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Hähnchen-Ananas-Spieße mit Mango-Chili-Glasur und Auberginen-Nudelsalat

Hähnchen-Ananas-Spieße mit Mango-Chili-Glasur und Auberginen-Nudelsalat

Gestern habe ich euch von unserem Ausflug in das Karlsruher Open Air Kino beim Gottesauer Schloss berichtet. Vor dem Film haben wir dort ganz gemütlich gepicknickt. Dafür hatte ich zuhause ein paar Leckereien vorbereitet, die sich gut transportieren lassen und auch kalt gut schmecken. Aus einer "Lust auf Genuss" mit dem Thema "Grillen" habe ich das Rezept für die saftigen Hähnchen-Ananas-Spieße mit einer wunderbar fruchtigen Mango-Chili-Glasur ausprobiert. Dazu gab es einen Auberginen-Nudelsalat mit grünen Bohnen und Kirschtomaten aus einer älteren Ausgabe der Zeitschrift "So is(s)t Italien". Feinstes Picknick-Essen, das meinem Mann und mir sehr gut geschmeckt hat! 


Hähnchen-Ananas-Spieße mit Mango-Chili-Glasur
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Hähnchenbrustfilets à 160g
1/2 Ananas
1/2 Mango
1 rote Chilischote
2 Stängel frischer Thymian
2 EL Honig
1 EL Sherry-Essig
Salz, Pfeffer
Außerdem: (Holz-)Spieße

Zubereitung:
Holzspieße in Wasser einlegen, damit sie nachher auf dem Grill oder in der Pfanne nicht verbrennen.

Fleisch unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen. In ca. 2cm große Würfel schneiden. Ananas vierteln, den ungenießbaren Strunk herausschneiden. Ananas schälen und das Fruchtfleisch in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. Hähnchen und Ananas abwechselnd auf 6 Holzspieße aufspießen und beiseite stellen.

Für die Mango-Chili-Glasur die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Kern schneiden. Chili waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Mango und Chili in ein hohes Gefäß geben. Honig, Thymian und Essig zugeben und alles mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. 

Die Hähnchen-Ananas-Spieße mit Salz und Pfeffer würzen. Entweder auf dem Grill bei direkter mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 3 Minuten grillen oder mit wenig Öl in einer Pfanne rundherum gar braten. Dabei immer wieder mit der Mango-Chili-Glasur bepinseln.

Die Spieße schmecken heiß oder kalt. Übrige Mango-Chili-Glasur als Sauce dazu servieren.

Dazu passt auch sehr gut ein Auberginen-Nudelsalat.

Auberginen-Nudelsalat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
100g kurze, dünne Nudeln
1 kleine Aubergine (ca. 300g)
100g grüne Bohnen
100g Kirschtomaten, gelb und rot
1 Schalotte
2 Stängel frischer Thymian
3 EL Olivenöl
Saft von 1/2 Zitrone
Saft von 1/2 Limette
1/2 TL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser kochen, in ein Sieb abgießen und abkühlen lassen. Aubergine waschen, putzen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auberginenwürfel mit Salz bestreuen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Bohnen waschen, putzen und in 3cm lange Stücke schneiden. Kirschtomaten waschen und halbieren. Schalotte schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. 

Bohnen in Salzwasser ca. 5 Minuten kochen, dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. 

Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginenwürfel mit der Hälfte der Thymianblätter darin bei mittlerer bis großer Hitze 8 -10 Minuten braten, dabei die Auberginen öfter wenden. 

Zitronen- und Limettensaft mit dem Honig, dem restlichen Thymian und 1 EL Olivenöl verrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Nudeln, Auberginenwürfel, abgetropfte Bohnen, Kirschtomaten und Schalottenschieben mit dem Dressing vermengen. Salat 15 Minuten durchziehen lassen.

Das Schauburg Open Air-Kino im Gottesauer Schloss Karlsruhe [Heimatliebe]

Das Schauburg Open Air-Kino im Gottesauer Schloss Karlsruhe [Heimatliebe]

Am Wochenende war ich nach langem mal wieder im Kino. Und das bei schönstem Wetter! Natürlich habe ich im Sommer keine große Lust, in einen dunklen Kinosaal zu sitzen. Aber Open Air Kino ist an lauen Sommerabenden genau das richtige! Und da es höchste Zeit wird, mal wieder ein wenig Karlsruher Heimatliebe zu zeigen, möchte ich euch heute mitnehmen zum Schauburg Open Air Kino beim Schloss Gottesaue.


Am Sonntagabend haben wir hier "Grand Budapest Hotel" angeschaut, den ich leider verpasst hatte, als er in den Kinos gezeigt wurde. Aber das ist ja das Schöne an Open Air Kinos, dass hier oftmals ein "Best of" an Filmen gezeigt wird und man so die Chance hat, verpasste Filme nachzuholen. Und diese skurrile, top besetzte Tragikomödie solltet ihr keinesfalls verpassen - ich habe mich köstlich amüsiert!


Und das besonders Schöne am Open Air Kino beim Gottesauer Schloss ist die große Liegefläche, auf der viele schon lange vor Filmbeginn ihre Picknickdecken ausbreiten und so wie wir genüsslich ein mitgebrachtes Picknick verspeisen. Das Mitbringen von Speisen und Getränken ist beim Schauburg Open Air Kino nämlich ausdrücklich erlaubt und wird viel genutzt. Natürlich kann man auch Speisen (wie z.B. Flammkuchen, Burger oder Popcorn) und Getränke vor Ort kaufen, aber so ein Picknick mit selbst zubereitetem Essen ist doch noch viel schöner.... das Rezept für die leckeren Hähnchen-Ananas-Spieße mit Mango-Chili-Marinade und den Auberginen-Bohnen-Nudelsalat gibt´s morgen für euch!


