskopf "Spice Market". Auf dem Teller sehr ihr die köstlichen Wildschwein-Bratwürstchen mit verschiedenen Würzungen: Thüringer Art, Salsiccia mit Fenchel und Schwarzwälder Art. Im Plastikdarm vorne ist die Sülze vom Hirsch- und Wildschwein sicher verpackt, hinten die Hausmacher Blutwurst.

Ich habe zwar nicht vor, zukünftig regelmäßig selbst zu wursten, aber mir war es wichtig, einmal zu sehen, wie man grundsätzlich Wurst herstellt, was hineinkommt und was man beachten muss, um qualitativ hochwertige und schmackhafte Wurst herzustellen. Und darüber hinaus macht es einfach glücklich, im Kreis von anderen ebenso Food-Begeisterten selbst Lebensmittel herzustellen und sie dann gemeinsam mit Genuss zu verzehren. Ich kann jedem, der sich für die Wurstherstellung interessiert, nur wärmstens empfehlen, bei Karl-Josef einen Wurstkurs zu besuchen. Weitere Eindrücke vom Kurstag findet ihr z.B. in Kerstins Blogbeitrag, falls ihr immer noch nicht überzeugt seid...

Und in den nächsten Tagen zeige ich euch, was ich mit meiner selbst gemachten Wurst alles zubereitet habe!

So lässt´s sichs aushalten: Ein Besuch bei Champagne Jacquart in Reims, Frankreich

So lässt´s sichs aushalten: Ein Besuch bei Champagne Jacquart in Reims, Frankreich

"Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel für beides zu entscheiden."  Dieses Zitat von Theodor Fontane könnte auch mein Motto sein!


Nein, das war natürlich ein kleiner Scherz. Aber ich habe es sehr genossen, als ich Mitte März auf Einladung von Champagne Jacquart gemeinsam mit einigen deutschen und englischen Journalisten und Bloggern den Jacquart-Firmensitz in Reims (Frankreich) besuchen durfte und dort nicht nur in einem Workshop "Vin Clairs", also Stillweine, verkosten, sondern auch einen Einblick in die Champagner-Herstellung gewinnen und ein 5-Gänge-Menü mit Champagnerbegleitung genießen durfte.

Ehrlich gesagt wusste ich vor diesem Besuch in der Champagne nicht viel über Champagner. Mein Wissen beschränkte sich darauf, dass Champagner mehr "Blubber" als Sekt oder Prosecco enthält, teurer ist und in großen Schlucken getrunken werden muss. Die Marke Jacquart war mir bis zum Besuch in Reims kein Begriff. Dabei handelt es sich um eines der jüngeren Champagnerhäuser, dessen Geschichte 1964 begann, als sich die ersten Winzer genossenschaftlich zusammenschlossen, um gemeinsam einen qualitativ hochwertigen Champagner zu produzieren. Mittlerweile ist Jacquart ein Aktienunternehmen, bei dem insgesamt 1.800 zugehörige Winzer die Aktien halten und den Kurs des Unternehmens bestimmen können.


Seit 2009 residiert Jacquart in einem prestigeträchtigen Bau in Reims, Tür an Tür mit geschichtsträchtigen Champagnerhäusern wie Roederer oder Krug. Floriane Eznack, die Chef-Önologin bei Jacquart, begrüßte uns bei unserem Besuch herzlich und führte uns in die Grundkenntnisse der Champagnerherstellung ein, bei der es einige Besonderheiten gibt, die Champagner zu dem machen, was er ist. Zum Beispiel dürfen in der Champagne nur unversehrte Trauben gekeltert werden - darum ist Handlese gesetzlich vorgeschrieben. In der gesamten Champagne sind daher jedes Jahr rund 100.000 Personen bei der Weinlese im Einsatz.


Zudem sind für die Herstellung von Champagner nur drei Rebsorten zugelassen: Chardonnay, der dem Champagner Frische und Eleganz gibt; Pinot Noir, der Rückgrat und Struktur verleiht und Pinot Meunier,der Geschmeidigkeit bringt und die Cuvée abrundet.

Für die Weine von Jacquart werden ausschließlich Weine aus der ersten Traubenpressung, der Cuvée, verwendet. Die Trauben werden in den ersten beiden Septemberwochen von Hand geernet und die ganzen Trauben sofort gepresst. Dann wird der Saft von der Haut und den Kernen getrennt, nach Rebsorten getrennt in Edelstahltanks abgefüllt, und die erste alkoholische Gärung erfolgt.  Nach einiger Zeit wird die im Wein enthaltene Säure biologisch abgebaut. Dann werden die Weine gefiltert, um die Trübstoffe zu entfernen. In diesem Stadium nennt man die Weine Stillweine. Und genau diese Stillweine habe ich unter Florianes Anleitung verkostet, um zu sehen, worin die Arbeit von ihr und ihrem Team besteht. Im Januar nach der Weinlese verkosten die Önologen alle Weine des Jahrgangs und stellen sie dann - bei Bedarf unter Zugabe von Reserveweinen aus vorherigen Jahrgängen - zu einer Champagnercuvée zusammen.
Das ist eine Wissenschaft für sich - und auch eine hohe Kunst. Denn die einzelnen Stillweine schmecken ehrlich gesagt hauptsächlich sauer und es erfordert viel Wissen, Geschmack, Aromenkenntnis und Vorstellungsvermögen, um die Cuvées für den Champagner zu komponieren und ihre Entwicklung vorherzuahnen.


