Powered by Blogger.

Erbsenpesto-Crostini

Erbsenpesto-Crostini

Wie immer, wenn es auf dem Blog etwas ruhiger ist, ist im "wahren Leben" viel los - demnächst werde ich auch auf dem Blog davon berichten, denn ich war in den letzten beiden Wochen gleich in 2 spannenden Städten unterwegs! Das selbst gekochte Essen kommt dabei gerade leider etwas zu kurz. Aber letzte Woche habe ich es trotzdem geschafft, mal wieder auf den Wochenmarkt zu gehen, und habe mich mit aromatischem Obst und Gemüse der Saison eingedeckt. Dabei wanderte auch eine große Handvoll frische Erbsen in die Einkaufstasche. Daraus habe ich Erbsenpesto-Crostini gemacht. Wunderbar unkompliziert und sommerlich frisch! Das Erbsenpesto kann man natürlich auch ebenso gut zu Pasta servieren, mir hat es auf geröstetem Ciabatta als Mittags-Snack sehr gut geschmeckt. Das Rezept habe ich aus einer "So is(s)t Italien"-Zeitschrift vom letzten Jahr, die ich jetzt bald ganz durchgekocht habe!

 

Erbsenpesto-Crostini
(für 1 Portion)

Zutaten:
100g Erbsen (frisch aus den Hülsen gepult)
1 EL Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
1 EL frisch geriebener Parmesan
3-4 EL Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1 Ciabatta-Brötchen

Zubereitung:
Frische Erbsen (alternativ TK-Erbsen) nach dem Pulen in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten blanchieren, dann in ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. 

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun rösten. Abkühlen lassen.

Knoblauch schälen und grob hacken. Abgetropfte Erbsen mit den Pinienkernen, dem Knoblauch, dem Parmesan und dem Olivenöl in ein hohes, schmales Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Dann mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen. Eventuell noch etwas mehr Olivenöl unterrühren, um die gewünschte pesto-artige Konsistenz zu erreichen.

Ciabatta-Brötchen in Scheiben schneiden und unter dem Backofengrill 1-2 Minuten goldbraun rösten. Geröstete Brotscheiben mit dem Erbsenpesto bestreichen und sofort servieren.

Karamell-Eis mit Fleur de Sel

Karamell-Eis mit Fleur de Sel

Bei meiner Rezension von "Gelato" von Adriano die Petrillo hatte ich ja berichtet, dass ich außer dem Schokoladeneis noch ein Rezept für salziges Karamelleis ausprobiert habe, das Rezept aber überhaupt nicht funktioniert hat. Und das, wo ich doch so ein Fan von Karamell mit Meersalz bin! Daraufhin hat mir eine liebe Leserin ein erprobtes, gelingsicheres Rezept für ein Karamell-Eis mit Fleur de Sel aus dem Buch Das beste Eis der Welt* von Jeni Britton Bauer zugeschickt. Und was soll ich sagen? Dieses Eis ist der absolute Oberknaller. Ich bewache die Eis-Schüssel wie ein Schießhund und gebe niemanden etwas von dieser Köstlichkeit ab. Aber ich bin ja nicht so - das Rezept teile ich natürlich gerne mit euch!


Karamell-Eis mit Fleur de Sel
(ergibt ca. 1 Liter Eis)

Zutaten:
450ml Vollmilch
1 EL + 1 TL Speisestärke
40g Frischkäse (zimmerwarm)
1 TL feines Meersalz
300g Sahne
2 EL Läuterzucker
150g Zucker
1 Vanilleschote
Für den Läuterzucker (ergibt ca. 450ml):
250ml Wasser
250g Zucker

Zubereitung:
Als erstes den Läuterzucker zubereiten. Dafür den Zucker mit Wasser in einem Topf aufkochen, bei geringer Hitze 3 Minuten leise köcheln lassen. Dann den Zuckersirup im Topf etwas abkühlen lassen und in eine vorbereitete, heiß ausgespülte Flasche füllen und verschließen. Der Sirup hält sich auch ungekühlt mehrere Wochen.

Jetzt geht es an die Eiscreme-Basis: 2 EL von der Milch mit der gesamten Speisestärke glatt rühren.  Vanilleschote längst aufschlitzen, Mark herauskratzen und mit Frischkäse und Salz in einer Schüssel verrühren.

Sahne und Läuterzucker in einer zweiten, kleineren Schüssel vermischen.

Den Zucker in einem großen, hohen Topf bei mittlerer Hitze langsam goldbraun karamellisieren lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen und die Sahne-Läuterzucker-Mischung nach und nach ganz langsam zugeben, dabei ständig mit einem Holzlöffel rühren. Vorsicht, es spritzt!