Die Eintrittskarten für das Open Air Kino kosten 9 Euro, die Filme beginnen im Juli um 21.30 Uhr, im August um 21 Uhr, im September um 20.30 Uhr und Einlass ist schon deutlich früher - wir waren gegen 19.30 Uhr da, hatten noch die freie Platzwahl und haben ganz gemütlich gepicknickt, bis der Film los ging. Wer nicht auf dem Rasen liegen möchte (unbedingt Decken mitbringen!), kann sich auch auf die durchaus bequemen Stühle setzen.

Vom 18.7. bis 14.9.2014
Schauburg Open Air Kino beim Schloss Gottesaue
Gottesauer Str. 32
76131 Karlsruhe
Webseite mit Programm

 Das Schauburg Open Air Kino im Schloss Gottesaue ist mein Beitrag zur Reihe "Heimatliebe", die Anni auf ihrem Blog Pötit ins Leben gerufen hat. Immer Mittwochs zeigen wir Gründe, warum wir gerne in Karlsruhe leben. Machst Du mit? Welche schönen Orte gibt es in Deiner Heimat?

Selbstgemachter Pfefferminz-Sirup und ein alkoholfreier Drink

Selbstgemachter Pfefferminz-Sirup und ein alkoholfreier Drink

Vor kurzem zog bei mir im Büro ein überwältigend intensiver Duft nach Pfefferminze durch den Gang. Natürlich musste ich den Minzgeruch sofort zu seiner Quelle zurückverfolgen und wurde neben dem Schreibtisch einer Kollegin fündig- dort stand ein Sack frischer Minze und die Kollegin blickte schon leicht verzweifelt drein. "Möchtest Du was von der Minze abhaben? Ich wollte nur ein paar Blätter für Tabouleh und habe jetzt Unmengen Minze bekommen!" Na klar wollte ich, und so trug ich abends eine große Tüte Minze nach Hause. Daraus habe ich Pfefferminz-Sirup nach einem Rezept von Steph aus dem "Kleinen Kuriositätenladen" gemacht. Der Sirup schmeckt wunderbar nach Minze und eignet sich auch prima als Zutat für Drinks wie die "Grüne Welle", einen alkoholfreien Sommer-Drink ganz nach meinem Geschmack!


Selbstgemachter Pfefferminz-Sirup
(ergibt ca. 700ml Sirup)

Zutaten:
50g frische (Pfeffer-)Minzblätter
1 Zitrone
250g Zucker
1 TL Salz

Zubereitung:
Die Minzblätter waschen, trocken schleudern und die Blätter von den Stängeln zupfen. Zitrone auspressen. Minzblätter mit Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Topf geben. Mit einem Cocktail-Stößel oder einem Kochlöffel die Blätter zerdrücken, damit die ätherischen Öle der Minzblätter austreten können. 8 bis 10 Stunden zugedeckt durchziehen lassen.

600ml Wasser aufkochen und noch heiß über die Minzblätter gießen. Umrühren und über Nacht abgedeckt stehen lassen.

Am nächsten Tag die Flaschen, Deckel und den Abfülltrichter sterilisieren. Den Sirup durch ein feines Sieb in einen Topf gießen, aufkochen und ca. 5-7 Minuten köcheln lassen. Sirup noch heiß in die vorbereiteten Flaschen einfüllen, verschließen und in den Flaschen auskühlen lassen.


Und hier kommt auch gleich noch das Rezept für einen alkoholfreien, erfrischenden Sommerdrink, bei dem der Pfefferminzsirup zum Einsatz kommt!

"Grüne Welle" (alkoholfreier Drink)
(für 1 Glas)

Zutaten:
4cl Pfefferminzsirup
12cl Tonic Water
Crushed Ice
1 Zitronenscheibe
Frische Minze zur Deko

Zubereitung:
Longdrinkglas zu einem Drittel mit Crushed Ice füllen. Pfefferminzsirup und Tonic Water zugeben. Umrühren, mit Zitronenscheibe und Minze garnieren und sofort genießen.

Schneller Tomatensalat mit Feta und Schnittlauchblüten-Dressing

Schneller Tomatensalat mit Feta und Schnittlauchblüten-Dressing

Heute gibt´s mal ganz fixe Sommerküche. Für diesen schnellen Tomatensalat mit Feta und Schnittlauchblüten-Dressing braucht es gar kein großartiges Rezept. Aber zeigen möchte ihn euch trotzdem, denn der von Clara alias Tastesheriff inspirierte Tomatensalat ist das perfekte Abendessen für heiße Sommertage und die Tomaten schmecken jetzt, wo sie auch bei uns in Karlsruhe rot und reif am Strauch hängen, am allerbesten! Also nichts wie ran, Tomaten schnippeln und den Sommer genießen...


Schneller Tomatensalat mit Feta
(für 2 Portionen)

Zutaten:
4-6 Tomaten, am besten verschiedene Sorten und Farben
2-3 Stängel frischer Basilikum
2 Stängel Majoran
2 Stängel Oregano
2 EL Schnittlauchblüten-Essig (selbstgemacht)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
200g Feta

Zubereitung:
Tomaten waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Tomaten in Scheiben schneiden. Kräuter waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Kräuter grob hacken. Schnittlauchblüten-Essig und Olivenöl miteinander vermischen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Schüssel mit den Tomaten vermengen. Feta in kleine Würfel schneiden, zu den Tomaten geben. Tomatensalat portionsweise auf Teller verteilen, mit den gehackten Kräutern bestreuen und servieren.

