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Mein knallharter Kochbuch-Jahresrückblick 2014

Mein knallharter Kochbuch-Jahresrückblick 2014

Morgen ist schon Silvester - wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Ich war doch eigentlich eben erst beim Foodblogger-Barcamp in Reutlingen, im Spielweg Romantik Hotel beim Wurstkurs, bei der Frankfurter Buchmesse und auf Trüffel-Reise in Alba. Am vorletzten Tag des Jahres ist also höchste Zeit für meinen alljährlichen knallharten Kochbuch-Jahresrückblick! Hier wird sich schonungslos zeigen, welche 2014 neu in die Sammlung aufgenommenen Kochbücher top waren und welche ein Flop. Aus welchen habe ich viel nachgekocht, welche standen eher langsam verstaubend im Regal? Das werden wir gleich sehen! Hier sind erst mal alle Kochbuch-Neuzugänge aus 2014 im Überblick, 18 an der Zahl.



Und jetzt zu den einzelnen Titeln - ich arbeite mich im Stapel von unten nach oben vor!

Buchtitel: "I love New York" von Will Guidara und David Humm
Daraus gekocht und gebloggt: Verbloggt habe ich die Walnusstorte mit Karamellnüssen und Fleur de Sel sowie eine Speck-Marmelade. Ausprobiert, aber nicht auf dem Blog veröffentlicht habe ich auch noch ein Sellerie-Risotto mit Amarettini-Bröseln. Außerdem habe ich mir noch ein sehr aufwändiges Ahorn-Sundae und ein Hähnchenschnitzel-Sandwich mit Kapern, Tomaten und Basilikum zum Nachkochen markiert, bin aber nicht mehr dazu gekommen.
Fazit: Möglicherweise mein Lieblings-Schmöker-Kochbuch des Jahres! Für die "jeden-Tag-Küche" ist I love New York* von 3-Sterne-Koch Daniel Humm nicht geeignet, aber in den raffinierten Rezepten und den wunderschönen Bildern kann man wunderbar eintauchen und sich nach New York träumen. Das werde ich auch nächstes Jahr sicher wieder zur Hand nehmen!

Buchtitel: "Die Stadt kocht: Berlin - Der Sommer" von Cathrin Brandes und Florian Bolk
Daraus gekocht und gebloggt: Nach New York folgt auch schon die nächste Großstadt: Berlin! Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich noch kein einziges Rezept daraus ausprobiert habe. Aber: Berlin: Das Sommer-Kochbuch - Die Stadt kocht* ist für mich nicht vorrangig ein Kochbuch, auch wenn es viele Rezepte enthält. Es ist eher ein Buch, mit dem ich in die Berliner Food-Szene eintauchen kann, denn darin werden viele Berliner Köche, Gastronomen, Weinhändler, Eis-Dealer, Feinkosthändler und - manufakturen und sonstige Zugehörige der Berliner Food-Szene und spannende Food-Locations vorgestellt. 
Fazit: Vor dem nächsten Berlin-Trip werde ich das Buch auf jeden Fall noch mal zu Rate ziehen, damit ich weiß, wo ich am besten essen gehen, die coolsten Drinks einnehmen und die spannendsten Produkte kaufen kann!

Buchtitel: "Meine französische Küche" von Rachel Khoo
Daraus gekocht und gebloggt: Aus diesem Kochbuch habe ich wahrscheinlich die meisten Rezepte von allen ausprobiert, weil es mir von der Aufmachung her so gut gefallen und richtig Lust aufs Nachkochen und die französische Küche gemacht hat. Auf den Blog geschafft haben es die Elsässer Fritten mit Bibeleskäs, der Spargel im Omelett-Schinken-Mantel und die Millefeuilles mit Erdbeeren, Gurken und Ziegenfrischkäse. Ausprobiert, aber nicht verbloggt habe ich Hackfleischspieße mit Fladenbrot, salzigen Butterkaramell (der so hart geworden ist, dass er sich partout nicht mehr aus dem Glas entnehmen ließ!) und als letztes auch noch einen Lillet Fizz mit kandiertem Ingwer und Zitrone. Die nicht verbloggten Rezepte haben mich leider nicht so wirklich überzeugt.
Fazit: Meine französische Küche* ist ein wunderschön aufgemachtes Kochbuch mit tollen, stimmungsvollen Fotos, aber die Rezepte konnten mich nicht wirklich überzeugen und ich glaube nicht, dass ich es im nächsten Jahr noch mal benutzen werde.



Buchtitel: "Tender: Gemüse" von Nigel Slater
Daraus gekocht und gebloggt: Vier Rezepte habe ich aus Tender. Gemüse* nachgekocht und zwei davon auch verbloggt: Einen knackigen Babyspinat-Salat mit Orangen-Filets und Feta und ein Rosenkohl-Püree aus dem Ofen. Nicht auf den Blog geschafft haben es die Karotten-Koriander-Puffer und ein Bohneneintopf mit Grünkohl.
Fazit: Ach, Nigel! 2014 hast Du mein Herz erobert. Niemand schreibt so liebevoll über Obst, Gemüse, Fleisch, seinen Küchengarten, seine Pfannen und Töpfe, seine Holz-Kochlöffel und überhaupt das Kochen, Essen und Genießen wie Du. Ich bin zum Fan geworden! Und "Tender: Gemüse" ist mein Lieblings-Kochbuch des Jahres 2014. Das werde ich auch 2015 sicherlich noch oft in die Hand nehmen und einiges daraus nachkochen.

Buchtitel: "Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr" von Nigel Slater
Daraus gekocht und gebloggt: Von drei ausprobierten Rezepten habe ich nur eines verbloggt, das war dafür aber der Knaller. Die schnelle Zucchini-Feta-Tarte mit Blätterteig hat mich voll überzeugt, im Gegensatz zum nicht verbloggten Aprikosen-Couscous mit Knoblauch, Kardamom und Harissa sowie dem Salat aus geräuchertem Schinken, Pfirsich und Petersilie. 
Fazit: Das Küchentagebuch* ist tatsächlich eher ein Küchentagebuch als ein Kochbuch. Es enthält zwar viele Rezepte, aber die spielen aus meiner Sicht hier nicht die Hauptrolle. Es geht eher darum, Nigel Slater kulinarisch durchs Jahr zu begleiten und sich von seinen Rezeptideen inspirieren zu lassen. Wer noch kein Buch von Nigel Slater hat, sollte sich statt dem Küchentagebuch lieber "Tender: Gemüse" zulegen!

Buchtitel: "Anders kochen" von Sören Anders
Daraus gekocht und gebloggt: Aus dem ersten Kochbuch von Sören Anders, Anders kochen*, habe ich drei Rezepte ausprobiert und alle sind so gut gelungen, dass ich sie auf dem Blog veröffentlicht habe: Apfelpfannkuchen, confierter Lachs an Curryschaum mit Erbsenpüree und Minze und eine Karotten-Ingwer-Suppe.
Fazit: Einige Rezepte weisen Schwächen bzw. Fehler in der Zubereitungsanleitung auf, aber grundsätzlich gefällt mir der Rezept-Mix sehr gut und ich habe noch einige weitere Rezepte zum Nachkochen markiert, die ich 2015 ausprobieren will, wie z.B. die geschmorten Schweinebacken mit gebratener Wassermelone und Linsen, ein Rindergulasch mit Semmelknödeln und eine Schwarzwälder Kirschtorte im Glas.

