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Kennst Du schon...? Feine Blogperlen im März

Kennst Du schon...? Feine Blogperlen im März

Der März ist schon fast wieder vorbei, Ostern steht vor der Tür und: Es ist Zeit für eine neue Runde Blogperlen! Blogperlen sind feine Blogs, die mich mit ihren Fotos, Rezepten, Texten, Ideen sofort begeistern, und die ich meinen Lesern unbedingt vorstellen möchte. Dieses Mal habe ich drei tolle Blogs ausgesucht, die mir auf Pinterest, Facebook oder beim Stöbern im Netz aufgefallen sind. Alle drei haben meine neugierigen Fragen beantwortet - Vorhang auf!


Den Anfang macht diesen Monat Chèvre Culinaire.

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!

Ich bin Anne und seit Oktober 2013 Blogmama bei Chèvre Culinaire, meinem virtuellen Lieblingsplätzchen, auf dem ich über alles rund ums Kochen & Backen, verschiedene DIYs & Lieblingsstücke schreibe und von Herzen gern fotografiere - und weil ich im Leben 1.0 studierte Germanistin bin, darf bei mir ein einziger "kurzer Satz" auch mal drei Zeilen lang sein :)

Warum bloggst Du?

Weil es für mich eine richtige Herzensangelegenheit ist! Ich liebe es, in der Küche Neues auszuprobieren und es dann ausgedehnt zu fotografieren. Durch das Bloggen habe ich mich nicht nur ganz neu in das Kochen und Essen verliebt, sondern auch in die Foodfotografie. Auch das Zusammenkommen mit anderen Menschen, denen es genauso geht wie mir, ist einfach wunderbar. So sind über den Blog schon einige tolle Freundschaften entstanden!

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten?

Natürlich hängt an jedem Blogbeitrag ein bisschen das Herz und deshalb kann ich mich unmöglich für einen entscheiden ;) Im Moment sammle ich frühlingsfrische Dekorationsideen für ein wunderbares Osterfrühstück, für den Sommer kann ich diesen Mango-Papaya-Salat bestens empfehlen, für den Herbst würde ich allen diese Möhren-Tomaten-Suppe ans Herz legen und im Winter wärmt dieser Linseneintopf von innen.


 Weiter geht es mit der zweiten Blogperle und House No. 15!

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!

Hey, ich bin Tanja und lebe und blogge im und aus dem House No.15. Hier drehen mein Kopf und mein Kochlöffel um die Wette Pirouetten und meine Hände versuchen alles schön zu  gestalten und zu verpacken. Neben Papier und Tüten, werden auch gerne mal Worte zum Verpacken genutzt.

Warum bloggst Du?

Weil ich gemerkt habe, dass es da draußen ganz viele gleichgesinnte Köpfe gibt und ich den Austausch über die Sachen die in und an meinem HHH (Hirn, Herd und Herz) entstehen liebe. Noch dazu habe ich das Fotografieren als meine zuvor unerkannte Leidenschaft entdeckt. Und irgendwann sind die Wände zum Aufhängen der Bilder im House eben voll…auf dem Blog habe ich da irgendwie viel mehr freie Fläche.

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten?

Ach herrje… hm.. also mein liebster  Beitrag ist "Wenn das pubertierende Aschenputtel Linsen kocht".   Einfach weil ich beim Schreiben dieses Beitrags selbst so viel Spaß hatte und echt viel gelacht habe. Schließlich wurde noch nie geklärt, was mit Aschenputtels Linsen eigentlich passiert ist. Die Fotos mag ich sehr gerne und noch dazu stehe ich total auf Linsen. Aber auch der schwarze Lachs-Burger hat für viel Diskussion gesorgt. Und was gibt es Tolleres, als übers Essen zu diskutieren?!


Die dritte und letzte Blogperle für den März ist Sia´s Soulfood.

Bitte stell Dich selbst in einem Satz kurz vor!
Hallo, mein Name ist Sia, ich bin 31 Jahre alt und blogge mit Leidenschaft auf Sia´s Soulfood über Essen die Körper, Geist und Seele gut tun.

Warum bloggst Du?
Ich blogge um meine Leidenschaft für das Kochen und Backen noch mehr in Ausdruck zu bringen. Wenn ich nämlich an Rezepte, Gerichte und Zutaten denke, fängt meine Fantasie und meine Erinnerung an zu rasen und diese Gedanken möchte in mienem Blog niederschreiben und mit anderen teilen.

Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du selbst am liebsten?
Also das ist eine schwierige Frage, aber wenn ich mich entscheiden muss dann ist das meine Tarte aux figues. Die Tarte ist so köstlich und die Geschichte die hinter diesem Beitrag steckt gehört zu meinen Lieblingserinnerungen meiner Kindheit. Viele meiner Rezepte erinnern mich an einen schönen Augenblick in meinem Leben und ich liebe diese Verbindung.


Ein großes Dankeschön an alle Blogperlen-Schreiberinnen fürs Mitmachen! Es war mir wieder eine Freude :-)



Ich hoffe, euch gefallen die vorgestellten Blogs und eure Leseliste ist - ebenso wie meine - wieder ein Stückchen länger geworden! Die nächste Runde Blogperlen gibt es Ende April, ich bin schon gespannt auf tolle Neuentdeckungen...

Fingerfood: Lachs-Gurken-Spießchen mit Frischkäse

Fingerfood: Lachs-Gurken-Spießchen mit Frischkäse

Heute gibt´s nur eine Kleinigkeit, die sich bestens z.B. für den Oster-Brunch und das Oster-Buffet eignet, schnell gemacht ist und schön frisch schmeckt: Lachs-Gurken-Spießchen mit Frischkäse! Die Inspiration für dieses Rezept habe ich bei Pinterest gefunden und die Spieße nach meinem Geschmack nachgebaut.


Rezept: Lachs-Gurken-Spießchen mit Frischkäse
(für ca. 10 Spieße)

Zutaten:
100g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
1-2 EL Mineralwasser
Salz, Pfeffer
2 Stängel frischer Dill
1/2 Gurke
100g geräucherten Lachs

Zubereitung:
Frischkäse mit wenig Mineralwasser glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Der Frischkäse sollte nicht zu flüssig werden! Dill waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen. Blättchen fein hacken und unter den Frischkäse rühren.