Zucchini-Flatbread mit Ziegenfrischkäse

Zucchini-Flatbread mit Ziegenfrischkäse

Schon wieder Flammkuchen? Na ja, fast. Der heutige Flammkuchen nennt sich nach einem Rezept von "Living at Home" nicht Flammkuchen, sondern Zucchini-Flatbread mit Ziegenfrischkäse und der Teig enthält, anders als mein Standard-Flammkuchen-Teigrezept, ausnahmsweise Hefe. Aaaaber auch in diesem Rezept habe ich mal wieder Aprikosen versteckt! Dieses Mal in Form von getrockneten Aprikosen, die zusammen mit frischem Thymian unter den Belag aus Ziegenfrischkäse gerührt werden. Die Kombination von Aprikosen und Thymian hat es mir wirklich angetan und harmoniert auch bei diesem Rezept wieder ganz wunderbar! Dazu noch zarte Zucchinistreifen, würziger Parmesan und Rosmarin, das alles auf einem luftigen, knusprigem Teigboden - und das Flammkuchen/Pizza/Flatbread-Glück ist perfekt!


Zucchini-Flatbread mit Ziegenfrischkäse
(für 2 Portionen)

Zutaten:
200g Mehl Type 550
5g frische Hefe
Salz, Pfeffer
50g getrocknete Aprikosen
3-4 Stängel frischer Thymian
50g Pekannusskerne
150g Ziegenfrischkäse
1 Zucchini
ca. 30g frisch geriebener Parmesan
1 Stängel frischer Rosmarin

Zubereitung:
Hefe in 120ml lauwarmem Wasser auflösen. In einer Schüssel Mehl mit 1 TL Salz vermischen und das Hefewasser in einem Schwung dazugeben. Alles mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verkneten. Teigschüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen lassen.

Aprikosen fein würfeln. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Pekannüsse klein hacken. Ziegenfrischkäse mit den Aprikosenwürfeln, den Pekannüssen und der Hälfte des Thymians vermischen. 

Zucchini waschen, Enden abschneiden und von der Zucchini mit dem Sparschäler längs feine Streifen abschälen. Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln von den Stängeln zupfen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Teig in zwei Portionen teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils zu einem Rechteck formen. Die Teigböden auf Backpapier legen und jeweils mit der Ziegenkäse-Creme bestreichen. Mit Zucchinistreifen belegen, mit Salz und Pfeffer würzen. Den geriebenen Parmesan, den restlichen Thymian und die Rosmarinnadeln auf dem Zucchini-Flatbread verteilen.

Backofen auf 220 Grad herunter schalten und die Zucchini-Flatbreads nacheinander mitsamt Backpapier auf dem Pizzastein in ca. 15 Minuten goldbraun backen, dabei nach ca. 7 Minuten das Backpapier unter dem Flatbread entfernen, damit es nicht anbrennt. Warm servieren!

Aprikosen-Thymian-Tarte mit Schmand

Aprikosen-Thymian-Tarte mit Schmand

Langsam wird meine Aprikosen-Liebe etwas exzessiv, denn heute gibt es schon wieder ein Rezept mit Aprikosen! Dieses Mal in Form einer Aprikosen-Thymian-Tarte mit Schmand. Die Tarte nach einem Rezept aus der "Lust auf Genuss" zum Thema "Schnell & raffiniert" vom Juni 2014 ist dank der Verwendung von fertigem Blätterteig aus dem Kühlregal ruckzuck zubereitet und schmeckt saftig-frisch. In den Schmandguss kommen gehackte Thymianblättchen hinein - das gibt ein feinwürziges Aroma. Die gehackten Pistazien als Topping machen sich ebenfalls sehr gut. Am besten schmeckt die Tarte noch lauwarm. Genau das richtige für den kleinen sommerlichen Kuchenhunger!


Aprikosen-Thymian-Tarte mit Schmand
(für eine rechteckige Tarteform mit ca. 30x11 cm)

Zutaten:
2 Aprikosen
150g Schmand
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Speisestärke
1 EL Vanillezucker
1 EL Zitronensaft
2 Zweige Thymian
1 Packung Blätterteig (aus dem Kühlregal)
1/2 EL brauner Zucker
1 EL Pistazienkerne

Zubereitung:
Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen. In dünne Spalten schneiden. 

Schmand mit Backpulver, Speisestärke, Vanillezucker und dem Zitronensaft glatt rühren. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den 1 Stängel abzupfen. Fein hacken und unter den Schmandguss rühren. 
Blätterteig mitsamt Backpapier in die Backform legen, dabei einen Rand hochziehen und überstehenden Blätterteig abschneiden (es wird nicht die ganze Teigpackung für die Tarte benötigt).

Den Thymian-Schmand auf dem Blätterteigboden verteilen. Mit den Aprikosenspalten belegen und gleichmäßig mit braunem Zucker bestreuen.

Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 25-30 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Pistazienkerne grob hacken. Tarte aus dem Ofen nehmen und mit den gehackten Pistazienkernen und dem restlichen Thymian bestreuen. Tarte am besten lauwarm servieren. Vanilleeis passt prima dazu!

Nachgekocht: Pulled Pork aus dem Backofen, umwerfend gut!