Buchtitel: "Italien vegetarisch" von Claudio del Principe und Katharina Seiser
Daraus gekocht und gebloggt: Die Rezension von Italien vegetarisch* habe ich ja erst kürzlich veröffentlicht und wie dort schon erwähnt, hat es nur eines von drei ausprobierten Rezepten auf den Blog geschafft. Die Kartoffel-Pizza und die Kürbis-Gnocchi konnten mich nicht überzeugen, die selbst gemachte Pasta mit Trüffel und Safran dagegen sehr!
Fazit: Vielleicht probiere ich die Rotweinbirnen und die Maronensuppe mit Kichererbsen noch aus, aber wahrscheinlich werde ich das Buch 2015 nicht besonders häufig aus dem Kochbuch-Regal hervorholen.
Zur Rezension

Buchtitel: "Selbst gemacht & mitgebracht. Geschenke aus der Küche" von Regine Stroner
Daraus gekocht und gebloggt: Kulinarische Geschenke aus der eigenen Küche sind ja genau mein Thema. Ich liebe es, selbstgemachte Köstlichkeiten zu bekommen und zu verschenken. Alle ausprobierten Rezepte aus diesem kleinen Büchlein sind super gelungen und kamen bei den Beschenkten sehr gut an, daher habe ich auch sowohl die Orangen-Kardamom-Marmelade, den Zitronengras-Essig als auch den Apfel-Meerrettich auf dem Blog veröffentlicht. Außerdem habe ich noch Läuterzucker nach einem Rezept aus dem Buch selbst gemacht, den ich jetzt als Basis für viele Eismassen benutze.
Fazit: Alle ausprobierten Rezepte aus Selbst gemacht & mitgebracht: Geschenke aus der Küche* waren ein Volltreffer und ich habe mir noch einige Rezepte zum Nachkochen markiert, wie z.B. ein Zitrusgelee mit Granatapfelkernen, Nudelblätter mit Kräutern oder eine Pflaumensauce mit Chili. Eines meiner liebsten Kochbücher aus 2014 mit einem unschlagbar guten Preis-Leistungs-Verhältnis - sehr empfehlenswert!
Zur Rezension

Buchtitel: "Restlos! Clever kochen mit Resten" von Hildegard Möller
Daraus gekocht und gebloggt: Alle drei Rezepte, die ich aus Restlos! Clever kochen mit Resten* ausprobiert habe, sind gut gelungen. Egal ob der herzhafte Bratkartoffel-Radieschen-Salat, die würzigen Sellerie-Schnitzel in Panade mit Kräuterquark oder die süßen Quark-Nocken mit Erdbeer-Sauce, alle drei Rezepte waren eine höchst leckere Reste-Verwertung für Kartoffeln vom Vortag, den Sellerieknollen-Rest und die schon etwas angedatschten Erdbeeren.
Fazit: Ein schönes Kochbuch mit vielen guten Ideen, wie übrig gebliebene Reste noch sehr schmackhaft verwertet werden können. Das werde ich auch 2015 ab und zu hervorholen, um nach Ideen zu suchen, wie der letzte Rest Kürbis, Sellerie oder gekochte Kartoffeln noch eine leckere Mahlzeit werden kann!

2014 war auch das Jahr der Eismaschine. Die habe ich mir ja schon 2013 gekauft, aber dieses Jahr habe ich so richtig losgelegt mit dem Eismachen - dementsprechend zogen auch einige Eis-Kochbücher bei mir ein. Hier seht ihr die Eis-Trilogie!




Buchtitel: "Gelato" von Adriano di Petrillo
Daraus gekocht und gebloggt: Ich habe zwei Rezepte daraus ausprobiert und beide nicht verbloggt. Das gesalzene Karamelleis war ein Totalausfall - das Rezept hat nicht funktioniert und das Eis hat nur nach Vanille  - statt nach Karamell - geschmeckt. Das zweite Rezept, ein Schokoladeneis, hat ebenfalls nach der Rezeptanleitung überhaupt nicht funktioniert, aber wundersamerweise trotzdem noch ganz gut geschmeckt. Danach hatte ich keinen Nerv mehr, weitere Rezepte aus diesem Buch auszuprobieren, und habe mir die anderen beiden Eisbücher gekauft.
Fazit: Nicht empfehlenswert - die Rezepte enthalten ganz klare Fehler in der Rezeptanleitung und können gar nicht funktionieren wie beschrieben. Mein Kochbuch-Flop des Jahres 2014 - das nehme ich sicherlich nicht mehr zur Hand!

Buchtitel: "Das beste Eis der Welt"von Jeni Britton Bauer
Daraus gekocht und gebloggt: Bis jetzt habe ich nur zwei Rezepte aus diesem umwerfenden Buch ausprobiert und beide waren genial. Das Karamelleis mit Fleur de Sel ist zum Hineinlegen gut und auch das Erdbeer-Buttermilch-Eis hat voll meinen Geschmack getroffen.
Fazit: Der Buchtitel Das beste Eis der Welt* hält bis jetzt, was er verspricht, und ich werde das Buch auch 2015 noch oft zur Hand nehmen, schließlich muss ich DRINGEND das Zitronen-Joghurteis, die Kaffee-Starkbier-Eiscreme, die Ziegenkäse-Eiscreme mit Cognac-Feigen, das dunkle Schokoladeneis, die Olivenöleiscreme mit gesalzenen Kürbiskernen und und und ausprobieren...
Eine Rezension folgt hoffentlich bald!

Buchtitel: "The Perfect Scoop" von David Lebovitz
Daraus gekocht und gebloggt: Bis jetzt habe ich nur ein Strawberry Frozen Joghurt daraus ausprobiert, das eher so mittelprächtig geworden ist. Aber nach einem Rezept will ich mir noch kein abschließendes Urteil erlauben.
Fazit: 2015 werde ich mindestens zwei Rezepte aus The Perfect Scoop* ausprobieren! Zum Beispiel das Basilikumeis... oder das Panforte-Eis... oder doch das Turrón-Eis?

Im Herbst kamen auf einen Schlag noch mal viele tolle neue Kochbücher heraus, die ich mir bestellt habe, die ich aber noch nicht auf dem Blog rezensieren konnte. Das werde ich schnellstmöglich nachholen, denn da sind noch einige Perlen dabei!




Zum Nachkochen vorgemerkt: Das schon etwas ältere Kochbuch habe ich mir eigentlich als Vorbereitung für einen Wien-Städtetrip im Juni gekauft. Durchgeschmökert habe ich es und mir dabei Appetit für die Reise geholt, aber ausprobiert habe ich noch nichts daraus. Vor allem die Süßspeisen haben es mir in diesem Buch angetan: Marillenknödel, Zwetschgenknödel, Topfensoufflée, karamellisierter Apfelschmarrn... hach!

Buchtitel: Wild grillen* von Tom Heinzle
Zum Nachkochen vorgemerkt: Ich esse sehr gerne Wild und ich grille gerne, aber bis vor kurzem habe ich noch nie Wild gegrillt. Bereits ausprobiert habe ich aus diesem sehr ansprechenden Buch mit außergewöhnlichen Rezepten den Reh-Burger mit Wildpreiselbeersauce mit Schokolade, der allerdings nicht so gut gelungen ist wie gewünscht, weil das Fleisch wolfen mich schier in den Wahnsinn getrieben hat. Unbedingt ausprobieren will ich noch einen Scheiterhaufen mit Süßkartoffeln vom Grill!