Gurke schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Räucherlachs in mundgerechte Stücke schneiden oder zupfen.

Je eine Scheibe Gurke als Grundlage für ca. 1-2 TL Frischkäse verwenden, dann eine Stück Räucherlachs daraufsetzen. Einen Fingerfood-Spieß oder Zahnstocher durchstecken.

Ich habe die Spießchen zusätzlich noch in kleine Ikea-Teelichtgläser gesetzt, so läuft sicher nichts aus. Die Spieße lassen sich aber auch gut auf einer Platte nebeneinander servieren.

Dessert für die #heelskitchen: Süßer Flammkuchen mit Roquefort-Honig-Eis [Oster-Menü]

Dessert für die #heelskitchen: Süßer Flammkuchen mit Roquefort-Honig-Eis [Oster-Menü]

Es wird höchste Zeit, dass ich euch von meinem wunderbaren Wochenende Anfang März berichte. Genauer gesagt: von UNSEREM wunderbaren Wochenende. Ich hatte nämlich an diesem Wochenende allerbeste Gesellschaft von Annette von Culinary Pixel und Kerstin von My cooking love affair. Zusammen waren wir die #dreidamenvomgrill (schaut mal, was ihr unter diesem Hashtag alles bei Instagram und auf Facebook findet) und haben erst den Karlsruher Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz geplündert und dann einen ganzen Samstag lang meine Küche gerockt und gemeinsam ein 5-Gang-Ostermenü zubereitet, hautpsächlich vom Grill, aber auch vom Herd und aus dem Backofen. Und aus der Eismaschine. Ich war nämlich für das Dessert zuständig und habe mir für die anderen beiden Damen etwas einfallen lassen - und meine Komfortzone verlassen! Ich habe nämlich ein Roquefort-Honig-Eis zubereitet. Ja, richtig gelesen: Käse-Eis. Mit dem Stinkekäse Roquefort. Dazu gab´s noch eine Komponente, bei der ich mich auf sicherem Boden fühle: einen süßen Flammkuchen mit Birne, getrockneten Feigen und Thymian.



Das Rezept für das Roquefort-Honig-Eis stammt aus The Perfect Scoop* von David Lebovitz. Kürzlich erst hatte Astrid aka Arthurs Tochter kocht noch bemängelt, dass es online fast keine Rezepte für Käse-Eis gibt. Und schon komme ich mit meinem Eis ums Eck! Das Roquefort-Honig-Eis zu essen war ganz ehrlich eine Überwindung für mich, da ich ja Käse nicht sooooo wahnsinnig gerne mag. Und das ist kein Eis mit leichter Roquefort-Note, sondern quasi geeister Roquefort. Harter Stoff! Aber in Kombination mit dem süßen Flammkuchen und den kandierten Nüssen ein echter Knaller. Und ein würdiger Abschluss für unser Ostermenü.

Rezept: Roquefort-Honig-Eis mit kandierten Nüssen
(ergibt 500ml Eis)

Zutaten:
4 EL Honig
60g Roquefort
125ml Vollmilch
2 große Eigelbe
125ml süße Sahne
Für die kandierten Nüsse:
3 EL Muscovado-Zucker
1 Handvoll gemischte Nüsse (Z.B. Walnüsse, Haselnüsse und Mandeln)
1 EL Honig

Zubereitung:
Honig in einem kleinen Topf erwärmen, dann beiseite stellen. Den Käse in eine große Schüssel krümeln und ein Sieb in die Schüssel hängen.

In einer noch größeren Schüssel schon mal ein Eisbad vorbereiten.

Milch in einem kleinen Topf erwärmen. In einer weiteren Schüssel die Eigelbe mit einem Schneebesen verquirlen, dann die erwärmte Milch langsam zu den Eiern in die Schüssel geben, dabei ständig rühren. Eiermilch zurück in den Topf geben, Topf auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze ständig mit einem hitzefesten Kochlöffel umrühren, dabei auch immer wieder über den Topfboden kratzen, damit nichts anbrennt. So lange erhitzen, bis die Mischung andickt. Dann die erwärmte Masse durch das Sieb in die Schüssel mit dem zerkrümelten Roquefort streichen. Mit einem Schneebesen in der Schüssel rühren, bis der Käse  in der Masse weitgehend geschmolzen ist. Jetzt die Sahne und den Honig zugeben, die Schüssel in das vorbereitete Eisbad setzen und mit einem Schneebesen so lange rühren, bis die Eiscreme-Masse wieder abgekühlt ist.

Eiscreme-Masse abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kalt stellen. Dann die Eiscreme-Masse in einer Eismaschine in ca. 30 bis 40 Minuten zu einem cremigen Eis gefrieren lassen. 

In der Zwischenzeit die kandierten Nüsse vorbereiten. Dafür die Nüsse grob hacken. In einer Pfanne den Muscovado-Zucker bei mittlerer Hitze langsam schmelzen und karamellisieren lassen, dann die Nüsse zugeben und mit einem Holzkochlöffel umrühren, bis die Nüsse rundherum mit dem Zucker bedeckt sind. Dann den Honig darüber träufeln, noch einmal umrühren. Nüsse auf ein Backpapier ausbreiten und etwas abkühlen lassen.

Eis in eine gefriergeeignete Form mit Deckel füllen und im Tiefkühlschrank noch 1-2 Stunden nachfrieren lassen vor dem Servieren.

Der süße Flammkuchen ist eine Rezept-Eigenkreation, inspiriert von der gängigen Kombination von Käse mit Birnenscheiben. Den Teig habe ich ebenso zubereitet wie für meine pikanten Flammkuchen, lediglich den Schmand habe ich statt mit Salz und Pfeffer in diesem Fall mit etwas Zucker gewürzt.

Rezept: Süßer Flammkuchen mit Birnen, getrockneten Feigen und Thymian
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
50g Schmand
1/2 TL Zucker
1 Birne
3-4 getrocknete Feigen
2 Stängel frischer Thymian
2 EL Honig

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig mit einem Holzkochlöffel oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Schmand mit Zucker glatt rühren. Birne waschen, halbieren und mit einem Melonenkugelausstecher das Kerngehäuse entfernen. Stiel und Blütenansatz ebenfalls entfernen, dann die halbierten Birnen in dünne Scheiben schneiden. Feigen ebenfalls in Scheiben schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen.

Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen. Teigboden dünn mit Schmand bestreichen. Birnenscheiben und Feigenstückchen darauf verteilen. Mit einem gut bemehlten Pizzaschieber den Flammkuchen direkt auf den Pizzastein in den heißen Backofen geben und ca.15 Minuten knusprig backen.

Flammkuchen herausnehmen. Thymianblättchen auf dem noch heißen Flammkuchen verteilen. Flammkuchen mit Honig beträufeln, dann den Flammkuchen portionsweise zerschneiden und mit je einer Kugel Roquefort-Honig-Eis mit einem Topping aus kandierten Nüssen servieren.


Und natürlich habe ich die Anwesenheit von gleich zwei Fotografinnen genutzt, um endlich Fotos für Kerstins tolles Blogevent #heelskitchen zu schießen! Das ist ein Event ganz nach meinem Geschmack, denn schöne Schuhe liebe ich fast ebenso wie Kochen und gutes Essen. Und wenn ich mal in flachen Schuhen auftauche, werde ich schon fast gefragt, ob ich krank bin, denn in 99% der Fälle trage ich Absatz - und I love it!



Und das war unser restliches Oster-Menü, bei dem wir es richtig krachen lassen haben!

Den Auftakt machten sagenhaft frische Austern mit Dill und Weintrauben (Rezept gibt´s bei Annette von Culinary Pixel). Das waren die bis dato besten Austern meines Lebens! Und jetzt weiß ich auch, dass der Fisch-Stand im hintersten Eck des Gutenbergplatzes am Samstag Austern in bester Qualität anbietet.


Dann kam auch schon die erste Vorspeise auf den Tisch, ein pochiertes Ei mit Auberginenpüree und gegrilltem Mangold (Rezept bei Culinary Pixel). Eine tolle Geschmacks- und Textur-Komposition mit dem weichen Püree, dem knackigen Mangold und dem samtweichen Ei!


Als zweite Vorspeise servierte Annette eine wunderbar frische gegrillte Lachsforelle mit Blutorangen (Rezept bei Culinary Pixel).


Und ein Aromenfeuerwerk jagte das nächste, denn Kerstins Hauptgang, der Lapin au vin vom Grill mit Pommes Macaire mit Ingwer und karamellisierte Möhren in Blutorangen-Honig-Marinade mit Kardamom hatte es ebenfalls in sich.(Rezept gibt´s bei Kerstin von My cooking love affair). Perfekt geformte und würzige Pommes Macaire, auf den Punkt gegartes Kaninchen im knusprigen Speckmantel und knackig-würzige Möhren kamen da auf den Tisch!


Das süße Finale unseres Ostermenüs war dann mein Flammkuchen mit Birnen und getrockneten Feigen, dazu gab´s für jeden eine Kugel Roquefort-Honig-Eis mit einem Topping aus kandierten Nüssen. Ein würdiger Abschluss für das vorgezogene Oster-Menü!

Alles in allem also: Ein sagenhaftes Wochenende mit zwei tollen Frauen, allerfeinstem Essen, fantastischer Weinbegleitung, viel Gelächter, unzähligen Fotos und konzentriertem Kochen, das - wie alle schönen Dinge - viel zu schnell vorbei ging! Wann wiederholen wir das?!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Welches Obst und Gemüse hat im März Saison? [Saisonkalender]

Welches Obst und Gemüse hat im März Saison? [Saisonkalender]

Frühling liegt in der Luft! Heute nachmittag zeigte das Thermometer in Karlsruhe doch tatsächlich 17 Grad an. Allerdings ging noch ein kalter Wind, aber immerhin: Der Himmel war weitgehend blau, die Sonne schien und endlich, endlich scheint es denkbar, dass der Winter bald ein Ende findet.

Höchste Zeit für ein Saisonkalender-Update: Welches heimische Obst und Gemüse hat im März Saison? Aktuell gibt es leider kein frisches heimisches Obst, nur noch die letzten gelagerten Äpfel - und natürlich schon die ersten Erdbeeren aus Spanien etc., aber das kommt mir nicht ins Haus! Da warte ich lieber darauf, dass im Mai wieder das Erdbeerhäuschen der örtlichen Erdbeerbauern aufgestellt wird.

Im März gibt es auch nur wenig frisches heimisches Gemüse, das noch oder schon Saison hat. Zu den wenigen saisonalen Gemüsesorten zählen Feldsalat, der erste Lauch, gegen Ende des Monats vielleicht schon der erste Rhabarber, Topinambur, Chicoree, Grünkohl, Spinat und Wirsing.

Aber es gibt auch schon einen untrüglichen Frühlingsboten, den ich auf dem Wochenmarkt und in den Wäldern rund um Karlsruhe gesichtet habe: Es gibt wieder Bärlauch! Da ich ein großer Bärlauch-Fan bin, habe ich entsprechend viele Rezepte mit Bärlauch im Archiv (einfach auf die verlinkten Gemüsesorten klicken, um zu den jeweiligen Rezepten mit dem Gemüse zu gelangen!) und präsentiere euch hier meine Top 3 Bärlauch-Rezepte!

Die Bratkartoffel-Quiche mit Bärlauch-Guss schmeckt schön würzig und am besten (lau-)warm.


Die Bärlauch-Ziegenkäse-Penne mit gerösteten Pinienkernen sind ein echter Klassiker bei mir, das gibt es jedes Jahr mindestens 2-3 Mal bei mir! Superschnell zubereitet, raffiniert, lecker!


Und das dritte Rezept ist ein weiteres Highlight: Ein würziger Bärlauch-Schmarrn mit Schafskäse.


Ach, Frühling, ich wäre dann bereit für Dich!

Auf die Hand von Stevan Paul [Rezension]

Auf die Hand von Stevan Paul [Rezension]

Nachdem ich mittlerweile schon drei Rezepte aus "Auf die Hand" auf dem Blog veröffentlicht habe, wird es höchste Zeit, dieses wunderbare Buch in einer ausführlichen Rezension vorzustellen. Ich bin möglicherweise etwas befangen, denn hier stimmt für mich einfach alles: Zum einen das Thema. Streetfood ist so angesagt wie nur irgendwas. Zum anderen der Autor: Stevan Paul, dessen Schreibstil, Gespür und Leidenschaft für spannende Geschichten und funktionierende Rezepte ich schon lange schätze. Und dann sind da noch die Fotos, die appetitlicher nicht sein könnten.


