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Honig-Erdnuss-Eis mit Schokoladenstückchen

Honig-Erdnuss-Eis mit Schokoladenstückchen

Vor kurzem habe ich euch mein Lieblings-Eisbuch, "Das beste Eis der Welt" von Jeni Britton Bauer, in einer ausführlichen Rezension vorgestellt. In den Kommentaren hat mir die liebe Lena von Coconut & Vanilla daraufhin wärmstens das Honig-Erdnuss-Eis mit Schokoladenstückchen aus diesem Buch empfohlen. Zitat: "Das Karamelleis mit Fleur de Sel liebe ich abgöttisch, mein Favorit ist aber das Erdnussbuttereis mit Schokolade! Boah, da könnte ich mich reinlegen!" Selbstverständlich habe ich da nicht lange gefackelt und das Erdnuss-Eis schnellstmöglich ausprobiert. Wie nach dieser Empfehlung zu erwarten, ist das Eis ein echter Knaller: cremig, buttrig weich, sehr erdnussig, leicht salzig, und durch die Schokoladenstückchen schön crunchy. Sehr, sehr lecker! Aber meinen bisherigen Favoriten, das Karamelleis mit Fleur de Sel, konnte es doch nicht ganz vom Thron stoßen. Nachmachen solltet ihr es natürlich trotzdem! 

Honig-Erdnuss-Eis mit Schokoladenstückchen


Rezept: Honig-Erdnuss-Eis mit Schokoladenstückchen
(ergibt 1 Liter Eis)

Zutaten:
450ml Vollmilch
1 EL + 1 TL Speisestärke
40g Frischkäse (Zimmertemperatur)
180g gesalzene Erdnussbutter
300g Sahne
150g Zucker
2 EL Läuterzucker (oder Glukosesirup)
2 EL Honig
100g Schokolade (70% Kakaoanteil)

Zubereitung:
2 EL von der Milch mit der Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Den Frischkäse mit der Erdnussbutter in einer größeren Schüssel verrühren.

Die restliche Milch mit der Sahne, dem Zucker, dem Läuterzucker und dem Honig in einen großen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze aufkochen. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen. Die Stärkemischung unterrühren, den Topf wieder auf den Herd stellen, alles erneut aufkochen und 1-2 Minuten unter Rühren kochen lassen, bis die Mischung andickt. Dann den Topf vom Herd nehmen.

Milch-Sahne-Mischung zur Erdnussbutter und dem Frischkäse in die Schüssel geben, glatt rühren. Eiscrememasse in eine Schüssel mit Deckel umfüllen, in den Kühlschrank stellen und am besten über Nacht abkühlen lassen.

Am nächsten Tag die Eiscrememasse in die Eismaschine füllen und in ca. 40 Minuten cremig gefrieren lassen. In der Zwischenzeit die Schokolade grob hacken, dann über dem Wasserbad schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen, sie sollte aber noch flüssig sein. Geschmolzene Schokolade 2-3 Minuten vor Ende der Eis-Gefrierzeit langsam in die Eiscreme träufeln und die Eismaschine weiterlaufen lassen, bis die Schokolade fest geworden und in kleine Stücke zerbrochen ist.

Fertige Eiscrememasse in einen tiefkühlgeeigneten Behälter mit Deckel umfüllen. Ein Stück Pergamentpapier (oder Backpapier) auf die Eis-Oberfläche legen, dann den Behälter mit dem Deckel verschließen. Im Tiefkühler mindestens 4 Stunden nachgefrieren lassen.

Honig-Erdnuss-Eis ca. 10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Tiefkühler nehmen, damit es sich leichter portionieren lässt.

Honig-Erdnuss-Eis mit Schokoladenstücken

Schneller Kürbis-Gratin mit Schafskäse

Schneller Kürbis-Gratin mit Schafskäse

Heute gibt´s mal wieder was aus der Kategorie "Nicht sehr fotogen, aber wahnsinnig lecker"! Der Kürbis-Gratin mit Schafskäse nach einem Rezept aus der Zeitschrift Deli (online hier zu finden) überzeugt durch seinen Geschmack, weniger durch die Optik. Und ratzfatz zubereitet ist der Kürbis-Gratin auch noch - und damit ein perfekter Stimmungsaufheller für düstere Herbstabende, an denen der Regen ans Fenster klatscht. Der wärmt nicht nur den Bauch, sondern auch das Herz!

Kürbis-Gratin mit Schafskäse

Rezept: Kürbis-Gratin mit Schafskäse
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1/2 Butternut-Kürbis
1 EL Olivenöl
100ml Schlagsahne
100g Crème fraiche
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
frisch geriebener Muskat
Zucker
3 Stängel glatte Petersilie
100g Schafskäse

Zubereitung:
Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine feuerfeste Auflaufform mit dem Olivenöl einpinseln.

Sahne und Crème fraiche mit dem Lorbeerblatt in einen Topf geben, aufkochen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Dann mit Salz, Pfeffer, frisch geriebenem Muskat und einer Prise Zucker würzen. Vom Herd nehmen.

Kürbis halbieren, mit einem Esslöffel die Kerne herausschaben. Kürbis schälen und erst in 3cm dicke Spalten, dann quer in 3 cm dicke Stücke schneiden. Kürbisstücke in die Auflaufform geben.

Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilie fein hacken, dann zur Sahnemischung in den Topf geben. Sahnemischung über die Kürbisstücke gießen. Schafskäse darüber bröckeln und den Kürbis-Gratin im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten goldbraun backen.

Pasta mit Kichererbsen, Kirschtomaten, Babyspinat und gebratenen Auberginen

Pasta mit Kichererbsen, Kirschtomaten, Babyspinat und gebratenen Auberginen

Bevor ich mich jetzt völlig den herbstlichen Obst- und Gemüsesorten widme, möchte ich euch noch mein letztes Spätsommergericht zeigen, das ich schon vor einiger Zeit gekocht habe und das sowohl mir als auch meinem Mann sehr gut geschmeckt hat, nämlich diese Pasta mit Kichererbsen, Kirschtomaten, Babyspinat und gebratenen Auberginen nach einem Rezept von "Essen & trinken" (mal wieder). Also, wenn ihr noch aromatische Kirschtomaten und Auberginen auf dem Markt bekommt, nichts wie ran an dieses Rezept!

Pasta mit Kichererbsen, Kirschtomaten, Babyspinat und gebratenen Auberginen

Rezept: Pasta mit Kichererbsen, Kirschtomaten, Babyspinat und gebratenen Auberginen
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
75 g Baby-Spinat
1 Dose Kichererbsen (280 g)
eine Handvoll Kirschtomaten
2 Stängel Minze
2 Stängel glatte Petersilie
1/2 Tl Kreuzkümmelsaat
1 EL gemahlene Walnusskerne
1 kleine Aubergine
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 TL Honig
100 ml Gemüsebrühe
250g Penne oder andere kurze Nudeln
1 getrocknete Chilischote
50g Parmesan am Stück

Zubereitung:
Knoblauch und Zwiebel schälen und fein würfeln. Spinat waschen, trocken schleudern und verlesen. Die Kichererbsen in ein Sieb abgießen, mit klarem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Tomaten waschen und halbieren. Minze und Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stängeln zupfen und grob hacken.

Kreuzkümmel in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis er duftet. Dann in einen Mörser geben und zerstoßen. 

Aubergine waschen, putzen und in 1-2 cm große Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginenwürfel darin bei starker Hitze rundherum goldbraun braten. Auberginenwürfel salzen und aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen,

In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Kirschtomaten zugeben, 5 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Gemüsebrühe, Honig, Auberginenwürfel und die abgetropften Kichererbsen zugeben. Alles einmal aufkochen, mit Salz, Pfeffer und zerstoßenem Kreuzkümmel würzen. Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 8-10 Minuten einkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Penne in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. 150ml Nudelwasser abschöpfen, dann die Nudeln in ein Sieb abgießen und die Nudeln zum Gemüse in den Topf geben, eventuell noch das abgeschöpfte Nudelwasser zugeben, falls es zu trocken ist. Spinat zugeben, 1 Minute mitköcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pasta portionsweise in tiefe Teller füllen.

Chilischote zerkrümeln und mit den gehackten Kräutern und den gemahlenen Walnusskernen über die Pasta geben. Nach Belieben noch Parmesanspäne über die Nudeln geben und sofort servieren.

"Das beste Eis der Welt" von Jeni Britton Bauer [Rezension]

"Das beste Eis der Welt" von Jeni Britton Bauer [Rezension]

Jaja, ich weiß, ich weiß! Erst läute ich die Kürbis-Saison ein und schwärme vom Herbst, und dann komme ich mit einer Rezension für ein Eis-Buch ums Eck. Aber erstens brauchen manche Dinge eben etwas länger, zweitens geht Eis immer - nicht nur im Sommer - und drittens könnt ihr "Das beste Eis der Welt" dann einfach schon mal auf euren Weihnachtswunschzettel packen! Dieses Buch ist nämlich mein liebstes Buch für Eisrezepte, soviel kann ich euch schon mal verraten.

"Das beste Eis der Welt" Von Jeni Britton Bauer


Das beste Eis der Welt* von Jeni Britton Bauer habe ich bereits letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen und es seitdem sehr häufig in der Hand gehabt und viele Rezepte daraus ausprobiert. Eis selbst machen geht nämlich mit einer Eismaschine (ich habe eine Unold 48806 Cortina mit Volumen für 1.5 Liter Eiscreme*) so einfach und schnell, dass ich überhaupt kein Eis mehr im Supermarkt kaufe! Und bei 120 Rezepten allein in "Das beste Eis der Welt" wird es so schnell nicht langweilig, denn von Klassikern wie Schokoladeneis bis hin zu ausgefallenen Sorten wie z.B. Sellerie-Eiscreme mit Ingwer und Rumrosinen ist für jeden Geschmack was dabei. Aber jetzt erst mal zu den Rezepten, die ich aus diesem wunderbaren Buch bereits ausprobiert habe.

Zuletzt habe ich das dunkles Schokoladeneis daraus gemacht, das durch die Zugabe von Kaffee im Schokoladensirup eine ganz tolle zart-bittere Note enthält, die mir sehr gut schmeckt.


Im Frühjahr habe ich einige Stangen wunderbar sauren Rhabarber in Form von Rhabarber-Joghurt-Eis für den Sommer konserviert. Ein fruchtig-frisches Eis mit leicht saurer Rhabarbernote, das mir sehr gut geschmeckt hat!