Buchtitel: Weber's Wintergrillen* von Jamie Purviance
Zum Nachkochen vorgemerkt: In Cidre geschmorte Bratwürste mit Zwiebeln, Rib-Eye-Steaks mit Gewürzkruste und Apfelschnitzen, marokkanisches Hähnchen mit Oliven und Salzzitronen... das hört sich doch sehr vielversprechend an! Viele Rezepte verlangen allerdings einen Grill mit indirekter Grillzone (habe ich leider nicht) oder Spezial-Zubehör wie einen Dutch oven, Räuchereinsätze etc. Hm! Da muss ich wohl aufrüsten...?!

Buchtitel: Auf die Hand - Fingerfood & Abendbrote* von Stevan Paul und Daniela Haug
Zum Nachkochen vorgemerkt: Den Graved Lachs mit Gin habe ich für die Vorspeise an Heiligabend gemacht und schlichtweg vergessen zu fotografieren. Wie konnte das passieren? Dabei war der mit Gin gebeizte schottische Wildlachs dünn in Scheiben aufgeschnitten und als Tartar mit etwas Crème fraiche und Zitronensaft angemacht ein Traum! Ansonsten habe ich schon viele, viele Merkzettel verteilt und möchte den Wunderteig, von dem Kerstin auf My cooking love affair schon so geschwärmt hat, ebenso dringend ausprobieren wie die Baked Beans, die Ochsensemmel, Köfte-Ekmek und den Burger "The Italian". Um nur einige zu nennen! Dieses Buch ist jetzt schon die große Liebe.

Buchtitel: Kombüsengold: 32 Rezepte und Herdgeschichten von See* von Kai Schächtele und Thomas Duffé
Zum Nachkochen vorgemerkt: Lachs en papilotte mit Basilikumbutter, Spaghetti Bolognese oder Lamm Biryani - wer hätte das nicht gerne auf einer Schiffsfahrt serviert bekommen?


Zum Nachkochen vorgemerkt: Vielleicht mache ich für Silvester endlich die Gewürzcracker. Oder die Crackers mit Parmesan und Speck? Die Cracker mit Ziegenkäse und Rosmarin hören sich aber auch sehr gut an...

Und jetzt bin ich gespannt:
Welche Kochbücher waren eure Lieblinge 2014? Was fandet ihr top, was war leider ein Flop? Erzählt es mir!

Und hier geht es zu meinen Kochbuch-Jahresrückblicken der letzten Jahre:
2013: Teil 1, Teil 2
2012
2011
2010

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Selbst angesetzter Rumtopf

Selbst angesetzter Rumtopf

Heute mal: Alkohol! Besser gesagt: selbst angesetzter Rumtopf. Letztes Jahr im Winter habe ich für meinen Mann, der Rumtopf sehr liebt, ein kleines Weckglas Rumtopf auf dem Münchner Viktualienmarkt gekauft. Zum stolzen Preis von 10 Euro. Holla! Das kann ich doch auch selbst machen? Und als meine Mutter mir dann im Frühling diesen Jahres einen Rumtopf aus Steingut geschenkt hat, habe ich losgelegt. Das Rezept für diesen Rumtopf habe ich mir aus den verschiedensten Quellen zusammengesucht. Die hilfreichsten Infos habe ich in dem Begleitschreiben des Shops gefunden, in dem meine Mutter den in Handarbeit gefertigten Steingut-Rumtopf bestellt hat: Hagen Grote. Die Webseite sieht gruselig aus, aber da gibt es alles, was das Foodie-Herz begehrt, und das ist keine bezahlte Werbung, sondern meine kostenlose Meinung ;-)

Der Rumtopf kann mit saisonalen Früchten ganz nach Belieben gefüllt werden. Bei mir kamen Erdbeeren, Süßkirschen, Pfirsiche und Zwetschgen rein, man kann aber natürlich auch noch Himbeeren, Brombeeren,  Aprikosen, Äpfel, Birnen, Ananas und was das Herz sonst noch begehrt zugeben.


Rumtopf
(ergibt ca. 3 Liter Rumtopf)

Zutaten:
Mai/Juni:
500g Erdbeeren und/oder Himbeeren
Juni/Juli:
500g Süßkirschen (nicht entsteint)
Juli/August:
500g Pfirsiche (gehäutet, entsteint, in Spalten geschnitten)
August/September:
500g Zwetschgen (halbiert und entsteint)
Außerdem:
1 Rumtopf aus Steingut mit 5l Fassungsvermögen
1,25 kg Zucker
ca. 1 Liter brauner Rum (54% Alkohol)

Zubereitung:
Wichtig: Für den Rumtopf nur reife, aber nicht überreife (zu weiche) Früchte verwenden. Alle verwendeten Früchte müssen makellos sein. Alle Früchte mit Druckstellen und Verunreinigungen aussortieren, denn schon eine einzige verdorbene Frucht kann den ganzen Rumtopf kippen lassen!

Im Mai die ersten Früchte (bei mir waren es Erdbeeren) gründlich waschen und trocken tupfen. Putzen, halbieren und mit 500g Zucker in einer Schüssel vermischen. 30 Minuten stehen lassen. Dann die Früchte mitsamt dem Zucker in den Rumtopf aus Steingut geben. Mit so viel braunem Rum aufgießen, dass alle Früchte mit Rum bedeckt sind. Mit einem sauberen Plastik- oder Edelstahl-Löffel umrühren (kein Holzlöffel, da diese meist mit Keimen versetzt sind). Schwimmende Früchte mit einem Teller oder einer Untertasse beschweren. Den Topf luftdicht mit Frischhaltefolie abdecken, Deckel darauf setzen und den Rumtopf an einem kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung (z.B. im Keller) aufbewahren.

In den Folgemonaten jeweils 500g gewaschene und sorgfältig trocken getupfte saisonale Früchte nach Wahl mit je 250g Zucker vermischen, 30 Minuten ziehen lassen und dann zu den bereits vorhandenen Früchten in den Rumtopf geben. Mit jeweils so viel Rum aufgießen, dass alle Früchte mit Alkohol bedeckt sind. Rumtopf nach jedem Hinzufügen von Früchten wieder sorgfältig mit Frischhaltefolie und dem Deckel verschließen.

4 Wochen nach dem Hinzufügen der letzten Früchte (bei mir im Oktober) ist der Rumtopf dann verzehrfertig. Man kann immer wieder portionsweise Früchte nach Bedarf entnehmen. Anfang Dezember kann der Rumtopf auch noch mit Gewürzen (z.B. einer Stange Zimt, Sternanis oder einer Vanilleschote) weihnachtlich aromatisiert werden.

Ich habe einen Teil des Rumtopfs in kleinere (Weck-)Gläser umgefüllt und ein mit dem Jam Labelizer gestaltetes Etikett aufgeklebt - ein schönes kleines Weihnachtsgeschenk oder Mitbringsel in der Adventszeit!


Und am 1. Weihnachtsfeiertag gab es den Rumtopf beim Dessert als Begleitung zum selbstgemachten Karamelleis mit Fleur de Sel. Yummy!