Nachgekocht: Pulled Pork aus dem Backofen, umwerfend gut!

Bei uns gab es was zu feiern! Ok, im Rest Deutschlands wurde auch gefeiert am vergangenen Wochenende, aber außer dem so verdienten Weltmeistertitel der deutschen Nationalelf haben wir auch noch den Geburtstag meines Mannes gefeiert, im noch eher kleinen Kreis mit 14 Leuten. Und was kocht man für 14 Personen? Als ich über diese Frage nachgedacht habe, fiel mir gleich das umwerfende Pulled Pork-Sandwich ein, das ich vor kurzem bei Miri von Miris Jahrbuch angesabbert bewundert habe und das mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Und so habe ich die in Miris Rezept angegebenen Mengen verdreifacht, eine ganze Ladung der phantastischen Burger Buns nach einem erprobten Rezept von Maja von Moey´s Kitchen gebacken, dazu noch ein paar Salate gemacht und hatte einen höchst entspannten Tag und Abend, denn die meiste Arbeit erledigt bei diesem Rezept der Backofen ganz von alleine - man braucht nur Geduld und Zeit für die Zubereitung. Und die Geduld hat sich gelohnt, alle Gäste waren begeistert und haben sich noch (mehrmals) Nachschlag geholt!  Und ich bin jetzt offiziell auch Pulled Pork-angefixt....


Pulled Pork aus dem Backofen
(für 12-14 Portionen)

Zutaten:
4,5kg Schweinenacken (nicht zu mager, gerne durchwachsen und mit Fett dran) - ich hatte 2 Stücke à 2,25kg
Für die Marinade:
6 EL Rohrohrzucker
3 EL edelsüßer Paprika
3 EL Pimentón de la Vera dulce
3 EL rosenscharfer Paprika
6 EL Meersalz
1,5 EL Pfeffer
3 TL gemahlener Piment
3 TL gemahlener Koriander
3 Knoblauchzehen
Außerdem:
500ml Apfelsaft
3 EL Rohrohrzucker

Zubereitung:
Am Vortag das Fleisch marinieren. Dazu den Knoblauch schälen, fein hacken und mit den restlichen Gewürzen vermischen. Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und dann großzügig rundherum mit der Marinade einreiben. Fleisch über Nacht in der Marinade kalt stellen.

Am nächsten Tag je nach Gewicht des Fleisches mindestens 8 Stunden, bevor das Essen serviert werden soll, mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Man rechnet pro halbes kg Fleisch mindestens 1 Stunde Garzeit. Da ich 2 Stücke à 2,25kg hatte, habe ich - eigentlich großzügig - mit 6.5 Stunden kalkuliert und das hat letztlich gerade so gereicht. Also lieber etwas mehr Zeit einplanen!

Den Backofen auf 120 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einen großen Bräter geben. Apfelsaft mit 500ml Wasser und dem Zucker vermischen. Umrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat, und ca. die Hälfte der Flüssigkeit zum Fleisch in den Bräter geben. Bräter auf der untersten Schiene in den heißen Backofen stellen und nun 6.5 bis 7 Stunden schmoren lassen. Zwischendurch immer wieder nach dem Fleisch schauen und etwas Flüssigkeit nachgießen, so dass immer der gleiche Flüssigkeitspegel wie am Anfang im Topf ist.

Nach ca. 6 Stunden (oder auch zwischendurch mal) die Fleisch-Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer prüfen. Wenn sie 85 Grad beträgt, ist das Fleisch gar. Dann das Fleisch aus dem Bräter nehmen und die Flüssigkeit aus dem Bräter in einen Kochtopf umfüllen. Das Fleisch in den Bräter zurück geben und im ausgeschalteten Backofen mit geschlossenem Deckel mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Derweil die Schmorflüssigkeit offen bei starker Hitze um mindestens die Hälfte einreduzieren lassen, bis sie dickflüssig und glänzend ist.

Das Fleisch nach der Ruhezeit mit zwei Gabeln auseinander zupfen. Mit der einreduzierten Sauce übergießen und vermischen.

Pulled Pork mit selbst gebackenen Burger Buns oder anderen Brötchen nach Wahl servieren. Dazu passt Krautsalat, aber auch ein einfacher Rucola-Salat mit Kirschtomaten und Parmesan-Spänen oder ein fruchtiger Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse. Und natürlich selbstgemachte Barbecue-Sauce!

Flammkuchen mit Aprikosen, Thymian, Ziegenfrischkäse und Lardo

Flammkuchen mit Aprikosen, Thymian, Ziegenfrischkäse und Lardo

Ich habe euch ja schon vorgewarnt: Nach den Erdbeeren sind jetzt Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen "dran" bei mir. Dass ich Obst in herzhaften Gerichten mag und Flammkuchen in allen Varianten liebe, habt ihr ja sicher schon gemerkt. Und dass ich davon überzeugt bin, dass fast alles mit Ziegenfrischkäse besser  schmeckt, auch. Damit ergibt sich meine neueste Flammkuchen-Kreation eigentlich auch schon fast von selbst: ein Aprikosen-Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, Thymian und Lardo. Lardo habe ich hier zum ersten Mal verwendet - wer keinen bekommt, kann auch einfach Speck stattdessen verwenden. Die fruchtigen Aprikosen bilden mit dem salzigen Lardo und dem würzigen Thymian eine tolle Kombination. Dazu noch zartschmelzender Ziegenfrischkäse auf knusprigem, dünnen Flammkuchenteig- perfekt! So schmeckt der Sommer auf meinem Teller.