Und meine mit weitem Abstand allerliebste Eis-Sorte, das Karamell-Eis mit Fleur de Sel stammt ebenfalls aus diesem Buch. Dieses Eis ist der absolute Oberhammer! Wunderbar schmelzig in der Konsistenz und unglaublich karamellig im Geschmack, durch das Fleur de Sel aber nicht zu süß... dieses Eis gibt es seitdem regelmäßig bei mir!


Bereits letzes Jahr habe ich außerdem noch Erdbeer-Buttermilch-Eis aus dem Buch nachgemacht. Gekauftes Erdbeereis finde ich immer schwierig, weil es meist pappsüß und künstlich schmeckt, aber dieses selbstgemachte Erdbeereis ist einfach nur fruchtig-frisch und sehr schön erdbeerig. Prima!


So, und jetzt geht es ins Detail, wie bewerte ich Das beste Eis der Welt* in den einzelnen Kategorien? 0 Punkte ist dabei die schlechteste, 5 die beste Bewertung.


Aufmachung/Design: 3.5/5
Die Aufmachung und das Layout des kleinen, fast quadratischen Büchleins mit 144 Seiten und 120 Rezepten ist eher schlicht. Viel Text, meist nimmt ein Eisrezept nur eine Seite ein und auf dieser Seite finden sich sowohl die Zutaten, die Zubereitungsanleitung als auch ein kleines Foto der fertigen Eiscreme. Das wirkt etwas nüchtern, aber nicht abschreckend.


Fotos: 3/5
Die Fotos sind meist recht kleinformatig. Meist wird eine Kugel der fertigen Eiscreme auf einem Esslöffel hochkant fotografiert direkt neben dem jeweiligen Rezept abgebildet und es gibt nur wenige ganzseitige Stimmungsfotos. Dabei geben die kleinen Fotos, die überwiegend von Stacy Newgent geschossen wurden, einen guten Eindruck der Eiscreme wieder und sind durchaus ansprechend. Der Fokus liegt aber ganz klar auf den Rezepten und Texten, Fotos sind eher eine notwendige Randerscheinung in diesem Buch. Daher gebe ich auch nur 3 von 5 Punkten.


Rezepte: 5/5 
Volle Punktzahl bekommt "Das beste Eis der Welt" von mir für die Rezepte. Gegliedert ist das Buch in die Kapitel "Grundarbeitsschritte", "Zutaten & Ausrüstung", "Kunst der Eisherstellung", "Grundrezepte" wie geröstete Nüsse und Trockenfrüchte, Saucen und selbstgemachte Eiswaffeln, sowie in Eiscreme-Rezepte für die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Im Kapitel "Frühjahr" finden sich Rezepte z.B. für ein frisches Zitronen-Joghurteis oder ein Rhabarberkuchen-Eisdessert. Im Sommer wird es etwas ausgefallener mit Rezepten für eine Kaffee-Starkbier-Eiscreme, ein Eis mit süßem Basilikum und Pinienkernen und erfrischend mit einem Wassermelonen-Limonaden-Sorbet. Der Herbst ist etwas nuss-lastig, so finden sich in diesem Kapitel Eissorten wie eine Krokant-Eiscreme oder ein Eis mit Ahornsirup und Nüssen, aber auch eine beschwipste Cognac-Eiscreme oder das dunkle Schokoladeneis, das ich schon ausprobiert habe. Für den Winter hält Jeni Britton Bauer dann eine Kaffee-Eiscreme, Walnuss-Eis oder ein Anti-Grippe-Sorbet parat. Eine tolle Auswahl von Klassikern bis hin zu abgefahrenen (aber ebenso leckeren!) Kombinationen.


Nachkochbarkeit: 4.5/5
Bis jetzt ist mir jedes Eis nach der Anleitung in "Das beste Eis der Welt" sehr gut gelungen. Die Zutaten sind in jedem Supermarkt erhältlich. Alle Eisrezepte sind ohne Ei (mag ich nicht so gerne in der Eiscreme). In fast allen Rezepten wird Glukosesirup verwendet - leider enthält das Buch kein Rezept dafür, wie man Glukosesirup (oder ersatzweise Läuterzucker) ganz einfach selbst herstellen kann, sondern nur eine Bezugsquelle im Internet. Hier habe ich aufgeschrieben, wie ich Läuterzucker ganz einfach selbst mache. Die dort angegebene Menge Läuterzucker reicht für viele, viele Eiscremes und ist quasi ewig haltbar! Doch zurück zum Buch. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und die einzelnen Zubereitungsschritte sind sehr gut erklärt. Meist empfiehlt Jeni Britton Bauer, die Eiscrememasse vor dem Einfüllen in die Eismaschine in einer Schüssel mit Eiswürfeln abzukühlen. Das mache ich nie, ich stelle die Eiscrememasse lieber eine Nacht in den Kühlschrank. Das dauert dann zwar länger, ich finde es aber unkomplizierter. Ansonsten halte ich mich aber immer an die Zubereitungsanleitung und habe damit bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht.