Auf die Hand - Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote* von Stevan Paul und Daniela Haug (Fotos) enthält nicht nur Rezepte, sondern auch Reportagen zur Streetfood-Szene in Deutschland, vor allem in Berlin. Hier werden Restaurants, Streetfood Märkte wie die Markthalle Neun in Berlin, Burgerläden, Foodtrucks und die Menschen dahinter vorgestellt und porträtiert. Das macht riesig Lust darauf, die Delis und Restaurants schnellstmöglich selbst aufzusuchen! Als ich letzten Oktober in Berlin war, sind UweMara und ich darum aufgrund der Reportage in "Auf die Hand" ins "Cô Cô Bánh Mì Deli" in Berlin-Mitte. Dort habe ich mein erstes Bánh Mì gegessen. Bánh Mì sind vietnamesische, knusprige Baguettes aus Weizen- und Reismehl, die üppig mit z.B. eingelegtem Grillfleisch oder gedämpften Fleischbällchen und viel Gemüse belegt serviert werden. Herrlich! Die Reportage im Buch hatte nicht zu viel versprochen.


Und nun zu den Rezepten, die ich ausprobiert habe. Eines der Rezepte musste natürlich ein Burger sein, und  "The Italian" Burger mit einem Pattie aus Salsiccia-Brät und Rucola, Kirschtomaten, roten Zwiebeln und schwarzen Oliven in einem Ciabatta-Brötchen war genau mein Fall. Einfach und schnell gemacht, schön würzig und sehr, sehr lecker!


Auf anderen Blogs hatte ich schon viel Lob über den "Wunderteig" aus Auf die Hand* gelesen, aus dem sich sowohl Burger Buns, Hot Dog Brötchen und eben auch Toastbrot backen lassen. Und ich kann mich nahtlos in die Lobeshymnen einreihen: das Toastbrot war umwerfend gut und überraschend einfach zu backen!


Mit dem selbst gebackenen Toastbrot habe ich Gurken-Avocado-Sandwich und Lachs-Sandwich für einen britischen High Tea zubereitet, ebenfalls nach einem Rezept aus "Auf die Hand". Ebenso einfach wie raffiniert - und lecker!


Außerdem habe ich noch ein viertes Rezept ausprobiert, ein selbstgemachtes Naan-Brot mit Lammspießen und Paprikagemüse. Das war das einzige Gericht, was mir nicht 100% geschmeckt hat, aber das lag nicht am Rezept, sondern am Lamm, das in diesem Fall wohl eher ein alter Hammel war und entsprechend zäh. Schade! Aber das Naan-Brot und das Paprikagemüse waren prima.


Und jetzt geht es ins Detail - wie bewerte ich Auf die Hand* in den einzelnen Kategorien? 0 ist dabei die niedrigste Wertung, 5 die höchste.

Aufmachung/Design: 5/5
"Auf die Hand" ist unterteilt in die Kapitel "Klassiker", "Burger", "Toasts & Sandwiches", "Hot Dogs", "Abendbrot & Imbiss" und "Drüber, drunter, drauf, dazu!". Reportagen und Rezepte wechseln sich ab. Die Hardcover-Bindung, das dicke Papier und der matte Druck erzeugen eine hochwertige Wirkung. Die einzelnen Rezeptseiten sind ebenso klar und übersichtlich strukturiert wie in "Deutschland vegetarisch" oder "Immer schon vegan", ebenfalls aus dem Brandstätter Verlag. Einziges winzigkleines Minus: Es gibt kein Lesebändchen. Aber ein Lesebändchen würde sowieso nicht ausreichen bei den vielen spannenden Rezepten, die mich gleich beim ersten Durchblättern ansprechen!

Fotos: 5/5
Alle Fotos im Buch stammen von der Berliner Fotografin Daniela Haug. Fast alle Rezepte sind mit einem ganzseitigem Foto des fertigen Gerichts versehen. Das Essen ist ganz klar der (höchst appetitliche!) Star und es gibt wenig Chichi um das Essen herum, was mir sehr gut gefällt. Die Reportagen sind jeweils mit mehreren Fotos der Location, der dort angebotenen Gerichte und den Menschen dahinter illustriert und vermitteln dadurch prima Einblicke.

Rezepte: 5/5 
"Auf die Hand" ist unterteilt in die Kapitel "Klassiker", "Burger", "Toasts & Sandwiches", "Hot Dogs", "Abendbrot & Imbiss" und "Drüber, drunter, drauf, dazu!". Zu den Klassikern zählen z.B. Fish & Chips oder Corn Dogs. Im Burger-Kapitel gibt es neben klassischen Burgern auch Rösti-Burger oder Gua Bao aus Taiwan. Besonders gut gefällt mir auch das letzte Kapitel "Drüber, drunter, drauf, dazu!", in dem sich Rezepte, Geschichten und Reportagen von Ketchup über Krautsalat bis Burger Buns finden. In diesem Buch gibt es Rezepte dafür, wirklich alles von Grund auf selbst zu machen! 

Nachkochbarkeit: 5/5
Stevan Pauls Rezepte funktionieren. Punkt. Die Mengenangaben für die Zutaten und die Portionsgrößen stimmen, die Zubereitungsanleitung ist klar und eindeutig formuliert. Die meisten Zutaten sind in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich, so dass das Nachkochen kein Problem ist. Und geschmacklich sind die Rezepte sowieso 1A.

Kaufempfehlung: 5/5 
Ihr merkt: Ich habe hier rein gar nichts auszusetzen, im Gegenteil! Jeder, der sich auch nur ein bisschen für Streetfood-Leckereien wie Burger, Pastrami, Banh Mi, Pulled Pork, Lachs-Bagel etc. interessiert, wird dieses Buch lieben! Der Preis von knapp 35 Euro ist für dieses wunderbare, inspirierende Kochbuch mit gut 280 Seiten voller Rezepte und Reportagen absolut angemessen. Ich gebe Auf die Hand* eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und die volle Punktzahl in der Gesamtwertung! 