"Italien vegetarisch" von Claudio del Principe und Katharina Seiser [Rezension]

"Italien vegetarisch" von Claudio del Principe und Katharina Seiser [Rezension]

Um die ausführliche Besprechung von "Italien vegetarisch" drücke ich mich jetzt schon seit einigen Wochen. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und es direkt nach der Ankündigung in der Verlagsvorschau schon bestellt, denn "Deutschland vegetarisch" von Stevan Paul aus der gleichen Reihe war 2013 eines meiner absoluten Top-Kochbücher (hier geht´s zur ausführlichen Rezension auf meinem Blog) und die italienische Küche liebe ich sowieso.

Kochbuch Italien Vegetarisch von Claudio del Principe

Und dann lag es da: Italien vegetarisch* mit Rezepten, Texten, Fotos und Foodstyling von Claudio del Principe (Anonyme Köche), herausgegeben von Katharina Seiser (Esskultur). Ich habe es durchgeblättert und ein paar Merkzettel verteilt. Nach der großen Vorfreude hat mich die große Begeisterung ehrlich gesagt nicht ergriffen und sie hat sich auch bis jetzt noch nicht eingestellt - aber dazu später mehr.

Jetzt erst mal zu den Rezepten, die ich aus diesem Buch ausprobiert habe! Als erstes waren schon im Herbst die Kürbis-Gnocchi mit Salbeibutter dran. Ich habe 2011 schon mal ein Rezept für Kürbis-Gnocchi mit Salbeibutter veröffentlicht, das ich sehr gut fand, und Claudios Rezept hat im Vergleich zu meinem erprobten Rezept nicht so gut abgeschnitten. Der Kürbis-Gnocchi-Teig war extrem weich und ließ sich dadurch nur schwer verarbeiten. Ich musste noch sehr viel Mehl zugeben, um die Gnocchi überhaupt portionieren zu können. Außerdem hat mir nicht gefallen, dass als Tipp angegeben wird, die portionierten Gnocchi zu bemehlen, damit sie nicht aneinanderkleben. Ich lege sie auf ein mit Grieß bestreutes Küchenhandtuch, das verhindert ebenfalls das Aneinanderkleben und im Gegensatz zum Mehl fällt der Grieß beim Kochen einfach von den Gnocchi ab, so dass sie nicht so mehlig schmecken. Die Gnocchi wurden durch den sehr weichen Teig dann auch etwas unförmig, geschmacklich waren sie aber in Ordnung.

Selbst gemachte Kürbisgnocchi mit Salbeibutter

Voll überzeugt hat mich dagegen das zweite Rezept aus "Italien vegetarisch". Die selbst gemachte Pasta mit Trüffel und Safran war geschmacklich top und die Zubereitung hat nach der Anleitung perfekt funktioniert. Klasse!


Als drittes und letztes Rezept habe ich kurz vor Weihnachten die Kartoffelpizza ausprobiert. Kartoffeln auf der Pizza hören sich ja erst mal etwas ungewöhnlich an - können aber super schmecken, wie ich hier schon mal gezeigt habe. Leider hatte ich aber auch bei diesem Rezept wieder Probleme mit dem Teig, der erneut viel zu weich war. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich die Mengen halbiert habe und dann aufgrund der etwas unpräzisen Angaben ("Hefe und Zucker in wenig lauwarmem Wasser auflösen") zu viel Wasser im Teig hatte und so noch ordentlich Mehl zugeben musste, um ihn in Form bringen zu können. Außerdem war für meinen Geschmack auch zu viel Hefe im Teig und der Belag konnte mich so pur (nur Kartoffeln, Rosmarin, Meersalz und evtl. noch Knoblauch) auch nicht begeistern.


Soviel zu den ausprobierten Rezepten, jetzt geht es ins Detail! In den einzelnen Kategorien vergebe ich Punkte von 0 (sehr schlecht) bis 5 (top!).

Aufmachung/Design: 4/5
Italien vegetarisch* ist im gleichen leicht nostalgischen Look & Feel wie "Deutschland vegetarisch" gehalten. Es hat eine handliche Größe und macht durch das Hardcover einen wertigen Eindruck. Die Rezepte sind saisonal nach Jahreszeiten (plus eine Jederzeit) angeordnet, was mir immer gut gefällt. Auch die übersichtliche Gliederung der Zutatenliste und der Zubereitungs-Anleitung gefällt. Es gibt zu vielen Rezepten Varianten-Vorschläge und - was ich sehr gut finde und mir öfter in Kochbüchern wünschen würde - zu jedem Gericht Weinempfehlungen.

Fotos: 4/5
Alle Fotos stammen von Claudio del Principe selbst. Das ist die perfekte Verlängerung von Claudios Blog in Buchform: er kocht, stylt und fotografiert seine Gerichte und schreibt auch die Texte dazu. Respekt! Nicht jedes Rezept ist bebildert, aber auf allen vorhandenen Fotos sind die Gerichte sehr natürlich ohne großes Chichi angerichtet und so ansprechend und appetitanregend, so wie man es von Claudios Blog kennt.

Rezepte: 4/5
Die italienische Küche bietet eine Vielzahl an vegetarischen Gerichten, allein schon die Variationsmöglichkeiten für vegetarische Pasta- oder Risotto-Gerichte sind riesig. Und die Antipasti erst! Es fehlt quasi nur der Secondi, der Fleischgang in italienischen Menüs, ansonsten wird hier im Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit insgesamt 150 Rezepten aus der vollen italienischen Rezeptvielfalt geschöpft: selbst gebackene Grissini, Caprese, konfierte Kirschtomaten, gebratene Artischocken, Spargelrisotto, Auberginenauflauf, Zitronenravioli, Orecchiette mit Stängelkohl, Maronensuppe mit Kichererbsen.... und die Dessert-Fraktion kommt mit Zabaione, Zitronengranita, Rotweinbirnen, Maronengebäck,Tiramisu etc. natürlich auch nicht zu kurz. Außer den bekannten Klassikern sind auch einige unbekanntere Gerichte wie z.B. gratinierte Kardonen oder ertrunkene Endivien enthalten.

Nachkochbarkeit: 3.5/5
Bei zwei von drei ausprobierten Rezepten hatte ich wie eingangs beschrieben Schwierigkeiten in der Umsetzung. Bei diesen Rezepten hätte ich mir präzisere Angaben gewünscht, z.B. in wie viel Wasser genau die Hefe aufgelöst werden soll oder bei den Kürbis-Gnocchi eine Angabe, wie viel Kürbispüree verwendet werden soll und nicht nur, dass 1 Kilo Kürbis im Backofen geröstet werden soll. Daher gibt es hier Punktabzug.

Kaufempfehlung: 3.5/5
Ich habe etwas geschwankt zwischen 3.5 und 4 Punkten für Italien vegetarisch*, mich dann aber doch für die niedrigere Punktzahl entschieden. Es ist ein insgesamt gut gemachtes Kochbuch mit vielen ansprechenden Rezepten, aber so richtig begeistern konnte es mich nicht. Vielleicht lag es daran, dass es mir in der Art und Aufmachung zu ähnlich zu "Deutschland vegetarisch" war und ich es somit immer damit verglichen habe. Im direkten Vergleich zu den präzisen, immer funktionierenden Rezepten von Stevan Paul und dem emotionalen Bezug zu vielen Kindheits-Gerichten kann "Italien vegetarisch" eigentlich nur schlechter abschneiden. Oder vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele italienische Kochbücher, so dass mich ein (weiteres) Kochbuch mit vielen Basis-Rezepten nicht mehr so anspricht. Fazit also: "Italien vegetarisch" kann man kaufen, muss man aber nicht. Was man aber auf jeden Fall machen sollte: Claudios Blog Anonyme Köche lesen!