Kaufempfehlung: 4.5/5 
Kommen wir zur Gesamtwertung! Kleine Abzüge gibt es in der "B-Note" für das nüchterne Layout und die kleinformatigen Fotos. In der "A-Note", also inhaltlich, überzeugt das Buch dagegen voll und ganz und hat sich damit den Status" Lieblings-Eisbuch" bei mir gesichert! Der Preis von 19,90 Euro für 144 Seiten mit 120 tollen Rezepten ist auch absolut angemessen. Alles in allem also eine ganz klare Kaufempfehlung für "Das beste Eis der Welt"! 

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision bekomme, wenn ihr über diese Verlinkung etwas bei Amazon bestellt. Für euch ändert sich am Preis des Produkts dadurch nichts.  

Spaghetti mit Kürbis-Carbonara

Spaghetti mit Kürbis-Carbonara

So schön der Sommer war, so usselig zeigt sich aktuell der Herbst, buhu! Offensichtlich bekommen wir jetzt den Regen ab, den wir im Sommer nicht hatten. Gefällt mir nicht! Dabei mag ich den Herbst eigentlich. Schließlich gibt es wieder Kürbis! Das erste neue Kürbis-Rezept habe ich vor kurzem mit dem Kürbis-Flammkuchen ja auch schon auf dem Blog gezeigt - heute kommt auch schon das nächste! 

Das Rezept für die Spaghetti mit Kürbis-Carbonara habe ich auf der Webseite von "Essen & trinken" gefunden und es erfüllt alle meine Wünsche an Herbst-Soulfood: schnell zubereitet, leicht süßlicher Kürbis in sahnigweicher Sauce, dazu knusprige Speckwürfel, glücklichmachende Pasta und eine schöne Würze durch frischen Majoran von meinem Balkon-Kräutergärtchen... das lässt mich dann sogar über den aktuellen Dauerregen hinwegsehen!

Spaghetti mit Kürbis-Carbonara

Rezept: Spaghetti mit Kürbis-Carbonara
(für 2 Portionen)

Zutaten:
100g Speckwürfel
1 Gemüsezwiebel
300g Hokkaido-Kürbis (bei mir: 1/2 kleiner Kürbis)
100ml Schlagsahne
50ml Milch
2 Eier (Größe M)
Salz, Pfeffer
3 Stängel frischer Majoran (oder 1,5 TL getrockneter Majoran)
1 EL Zitronensaft
250g Spaghetti

Zubereitung:
Zwiebel schälen und fein würfeln. Kürbis waschen, halbieren, mit einem Esslöffel die Kerne entfernen und den Kürbis ungeschält in 1cm große Würfel schneiden. Majoran waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Einige Blätter für die Garnitur am Ende beiseite legen, Rest fein hacken.

Schlagsahne mit Milch und Eiern verquirlen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und dem fein gehackten Majoran würzen.

Speckwürfel in einer beschichteten Pfanne ohne Fett 2-3 Minuten knusprig anbraten, dann die Zwiebelwürfel zugeben und glasig andünsten. Kürbiswürfel zugeben und in 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren braten, bis sie weich sind, aber noch nicht zerfallen. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit Spaghetti in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und zu den Kürbiswürfeln in die Pfanne geben. Alles gut miteinander vermischen, dann die Pfanne vom Herd nehmen und die Eiersahne in die Pfanne zu den Nudeln gießen. Eiersahne und Kürbis-Nudeln gut miteinander vermengen, mit dem Zitronensaft abschmecken. Kürbis-Carbonara portionsweise in tiefe Teller füllen, mit den beiseite gelegten Majoranblättchen garnieren und sofort servieren.

Zoodles (Zucchini-"Nudeln") mit gebratenem Speck, eingelegten Tomaten und Tomatenpesto

Zoodles (Zucchini-"Nudeln") mit gebratenem Speck, eingelegten Tomaten und Tomatenpesto

Ich bin ja immer wieder fasziniert, wie manche Rezepte oder Hypes durch die gesamte Blogosphäre wabern. Ich meine damit Phänomene wie die One Pot Pasta, die Pizza mit Blumenkohlboden und: Zoodles. Zoodles sind Zucchini-"Nudeln", also mit dem Julienne-oder Spiralschneider geschnittene lange Zucchinistreifen, und bei Low Carb Fans als Nudelersatz sehr beliebt. Manche behaupten sogar, Zoodles würden wie Nudeln schmecken. Wie bitte? Also: Ich als großer Pasta-Fan (Team "Kohlenhydrate machen glücklich!") habe es ausprobiert und fand die Zoodles mit gebratenem Speck, eingelegten Tomaten und rotem Pesto richtig lecker.Ein tolles Gemüsegericht, schnell zubereitet und ideal für die leckere Zucchini-Verarbeitung während der Zucchini-Schwemme. Aber natürlich nicht vergleichbar mit einem Teller wahrhaft glücklich machender Pasta! Davon lasse ich mich nicht abbringen. Die Zoodles darf es trotzdem künftig gerne öfter geben!