Wenn die Sahne vollständig untergerührt ist, die Milch zugeben und den Topf wieder auf den Herd stellen. Bei mittlerer Hitze aufkochen, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen und immer wieder umrühren. Der Karamell sollte sich jetzt in der Sahne-Milch-Mischung aufgelöst haben.

Topf wieder vom Herd nehmen und die Milch-Stärke-Mischung mit einem Schneebesen unterrühren. Masse erneut aufkochen und mit dem Schneebesen ca. 1 Minute rühren, bis die Masse merklich eingedickt ist. Dann den Topf vom Herd nehmen und die Sahne-Milch-Karamell-Mischung durch ein feines Sieb abgießen, um eventuell noch vorhandene Karamellstückchen herauszusieben.

Frischkäsemischung nun zur heißen Karamellsahne geben und glatt rühren. Die Eiscrememasse in einen verschließbaren Behälter füllen und über Nacht im Kühlschrank kaltstellen.

Am nächsten Tag die abgekühlte Eiscrememasse in die Eismaschine geben und in ca. 40 Minuten dick und cremig gefrieren lassen. Karamelleis in einen tiefkühlgeeigneten Behälter umfüllen und vor dem Servieren noch ca. 4 Stunden im Tiefkühlschrank fest werden lassen.

*Hinweis: Alle Links zu Amazon.de sind Affiliate-Links.

Frühstücken und Kaffee trinken in Karlsruhe: Das Café Juli am Gutenbergplatz

Frühstücken und Kaffee trinken in Karlsruhe: Das Café Juli am Gutenbergplatz

Diese Woche habe ich Urlaub und habe die Zeit genutzt, um mich endlich mal wieder mit der lieben Kerstin von My cooking love affair in Karlsruhe zu treffen. Gestern morgen waren wir im "Café Juli" am Gutenbergplatz frühstücken. Das Café Juli ist im Februar 2014 in die Räume des ehemaligen "Grossmudders" eingezogen, hat kräftig entrümpelt und renoviert und macht jetzt einen modernen, frischen und luftigen Eindruck. Das gefällt mir!

 

Im Café Juli kann man jeden Tag bis 14.00 Uhr frühstücken und das haben wir auch gleich ausgenutzt. Für mich gab es das süße Frühstück mit einem Croissant, einem Brötchen, Marmelade, Nutella, Frischkäse und Butter für 5,90 Euro, dazu eine Latte Macchiato (2,80 Euro) und danach noch einen Cappuccino (2,60 Euro). An den Preisen gibt´s nicht auszusetzen und Qualität und Geschmack haben auch gestimmt. Kerstin hat sich das "Olaf-Frühstück" mit einer großen Portion Lachs, Frischkäse und Salat bestellt, das ebenfalls gut 6 Euro gekostet hat und war mit ihrer Wahl sehr zufrieden. Im Angebot sind außerdem noch Müsli und Joghurt mit frischen Früchten, diverse Eierspeisen, äußerst appetitlich aussehende belegte Panini und für den Mittagshunger gibt es auch noch Salat mit Hähnchen, Quiche mit Salat oder Ofenkartoffeln mit Quark auf der Karte.


Wir hatten es uns drinnen gemütlich gemacht, man kann aber auch vor dem Café im Freien sitzen und das wuselige Treiben auf dem Gutenbergplatz beobachten, besonders natürlich Dienstags, Donnerstags und Samstags, wenn auf dem Gutenbergplatz der Wochenmarkt mit einem tollen Warenangebot stattfindet.


Mir hat es im Café Juli sehr gefallen. Der einzige Kritikpunkt für mich war, dass unsere Teller nicht abgeräumt wurden, als wir aufgegessen hatten, und niemand nachgefragt hat, ob wir noch einen zweiten Kaffee möchten, als das erste Getränk leer war. Aber wir sind ja groß und bestellen gegebenenfalls aktiv nach ;-)

Café Juli
Nelkenstr. 21
76135 Karlsruhe




Das "Café Juli" ist mein Beitrag zur Reihe "Heimatliebe", die Anni auf ihrem Blog Pötit ins Leben gerufen hat. Immer Mittwochs zeigen wir Gründe, warum wir gerne in Karlsruhe leben. Machst Du mit? Welche schönen Orte gibt es in Deiner Heimat?

Salat mit geröstetem grünen Spargel, Zucchini, weißen Bohnen und Basilikum-Dressing

Salat mit geröstetem grünen Spargel, Zucchini, weißen Bohnen und Basilikum-Dressing

Heute habe ich noch ein allerletztes Spargel-Rezept für euch, bevor ich die Spargel-Saison tatsächlich für dieses Jahr beende. Vor einiger Zeit habe ich bei Heike von Relleomein das Kochbuch Leon Fast Food. Vegetarisch* von Jane Baxter & Henry Dimleby gewonnen. Letzte Woche hatte ich endlich mal Zeit, es in Ruhe durchzublättern, und bin im Salat-Kapitel direkt bei diesem Salat mit geröstetem grünen Spargel, Zucchini, weißen Bohnen und Basilikum-Dressing hängen geblieben. Gleich am nächsten Abend habe ich das Rezept ausprobiert und es war das perfekte Sommer-Abendessen: ratzfatz zubereitet, leicht und aromatisch... prima!


