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Kochbuch-Jahresrückblick 2015: Welches Kochbuch war top, welches ein Flop?

Kochbuch-Jahresrückblick 2015: Welches Kochbuch war top, welches ein Flop?

Same procedure as every year! Nein, ich rede nicht von "Dinner for one" an Silvester (wobei das für mich schon seit meiner Kindheit Pflichtprogramm ist!), sondern vom alljährlichen knallharten Kochbuch-Jahresrückblick! Hier blicke ich schonungslos auf meine Kochbuch-Neuzugänge in diesem Jahr zurück und es zeigt sich, welche Kochbücher top waren und welche eher ein Flop.

Nach Jahren mit jeweils einer zweistelligen Zahl neuer Kochbücher haben 2015 erstmals weniger als 10 neue Kochbücher ein Zuhause in meinem Kochbuchregal bekommen - konkret waren es dieses Jahr nur 8 Neuzugänge, die ihr auf diesem Stapel seht.



Ich arbeite mich mal völlig ungeordnet durch den Stapel mit meiner Einordnung der neuen Kochbücher - Top oder Flop, viel daraus gekocht/gebacken (ja, es waren dieses Jahr nämlich auch gleich 2 Backbücher dabei!) oder eher im Regal verstaubt?

Daraus gekocht und gebloggt: Obwohl mir das bunte Buch mit vielen schönen Reise- und Essensfotos, immer wieder eingestreuten Reiseanekdoten und mundwässernden Rezepten wie lauwarme Popovers, Linsensalat "Saint Paul", Flammkuchen mit Ziegenkäse und Birne, Nuss-Tahini-Schnecken oder Bulgursalat "Kisir" beim mehrmaligen Durchblättern sehr gut gefallen hat, habe ich nicht mehr als ein Rezept daraus nachgekocht, nämlich die scharfe Pasta mit Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkern-Butter. Und das Rezept war ein echter Volltreffer - einfach in der Zubereitung und geschmacklich durch die Kombination von Hackfleisch, Knoblauchjoghurt und Minze-Pinienkernbutter ein Knaller.
Fazit: Ein Kochbuch, aus dem ich bisher viel zu wenig gekocht habe, und das noch viele Merkzettel zum Nachkochen enthält. Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte...!

Buchtitel: Auf die Hand - Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote* von Stevan Paul und Daniela Haug (Fotos)
Daraus gekocht und gebloggt: Aus "Auf die Hand" habe ich Anfang des Jahres recht viel gekocht und bis auf eines waren alle ausprobierten Rezepte top: "The Italian" Burger mit Salsiccia, Rucola und Tomatenpesto war ein mediterran angehauchter Burger ganz nach meinem Geschmack. Das selbst gebackene Toastbrot mit dem "Wunderteig" aus dem Buch war der Knaller und zählt zu den meistgelesenen Rezepten auf dem Blog 2015! Mit dem selbstgebackenen Toastbrot habe ich dann auch gleich noch die Lachs- und Gurkensandwiches aus dem Buch getestet - ebenfalls prima. Das einzige nicht 100% gelungene Rezept aus dem Buch war selbstgebackenes Naan-Brot mit Lammspießen und Paprikagemüse. Das lag aber nicht am Rezept, sondern am bei mir leider sehr zähen Lammfleisch (war wohl eher ein alter Hammel als ein Lamm....).
Fazit: Auch wenn mein Interesse an Streetfood im Laufe des Jahres etwas abgekühlt ist, dieses Buch ist spitze und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Deshalb hat es bei mir die volle Punktzahl (5 von 5 möglichen Punkten) in der Bewertung bekommen!
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Buchtitel: Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt* von Katharina Seiser
Daraus gekocht und gebloggt: Ich habe drei Rezepte aus dem Buch ausprobiert und alle drei waren gelingsicher in der Zubereitung, superlecker und kamen (wie alle Rezepte in diesem tollen Buch!) ohne Ersatzprodukte aus: Linsen mit Tagliatelle und karamellisierten Zwiebeln, ein nicht besonders fotogener, aber sehr leckerer Erdnusseintopf mit Süßkartoffeln und Babyspinat und Kohlfleckerl (Farfalle mit Spitzkohl).
Fazit: Ein rundum gelungenes veganes Kochbuch, das auch Nicht-Veganer überzeugt und das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Das werde ich sicherlich auch 2016 wieder in die Hand nehmen!
Zur Rezension