Zoodles mit gebratenem Speck, eingelegten Tomaten und Tomatenpesto


Rezept: Zoodles (Zucchini-"Nudeln") mit gebratenem Speck, eingelegten Tomaten und Tomatenpesto
(für 1 Portion)

Zutaten:
1 mittelgroße Zucchini
50g Speckwürfel
1 Schalotte
50g in Öl eingelegte Tomaten
2 EL Tomatenpesto
Salz, Pfeffer
Nach Belieben: frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Zucchini waschen, putzen und mit einem Julienneschneider oder einem Spiralschneider in lange, dünne "Nudeln" schneiden. Schalotte schälen und fein würfeln. Tomaten aus dem Öl nehmen, abtropfen lassen und in dünne Streifen schneiden.

Speckwürfel in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anbraten, dann die Schalotte und die Tomatenstreifen zugeben und alles mit den Speckwürfeln zusammen dünsten. Der Speck gibt so viel Fett ab, dass zusätzliches Öl o.ä. nicht nötig ist.

Dann die Zoodles und das Tomatenpesto mit in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten rundherum anbraten. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Zoodles mit Speck, Tomaten und Pesto in einen tiefen Teller füllen, frisch geriebenen Parmesan darüber geben und sofort servieren.

Schneller Käsekuchen ohne Boden

Schneller Käsekuchen ohne Boden

Letzte Woche habe ich mal wieder einen Kuchen gebacken. Ich wollte einen Kuchen backen, der schnell und einfach zuzubereiten ist und auch noch möglichst vielen Leuten schmeckt. Nach einigem Schmökern in meinen Backbüchern habe ich mich für einen schnellen Käsekuchen ohne Boden entschieden. Das Rezept stammt aus Mara´s Sweet Goodies*, dem ersten Backbuch meiner lieben Bloggerfreundin Mara Hörner, die auf Life is full of goodies bloggt. Das Buch besitze ich schon seit März und habe schon oft darin geblättert, bin bisher aber schlicht und einfach noch nicht dazu gekommen, etwas daraus auszuprobieren. Das habe ich jetzt endlich nachgeholt und wie ich es erwartet habe, war Maras Käsekuchen-Rezept sowohl einfach und gelingsicher als auch geschmacklich top! Sehr schön.

Schneller Käsekuchen ohne Boden


Rezept: Schneller Käsekuchen ohne Boden
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

Zutaten:
1 kg Magerquark
6 Eier
250g Butter + etwas mehr zum Fetten der Form
200g Zucker
2 EL Vanillezucker
100g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver 
50g gehobelte Mandeln

Zubereitung:
250g Butter in einem kleinen Topf bei geringer Hitze zerlassen.

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Butter einfetten.

Quark mit den Eiern in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts verquirlen. Zucker und Vanillezucker und die flüssige Butter unterrühren. Mehl mit dem Backpulver vermischen und durch ein Sieb zum Quark in die Schüssel geben. Mit dem Handrührgerät verquirlen. 

Quarkmasse in die gefettete Springform geben, glatt streichen. Mandelblättchen gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und den Kuchen im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen.

Käsekuchen im ausgeschalteten, geschlossenen Backofen langsam abkühlen lassen, damit er nicht so stark zusammenfällt.

Kuchen am besten über Nacht komplett auskühlen lassen, bevor er angeschnitten und serviert wird.

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Kürbis-Flammkuchen mit Speck und Ziegenfrischkäse

Kürbis-Flammkuchen mit Speck und Ziegenfrischkäse

Diese Woche habe ich die Kürbis-Saison eröffnet. So langsam freunde ich mich damit an, dass der Sommer vorbei ist. Die kalte, klare Luft morgens tut sogar richtig gut und solange der Herbst uns weiterhin mit blauem Himmel und Sonnenschein verwöhnt, mag ich ihn richtig gern und freue mich drauf, auch dieses Jahr wieder viele neue Kürbis-Rezepte auszuprobieren! Den Anfang macht ein Kürbis-Flammkuchen mit Speck und Ziegenfrischkäse. Die Kombination habe ich auf einem Foto in einer Kochzeitschrift gesehen, weiß aber nicht mehr wo! Aber ich habe ja sowieso mein bewährtes Rezept für gelingsicheren selbstgemachten Flammkuchenteig ohne Hefe - damit ließ sich dieser herbstliche Flammkuchen wunderbar umsetzen.

Kürbis-Flammkuchen mit Speck und Ziegenfrischkäse

Rezept: Kürbis-Flammkuchen mit Speck und Ziegenfrischkäse
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
1/4 Butternut-Kürbis
100g Crème fraiche
Salz, Pfeffer
50g Speckwürfel
2 Stängel Zitronenthymian
75g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig erst mit einem Holzkochlöffel, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Kürbis vierteln, Kerngehäuse mit einem Esslöffel entfernen. Kürbis schälen und in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Flammkuchenteig mit einem Nudelholz sehr dünn und möglichst oval auswellen.

Teigboden mit Crème fraiche bestreichen. Kürbisscheiben gleichmäßig darauf verteilen, alles mit Salz und Pfeffer würzen. Speckwürfel auf dem Kürbis-Flammkuchen verteilen. 

Flammkuchen im heißen Backofen direkt auf dem Pizzastein in ca. 12-15 Minuten knusprig backen.

In der Zwischenzeit den Zitronenthymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln abstreifen.

Fertig gebackenen Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, mit den Thymianblättchen bestreuen. Ziegenfrischkäse mit einem Teelöffel auf dem Flammkuchen verteilen und den Kürbis-Flammkuchen sofort servieren.