Salat mit geröstetem grünen Spargel, Zucchini, weißen Bohnen und Basilikum-Dressing
(für 2 Portionen als Hauptgericht)

Zutaten:
250g grüner Spargel
3 Frühlingszwiebeln
1 Zucchini
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
200g gekochte weiße Bohnen aus der Dose (z.B. Cannellini-Bohnen)
Für das Basilikum-Dressing:
1 Bund frisches Basilikum
2 EL Olivenöl
Salz

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Spargel in ca. 5cm lange Stücke schneiden, auf dem Backpapier verteilen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten rösten.

In der Zwischenzeit Zucchini waschen, die Enden entfernen und Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, Wurzelbüschel und welkes Grün entfernen, schräg in ca. 2 cm breite Ringe schneiden. Bohnen in ein Sieb gießen, mit fließendem kalten Wasser abspülen, abtropfen lassen.

1-2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zucchinischeiben und Frühlingszwiebeln darin rundherum anbraten. Kräftig salzen und pfeffern.

Für das Basilikum-Dressing das Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter mit dem Messer so lange fein hacken, bis sie eine musige Konsistenzn bekommen. Dann in eine Salatschüssel geben, mit dem Olivenöl vermischen und mit Salz würzen. Das angebratene Gemüse aus der Pfanne in die Salatschüssel geben. Abgetropfte Bohnen und gerösteten Spargel ebenfalls zugeben, alles gut mit dem Dressing vermengen. Sofort servieren.

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Selbstgemachter Schnittlauchblüten-Essig

Selbstgemachter Schnittlauchblüten-Essig

Hilfe, der Schnittlauch blüht? Kein Grund zur Panik, sondern ganz im Gegenteil ein Grund zur Freude, denn die Schnittlauchblüten sind essbar und schmecken zwiebelig-scharf-gut! Letztes Jahr habe ich aus den Blüten erstmals Schnittlauchblütenbutter gemacht. Und dieses Jahr habe ich mit den Schnittlauchblüten zum ersten Mal Schnittlauchblüten-Essig angesetzt. Die Rezepte dafür hatte ich bei Kerstin und bei Britta gesehen. Beide verwenden Reisessig für den Essigansatz und ich war der festen Überzeugung, noch eine fast volle Flasche Reisessig zuhause zu haben. Dem war aber nicht so - daher habe ich den Schnittlauchblüten-Essig spontan mit Weißweinessig gemacht, was ebenfalls sehr gut funktioniert hat.


Schnittlauchblüten-Essig
(ergibt 250ml)

Zutaten:
250ml Weißweinessig (oder Reisessig, aus dem Asia-Laden)
15-20 Schnittlauchblüten

Zubereitung:
Schnittlauchblüten waschen, trocken tupfen und in ein sauberes Schraubglas geben. Mit dem Essig auffüllen und das Glas gut verschließen. Essig 5 Tage ziehen lassen, dabei immer wieder schütteln. 

Schnittlauchblütenessig durch ein Sieb mit Mulltuch (oder einem sauberen Küchenhandtuch) in vorbereitete, sterilisierte Essigflaschen gießen und die Essigflaschen gut verschließen.

Der Schnittlauchblüten-Essig schmeckt zwiebelig und hat eine leicht scharfe Note, dadurch passt er besonders gut zu Tomatensalaten.

Im Grillfieber: Puten-Saltimbocca mit Aprikosen-Himbeer-Sauce und Tomaten-Avocado-Gurken-Salat

Im Grillfieber: Puten-Saltimbocca mit Aprikosen-Himbeer-Sauce und Tomaten-Avocado-Gurken-Salat

Und weiter geht´s mit dem Grillfieber! Nach dem Kichererbsen-Salat von vorgestern gibt es heute gleich drei Grill-Rezepte auf einmal: Puten-Saltimbocca mit Aprikosen-Himbeer-Sauce und dazu einen Tomaten-Avocado-Gurken-Salat. Die Aprikosen-Himbeer-Sauce schmeckt schön fruchtig und durch die enthaltene Chili leicht scharf, und der Tomaten-Avocado-Gurken-Salat passt mit seiner frischen Note und der ebenfalls leichten Schärfe ganz prima dazu. Das Rezept für die Aprikosen-Himbeer-Sauce habe ich mir auf der Webseite von Living at Home mitgenommen, den Tomaten-Avocado-Gurken-Salat habe ich in einer "Lust auf Genuss" mit dem Thema Grillen vom letzten Jahr gefunden.