Buchtitel: Natürlich selbst gemacht - Süß, sauer, salzig - Hausgemachte Köstlichkeiten* von Ivy Manning
Daraus gekocht und gebloggt: Das Buch habe ich mir bestellt, da ich gerne so viel wie möglich selbst mache (z.B. Marmeladen, Senf, aromatisierte Essige & Öle, Gemüsebrühenpase oder -pulver etc.) und immer auf der Suche nach neuen Anregungen und Kochbüchern zum Thema bin. Tatsächlich ausprobiert aus diesem Buch habe ich dann aber nur den selbstgemachten Ricotta. Das Rezept hat nach der Anleitung im Buch super funktioniert und der Ricotta ist denkbar einfach selbst herzustellen! 
Fazit: Das Thema von "Natürlich selbst gemacht" ist ganz meins, aber so richtig rundum glücklich bin ich mit dem Buch nicht geworden, da der Fokus zwar auf dem Selbermachen liegt, aber nicht unbedingt auf langer Haltbarkeit. Viele Rezepte aus dem Buch sind nur 1 Woche im Kühlschrank oder maximal 2 bis 3 Monate haltbar, wie z.B. eingelegte Dillgurken, Dillbohnen oder eingelegtes Gemüse (3 Wochen haltbar im Kühlschrank), Orangenmarmelade mit normalem Haushaltszucker (statt Gelierzucker), die dann im Kühlschrank nur 1 Monat haltbar ist etc. Das gefällt mir nicht so gut, da dann alles recht schnell wieder aufgebraucht werden muss. Daher weiß ich nicht, ob ich 2016 tatsächlich noch so viel aus diesem Buch ausprobieren werde.





Und jetzt kommen wir zu den zwei Backbüchern, die 2015 meine noch recht übersichtliche Backbücher-Sammlung erweitert haben! Beide sind von Bloggern geschrieben worden: "Mara´s Sweet Goodies" von meiner lieben Bloggerfreundin Mara und "Backen mit dem Backbuben" von, na klar, dem Backbuben Markus.

Buchtitel: Mara´s Sweet Goodies* von Mara Hörner
Daraus gekocht und gebloggt: Aus dem zuckersüßen Buch habe ich bisher nur ein Rezept ausprobiert, nämlich den schnellen Käsekuchen ohne Boden. Der ist prima gelungen und kam bei den Kollegen, denen ich den Kuchen mitgebracht habe, sehr gut an. Ich weiß aber auch ohne Ausprobieren, dass die anderen Rezepte ebenso lecker und gelingsicher sind. Bei der Buch-Launch-Party Anfang des Jahres hat Mara nämlich mehrere Kuchen nach Rezepten aus ihrem Buch präsentiert und ich habe mich durch fast alle durchprobiert - super lecker! 
Fazit: Bei diesem Buch bin ich natürlich ziemlich voreingenommen, denn Mara ist durch den Karlsruher Bloggerstammtisch zu einer lieben Freundin geworden, bei der ich nicht nur zur Buch-Launch-Party, sondern im Dezember auch zur Hochzeit eingeladen war. Ich mag das Buch sehr sehr gerne, denn es ist 100% Mara und sehr authentisch - wenn ich die Texte zu den einzelnen Kapiteln lese, habe ich sofort Mara vor Augen und ihre Stimme im Ohr, denn genau so ist sie! Wem Maras Blog "Life is full of goodies" und die dort präsentierten Rezepte gefallen, der braucht auch dieses Buch. Und ich werde es sicherlich auch 2016 immer wieder in die Hand nehmen, wenn ich auf der Suche nach gelingsicheren Kuchenrezepten bin!