Pulled Beef mit Kartoffelwaffeln und Karotten-Kichererbsen-Salat

Pulled Beef mit Kartoffelwaffeln und Karotten-Kichererbsen-Salat

Ich hatte euch ja schon von der AEG Taste Academy zum Thema "From Nose to tail" berichtet und darin auch eine "Hausaufgabe" erwähnt. Denn Anfang August habe ich Post bekommen. Gut verpackt und gekühlt erreichten mich 2,5kg Inside Skirt (Saumfleisch) vom Wagyu Beef - zusammen mit der Aufgabe "Mach was draus!". 

Eine kurze Rezeptrecherche bei Google ergab, dass es zum einen recht wenige Rezepte für dieses Stück Fleisch gibt und andererseits bei den meisten Rezepten das Fleisch für mehrere Stunden mariniert und dann nur kurz gegrillt und rosa gegart serviert wird. Ich hatte aber eine andere Idee: Da das Fleisch recht stark von Fett durchwachsen ist, wollte ich es als Pulled Beef im Backofen schmoren und zerrupfen. Als Beilage habe ich mich für Kartoffelwaffeln und einen Karotten-Kichererbsen-Salat entschieden.

Pulled Beef mit Kartoffelwaffeln und Karotten-Kichererbsen-Salat


Das Pulled Beef habe ich nach der gleichen Methode wie das Pulled Pork im Backofen zubereitet. Für den Dry Rub wollte ich dieses Mal etwas leicht orientalisch angehauchtes und habe dafür ein orientalisches Dry Rub Marinadenrezept von Jens´ Blog "Rohstoffverarbeitender Betrieb" verwendet, bei dem ich die Mengen für meine Fleischportion vervierfacht habe.

Rezept: Pulled Beef 
(für ca. 8 Portionen)

Zutaten:
2,5kg Inside Skirt (Saumfleisch)
Für den Rub:
4 TL Paprika edelsüß
8 TL brauner Rohrzucker
6 TL Oregano (frisch)
4 TL Rosmarin (frisch)
2 TL Salz
2 TL Ras-el-Hanut
2 TL Kreuzkümmel
2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Außerdem:
300 ml Apfelsaft
1,5 EL Rohrohrzucker

Zubereitung:
Am Vortag das Fleisch marinieren. Dazu Oregano und Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Kräuter fein hacken und alle Gewürze miteinander vermischen. Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und großzügig rundherum mit dem Rub einreiben. Fleisch über Nacht abgedeckt in der Marinade kalt stellen.

Am nächsten Tag je nach Gewicht des Fleisches ca.5-6 Stunden, bevor das Essen serviert werden soll, mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. 

Den Backofen auf 120 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einen großen Bräter geben. Apfelsaft mit 300ml Wasser und dem Zucker vermischen. Umrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat, und gut 3/4 der Flüssigkeit zum Fleisch in den Bräter geben. Bräter auf der untersten Schiene in den heißen Backofen stellen und nun 5 Stunden schmoren lassen. Zwischendurch immer wieder nach dem Fleisch schauen und etwas Flüssigkeit nachgießen, so dass immer der gleiche Flüssigkeitspegel wie am Anfang im Topf ist.
Nach ca. 5 Stunden (oder auch zwischendurch mal) die Fleisch-Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer prüfen. Wenn sie 85 Grad beträgt, ist das Fleisch gar. Dann das Fleisch aus dem Bräter nehmen und die Flüssigkeit aus dem Bräter in einen Kochtopf umfüllen. Das Fleisch in den Bräter zurück geben und im ausgeschalteten Backofen mit geschlossenem Deckel mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Derweil die Schmorflüssigkeit offen bei starker Hitze um mindestens die Hälfte einreduzieren lassen, bis sie dickflüssig und glänzend ist.

Das Fleisch nach der Ruhezeit mit zwei Gabeln auseinander zupfen. Mit der einreduzierten Sauce übergießen und vermischen.


Das Rezept für den Karotten-Kichererbsen-Salat habe ich in der August/September-Ausgabe der Zeitschrift "So is(s)t Italien" gefunden.

Rezept: Karotten-Kichererbsen-Salat
(für 4 Portionen als Beilage)

Zutaten:
800g Karotten
1 rote Zwiebel
1 roter Peperoncino
7 EL Olivenöl
1 TL Honig
200ml Gemüsebrühe
1 Dose Kichererbsen (400g)
1 Bio-Zitrone
1 Handvoll Rucola
1 EL Haselnusskerne
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Karotten putzen, schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Peperoncino waschen, putzen, längs aufschlitzen, Kerne und Scheidewände entfernen. In dünne Ringe schneiden. 

In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Karotten, Zwiebeln und Peperoncino darin andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. Honig darüber träufeln, Gemüse kurz darin schwenken. Dann die Gemüsebrühe zugießen und alles abgedeckt bei mittlerer Hitze 5 Minuten dünsten. 

In der Zwischenzeit die Kichererbsen in ein Sieb abgießen und unter fließendem Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Kichererbsen zu den Karotten in die Pfanne geben und alles offen weitere 3 Minuten köcheln lassen. 