*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Five o´clock tea: Lachs- und Gurken-Sandwiches

Five o´clock tea: Lachs- und Gurken-Sandwiches

Ich wollte euch ja noch zeigen, für was ich mein geniales selbst gebackenes Toastbrot verwendet habe. Das meiste davon habe ich getoastet mit Marmelade zum Frühstück verspeist, aber einen Teil habe ich auch für einen standesgemäßen Five o´clock tea mit einem Gläschen Rieslingsekt verwendet, zu dem es Lachs- und Gurken-Sandwiches mit dem selbst gebackenen Toastbrot gab. Super simpel in der Zubereitung und genau das richtige für einen Sonntagnachmittag, an dem man nach einem späten ausgiebigen Frühstück nur ein kleines Hüngerchen hat und die Zeit bis zum Abendessen stilvoll überbrücken möchte!


Eigentlich braucht´s für diese Sandwiches nicht wirklich ein Rezept, aber eine Inspiration für simple UND leckere Kleinigkeiten kann ich immer gebrauchen. Die Sandwiches für den Five o´clock tea habe ich - wie auch schon das Rezept für das Toastbrot - in dem supertollen Buch Auf die Hand* von Stevan Paul gefunden.

Rezept: Lachs- und Gurken-Sandwiches
(für 1-2 Personen zum "Five o´clock tea")

Zutaten:
Für das Lachs-Sandwich:
40g Frischkäse
1 TL Meerrettich
4 Scheiben Toast
Butter
75g Graved Lachs
Für das Gurken-Sandwich:
1/2 Avocado
50g Frischkäse
Weißweinessig
Salz
4 Scheiben Toast
Butter
1/4 Salatgurke

Zubereitung:
Für beide Sandwiches den Toast rundherum entrinden.

Für das Lachssandwich den Frischkäse mit dem Meerrettich verrühren. Meerrettich-Frischkäse auf zwei Toastscheiben verstreichen. Die anderen beiden Toastscheiben dünn mit Butter bestreichen. Die Frischkäse-Toasts mit dem Lachs in Scheiben belegen, dann jeweils einen gebutterten Toast darauf setzen.

Für das Gurken-Sandwich die Avocado mit dem Frischkäse und einem Schuss Weißweinessig in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Gut vermischen, dann die Avocadocreme mit Salz würzen. Zwei der entrindeten Toasts mit der Avocadocreme bestreichen, die anderen beiden Toastscheiben dünn mit Butter bestreichen. Salatgurke in dünne Scheiben schneiden und auf den mit Avocadocreme bestrichenen Toasts verteilen. Gebutterte Toasts darauf setzen.

Die Sandwiches können einige Zeit im Voraus zubereitet werden, dann sollten sie aber in Frischhaltefolie gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt werden, sonst trocknen sie aus. Alle Sandwiches vor dem Servieren in Dreiecke schneiden.


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Ein Stöckchen! Die Sache mit dem Alkohol und der Liebster-Award

Ein Stöckchen! Die Sache mit dem Alkohol und der Liebster-Award

Erinnert sich noch jemand an Blog-Stöckchen? Früher (TM) verging kein Monat ohne Stöckchen. Ständig wurden irgendwelche Blogawards und eben "Stöckchen" weitergereicht in Bloggerhausen, wie ein Kettenbrief. Man musste Fragen beantworten und das Stöckchen an mindestens 100 andere Blogger weiterreichen. Ähm ja. Irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem alle schon x-fach nominiert waren und niemand mehr Fragen beantworten wollte. Und dann verschwanden die Blogawards und Stöckchen in der Versenkung, zum Glück. Bis jetzt - denn es gibt eine Stöckchen-Renaissance und die liebe Annette von Culinary-Pixel hat mich beworfen nominiert! Und nach einigen Jahren Pause mache ich jetzt gerne wieder mit und beantworte die neugierigen Fragen zu meinen Alkoholerfahrungen, Trinkgewohnheiten und -vorlieben. Los geht´s!



Was ist dein liebster Drink?
Ich mag alles, was herb, bitter oder sauer ist. Also Gin and Tonic, Aperol Rhabarber Spritz, Lillet Vive, Drinks mit Sanbitter...

Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?  
Beim Thema Alkohol war ich ein Spätzünder, Alkohol hat mich lange nicht interessiert. Mit 17 oder 18 habe ich das erste Mal Scheußlichkeiten wie Grüne Witwe oder Pina Colada getrunken. Mit Anfang/Mitte 20 kamen dann Caipirinha und Mojito, mit Ende 20 Aperol Spritz und Hugo und das wachsende Interesse an Wein.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?  Noch keinen, ehrlich!
Bar oder Kneipe? Bar! In Kneipen fühle ich mich nicht wohl. Ich mag nämlich kein Bier.
Champagner oder Schaumwein? Puh.... seit meinem Besuch bei Champagne Jacquart in Reims bin ich ein großer Champagner-Fan - für besondere Anlässe. Für den Alltag mag ich Crémant oder Rieslingsekt auch sehr gern. Es kommt immer drauf an!

Mit wem würdest du gerne trinken?
Mit lieben Freunden.

Bei wem würdest du gerne trinken? 
 In Karlsruhe: Im Kofferraum, im Carlos und im King Karl. Außerdem möchte ich unbedingt mal nach Hamburg in die "Le Lion" Bar, von der alle schwärmen!



Wie sieht deine Home Bar aus?
Meine Home Bar befindet sich in einer großen Seemannskiste mit 70er-Jahre-Blümchenbezug und ist sehr gin-lastig. Ich habe drei Sorten Gin vorrätig: Hendrick´s, The Duke und Monkey 47. Außerdem diverse Tonic Water: Schweppes, Thomas Henry, Fevertree. Bin halt ein Bildungstrinker. Außerdem: Lillet, Aperol, von meinem Schwiegervater selbst gebranntes Kirschwasser, zum Kochen noch Noilly Prat, Calvados, Sherry, Amaretto und Wermuth - und für meinen Mann immer eine Flasche Havanna Rum.

Beschreib deine Eiswürfel.
Ich benutze sowohl quadratische Eiswürfelformen aus Plastik als auch die billigen Gefrier-Plastikbeutel vom dm. Nothing fancy, aber eiskalt!



Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?
Über meine Gin and Tonic-Liebe habe ich erst vor kurzem etwas geschrieben. Am liebsten mag ich Hendrick´s mit Schweppes und einer Gurkenscheibe und The Duke mit Thomas Henry Tonic und einer Orangenscheibe.