Puten-Saltimbocca mit Aprikosen-Himbeer-Sauce und Tomaten-Avocado-Gurkensalat

(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für das Puten-Saltimbocca:
2 dünne Putenschnitzel à ca. 150g
4 Scheiben Parmaschinken
8 Blättchen frischer Salbei
Für die Aprikosen-Himbeer-Sauce:
125g Aprikosen
75g Himbeeren
2cm frischer Ingwer
1 Bio-Limette
1/2 rote Chilischote
1/2 TL brauner Zucker
Salz
Für den Tomaten-Avocado-Gurkensalat:
3 Ochsenherz-Tomaten
1 kleine rote Ziwebel
1/2 rote Chilischote
1 Salatgurke
1 reife Avocado (Sorte "Hass")
1 Limette
4-5 Stängel glatte Petersilie
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Putenschnitzel unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen und jeweils in 2 Hälften schneiden. Fleisch mit wenig Salz und Pfeffer würzen, je 2 Blättchen Salbei auf eine Fleischseite legen und jedes Fleischstück mit einer Scheibe Parmaschinken belegen. Salbei und Parmaschinken mit Zahnstocher am Fleisch festpieksen.

Für die Aprikosen-Himbeer-Sauce die Aprikosen waschen, halbieren und den Kern entfernen. Grob kleinschneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Limette heiß abwaschen, trocken reiben und von der Hälfte der Limette die Schale fein abreiben. Limette halbieren, eine Hälfte auspressen. Andere Hälfte anderweitig verwenden. Chilischote waschen, die Hälfte der Chilischote fein hacken. Aprikose mit den Himbeeren, der Limettenschale, dem Limettensaft, dem Ingwer und der Chilischote in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Zucker und etwas Salz zur Aprikosen-Himbeer-Sauce geben, abschmecken.

Für den Tomaten-Avocado-Gurkensalat die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen und ca. 1 Minute ziehen lassen. Dann das Wasser abgießen und die Tomaten häuten. Tomaten vierteln, dabei den Strunk entfernen. Tomaten in kleine Würfel schneiden.
Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Chilischote waschen und in schräge, feine Ringe schneiden. Gurke schälen, längs vierteln und die Kerne entfernen. Gurke in Würfel schneiden.
Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Avocado vierteln und in dünne Scheiben schneiden.
Limette heiß waschen, abtrocknen und die Limettenschale fein abreiben. Anschließend die Limette auspressen. Petersilienblätter waschen, trocken schütteln und fein hacken.
Tomaten, Zwiebel, Chilischote, Gurke und Avocado in einer Salatschüssel miteinander vermengen.
Aus Limettensaft, Limettenschale und Olivenöl ein Salatdressing anrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Salat vermengen. Als letztes die gehackte Petersilie darüber streuen.

Die Puten-Saltimbocca auf dem heißen Grill von beiden Seiten ca. 5 Minuten grillen und mit der Himbeer-Aprikosen-Sauce und dem Tomaten-Avocado-Gurken-Salat servieren.

Die restliche Aprikosen-Himbeer-Sauce hält sich im Kühlschrank einige Tage.

Im Grillfieber: Merguez mit Kichererbsen-Salat

Im Grillfieber: Merguez mit Kichererbsen-Salat

War das Pfingstwochenende nicht herrlich? Am Samstag war ich beim 1. Karlsruher Insta-Walk, bei dem wir zu elft den Karlsruher Zoo unsicher gemacht und fleißig Bilder auf Instagram gepostet haben (nachzulesen auf Instagram unter dem Hashtag #iwka0706) und ansonsten haben wir das Sommerwetter am Baggersee und im Freibad genossen und jeden Abend gegrillt. Ich bin also ganz offiziell im Grillfieber und habe natürlich auch wieder einige neue Grill-Salate und Grillsaucen ausprobiert. Den Anfang macht heute ein Kichererbsen-Salat mit Kirschtomaten und Büffelmozzarella, der ganz wunderbar zu den leicht scharfen Lamm-Merguez und den Salsicce gepasst hat, die wir auf den Grill gelegt haben. Das Rezept habe ich in einer "So is(s)t Italien"-Ausgabe aus dem letzten Jahr gefunden, aus der ich schon einiges nachgekocht habe, wie z.B. den Beerensalat mit Ziegenkäse oder das sagenhafte Holunderblütengelee.


Kichererbsen-Salat
(für 2 Personen als Grillbeilage)

Zutaten:
1 Dose Kichererbsen (280g Abtropfgewicht)
3 Frühlingszwiebeln
12 Kirschtomaten
125g Büffelmozzarella
4 Stängel glatte Petersilie
1 Bio-Zitrone
2 EL weißer Balsamico-Essig
1 TL Senf
Zucker
Salz, Pfeffer
6 EL Olivenöl

Zutaten:
Kichererbsen in ein Sieb abgießen und unter fließendem kalten Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Frühlingszwiebeln waschen und putzen, schräg in dünne Ringe schneiden. Kirschtomaten waschen und vierteln. Mozzarella in Würfel schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Grob hacken.