Zitrone heiß abwaschen, trocknen und die Hälfte der Zitronenschale fein abreiben. Zitrone halbieren und auspressen. 3 EL Zitronensaft mit Salz und Pfeffer würzen und mit 6 EL Olivenöl vermischen. Rucola waschen, trocken schleudern, putzen und in mundgerechte Stücke zupfen. Haselnusskerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rundherum rösten, herausnehmen und grob hacken. 

Karotten-Kichererbsen-Gemüse noch warm zum Dressing in eine Schüssel geben, mit dem Rucola vermischen. Zitronenschalenabrieb und Haselnusskerne auf dem Salat verteilen.


Das Rezept für die Kartoffelwaffeln findet ihr unter der Pfälzer Bezeichnung "Grumbeerwaffele" in dem wunderbaren Kochbuch Deutschland vegetarisch* von Katharina Seiser und Stevan Paul. Dort werden dazu Sahnepfifferlinge serviert. Das kommt für mich als Pilzhasser natürlich nicht in Frage, aber die Kartoffelwaffeln gibt es bestimmt noch mal, denn sie sind wunderbar luftig und fluffig und geschmacklich top!

Rezept: Kartoffelwaffeln
(für 4-6 Portionen als Beilage)

Zutaten: 
150g mehlig kochende Kartoffeln
Salz, Pfeffer
2 Eier (Größe M)
30g Butter (zimmerwarm)
150ml Milch
100g Mehl Type 405
2 Stängel frischer Majoran
Muskatnuss
1 TL Sonnenblumenöl

Zubereitung:
Kartoffeln waschen und mit Schale in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken, Salz zugeben und aufkochen. Kartoffeln je nach Größe der Kartoffel in ca. 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen (mit einem Messer hineinstechen, um zu sehen, ob sie weichgekocht sind). Kartoffeln abgießen, längs halbieren und ausdampfen lassen. 

Die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen, beiseite stellen. In einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit der weichen Butter mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. 

Kartoffeln schälen und mit einem Kartoffelstampfer oder einer Kartoffelpresse zu Brei zerdrücken, dann zur Eigelb-Butter-Creme geben und unterrühren. Mit der Milch glatt rühren. Mehl darüber sieben und ebenfalls unterrühren.

Majoran waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Fein hacken. Majoranblättchen und Eischnee unter den Kartoffelteig heben und kräftig mit Salz, weißem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Waffelteig beiseite stellen und 15 Minuten quellen lassen.

Ein Waffeleisen mit wenig Sonnenblumenöl einpinseln und vorheizen. Für eine Waffel je 2 EL Kartoffelteig in das Waffeleisen geben und die Waffeln in ca. 4-5 Minuten goldbraun backen. Waffeln auf dem Gitterrost im Backofen bei ca. 80 Grad warmhalten, bis sie serviert werden.

Fazit
Geschmacklich war das Pulled Beef sehr gut. Allerdings bin ich mittlerweile davon überzeugt, dass die Fleischqualitäten tatsächlich bei einer anderen Zubereitungsart besser rauskommen und würde das Inside Skirt nächstes Mal auch nur kurz grillen oder braten und rosa gegart servieren. Als Pulled Beef war es trotz der langen Schmorzeit teilweise etwas zäh. Genial dazu waren die Kartoffelwaffeln und auch der Karotten-Kichererbsen-Salat hat gut gepasst.

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Das Fleisch für die "Hausaufgabe" zur AEG Taste Academy stammt von OTTO Gourmet und wurde mir von AEG kostenlos zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Scharfe Pasta mit Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkern-Butter

Scharfe Pasta mit Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkern-Butter

Diese Woche habe ich endlich - nachdem es schon ein halbes Jahr bei mir zu Hause liegt - das erste Rezept aus "Reisehunger", dem neuesten Buch von Nicole Stich, nachgekocht. Ich habe mich für die scharfe Pasta mit Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkern-Butter entschieden. Dieses Rezept hat Nicky aus der Türkei, genauer aus Istanbul, mitgebracht. Für Pasta bin ich ja immer zu haben und ich wurde auch hier nicht enttäuscht: Die Kombination aus Nudeln, frischem Joghurt, scharf-würziger Hackfleischsauce und einem crunchigen Topping aus Minze und Pinienkernen schmeckt köstlich und hat mich voll überzeugt! Sagenhaft gut.

Scharfe Pasta mit Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkern-Butter

Rezept: Scharfe Pasta mit Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkern-Butter
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für die Minze-Pinienkern-Butter:
3 Stängel frische Minze
20g Pinienkerne
20g Butter
Für die Pasta:
300g Penne oder andere kurze Nudeln
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe
125g griechischer Joghurt (10% Fett)
1 Schalotte
1/2 rote Chilischote
1 EL Olivenöl
200g Rinderhackfleisch
1/2 TL Garam masala
1/2 TL Pul Biber (ersatzweise rosenscharfer Paprika)
1/4 TL gemahlener Zimt
1 TL Tomatenmark
Zucker

Zubereitung:
Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter fein hacken. Pinienkerne mit dem Mörser grob zerstoßen. Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Minze und die Pinienkerne darin rösten, bis die Kerne etwas Farbe angenommen haben. Dann die Minze-Pinienkern-Butter in eine kleine Schüssel umfüllen und beiseite stellen. Pfanne mit etwas Küchenpapier auswischen und für den nächsten Zubereitungsschritt noch mal verwenden.