Buchtitel: Backen mit dem Backbuben: Cocktailcakes, Klassiker und Kuchen vom Grill* von Markus Hummel
Daraus gekocht und gebloggt: Das Buch kam kurz vor der Geburt meiner Tochter bei mir an und obwohl es mir beim ersten Durchblättern sehr gut gefallen hat, habe ich bisher noch nichts daraus gebacken - einfach aus Zeitmangel! 
Fazit: Die Rezepte sind eine schöne Mischung aus Klassikern wie Marmorkuchen oder Käsekuchen ohne Boden, Grundrezepten, Kuchen mit Alkohol, experimentellen Backrezepten vom Grill wie S´mores Pizza mit Schokoladencreme oder Tomaten-Cookies und süßen Kleinigkeiten wie Cookie-Pommes mit Erdbeer-Ketchup oder Champagner-Cupcakes, alles ansprechend und ganz in dem Look fotografiert, den man von Markus Backbuben-Blog kennt. 2016 werde ich auf jeden Fall einige Rezepte daraus ausprobieren - ganz oben auf der Liste stehen der Rotweinkuchen im Glas, die Whiskey-Brownies und der Guiness-Kuchen!

Weiter geht´s mit einem sehr schönen Buch, auf das ich seit der ersten Ankündigung sehr gespannt gewartet habe: "Wiener Küche" von Susanne Zimmel aka Frau Ziii vom Blog "ziiikocht", den ich sehr gerne lese.



























Buchtitel: Wiener Küche: Wirtshausgulasch & Topfenpalatschinken - Klassiker und neue Inspirationen* von Susanne Zimmel
Daraus gekocht und gebloggt: Auch dieses Buch kam erst kurz vor der Geburt neu ins Haus und so habe ich bisher zwar sehr ausgiebig darin geschmökert und mir zahlreiche Rezepte zum Ausprobieren markiert, aber bisher noch nichts daraus gekocht.
Fazit: 2016 möchte ich dieses Buch ausgiebig durchkochen! Zum Nachkochen markiert habe ich mir z.B. die Dukatenschnitzel, den Wiener Zwiebelrostbraten mit gefächerten Erdäpfeln und die "neumodischen Krautfleckerl nach Art der Frau Ziii".

Und damit kommen wir auch schon zum letzten Kochbuch-Neuzugang 2015 in meinem Regal.



Buchtitel: Das Mama-Kochbuch: 101 Rezepte und Tipps für Mama & Baby - von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr* von Hannah Schmitz
Daraus gekocht und gebloggt: Aus diesem Kochbuch habe ich mit Abstand die meisten Rezepte ausprobiert! Toll waren die Gnocchi mit gebratenen Birnenspalten, Salbei und BirnenkompottDie Stillkugeln waren ein prima Mitbringsel für eine frischgebackene Mutter. Der Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat hat uns sogar so gut geschmeckt, dass er gleich mehrmals auf den Tisch kam. Außerdem noch gekocht, aber nicht verbloggt habe ich das Kartoffel-Fenchel-Ofengemüse mit Joghurt-Dip, einen Gemüse-Getreideeintopf mit Rind und Quinoa, ein Mandelhühnchen-Curry und einen süßen Kokos-Milchreis mit Pistazien und Mango.
Fazit: Das "Mama-Kochbuch" ist mein Top-Kochbuch des Jahres 2015! Zum einen trifft es thematisch momentan bei mir natürlich genau den richtigen Nerv, aber auch ohne Baby oder ganz unschwanger ist es ein tolles Kochbuch mit einfach nachzukochenden Rezepten, von denen viele eine besondere Note haben, wie z.B. der Kartoffel-Gurken-Salat, der mit Wasabi verfeinert wird. oder die Gnocchi, die mit süßlichem Birnenkompott serviert werden. Daraus werde ich sicherlich auch 2016 noch viel kochen, Markiert habe ich mir z.B. noch die Gemüse-Galette mit geschmortem Fenchelsalat, den Zitronen-Zimt-Couscous mit Aprikosenhuhn und den gebackenen Kürbis mit Wildreis-Rosinenfüllung.
Zur Rezension