Bio-Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und von der Hälfte der Zitrone die Schale fein abreiben. Zitrone halbieren, eine Hälfte auspressen. Andere Hälfte anderweitig verwenden. Zitronenschale, Zitronensaft, Balsamico-Essig, und Senf mit Salz und Pfeffer würzen, mit einer Prise Zucker abschmecken und zu einem Dressing vermischen. Olivenöl unterschlagen. 

Alle Salatzutaten mit dem Dressing in einer Salatschüssel vermischen. 10 Minuten ziehen lassen. Zu den gegrillten Würsten servieren.

Erdbeer-Ziegenkäse-Flammkuchen mit Basilikum und Balsamico

Erdbeer-Ziegenkäse-Flammkuchen mit Basilikum und Balsamico

Ich bin ein großer Erdbeer-Fan, das wisst ihr ja bereits. Die Damen vom Erdbeer-Stand, der fast direkt gegenüber von unserem Haus aufgebaut ist, kennen mich schon, weil ich täglich vorbeikomme und mindestens ein Schälchen der intensiv duftenden roten Früchte kaufe. Ein Großteil davon wandert morgens in mein Müsli mit Joghurt oder wird einfach so zwischendurch genascht, aber manchmal setzen sich auch fixe Ideen in meinem Kopf fest, die ich dann sofort ausprobieren muss. Der Erdbeer-Ziegenkäse-Flammkuchen mit Basilikum und Balsamico war so eine fixe Idee, die mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Also habe ich den Flammkuchenteig nach meinem bewährten Rezept zubereitet und ihn mit Ziegenfrischkäse, Balsamico, Pfeffer und Basilikum belegt. Eine auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnliche Kombination, aber die süßen Erdbeeren vertragen sich mit Pfeffer und leicht säuerlichem Balsamico ganz wunderbar, Ziegenfrischkäse geht sowieso immer und der würzige Basilikum gibt den letzten Pfiff. Experiment geglückt - eine höchst leckere sommerliche Flammkuchen-Variante!


Erdbeer-Ziegenkäse-Flammkuchen mit Basilikum und Balsamico
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für den Teig:
200g Weizenmehl Type 550
2 EL Sonnenblumenöl
1/2 TL Salz
Für den Belag:
100g Ziegenfrischkäse
Pfeffer
250g Erdbeeren
1-2 EL Crema di Balsamico (selbstgemacht)
6-8 Blätter frisches Basilikum

Zubereitung:
Als erstes den Teig herstellen. Dafür das Mehl mit dem Öl, dem Salz und 125ml Wasser in eine Schüssel geben und erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Teigschüssel abdecken und bei Zimmertemperatur 20 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Teig in zwei Portionen teilen und auf einer bemehlten Oberfläche jeweils sehr dünn (2-3mm dick) ausrollen. Ziegenfrischkäse auf dem Teig dünn verstreichen, dabei jeweils 1cm Rand lassen. Mit Pfeffer würzen

Flammkuchen mitsamt Backpapier in den heißen Backofen schieben und 15-20 Minuten knusprig backen. Nach ca. 7-8 Minuten das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen und aus dem Backofen nehmen, damit es nicht verbrennt.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und in Streifen schneiden.

Flammkuchen aus dem Backofen nehmen, gleichmäßig mit den Erdbeerscheiben belegen. Crema di Balsamico darüber träufeln. Erdbeer-Ziegenkäse-Flammkuchen mit Basilikum bestreuen und sofort servieren.

Grüner Ofenspargel mit Ziegenkäse-Thymian-Pancakes und grünem Salat

Grüner Ofenspargel mit Ziegenkäse-Thymian-Pancakes und grünem Salat

Ich befinde mich im Spargel-Endspurt und heute gibt´s gleich noch mal ein Rezept mit grünem Spargel bei mir - mal wieder in Kombination mit einer weiteren absoluten Lieblings-Zutat meinerseits: Ziegenfrischkäse! Das Rezept für den grünen Ofenspargel mit Ziegenkäse-Thymian-Pancakes und grünem Salat habe ich wie so oft auf der Webseite von "Living at Home" entdeckt und für sehr gut befunden. Der Spargel wird bei diesem Rezept nicht gekocht, sondern im Ofen geröstet, und der Ziegenkäse versteckt sich in herzhaften Pancakes, die prima zum saftigen Spargel und dem knackigen grünen Salat mit einem Apfel-Kapern-Eier-Dressing passen.