Wie bekämpfst du deinen Hangover?         
Einen richtigen Kater hatte ich noch nie, aber an Neujahr gibt es traditionell den Anti-Kater-Salat bei uns, der schmeckt mit und ohne Hangover und macht auf jeden Fall wieder munter!

So, und jetzt habe ich die Qual der Wahl... Ich nominiere für den "Liebster"-Award und werfe das Stöckchen weiter zu folgenden Blogs:
Conny von Die Seelenschmeichelei
Julia von Chestnut & Sage
Stephanie von Stepanini
 
Ich freu´ mich, wenn ihr mitmacht!
Alle bisherigen Fragen & Antworten zu diesem Alkohol-"Liebster"-Award werden bei Paul von Einfach lecker essen gesammelt.

Spitzkohl-Flammkuchen mit Schwarzwälder Schinken

Spitzkohl-Flammkuchen mit Schwarzwälder Schinken

Von den Kohlfleckerln hatte ich noch einen halben Spitzkohl übrig. Auf der Suche nach Rezepten mit Spitzkohl bin ich auf der Webseite von essen & trinken auf das Rezept für einen Spitzkohl-Flammkuchen mit Schwarzwälder Schinken gestoßen. Dieses Rezept habe ich leicht abgewandelt und natürlich mit meinem bewährten Flammkuchenteig-Rezept ohne Hefe umgesetzt und für sehr gut befunden! Der Spitzkohl wird dabei vor dem Backen im Backofen in der Pfanne einige Minuten angedünstet und kann dadurch im Backofen schön karamellisieren. Nach dem Backen werden einige Scheiben Schwarzwälder Schinken in mundgerechte Stücke gerupft und über dem Flammkuchen verteilt. Herrliche Winterküche! Aber so langsam könnte der Frühling dann doch kommen, oder? Ich bin bereit für Bärlauch, Rhabarber und Spargel... Ihr auch?

Spitzkohl-Flammkuchen mit Schwarzwälder Schinken

Rezept: Spitzkohl-Flammkuchen mit Schwarzwälder Schinken
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
1 Schalotte
1/2 Spitzkohl (500 g)
1 EL Sonnenblumenöl
50g Crème fraiche
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
1/2 TL Kümmelsaat
50g Schwarzwälder Schinken in dünnen Scheiben

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig mit einem Holzkochlöffel oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Schalotte schälen und fein würfeln. Spitzkohl halbieren, Strunk keilförmig herausschneiden. Spitzkohl in dünne Streifen schneiden, waschen und trocken schleudern. Öl in einer Pfanne erhitzen und Schalottenwürfel 1 Minute darin andünsten, dann die Spitzkohlstreufen 3-4 Minuten in der Pfanne mitdünsten, bis sie weich werden, aber noch etwas Biss haben. Spitzkohl mit Salz, Pfeffer, etwas frisch geriebener Muskatnuss und Kümmelsaat würzen.

Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen. Teigboden dünn mit Crème fraiche bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. Angebratenen Spitzkohl gleichmäßig darauf verteilen. Mit einem gut bemehlten Pizzaschieber den Flammkuchen direkt auf den Pizzastein in den heißen Backofen geben und ca.15 Minuten knusprig backen.

Flammkuchen herausnehmen. Schinken in mundgerechte Stücke zupfen und auf dem noch heißen Flammkuchen verteilen. Sofort servieren.

Süßes Gastgeschenk: Kokos-Keks-Kugeln

Süßes Gastgeschenk: Kokos-Keks-Kugeln

Heute habe ich eine kleine, feine Sonntags-Süßigkeit für euch! Die Kokos-Keks-Kugeln eignen sich perfekt als süßer Snack zwischendurch - und sind auch ein feines Gastgeschenk, z.B. für eine Hochzeit. Genau dafür habe ich sie nämlich auch zubereitet! Leider war es keine echte Hochzeit (ich liebe Hochzeitseinladungen!), sondern "nur" ein Styled Wedding Shoot von und mit der lieben Katja Heil vom Hochzeitsblog "Fräulein K. sagt ja" und Katja Heil Fotografie. Das Ganze fand in einer zauberhaften Location statt, dem Weingut von Winning in Deidesheim.


Das Rezept für die Kokos-Keks-Kugeln stammt aus dem schönen Büchlein Geschenkideen aus der Küche* von Nicole Stich, in dem es noch viele weitere leckere und gelingsichere Rezepte für kulinarische Mitbringsel, Fingerfood und Gastgeschenke gibt.

Rezept: Kokos-Keks-Kugeln
(ergibt ca. 20 Stück)

Zutaten:
50g Löffelbiskuits
1 EL Rum
150g weiße Schokolade
50g Sahne
ca. 30g Kokosraspeln

Zubereitung:
Löffelbiskuits in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen, dann die Löffelbiskuits mit dem Nudelholz zu feinen Bröseln klopfen. Biskuitbrösel in eine Schüssel geben und mit dem Rum übergießen. Gut verrühren.

Schokolade grob hacken und mit der Sahne in einer Metallschüssel über einem heißen Wasserbad langsam schmelzen lassen. Gelegentlich umrühren. Wenn sich Schokolade und Sahne zu einer samtigen Creme (Ganache) verbunden haben, die Ganache zu den Biskuitbröseln in die Schüssel geben und zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kalt stellen, damit die Masse fest wird und weiterverarbeitet werden kann.

Zum Fertigstellen der Kokos-Keks-Kugeln die Kokosraspel in einen tiefen Teller geben. Mit einem Teelöffel eine kleine Portion von der Schokoladen-Biskuit-Masse abstechen und mit den Händen schnell zu kleinen Kugeln formen. Jede Kugel sofort großzügig in den Kokosraspeln wenden, bis die Kugel rundherum von Kokos bedeckt ist. 

Fertige Kokos-Keks-Kugeln in luftdichte Behälter schichten und im Kühlschrank aufbewahren. Dort halten sie sich ca. 1 Woche, aber am besten schmecken sie in den ersten 1 bis 3 Tagen!

Zum Verschenken die Kokos-Keks-Kugeln entweder in Pralinenkapseln setzen oder je zwei Kugeln in ein kleines durchsichtiges Plastiktütchen setzen und nach Belieben verzieren.