Das waren mein Kochbuch-Jahresrückblick 2015! Flops gab es dieses Jahr keine, wie ihr seht - das lag auch daran, dass ich meine Kochbuch-Neuzugänge dieses Jahr besonders sorgfältig ausgewählt habe. Da bin ich schon ein bisschen stolz auf mich, denn wenn ich schon das Kochbuch-Kaufverbot ignoriere, das mein Mann mir auferlegt hat, dann soll sich das auch lohnen ;-)

Und jetzt will ich natürlich von euch wissen: was waren eure Top-Kochbücher 2015? Und gab es auch Flops? Immer her mit euren Tipps und Empfehlungen!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Der Christbaum steht und ist geschmückt, die Geschenke sind eingepackt, der köstliche Geruch des Rehgulaschs zieht durch die Wohnung - ja, Weihnachten kann kommen! Ich freue mich sehr auf das erste Weihnachten mit Kind und auf freie Tage im Kreise der Familie. Der Blog macht über die Feiertage Pause - und ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und schöne und erholsame Feiertage! Macht es euch schön!




Süßer Flammkuchen mit Apfelscheiben, Schmand und Zimt-Zucker

Süßer Flammkuchen mit Apfelscheiben, Schmand und Zimt-Zucker

Beim vorletzten Karlsruher Bloggerstammtisch im Oktober haben wir uns in einem Flammkuchen-Restaurant getroffen. Eigentlich esse ich auswärts ja nie Flammkuchen, weil ich sie so oft zuhause selbst mache und in Restaurants das Preis-Leistungs-Verhältnis für Flammkuchen meist nicht stimmt für mich. Aber für den Bloggerstammtisch habe ich natürlich eine Ausnahme gemacht - und mich danach gefragt, warum ich eigentlich noch keinen klassischen süßen Flammkuchen mit Apfelscheiben, Schmand und Zimt-Zucker auf meinem Blog habe? Das wird hiermit nachgeholt! Den habe ich nämlich als Dessert im Flammkuchen-Restaurant gegessen und fand ihn in seiner Einfachheit bestechend lecker!

Süßer Flammkuchen mit Apfel und Zimtzucker, geschnitten

Rezept: Süßer Flammkuchen mit Apfelscheiben, Schmand und Zimt-Zucker
(für einen Flammkuchen)

Zutaten:
Für den Flammkuchenteig:
125g Mehl Type 550
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Belag:
1-2 Äpfel (je nach Größe)
1 EL Zitronensaft
70g Schmand
1 TL Zimt
3 TL Zucker

Zubereitung:
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig erst mit einem Holzkochlöffel, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen.


Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Äpfel waschen, Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Mit dem Zitronensaft beträufeln, damit die Apfelscheiben nicht braun werden.

Die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Flammkuchenteig mit einem Nudelholz sehr dünn und möglichst oval auswellen.

Teigboden mit Schmand bestreichen. Zimt und Zucker miteinander vermischen. Apfelscheiben gleichmäßig auf dem Flammkuchen verteilen, mit dem Zimt-Zucker bestreuen.

Flammkuchen im heißen Backofen direkt auf dem Pizzastein in ca. 12-15 Minuten knusprig backen.

Süßer Flammkuchen mit Apfel und Zimtzucker, ganz

"Das Mama-Kochbuch. 101 Rezepte und Tipps" von Hannah Schmitz [Rezension]

"Das Mama-Kochbuch. 101 Rezepte und Tipps" von Hannah Schmitz [Rezension]

Heute möchte ich euch ein Kochbuch vorstellen, aus dem ich so viele Rezepte nachgekocht habe wie schon lange aus keinem Kochbuch mehr. Die Rede ist vom schön gestalteten Kochbuch mit dem Titel "Das Mama-Kochbuch. 101 Rezepte & Tipps für Mama & Baby - von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr" von Hannah Schmitz. Zum einen trifft das Buch natürlich aktuell thematisch genau den richtigen Nerv bei mir als frischgebackener Mama, zum anderen gefällt mir das Buch und die darin enthaltenen Rezepte auch richtig gut. Höchste Zeit also, das Buch etwas ausführlicher vorzustellen!