Grüner Ofenspargel mit Ziegenkäse-Thymian-Pancakes und grünem Salat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
500g grüner Spargel
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 Frühlingszwiebeln
1/4 Kopfsalat
2 Zweige frischer Thymian
3 Eier
75g cremiger Ziegenfrischkäse
20g Speisestärke
1-2 EL Butterschmalz
1/2 kleiner roter Apfel
1 EL Kapern
1 TL Senf
2 EL Apfelessig
1/2 Beet Kresse

Zubereitung:
Ein Ei anpieksen und in kochendem Wasser in ca. 8 Minuten hart kochen, dann abschrecken, abkühlen lassen und pellen.

Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Spargel auf dem Backpapier verteilen, mit 2 EL Olivenöl beträufeln und mit Salz würzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten braten.

Derweil den Salat putzen, waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Frühlingszwiebel waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Thymianblätter von den Stängeln zupfen.

Die restlichen beiden Eier trennen. Eiweiß mit den Quirlen des Handrührgeräts und einer Prise Salz steif schlagen. Eigelbe mit dem Ziegenfrischkäse, der Speisestärke und den Thymianblättchen glatt rühren. Eischnee vorsichtig unterheben.

Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Eier-Ziegenfrischkäse-Masse esslöffelweise in die heiße Pfanne geben und die Pancakes bei mittlerer Hitze von beiden Seiten jeweils ca. 3 Minuten braten, bis sie goldbraun sind. Insgesamt 8 Pancakes auf diese Art backen und warm halten.

Für den Salat das gekochte, gepellte Ei würfeln. Den Apfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und eine Hälfte in kleine Würfel schneiden. Kapern grob hacken. Aus dem Senf, dem Essig und 3 EL Olivenöl ein Dressing verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Salatblätter, Apfelstücke, Kapern, Frühlingszwiebel und Eierwürfel zugeben und mit dem Dressing vermengen.

Salat portionsweise mit dem Ofenspargel und je 4 Ziegenfrischkäse-Thymian-Pancakes auf Tellern anrichten. Salat mit etwas Kresse garnieren und sofort servieren.

Einfach nur selbstgemachte Erdbeer-Marmelade, ganz pur

Einfach nur selbstgemachte Erdbeer-Marmelade, ganz pur

Was gibt es Schöneres, als am Wochenende frische Brötchen mit selbst gemachter Marmelade zum Frühstück zu genießen? Für mich ziemlich wenig, denn ich liebe selbstgemachte Marmeladen. Meine Favoriten sind das selbstgemachte Holunderblütengelee, das ich dieses Jahr auch schon wieder eingemacht habe, und Erdbeermarmelade. Da habe ich schon so ziemlich alles durch: Erdbeer-Vanille-Konfitüre, Erdbeer-Rhabarber-Vanille-Konfitüre, Erdbeer-Holunderblüten-Konfitüre... Alles sehr lecker, aber mein Mann mustert die diversen Marmeladensorten auf dem Frühstückstisch immer nur skeptisch und fragt fast jedes Mal: "Und wann gibt´s mal einfach nur Erdbeer-Marmelade?" Die Antwort: Jetzt! Einfach nur Erdbeeren, Gelierzucker und ein paar Spritzer Zitronensaft. So gut!

 

Klassische Erdbeer-Marmelade
(ergibt ca. 4 Gläser à 250ml)

Zutaten:
1kg Erdbeeren, geputzt gewogen
2 EL Zitronensaft
500g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:
Erdbeeren waschen, putzen und sehr klein schneiden. Mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker in einen großen Topf geben, vermischen. Aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gelierprobe machen und die Erdbeermarmelade noch heiß randvoll in vorbereitete, sterilisierte Marmeladengläser abfüllen. Gläser mit dem Deckel verschließen, abkühlen lassen.

Hier noch ein paar grundsätzliche Tipps zum Marmelade einkochen:

Wie sterilisiere ich Marmeladengläser?
Ich koche die Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser aus. Den Marmeladen-Einfülltrichter übergieße ich mit kochendem Wasser.

Was ist eine Gelierprobe?
Mit der Gelierprobe kann man feststellen, ob die Marmelade bereits die gewünschte Konsistenz hat. Dazu mit einem Teelöffel etwas von der Marmelade aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist die Marmelade fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn die Marmelade auf dem Teller noch verläuft, noch 1-2 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. Nicht zu lange kochen lassen, sonst wird sie zu hart! 