Und zum Schluss noch ein schönes Detail bei diesem Buch: es gibt drei Lesebändchen in den italienischen Landesfarben. Ich mag das!



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Linguine mit Räucherlachs, Crème fraiche und Noilly Prat

Linguine mit Räucherlachs, Crème fraiche und Noilly Prat

Hattet ihr ein schönes Weihnachtsfest? Meines lief leider etwas anders ab als geplant und gewünscht. Mein Mann hat sich kurz vor Weihnachten bei einem Sportunfall verletzt, wurde einen Tag vor Weihnachten operiert und hat die Weihnachtsfeiertage in Folge der OP im Krankenhaus verbracht. So saßen wir an Heiligabend und am 1. Feiertag statt zu viert nur zu dritt am Tisch - haben aber trotzdem versucht, das beste daraus zu machen und die freien Tage zu genießen. Im Hinblick auf das Weihnachtsessen ist uns das auf jeden Fall gelungen. Die Rezepte zu den Weihnachts-Menüs folgen in den nächsten Tagen!

Nach all der Weihnachts-Vorfreude und den Feierlichkeiten komme ich jetzt in den Tagen zwischen den Jahren zur Ruhe, lebe in den Tag hinein, schmökere in meinen Kochbüchern und Zeitschriften, mache ein bisschen Sport und koche viel. Nach den Festtags-Menüs darf es jetzt gerne auch schnell gehen in der Küche, aber frisch und lecker soll es natürlich trotzdem sein! Genau richtig sind da diese Linguine mit Räucherlachs, Crème fraiche und Noilly Prat. Das Rezept aus der aktuellen Ausgabe der "Deli" eignet sich auch prima, um den eventuell vom Weihnachts-Frühstück übrig gebliebenen Räucherlachs zu verwerten und den ganzen Süßigkeiten aus der Weihnachtsbäckerei etwas Herzhaftes entgegen zu setzen!

 


Linguine mit Räucherlachs, Crème fraiche und Noilly Prat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
250g Linguine
Salz, Pfeffer
100g Räucherlachs in Scheiben
1 EL Butter
1 Schalotte
50ml Noilly Prat (Wermut)
100g Crème fraiche
2 Stängel frischer Dill
20g Kapern
Zucker

Zubereitung:
Räucherlachs in fingerdicke Streifen schneiden. Schalotte schälen und fein würfeln. Dill waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Grob hacken. Kapern abtropfen lassen.

Linguine in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Butter in einem kleinen Topf erhitzen, Schalottenwürfel darin bei mittlerer Hitze andünsten. Mit Noilly Prat ablöschen, Flüssigkeit bei hoher Hitze auf die Hälfte einkochen lassen. Auf niedrige Flamme herunterschalten und die Crème fraiche unterrühren. Bei geringer Hitze erwärmen lassen, dann den Dill und die Kapern unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Ca. 50ml vom Nudelwasser abschöpfen und unter die Dill-Wermut-Sauce rühren. Linguine abgießen, abtropfen lassen und mit der Sauce im Topf vermengen. Lachsstreifen untermischen, dann die Pasta portionsweise auf tiefe Teller verteilen. Nach Belieben noch mit etwas frischem Dill garnieren und sofort servieren.

In der Weihnachtsbäckerei: Vanillekipferl

In der Weihnachtsbäckerei: Vanillekipferl

Einer bzw. eine geht noch! Eine Sorte Plätzchen habe ich noch für euch, dann ist es für dieses Jahr auch gut mit der Weihnachtsbäckerei. Außer Schoko-Schnee-Kugeln, Honigkuchen-Rauten und Elisenlebkuchen habe ich dieses Jahr erstmals auch noch Vanillekipferl gebacken. Das Rezept stammt von Annemarie Wildeisen und Florina Manz und ich habe es online bei Valentinas Kochbuch gefunden. Die Vanillekipferl nach diesem Rezept sind wunderbar buttrig-zart und sehr schön vanillig geworden - so müssen Vanillekipferl schmecken! Das Rezept wird ins Plätzchen-Klassiker-Standardrepertoire aufgenommen... und hier kommt es für euch zum Nachbacken!


Vanillekipferl
(für ca. 60 Stück)

Zutaten:
250g Mehl
2 Vanilleschoten
80g Puderzucker
Salz
100g gemahlene Mandeln
1 Eigelb
200g kalte Butter
Zum Wälzen:
100g Puderzucker
1 Vanilleschote

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben. Vanilleschoten längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zum Mehl geben. Puderzucker zum Mehl sieben, eine Prise Salz und die gemahlenen Mandeln zugeben, alles gut vermischen. Das Eigelb in einer Tasse etwas verrühren, dann zum Mehl in die Schüssel geben und mit einem Löffel oder einem Tafelmesser in der Mehlmasse verteilen.

Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zum Mehl in die Schüssel geben. Butterstücke mit der Mehlmasse zwischen den Fingern zu einer bröseligen Masse zerreiben, dann zügig zu einem glatten Teig verkneten. Teigkugel zu 4 Rollen mit je 2cm Durchmesser formen und jede Rolle in Frischhaltefolie wickeln. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Eine Teigrolle aus dem Kühlschrank nehmen, mit dem Messer in ca. 1,5cm breite Stücke schneiden und jedes Teigstück von Hand erst zu einer Kugel, dann zu einem kleinen Halbmond mit dickerer Mitte und dünnen Enden formen. Vanillekipferl auf das Backblech setzen und nochmals 45 Minuten kaltstellen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Vanillekipferl im heißen Ofen auf der zweiten Schiene von unten in 12-15 Minuten hellgelb backen.

In der Zwischenzeit den Puderzucker in einen tiefen Teller sieben. Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit dem Puderzucker vermischen.

Vanillekipferl aus dem Backofen nehmen und noch warm vorsichtig im Vanillezucker wälzen. Auf einem Kuchengitter vollends auskühlen lassen.

Heißer Hugo - weißer Glühwein mit Holunderblütensirup

Heißer Hugo - weißer Glühwein mit Holunderblütensirup

Wer dieses Jahr schon auf einem Weihnachtsmarkt war, der hat es sicherlich an den Glühwein-Ständen gesehen: Dieses Jahr wird fast überall Heißer Hugo ausgeschenkt! Dahinter verbirgt sich die winterliche Variante eines meiner liebsten Sommerdrinks, dem Hugo. Den Sommer-Hugo trinke ich mit Prosecco und Holunderblütensirup, man könnte ihn aber auch mit Weißwein statt Prosecco zubereiten. Und genau das kommt auch in den heißen Hugo hinein: Weißwein, Holunderblütensirup (natürlich selbstgemacht) und Limettensaft, zum Servieren garniert mit frischer Minze. Schmeckt gleichzeitig schön frisch und wärmend - eindeutig mein Lieblings-Glühwein in diesem Jahr!