Flammkuchen mit Aprikosen, Thymian, Ziegenfrischkäse und Lardo
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für den Teig:
200g Weizenmehl Type 550
2 EL Sonnenblumenöl
1/2 TL Salz
Für den Belag:
50g Schmand
Pfeffer
6 Aprikosen (ca. 200g)
4 dünne Scheiben Lardo (oder Speck)
100g Ziegenfrischkäse
4 Stängel frischer Thymian

Zubereitung:
Als erstes den Teig herstellen. Dafür das Mehl mit dem Öl, dem Salz und 125ml Wasser in eine Schüssel geben und erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Teigschüssel abdecken und bei Zimmertemperatur 20 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Teig in zwei Portionen teilen und auf einer bemehlten Oberfläche jeweils sehr dünn (2-3mm dick) ausrollen. 
Teig dünn und gleichmäßig mit Schmand bestreichen, mit Pfeffer würzen. Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen. In Spalten schneiden. Aprikosenspalten gleichmäßig auf dem mit Schmand bestrichenen Teigboden verteilen. Lardo (oder Speck) in kleinere Stücke schneiden und auf dem Flammkuchenboden verteilen. Von 3 Stängeln Thymian die Blättchen abzupfen und die Thymianblättchen auf dem Flammkuchen verteilen. Salzen ist nicht notwendig, da der Lardo sehr salzig ist und damit genügend Würze abgibt!

Flammkuchen mitsamt Backpapier in den heißen Backofen schieben und 15-20 Minuten knusprig backen. Nach ca. 7-8 Minuten das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen und aus dem Backofen nehmen, damit es nicht verbrennt.

Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen. Dann mit einem Teelöffel Nocken vom Ziegenfrischkäse abstechen und auf dem Flammkuchen verteilen. Mit den restlichen Thymianblättern garnieren und den Flammkuchen sofort servieren.

Ein Blick hinter die Kulissen von Schöner Tag noch!

Ein Blick hinter die Kulissen von Schöner Tag noch!

Bei Steph im Kleinen Kuriositätenladen läuft zur Zeit ein "Behind the Scenes"-Blogevent. Ich LIEBE Blicke hinter die Kulissen, denn ich finde es immer höchst spannend zu sehen, ob andere Blogger eine große oder kleine Küche haben, ob alles auf Hochglanz poliert ist oder eher das kreative Chaos regiert, ob sie Designerküchen haben oder in zusammengewürfelten Studentenküchen werkeln. Dem fertigen Foto eines Gerichts auf dem Blog sieht man ja meist nicht an, wie und wo es entstanden ist. Natürlich bin ich  auch ganz allgemein neugierig, wie andere so wohnen und eingerichtet sind! Und wer so neugierig ist wie ich und so gerne bei anderen hinter die Kulissen schaut, der muss auch mal einen Einblick in die eigene Küche geben, oder? Voilà, tretet ein!

Behind the Scenes vom 01.06.-30-06-2014

Seit wir die Küche vor gut 2 Jahren komplett neu nach meinen Vorstellungen gestaltet haben, mag ich sie sehr, sehr gern. Wir wohnen unter dem Dach und auch die Küche hat an einer Seite eine Dachschräge. Die Küchenzeile haben wir in U-Form eingebaut, wodurch der Platz für geschlossenen Stauraum und Arbeitsfläche optimal genutzt wird. Ich mag es gerne aufgeräumt und übersichtlich, deshalb habe ich eine Vorliebe für Schränke und Schubladen.


Ich liebe das extra große Induktions-Kochfeld, den Backofen auf Brusthöhe, die Gewürzschublade...


... das Regalbrett für meine riesige Pfeffermühle, die Salz- und Zuckerstreuer und meine Öl- und Essig-Sammlung.


Außerdem mag ich das große Ikea-Schneidebrett, das immer auf der Arbeitsfläche liegt.


Und meine Obstschale, die immer gut gefüllt ist. Und ja, den vor 5 Wochen angesetzten Erdbeeressig nach einem Rezept von HighFoodality im Hintergrund links sollte ich jetzt auch endlich mal abfüllen ;-) Die Flaschen stehen schon bereit!


Und jetzt geht es auch schon weiter ins Esszimmer, das direkt an die Küche angrenzt. Hier habe ich mir vor ein paar Monaten einen schon lange sehnlichst gehegten Wunsch erfüllt und einen Esstisch aus massiver Eiche und die schon lange angeschmachteten Eames Plastic Arm Chairs DAW von Vitra gekauft. Seitdem wird stilvoll vor der mit Beton-Putz verspachtelten Wand gespeist bei uns! Mein Essen fotografiere ich meist ohne weitere Aufwände entweder auf dem Esstisch, direkt bevor ich es esse, oder in der Küche unter dem Dachfenster.


Und wenn alles gekocht, fotografiert und verspeist ist, schreibe ich an meinem schon etwas in die Jahre gekommenen Notebook im Arbeitszimmer die Blogbeiträge und bearbeite meine Fotos.


Ein paar Kochbücher liegen immer auf dem Schreibtisch, neben dem Bett, in der Küche oder auf dem Couchtisch, aber eigentlich hat meine Kochbuch-Sammlung ihren Platz ganz oben unter dem Dach. Irgendwann bald muss ich mir eine andere Aufbewahrungsmöglichkeit überlegen, wenn die Sammlung im gleichen Tempo wie bisher weiterwächst...


Das war also ein Blick hinter die Kulissen von "Schöner Tag noch!". Hattet ihr es euch so vorgestellt? Oder habt ihr etwas ganz anderes erwartet? Ich bin gespannt!