Zunächst mal zu den Rezepten, die ich aus Das Mama-Kochbuch: 101 Rezepte und Tipps für Mama & Baby - von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr* ausprobiert habe. Sieben Rezepte habe ich ausprobiert, drei davon auch auf dem Blog veröffentlicht. Eine gute Quote! Die nicht verbloggten ausprobierten Gerichte waren auch alle absolut in Ordnung, aber ich fand sie nicht so besonders, dass ich die Rezepte auf dem Blog veröffentlichen wollte.

Als erstes habe ich die Gnocchi mit gebratenen Birnenspalten, Salbei und Birnenkompott aus dem Kapitel "6 Monate bis 1 Jahr: Abendessen" nachgekocht und für umwerfend gut befunden. Die Kombination aus herzhaften Kartoffelgnocchi und würzigem Salbei mit den gebratenen Birnenspalten und dem süßlichen Birnenkompott hat genau meinen Geschmack getroffen. Obendrein haben die Kartoffelgnocchi nach dem Rezept super funktionier! Das Essen ist laut Hannah Schmitz mit kleinen Abwandlungen auch Baby-geeignet: das Baby bekommt die Gnocchi ungesalzen und ohne Salbei mit den Birnenspalten und dem Birnenkompott, die Erwachsenen bekommen das komplette Rezept.



Danach habe ich die Energiebällchen ("Stillkugeln") aus dem Kapitel "Wochenbett: Milch hoch 3" zubereitet. Hier habe ich die Mengen ein bisschen angepasst bzw. die Buttermenge etwas erhöht, da die Stillkugeln sich bei mir nicht ganz so gut zu Kugeln formen ließen. Mit dieser Anpassung waren die Kugeln aber gut zuzubereiten und kamen bei der Beschenkten (und bei mir!) sehr gut an.



Den Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat aus dem Kapitel "6 Wochen bis 6 Monate: Abendessen" gab es sogar gleich zwei Mal bei uns. Ein Mal hat ihn meine Mutter zubereitet, die in der ersten Woche nach dem Krankenhaus zur Unterstützung bei uns war und uns täglich mit köstlichem Essen verwöhnt hat. Und weil es mir so gut geschmeckt hat, habe ich den Lachs dann selbst auch gleich noch mal zubereitet.



Das Kartoffel-Fenchel-Ofengemüse mit Joghurt-Dip aus dem Kapitel "Wochenbett: Milch hoch 3" hat mein Mann für mich am ersten Tag nach dem Krankenhaus zubereitet. Unkompliziert zu kochen, leicht warmzuhalten, falls doch mal wieder statt zu essen das Baby gestillt werden muss, und der enthaltene Fenchel und viel Kümmel sorgen angeblich dafür, dass die Milchproduktion angeregt wird. Backofengemüse geht eben einfach immer!



Den Gemüse-Getreideeintopf mit Rind und Quinoa aus dem Kapitel "Wochenbett: Milch hoch 3" habe ich schon vor der Geburt zubereitet. Das war eines der Gerichte, das ich eher mittelmäßig fand, weil das Fleisch durch das im Rezept vorgesehene Anbraten vor dem Kochen etwas zäh war. Ansonsten war der Eintopf aber sehr schmackhaft!
























Das Mandelhühnchen-Curry aus dem Kapitel "Wochenbett: Seelentröster" habe ich ebenfalls schon vor der Geburt gekocht und fand es geschmacklich in Ordnung, aber nicht umwerfend. Da habe ich schon würzigere und schmackhaftere Currys zubereitet.



Den Kokos-Milchreis mit Pistazien und Mango aus dem Kapitel "6 Monate bis 1 Jahr: Süßes" hat sich mein Mann gewünscht. Ohne die Pistazien ist der Kokos-Milchreis, der statt mit Milch einfach mit Kokosmilch gekocht wird, auch babytauglich. Ich bin ja kein großer Fan süßer Hauptspeisen und war daher eher mäßig begeistert, aber mein Mann liebt Milchreis und fand auch diese leicht exotische Version prima.