Wie kann ich Marmelade lange haltbar machen?
Wichtig ist, dass sich nach dem Abfüllen in die Gläser ein Vakuum bildet und dass man sauber arbeitet, damit die Marmelade nicht schimmelt. Darauf achten, dass der Rand der Gläser beim Marmelade abfüllen sauber bleibt! Am einfachsten geht das mit einem Marmeladentrichter. Gläser nach dem Befüllen sofort fest verschrauben und die Marmelade darin abkühlen lassen. Wenn die Marmelade abkühlt, bildet sich ein Vakuum, was man daran merkt, dass die Gläserdeckel "ploppen" und sich die Deckel nach unten wölben. Wenn das nicht passiert ist, die Gläser auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren und die Marmelade schnell verzehren.


Und welche Marmelade mögt ihr am liebsten? Habt ihr es lieber ganz klassisch und pur oder mögt ihr lieber exotische Kombinationen?

Haselnuss-Spargel mit Speck-Polenta

Haselnuss-Spargel mit Speck-Polenta

Obwohl ich die Spargel-Saison auch dieses Jahr wieder weidlich ausnutze, befällt mich so langsam aber sicher die Panik, dass sich die Spargel-Saison bereits dem Ende nähert, nachdem sie dieses Jahr schon so früh begonnen hat. Höchste Zeit also, dass ich euch noch das ein oder andere neue Spargel-Rezept zeige! Das Rezept für den grünen Haselnuss-Spargel mit Speck-Polenta habe ich auf der Webseite von Living at Home entdeckt, ausprobiert und für gut befunden. Knuspriger, würziger Speck, cremige Polenta, knackiger Spargel und crunchige Haselnüsse ergeben eine prima Kombination!


Haselnuss-Spargel mit Speck-Polenta
(für 2 Portionen)

Zutaten:
500g grüner Spargel
150ml Milch
200ml Gemüsebrühe
60g Polenta (Maisgrieß)
1/2 Bund Schnittlauch
3 EL Balsamico-Essig
1 TL Honig
3 EL Walnussöl
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g gehobelte Haselnüsse
30g gewürfelter Speck

Zubereitung:
Spargel waschen, evtl. im unteren Drittel schälen und die holzigen Enden abschneiden. In reichlich Salzwasser 6 Minuten bissfest kochen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Milch und Gemüsebrühe in einem Topf zusammen aufkochen, dann die Polenta mit dem Schneebesen einrühren. Bei niedriger Hitze ca. 10 Minuten offen köcheln lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und die Polenta abgedeckt 5 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit für die Haselnuss-Vinaigrette den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in dünne Röllchen schneiden. Balsamicoessig, Honig und die beiden Ölsorten zu einem Dressing vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. 

Die gehobelten Haselnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rundherum goldbraun rösten. In einer zweiten Pfanne die Speckwürfel knusprig braten. Die Hälfte des Specks unter die Polenta rühren.

Dressing zu den Haselnüssen in die Pfanne geben, leicht erwärmen. Polenta mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem abgetropften grünen Spargel portionsweise auf Tellern anrichten. Spargel mit dem angewärmten Dressing und den Haselnüssen beträufeln und mit dem Schnittlauch bestreuen. Restlichen Speck auf der Polenta verteilen und sofort servieren.

Jeden Tag ein Buch: "Restlos! Clever kochen mit Resten" [Rezension]

Jeden Tag ein Buch: "Restlos! Clever kochen mit Resten" [Rezension]

Und weiter geht es mit der nächsten Kochbuch-Vorstellung! Heute möchte ich euch Restlos! Clever kochen mit Resten* von Hildegard Möller vorstellen, das im Kosmos-Verlag erschienen ist. Ich besitze mittlerweile ziemlich viele Kochbücher aus dem Kosmos-Verlag und muss sagen, dass mir auch fast alle Kochbücher aus diesem Verlag gefallen. So auch dieses hier! In "Restlos! Clever kochen mit Resten" geht es, wie der Titel schon andeutet, um Resteküche, also die abwechslungsreiche und leckere Verwertung von zu viel gekochten Nudeln oder Reis, älterem Brot, schrumpeligem Obst oder Gemüse und von Lebensmittel-Bestandteilen, die man oftmals unbenutzt wegwirft, wie z.B. Radieschenblättern oder Karottenschalen. Ein Thema, das mir wichtig ist, denn ich möchte Lebensmittel nicht verschwenden oder wegwerfen, nur weil ich zuviel gekocht habe, nicht weiß, was ich daraus noch zubereiten könnte, oder weil sie nicht mehr ganz taufrisch aussehen! Und hier möchte "Restlos!" Abhilfe schaffen.


Ich habe mich quer durch die Kapitel gekocht und einige Rezepte daraus ausprobiert. Und auch wenn gerade keine Reste übrig sind, lassen sich die Gerichte bestens nachkochen. Als erstes gab es zur im Wurstkurs selbstgemachten Sülze einen Bratkartoffel-Radieschen-Salat, in dem prima die übrig gebliebenen gekochten Kartoffeln vom Vortag verwertet werden können.