Noch mehr Bilder vom Styled Shoot, auch mit der zauberhaften "Braut", gibt es demnächst bei Fräulein K. sagt ja auf dem Blog! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, bei diesem Shooting dabei zu sein und auch eine Kleinigkeit wie die Gastgeschenke beisteuern zu können!


Papeterie: Project Pinpoint
Gastgeschenke: "Schöner Tag noch!"/ Juliane Haller
Fotografie: Katja Heil Fotografie

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Im Foodblogger-Himmel: So war´s beim FoodBloggerCamp Reutlingen 2015 #fbcr15

Im Foodblogger-Himmel: So war´s beim FoodBloggerCamp Reutlingen 2015 #fbcr15

Am letzten Februar-Wochenende war ich im Foodblogger-Himmel! Ich habe nämlich erneut beim FoodBloggerCamp in Reutlingen teilgenommen. Organisiert wird das Camp von Foodbloggern für Foodblogger von Jan und Mella. Dieses Jahr waren die Tickets für das #fbcr15 innerhalb von 6 Minuten ausverkauft. Kein Wunder, denn nicht nur ich fand das erste FoodbloggerCamp letztes Jahr supergeil!


Dieses Jahr gab es an den beiden Camp-Tagen Sessions zu Themen wie Suchmaschinenoptimierung, Fondanttorten gestalten, Buttercreme-Spritztechniken, Messer schleifen, Social Media Tools (die ich zusammen mit Annkathrin gehalten habe), Tipps für das souveräne Auftreten bei Fernsehauftritten und auf der Showkochbühne, zur Foodfotografie und und und. Da war für jeden Etwas dabei! Mir hat es auch gut gefallen, dass viele praktische Sessions dabei waren, wie z.B. zum Thema Burger, Brownies backen, grillen, Sous Vide garen, smoken...


Und es gab natürlich auch ständig leckerste Dinge zu essen! Der Sponsor Grillson war mit zwei riesigen Holzpellet-Grills am Start, auf denen quasi ununterbrochen Lachs gesmokt, Dry Aged Beef Steaks und Werners Wildschwein-Salsiccia gegrillt oder Pizza gebacken wurde. Die Grills haben mich total begeistert, denn man kann sie per WLAN mit einer App steuern und sie sehen auch noch wahnsinnig schick aus. Allerdings ist ein Grill ungefähr so groß wie mein ganzer Balkon und kommt daher nicht in Frage für mich.


Außerdem hatte Frank von Chef de Cambuse ein Sous Vide Becken dabei, in dem erst ein Lachs und dann ein Schweinebauch Sous Vide gegart wurde. Herrlich zart und so gut, sag ich euch! Dazu gab es Serviettenknödel und Sauerkraut.

Ich habe die beiden Tage in den Räumen von Cooking Concept mit meinen lieben Bloggerfreunden, allen voran Ylva und Lena, so genossen, dass ich tatsächlich meine große Kamera überhaupt nicht aus der Tasche hervorgeholt und auch mit dem Handy nur ein paar wenige Fotos geschossen habe. Daher vielen Dank an alle, die mir ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben! Außerdem habe ich die schönsten Fotos aus den bisher veröffentlichten Blogbeiträgen zum #fbcr15 auf einem Pinterest-Board gesammelt, das auch einen guten Eindruck vom Treiben vermittelt! Denn Pinterest eignet sich nicht nur prima als Ideen-Board, sondern auch als virtuelles Foto-Album.


Hach, wenn ich mir die Fotos so anschaue, wünschte ich mir, das Foodbloggercamp wäre mindestens 4x im Jahr! So heißt es jetzt wieder 1 Jahr warten bis zum #fbcr16 !

Immer schon vegan von Katharina Seiser [Rezension]

Immer schon vegan von Katharina Seiser [Rezension]

Höchste Zeit für die erste Kochbuch-Rezension des Jahres! Auf dem Esstisch, dem Couchtisch und neben meinem Bett stapeln sich die neuen Kochbücher schon. Nach und nach arbeite ich den Stapel ab und als erstes möchte ich euch "Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt" von Katharina Seiser ausführlich vorstellen. Kathas Ansatz, nur Rezepte in ihrem Kochbuch vorzustellen, die ganz ohne Ersatzprodukte vegan sind und durch ihren Geschmack überzeugen, trifft absolut meinen Nerv. Also habe ich das Kochbuch, als es Anfang des Jahres bei mir eingetroffen ist, sofort zur Hand genommen, durchgeblättert und viele Merkzettelchen bei interessanten Gerichten verteilt.


Ich habe bisher insgesamt 3 Rezepte aus Immer schon vegan* ausprobiert, die alle super gelungen sind und sowohl mir als auch meinem Mann sehr gut geschmeckt haben. Eine Top-Quote: 3 von 3 ausprobierten Rezepten waren Volltreffer! Das gab es schon lange nicht mehr.

Als erstes waren die Linsen mit Tagliatelle und karamellisierten Zwiebeln an der Reihe. Knackige Linsen, karamellig-süße Zwiebeln, frische Petersilie, fein abgeschmeckt mit Zitronensaft und Piment d´Espelette. Noch dazu ging die Zubereitung sehr schnell! Ich war begeistert.


Als zweites Rezept habe ich den Erdnusseintopf mit Süßkartoffeln und Babyspinat nachgekocht. Der Eintopf ist optisch ganz sicher keine Schönheit - wohl auch deswegen gibt es kein Foto davon im Buch! - überzeugt aber geschmacklich auf ganzer Linie. Die cremig-sämige Erdnuss-Sauce macht daraus echtes Soulfood.


Als großer Spitzkohl-Fan war es fast schon ein Muss, als drittes Rezept die Kohlfleckerl (Farfalle mit Spitzkohl) anzugehen. Nudeln gehen bei mir ja sowieso immer, dazu der sanft geschmorte Kohl - genau mein Fall! Einziges Manko: Die Portion war einen Tick zu klein und für den Bürolunch am nächsten Tag blieb nur noch ein kleiner Rest....


So, und jetzt geht es ans Eingemachte! Wie bewerte ich Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt* in den einzelnen Kategorien? 0 ist dabei die schlechteste, 5 die beste Punktzahl.