Hähnchen in Honig-Soja-Marinade mit Aprikosen-Spinatsalat und eine neue Liebe in Rosa!

Hähnchen in Honig-Soja-Marinade mit Aprikosen-Spinatsalat und eine neue Liebe in Rosa!

Dramatische Szenen spielten sich gestern ab: ich musste bestürzt feststellen, dass die badische Erdbeersaison so gut wie vorbei ist, denn das Erdbeerhäuschen bei uns im Ort wurde abgebaut! Neiiiiiin! Wie jedes Jahr ist die Erdbeersaison für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei. Aber gut, dann tröste ich mich eben mit den anderen Liebeleien und Sommerfrüchten, die jetzt Saison haben. Aprikosen zum Beispiel. Die machen sich auch sehr gut in einem Aprikosen-Spinatsalat als Begleitung einer zarten Hähnchenbrust in Honig-Soja-Marinade mit etwas Chiliflocken nach einem Rezept von "essen & trinken". Und dazu gibt es eine weitere neue, rosa Liebe: den gut gekühlten "My love affair with" Rosé, den meine liebe Bloggerfreundin Kerstin von "My cooking love affair" in Kooperation mit ihrem Pfälzer Winzer des Vertrauens Christian Brendel in einer limitierten Edition herausgebracht hat - und der mittlerweile ausverkauft ist! Zu Recht - aber blöd für mich, denn ich bin jetzt angefixt und bekomme keinen Nachschub mehr?!


Hähnchen in Honig-Soja-Marinade mit Aprikosen-Spinatsalat 
(für 2 Portionen)

Zutaten:
3 EL Sojasauce
3 EL Öl
1 TL Honig
2 EL Zitronensaft
1 getrocknete Chilischote
2 Hähnchenbrüste à 180g
100g Baby-Spinat
5-6 Aprikosen (200g)
1 EL Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Sojasauce mit 1 EL Öl, Honig und 1 EL Zitronensaft verrühren. Chilischote fein zerkrümeln und ebenfalls unterrühren. Hähnchenbrüste unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen und mit der Honig-Soja-Marinade übergießen. 15 Minuten marinieren lassen. 

Derweil den Baby-Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Die Aprikosen waschen, halbieren, entsteinen und in Spalten schneiden. Aus 2 EL Öl, 1 EL Zitronensaft und dem Balsamico-Essig ein Dressing anrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Spinat und den Aprikosen vermengen.

Hähnchenbrüste aus der Marinade nehmen, abtropfen lassen und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett erst 2 Minuten von jeder Seite scharf anbraten, dann die Hitze reduzieren und das Hähnchenfleisch bei mittlerer Hitze in ca. 10 Minuten fertig garen, dabei einmal wenden. Hähnchenbrust in Streifen schneiden und mit dem Aprikosen-Spinatsalat servieren.

Linguine mit Lammfilet und Safran-Mandel-Sauce und der AEG Golf & Cook Cup 2014

Linguine mit Lammfilet und Safran-Mandel-Sauce und der AEG Golf & Cook Cup 2014

Die langjährigen Leser wissen es natürlich schon längst: Ich koche nicht nur gerne, sondern spiele auch schon seit vielen Jahren leidenschaftlich gerne Golf. Meine halbe Kindheit und Jugend habe ich praktisch auf dem Golfplatz verbracht und auch heute noch bin ich fast jedes Sommerwochenende auf dem Golfplatz. Klar, dass der "AEG Golf & Cook Cup" bei mir mitten ins Herz trifft: Eine Golfturnier-Serie auf tollen deutschen Golfplätzen mit feinster Rundenverpflegung und einem abendlichen Dinner, das keine Wünsche offen lässt - zubereitet von Stefan Marquard und gesponsert von AEG. Dieses Wochenende fand im Golfclub Schloss Miel bei Bonn das erste Turnier des AEG Golf & Cook Cups 2014 statt - leider ohne mich, denn ich musste beim "Tag der offenen Tür" in meinem eigenen Heimatclub helfen! Aber Ende August werde ich beim Golf & Cook Cup im Bruchsaler Golfclub mitspielen und freue mich jetzt schon auf das Menü, mit dem Stefan Marquard uns verwöhnen wird. 

Und bis es soweit ist, habe ich hier ein feines Sommergericht für euch, das sich auch nach einer anstrengenden Golfrunde (oder einem Tag am Baggersee, im Garten, auf dem Fußballplatz...) noch ganz einfach zubereiten lässt. Die Linguine mit Lammfilet und Safran-Mandel-Sauce nach einem Rezept aus einer alten "Living at Home" sind in der Zubereitung völlig unkompliziert. Die fruchtigen Nektarinenspalten in Kombination mit zartrosa gebratenem Lammfilet sorgen für den Wow-Effekt und machen dieses Pastagericht absolut gästetauglich. Für 4 Personen einfach die Mengen verdoppeln!


Linguine mit Lammfilet und Safran-Mandel-Sauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
30g gemahlene Mandeln
1/2 Bund glatte Petersilie
150ml Sahne
50ml Lammfond
0,5g Safranfäden (1/2 Döschen)
Salz, Pfeffer
5cl Noilly Prat (Wermut)
ca. 200g Lammfilet
3 Stängel frischer Thymian
200g Linguine oder andere lange, schmale Nudeln
1 Nektarine
1-2 EL Zitronensaft
2 EL Zucker
1-2 EL Olivenöl

Zubereitung:
Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze etwas anrösten. Beiseite stellen.