Als nächstes habe ich die Sellerie-Schnitzel in Panade mit Kräuterquark ausprobiert. Bei mir bleibt oftmals eine große Restknolle Sellerie übrig, wenn ich nur wenig von der Knolle z.B. für Spaghetti Bolognese verwendet habe. Dann sind diese Sellerie-Schnitzel eine perfekte Verwendungsmöglichkeit. Allerdings mag ich Sellerie in so großen Mengen nicht so wahnsinnig gerne, da der Sellerie dann doch recht dominant schmeckt. Durch die Panade war es in diesem Fall aber in Ordnung für mich.


Als letztes habe ich diese Woche die Quarknocken mit Erdbeersauce getestet, für die ich schon etwas schrumpelige Erdbeeren zu einer fruchtigen Begleitung für die süßen Quarknocken verarbeitet und sehr genossen habe.


Soviel zu den ausprobierten Rezepten, jetzt geht es ins Detail - hier kommt meine Bewertung in den einzelnen Kategorien, wie immer von 0 (schlechteste Bewertung) bis 5 Punkten (beste Bewertung).

Aufmachung/Design: 4/5

"Restlos!" passt in Gestaltung und Aufmachung zu den anderen Kochbücher aus dem Kosmos-Verlag. Für die meisten Rezept gibt es auf der einen Seite die Rezeptbeschreibung, auf der gegenüberliegenden Seite ein ganzseitiges, appetitmachendes Foto. Das Layout ist klar und relativ aufgeräumt, die Schriften alle gut lesbar. Das kleine Format mit Softcover liegt gut in der Hand. Leider gibt es kein Lesebändchen!

Fotos: 4/5
Der Fotostil von "Restlos" gefällt mir gut. Alle Bilder wurden von Rogge & Jankovic Fotografen gemacht. Die beiden Fotografen Anne Rogge und Jan Jankovic habe ich letztes Jahr beim Kikkoman Food-Fotografie-Workshop kennengelernt und mag sie und ihren Fotostil sehr gern. Es steckt viel Sorgfalt und Arbeit in den Bildern, trotzdem sind alle Gerichte scheinbar mühelos in Szene gesetzt und das Food-Styling ist sehr natürlich und appetitanregend.

Rezepte: 4/5
Restlos!* ist gegliedert in die Kapitel "Gemüse restlos genießen", "Kartoffeln, Nudeln und Reis", "Brot", "Fleisch, Geflügel und Fisch" sowie "Früchte und Beeren". Abgerundet wird das Buch durch Tipps zur Vorratshaltung (wie kaufe ich am besten planvoll ein, wie lagere ich welche Lebensmittel...) und eine Tabelle mit Haltbarkeitsrichtwerten für Lebensmittel von Beeren über Joghurt und Kalbfleisch bis hin zu Wurzelgemüse. Die Rezeptpalette deckt alles ab von ausgefallenen Gerichten wie Kopfsalatsuppe mit Ingwer und Limette bis zum klassischen Bauern-Omelette mit Speck. Außer Rezeptideen für zu viel gekochte Reste gibt es auch Tipps zur Verwendung von Lebensmittelabfällen wie Kartoffelschalen, aus denen mit Rosmarinsalz noch Kartoffelchips werden oder Möhrenschalen, die zu Möhrenstroh frittiert werden. Bei diesen Rezepten wird niemand merken, dass es sich um eine kreative Reste-Verwertung handelt, denn der gute Geschmack steht immer im Vordergrund!

Nachkochbarkeit: 5/5
Wie bei eigentlich allen Kochbüchern aus dem Kosmos-Verlag funktionieren die Rezepte (anders als z.B. beim zuletzt vorgestellten Eisbuch "Gelato"), die Mengen sind stimmig und die Zubereitungsanleitungen klar und verständlich formuliert. Alles, was ich ausprobiert und nachgekocht habe, ist super gelungen und hat gut geschmeckt. Volle Punktzahl!

Kaufempfehlung: 4/5
Restlos!* bietet zum kleinen Preis von 14,99€ viele kreative, leicht nachkochbare Rezepte zur leckeren Verwertung von Resten. Ich kann das Kochbuch allen empfehlen, bei denen öfters mal noch eine halbe Knolle Sellerie, ein halbes Bund Radieschen, zuviel gekochte Kartoffeln, Brotreste etc. übrig bleiben, ohne dass man eine Idee hat, was daraus noch leckeres werden könnte. "Restlos - Clever kochen mit Resten" schafft Abhilfe!



Mit dieser Buchvorstellung beteilige ich mich an der 3. Themenwoche "Jeden Tag ein Buch", ins Leben gerufen von Astrid Paul aka Arthurs Tochter kocht!

Logodesign by Ariane Bille

*Hinweis: Alle Links zu Amazon.de sind Affiliate-Links. Das Kochbuch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Printfriendly