Heißer Hugo. Weißer Glühwein mit Holunderblütensirup


Heißer Hugo
(für 4 Tassen)

Zutaten:
750ml trockener Weißwein, am besten Grauburgunder
6 EL Holunderblütensirup
2 Bio-Limetten
4 Stängel frische Minze

Zubereitung:
Eine Limette auspressen. Weißwein mit Holunderblütensirup und 4 EL Limettensaft in einen Topf geben, bei mittlerer Hitze erwärmen. Nicht kochen! Ca. 10-15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Heißen Hugo mit je einem Stängel frischer Minze und einer Limettenscheibe in die Tassen füllen, servieren und sofort trinken.

Thai-Nudeln mit Spitzkohl und Erdnuss-Sauce

Thai-Nudeln mit Spitzkohl und Erdnuss-Sauce

Nach all den Rezepten aus der Weihnachtsbäckerei in der letzten Zeit ist es höchste Zeit für ein herzhaftes Gericht! Das Rezept für diese Thai-Nudeln mit Spitzkohl und Erdnuss-Sauce habe ich auf der Webseite von Living at Home gefunden und es hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen: Schnell und unkompliziert in der Zubereitung, durch die knackigen Möhren, die Sojasprossen und den Spitzkohl schön frisch und abgerundet durch die sämige Sauce aus Kokosnussmilch und Erdnussbutter. Yummy!

  Thai-Nudeln mit Spitzkohl und Erdnuss-Sauce

Thai-Nudeln mit Spitzkohl und Erdnuss-Sauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Zwiebel
ca. 3cm frischer Ingwer
250g Spitzkohl (ca. 1/4 Kopf)
1 Karotte
1 EL Öl
Salz
200ml Kokosmilch
100ml Gemüsebrühe
2 EL Erdnussbutter
200g chinesische Eiernudeln
1 EL Limettensaft
1 TL Sambal Olek
50g Sojasprossen
2 Stängel frischer Koriander

Zubereitung:
Zwiebel schälen, halbieren und in Streifen schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln. Spitzkohl längs vierteln, den Strunk entfernen und den Spitzkohl in ca. 1cm dünne Streifen schneiden. Spitzkohlstreifen waschen und trocken schleudern. Karotte schälen, putzen und in dünne Stifte schneiden.

Nudeln in ungesalzenem Wasser (die Nudeln sind bereits gesalzen!) nach Packungsanweisung garen, dann in ein Sieb abgießen. Sojasprossen waschen und trocken schleudern. Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stängeln zupfen und grob hacken.

Öl in einem Wok erhitzen und Zwiebel und Ingwer 2 Minuten darin dünsten, dann den Spitzkohl und die Karotte zugeben. Alles weitere 4 Minuten dünsten, dann salzen. Kokosmilch und Gemüsebrühe zugeben, aufkochen lassen. Dann die Erdnussbutter einrühren und die Sauce 2 Minuten einkochen lassen. Mit Limettensaft und Sambal Olek würzen, dann die Sojasprossen und die Eiernudeln zugeben. Alles gut miteinander vermischen, dann portionsweise in Schüsseln füllen, mit dem frischen Koriander garnieren und sofort servieren.

In der Weihnachtsbäckerei: Weltbeste Elisenlebkuchen

In der Weihnachtsbäckerei: Weltbeste Elisenlebkuchen

Von meiner Lebkuchen-Liebe habe ich ja schon des öfteren berichtet, zuletzt bei meinen Honigkuchen-Rauten. Schon letztes Jahr habe ich mich bei der Weihnachtsbäckerei an der edelsten Lebkuchen-Form versucht, den Elisenlebkuchen. Damals bin ich grandios gescheitert, die Lebkuchen sind mir total misslungen. Aber dieses Jahr habe ich mich erneut an selbstgemachte Elisenlebkuchen herangewagt und dieses Mal auf das bewährte Rezept einer geschätzten Bloggerkollegin vertraut. Simone vom Blog "S-Küche" hat letztes Jahr ihr Rezept für die weltbesten Elisenlebkuchen geteilt und allein die Fotos ihrer Lebkuchen haben mich sofort überzeugt. So muss das aussehen! Und ich sag´s euch: Das Rezept ist super! Einfach, gelingsicher und umwerfend gut. Danke, liebe Simone, für die weltbesten Elisenlebkuchen!

Selbstgemachte Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen
(ergibt ca. 80 Stück)

Zutaten:
450g brauner Zucker
6 große Eier (Bio)
3,5 TL Lebkuchen-Gewürz
200g fein gemahlene Haselnüsse
180g ganze Haselnusskerne
50g ganze Walnusskerne
100g fein gemahlene Mandeln
3 Vanilleschoten
75g Zitronat
75g Orangeat
50g kandierter Ingwer
1 Bio-Orange
1 Bio-Zitrone
2 Messerspitzen Pottasche
ca. 80 Backoblaten mit 7cm Durchmesser
Für den Guss:
175g Puderzucker
3-4 EL Zitronensaft
Nach Belieben: Mandelkerne zur Dekoration

Zubereitung:
In einer großen Schüssel den Zucker und die Eier mit den Quirlen des Handrührgeräts so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vanilleschoten längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit dem Lebkuchen-Gewürz in die Schüssel geben und unterrühren. 

Zitronat, Orangeat und kandierten Ingwer mit dem Messer grob hacken. Haselnusskerne und Walnüsse in einem Blitzhacker grob hacken. Alles zusammen mit den gemahlenen Mandeln und Haselnüssen sowie der Pottasche zum Teig in die Schüssel geben. Orange und Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Zum Teig geben, nochmals gut umrühren. Die Schüssel mit dem Lebkuchenteig abdecken und den Teig an einem kühlen Ort 24 Stunden ruhen lassen, damit sich die Gewürze im Teig voll entfalten können.

Am nächsten Tag den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Oblaten auf ein Backblech setzen (ich habe 3 Backgänge für alle Lebkuchen gebraucht) und auf jede Oblate einen kleinen Teigklecks setzen. Rundherum ca. 5 mm Rand frei lassen, da der Teig beim Backen noch etwas verläuft und die Lebkuchen flacher werden. 

Die Lebkuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 12 bis 15 Minuten hellbraun backen. Bräunungsgrad immer wieder kontrollieren, sie sollen nicht zu dunkel werden!

Lebkuchen aus dem Backofen nehmen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft zu einem dünnen Zuckerguss verrühren. Die Lebkuchen damit einpinseln und nach Belieben mit geschälten Mandelkernen verzieren. Trocknen lassen, dann in einer Plätzchendose aus Metall zusammen mit einem Apfelschnitz aufbewahren, damit die Elisenlebkuchen schön weich bleiben.

In der Weihnachtsbäckerei... Schnelle Linzer Torte mit Rührteig

In der Weihnachtsbäckerei... Schnelle Linzer Torte mit Rührteig

Meine Schwägerin bäckt jedes Jahr im Advent Linzer Torten und verschenkt sie. Ich freue mich jedes Jahr, wenn wir wieder eine Torte geschenkt bekommen und habe mir schon mehrmals vorgenommen, auch endlich mal selbst eine Linzer Torte zu backen. Dieses Jahr habe ich rechtzeitig daran gedacht und mir bei meiner Schwiegermutter das Rezept für die schnelle Linzer Torte mit Rührteig, das noch von ihrer Mutter stammt, geholt. Die Besonderheit: Diese Linzer Torte wird nicht klassisch mit Mürbteig, sondern mit einem schokoladig-nussigen Rührteig gebacken und muss nicht durchziehen, sondern ist sofort verzehrbereit - aber trotzdem haltbar! An der Optik für das Gitter muss ich noch arbeiten, aber geschmacklich ist diese Linzer Torte top und ob ich sie wirklich verschenke oder doch lieber alle nach und nach selbst aufesse, weiß ich noch nicht...