Soviel zu den ausprobierten Rezepten - jetzt geht es an die Bewertung der einzelnen Kategorien! 5 ist dabei die beste Bewertung, 0 die schlechteste.

Aufmachung/Design: 4/5
Das Mama-Kochbuch* aus dem Callwey Verlag ist ein hochwertig gestaltetes Hardcover-Buch mit 260 Seiten und 101 Rezepten und Tipps für Mama und Baby, von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des Babys. Die enthaltenen Fotos sind großformatig, hell, freundlich und sehr ansprechend, sowohl die Fotos der fertigen Gerichte als auch die Stimmungsfotos, und machen Lust aufs Kochen (und aufs Kinder kriegen ;-)). Das Layout ist klar und übersichtlich.Ein Rezept nimmt eine Seite ein und auf der gegenüberliegenden Seite ist das fertige Gericht auf einem Foto abgebildet. Den einzelnen Kapiteln geht jeweils ein kurzer, persönlicher Einleitungstext voraus.

Fotos: 4/5
Hannah Schmitz, die übrigens auch einen Foodblog betreibt, hat alle Fotos selbst fotografiert. Mir gefällt der natürliche, ungezwungene und zeitgemäße Look der Fotos sehr - die fertigen Gerichte sind appetitlich angerichtet und ansprechend fotografiert, aber nicht übertrieben gestylt. Jedes Rezept ist mit einem ganzseitigen Foto bebildert, dazwischen eingestreut finden sich Stimmungsfotos von Hannah Schmitz und ihrer süßen Tochter.

Rezepte: 4.5/5
Das Buch ist als kulinarische Begleitung von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des Babys gedacht und die Rezepte sind in entsprechende Kapitel aufgeteilt. Los geht es mit Rezepten für die Schwangerschaft, dann folgt das Kapitel "Wochenbett", dann die erste Zeit mit dem Baby bis zu einem Alter von 6 Monaten. Im Kapitel "6 Monate bis 1 Jahr" sind die Rezepte dann schon so aufgebaut, dass das Baby sie leicht verändert mitessen kann, was sich im letzten Kapitel "1 Jahr bis 3 Jahre" fortsetzt.
Überdurchschnittlich viele Rezepte aus dem Kochbuch haben mich schon beim ersten Durchblättern angesprochen, wurden mit einem Zettelchen markiert und ausprobiert. Die ausgewählten Rezepte in diesem Buch treffen zu einem Großteil meinen Geschmack und auch die fertigen Gerichte haben mir gut bis sehr gut geschmeckt! Außer den bereits ausprobierten Rezepten gibt es auch noch einige weitere, die ich gerne ausprobieren möchte, wie z.B. die Gemüse-Galette mit geschmortem Fenchelsalat, Zitronen-Zimt-Couscous mit Aprikosenhuhn und den Gebackenen Kürbis mit Wildreis-Rosinenfüllung.
Neben herzhaften Gerichten enthält Das Mama-Kochbuch* auch einige süße Rezepte für Kuchen und Desserts sowie alkoholfreie Drinks.

Nachkochbarkeit: 5/5

Alle ausprobierten Rezepte haben nach der Anleitung gut funktioniert. Die verwendeten Zutaten sind alle in gut sortieren Supermärkten erhältlich und die Zubereitung ist meist unkompliziert und dauert nicht lange (durchaus wichtig, wenn das Zeitfenster fürs Kochen durch das Baby eher kurz ist....). Volle Punktzahl!