Für die Komposition der Champagnercuvées nehmen sich die Önologen 4 bis 5 Monate Zeit. Ist die perfekte Komposition für die verschiedenen Weine gefunden, werden die Cuvées in Champagnerflaschen abgefüllt sowie Hefe hinzugefügt, die die zweite alkoholische Gärung auslösen. Die Hefe setzt während dieses 6 bis 8 Wochen dauernden Prozesses Alkohol und Kohlensäure frei und verwandelt die Stillweine in Schaumwein. Dann beginnt der Reifeprozess des Champagners, der bei Jacquart zwischen 15 Monaten und 3 Jahren (für Jahrgangschampagner) dauert. Erst dann ist der Champagner fertig gereift und kann getrunken werden. Und erst dann weiß Floriane, ob ihre Komposition wie gewünscht harmoniert und sie einen typischen Jaquart-Champagner kreieren konnte. Faszinierend!


Nach diesen interessanten Einblicken in die Champagnerherstellung, dem Verkosten der Stillweine und etwas Aromen-Gedächtnistraining freute ich mich besonders auf das 5-gängige Menü mit Champagnerbegleitung, das uns als Mittagessen serviert wurde.


Den Auftakt machte eine Auster mit Gurkengelee und Kaviar, dazu der erste Jahrgangschampagner: ein Champagne Jacquart Blanc de Blanc 2006. Köstlich!


Weiter ging es mit in Butter geschwenkten Langoustinen mit Zitrus-Koriander-Öl, begleitet von Champagne Jacquart Rosé Mosaique.


Das Hauptgericht war ein geschmorter Wolfsbarsch mit Schalentiersauce und französischem Gartengemüse, das so perfekt auf den Punkt zubereitet war, dass ich mich am liebsten reingelegt hätte. Dazu wurde Champagne Jacquart Cuvée Alpha 2005 gereicht.


Weiter ging es mit Scheiben von 6, 9 und 12 Monate altem Comté und nur mit wenig Zitronensaft und Salz angemachtem, sehr aromatischem Rucola. Dazu Cuvée Champagne Jacquart Nominée 2002.


Den krönenden Abschluss bildete ein Apfel-Birnen-Zitronen-Eclair. Was so quietsche-süß aussieht, war geschmacklich überraschend angenehm säuerlich und harmonierte perfekt mit dem leicht süßlichen Cuvée Champagne Jacquart Demi-Sec.



Doch, an solche Lunch-Menüs und die entsprechende Getränke-Begleitung könnte ich mich gewöhnen....!
Wie gut, dass ich zwei Flaschen Champagner von Jacquart mit nach Hause nehmen durfte - so habe ich mir etwas vom französischen Savoir-Vivre mitgebracht und werde den Schaumwein bei der nächsten passenden Gelegenheit in großen Schlucken genießen!



Vielen Dank an Champagne Jacquart für die Einladung nach Reims!

Teriyaki-Hähnchenspieße mit Reisnudel-Salat

Teriyaki-Hähnchenspieße mit Reisnudel-Salat

Höchste Zeit, dass es auf dem Blog auch mal wieder etwas selbst gekochtes und ein Rezept dazu gibt, oder? Von Kochbuch-Rezensionen und Restaurant-Tipps allein wird man ja auch nicht satt... von den schnellen Teriyaki-Hähnchenspießen mit Reisnudel-Salat dagegen schon! Das Rezept habe ich auf der Seite von "essen & trinken" gefunden und etwas nach meinem Geschmack abgewandelt. Das Ergebnis stand in 30 Minuten fertig auf dem Tisch und hat meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt.


Teriyaki-Hähnchenspieße mit Reisnudel-Salat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Chilischote
20g frischer Ingwer
5 EL Sojasauce
2 TL milder Honig
250g Hähnchenbrust
100g Reisnudeln
1/2 rote Paprika
2 Frühlingszwieblen
2 EL Öl
1 EL Limettensaft

Zubereitung:
Chilischote waschen, längs aufschlitzen, die Kerne und Trennhäute entfernen und die Chilischote in dünne Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein reiben. Chiliringe und geriebenen Ingwer mit der Sojasauce und dem Honig vermischen. Hähnchenbrust unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen und längs in dünne Streifen schneiden. Streifen längs auf lange Holzspieße stecken. Hähnchenspieße in eine flache Schüssel legen, mit der Sojasaucen-Marinade übergießen und abgedeckt ca. 15 Minuten marinieren lassen.

Derweil die Glasnudeln in reichlich ungesalzenem Wasser nach Packungsanweisung gar kochen. Die Paprikaschote waschen, putzen und in dünne, ca. 3 cm lange Streifen schneiden. Frühlingszwieblen waschen, Wurzelbüschel und welke Blätter entfernen und die Frühlingszwiebel schräg in dünne Ringe schneiden. 

Reisnudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und in einer Salatschüssel mit Paprika und Frühlingszwiebel mischen. 

Fleischspieße aus der Marinade nehmen, mit Küchenpapier abtupfen. 2 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Hähnchenspieße darin von beiden Seiten bei starker Hitze jeweils ca. 1 Minute braten, dann die restliche Marinade zugießen und einmal aufkochen lassen. 

3 EL von der heißen Marinade zusammen mit dem Limettensaft zu den Reisnudeln geben, gut untermischen. Reisnudel-Salat mit den Hähnchenspießen servieren.

Pizza essen in Karlsruhe: im PURiNO beim Gottesauer Schloss

Pizza essen in Karlsruhe: im PURiNO beim Gottesauer Schloss

Heute gibt´s mal wieder einen Restaurant-Tipp in Karlsruhe für euch! Wer meinen Blog schon etwas länger liest, weiß, dass ich Pasta und Pizza liebe und auch sehr häufig selbst zubereite. Und ich gehe auch liebend gerne Pizza essen. Bis vor einiger Zeit hatte ich da aber ein Problem: Die Kombination aus "Die Pizzen schmecken mir" und "man sitzt in angenehmer Umgebung und netter Atmosphäre" hatte ich in Karlsruhe noch nicht gefunden. Zwar schmecken die Pizzen im "Paparazzi", das sich im Foyer des Filmpalasts am ZKM befindet, ziemlich gut, aber man sitzt recht ungemütlich im Kino-Foyer. Doch dann hat Ende 2013 das "PURiNO" beim Gottesauer Schloss seine Pforten geöffnet und es ist ziemlich schnell meine erste Anlaufstelle geworden, wenn mich mal wieder der kleine (oder große) Pizzahunger überfällt.


Das PURiNO liegt direkt gegenüber dem Gottesauer Schloss (wo es im Sommer immer tolles Open Air-Kino gibt!) und besticht durch eine Straßenbahnhaltestelle und Parkplätze direkt vor der Tür. Innen ist das PURiNO urban und modern gestaltet, mit einer großen Theke mit offenen Regalen vor einer Backsteinwand, zwei bodentiefen großzügigen Fensterfronten und rustikalen Holztischen. Egal wann ich bisher dort war, es war immer sehr viel los und sehr gut besucht. Das Publikum ist bunt gemischt, von Familien mit (kleinen) Kindern, älteren Ehepaaren und größeren Freundesgruppen im Alter von Ende 20 bis Mitte 30 ist alles vertreten und der Lärmpegel ist immer recht hoch. Scheint ganz so, als hätten die Karlsruher nur auf so das PURiNO gewartet! 


Die Speisekarte des PURiNO verspricht "Alte Werte - neue Wege", soll heißen: es werden traditionelle italienische Rezepturen verwendet, alle Pizzen werden im Steinofen gebacken, die Pasta wird in der eigenen Manufaktur täglich frisch zubereitet und es gibt neben den "Dauerbrenner-Gerichten" eine monatlich wechselnde saisonale Speisekarte. Pasta-Gerichte habe ich selbst bisher noch nie dort gegessen, aber alles sah gut und frisch aus und kam bei den "Mitessern", die Pasta bestellt hatten, immer gut an. Die Preise bewegen sich zwischen 6,90 Euro und 12 Euro für die Pizzen (je nach Belag), Pasta-Gerichte kosten bis ca. 15 Euro und Gerichte mit Fleisch liegen bei ca. 20 Euro. Die Getränkepreise sind mit 2,60 Euro für eine 0,3l Apfelschorle im normalen Karlsruher Rahmen.


Die Pizzen sind enorm groß (ca. 40 cm Durchmesser), aber: Sie sind nicht nur groß, sie sind auch gut! Der Teig ist dünn und knusprig, wie ich es am liebsten mag, und die Auswahl an Pizzabelägen ist groß. Neben den Klassikern wie Pizza Salami & Co. und meinem Liebling (Pizza Rucola mit Parmaschinken und Parmesanspänen) gibt es immer wieder neue Monats-Pizzen. Ich habe letzten Monat, als wir uns zum Karlsruher Blogger-Stammtisch im PURiNO getroffen haben, z.B. die Pizza mit Büffelmozzarella und Mangold (Preis: 10,90 Euro) gegessen.


Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen - ich freue mich schon auf den Frühling und Sommer im PURiNO! Außer in Karlsruhe gibt es übrigens auch noch in Köln eine und in Mönchengladbach sogar zwei Dependancen. Es ist also eine Art Mini-Kette. Solange die Pizzen aber so gut schmecken, soll es mir recht sein...


PURiNO Karlsruhe
Am Schloss Gottesaue 4
76131 Karlsruhe


Das "PURiNO" ist mein Beitrag zur Reihe "Heimatliebe", die Anni auf ihrem Blog Pötit ins Leben gerufen hat.  Immer Mittwochs zeigen wir Gründe, warum wir gerne in Karlsruhe leben. Machst Du mit? Welche schönen Orte gibt es in Deiner Heimat?