Aufmachung/Design: 4/5

"Immer schon vegan" hat eine handliche Größe, etwas kleiner als DIN A4, und macht durch das Hardcover einen wertigen Eindruck. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto. Das Layout ist übersichtlich, jedes Rezept hat eine eigene Seite im Buch, die Fotos gehen stets vollflächig über die ganze Seite. Kathas Vorwort mit allgemeinen Bemerkungen dazu, wie der Geschmack ins Essen kommt, welche Geschmacksrichtungen es gibt und wie man diese am besten aus den Lebensmitteln herauskitzelt, machen Lust auf das Buch und die Rezepte.

Fotos: 3/5

Fast jedes Rezept ist bebildert, meist mit einem Foto des fertigen Gerichts, teilweise auch mit einer Collage aus Zubereitungsschritten. Alle Fotos sind von Vanessa Maas und bei natürlichem Tageslicht fotografiert. Vanessa Maas ist erst seit kurzem als Foodfotografin tätig und eigentlich eher auf Porträt-, Mode und Reise-Fotografie spezialisiert, was man ihren Food-Fotos ehrlich gesagt auch anmerkt. Die Fotos sind aus meiner Sicht der einzige Schwachpunkt in diesem ansonsten rundum gelungenen Kochbuch. Sie sind kein Totalausfall, aber auf mindestens 80% der Foodblogs, die ich gerne lese, sind die Fotos optisch ansprechender als im Buch, was das Anrichten, die Wahl des Geschirrs und der Untergründe, die Belichtung und die Farbintensität angeht. Das ist ein bisschen schade, denn die Rezepte hätten definitiv Fotos von höchster Qualität verdient!

Rezepte: 5/5

"Immer schon vegan" ist analog zu "Deutschland / Österreich/ Italien vegetarisch" in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter und eine "Jederzeit" aufgeteilt. Wie der Untertitel "Traditionelle Rezepte aus aller Welt" schon sagt, stammen die insgesamt 70 Rezepte aus 20 verschiedenen Länderküchen und bieten einen guten Mix aus Eintöpfen, Nudelgerichten, Salaten, Suppen, Currys, herzhaften und süßen Gerichten. Sehr viele Rezepte treffen meinen persönlichen Geschmack und die hohe Anzahl der Merkzettel spricht für sich! Die saisonale Einteilung erleichtert es außerdem, passende Rezepte auszuwählen. Und ich freue mich schon auf die Frühlings- und Sommerrezepte, wie z.B. die Wildkräuterpastete oder die Sommerrollen mit Erdnussdip!

Nachkochbarkeit: 5/5

Wie man es von Katha kennt, sind die Rezeptbeschreibungen präzise, leicht verständlich und das Nachkochen ist damit absolut gelingsicher. Alle Zutaten lassen sich im gut sortierten Supermarkt beschaffen und es sind keine übermäßig exotischen Zutaten notwendig.

Kaufempfehlung: 5/5

"Immer schon vegan" ist mein erstes und bisher einziges veganes Kochbuch, daher beurteile ich es nicht im Vergleich zu anderen veganen Kochbüchern, sondern im Vergleich zu meinen Omnivoren- oder vegetarischen Kochbüchern. Die 25 Euro für das Kochbuch sind meiner Meinung nach bestens investiert, denn dafür erhält man 70 gelingsichere Rezepte, die zwar traditionell sind, aber so noch nicht in jedem zweiten Buch zu finden sind, und mit denen die vegane Küche richtig Spaß macht! Ich vergebe die Höchstpunktzahl und spreche eine klare Kaufempfehlung für Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt* aus!



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The Italian Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto

The Italian Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto

Nach dem selbst gebackenen Toastbrot kommt heute das zweite Rezept aus dem wunderbaren Kochbuch "Auf die Hand" von Stevan Paul für euch. Dieses Mal war es Zeit für selbstgemachte Burger - und der "The Italian Burger" mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto hat meinen Geschmack voll getroffen.

"The Italian" Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto

Salsiccia, die würzige italienische Fenchel-Bratwurst mag ich sehr, sehr gerne, und deswegen bin ich auch beim Schmökern in Auf die Hand* gleich auf den Burger aus Salsiccia-Brät angesprungen. Und als es beim italienischen Stand auf dem Wochenmarkt in Ettlingen neulich mal wieder frische Salsicce gab, habe ich 300g davon mitgenommen und den italienischen Burger zubereitet. Zum würzigen Pattie kommen noch knackiger Rucola und frische Tomate, kombiniert mit würzigem, selbst gemachtem Tomatenpesto.


Rezept: "The Italian" Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 Ciabatta-Brötchen
3 Salsiccia (insgesamt ca. 300g)
2 EL Olivenöl
eine Handvoll Rucola
1 Tomate
Salz, Pfeffer
Zucker
1/2 rote Zwiebel
5-6 Oliven mit Stein
Für das Tomatenpesto:
20g getrocknete Soft-Tomaten
1 EL Pinienkerne
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
15g frisch geriebener Parmesan
Salz

Zubereitung:
Als erstes das Tomatenpesto zubereiten. Dafür die getrockneten Tomaten 1 Minute in kochendem Wasser kochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und die Tomaten noch weitere 20 Minuten ziehen lassen.

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rundherum goldbraun rösten. Knoblauch schälen und grob hacken. Die Tomaten in ein Sieb abgießen, auf Küchenpapier trocknen.

Tomaten, Pinienkerne und Knoblauch in ein hohes Gefäß geben, langsam Olivenöl einfließen lassen und alles mit dem Stabmixer zu einer noch etwas groben Masse pürieren. Dann den fein geriebenen Parmesan unterrühren und das Tomatenpesto mit Pfeffer und wenig Salz würzen.

Für den Italian-Burger das Brät aus den Würsten drücken und daraus 2 längliche Burger-Patties formen. Rucola waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Tomate waschen, in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Oliven halbieren, den Stein entfernen.

Den Backofen auf 50 Grad Ober-/Unterhitze erhitzen. Brötchen aufschneiden und im warmen Ofen erwärmen.

2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Burger-Patties darin von beiden Seiten jeweils 3 Minuten braten.

Die Brötchen auf der unteren Hälfte mit je 1 TL Tomatenpesto bestreichen. Burger-Patties darauf legen, dann mit Rucola, Tomatenscheiben und Zwiebelringen belegen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit den Oliven zusammen servieren.

Übriges Tomatenpesto kann man prima für das nächste schnelle Pastagericht verwenden!

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