Kaufempfehlung:4/5
Ich kann das Buch allen (werdenden) Mamas uneingeschränkt empfehlen. Es eignet sich auch gut als Geschenk für frischgebackene Mütter! Für 29,95 Euro bekommt man 101 leckere, leicht nachkochbare Rezepte, die sich mit und ohne Baby gut kochen lassen und der ganzen Familie schmecken. Dabei steht der unverkrampfte Umgang mit Ernährung im Vordergrund. Den erhobenen Zeigefinger sucht man hier vergebens. Einziger kleiner Kritikpunkt und Grund für einen Punkt Abzug: Außer den Rezepten enthält das Mama-Kochbuch keinerlei Informationen, welche Zutaten wann gut geeignet sind und wann eher nicht, wie z.B. die Info, dass Salbei oder Petersilie abstillend wirken und in der Stillzeit eher nicht verwendet werden sollten etc. Das ist aber auch das einzige, was ich zu bemängeln habe!



Welche Mama-/Kinderkochbücher kennt ihr und könnt ihr empfehlen? Ich bin neugierig auf eure Empfehlungen!

*Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Neu in Karlsruhe: "Deli Burgers" [Heimatliebe]

Neu in Karlsruhe: "Deli Burgers" [Heimatliebe]

Es gibt mal wieder was Neues in Karlsruhe! Am 5.12.2015 eröffnet ein neuer Burger-Laden im Karlsruher Zentrum: DeliBurgers. Ich war zusammen mit meiner lieben Freundin Kerstin von My cooking love affair diese Woche zum PreOpening dort und habe mir DeliBurgers vorab schon mal angeschaut - und natürlich auch Burger gegessen! DeliBurgers war mir schon vom Karlsruher Streetfood Festival im Oktober ein Begriff, denn dort war DeliBurgers mit einem Truck vor Ort. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf das Lokal - und ich kann gleich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde!



Bei DeliBurgers handelt es sich anders als bei meinem Lieblings-Burgerladen Bratar nicht um eine Kette. Hier wird mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und extrem viel Wert auf beste regionale Zutaten gelegt. Und das ist nicht nur eine Marketing-Sprechblase! Der Geschäftsführer Lukas Möller hat sich mit DeliBurgers einen lang gehegten Traum verwirklicht und jeden Lieferanten sorgfältig und persönlich ausgewählt. Alle Lieferanten werden namentlich auf der Homepage vorgestellt und auch im Laden selbst sind sie präsent: an den Wänden hängen Porträtfotos der Lieferanten für Burgerfleisch & Bacon, Brötchen & Dessert, Kartoffeln & sonstiges Gemüse, scharfe Sauce, Käse, Kaffee, Tee, Limo, Wasser und Bier.

Das Burgerlokal in der Akademiestraße, ganz in der Nähe des Vapiano, ist erst mal überraschend klein und bietet Platz für geschätzt 30 Personen. Beim Reinkommen fällt als erstes die Treppe zur erhöht gelegenen offenen Küche mit der Bestelltheke ins Auge. An der Theke bestellt man seinen Burger, die Beilagen, Saucen und Getränke, bezahlt und sucht sich dann einen Platz an einem der rustikalen Holztische, die Bestellung wird dann an den Tisch gebracht. Das Ambiente ist bewusst rustikal gehalten, so steht z.B. mitten im Gastraum ein großes Waschbecken für alle, die Burger und Pommes mit der Hand essen möchten!

Die Karte ist bewusst klein gehalten: es gibt 4 Burger, einer davon vegetarisch. Als Beilage gibt es Pommes, der Burger kann noch mit Extra-Zutaten wie Gurken, Bacon oder Zwiebel-Relish gepimpt werden und es stehen 4 Saucen zur Wahl. Ich habe den DeliBurger mit Bacon und Zwiebelrelish getestet (Foto unten), Kerstin hat sich den Cheeseburger bestellt (Foto oben). Das Patty haben wir medium bestellt und auch so bekommen: schön saftig, gut abgeschmeckt, prima! Auch die Pommes, die aus Pfälzer Kartoffeln mit Schale direkt vor Ort im Restaurant gestanzt und frittiert werden, haben geschmacklich absolut überzeugt. Ich habe die würzige Ketchup-Sauce dazu probiert und fand sie sehr gut. Kerstin hat sich direkt in die Senf-Mayonnaise zu ihrem Burger verliebt.




