Sahne und Lammfond in einen Topf geben. Safranfäden zugeben, kurz aufkochen. Sauce mit Salz und Pfeffer würzen, dann die angerösteten Mandeln und den Noilly Prat unterrühren. Sauce abgedeckt beiseite stellen.

Den Backofen auf 100 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen.

Die Linguine in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente garen.

Lammfilet unter fließendem Wasser abwaschen, trocken tupfen. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Lammfilet darin von jeder Seite ca. 1-2 Minuten anbraten. Fleisch mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, in Alufolie einwickeln und im vorgeheizten Backofen warm halten.

Nektarinen halbieren, Kern entfernen. Nektarine in Spalten schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln. Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun schmelzen lassen, dann die Nektarinenspalten darin schwenken.

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter fein schneiden.

Linguine abgießen, abtropfen lassen. Pasta mit der Safran-Mandel-Sauce und der Petersilie mischen. Lammfilet aus dem Backofen und der Alufolie nehmen, Fleisch in Streifen schneiden. Lammfiletstreifen mit den Nektarinenspalten auf den Nudeln anrichten und sofort servieren.


Und was fehlt jetzt noch? Richtig, ein Dessert! Was würdet ihr nach diesem Hauptgericht als Dessert reichen? Ein Törtchen? Eis? Etwas Fruchtiges? Was ich serviert habe, findet ihr dieses Mal ausnahmsweise nicht bei mir, sondern ab Montag auf dem AEG Geschmackssachen-Blog. Ich freue mich, wenn ihr morgen dort reinschaut, denn das wird mein erster Beitrag als Gastautorin für den AEG-Blog sein!

Werbehinweis: Dieser Blogbeitrag ist in Kooperation mit AEG entstanden.

Ein kulinarisches Wochenende in Zürich! [Unterwegs]

Ein kulinarisches Wochenende in Zürich! [Unterwegs]

Ich war in der Schweiz! Genauer in Zürich und in Zug. Mein letzer Zürich-Besuch ist schon eine ganze Weile her, denn seit meine Freundin, die ich damals öfters besucht habe, nicht mehr in Zürich wohnt, hatte ich keinen Anlass mehr, nach Zürich zu fahren. Dabei dauert die komfortable Bahnfahrt von Karlsruhe nach Zürich gerade mal 3 Stunden - sollte man eigentlich öfter machen! Und so kam mir die Einladung von Zürich Tourismus für 3 spannende Tage in der Schweiz gerade recht. Los geht´s mit dem Wochenende in Zürich, bevor ich noch in einem eigenen Beitrag von den Erlebnissen in Zug berichte.


Zusammen mit der lieben Mel von Gourmet Guerilla, Kevin von The Stepford Husband, Roman von Simply for Friends und Toni und Bene von Because you are hungry war ich Anfang Juni auf Einladung von Zürich Tourismus und den 25 Hours Hotels 3 Tage auf Foodblogger-Tour in der Schweiz. Übernachtet haben wir  im schicken 25hours Hotel Zürich-West


Zürich-West ist ein ehemaliges Industriegebiet, in dem jetzt viele Hotels, Bürotürme und schicke Wohnblöcke hochgezogen wurden und das damit einen spannenden Mix aus Hochglanz-Neubauten und der alternativen Szene bietet. Ein Beispiel für die alternative Szene in Zürich-West ist "Les Halles". Hinter der unscheinbaren Fassade einer Industriebruchbude verbirgt sich ein Bar-Bistro-Kochclub-Fahrradladen mit Antipasti-Theke und Feinkostladen. Leider war am Samstag um die Mittagszeit, als wir dort waren, offiziell noch geschlossen. Die richtige Atmosphäre entwickelt dieser Laden sicherlich erst, wenn er proppevoll ist, was anscheinend fast immer der Fall ist!


Der Antipasti-Teller und die Lasagne, die es für uns dort als kleines Mittagessen gab, ließ jedenfalls keine Wünsche offen.


Ein paar Schritte weiter, in der Geroldstraße, findet man neben dem "Freitag"-Taschen-Lagerverkauf in einem Turm aus ehemaligen Schiffscontainern viele spannende Design- und Einrichtungsläden, aber auch Bistros wie Gerolds Chuchi, das sich spätabends in einen Club verwandelt.


Besonders gut gefiel es mir dort rund um den Viadukt. In den Viaduktbögen hat sich eine schöne Mischung aus neuen, kreativen, individuellen Läden, Bars, Markthalle und Restaurants eingefunden.



Im "Restaurant Viadukt" gönnten Mel und ich uns eine kleine Stärkung und eine Ruhepause. Für mich gab es eine äußerst schmackhafte Piadina mit Rohschinken, Mascarpone, Parmesan und Rucola. 


Mel orderte einen orientalisch würzigen Fenchel-Orangen-Salat mit Datteln und roten Zwiebeln. Zwei Reisefrolleins im Glück!



Abens aßen wir alle gemeinsam in "Frau Gerolds Garten". Direkt neben dem "Freitag"-Turm findet man hier ein spannendes Konzept: einen urbanen Garten, der ein Nutzgarten ist, aber auch Shops, Bars, Kunstausstellungen und frisch zubereitetes Essen anbietet. Ob zur Lunchpause oder abends, hier kann man gemütlich einkehren und den Tag wie in einem modernen Schrebergarten ausklingen lassen. 