Schnelle Linzertorte mit Rührteig

Schnelle Linzer Torte mit Rührteig
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser oder 2 kleinere runde Aluschalen)

Zutaten:
180g Butter
150g Zucker
180g gemahlene Haselnüsse
270g Mehl
2 gestrichene TL Backpulver
2 EL Vanillezucker
Salz
1 Bio-Zitrone
2 EL Rum
2 gehäufte TL Zimt
1 Prise Nelkenpulver
50g Schokolade (50% Kakao)
1 EL Kakaopulver
3 EL Milch
2 Eier
ca. 250g Johannisbeergelee (oder Himbeermarmelade)
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Butter in kleine Stücke schneiden und in einer Schüssel zusammen mit dem Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Haselnüsse, Mehl, Backpulver, Vanillezucker und eine Prise Salz zugeben und unterrühren. 

Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und von der Hälfte die Schale fein abreiben. Zitronenschalenabrieb zum Teig geben. Rum, Zimt, Nelken, Kakao, Milch und Eier ebenfalls zugeben und mit einem Holzlöffel unterrühren.

Schokolade fein hacken, ebenfalls unter den Teig rühren.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 3/4 des Teigs auf dem Boden einer Springform oder auf dem Boden zweier runden Aluschalen verstreichen. Einen Rand hochziehen und glatt streichen. Dann den Boden großzügig mit Johannisbeergelee einstreichen. Restlichen Teig in einen Spritzbeutel füllen und mit der größten Tülle ein Gitter auf das Johannisbeergelee spritzen. Mir kam das Teiggitter zu klein vor, weshalb ich die Gitterstreifen von Hand geformt habe. Das war aber ein Fehler, denn der Teig geht beim Backen noch auf und das Gitter verläuft ziemlich, wenn die Teigstreifen zu dick sind! Das ändert zwar nichts am Geschmack, beeinträchtigt aber die Optik etwas.

Linzertorte(n) im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 30 bis 35 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. 

Gut eingepackt in Frischhaltefolie hält sich die Linzertorte locker 2 Wochen. Wenn man die Linzer Torte in der Aluschale bäckt, sie mit Frischhaltefolie umwickelt und dann noch in Geschenkfolie einpackt, ist sie in der Adventszeit ein gern gesehenes und leckeres Mitbringsel!

Tarte aux Pommes - Backen & Kochen mit Kerrygold, Patricia Kelly, Franzi Schweiger und Klaus-Werner Wagner

Tarte aux Pommes - Backen & Kochen mit Kerrygold, Patricia Kelly, Franzi Schweiger und Klaus-Werner Wagner

Ende November war ich auf Einladung von Kerrygold, der Buttermarke, gemeinsam mit einigen anderen Food-Bloggern und Journalisten ein Wochenende in Berlin. Dort haben wir gemeinsam mit Patricia Kelly (von The Kelly Family!), Franzi Schweiger (Sternerestaurant-Besitzerin aus Rosenheim und München) und Klaus-Werner Wagner ein üppiges Menü mit, na klar, reichlich Butter zubereitet.

Patricia Kelly von der Kelly Familiy und ich

Patricia war super nett, total bodenständig und sympathisch aufgeregt angesichts der Aufgabe, live und vor Publikum in einer fremden Küche eine Tarte aux Pommes nach einem Familienrezept zu backen. Herrlich!

Patricia Kelly bäckt Apfeltarte

Franzi Schweiger vom Schweiger2, Münchens kleinstem Sterne-Restaurant, ist ein zupackendes, natürliches Energiebündel, die sowohl eine geniale Vorspeise als auch eine sehr gelungene Dessert-Variation mit uns gezaubert hat.  

Franzi Schweiger

Das war Franzis Vorspeise: eine Garnele auf gegrillten Salatherzen mit Maracuja-Emulsion. Sagenhaft! Darf ich im "Schweiger2" mal hospitieren, liebe Franzi? 

Garnele auf gegrillten Salatherzen mit Maracuja-Emulsion

Und weil mir die simple, aber köstliche Tarte aux Pommes von Patricia so gut gefallen hat, habe ich das Rezept erfragt und die Tarte letzte Woche für eine Mädels-Runde nachgebacken. Schlicht, einfach in der Herstellung - und schön fruchtig-saftig-gut!

Tarte aux Pommes nach Patricia Kelly
(für eine Tarteform mit 28cm Durchmesser)

Zutaten:
Für den Teig:
250g Mehl (+etwas mehr zum Teig ausrollen)
125g Butter (+etwas mehr zum Fetten der Backform)
1 Ei
Salz
25g Zucker
5cl Wasser
Für die Füllung:
300g Apfelmus (bei mir: karamellisiertes Ofen-Apfelmus)
3-4 Äpfel
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben. Butter in kleine Stücke schneiden, zugeben. Zucker, Wasser, Ei und eine Prise Salz ebenfalls in die Schüssel geben, dann alles mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.

Boden und Ränder einer Tarteform (alternativ einer Springform) mit weicher Butter einfetten. Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den gekühlten Teig darauf rund und etwas größer als die Tarteform ausrollen. Teig in die Form legen, einen Rand hochziehen und den Boden mit einer Gabel gleichmäßig einstechen. Tarteform mit dem Teig nochmals kalt stellen.

Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Apfelviertel in dünne Scheiben schneiden.

Apfelmus gleichmäßig auf dem Teigboden verstreichen. Dann die Apfelscheiben rundherum leicht überlappend auf das Apfelmus schichten.

Apfeltarte im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen, dann die Hitze auf 200 Grad reduzieren und die Tarte weitere 20 Minuten backen lassen.

Tarte aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten auskühlen lassen. Dann den Rand entfernen und die Tarte vollständig auskühlen lassen (oder lauwarm servieren, dann am besten mit einer Kugel Vanilleeis!). Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Tarte aux Pommes nach Patricia Kelly

Neben Patricia, Franzi, Klaus-Werner Wagner, Kerrygold-Butter, der Maracuja-Emulsion und der Tarte aux Pommes waren die vielen lieben Foodblogger-Kollegen für mich die Stars des Abends. Mit der wunderbaren Mara von Life is full of goodies bin ich in allerbester Gesellschaft aus Karlsruhe angereist und wir haben gemeinsam am Freitagnachmittag vor dem Event noch Berlin zu Fuß erkundet. 

Mara von Life is full of goodies

Ich habe Conny von Die Seelenschmeichelei und Simone von S-Küche kennengelernt, Sophie, Claudia, Miriam und Maja wiedergesehen und ein kleines Familientreffen gab es auch, denn mein lieber Cousin Uwe von HighFoodality war auch dabei! Und wer sich jetzt noch ein genaueres Bild vom Kerrygold-Kulinarikgipfel machen möchte, kann sich auf Youtube dieses Video anschauen.

Juliane von Schöner Tag noch und Uwe von HighFoodality

Danke an Kerrygold und die Agentur P.U.N.K.T. PR für die Einladung zu diesem Event!