Knoblauch schälen und fein hacken. Mit dem Joghurt verrühren. Schalotte schälen und fein würfeln. Chilischote waschen, längs halbieren, Kerne und Scheidewände entfernen. Chilischote fein hacken.

Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. 

Pfanne wieder auf en Herd stellen, Olivenöl darin erhitzen. Hackfleisch bei starker Hitze darin rundherum scharf anbraten, Dann Schalottenwürfel und Chili zugeben, mit anbraten. Garam masala, Pul Biber und Zimt ebenfalls zugeben und unterrühren, Hitze reduzieren und das Tomatenmark unterrühren. Für eine etwas sämigere Sauce noch ca. 100ml Nudelkochwasser zugeben, so dass sich der Bodensatz von der Pfanne löst. Sauce bei niedriger Hitze 3 Minuten köcheln lassen, dann mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und dann in den Topf zurückgeben. Knoblauchjoghurt zu den Nudeln in den Topf geben, alles gut miteinander vermengen. Pasta portionsweise in tiefe Teller verteilen, Hackfleischsauce darüber geben. Minze-Pinienkern-Butter esslöffelweise auf die Pasta geben, nach Belieben noch etwas Pul Biber darüber geben und sofort servieren.

Kochbuch "Reisehunger" von Nicole Stich

Reisehunger: Die besten Rezepte zwischen USA und Singapur* ist das mittlerweile vierte Kochbuch von Nicole Stich. Ich bin ein großer Fan von Nicky, ihrem Blog "Delicious Days" und ihren Kochbüchern. Auch "Reisehunger" trifft wieder meinen Geschmack und ich habe mir vorgenommen, in den nächsten Tagen noch einige Rezepte daraus auszuprobieren. Auf der Merkliste stehen unter anderem lauwarme Popovers, der Linsensalat "Saint Paul", der Flammkuchen mit Ziegenkäse und Birne, die Nuss-Tahini-Schnecken, Bulgursalat "Kisir"... ich werde natürlich berichten, wie die weiteren Rezepte aus diesem schönen Buch gelungen sind!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision bekomme, wenn ihr über diesen Link etwas bei Amazon bestellt. Für euch ändert sich am Preis des Produkts dadurch nichts.

Lachs-Flammkuchen mit Dill und Rucola

Lachs-Flammkuchen mit Dill und Rucola

Ich war von der Zeitschrift "Deli" bisher nur mäßig begeistert, weil die ersten Ausgaben im Jahr 2012 aus "aufgewärmten" Rezepten aus der "essen & trinken" bestanden und die wenigen neuen Rezepte gratis von Foodbloggern beigesteuert wurden. Trotzdem habe ich mir vor kurzem doch mal wieder die aktuelle Ausgabe der "Deli" gekauft und war positiv überrascht, wie viele Rezepte mich schon beim ersten Durchblättern angesprochen haben. Und beim Nachkochen haben mich die Minz-Pasta mit Ricotta, Oliven und Kapern und die schnelle Pasta mit Ricotta, Erbsen und Babyspinat auch überzeugt. Und heute kommt schon das dritte Rezept, das zumindest inspiriert ist von einem Deli-Rezept: Der Lachs-Flammkuchen mit Dill und Rucola ist im Original eine Pizza mit Babyspinat statt Rucola, aber auch mit meinen Abwandlungen fand ich diesen Flammkuchen deluxe super!

Lachs-Flammkuchen mit Dill und Rucola

Rezept: Lachs-Flammkuchen mit Dill und Rucola
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
100g Crème fraiche
4 Stängel Dill
Salz, Pfeffer
Zucker
1 Bio-Zitrone
2 EL Olivenöl
100g Lachsfilet (TK)
eine Handvoll Rucola

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig erst mit einem Holzkochlöffel, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Dill waschen, dicke Stiele entfernen. 3/4 des Dills fein hacken, Rest nur grob. Bio-Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und 2 TL Zitronenschale fein abreiben. Eine Zitronenhälfte auspressen. Crème fraiche mit dem fein gehackten Dill, 1 TL Zitronensaft und 1 TL Zitronenschalenabrieb glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Crème fraiche beiseite stellen. Lachsfilet abspülen, trocken tupfen und in ca 2cm dicke Streifen schneiden. 1 EL Zitronensaft mit dem Olivenöl und 1 TL Zitronenschalenabrieb in einer kleinen Schüssel vermischen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Lachswürfel zugeben, alles gut miteinander vermischen und kurz durchziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Flammkuchenteig mit einem Nudelholz sehr dünn und möglichst oval auswellen.

Flammkuchenteig mit der Dill-Crème fraiche gleichmäßig bestreichen. Lachs aus der Marinade nehmen und gleichmäßig auf dem Flammkuchen verteilen. Lachs-Flammkuchen auf einem gut bemehlten Pizzateigschieber in den heißen Backofen direkt auf den Pizzastein geben und in ca. 10-12 Minuten knusprig backen.

In der Zwischenzeit den Rucola waschen, verlesen, in mundgerechte Stücke zupfen und trocken schleudern.

Flammkuchen aus dem Backofen nehmen, mit dem restlichen Dill und dem Rucola bestreuen. Sofort servieren.