Am nächsten Tag erkundeten wir das Zentrum von Zürich und den Zürich-See.
Der Stadtteil "Niederdorf" mitten im Zentrum ist pittoresk und strotzt nur so vor hübschen Läden und netten Bars, Restaurants und Kneipen. Mittendrin in all dieser Aufgeräumtheit sticht am Limmatquai ein rostiger Hafenkran hervor, den die Stadt Zürich der Stadt Rostock für 600.000 Franken als Kunst-Installation abgekauft hat und der noch bis Anfang 2015 stehen bleiben darf.


Bei schönstem Wetter wollten wir uns Zürich auch noch vom Wasser aus anschauen und machten eine ca. 1,5 Stunden lange Schiffsrundfahrt auf dem Zürich-See. Toll: Mit der ZürichCARD, die wahlweise 24 oder 72 Stunden gilt, bekommt man nicht nur kostenlosen Eintritt in fast alle Museen und kann uneingeschränkt den öffentlichen Nahverkehr (Tram, Busse...) nutzen, zudem ist auch die Fahrt mit dem Fährschiff inklusive. Sehr empfehlenswert für alle Zürich-Touris!


Den Preis der ZürichCARD von 40 Euro für 72 Stunden Gültigkeit finde ich fair, wenn man viel mit der Tram fährt, eine Schiffsfahrt macht und noch in 1-2 Museen geht, lohnt sich die Karte auf jeden Fall. Andererseits ist Zürich auch so überschaubar, dass man vieles zu Fuß erlaufen kann, wenn man eine Unterkunft im Zentrum hat.


Eine Schifffahrt, die ist lustig... und macht hungrig! Also kehrten wir, kaum wieder an Land, im traditionellen "Café Sprüngli" am Paradeplatz ein und probierten uns durch die hübschen, süßen Köstlichkeiten.


Den krönenden Abschluss des zweiten Zürich-Tages bildete das gemeinsame Kochen mit dem  sympathischen Australier Fabian Spiquel, der sich in Zürich einen exzellenten Ruf als Koch im Maison Manesse erworben hat hat, und den Schweizer Foodbloggern Laura vom Blog Löffelchen voll Zucker und Christian von Foodfreaks.ch. Wir nahmen den bestens ausgestatteten Kitchen Club des 25hours Hotels in Beschlag und Fabian gab uns einen Einblick in seine Kochkunst.


Unter Anleitung von Fabian und seiner Sous-Chefin Eli Oskan kochten wir gemeinsam ein 4-Gänge-Menü. Los ging es mit einem 18 Stunden lang gebeizten Lachs, Sorbet von süßer und grüner Mango, Avocado-Püree, Puffreis, Nori-Salz, Apfel, Wasabi Tobiko, rohen Champignons, Koriander und Kresse. Ein Kunstwerk! Und welche Ansprüche Eli und Fabian an die Kunstwerke stellen, die ihre Küche verlassen, wurde schnell klar, als ich erst eine Unterweisung bekam, was genau "in feine Würfel schneiden" bedeutet, und wenig später Eli kurzerhand Mel den Spritzbeutel mit Avocado-Püree wieder aus der Hand nahm, weil ihr die Tupfen auf dem Teller nicht präzise genug waren. Aber nur so kann man auch noch was lernen - ich fand´s gut!


Danach ging es weiter mit einem eine Stunde bei 63° C sous-vide gegartem Ei, grünem Spargel, Eddos, Erdnüssen, Aioli vom fermentierten Knoblauch und meiner ersten Belper Knolle. Die Belper Knolle ist ein Schweizer Käse-Trüffel, wird immer noch von Hand geformt und enthält Milch, Knoblauch, Salz und Pfeffer - und schmeckt super über Pasta gehobelt!


Für das Hauptgericht wurde es richtig aufwändig: Erst wurden Zucchiniblüten frittiert, dann im Green Egg noch kurz geräuchert. Das Fleisch, ein dry aged Entrecote, wurde am Stück mehrere Stunden sous vide gegart und dann noch in reichlich Butter angebraten. Mel und ich schmiedeten bereits Pläne, sowohl das Green Egg als auch das Sous Vide-Becken unauffällig unter den Arm zu klemmen und mit nach Hause zu nehmen. Toll!


Und das ist das fertige Hauptgericht: 9 Wochen dry aged Schweizer Entrecote, falsche Mais-Gnocchi, gegrillte Tempura-Zucchiniblüten und dazu ein Jus aus Knochenmark und Perigord-Trüffeln, frittierter Salbei und Salbeiblüten. 


Danach war ich eigentlich schon satt, zumal Fabian beim Fleisch nicht mit Butter gespart hatte. Aber ein Dessert geht natürlich immer noch, vor allem wenn es eine Rhabarber-Variation ist, bestehend aus
Rhabarbercreme, Rhabarbersalat, mit Grapefruit aromatisierte kalte Rhabarber-Suppe, Popcorn-Eis, karamellisierten Kakaonibs, Estragonöl, Waffel-Chips, Johannisbrotbaum und Himbeeren.


Damit ging ein genussvoller kulinarischer Zürich-Tag zu Ende und ich bin in mein Hotelbett gefallen und habe die Einladung "Let´s spend the night together" auf meinem Kissen gerne angenommen...


Und demnächst erzähle ich euch noch vom zweiten Teil meines Schweiz-Besuchs und ihr erfahrt alles über die Herstellung der berühmten, schwerstalkoholischen Zuger Kirsch-Torte!

Vielen Dank an Zürich Tourismus, Schweiz Tourismus und 25hours Hotels für die Einladung zu dieser Reise!