Spitzkohl-Flammkuchen mit Speck und Weintrauben

Spitzkohl-Flammkuchen mit Speck und Weintrauben

Meine Ernährung erscheint momentan ziemlich einseitig: Pasta, Plätzchen und Flammkuchen. Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen, im wahren Leben gibt es noch reichlich anderes zu essen. Aber um meinen Ruf als Flammkuchen-Süchtige weiter zu untermauern, habe ich heute noch mal ein Flammkuchen für euch! Von den genialen Tagliatelle mit Spitzkohl und Meerrettichsauce hatte ich noch einen halben Spitzkohl übrig und habe mich von einem Rezept von eatsmarter zu einem Spitzkohl-Flammkuchen mit Speck und Weintrauben inspirieren lassen. Dass Spitzkohl und Weintrauben prima zusammen passen, habe ich bei der Spitzkohl-Pasta ja schon festgestellt. Auf einem knusprigen Flammkuchen passt beides auch prima zu knusprigen Speck. Ein schöner, schnell gebackener Winter-Flammkuchen!

Selbst gemachter Flammkuchen mit Spitzkohl, Speck und Weintrauben


Spitzkohl-Flammkuchen mit Speck und Weintrauben
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
1/2 Spitzkohl (ca. 300g)
1 Schalotte
1 EL Öl
Salz, Pfeffer
1 TL Kümmel
80g rote und grüne Weintrauben
70g Schmand
50g Speckwürfel

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig mit einem Holzkochlöffel oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Spitzkohl längs vierteln, Strunk herausschneiden. Spitzkohl in dünne Streifen schneiden, dabei dicke Blattrippen entfernen. Spitzkohlstreifen waschen und trocken schleudern. Schalotte schälen und fein würfeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotte darin glasig andünsten, dann Spitzkohlstreifen in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.

Weintrauben waschen, halbieren und die Kerne entfernen.

Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen. Teigboden dünn mit Schmand bestreichen, gedünsteten Spitzkohl gleichmäßig darauf verteilen. Weintrauben und Speckwürfel ebenfalls auf dem Flammkuchen verteilen. Mit einem gut bemehlten Pizzaschieber den Flammkuchen direkt auf den Pizzastein in den heißen Backofen geben und ca.15 Minuten knusprig backen.

Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und dann sofort servieren.

Ganz einfache Kartoffelsuppe

Ganz einfache Kartoffelsuppe

Heute gibt´s mal ein ganz simples, höchst leckeres Essen, das ich schon als  Kind sehr gerne mochte: Kartoffelsuppe. Frisch zubereitet mit Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und Lauch, würzig abgeschmeckt mit Lorbeerblatt, Muskatnuss und frischem Majoran. Dazu noch ein Klecks kühle Crème fraiche. Mehr braucht´s nicht! Obwohl - ein Saitenwürstle macht sich auch noch gut in dieser Suppe...

Einfache Kartoffelsuppe mit Crème fraiche

Kartoffelsuppe
(für 3 Portionen)

Zutaten:
500g mehligkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
1/2 Stange Lauch
1 Karotte
1 EL Butterschmalz
750ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
frischer Majoran
50g Crème fraiche

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Lauch putzen, längs halbieren, waschen. In sehr dünne Ringe schneiden. Karotte schälen und fein würfeln.

In einem großen Topf das Butterschmalz erhitzen. Zwiebeln darin glasig andünsten, dann erst die Kartoffeln, dann die Karotte in den Topf geben, kurz dünsten. Gemüsebrühe zugeben, alles einmal aufkochen lassen. Dann das Lorbeerblatt zugeben und die Suppe leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen, dann den Lauch zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. 

Majoran waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat würzen. Majoran einstreuen. 

Suppe portionsweise in tiefe Teller füllen, mit einem großen Klecks Crème fraiche garnieren und sofort servieren.

Schmeckt auch gut mit Saitenwürstchen als Einlage!

Tagliatelle mit Spitzkohl, Weintrauben, Walnuss-Zitronen-Bröseln und Meerrettichsauce

Tagliatelle mit Spitzkohl, Weintrauben, Walnuss-Zitronen-Bröseln und Meerrettichsauce

Pasta kann ich ja (ebenso wie Flammkuchen) praktisch immer essen. Und ebenso wie Flammkuchen ist Pasta je nach Jahreszeit prima wandelbar, weshalb die ausgefallenen Winterpasta-Rezepte in der "Living at Home" vom November mal wieder voll meinen Geschmack getroffen haben. Als erstes habe ich die Tagliatelle mit Spitzkohl, Weintrauben, Walnuss-Zitronen-Bröseln und Meerrettichsauce ausprobiert. Ein geniales Rezept! Der Spitzkohl wird nur kurz angedünstet und ist so noch schön knackig, die Weintrauben sorgen für saftige Fruchtigkeit und gekrönt wird das ganze von einer sämigen, scharfen Meerrettichsauce und zitronigen Bröseln mit Walnüssen. Die Schärfe des Meerrettichs zieht schön bis in die Nase hoch und wem danach nicht warm ist, dem ist nicht mehr zu helfen...


Tagliatelle mit Spitzkohl, Weintraube, Walnuss-Zitronen-Bröseln und Meerrettichsauce
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Zwiebel
1 kleine mehligkochende Kartoffel
1 EL Butter
125ml Milch
1 Lorbeerblatt
50ml Schlagsahne
Salz, Pfeffer
2 EL Walnusskerne
1 Bio-Zitrone
10g Semmelbrösel
1/2 Spitzkohl (ca. 400g)
1 Schalotte
1 EL Walnussöl
Salz, Pfeffer
Zucker
75g rote Weintrauben
ca. 20g frischer Meerrettich
200g Tagliatelle

Zubereitung:
Als erstes die Meerrettich-Sauce zubereiten. Dafür die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Kartoffel ebenfalls schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Butter in einem kleinen Topf erhitzen. Zwiebelringe und Kartoffelscheiben darin ca. 2 Minuten andünsten. Dann die Milch und das Lorbeerblatt zugeben und offen bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dann die Sahne in den Topf geben und noch einmal aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen, die Kartoffeln und Zwiebeln in der Sauce fein pürieren und alles mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Die Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Aus der Pfanne nehmen, fein hacken. Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und von der Hälfte der Zitrone die Schale fein abreiben. Zitronenschale mit den gehackten Walnüssen und den Semmelbröseln mischen. Etwas salzen, dann die Brösel beiseite stellen.

Spitzkohl halbieren, den Strunk entfernen. Eine Hälfte anderweitig verwenden, die andere Hälfte noch mal längs halbieren. Spitzkohl der Länge nach in ca. 1cm breite Streifen schneiden. Spitzkohlstreifen waschen, trocken schleudern. Dicke Blattrippen entfernen. Schalotte schälen und fein würfeln. Weintrauben waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Die frische Meerrettich-Wurzel schälen.

Tagliatelle in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Walnussöl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten darin bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten dünsten, dann die Spitzkohlstreifen zugeben, ca. 3 Minuten dünsten. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Dann die halbierten Weintrauben zugeben und 1 Minute mitdünsten.

Den Meerrettich fein reiben und unter die Kartoffel-Zwiebel-Sauce rühren. Sauce erneut erhitzen.

Nudeln in ein Sieb abgießen, dabei 2-3 EL vom Nudelwasser auffangen. Nudeln abtropfen lassen, dann in den Topf zur Meerrettichsauce geben . Nudeln mit Kohl und Trauben mischen, portionsweise in tiefe Teller füllen. Mit den Walnussbröseln bestreuen und sofort servieren.

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