Preislich sind die Burger bei DeliBurgers absolut fair angesetzt: Wir haben 7 Euro für einen Deli Burger bzw. 7,50 Euro für einen Cheeseburger mit jeweils 180g Rindfleisch bezahlt und 3 Euro für die Portion Pommes. Die Portionen waren sehr ordentlich und machen auch hungrige Burger-Fans satt. Dazu gab es für uns beide eine Rhabarberlimo (3 Euro).



Als Dessert haben wir noch den Cheesecake mit Salzkaramell-Topping probiert. Mächtig lecker! Dazu ein Espresso von Good Karma Coffee, der das Essen perfekt abgerundet hat.



Kurz gesagt: das Probeessen hat mich absolut überzeugt und ich drücke Lukas Möller und seinem Team die Daumen, dass DeliBurgers gut vom Karlsruher Publikum aufgenommen wird und das Konzept "Genuss aus der Region" voll einschlägt.



DeliBurgers
Akademiestr. 39
76133 Karlsruhe
Webseite

Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat

Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat

Premiere! Heute gibt´s das erste Rezept für euch, das ich nach der Geburt meiner Tochter gekocht habe. Mit Baby sieht die Kocherei bisher doch etwas anders aus: Hauptsache schnell fertig und schnell gegessen, bevor das erst zarte, dann fordernde Baby-Krähen wieder einsetzt... ;-) Für diesen Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat war aber trotzdem Zeit und mein Mann und ich konnten das Essen sogar gemeinsam an einem Tisch genießen! Und genossen haben wir es tatsächlich, denn der Lachs wird durch eine Marinade aus Joghurt und Tandoori-Pulver schön würzig und bleibt wunderbar zart, und der Kartoffel-Gurken-Salat erhält durch einen Teelöffel scharfe Wasabi-Paste einen tollen Kick. Prima!

Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat

Passenderweise stammt dieses Rezept auch wieder aus Das Mama-Kochbuch* von Hannah Schmitz, aus dem ich schon sehr viele Rezepte ausprobiert habe und das ich euch demnächst in einer ausführlichen Rezension vorstellen werde! Aber jetzt kommt hier erst mal das Rezept für den Tandoori-Lachs für euch.

Rezept: Tandoori-Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat
(für 2 Portionen)

Zutaten:
Für den Tandoori-Lachs:
1/2 EL Tandoori-Pulver
2 EL Naturjoghurt
300g Lachs (frisch oder TK, aufgetaut)
1 EL Sonnenblumenöl
Für den Gurken-Kartoffel-Salat:
700g festkochende Kartoffeln
1/2 Gemüsezwiebel
150ml Gemüsebrühe
1/2 Salatgurke
3 EL Essig
1 EL Zucker
1 TL Wasabi-Paste
4 EL Olivenöl
1/2 Bund Schnittlauch

Zubereitung:
Als erstes die Kartoffeln ungeschält in wenig Salzwasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, dann die Kartoffeln schälen.

Dann den Lachs vorbereiten. Dafür das Tandoori-Pulver mit dem Joghurt verrühren. Lachs unter fließendem Wasser abspülen, trocken tupfen und mit der Tandoori-Mischung einreiben. Lachs in eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und in eine große Salatschüssel geben. Gurke schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln.

Gemüsebrühe in einem Topf mit den Zwiebelwürfeln zum Kochen bringen. Ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Zwiebeln weich sind. Dann die Gurkenscheiben, den Essig, Zucker und Wasabipaste in den Topf geben, einmal aufkochen lassen. Flüssigkeit über die Kartoffelscheiben gießen und alles 10 Minuten ziehen lassen.

Für den Lachs das Öl in einer Pfanne erhitzen. Lachs bei mittlerer Temperatur erst ca. 4 Minuten auf der einen Seite, dann 1-2 Minuten auf der anderen Seite glasig braten.

Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden. Schnittlauch und Olivenöl unter den Kartoffelsalat mischen, mit Salz abschmecken.

Lachs mit Kartoffel-Gurken-Salat portionsweise auf Tellern anrichten und sofort servieren.

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